Negativserie der TBB hält an
Trotz Rekordkulisse: Die TBB bekommt derzeit einfach kein Bein auf den Boden. Gegen die Brose Baskets Bamberg verloren die Trierer am Mittwochabend vor 4569 Zuschauern in der Arena mit 59:75. Es war bereits die fünfte Niederlage in Folge. Zudem droht weiter Ungemach seitens der BBL. Die Liga will die Finanzsituation der Trierer Basketball GmbH erneut überprüfen.
TRIER. Nur in den ersten zehn Minuten durften die TBB- Anhänger von einem Sieg ihrer Mannschaft träumen. Beim 15:10 durch Jamal Shuler nach acht Minuten sah alles nach einem versönlichen Jahresausklang aus. Doch danach nahmen die starken Gäste aus Franken mehr und mehr das Heft in die Hand. Die Bamberger sicherten sich das erste Viertel mit 21:19 und bauten ihre Führung bis zur Halbzeit kontinuierlich auf 41:33 aus. Dabei hielt sich der Rückstand aus Sicht der Trierer sogar im Rahmen. Nur dank einiger Notwürfe von jenseits der 6,25-Meter-Linie war die Mannschaft von Coach Yves Defraigne noch im Spiel.
Doch auch nach der Pause fehlte bei den Trierern der richtige “Gameplan”.
Wie so häufig wurde in der Offensive die Uhr runtergespielt, um dann einen Drei-Punkt-Wurf zu nehmen. Viel zu wenig, denn so schlägt man kein BBL-Topteam wie Bamberg. Die Gäste machten vor, wie es geht: Mit unermüdlichem Einsatz in der Defense und Kreativität im Spielaufbau kauften sie der TBB mehr und mehr den Schneid ab.
Die logische Konsequenz: Die Führung der Franken wuchs und wuchs. Mit aussichtslosem 42:62-Rückstand ging es für Trier ins Schlussviertel. Da die Gäste sich ihrer Sache sicher waren und in den letzten zehn Minuten eigentlich nur noch mit den Schiedsrichtern diskutierten, konnte die TBB das Ergebnis mit 59:75 noch etwas angenehmer gestalten – die Bamberger Führung war aber nie ernsthaft in Gefahr.
“Bamberg war unser stärkster Gast in dieser Saison. Sie haben uns nie eine Chance gegeben, doch wir dürfen das nicht als Ausrede gelten lassen, sondern müssen weiter hart arbeiten”, resümierte Triers- Coach Yves Defraigne.
Unterdessen hat die Basketball-Bundesliga mitgeteilt, dass sie mehr Informationen zur finanziellen Lage der TBB benötigt. Die Liga-Führung hat dem Verein eine Frist bis zum 15. Januar gestellt.
Ruhe kehrt im TBB- Lager so schnell also keine ein. Helfen kann da eigentlich erstmal nur eine sportliche Antwort. Doch um die Negativserie zu stoppen, müsste am 9. Januar ausgerechnet das Spitzenteam von ALBA Berlin geschlagen werden. Um 19.45 Uhr sind die Albatrosse zu Gast in der Arena.
Der Stärkste: Jamal Shuler war wieder einmal Lichtblick im Trierer Team. Der US-Amerikaner war mit 20 Punkten Topscorer des Spiels und “pflückte” zudem sieben Rebounds.
Der Schwächste: Seit Wochen läuft Chris Copeland seiner Form hinterher. Auch gegen Bamberg war von dem 25-Jährigen kaum etwas zu sehen. Coach Defraigne nimmt seinen Power Forward in Schutz: “Die anderen BBL-Teams wissen mittlerweile um seine Stärke und verteidigen ihn intensiver. Er kann die Last in der Offensive nicht alleine auf seinen Schultern tragen.”
Tilo Saurin
von 16vor




