Konfetti verhindert neuen Streckenrekord
Haarscharf hat Haile Gebrselassie den neuen Streckenrekord beim Trierer Silvesterlauf verfehlt: 22 Minuten und 22,5 Sekunden benötigte der Weltstar aus Äthiopien für den acht Kilometer langen Rundkurs im Lauf der Asse. Damit blieb der 27-fache Weltrekordhalter, zweimalige Olympiasieger und vierfache Weltmeister anderthalb Sekunden über der 1997 vom Kenianer Isaac Kariuki aufgestellten Bestmarke.
TRIER. Der nach Regenfällen leicht rutschige Straßenbelag, aber auch das von den rund 20.000 Zuschauern traditionell großzügig ausgestreute Konfetti verhinderten offenbar, dass Gebrselassie den angepeilten Rekord aufstellte. “Plötzlich klebten mir einige Papierchen am Auge. Das hat kurzfristig etwas gehindert”, gab der 36-Jährige kurz nach dem Zieleinlauf zu Protokoll. Zudem ging er von anderen Daten aus, wie er zugeben musste: “Ich dachte eigentlich, mit meiner gelaufenen Zeit hätte ich den Streckenrekord geknackt.” Erstmals hat Gebrselassie in Deutschland einen Wettbewerb absolviert, der kürzer war als ein Marathon.
Auch mit seinen 22 Minuten und 22,5 Sekunden konnte der äthiopische Superstar gut leben und zeigte sich bei der Siegerehrung mit ZDF-Mann Wolf-Dieter Poschmann als lockerer und sympathischer Gesprächspartner. An Lob für die Macher des Silvesterlaufs und die Atmosphäre in Deutschlands ältester Stadt (“It was wonderful and very pretty”) durfte es – natürlich – auch nicht fehlen.
Obschon Gebrselassie also etwas hinter den gesteckten Erwartungen zurückblieb, konnte der Verein Silvesterlauf e.V. gleich zwei Rekorde vermelden: Rund 2400 Teilnehmer wurden bei allen Läufen gezählt und damit so viele wie nie zuvor. Die 20.000 Zuschauer entlang des Ein-Kilometer-Rundkurses durch die Innenstadt mit Start und Ziel am Hauptmarkt bedeuteten ebenfalls eine neue Bestmarke, was vor allem auf den “Haile-Effekt” zurückzuführen war.
Zurück zum Laufgeschehen: Hinter Gebrselassie kamen die beiden Kenianer Shadrack Lagat und Paul Kipkorir als Zweiter und Dritter ins Ziel. Bester Deutscher wurde der Tübinger Arne Gabius, der mit 23,19 Minuten auf Position vier landete.
Im Elitelauf der Frauen über fünf Kilometer dominierte in einem lange Zeit von Taktik geprägten Rennen am Ende die Russin Yelena Zadoroshnaya. Die Äthiopierinnen Anteneh Ernebeth und Almensh Belete landeten auf den Rängen zwei und drei.
Das ewig junge Silvesterlauf-Duell “Mocki” gegen “Micki” ging diesmal zu Gunsten von Sabrina Mockenhaupt aus. Die zweifache Trier-Siegerin (2005 und 2007) landete als Sechste einen Platz vor Irina Mikitenko. “Ich bin super zufrieden. Mein Feldwebel-Lehrgang bei der Bundeswehr hat mich in den beiden letzten Monaten ganz schön geschlaucht. Der Trainingsrhythmus fehlte mir zuletzt. Umso schöner ist diese gute Platzierung und natürlich auch die Tatsache, dass ich vor Miki gelandet bin”, strahlte die für den Kölner Verein für Marathon an den Start gehende Mockenhaupt. Beim Silvesterlauf starte sie Jahr für Jahr sehr gerne, versicherte die gebürtige Siegerländerin, weiß aber auch um die Nachteile, wenn man am letzten Tag des Jahres bei einem solch hochkarätigen und prestigeträchtigen Wettbewerb läuft: “Weihnachten ist für mich immer eine Qual. Wenn andere schlemmen, habe ich immer Trier im Hinterkopf.”
Zum Ausgleich konnte “Mocki” stilvoll und gemeinsam mit rund 250 weiteren Gästen – darunter auch Topstar Gebrselassie – in den Viehmarktthermen ins neue Jahr hinein feiern?. (ks)
Haarscharf hat Haile Gebrselassie den neuen Streckenrekord beim Bitburger Silvesterlauf verfehlt: 22 Minuten und 22,5 Sekunden benötigte der Weltstar aus Äthiopien für den acht Kilometer langen Rundkurs im Lauf der Asse. Damit blieb der 27-fache Weltrekordhalter, zweimalige Olympiasieger und vierfache Weltmeister anderthalb Sekunden über der 1997 vom Kenianer Isaac Kariuki aufgestellten Bestmarke.
Der nach Regenfällen leicht rutschige Straßenbelag, aber auch das von den rund 20.000 Zuschauern traditionell großzügig ausgestreute Konfetti verhinderten offenbar, dass Gebrselassie den angepeilten Rekord aufstellte. ?Plötzlich klebten mir einige Papierchen am Auge. Das hat kurzfristig etwas gehindert?, gab der 36-Jährige kurz nach dem Zieleinlauf zu Protokoll. Zudem ging er von anderen Daten aus, wie er zugeben musste: ?Ich dachte eigentlich, mit meiner gelaufenen Zeit hätte ich den Streckenrekord geknackt.? Erstmals hatte Gebrselassie in Deutschland einen Wettbewerb absolviert, der kürzer war als ein Marathon.
Auch mit seinen 22 Minuten und 22,5 Sekunden konnte der äthiopische Superstar gut leben und zeigte sich bei der Siegerehrung mit ZDF-Mann Wolf-Dieter Poschmann als lockerer und sympathischer Gesprächspartner. An Lob für die Macher des Silvesterlaufs und die Atmosphäre in Deutschlands ältester Stadt (?It was wonderful and very pretty.?) durfte es ? natürlich ? auch nicht fehlen.
Obschon Gebrselassie also etwas hinter den gesteckten Erwartungen zurück blieb, konnte der Verein Silvesterlauf e.V. gleich zwei Rekorde vermelden: Rund 2400 Teilnehmer wurden bei allen Läufen gezählt und damit so viele wie nie zuvor. Die 20.000 Zuschauer entlang des Ein-Kilometer-Rundkurses durch die Innenstadt mit Start und Ziel am Hauptmarkt bedeuteten ebenfalls eine neue Bestmarke, was vor allem auf den ?Haile-Effekt? zurück zu führen war.
Zurück zum Laufgeschehen: Hinter Gebrselassie kamen die beiden Kenianer Shadrack Lagat und Paul Kipkorir als Zweiter und Dritter ins Ziel. Bester Deutscher wurde der Tübinger Arne Gabius, der mit 23,19 Minuten auf Position vier landete.
Im Elitelauf der Frauen über fünf Kilometer dominierte in einem lange Zeit von der Taktik geprägten Rennen am Ende die Russin Yelena Zadoroshnaya. Die Äthiopierinnen Anteneh Ernebeth und Almensh Belete landeten auf den Rängen zwei und drei.
Das ewig junge Silvesterlauf-Duell ?Mocki gegen Micki? ging diesmal zu Gunsten von Sabrina Mockenhaupt aus. Die zweifache Trier-Siegerin (2005 und 07) landete als Sechste einen Platz vor Irina Mikitenko. ?Ich bin super zufrieden. Mein Feldwebel-Lehrgang bei der Bundeswehr hat mich in den beiden letzten Monaten ganz schön geschlaucht. Der Trainings-Rhythmus fehlte mir zuletzt. Umso schöner ist diese gute Platzierung und natürlich auch die Tatsache, dass ich vor Miki gelandet bin?, strahlte die für den Kölner Verein für Marathon an den Start gehende Mockenhaupt. Beim Bitburger Silvesterlauf starte sie Jahr für Jahr sehr gerne, versicherte die gebürtige Siegerländerin, weiß aber auch um die Nachteile, wenn man am letzten Tag des Jahres bei einem solch hochkarätigen und prestigeträchtigen Wettbewerb läuft: ?Weihnachten ist für mich immer eine Qual. Wenn andere schlemmen, habe ich immer Trier im Hinterkopf.?
Als kleiner Ausgleich dafür kann ?Mocki? stilvoll und gemeinsam mit rund 250 weiteren Gästen ? darunter auch Topstar Gebrselassie ? nun in den Viehmarktthermen ins neue Jahr hinein feiern?
(ks)
von 16vor





1. Januar 2010 (02:27 Uhr)
Lieber (ks),
wie scheinbar allen anderen Sportreportern ist Ihnen ein weiterer möglicher Grund für den verfehlten Rekord entgangen: Auf der Siegerehrung gab Arne Gabius zu Protokoll, dass Haile dem – nach der zweiten Runde ausscherenden – Führungsauto hinterhergelaufen sei und er ihn daher kurzzeitig ünerholt habe. 1,5 Sekunden hat das den Äthiopier allemal gekostet.
1. Januar 2010 (14:05 Uhr)
Das mit dem Führungsfahrzeug habe ich von der Tribühne gegenüber dem Brunnen auch so gesehen. Außerdem kam Haile beim Start nicht gut weg, weil ihn ein Läuferpulk von rechts (für mich sa das stark nch Frühstart aus) auf dem Weg zur Innenkurve behindert hat. Beides zusammen hat das locker 4 Sekunden ausgemacht.
3. Januar 2010 (15:32 Uhr)
Streckenrekord hin oder her. An alle Verantwortlichen des Silvesterlaufvereins (nicht nur als Trierer Sportler) ein Riesendankeschön für ganz großes Kino und ein (hoffentlich) Weiterso in 2010!