“Gordischer Knoten durchtrennt”

TRIER-WEST. Das frühere Kasernengebäude Gneisenaustraße 41-43 in Trier-West wird bis Sommer nächsten Jahres zu einem Haus des Jugendrechts umgebaut.

Der rheinland-pfälzische Innenminister Karl-Peter Bruch, OB Klaus Jensen (beide SPD) sowie Bürgermeister Georg Bernarding und der Beigeordnete des Kreises Trier-Saarburg Dieter Schmitt (beide CDU), gaben am Mittwoch den offiziellen Startschuss für die Bauarbeiten. An der Investition von fast fünf Millionen Euro beteiligt sich das Land mit mehr als 3,7 Millionen Euro, den Rest steuert die Stadt bei.

Im Haus des Jugendrechts werden zwei Jugendstaatsanwälte, das Sachgebiet Jugend der Polizei, die Jugendgerichtshilfe, das Jugendzentrum Don Bosco sowie der Verein “Starthilfe”, der sich um die Wiedereingliederung straffälliger Jugendlicher kümmert, untergebracht. Durch die enge Kooperation dieser Einrichtungen unter einem Dach soll die Prävention verbessert, die Ahndung von Straftaten beschleunigt sowie die Wiedereingliederung von verurteilten Jugendlichen in die Gesellschaft verbessert werden, teilte das Presseamt des Rathauses mit.

Bis Sommer 2011 wird der marode Mitteltrakt des Gebäudes durch einen Neubau ersetzt.  Die denkmalgeschützten Eckelemente aus dem Jahr 1899 werden restauriert. OB Jensen hob bei der Feier zum Baustart hervor, dass es nun endlich gelungen sei, den “gordischen Knoten” für grundlegende städtebauliche Verbesserungen im Westen der Stadt zu durchtrennen. Der Stadtteil habe einen hohen Entwicklungsbedarf, aber auch ein großes Potenzial, betonte der Stadtchef. Jensen dankte dem Land für die großzügige Förderung im Rahmen des Programms „Soziale Stadt“.

In der Nachbarschaft zum Haus des Jugendrechts werden weitere alte Kasernengebäude für die Arge der Stadt und der Agentur für Arbeit sowie für ein Studierendenwohnheim hergerichtet. Jensen hofft, dass dadurch Trier-West für zusätzliche Investoren interessant wird.

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1 Leserbrief | RSS-Abo

  1. Linde Andersen schreibt:

    ….aber der “Gordische Knoten” hat sich nur zu eimem Teil gelöst!!!!!!!!!

    Über die baulichen Veränderungen, die nun in Trier-West ihren Anfang nehmen,
    kann man sich freuen.
    In kürzester Zeit m u s s sich allerdings auch für die Menschen in den benach-barten Wohnungen etwas ändern, d. h. im Gneisenau-Bering ( dort liegen schon Ideen bereit ) sowie im Irminenwingert, der ganz erheblicher Veränderungen bedarf.
    Das könnte heißen Umzug in zu Wohnungen umgebaute Räume in der Jägerkaserne z.B

    Das würde die Menschen in ihrem Umfeld belassen und endlich für angemessene Wohnverhältnisse sorgen..
    Der Politik ist die Einsicht in die Notwendigkeit und den Bewohnern eine schnelle
    Veränderung ihrer Wohnsituation zu wünschen.

    Linde Andersen

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