Presseamt muss wieder ran
TRIER. Das Altstadtfest wird auch in diesem Jahr vom Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Stadt organisiert.
Dies hat der Steuerungsausschuss unter Leitung von OB Klaus Jensen (SPD) beschlossen. Nachdem die Straßengemeinschaften erklärt hatten, sich aus der Organisation des Großereignisses zurückzuziehen, hatte der Stadtrat im vergangenen Jahr erstmals das Presseamt damit betraut, die Federführung beim Altstadtfest zu übernommen.
Eigentlich hatte diese Lösung nach Auffassung der meisten Ratsfraktionen eine Ausnahme bleiben sollen. Als der Stadtrat am 30. Januar 2009 über den Vorschlag des OB beriet, dominierten Skepsis und Kritik die Debatte. Die Übertragung an das Presseamt sei “nicht im Sinne des Erfinders” und müsse ausdrücklich auf das Jahr 2009 beschränkt bleiben, erklärte beispielsweise Thomas Egger (FDP), der in wenigen Wochen die Leitung des neu geschaffenen Wirtschafts- und Kulturdezernats übernimmt. Kritik kam auch von anderen Parteien und der UBM (heute FWG), deren damaliger Vormann Manfred Maximini “erhebliche Bedenken” gegenüber der Lösung äußerte.
Doch die scheint sich nach Meinung von Stadtspitze und Fraktionen offenbar bewährt zu haben. “Die erstmalige Übertragung der Gesamtorganisation des Festes auf die Stadt wurde von den Besuchern, Sponsoren, Standbetreibern und Mitwirkenden außerordentlich positiv beurteilt”, teilte das Presseamt – sozusagen in eigener Sache – am Donnerstagnachmittag mit. Auch das neu entwickelte Sicherheitskonzept habe “zur allseits gelobten neuen Atmosphäre” beigetragen, hieß es. Das im zurückliegenden Jahr von einer Arbeitsgruppe unter Federführung des Amts für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit entwickelte neue Gesamtkonzept werde in diesem Sommer nun fortentwickelt werden, kündigte das Rathaus an.
Für Personal, Gebühren sowie Sach- und Dienstleistungen, darunter Auslagen für die Bühnentechnik, Gagen oder Security-Dienst, wurden rund 200 000 Euro zur Verfügung gestellt. An die externe Vergabe für die Ausrichtung des Altstadtfestes durch eine Agentur sei “vorerst nicht gedacht”, so die Verwaltung. Auch eine andere interne Lösung, beispielsweise die Beauftragung des städtischen Kulturbüros, schien offenbar keine ernsthafte Alternative. (mst)
von 16vor





22. Januar 2010 (11:29 Uhr)
“Auch eine andere interne Lösung, beispielsweise die Beauftragung des städtischen Kulturbüros, schien offenbar keine ernsthafte Alternative.”
Traut man denn dem Presseamt mehr zu, als dem eigenen Kulturbüro??
10. Februar 2010 (18:45 Uhr)
Seit wann hat das Altstadtfest in Trier etwas mit Kultur zu tun?