TAT-Partner formieren sich für den 7. Mai

Sie bildet das Vorspiel zum “Trierer Engagementtag” – die TAT-Projektbörse im Tagungszentrum der IHK. Am Dienstagabend begaben sich Vereine und gemeinnützige Einrichtungen auf die Suche nach potenziellen Partnern aus der Privatwirtschaft, mit denen sie am 7. Mai ein gemeinsames Projekt stemmen können. Immerhin mehr als ein Dutzend der Suchenden wurde im Verlauf der rund anderthalbstündigen Veranstaltung fündig, doch bei einigen Vorhaben wird noch Unterstützung benötigt. Die Initiatoren von “Trier: Aktiv im Team” (TAT) sind zuversichtlich, dass alle Ideen realisiert werden können.

TRIER. Sören Landmann ist guter Dinge. Zwar wurde der Student auf der Suche nach einem Partner für den dritten “Trierer Engagementtag” noch nicht fündig, doch konnte er immerhin auf die Arbeit seines “Aktionsbündnisses gegen Homophobie” aufmerksam machen. Der Verein hat sich zum Ziel gesetzt, Vorurteile gegenüber gleichgeschlechtlich Liebenden abzubauen. Während die Plakate einer Aufklärungskampagne mit ironisierenden Botschaften wie “Lesben leuchten im Dunkeln” vorliegen, will das Aktionsbündnis nun auch zwei kurze Videoclips für die örtlichen Kinos und den Offenen Kanal drehen – weshalb Sören Landmann Ausschau nach Leuten hält, die Erfahrungen im Bereich der Film- oder Videoproduktion vorzuweisen haben.

Schräg gegenüber von Landmanns Stand im Tagungszentrum der Industrie- und Handelskammer ist man schon einen Schritt weiter – entsprechend entspannt ist die Stimmung bei den Vertreterinnen der “Alzheimer Gesellschaft Region Trier”. Denn mit dem selbstständigen Sozialplaner Peter Kappenstein hat der Verein einen Partner gefunden, der nicht nur vom Fach ist, sondern die Arbeit der Alzheimer-Gesellschaft auch besonders zu schätzen weiß – Kappensteins Mutter leidet an Demenz. Unterstützung im Fundraising ist gefragt, neue Finanzquellen – sei es über Gönner oder Zuschussgeber – sollen erschlossen werden, berichtet Hildegard Wey; und gerne dürfen sich auch weitere aktive Mitglieder hinzugesellen, ergänzt sie.

Fast 30 gemeinnützige Einrichtungen und Vereine präsentierten am Dienstagabend in der IHK konkrete Projekte, die sie am dritten “Trierer Engagementtag” in die Tat umsetzen wollen – gemeinsam mit einem oder mehreren Unternehmen. Anders als in den Vorjahren wird der TAT-Tag dieses Mal statt im März erst im Mai stattfinden – “wir hoffen dann auf bessere Wetterbedingungen”, begründet Carsten Müller-Meine von der Ehrenamtsagentur den veränderten Zeitplan. Tatsächlich dürfte bei einer Vielzahl der Projekte, die vom “Baumschnitt auf dem Spielgelände” (Katholischer Kindergarten St. Michael) über die Gartengestaltung eines Wohnheims der Lebenshilfe in der Petrusstraße bis hin zu zur Realisierung eines “Zugangs zur Bachexkursion mit Bachflohkrebs und Körperfliegenlarve” (Naturfreunde Quint) reichen, gutes Wetter nicht schaden.

Ob es regnet oder schneit, die Sonne scheint oder es hagelt am 7. Mai, dürfte den Haupt- und Ehrenamtlichen des “Demenzzentrum e.V.” wohl einigermaßen egal sein – dort will man einfach nur “mehr Raum gewinnen”. Und weil man weiß, dass es “utopisch ist, neue Räume zu bekommen”, möchte der Verein die vorhandenen Räume so umgestalten, “dass die kleinen Räume größer werden”, erläutert Mariana Chitu. Konkret benötigt werden deshalb “ausgeklügelte Möbelsysteme oder funktionale Schränke”. Liefern könnte die wohl Peter Leyendecker, geschäftsführender Inhaber des gleichnamigen Holzfachgeschäfts. Leyendecker ist auf den TAT-Projektbörsen ein gefragter Mann, von Beginn an ist er mit dabei, mit seinen Mitarbeitern hat er schon einigen Einrichtungen tatkräftig geholfen. Auch an diesem Abend eilt der Unternehmer von einem Stand zum nächsten, dieses Mal wird er unter anderem ein paar Holzbänke für Kindertagesstätten beisteuern.

Erfahrungsgemäß werde eine Vielzahl der Projekte “nachvermittelt”, berichtet Charlotte Kleinwächter. Die Geschäftsführerin des Vereins Lokale Agenda ist deshalb zuversichtlich, dass sämtliche Vorhaben realisiert werden können. Dass dieses Mal weniger Einrichtungen und Vereine an den Start gingen als 2008 und 2009, erklärt Sabine Mach von der Agentur Mach PR, die gemeinsam mit dem Verein Lokale Agenda 21, der Ehrenamtsagentur, Buyregio Media Service und der Bitburger Braugruppe zu den Initiatoren der Aktion zählt, damit, dass man stärker als in den Vorjahren darauf geachtet habe, dass die Projekte auch wirklich TAT-kompatibel sind, sich also nach Möglichkeit innerhalb eines Tages bewerkstelligen lassen.

An einem Tag kann man beispielsweise bequem von Trier nach Bonn und wieder zurück fahren, dachten sich die Ehrenamtlichen des Vereins AFS Interkulturelle Begegnung Trier, die sich vor allem für die Vermittlung von Austauschschülern in deutsche Gastfamilien einsetzen. Gemeinsam will man am 7. Mai auf “Zeitreise” gehen und mit rund 25 Personen das Bonner Haus der Geschichte besuchen – auf dass allen Beteiligten die Historie der Bundesrepublik näher gebracht wird.

Weitere Informationen zu “Trier: Aktiv im Team (TAT)” finden Sie auf folgender Homepage.

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