Trier-West benötigt massive Intervention

Wanderungsverluste, Leerstände, Industriebrachen, stark belastete Durchgangsstraßen – die Liste der Phänomene, welche die Negativentwicklung der vergangenen Jahrzehnte widerspiegeln, ist lang. Doch Experten sind sich seit langem einig: Trier-West hat enormes Potenzial und könnte sich zu einem angesagten Quartier der Moselstadt mausern. Wie diese Entwicklung angestoßen und gestaltet werden könnte, zeigt jetzt der “Masterplan Trier-West” auf. Das Dokument analysiert schonungslos die Versäumnisse der Vergangenheit und die Schwächen der Gegenwart, weist aber vor allem einen Weg in eine viel versprechende Zukunft für den Westen der Stadt – vorausgesetzt es erfolgt eine “massive Intervention von öffentlicher Seite”.

TRIER-WEST. Als Triers damals noch neue Baudezernentin Simone Kaes-Torchiani sich vor drei Jahren auf Wohnungssuche machte, fand sie nach eigenem Bekunden sofort Gefallen am Westen der Stadt. Was sie nicht fand: eine ansprechende Wohnung oder ein Haus, in das sie hätte einziehen wollen. Kaes-Torchiani wurde schließlich in Heiligkreuz sesshaft, doch bei jeder sich bietenden Gelegenheit schwärmt sie von Trier-West, sagt, dass da “ganz viel Musik drin” sei und der Stadtteil ungeahnte Entwicklungsperspektiven biete. Diese Erkenntnis ist nicht neu, und immer wieder haben in der Vergangenheit kluge und kreative Köpfe Ideen ersonnen, wie der mehr als überfällige Entwicklungsschub endlich ausgelöst werden könnte.

Nun liegt mit dem vom Kölner Büro Stadt- und Regionalplanung Dr. Jansen erstellten “Masterplan Trier-West” eine weitere und die bislang wohl umfassendste Analyse des Stadtteils vor – samt Handlungsempfehlungen und Maßnahmenkatalog inklusive Konzeptskizzen, welche konkrete Entwicklungsschritte vorzeichnen. Das 140 Seiten starke Papier, das auf der Website der Stadt eingesehen und heruntergeladen werden kann, sei als “informelles Planungsinstrument außerhalb des starren Korsetts formeller Genehmigungsverfahren das geeignete Instrument, einen ‘roten Faden’ an die Stadtentwicklung zu legen”, schreiben die Autoren.

Einem “roten Faden” gleich liegt den zahlreichen Einzelmaßnahmen die Realisierung eines Großvorhabens zugrunde: Ohne eine Verlegung der Bundesstraße B 51 auf eine neue Trasse westlich der Bahngleise wären viele der aufgezeigten Konzeptskizzen rasch Makulatur. Schließlich ist das Projekt B 51n nicht nur Voraussetzung dafür, dass Straßenzüge wie die Aachener- und die Luxemburger Straße entlastet, aufgewertet und umgestaltet werden können; obendrein soll die neue Trasse auch dazu dienen, das zwar denkmalgeschützte, aber seit mittlerweile drei Jahrzehnten brach liegende Bahnausbesserungswerk besser zu erschließen. Auch die von den Autoren des Masterplans vorgeschlagene Weiterentwicklung des Stadtteilzentrums in der Eurener Straße wäre bei der derzeitigen verkehrlichen Situation kaum denkbar.

An einer B51n führt kein Weg vorbei

Dass der Stadtteil täglich Tausenden Autofahrern durchquert wird und es an allen Ecken und Enden an attraktivem Wohnraum fehlt, ist einer der entscheidenden Gründe für den desolaten Zustand von Trier-West. Zwischen 1996 und 2008 hat die Bevölkerung um rund 9 Prozent abgenommen, vor allem im vergangenen Jahrzehnt wurden kaum Anstrengungen unternommen, das Wohnungsangebot auszuweiten. So entstanden seit 1999 lediglich 24 neue Wohneinheiten. Da verwundert es auch nicht, dass 98,3 Prozent sämtlicher Wohngebäude des Stadtteils vor 1980 errichtet wurden. Die Folge des fehlenden Angebots sei ein “Residualisierungsprozess” gewesen, heißt es im Masterplan: Wer finanziell dazu in der Lage war und im Stadtteil kein Wohnungsangebot fand, zog weg.

Diese Entwicklung soll alsbald eine Kehrtwende erfahren, und an Flächen für neue Domizile mangelt es nicht. Beispiel Jägerkaserne: Annähernd sechs Hektar könnten hier für ein neues Wohngebiet erschlossen werden. Mit einer Nachverdichtung ließen sich derweil dem zwar schon vorhandenen, aber aufgrund der hohen Verkehrsbelastung wenig attraktiven Stadtteilzentrum an der Eurener Straße neue Konturen verleihen. Voraussetzung ist jedoch auch hier, dass eine B51n für Entlastung sorgt. Der Masterplan schlägt zudem vor, in diesem Bereich einen “Stadtplatz von hoher städtebaulicher Qualität zu entwickeln, der als Anziehungspunkt und ‘Gelenk’ zwischen Trier-West und dem Stadtzentrum funktionieren kann”. Teil des Konzepts ist eine Fußgängerbrücke über die nahe gelegenen Bahngleise in Höhe des alten Westbahnhofs. Sollte die Westtrasse der Bahn – wie vom Zweckverband SPNV Nord geplant – 2015 für den Personenverkehr reaktiviert werden und in einem Zug auch der Westbahnhof zu neuem Leben erwachen, wäre der Stadtteil tatsächlich näher an die Kernstadt herangerückt.

An der Mosel würde indes auch dann kein Weg vorbeiführen. Der Masterplan betont einmal mehr die Bedeutung des Flussufers für die Gesamtentwicklung des Stadtteils, dem es an attraktiven Grünflächen mangelt. Da die aktuelle Bebauung auf der Westseite der Mosel dem Fluss fast durchweg den Rücken zukehrt, hält sich die Aufenthaltsqualität des Ufers spürbar in Grenzen – zumal der Fuß- und Radweg weit von jener Uferpromenade entfernt ist, wie sie auch im Masterplan wieder gefordert wird. Der sieht außerdem vor, dass der Stadtteil an mindestens vier Punkten besser mit der Mosel verknüpft wird. Eine maßgebliche Rolle sollen hierbei der Brückenkopf der Römerbrücke und die einstige Anlegestelle der Fähre spielen, wo ein Fußgängersteg die Brücke auf die andere Uferseite schlagen könnte. Der “Barbeller Steg” ist auch Teil des Konzepts für eine durchgängige fußläufige Verbindung durch einen Grünstreifen, der von der Mosel bis zu den Moselhöhen führen soll.

30 Millionen Euro öffentlicher Mittel nötig

Ein Teil der vorgeschlagenen Maßnahmen taucht bereits im Rahmen der Überlegungen zum Projekt “Stadt am Fluss” oder im Abschlussbericht des Forschungspraktikums “Trier inWESTiert” auf. Doch kürzlich erst erklärten OB Klaus Jensen und Baudezernentin Simone Kaes-Torchiani im Gespräch mit 16vor, dass für Maßnahmen wie die Anlage von Fußgängerstegen oder der Realisierung einer Uferpromenade in den kommenden Jahren die Mittel fehlten. Auch die weitere Entwicklung des Stadtteils Trier-West steht und fällt mit den finanziellen Möglichkeiten. Viel wird davon abhängen, inwiefern es der Verwaltung gelingt, private Investoren für den Westen der Stadt zu begeistern.

Doch zu einer “massiven Intervention von öffentlicher Seite” gebe es keine Alternative, heißt es im Masterplan. Das Büro StadtVerkehr hat errechnet, dass für die größten Vorhaben im Verkehrsbereich – B51n, Stadtteilzentrum/Eurener Straße, Bahnstation Trier-West, Wohnumfeld im Stadtteil, Kreuzungsbereich Aachener und Luxemburger Straße sowie öffentlicher Grünzug am Ausbesserungswerk der Bahn – mehr als 30 Millionen Euro benötigt würden. Bei einem Zeitrahmen von 15 Jahren und einem veranschlagten Fördersatz von 80 Prozent kämen auf die Stadt jährlich rund 400.000 Euro zu. Angesichts der desaströsen Haushaltslage viel Geld, doch zum Nulltarif wird der Entwicklungsschub für Trier-West nicht zu haben sein, und die Entscheidung, welche der Maßnahmen tatsächlich umgesetzt werden, liegt bei den politischen Gremien.

Der Masterplan wird am kommenden Mittwoch, 10. Februar, um 18.30 Uhr im Dechant-Engel-Haus in Trier-West vorgestellt.

Zum selben Thema: “Das hat der Stadtteil verdient” und Visionen für die Weststadt

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13 Leserbriefe | RSS-Abo

  1. Stephan Jäger schreibt:

    Wunderbar! (Wiedereinmal) 140 Seiten Science Fiction und ein real existierender, privat gepflegter zarter Keimling “Stadt am Fluss”, wie die Bit-Sun-Beach muss nach 4 Jahren kompostiert werden, da er einfach nicht anwachsen kann. Wegen Pech mit dem Wetter…

    …ABER AUCH wegen mangelnder Unterstützung seitens der Stadt. Diese Unterstützung hätte – in Zeiten äusserst klammer Kassen – nichteinmal massiv finanzieller Natur sein müssen. Die Genehmigung eines halbwegs in die Stadt integrierten Standortes statt der Verbannung an den “Ar… der Welt” (z.B. Uferwiese an der Jugendherberge) hätte schon eine Menge bewirken und der Stadt ein kleines Stück sommerliche, urbane Lebensqualität bescheren können. Aber soetwas geht natürlich in Trier – mit seinen allgegenwärtigen und stets äusserst Ruhe-bedürftigen “Anwohnern” – nicht.

    Und so schauen (und hören) wir uns weiter ab und zu Luftschlösser an und leben an der Ufer-Autobahn (DIE natürlich keinen störenden Lärm macht!).

    Nur, damit keine Missverständnisse aufkommen: Ich bin in keiner Weise – weder geschäftlich noch privat – mit Trick17 verbandelt. Für mich ist “Bit-Sun-Beach” auf der einen – und “Stadt am Fluss” auf der anderen Seite lediglich ein äußerst markantes Beispiel dafür, wie weit in Trier in aller Regel politisches Reden und politisches Handeln auseinanderklaffen.

  2. EsXi schreibt:

    Zitat (#1)
    “Für mich ist “Bit-Sun-Beach” auf der einen – und “Stadt am Fluss” auf der anderen Seite lediglich ein äußerst markantes Beispiel dafür, wie weit in Trier in aller Regel politisches Reden und politisches Handeln auseinanderklaffen.”

    Völlig richtig!
    Doch wollen wir uns in diesem Zusammenhang nochmals die finazielle Situation der Stadt Trier vor Augen führen und als “kleine” Entschuldigung gelten lassen.
    Dank an ZIG-Jahre mißratene Bundes- und Kommunalpolitik.

    Wunder können wir vom Stadtrat keine erwarten, doch zumindest gibt es gute Ideen von denen sich auch welche umsetzen lassen werden. Es geht in die richtige Richtung!

    Und liebe Trierer – nicht immer alles so schwarz sehen – es lohnt sich für Trier!

  3. HoHo schreibt:

    @ EsXi

    da wollen wir aber die Landespolitik doch nicht etwa unter den Tisch kehren lassen.
    Warum immer die Schuld bei den vorherigen suchen ?
    Die Sun Beach hat wohl keine richtige Chance in Trier bekommen, in diesem Falle kann man wohl kaum irgendeiner mißratenden Politik die Schuld geben.
    Warum gibts diesen Strand nicht mehr in Richtung Innenstadt ?
    Wie ist es möglich dass zum Altstadtfest mitten in der Stadt ein solcher am Viehmarkt stattfinden kann bis weit in die Morgenstunden.
    “Stadt am Fluß” billiger und einfacher wäre es in Trier, für die Stadt nicht gegangen.

  4. EsXi schreibt:

    Ja klar auch die Landesregierung ;-)

    Wo soll man den sonst suchen wenn nicht bei den Verantwortlichen für die vergangenen Jahre?

    Der Bit-Sun_Beach, war ne gute Idee – ohne Zweifel. Aber das Scheitern alleine an der Örtlichkeit und an mangelnder Unterstützung der Stadt fest zu machen ist mir zu einfach. Da spielte noch vieles andere mit rein….

    Außerdem ist die Stadt am Fluß deutlich mehr als ein Sandstrand. Die Aufgaben die da zu bewältigen sind sind gigantisch.

  5. Raimund Scholzen schreibt:

    Reicht der Trier-West-Plan nur für bittere Kommentare zum “Bit-Sun-Beach”? Sehr selektive Wahrnehmung, traurig.

  6. Anja F. schreibt:

    @ Raimund Scholzen:

    Zugegeben, fast etwas verwunderlich, dass es hier noch wenige Kommentare zu gibt. Mag vieleicht ja auch daran liegen, dass das letztenendes nicht viel Neues ist. Vor 2-3 Jahren gab es doch von den Geowissenschaften dazu auch ein Forschungsprojekt. Wenn man sich jetzt den Masterplan anschaut wundert es mich wo da die Innovation stecken soll, wenn das sogar schon Studies so ähnlich hinbekommen hatten. Der einzige Unterschied, die Brücken scheinen jetzt Namen zu haben und die Bundesstraße bildet weiterhin eine Art von Mauer quer durch Trier-Nord. Wenns nicht mehr Neues gibt, wieso dann groß drüber diskutieren?

  7. Stephan Jäger schreibt:

    @Raimund Scholzen

    “Reicht der Trier-West-Plan nur für bittere Kommentare zum “Bit-Sun-Beach””

    Vielleicht liegt das ja daran, dass solche “sehr löblichen” aber etwas hoch fliegenden Pläne niemand mehr wirklich ernst nimmt.

    Ich möchte die Bit-Sun Beach hier auch weniger als Bit-Sun Beach an sich verstanden wissen, sondern mehr als Gradmesser für das, was tatsächlich in Richtung “Stadt am Fluß” geschieht, selbst, wenn es (die Stadt) nichts oder wenig kostet.

    Da wird, zwei Jahre nach der Auftaktkonferenz, in denen absolut nichts geschehen ist, über einen “Moselstrand am Nordbad” (als einen von fünf “Leuchttürmen”) philosophiert…

    http://www.16vor.de/index.php/2009/03/26/funf-leuchtturme-fur-stadt-am-fluss/

    …und Leuten, die der Stadt für ein genau solches Projekt die Realisierung quasi zum Nulltarif anbieten, die Genehmigung für jede halbwegs akzeptabele Örtlichkeit verweigert. Statt diese Aufwertung des Moselufers freudenstrahlend IN DIE STADT zu holen, wird sie an einen Zipfel verbannt, der z.B. für keine Frau, die alleine unterwegs und halbwegs bei Trost ist, nach Einbruch der Dunkelheit mehr erreichbar ist. Zumindest nicht zu Fuß oder per Fahrrad.

    Wer soll denn – angesichts eines solchen Verhaltens im Allerkleinsten – ernsthaft auf die Realisierung von Plänen hoffen (oder darüber diskutieren), die ein ganzes Quartier neu aufstellen wollen?

  8. HoHo schreibt:

    @ Stephan
    dem ist nichts mehr hinzuzufügen

  9. 40UferFilme schreibt:

    Nur zur Erinnerung: das Internationale Kurzfilm-Festival 4oUferFilme heisst nicht umsonst “Uferfilme”….geplant war vor 8 Jahren ein netter Filmabend auf der Moselwiese hinterm Nordbad. Die erste Hürde hiess (vom Wasser- und Schifffahrts-Amt): da könnten ja vorbeifahrende Schiffsführer beim Anblick der Riesenleinwand die Kontrolle über ihr Schiff….. – -
    Ich erspare die Aufzählung der weiteren unsäglichen “Hürden”, Bedenken, etc etc. Politisch war ein Ufer-Festival am Moselufer nicht gewollt. Nicht nur in der Verwaltung fehlt die Phantasie, sich vorzustellen, welch positiven Effekt Kultur- und Freizeit-Attraktoren (wie ein belebteres Mosel-Ufer) für eine Stadt wie Trier haben könnten – wenn man sie denn zulassen würde.

  10. Axel Reichertz schreibt:

    “…die Entscheidung, welche der Maßnahmen tatsächlich umgesetzt werden, liegt bei den politischen Gremien.”

    Ich verstehe nicht warum hier über 400000 Euro gesprochen wird, als ob Trier dieses Geld nicht hätte! Die Haushaltszuschüße für Unterhaltungsprogramme wie Theater und das Musum sind doch um ein vielfaches höher! Allein der Petrispark bekommt jährlich mehr als das doppelte an Zuschuß…, vielleicht betreffen die Prestige-Projekte einfach nur die Moselseite wo der Dom steht…

    Wäre es nicht möglich eine Landesgartenschau nach Trier-West zu bekommen??
    Eine zweite Skateboardbahn wäre dort auf jeden Fall nicht fehl am Platz…

  11. Monika schreibt:

    Es ist wohl eher zu befürchten, daß derartige Projekte noch mehr Verkehr in die ohnehin schon geplagten Westgebiete ziehen. Eine Neukonstruktion der B51, und dann quer durchs Viertel? Jawoll, eine neue Stadtautobahn!
    Während auf der einen Seite hier Menschen sich dafür einsetzen, daß endlich mal etwas Ruhe einkehrt, und das Leben wirklich erträglich wird – als Auftakt für eine vernünftige Planung mit schönen Stadtzonen – kommt hier die Planung mit der Rennbahn und den Lärmschutzwänden für Trier-West.
    Es ist schon schlimm genug, wie es ist – das muß man nicht noch toppen. Gute Ideen sind sicherlich in dem Masterplan drin, aber man sollte auch diesen sehr kritisch betrachten.

  12. Det schreibt:

    Utopia läßt grüssen.
    Masterplan, stellt sich bei der Präsentation am 10.02.2010 als Luftblase herraus.
    Aufwendig gestaltete Präsentation, vom Planungsbüro aus Köln dessen Vertreter sich ” WETTER bedingt ” entschuldigen läßt wie ebenso die Baudezernentin der Sradt Trier.
    Erst einmal muß man seine Hausaufgaben von seiten der Stadt tätigen, ehe man mit großem Primborium diesen “Desaster-Plan ” Unter das staunende Volk bringt.
    Auf nachfragen aus dem Publikum über die Verkehrszuspitzung, für die ANwohner der zB. Hornstrasse konnten keine schlüssigen Antworten gegeben werden. Die im Raume stehende Getho-Mauer wird als Lärmschutzmaßnahme verkauft.
    Die neu zu verlegende B51 führt über Grundstücke die der Stadt gar nicht gehören.
    Neuer Stadtteil für neue Bürger, finanziell potent versteht sich, wo bleiben die
    derzeitigen Bewohner in dem Plan, bzw, wo will man sie (zwangs?) an/umsiedeln??
    Leider waren von dieser Bevölkerungsschicht keine anwesend.
    Alles in allem bleibt es wachsam zu sein, was sich hier abzuspielen droht.
    Ich möchte sagen pro Trier u. alle seine Bürger

  13. Pippo schreibt:

    Die Uni hatte vor 2-3 Jahren mal ein Projekt “Trier inWESTiert” zu dem Thema gestartet, in dem für mich auch ein bisschen der Eindruck entstand, die Verantwortlichen hätten “West” vergessen. Nicht nur baulich: viel Geld floss in Innenstadt und Petrisberg, während Einwohnerzahlen, Bildungsniveau und Zukunftschancen in Trier West weiter sanken.
    Insofern stimme ich Det zu, dass man genau beobachten muss, dass hier nicht nur(wieder) gierig auf die “prallen Geldbörsen” der Luxemburg- Pendler geschaut wird, sondern dass sich der Stadtteil schlüssig entwickelt. Wenn sich für die Menschen, die den Stadtteil derzeit ausmachen nichts ändert, bleibt die Wohnqualität in der schönsten Maisonette- Wohnung niedrig und uninteressant. Schade wäre, wenn die Alteingesessenen im Zuge dessen ganz aus dem Viertel verschwänden – vor Allem: wohin?
    Auch 40UferFilme stimme ich bzgl.der “Hürden” zu: unbestritten knappe Kassen scheinen eher eine Ausrede, sich nicht konsequent und phantasievoll mit dem Plan zu befassen, sondern lieber nach dem Gießkannenprinzip die bekannten Wege zu gehen, wie man zu Einwohnern und Einnahmen kommt.
    Ich habe die Städte am Fluss in Köln und Saarbrücken erlebt und weiß, welche Steigerung an Lebensqualität das bietet. Und richtig: die Studies hatten das auch schon hinbekommen…es muss aber erst ein namhaftes Institut von Auswärts beauftragt werden, den Brücken Namen zu geben, damit die Pläne nach kurzer Betrachtung bald wieder in der Schublade verstauben.
    Pro Trier und alle Bürger…

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