Erfolgreicher Handwerkernachwuchs

TRIER. Beim “Leistungswettbewerb des Deutschen Handwerks” brachte der Handwerkernachwuchs aus der Region zwei Bundes- und 25 Landessieger hervor.

Die besten Gesellenprüflinge des Kammerbezirks Trier stellten beim diesjährigen “Leistungswettbewerb des Deutschen Handwerks” wieder ihr Können unter Beweis. Bei der Abschlussfeier im Berufsbildungs- und Technologiezentrum der Handwerkskammer Trier würdigte Hwk-Präsident Rudi Müller die hervorragenden Leistungen der regionalen Elite des Handwerksnachwuchses und den persönlichen Einsatz der Lehrbetriebe. Vor zahlreichen Ehrengästen aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung zeichnete er die erfolgreichen Teilnehmer gemeinsam mit dem Bundestagsabgeordneten Bernhard Kaster aus.

Wie jedes Jahr nach den Berufsabschluss- und Gesellenprüfungen hatten sich die Besten jedes Jahrgangs im Leistungswettbewerb gemessen. Beim abschließenden Bundesentscheid hatten zwei Teilnehmer aus der Region den Sprung auf vorderste Plätze geschafft. Zweitbeste Glaserin wurde Katharina Loch aus Beuren (Lehrbetrieb Glaskunstwerkstätten Kaschenbach in Trier). Mit ihrem Gesellenstück “Afrikanische Jahreszeiten” erzielte die 19-Jährige zugleich den Bundessieg im Sonderwettbewerb “Die Gute Form im Handwerk”. Der 26-jährige Denis Podoynitsyn aus Trier wurde zweiter Bundessieger im Bodenlegerhandwerk (Lehrbetrieb Bodenlegerbetrieb Lothar Bianchy in Konz).

Zudem waren drei Metallbauer im Sonderwettbewerb “Die gute Form” erfolgreich. Matthias Federspiel aus Schweich gewann auf Bundesebene den ersten Preis. Auf Landesebene belegte Philipp Jägen aus Longuich den ersten Platz, Mark Reis aus Salmtal wurde Dritter.

Die Bewertungsgrundlage besteht alljährlich entweder aus dem Gesellenstück oder einer Arbeitsprobe. Der Wettbewerb findet jeweils auf drei Ebenen statt: Zunächst werden die Kammersieger ermittelt, dann die Landessieger und schließlich die Bundessieger. Dafür hatte die Hwk zunächst aus mehr als 30 Berufen die besten Nachwuchskräfte im Kammerbezirk ermittelt. Acht dieser Regionalsieger errangen dann beim anschließenden Landeswettbewerb einen ersten Platz, elf Teilnehmer erreichten einen zweiten Platz, sechs platzierten sich auf Rang drei.

In Talkrunden standen die Preisträger des Bundesleistungswettbewerbs und Vertreter von Ausbildungsbetrieben zu Fragen der Berufswahlentscheidung, Ausbildung und Berufsperspektiven Rede und Antwort. Dass eine Ausbildung heutzutage viel konzentrierter verlaufe und den Jugendlichen zudem mehr Motivation und Leistung abverlange als früher, betonte der Bitburger Augenoptikermeister Rainer Grewenig. Er appellierte an die Betriebe, mehr Lehrstellen zu schaffen und Jugendliche für den Beruf zu begeistern. Peter Kaschenbach, dessen Glaskunststätten bereits zehn Bundes- und 19 Landessieger hervorgebracht haben, lobte den Ehrgeiz seiner Gesellin Katharina Loch, “in ihren Leistungen immer etwas besser zu sein als andere”. Für eine solche Arbeitshaltung bräuchten Auszubildende insbesondere “Freude, Leidenschaft und Anstrengungsbereitschaft“, so die junge Glaserin über die Erfahrungen ihrer Lehrzeit.

Zur Teilnahme am Leistungswettbewerb wurde zugelassen, wer die Gesellen- oder Abschlussprüfung im Winter 2008/09 oder im Sommer 2009 abgelegt hat, zum Zeitpunkt der Prüfung nicht älter als 23 Jahre alt gewesen ist und die Prüfung mindestens mit der Note “gut” gemeistert hat.

Wer erfolgreich an einem überregionalen Leistungswettbewerb teilgenommen hat, kann beispielsweise in die “Begabtenförderung Berufliche Bildung” des Bundesministeriums für Bildung und Forschung aufgenommen werden. Der Wettbewerb wird seit über 50 Jahren für rund 140 Berufe veranstaltet.

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