Vier Städte, eine Umfrage

QUATTROPOLE. Die Tourist-Informationen der QuattroPole-Städte führen gemeinsam mit dem Lehrstuhl Freizeit- und Tourismusgeographie der Uni Trier eine Gästebefragung durch.

Die Befragung läuft zwischen dem 15. März und dem 15. April in sämtlichen Unterkünften von Metz, Saarbrücken, Luxemburg und Trier. Ziel ist, die gemeinsame touristische Vermarktung der vier Städte verstärkt voranzutreiben und die Marketingaktivitäten zu überarbeiten.

“Die Interessen der Städtetouristen haben sich stark gewandelt”, erklärt Hans-Albert Becker, Geschäftsführer der Tourist-Information Trier und Leiter der QuattroPole-Arbeitsgruppe Tourismus. “Unsere touristische Vermarktung muss dem wachsenden Wettbewerbsdruck im Städtetourismus standhalten. Damit wir auf die Kundenwünsche reagieren können, müssen wir aber zuerst erfahren, was der Kunde von uns erwartet”.

Die Fragen, die die Touristen nach ihrem Aufenthalt beantworten und die ein Diplomand im Rahmen seiner Abschlussarbeit auswertet, sollen Aufschluss über die Gästestruktur und -wünsche in den QuattroPole-Städten geben. Unter anderem soll so das Konzept des Pauschalangebots “4 Städte – 3 Länder – 1 Bett” überdacht und angepasst werden. Die Fragebögen in Deutsch, Englisch, Französisch, Luxemburgisch und Niederländisch werden an die Hotels geliefert und vor dem Check-Out an die Gäste ausgehändigt. “Je mehr Häuser sich beteiligen, desto zuverlässiger können die Gästewünsche erkannt werden”, so Becker.

Auch für die Hotels lohne sich die Kooperation. “Gemeinsam planen wir Pressereisen und bewerben zum Beispiel die Sommerfeste und Weihnachtsmärkte in den vier Städten mit Anzeigen und Aktionen in ganz Deutschland und Frankreich. Zu viert haben wir ein vielfältiges und attraktives Angebot, mit dem wir in höchstem Maße Touristen anziehen können“, betont der Trierer TIT-Chef. Für Mai ist zum ersten Mal der Start einer Tourismuskarte für alle vier Städte in Vorbereitung.

Auch für Professor Andreas Kagermeier, Inhaber des Lehrstuhls für Freizeit- und Tourismusgeographie an der Universität Trier, ist die grenzüberschreitende Zusammenarbeit der vier Städte ein spannendes Forschungsgebiet: “Kooperationen im Tourismus sind ein wichtiger Strategiebaustein zur Sicherung der Konkurrenzfähigkeit unserer Region. Die Schaffung gemeinsamer Produkte erhöht die Gesamtattraktivität jeder Teilregion und ein gemeinsames Auftreten bei der Vermarktung erlaubt es, auch in neuen Märkten wahrgenommen zu werden”.

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