“In Trier war es am besten!”

Vor etwas mehr als 90 Jahren wurde in Deutschland die Monarchie abgeschafft, innerhalb weniger Monate verschwanden Herzogtümer, Fürstenhäuser und Königreiche in der Versenkung. Geblieben ist das Kaiserwetter. Das stellte sich just am Donnerstagmittag ein, als Horst und Eva-Luise Köhler erstmals Trier besuchten. Das Präsidentenpaar absolvierte ein strammes Programm, bevor es am Abend wieder seinen Heimweg nach Berlin antrat. Köhler zeigte sich beeindruckt von der Stadt und schloss nicht aus, in zwei Jahren zur Heilig-Rock-Wallfahrt zu kommen.

TRIER. Der Mann ist nicht zu beneiden. Horst Köhler hat gerade die Porta Nigra erreicht, da fragt ihn ein fröhlicher Passant: “Herr Bundespräsident, welche Stadt gefällt Ihnen denn jetzt besser: Bitburg oder Trier?”. Das Staatsoberhaupt lächelt und laviert, vermeidet eine klare Antwort. Er muss sich fühlen wie eine Mutter, deren beide Kinder fragen, welches denn nun das schönere Bild gemalt habe – jede ehrliche Antwort verbietet sich in solchen Momenten, mag sie auch noch so nahe liegen.

Einen Tag lang tourten das Staatsoberhaupt und seine Frau durch die Region. Offenbar stand der Besuch noch kurzzeitig auf der Kippe. Denn als die Köhlers am Morgen in Berlin das Flugzeug bestiegen, eröffnete ihnen der Pilot, dass nicht sicher sei, ob man in der Eifel landen könne. Grund für die Skepsis waren offenbar die Witterungsverhältnisse. Doch der Pilot irrte und der Präsident setzte pünktlich auf der Landebahn des US-Luftwaffenstützpunkts Spangdahlem auf. Von dort fuhren die Köhlers zur Bitburger Brauerei, um sich über ein Projekt zu informieren, mit dem Mitarbeiter bis zum Eintritt ins Rentenalter fit für den Job gehalten werden sollen.

Während das Präsidentenpaar, zu dem sich in Bitburg der Mainzer Regierungschef Kurt Beck und dessen Frau Roswitha gesellten, noch die Brauerei besichtigte, herrschte im Warsberger Hof längst angespannte Ruhe vor dem Sturm. Ein Großaufgebot an Polizei, dass in den angrenzenden Seitenstraßen postiert war, kündete vom bevorstehenden hohen Besuch. Manche Passanten dachten ob der massiven Polizeipräsenz aber auch an einen Banküberfall. Der zum Trierer “BÜS Bürgerservice gemeinnützige Gesellschaft zur Integration Arbeitsloser mbH” zählende Warsberger Hof bildete den Auftakt von Köhlers erstem Besuch in der Moselstadt seit seinem Amtsantritt vor fast sechs Jahren. Kaum war die Wagenkolonne des Präsidenten vorgefahren, machten sich im angrenzenden Rautenstrauchpark vier Mitarbeiter des Integrationsbetriebs daran, die Grünanlage auf Vordermann zu bringen.

Bürgerservice-Geschäftsführer Horst Schneider und OB Klaus Jensen geleiteten Köhler zu den Arbeitern. Der Bundespräsident suchte das Gespräch, doch das wollte nicht so recht in Gang kommen. Wo denn die Schwierigkeiten lägen, wollte der Gast aus Berlin von den Gartenarbeitern wissen. Doch die wollten von Schwierigkeiten nichts wissen, im Gegenteil: Es gehe ihnen gut, sie könnten nicht klagen, die Arbeit mache Spaß. Auch Schneider wollte nicht klagen, präsentierte stattdessen mit Prokurist Gregor Schäfer die mitterweile 21-jährige Erfolgsgeschichte des Unternehmens, von dessen rund 500 Mitarbeitern 83 eine Behinderung haben. Was 1987 mit einem Startkapital von 3.000 Mark begann, hat sich zu einem Betrieb mit mehr als 23 Millionen Euro Umsatz entwickelt. Als Köhler fragte, was denn die Initialzündung für die Unternehmensgründung gewesen sei, berichtete Schneider von seinem Frust mit den ABM-Maßnahmen Ende der 1980er Jahre: “Wir sahen keine Perspektive, da haben wir uns gesagt, nehmen wir es doch selbst in die Hand und wechseln die Seiten”.

“Toll”, entfuhr es da dem strahlenden Präsidenten. Die Geschichte war so ganz nach dem Geschmack Köhlers, der sich seit seinem Amtsantritt vor sechs Jahren auch immer als eine Art erster Motivator der Nation versteht. Für den ehemaligen IWF-Chef, der am kommenden Montag 67 Jahre alt wird, ist ein jeder zunächst einmal selbst gefordert, die Ärmel hochzukrempeln, um seine persönliche Situation zu verbessern. Doch Köhler betonte am Donnerstag auch die Bedeutung von Maßnahmen, die körperlich und psychisch beeinträchtigten Menschen den Weg in den ersten Arbeitsmarkt ebnen können. Sozialministerin Malu Dreyer erklärte, es könnten noch deutlich mehr behinderte Menschen in Beschäftigungsverhältnisse integriert werden, wenn denn die Finanzierung der hierfür notwendigen Zuschüsse an die Integrationsbetriebe dauerhaft gesichert sei. Dies sei aktuell nicht der Fall, so Dreyer. Köhler versprach, diesen Hinweis mit nach Berlin zu nehmen.

[Galerie nicht gefunden]

Doch zunächst lernte das Präsidentenpaar die kulinarische Seite des Bürgerservice kennen. Bei Tafelspitz mit Meerrettichsauce, Bouillonkartoffeln und Wirsinggemüse unterhielten sich die Köhlers mit Mitarbeitern und Auszubildenden des Integrationsbetriebs. An dem Mittagessen nahmen auch die Trierer Bundestags- und Landtagsabgeordneten teil. Zwischenzeitlich war auch das letzte Wölkchen am Himmel verschwunden, hatte sich das Kaiserwetter vollends durchgesetzt. Obsolet war damit auch der Witterungsvorbehalt für den geplanten Stadtrundgang der Köhlers. Derart hell strahlte die tief stehende Sonne über Hauptmarkt und Simeonstraße, dass einzig die zahlreichen Fotografen über das Wetter klagten. Im Sauseschritt marschierten die Köhlers durch die Fußgängerzone und ließen sich hierbei von OB Klaus Jensen die besonderen Sehenswürdigkeiten erläutern.

Bei den Passanten sorgte die prominente Besuchergruppe für einiges Aufsehen, doch Personenschützer und eine Heerschar von Medienvertretern und Begleitpersonen aus Staatskanzlei und Bundespräsidialamt bildeten einen nahezu undurchlässigen Ring um das Präsidentenpaar. Von direktem Bürgerkontakt war erst einmal keine Spur, bis Horst Köhler im Schatten der Porta Nigra nach Einheimischen Ausschau hielt: “Wo sind die Trierer?”, rief der Bundespräsident vergnügt über die Köpfe seines Gefolges hinweg. “I want a photo!”, tönte es plötzlich zurück und prompt stand eine junge Frau aus Honduras vor Köhler. Der scherzte auf Englisch mit der Mittelamerikanerin, die ihr Glück ob des besonderen Urlaubsfotos kaum fassen konnte. Ihr sollten dann aber auch noch ein paar echte Trierer folgen, bevor sich die Wagenkolonne in Richtung Irsch aufmachte, wo eine Besichtigung der Firma Alwitra auf dem Programm stand.

Am Abend trugen sich die Köhlers in den Viehmarktthermen in das Goldene Buch der Stadt ein. OB Klaus Jensen überreicht dem Bundespräsidenten eine Sammlung original römischer Münzen mit den Konterfeis der römischen Herrscherfamilie Konstantins. Für Eva-Luise Köhler gab es Mokkatassen mit den Motiven Römerbrücke und St. Matthias. Hierbei handele es sich um Repliken von Produkten, die Anfang des 19. Jahrhunderts in einer Trierer Prozellanmanufaktur hergestellt wurden, erläuterte Jensen. Derart angetan zeigte sich Köhler vom Empfang in der Moselstadt, dass er seine diplomatische Zurückhaltung kurzzeitig aufgab und im Rückblick auf seinen Besuch in der Region bilanzierte: “In Trier war es am besten!” Ob er allerdings 2012 zur Heilig-Rock-Wallfahrt nach Trier kommen wird, ließ der Bundespräsident noch offen. Er sei aber bereits vom OB eingeladen worden und habe auch Interesse, wieder zu kommen.

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17 Leserbriefe | RSS-Abo

  1. Daniel Kerpen schreibt:

    “Wo sind die Trierer?”, rief der Bundespräsident …

    Die standen im Stau…

  2. su ass et schreibt:

    Soll bitte bleiben wo der Pfeffer wächst. Die Stadt braucht keine zusätzlichen Staus!

  3. m-annonym schreibt:

    Was sollen solche Veranstaltungen? Man könnte ja noch ein Türmchen bauen -siehe Bismarck-Turm in Schoden. Es wird eine Schau auf Steuerzahlerkosten abgezogen, Pseudo-Gespräche mit “Bürgern” werden geführt (Platitüden) und Fotos zur Eigenwerbung gemacht. Der König bereist sein Land. Das Geld hätte Köhler besser der Trierer Tafel gespendet.

  4. profi schreibt:

    Entsetzlich die Meinungsäußerungen dieser superschlauen linken Gutmenschen (Leserbriefe zu 1-3)!

    Trier verkommt in sozialistischem Mief gespeist aus kaum zu überbietender Infantilität. Kinder an der Macht!

  5. Willi schreibt:

    Da besucht unser aller Bundespräsident nach Jahren auch mal die abgelegene Provinz. Interessant, dass dieser Besuch erst nach so vielen Amtsjahren erfolgt. Selbst in den nahgelegenen Nachbarländern war er doch sicher schon mal, da wäre ein anschließender Besuch in Trier doch ganz passend gewesen.

    Was ich allerdings nicht verstehe ist, dass der Bundespräsident bei seinem “Pflichtbesuch” auch noch so üppig beschenkt wird. Schließlich wurde er ja gewählt, um zu repräsentieren, um auch mit den Bürgern in Kontakt zu sein. Wie passt es dann, dass die Stadt Trier ihn mit antiken Goldmünzen beschenkt, um die Haushaltslage scheint es in Trier so schlecht ja nicht zu stehen. Gerade der Herr Köhler hätte bestimmt Verständnis für bescheidenere Geschenke, in Anbetracht der Haushaltslage vieler Städte und Gemeinden.
    Zudem wandern die präsidialen Geschenke sicher in Köhlers Kuriositätensammlung, in der bestimmt noch eine ganze Menge anderer teurer Kram aus aller Welt verstaubt. Die lachenden Erben werden sich freuen, wenn der allein in jeder deutschen Stadt solche Geschenke erhält, nur weil er mal Berlin verlässt und sich seinen Bürgern zeigt.
    Die monarchistischen Zeiten sind, wie im Artikel beschrieben, längst vorbei, aber gewisse Parallelen zu den wilhelminischen Besuchen in Trier scheint es doch noch zu geben.

  6. Marion T. schreibt:

    “Hilfe, ein demokratisch gewählter Präsident sorgt für Staus in einer immer von Autos verstopften Stadt und will auch noch Kontakt mit Einheimischen”, so etwa liest man hier die Kommentare. Mit Verlaub, aber würde der Bundespräsident nur in Berlin bleiben würden die gleichen “Analysten” wohl davon sprechen, dass er keine Nähe mehr zur Realität in Städten wie Trier hätte.

    Das die Stadt keine zusätzlichen Staus braucht ist wohl war, aber lieber einmal in zig-Jahren Stau weil der Bundespräsident samt zahlreicher Gefolgschaft (Politik, Polizei, Presse, interessierte Bürger) die Stadt besucht, anstatt dem täglichen grundlosen/normalen/unnötigen Stau in Trier stattfinden zu lassen – wohl weil viele Autofahrer meinen jeden Tag ihr Auto nutzen zu müssen, weil ja sonst kein Stau wäre -

    Als jahrzehntelanger Steuerzahler kann ich mich ihren Forderungen nicht anschließen, dass das Geld besser der Trierer Tafel gespendet hätte werden sollen. Es ist wohl tatsächlich viel nachhaltiger gewesen Herrn Köhler den Bürgerservice vorzustellen anstatt mit Tafeldecken den Status Quo zu zementieren.

  7. Marion T. schreibt:

    @ Profi:

    Nur weil das “Stauvermeidung” und “Tafelspende” beschrieben werden kann noch lange nicht von Gutmenschen geredet werden, eher von verkorksten Kommentaren, die ihre eigentliche Zielsetzung völlig verfehlen, weil sie sich vorab in Lächerlichkeit ersticken.

  8. Klartexter schreibt:

    @ Willi:

    Es ist nicht gesagt, daß die Erben der Köhlers dereinst mal die Trierer Konstantin-Münzen in Händen halten werden. Denn Geschenke an den Präsidenten gehen nicht automatisch in Privatbesitz über. Dazu folgender Link:
    http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13510654.html

    1975 gab es dazu im Bundestag folgende Auskunft:

    “Die dem Herrn Bundespräsidenten und seiner Gattin aus Anlaß von Staatsbesuchen gemachten Geschenke werden zunächst inventarisiert und kommen in die Repräsentationsräume der Villa Hammerschmidt, in das Bundespräsidialamt oder in die Amtswohnung des Bundespräsidenten. Beim Ausscheiden … wird aufgrund der Inventarliste darüber entschieden, welche Geschenke mit Rücksicht auf ihren ganz persönlichen Charakter Eigentum des Herrn Bundespräsidenten oder seiner Gattin bleiben. Der Herr Bundeskanzler und der Herr Bundesminister des Auswärtigen verfahren analog. ”

    Die Konstantin-Münzen werden also wohl kaum den Köhlers gehören. Anders vermutlich die Tassen, die Frau Köhler erhalten hat: Die darf sie wahrscheinlich zum Kaffeetrinken verwenden.

  9. Rainer Landele schreibt:

    @profi

    können sie mir bitte den gebrauch der beiden (sich widersprechenden? ;- ) ) begriffen “linken gutmenschen” im allgemeinen und im zusammenhang mit den leserbriefen (1-3) im speziellen erklären! vielen dank!

  10. norbert damm schreibt:

    Wo sind die Trierer? Am Abend in den Viehmartthermen jedenfalls nicht. Repräsentiert? . Der TV sucht 100 aus, Abonnenten. Die Trierer? Dieter Lintz moderiert diese Idee. Heuschrecklich Herr Senator. Wir sind das Volk. Wir wären gerne gekommem. Trierer. Die Parteien alle angetreten, keiner meutert. Auch die Grünen nicht. Ich sehe Gerd Dahm im feinen Zwirn. Wo sind wir gelandet? Demokratie, nein danke.
    Ich bin für Herr-und Frauschaft des Volkes. Des Volkes. auch der Kinder. Der Alten. Aller. Aber nicht für eine Selektion des Volkes durch denTV.

  11. Trierin schreibt:

    Hätte mir, anstatt informativer Berichterstattung – da kann ich auch den Volksfreund lesen -, lieber einen kritischen Beitrag gewünscht.

    Das Ganze kommt rüber wie ein seimiges Event, wo alle sich lieb haben. Dann die leeren Phrasen wie “In Trier war es am besten” etc.

    Sind wir doof???

    Sogar zum Hl. Rock wurde er eingeladen, wow! Zum größten Zirkus in Trier! Der Papst ist ja auch eingeladen, meine Güte, das wird ja ein Gau (für die Wirtschaft).

    Und wir sollen beeindruckt sein?

  12. norbert damm schreibt:

    Keinen Bock auf Rock. Dieses Festival 2012 veranlasst Bischof Ackermann den Papst einzuladen und OB Jensen den Bundespräsidenten. Freifrau von Droste-Vischering lässt grüßen.

  13. profi schreibt:

    Die Dümmlichkeit der Kommentare zu diesem Thema macht mir Angst und Bange.

    Ich habe zwei kleine Kinder, die nicht in einer Welt groß werden sollten, die von Menschen geprägt wird, die letztlich als einzige Autorität ihre eigene Meinung und allenfalls noch Ergebnisse pseudo(!)demokratischer Spielereien anerkennen. Entschuldigung, da habe ich doch schon wieder ein böses Wort benutzt: Autorität.

    Hier reden Leute über Geldverschwendung, die gleichzeitig den Gutachtenzirkus in der Stadt Trier bejubeln.

  14. Willi schreibt:

    @ Klartexter

    Guter Hinweis.
    Nur macht diese Tatsache das ganze auch nicht besser, diese teuren Anstandsgeschenke werden auch nicht dadurch gerechtfertigt, dass sie in einer Asservatenkammer des Bundes landen.
    Wenn der Bundespräsident Geschenke auf Staatsbesuchen erhält, schön und gut. Das is Teil der Diplomatie, er schenkt ja auch.
    Aber warum sind die chronisch klammen Kommunen des Landes scheinbar dafür zuständig, Dekorationsobjekte für das Schloss Bellevue zu liefern??
    Gerade ein Bundespräsident, der im vorigen Leben Volkswirt war, sollte dafür Verständnis haben, dass er nicht von jeder Stadt, die er besucht, Geschenke im Wert von Tausenden Euro erhält.
    Morgen lesen wir dann wieder Artikel über teures Streusalz, teure Überstunden, große Schlaglöcher und kaputte Schulen.
    Wenn der Bundespräsident, oder ein anderer Beamter in Berlin, unbedingt römische Münzen betrachten will, kann er doch sicher jederzeit das Landesmuseum in Trier aufsuchen.

  15. Eierkuchen schreibt:

    Das sind mir schöne Autoritäten, die just am Tag vor ihrer Städtereise noch ein verfassungsrechtlich höchst bedenkliches Gesetz unterzeichnen – wohlwissend um die alle Aufmerksamkeit auf sich ziehenden aschermittwochlichen Schaukämpfe unserer Populitiker – das nun, ebenso verfassungsrechtlich höchst bedenklich, zunächst einmal nicht angewendet wird.

    Davor soll ich nun Respekt haben? Okay, vor der Chuzpe vielleicht.

  16. Dr. K. J. Gilles schreibt:

    Die Vorstellung Einzelner vom Wert römischer Bronzemünzen, die auch in Trier millionenfach geprägt wurden, ist maßlos übertrieben. Dieses Urteil erlaube ich mir nicht als Kommunalpolitiker sondern als Numismatiker und Leiter des Trierer Münzkabinetts sowie als Deputierter des Landes Rheinland-Pfalz bei der Numismatischen Kommission der Länder der Bundesrepublik Deutschland. Die Münzen der konstantinischen Familie (an deren Auswahl ich nicht beteiligt war und die, bevor man auf dumme Gedanken kommen sollte, nicht aus dem Bestand des Rhein. Landesmuseums stammen) waren ein symbolisches Geschenk an den Bundespräsidenten, der im Jahre 2007 Schirmherr der erfolgreichen Konstantin-Ausstellung war. Damals war es ihm aus zeitlichen Gründen verwehrt, die Ausstellung zu besuchen. Wäre er jetzt nach Trier gekommen, um allein römische Münzen zu betrachten, hätte er sich den Weg ersparen können. Denn das Berliner Münzkabinett ist in vielen Bereichen besser bestückt als das Trierer, obwohl es über 200 000 Münzen zu seinem Bestand zählt.

  17. Exiltrierer schreibt:

    So langsam habe ich nur noch eine Erklärung für diese dümmlichen Kommentare: Purer Neid. Da regen sich Leute, die ausser “ausserparlamentarischer Opposition” nix zustande gebracht haben, über einen Vorgang auf, der in einer Demokratie völlig normal ist. Sicher haben sich die Gärtner gefreut, mal mit einem Bundespräsidenten zu reden. Auch eine Frau aus Honduras ist glücklich, dass sie ein Bild vom deutschen Staatsoberhaupt machen kann. Viele andere hats sicher auch gefreut. Aber die Misanthropen müssen alles mies machen, weil sie schon immer alles besser wussten aber nie zum Empfang in den Viehmarktthermen geladen waren. Da neigt man schon mal zu pseudointellektuellen und pseudokünstlerischen Sprachverirrungen, geschrieben beim toskanischen Roten im Bewusstsein, der einzig Gerechte weit und breit zu sein. Da darf man dann ironisch, besserwisserisch und vor allem überheblich sein. Aber wirklich mal selbst Verantwortung übernehmen: Fehlanzeige.

    Damit auch eins klar ist: keiner muss den Bundespräsidenten und seinen Besuch gut finden. Ich tue es auch nicht. Aber kann man denn nicht mal die Klappe halten und den anderen ihren Spaß lassen?

    Und dann die Geschenke. Was für ein Skandal! Wegen ein paar Mokkatässchen! Regt euch lieber mal über Dinge auf, die der Aufregung wert sind. Die jeden Tag in dieser Stadt und anderswo stattfinden. Aber nee, da kann man das Beinchen ja nicht an der präsidialen Hose heben…..

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