Und wieder unter die Räder

Keine Besserung in Sicht: Die TBB spielte am Sonntagabend beim Playoff-Kandidaten New Yorker Phantoms Braunschweig drei Viertel lang gut mit, um dann komplett einzubrechen – wie so oft in dieser Saison.

TRIER. Trier startete schon mäßig in die Partie; James Gillingham wird beim Dreier gefoult und kann nur einen von drei Freiwürfen im Braunschweiger Korb unterbringen. Danach spielten erstmal die Gastgeber: ein Hookshot von Yassin Idbihi und fünf Punkte vom starken Brandon Thomas brachten die Phantoms mit 9:5 in Führung, Heiko Schaffartzik packte noch einen drauf: 11:5 nach knapp vier Minuten.

Die TBB fand dann doch noch ins Spiel. Eine phasenweise starke Defensive und Dreier von Derek Raivio und Chris Copeland bewirkten den Ausgleich (12:12, 15:15). Trier konnte die Partie gegen starke Gastgeber offen gestalten, aber nicht in Führung gehen. Mit 22:20 ging es in die erste Viertelpause.

Auch der zweite Abschnitt blieb eng: Braunschweig hatte die richtige Mischung aus Penetration und Distanzwürfen gefunden. War im ersten Viertel Thomas der überragende Mann für die Phantoms, so punkteten jetzt Kevin Hamilton und Jason Cain fast nach Belieben. Bei Trier stimmten vor allem die Intensität und die Trefferquote. Derek Raivio traf einen quasi unmöglichen Dreier zum 24:23. Die Gastgeber hatten dennoch die besseren Argumente. Ein schöner Pass vom Braunschweiger Neuzugang Marcus Goree auf Hamilton (nach Ballverlust von Raivio) bedeutet das 29:23 per Dreier – Auszeit Trier.

Braunschwieg setzt sich in der Folge auf zehn Punkte ab (37:27), doch Trier bleibt dran. Gute Verteidigung und geduldiges Offensivspiel brachten die Gäste mit schönen Aktionen von Gillingham, Neitzel und Zirbes bis eine Minute vor der Halbzeit auf 41:40 heran. Dann ein Schlüsselmoment: Braunschweigs Michael Hicks trifft einen gut verteidigten Dreier zum 44:40, Neitzel schließt im Gegenzug das letzte zu spielende Trierer System vor der Pause einen kurzen Moment zu früh ab – Ballgewinn Braunschweig, Hicks trifft vier Sekunden vor dem Ende der zweiten Hälfte fast von der Mittellinie: 47:40 der Halbzeitstand, Trier war innerhalb von Sekunden um die Früchte eines guten zweiten Viertels gebracht worden.

Der bis dahin eher unauffällige Jamal Shuler eröffnete das dritte Viertel mit zwei Dreiern in Folge. Wieder konnte sich die TBB heranarbeiten, nur die Führung war verwehrt. Für Braunschweig übernahm jetzt Heiko Schaffartzik die Verantwortung, behielt die Nerven an der Freiwurflinie und traf gut von außen. Triers Trefferquote fiel jetzt ab – eine logische Folge der größeren Braunschweiger Rotation, die den Druck in der Verteidigung aufrecht erhalten konnte. Dennoch: “Nur” acht Punkte Rückstand aus Trierer Sicht vor dem vierten Viertel.

Und dann ging nicht mehr viel: Trier traf ab dem 74:64 durch Chris Copeland (32. Minute) quasi nichts mehr, Braunschweig baute mühelos seine Führung aus. Der Dreier von Marcus Goree zum 85:64 war schon mehr als die Vorentscheidung, und da waren noch fast vier Minuten zu spielen. Das Endresultat von 94:73 fällt geringfügig zu hoch aus, aber auch diese Erkenntnis hilft nichts.

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