“Kein sachliches Gespräch möglich”

TRIER/STUTTGART. In der SWR-Sendung “Nachtcafé” wäre es heute Abend fast zu einem Aufeinandertreffen zwischen dem Trierer Bischof und dem Trierer Philosophen Michael Schmidt-Salomon gekommen. Der eine sagte jedoch wegen des anderen ab.

“Sinnsucher und Heilsversprecher” heißt das Thema der Fernsehsendung “Nachtcafé”, die heute um 22 Uhr im SWR ausgestrahlt wird. Darüber sollten unter anderem der Bischof Stephan Ackermann und der Philosoph, Autor und Vorstandssprecher der Giordano-Bruno-Stiftung Michael Schmidt-Salomon diskutieren. Ackermann sagte jedoch vor der Aufzeichnung seine Teilnahme ab. “Wir sind der Auffassung, dass mit Herrn Schmidt-Salomon zum Thema der Sendung kein sachliches Gespräch zu führen ist”, teilte Stephan Kronenburg, Leiter der Bischöflichen Pressestelle, auf Anfrage von 16vor mit.

Dieses Argument verwundert Schmidt-Salomon, “denn immerhin hatte der Bischof keinerlei Bedenken geäußert, in der Sendung gemeinsam mit einer evangelikalen Christin, die an die Schöpfung der Erde vor 10.000 Jahren glaubt, einer Schamanin, die meint, ‘Fernheilungen’ durchführen zu können, und einem Reinkarnationsgläubigen, der vorgibt, in früheren Leben unter anderem Buddha und Jesus gewesen zu sein, aufzutreten”.

Die “Nachtcafé”-Redaktion fand Ersatz für Ackermann in Pater Alfred Tönnis, dem Rektor eines kleinen Oblatenklosters bei Biberach.

Weitere Informationen zur Sendung finden Sie hier.

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23 Leserbriefe | RSS-Abo

  1. Metallkopf schreibt:

    Was ist ein Oblatenkloster? Das klerikale Äquivalent zum Lebkuchenhaus?

  2. Christoph Baumgarten schreibt:

    Typisch. Wenn die katholische Kirche nimmer weiter weiß, bemüht sie Kriterien wie Sachlichkeit. Das gleiche kommt ja ständig in der Diskussion mit Naturwissenschaftlern vor. Wenn jemand z.B. Evolutionstheorie nach wissenschaftlichen Kriterien betreibt, schreit die Kirche sofort: “Fundamentalist”, wenn er nicht explizit von der Möglichkeit einer Existenz Gottes ausgeht und sich nicht vorschreiben will, welche Fragen er bei seiner Forschung ausblenden bzw. hineinnehmen soll. Offenbar ist nur sachlich, wer nicht beweisbare Argumentationsketten ungefragt übernimmt oder die Kirchenvertreter in einer Diskussion gewinnen lässt.
    Siehe auch: http://www.freidenkerbund.at/de/news/get/page/evolution-und-schoenborn/

  3. Hyperboreas schreibt:

    Ich kann Herrn Ackermann gut verstehen, zumal die Antwort von Herrn Schmidt-Salomon das Gesagte nur zu gut bestätigt. Wer einmal das Mißvergnügen hatte, in seine Texte hineinzuschauen, wird da nichts anderes finden als eben das: arrogante Polemik statt Diskussion.

  4. ElPellolitto schreibt:

    Ich denke, der Trierer Bischof ist dem Trierer Philosophen Michael Schmidt-Salomon rhetorisch und argumentativ unterlegen – und er weiß es! Gott sei dank!

  5. Monika schreibt:

    @Metallkopf: guckst Du hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Oblaten_%28OMI%29

  6. Ernst schreibt:

    Ich denke, der Trierer Bischof ist dem Trierer Pädagogen Michael Schmidt-Salomon rhetorisch und argumentativ überlegen – und er weiß es! Gott sei dank!

  7. Metallkopf schreibt:

    @Hyperboreas, das Verhalten von Ackermann ist doch Realsatire und erinnert mich an folgenden alten (politisch nicht gänzlich korrekten) Witz:

    Ein Saarländer, ein Pfälzer und ein dunkelhäutiger amerikanischer Soldat sitzen gemeinsam in Zweibrücken im Krankenhaus, weil ihre Frauen gebären. Nach einer Weile kommt die Schwester und verkündet, sie habe eine gute und eine schlechte Nachricht. Die gute Nachricht sei, alle Kinder seien gesund. Die schlechte Nachricht sei, man habe beim Wiegen die Kinder vertauscht und wisse nun nicht mehr welches Kind zu welcher Mutter gehöre.

    Der Pfälzer rennt sofort wie von der Tarantel gestochen in den Kreißsaal und greift sich das dunkelhäutige Baby… Auf die Frage der Schwester, wieso er denn ausgerechnet dieses als sein Kind beanspruche, antwortet er “Ei, ich hol mir bestimmt kaan Saarlänner ins Haus!”

  8. Kathy Kreuzberg schreibt:

    Zu dem im Artikel zitierten Worten von Herrn Schmidt-Salomon muss man sagen, dass er ja nicht der einzige Nicht-Gläubige in der Gesprächsrunde ist. Die Abneigung des Herrn Ackermann sollte also nicht als Diskussionsfaulheit oder sogar Ablehnung gegenüber Nicht-Gläubigen gewertet werden.

  9. Febronius schreibt:

    Eine richtige Entscheidung von Bischof Ackermann. Wenn Herr Schmidt-Salomon in seinem angeblichen Kinderbuch Religion als gefährlich und lächerlich einstuft, kann man wohl kaum von einer von gegenseitigem Respekt geprägten Gesprächsatmosphäre ausgehen. Auch atheistische Überzeugungen sind natürlich legitim. Wer aber biologische Forschungsergebnisse in den Rang einer Weltanschauung erhebt, wie die sog. “Naturalisten” gerät in latente Totalitarismusgefahr….denn wie kann naturwissenschaftlich Erwiesenes falsch sein? *hust*

  10. Pater Alfred Tönnis OMI schreibt:

    Ein Oblatenkloster ist ein Kloster, in dem Ordensleute, genauer Patres der Oblaten der Makellosen Jungfrau Maria, leben. Nur das zur Info :-)
    http://www.kirche-schemmerhofen.de

  11. Hannes schreibt:

    @ 6. Ernst: Warum klemmt er dann den Schwanz ein?

    @ 8. Febronius: Wie so oft geht auch dieses vermeintliche “Argument” nach hinten los. In den Naturwissenschaften wird etwas so lange als erwiesen betrachtet, bis es wissenschaftlich widerlegt wurde, was natürlich weitere Forschung mit sich sich bringt, auf der Basis der neuen Erkenntnisse.
    Im völligen Gegensatz zu Religionen, von denen jede für sich die absolute Wahrheit und Unfehlbarkeit beansprucht.
    Genau das macht Religionen so gefährlich – sie grenzt andere(s) aus, was letztlich der Nährboden für Konflikte und Kriege bedeutet.

  12. werner schreibt:

    Eigentlich dachte ich, der Bischof ist aber feige. Doch nach der Sendung gestehe ich meinen Irrtum. Vollstes Verständnis: Da saß kein Philosoph (ein ungeschützter Begriff!), informiert, reflektiert und belesen, sondern ein Polterer, einer, der nur Häme und aggressive Ausfälle gegen Religion übrigt hatte, ohne zuhören zu können. Disussionsbeiträge waren nur Versatzstücke von Relgionspolemik auf niedrigstem Niveau. Und das Heil kommt natürlich allein vom immer ach so humanen Atheismus. Nein, das muss man sich nicht antun.
    Obgleich: Wenn der Bischof einfach nix gesagt hätte und den scheinbaren “Philosophen” hätte geifern lassen, dann hätte er schon ziemlich überzeugt ;-).

  13. werner schreibt:

    @Hannes
    Nun gut, wenn Sie glaubhaft belegen können, dass die napoleonischen Kriege, die beiden Weltkriege und die weit überwiegenden Zahl aller kriegerischen Konflikte durch Religionen ausgelöst worden sind, dann mögen Sie Recht behalten.
    Da Ihnen dieser Nachweis nicht gelingen kann, weil er bisher keinem gelungen ist, so lange ist Ihre Hypothese wenig wert.
    Im übrigen wurden die großen Massenmorde der Geschichte bisher fast ausschließlich im Namen von allem möglichen getan, aber nicht im Namen von Religion: im Namen der Wissenschaft, besonders des Darwinismus (wissenschaftlicher Rassismus, Eugenik), des Nationalismus, der Wirschaftsinteressen, der Bereicherung, der Fremdenangst (so oft in der Antike!), der Aufklärung (Jakobiner), des Kommunismus, der historischen Gerechtigkeit usw.
    Religion hat durchaus Gewaltpotential (11. September), aber alle Untersuchungen belegen auch das enorme Friedens- und Gerechtigkeitspotential. Beschäftigen Sie sich einmal mit dieser Frage sachlich, offen und interessiert, und Sie werden über den humanen Reichtum der Religionen staunen. Sachlich, offen und interessiert habe ich gesagt – und damit schließt es Schmidt-Salomon aus. Von ihm habe ich bisher keine präzisen, überlegten Analysen gelesen oder gehört, sondern nur Vorurteile, Plattitüden und Unrichtigkeiten.
    Hochinteressante Frage, ob solche Einseitigkeit nicht selbst fundamentalistisch ist und zu Gewalt führen kann. Historisch hat der Atheismus ja seine grausige Blutspur in der Geschichet längst hinterlassen. Von daher überzeugen mich intellektuell solche eindimensionalen Schuldzuweisungen an die Religion so gut wie gar nicht.

  14. Hannes schreibt:

    @ Werner: Von welcher Häme, geifern, oder aggressiven Ausfällen schreibst du. Du verwechselst wohl MSS mit der afrikanischen Schamanin, die tatsächlich versucht hat durch ihre aggressiven Ausfälle vom Thema, bzw. offenen Fragen, wie z.B. die Inhalte ihrer “Essenzen” abzulenken. MSS ist sonst vielleicht etwas ruhiger, das ändert aber nichts an den für Gläubige schmerzlichen Tatsachen, die er inhaltlich dargelegt hat. Ich sag nur: die Wahrheit schmerzt!.
    Übrigens, das “Heil” beansprucht wohl tatsächlich eine andere Institution für sich. Scheint mal wieder, als würde der Glauben die Realität verzerren.
    Davon abgesehen hat sich der “Oblatenverkäufer” durch seine ständigen persönlichen Sticheleien gegen MSS und aufgesetzte “lockere coolness” nicht gerade mit Ruhm bekleckert.
    Letztendlich ändert das alles aber nichts an der Tatsache, dass sich hier der Ackermann mit einer ziemlich billigen und druchschaubaren Begründung gedrückt hat. Da kann man nur hoffen, dass er vor seiner neuen Herausforderung in Sachen Missbrauchskandal nicht auch davonrennt.

  15. Hyperboreas schreibt:

    @ Hannes:

    Es gibt einen Unterschied zwischen “den Schwanz einklemmen” und “sich nicht auf etwas unter seinem Niveau einlassen”. Man muß nicht jeden Blödsinn mitmachen, nur um Leuten wie Ihnen zu beweisen, was für ein harter Kerl man ist.

  16. werner schreibt:

    @Hannes.
    Nun ja, die afrikanische Schamanin ist recht geschäftstüchtig. Respekt. Damit ist sie – was sie auch gesagt hat – im ach so säkularen Europa angekommen und hat unsere nachchristlichen Werte angenommen.
    Dennoch ist sie wohl kein Paradebeispiel europäischer Religiosität. Ferner hüte ich mich, über afrikanische Religiosität in altbekanntem europäischen Chauvinismus zu urteilen. Ich selber habe etliche Begegnungen und Gespräche mit Menschen aus Tansania, aus dem Kongo und aus Kenia gehabt. Diese finden die europäische Arroganz gegen ihre tiefsten Überzeugungen beleidigend, verletzend und als Fortsetzung kolonialer Eroberungsgelüste auf kulturellem Feld.
    Im Gegensatz zu Atheisten pflegen kirchliche Kreise in der Regel intensive Beziehungen in andere Kulturen, und zwar auf Augenhöhe. Auch weil sie religiöse Gefühle respektieren und in gewissem Maße sogar teilen.
    Ansonsten liegt mir die Schamanin sehr, sehr fern. Ich habe mich religionswissenschaftlich einmal intensiver mit Schamanismus beschäftigt (samischer und sibirischer, hochinteressant!). Da hätte ich bei der Dame doch inhaltliche Bedenken, ganz ähnlich wie bei Schmidt-Salomon. Ich sehe da gar keinen großen Unterschied im Eifern und Reden, abgesehen von der Weltanschauung.

    Selbstverständlich haben Sie eine andere Perspektive auf die Diskussion als ich. Das ist völlig o.k. Sie teilen meine Sicht nicht, ich nicht die Ihre. Von daher erlebe ich Schmidt-Salomon auch anders, weil ich ihn kritisch und skeptisch betrachte. Und wer jemandem mit mit intellektuell kritischer Haltung und rationaler Skepsis begegnet, nimmt natürlich die beschriebenen Mängel deutlicher wahr als jemand, der ihm gegenüber unkritisch ist. Ich denke gerne selber – und daher nehme ich schlagwortartige, rational undiffernzierte Argumentation sehr sensibel wahr. Sie ärgert mich. Vor allem, wenn jemand den Anspruch erhebt, ein Philosoph zu sein. Mag Herr Schmidt-Salomon bei Backes und seiner Gästeliste mithalten können, in Gesprächen mit echten Philosophen (philosophisches Quartett, wirkt er sehr blass.
    Bei mir – das gebe ich unumwunden zu – ist es umgekehrt ja auch so, dass ich eher versuche die Schamanin zu verstehen, ernst zu nehmen, auch wenn sie mir gar nicht gefällt. Gegen Menschen eigener Weltanschauung ist es immer schwerer, kritische Distanz zu wahren.
    Aber es geht: Ich bin davon überzeugt, wenn Sie die Diskussion nochmal anhören und auf Gewicht, Aussagekraft, Faktengehalt der Beiträge von Schmidt-Salomon achten, werden Sie auch Ihre Anfragen haben. Als kritischer, frei denkender und rationaler Mensch versuche ich das ja auch bei Philosophen, die meiner Weltanschauung nahe stehen – da gibt es auch Scharlatane. Tönnis fand ich übrigens auch blass. Eigentlich habe ich mich sogar geärgert, wie blass die ganze Runde war. Aber das ist eine andere Sache.
    Und in der Frage des Heils bin ich auch skeptisch. Bisher haben alle Weltanschauungen, die auf Religion zu verzichten können glaubten, die Heilsansprüche schnell säkularisiert – die Gefahr sehe ich auch bei Schmidt-Salomon mit seinem halbreflektierten Naturalismus. Lieber eine aufgeklärte Religion als philosophische Jakobiner, die sich nur auf die negativen Seiten des Weltanschauungsgegners fixieren.
    Ist Ihnen auch aufgefallen, wie religiös Schmidt-Salomon wirkt? Halt auf seine Weise. Ich wette, wenn er einen Religiositäts-Test machte, käme er auf gute Werte ;-).
    Meine lieben Freunde aus der Therapeutenszene vermuten sowieso, dass seine auffällige Aggressivität gegen Religion ein Kampf gegen seinen innersten Wunsch entspringt, nämlich selbst religiös sein zu können (sog. Konvertitensyndrom, aber das ist nur spaßige Spekulation nach drei Gläsern Wein … Bitte nicht ernst nehmen – oder doch? In vino veritas …).

    Ackermann kenn ich nicht. Bin aber gespannt auf seine ersten Auftritte – und Sie können gewiss sein, dass ich ihn – trotz weltanschaulicher Nähe – auch versuche, kritisch und skeptisch zu betrachten. Nach-68-er-Erbe sozusagen – aber aus Überzeugung.

    Macht Spaß, sich hier auszutauschen. Gerade weil’s so schön kontrovers ist.
    Eine gute Nacht.

  17. Hannes schreibt:

    @ Hyperboreas:
    Ich denke ich weiß genau was du meinst und geb dir an dem Punkt auch grundsätzlich Recht.

    Aber demnach wäre Ackermann tatsächlich auf dem Niveau einer afrikanischen Schamanin (oder eher Scharlatanin?), oder eines Typs der u.a. als Jesus und Buddha weitere 78 mal reinkarniert wurde?
    Na wenn das sein Niveau ist, kann ich wirklich gut verstehen, dass ihm da bei MSS der Arsch auf Grundeis geht.

    Und davon abgesehen ist das auch ziemlich schwach seinen anderen Gesprächspartnern gegenüber. Immerhin gab es ja noch wirklich genug andere potentielle Talkgäste für Ackermann auf die er sich “rhetorisch und argumentativ” hätte einlassen können.

    Was wären das für langweilige Talkshows, wenn sich alle Gäste nach dem Sandkastenprinzip so anstellen würden.

    Also egal wie du das verdrehst oder verbiegst, kann man das hier schon beim Namen nennen. Der Ackermann wußte auf was (für ein Niveau?) er sich einließ, hatte zugesagt und dann aber einem MSS gegenüber doch kalte Füße gekriegt.

  18. Hyperboreas schreibt:

    @ Hannes:

    Warum ausgerechnet Schmidt-Salomon der Stein des Anstoßes war, ist mir auch nicht ganz klar. Wäre ich bischof, käme ich mir auch schon ziemlich verarscht vor, wenn ich mit solchen Freaks zusammen diskutieren sollte. Auch wenn es einige nicht wahrhaben wollen, aber es gibt bei verschiedenen Religionen schon Qualitätsunterschiede in Sachen Rationalität und Lebensgestaltung. Bei der Gästeliste hätte ich mich von vorneherein nicht auf eine solche Sache eingelassen. Bischof und Schamanin sollen auf Augenhöhe diskutieren – das kann man auch als dezente Beledigung verstehen.

    Dessen ungeachtet gibt es aber einfach Leute, mit denen man über bestimmte Themen einfach nicht diskutieren kann. Ihre Meinung steht von vorneherein fest, sie sind nicht bereit, andere Argumente auch nur in Erwägung zu ziehen und haben für andere Positionen, auch wenn Sie die nicht teilen, kein Verständnis, sondern bloß Spott oder sogar Verachtung übrig. Mit solchen Leuten muß man nicht diskutieren, es bringt eh nichts. Und so einer ist Schmidt-Salomon, wenn es um Religion geht. Ich vermute, Ackermann hätte sich der Debatte gestellt, wenn der Kontrahent Dawkins oder Dennett geheißen hätte, denn auch wenn diese Leute ähnliche Positionen wie Schmidt-Salomon beziehen, sind sie doch (vermute ich zumindest) einer vernünftigen Diskussion eher zugänglich als er.

    Und nur ganz am Rande: Schmidt-Salomon ist *kein* Philosoph (auch wenn es natürlich jedem freisteht, sich so zu nennen), sondern studierter und promovierter Pädagoge.

  19. Jörg schreibt:

    Scheinbar trennt uns ja doch mehr als Glaube und Unglaube, guckst du mal hier:http://www.heise.de/tp/r4/artikel/32/32160/1.html

  20. Wolfgang schreibt:

    Kritik an der Kirche trifft immer ins Schwarze!
    Kritik an der Kirche steht v o r Kindesmißbrauch!

  21. John L. Mackie schreibt:

    @Hyperboreas

    1997 Promotion zum Dr. phil. (Thema der Dissertation: Erkenntnis aus

    Engagement. Grundlegungen zu einer Theorie der Neomoderne. Gutachter: Prof.

    Dr. Heinrich Seiler, Trier, Prof. Dr. Dr. Dr. Rolf Schwendter, Kassel, Bewertung:

    summa cum laude )

  22. Hyperboreas schreibt:

    @ Mackie:

    Genau. Seiler ist Emeritus der Pädagogik in Trier, Schwendter ist Sozialwissenschaftler, und jeder Geisteswissenschaftler ist ein Dr. phil.

  23. Werner schreibt:

    Dr. phil. bedeutet zwar doctor philosophiae, Philosophie bezieht sich aber hier auf die ganze Vielfalt der alten Philosophischen Fakultäten, d.h. sie umfasst alle Philologien, ferner Soziologie und Politikwissenschaft, Geschichtswissenschaft, sogar Psychologie und eben die Pädagogik, zuweilen noch Mathematik, Natur- und Wirtschaftswissenschaften. Hat mich als Student einst auch schon verwirrt, ist aber so.

    Seiler lehrte Pädagogik, Schwendter lehrte Politikwissenschaft bzw. Sozialwissenschaft.

    Auch Thema und Durchführung ist pädagogisch abgezweckt (siehe die Auszüge und die Übersicht auf Schmidt-Salomons Homepage). Von daher: er ist promovierter Pädagoge. Deshalb schreibt er ja wahrscheinlich auch vor allem Kinderbücher (wobei die m.E. weder summa cum laude noch satis bene sondern eindeutig insufficienter zu bewerten sind, sowohl pädagogisch wie auch philosophisch).

    Selbstverständlich kann er sich dennoch Philosoph nennen, ist dieser Begriff doch nicht geschützt. Darf also jeder gerne machen. Doch ein solcher sollte dann seinen Platon, Aristoteles, Thomas von Aquin, Immanuel Kant, Georg Wilhelm Friedrich Hegel, Friedrich Daniel Ernst Schleiermacher, Friedrich Wilhelm Nietzsche usw. richtig gut drauf haben. Ansonsten wird er für die Mülltonne “philosophieren”.

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