Orkan “Xynthia” legt Zugverkehr lahm (update)
Der Orkan “Xynthia”, der am Sonntag über die Region hinweg fegte, hat den kompletten Zugverkehr in Rheinland-Pfalz zum Erliegen gebracht. Betroffen ist auch der Trierer Hauptbahnhof, wo heute sämtliche Züge ausfallen werden. Die Berufsfeuerwehr verzeichnete bis zum Abend annähernd 200 Einsätze. Sämtliche freiwilligen Feuerwehren mussten seit dem Mittag ausrücken.
TRIER. Das Sturmtief traf vor allem den Westen, Südwesten und die Mitte Deutschlands. So sind insbesondere die Bundesländer Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz,Saarland und Hessen von den Beeinträchtigungen im Bahnverkehr betroffen. Als sich die Stärke des Sturms abzeichnete, hatte die Deutsche Bahn aus Sicherheitsgründen vorsorglich den Regional- und Fernverkehr in großen Teilen der betroffenen Regionen vorübergehend eingestellt.
Am Trierer Hauptbahnhof geht seit Stunden nichts mehr. Sämtliche Regionalbahn- und Regionalexpresszüge wurden abgesagt. Auch der ICE aus Berlin wird nach Lage der Dinge heute nicht mehr in Trier eintreffen. Wann sich die Situation entspannt, ist noch unklar. Erfahrungsgemäß werden sich die Ausfälle vom Sonntag auch erheblich auf den Fahrplan am Montag auswirken. Ein Bahnmitarbeiter äußerte denn auch die Erwartung, dass es bis mindestens Montagnachmittag noch zu erheblichen Beeinträchtigungen kommen wird. Rund 40 Fahrgäste, die aufgrund der Zugausfälle am Hauptbahnhof “gestrandet” waren, mussten bis zum Abend von einer Schnellen Eingreifgruppe (SEG) versorgt werden.
Wie Michael Budinger, Wachabteilungsleiter bei der Berufsfeuerwehr Trier, am Abend erklärte, gab es allein im Stadtgebiet nahezu 200 Einsätze. Sämtliche freiwilligen Feuerwehren sowie mehr als ein Dutzend städtischer Bediensteter von Stadtreinigungs- und Grünflächenamt wurden mobilisiert, ebenso das Rote Kreuz und der Malteser Hilfsdienst. Die Feuerwehren rückten vor allem wegen abgeknickter Bäume aus, doch wurden auch Dächer abgedeckt und Verkehrsschilder umgeweht. Budinger erwartet, dass das Schlimmste nun überstanden ist.
von Marcus Stölb




