“Kommunalpolitisch abwesend”
TRIER. Katrin Werner ist heute aus der Trierer Linksfraktion ausgetreten, behält aber ihr Mandat. Dessen Vorsitzender Dr. Johannes Verbeek äußerte sich dazu am Nachmittag.
In einer Presseerklärung zur Aufkündigung der Fraktion von Katrin Werner schreibt Verbeek, dass er ihre Gründe für diesen Schritt nicht genau kenne. Das sagt bereits viel über die Beziehung der bisher einzigen beiden Ratsmitglieder der Linken aus. Schon vor Monaten deutete sich an, dass deren zerrüttetes Verhältnis nicht mehr zu kitten ist. Der Fraktionsvorsitzende stört sich vor allem daran, dass Katrin Werner seit der Wahl am 27. September dem Bundestag angehört und dadurch in vielen Stadtrats- und Ausschuss-Sitzungen fehlte.
“Frau Werner fällt nicht erst seit ihrer Mitgliedschaft im Bundestag als kommunalpolitisch abwesend auf”, so Verbeek, der die Kreisvorsitzende Ende vergangenen Jahres vergeblich aufforderte, ihr Ratsmandat niederzulegen. “Schon im Vorfeld der Kommunalwahl war sie nicht fähig, einen kommunalpolitischen Beitrag zu leisten.” Durch die Aufkündigung der Fraktion könne Werner vertuschen, was mittlerweile allen in Verwaltung und Stadtrat klar sei, nämlich dass sie keine Sachpolitik betreibe. “Dadurch dass die Fraktion nun nicht mehr in Gremien und Ausschüssen vertreten ist, fällt nicht auf, dass Frau Werner nicht teilnimmt”, spekuliert Verbeek über die Motivation der einstigen Genossin, die Fraktionsgemeinschaft aufzukündigen.
Der Linke-Chef sieht auch persönliche Gründe dafür, dass die Zusammenarbeit mit der 36-Jährigen nicht funktioniert hat: “Frau Werner braucht für ihren Politikstil enge Vertraute, die sie bei politisch Unerfahrenen und finanziell Abhängigen findet. Als sie merkte, dass ich eine eigenständig denkende und mit anderen sachlich kooperierende Person bin, fing sie mit ihrer Gruppe an, mich zu demontieren und zu mobben.”
Verbeek und Werner gehen nun getrennte Wege, dadurch verliert die Linke nicht nur ihren Fraktionsstatus, sondern auch ihre Sitze in mehreren Ausschüssen.
von 16vor



8. März 2010 (19:57 Uhr)
Da dürfte sich Babic mit seinem Pro-Trier Projekt aber freuen.
Katrin Werner hat der Trierer Linken einen Bärendienst erwiesen!
8. März 2010 (20:18 Uhr)
Na das ist doch einmal eine Nachricht!!!
Fuer den Rat der Stadt Trier intelektuell zu bedürftig,und nicht Teamfähig aber für die Belange des ganzen Landes ausreichend. Da bleibt doch nur zu hoffen, daß diese politische Stil-Blüte ein Berliner Einzelfall ist, obwohl ich daran nicht so recht zu glauben mag.
Für diese Beurteilung hatte man im Trierer Stadt-Rat aber sicherlich eine anderePerson einer anderen politischen Coleur vorgesehen, aber erstens kommt es anders und zweitens als man denkt.
8. März 2010 (22:03 Uhr)
Richtig ist, dass sich an der Arbeitsaufteilung der beiden Linken im Stadtrat nichts ändert: der Eine schuftet und die Andere bleibt geistig oder personell abwesend. Schade.
8. März 2010 (22:12 Uhr)
WählerInneninitiative gegen müde Mitglieder(und ohne) der Stadtratsfraktion “Die Linke” in Trier
…
Freitag, den 8. Januar 2010, 17:57:05 Uhr
Von:
norbert damm [Jetzt chatten]
…
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An: Katrin Werner DIE LINKE Trier
Guten Tag Frau Werner,
als einer, der früher “grün” gewählt hat, enttäuschen Sie mich. Ich habe “Die Linke” gewählt. Sie sind in der Kommunalpolitik in Trier bisher kaum präsent, verpassen Ausschuss- und Stadtratssitzungen.- Sie sind überfordert. Bisher habe ich von Ihnen bei einer Stadtratsitzung, wenn Sie mal da waren, noch kein Wort gehört. Da hilft auch nicht die Einrichtung eines Wahlkreisbüros. Ein Mandat ist nicht übertragbar. Ziehen Sie Konsequenzen. -Ich selbst bin Diplompädagoge und wundere mich dass Sie im Bereich Soziales, Familie, Jugend bisher nicht haben von sich hören lassen. Da liegt in Trier einiges im Argen, Trotz Klaus Jensen und der zuständigen Ministerin als Ehefrau. Aber anscheinend haben Sie keine Ahnung. Die kriegt man z.B. als 56er Diplompädagoge, wenn man im Vorstand des Exhauses aktiv war, wenn man im Bürgerhaus in Trier.-Nord mitarbeitet. Aber Ihnen scheint Berlin wichtiger zu sein. Obwohl auch dort ihre erste Rede im Bundestag auch
noch aussteht. Es gibt
Leute in Trier, die sagen, vor mehr als 10 Leuten könnten Sie gar nicht reden. – Egal. Erstmal müssen sie anwesend sein.
8. März 2010 (22:50 Uhr)
gute zeiten, schlechte zeiten – heute, live in trier….
das imperalisten getränk ist bereits offen, die chipstüte liegt vor mir: nun mal schauen, wie die soap opera weiter geht. ;-)
8. März 2010 (23:03 Uhr)
Lieber eine Ende mit Schrecken – als ein Schrecken ohne Ende
Wer mit jedem Konflikt erstmal an die Presse geht bzw mit Dreck wirft, Fraktionsmitarbeiter anzeigt und ähnlich linke Aktionen bringt, schadet der Linken viel mehr.
Ärgerlich für alle, die dachten mit Verbeek eine kritische Stimme links im Stadtrat zu wissen, dem es um die Menschen und Themen geht und nicht v.a. um seinen Willen, seine Macht und sein eingebildetes Prestige – ich kenne inzwischen niemand mehr, der ihn als Stadrat ernst nehmen kann, er ist doch fast überall unten durch. Seine politischen Gegner freuen sich sicher diebisch und die linke Fraktion ist hin.
9. März 2010 (00:09 Uhr)
@Norbert Damm:
Frau Werner hielt ihre erste Rede im Bundestag bereits am 22. Januar 2010:
http://www.youtube.com/watch?v=SkJGtPPSIr4
9. März 2010 (08:38 Uhr)
Das ist wahrlich ein Possenspiel ohne Gleichen. Jedoch stimme ich meinem Vorredner zu … “Gute Zeiten, schlechte Zeiten”.
Doch die zumindest bietet uns der Refrain ein kleines Happyend an, vielleicht auch für die Trierer Linke ;-)
“Ich seh in dein Herz.
Sehe gute Zeiten, schlechte Zeiten,
ein Leben, das neu beginnt.
Durch Liebe und Schmerz
wird in guten und in schlechten Zeiten
dein Schicksal bestimmt.”
Jetzt wäre noch die Frage der Liebe bei den Linken zu klären ;-)
Gruß aus der Ferne!
P.S. Herr Damm, stimmt es, dass sie inzwischen auch bei der Linkspartei eingetreten sind – Flügel Verbeek, somit hier auch ein Possenspieler darstellen?
9. März 2010 (09:56 Uhr)
@Rainer Landele: Ich glaube der probate Ernährungsbeitrag zu Flame Wars neben Chips ist Popcorn.
Eigentlich ist es schade. Vor allem um die Stimmen derer, die die Linke gewählt haben, weil sie den Unsinn geglaubt haben, der auf deren Plakaten stand. Die Protestwähler hatten schon am Wahlabend, was sie wollten, nämlich den Denkzettel für die anderen.
Die verbliebenen Wähler bekommen nun mit, dass man sich nicht nur lippenbekenntnismäßig als “sozial” ausgeben kann, sondern auch sozial – im Sinne von zur Gesellschaft fähig und dazu, zwischenmenschlich verantwortungsbewusst zu handeln.
Das scheint einigen Mitgliedern der Linken, eigentlich erschreckend vielen, wenn man das öffentliche Hauen und Stechen so verfolgt, durchaus abzugehen. Prof. Verbeek adelt immerhin die Fähigkeit, sich in der Sacharbeit einzubringen, da herrscht ein gewisses Verantwortungsbewusstsein, und der Wille, politisch zu gestalten. Jedenfalls kann man das mit etwas gutem Willen seinen Reden im Stadtrat entnehmen.
Frau Werner? Frau Werner? Frau Werner bitte an die hundertneun!
9. März 2010 (15:43 Uhr)
Ich frage mich wie die Mitglieder diesen ganzen Zirkus unwidersprochen hinnehmen können. Man sollte den kompletten Kreisvorstand zu Rücktritt auffordern, denn an solchen Zuständen sind alle mitverantwortlich!
Oder gilt auch hier, wie die Bundes-Linke vor kurzem titelte:
“Alles nur gekauft!”
Aber es ist natürlich einfacher, das Haar in der Suppe der anderen zu finden, als aus den eigenen Fehlern die Konsequenzen zu ziehen.
Die Trierer Linken sollten sich schämen! Allen voran allerdings Frau Werner!
In einem Jahr sind Landtagswahlen und wir sollten alle nicht vergessen, was uns die Linken hier bisher präsentiert haben!
9. März 2010 (19:21 Uhr)
Norbert Damm!
hätten sie geschwiegen, man hätte sie für einen Weisen gehalten.
Die erste Rede von Frau Katrin Werner im Bundestag fand bereits am 20.01.2010 statt und kann im Internet unter:
http:www.youtube.com/watch?v=SkJGtPPSIr4 angehört werden. Die Aussagen von Herrn Johannes Verbeek zeigen doch wer hier “verückt und therapiebedürftig ist”. Auch die Aussage von Herrn Verbeek: Frau Werner braucht für ihren Politkstil enge Vertraute, die sie bei Unerfahrenen und finanziell Abhängigen findet”. Als sie merkte, dass ich eine eigenständige denkende und mit anderen sachlich kooperierende Person bin, fing sie mit ihrer Gruppe an, mich zu demontieren und zu mobben. Ich zähle mich zu den Vertrauten, bin über 10 Jahre Landesvorsitzender einer Partei in Rheinland-Pfalz gewesen, bin finanziell unabhängig und kann auf eine über 20 jährige Politikerfahrung zurück blicken. Ich habe immer meine eigene Meinung vertreten und habe Herrn Verbeek niemals demontiert oder gemobbt und auch nicht zum Rücktritt aufgefordert. Ich bin sehr erfreut dass die Linken in Trier jetzt eine Vertretung in Berlin haben, die wir als Parteimitglieder auch voll unterstützen. Herr Verbeek hat sich selbst zuzuschreiben dass jetzt der Fraktionsstatus, die Vertretung in den Ausschüssen sowie Teile des Antragsrechts und die Finanzierung wegfallen. Für ihn ist es besonders schlecht da er hohe finanzielle Einbusen hat und Freistellungen durch die Schule fast wegfallen. Es hat sich in der Vergangenheit gezeigt, dass er sich entgegen seiner eigenen Aussage, in ein Team nicht integrieren kann, es gilt nur seine eigene Meinung als Vorsitzender und im Stadtrat und nicht die Meinung der Parteimitglieder oder der Partei. Es hat sich auch in seinen Äußerungen gezeigt dass Herr Verbeek neidig auf seine Parteikolegin und ihren Erfolg ist. Rücksicht auf die Arbeit von Frau Katrin Werner die durch die Wahl zur Abgeordneten anstanden, suchen eines Büros in Trier, Einrichten und Organisation für das Wahlkreisbüro in Trier, suchen einer Wahlkreismitarbeiterin, Organisation des Büros in Berlin, suchen und Einstellung von einer Büroleiterin und eines wissenschaftlichen Mitarbeiter in Berlin, einrichten und Organisation eines Büros für den Kreisverband Trier, hat er nie genommen. Das Frau Katrin Werner vor mehr als 10 Leuten reden kann, hat sie als Vorsitzende des Kreisverbandes Trier und als Vorstandsmitglied des Landesverbandes der Linken in Rheinland-Pfalz schon oft gezeigtund ist dadurch auch auf die 3. Stelle auf der Liste des Landesvorstandes für die Bundestagswahlen gewählt worden. Als Diplompädagoge müssten sie eigentlich wissen dass man Gerüchte von Hörensagen und Glauben und nicht Wissen in solch einer öffentlichen Diskussion nicht einbringen kann.
Wolfgang Schmitt Sprecher der “Freien Linken Trier”