Strecke weiter auf dem Prüfstand
TRIER/LUXEMBURG. Die Diskussion über den Ausbau der Bahnstrecke zwischen Igel und Wasserbillig geht in eine weitere Runde: Die geplante Maßnahme soll nun erneut geprüft werden.
Eigentlich galt der zweigleisige Ausbau eines rund zwei Kilometer langen Streckenabschnitts zwischen Igel-West und dem luxemburgischen Grenzort Wasserbillig längst als beschlossene Sache, doch nach dem Wechsel im Amt des Bundesverkehrsministers von Wolfgang Tiefensee (SPD) zu Peter Ramsauer (CSU) ist offen, ob Berlin die Finanzierung des etwa 20 Millionen Euro teuren Vorhabens tatsächlich übernimmt.
Bei einem Besuch von Bundeskanzlerin Angela Merkel am Dienstag in Luxemburg hieß es, dass die Verkehrsministerien in Berlin und Luxemburg den zweigleisigen Ausbau des Streckenabschnitts nochmals prüfen werden. Damit herrscht weiter Ungewissheit, ob der Ausbau denn nun wirklich kommen wird. Einigermaßen sicher scheint hingegen, dass die Maßnahme nicht, wie beim hochkarätig besetzten Trierer Verkehrsgipfel im Juli 2007 verbindlich zugesagt, bis 2012 umgesetzt werden kann.
Für den Trierer Bundestagsabgeordneten Bernhard Kaster ist die Nachricht vom Dienstag dennoch ein Grund für neue Zuversicht: “Der Ausbau der Strecke bleibt damit weiter ganz oben auf der Tagesordnung”, erklärte der Christdemokrat. Er jedenfalls sei davon überzeugt, dass sich bei der für die kommenden sechs Monate angekündigten Prüfung die “zahlreichen positiven Wirkungen dieses Projekts” herausstellten: “Es spricht einfach alles dafür, dieses Vorhaben umzusetzen, zumal auf luxemburgischer Seite bereits erhebliche Investitionen vorgenommen wurden!”
Der CDU-Parlamentarier hatte die Notwendigkeit der Maßnahme auch bei Gesprächen mit Bahnchef Rüdiger Grube und im Bundesverkehrsministerium unterstrichen. In die Treffen hatte Kaster die luxemburgische Botschafterin in Deutschland, Martine Schommer, mit eingebunden.
Zum selben Thema: Trimodal auf dem Weg, Ausbau weiter ungewiss
von Marcus Stölb





9. März 2010 (22:26 Uhr)
Es geht um 2 Kilometerchen, unglaublich einfach, dass die das anscheinend nicht hinkriegen, sondern in der ewigen Warteschleife hängen bleibt. Einfach unfassbar!
10. März 2010 (08:01 Uhr)
Wirklich eine unglaubliche Politposse. Um zwei Kilometer Bahnstrecke. Und in Stuttgart das Geld nur so verbuddeln… Dieser Herr Bundesverkehrsminister ist wirklich völlig fehl am Platz, vielleicht sollte Herr Kaster sein Absetzung in die Wege leiten ;-). Das wäre dem Projekt denke ich sehr dienlich…
10. März 2010 (10:03 Uhr)
Fairerweise muss man sagen, dass auch größere Vorhaben wie die Strecke Frankfurt-Mannheim auf Eis liegen. Irgendwie müssen die Steuersenkungsversprechen der Bundesregierung ja auch gegenfinanziert werden.
Jetzt ist die Landesregierung gefordert. Sie muss finanziell einspringen. Die Hauptbedeutung der Strecke liegt im Pendlerverkehr nach Luxemburg und nicht im Fernverkehr. Und im Pendlerverkehr ist dringend eine Verbesserung notwendig – nicht nur auf deutscher, auch auf luxemburger Seite (Anbindung Kirchberg).
Malte Beyer, Vorsitzender der SPD Kürenz
(Anm.d.Red.: Gegenüber 16vor hat der Staatssekretär im Mainzer Verkehrsministerium bereits ausgeschlossen, dass die Landesregierung für den Bund finanziell einspringen wird. Siehe auch folgenden Beitrag)