Drittes Werk auf der Agenda

TRIER. Der Verein Lokale Agenda 21 will noch in diesem Jahr ein drittes Bürgersolarkraftwerk ans Netz bringen. Die Anlage soll am Standort Schulzentrum Mäusheckerweg entstehen.

Gefördert durch das Mainzer Umweltministerium werde man die Aktivitäten des Vereins im Bereich Energie auch in diesem Jahr fortsetzen, heißt es in einer Mitteilung.

Nachdem im vergangenen Jahr bereits die Anlagen “Waldorf 1″ (16,72 kWp) und “Unisol” (17,86 kWp) errichtet wurden, wolle man noch vor der geplanten Senkung der Einspeisevergütung  zum 1. Juli das dritte Bürgersolarkraftwerk in der Regie des LA21-Vereins errichten. “Mit der Stadtverwaltung haben wir uns auf den Standort Schulzentrum Mäuscheckerweg geeinigt”, berichtet Zeljko Brkic, Geschäftsführer der Lokalen Agenda 21. “Damit löst die Stadt ihr Versprechen ein, uns eine öffentliche Dachfläche für die Bürgersolaranlage zur Verfügung zu stellen”, fügt er hinzu. Die Dachfläche auf dem Fachklassenbau C ist 1700 Quadratmeter groß, so dass dort eine Photovoltaikanlage mit der Leistung von etwa 90 kWp installiert werden könne.

Die Infoveranstaltung, bei der gleichzeitig die Gründung der Betreibergesellschaft erfolgen soll, findet am kommenden Montag, 15. März um 19 Uhr im Studienzentrum Karl-Marx-Haus (Friedrich-Ebert-Stiftung) in der Johannisstraße 28 statt. Interessierte Bürger, die sich mit mindestens 1.000 Euro an der Anlage beteiligen möchten, sind herzlich dazu eingeladen.

Energiebewusste Schule

Ein Anliegen der Projektgruppe Energie der LA 21 ist es, das Thema bewusster Umgang mit Energie an Schulen in Trier und der Region zu fördern. Eine Arbeitsgruppe mit interessierten Lehrern, die sich unter der Federführung des LA21-Vereins regelmäßig trifft, Erfahrungen austauscht und gemeinsam aktiv ist, existiert bereits. “Nach einigen Kommunikationsschwierigkeiten am Anfang unterstützt auch die Stadt das Vorhaben”, teilte der Verein am Dienstag mit: In Kooperation mit der Stadtverwaltung findet am 21. April ein Workshop statt, bei dem gemeinsam und anhand der Erfahrungen in anderen Kommunen ein “Trierer Anreizmodell zum Energiesparen an Schulen” ausgearbeitet werden soll, kündigt Brkic an. Am Workshop werden unter anderem Mitarbeiter der Stadtverwaltung Koblenz teilnehmen, die derartige Sparmodelle bereits in der Praxis umsetzen. “Das Ziel ist es, die Sensibilisierung der Schüler und der Lehrer für das Thema zu erhöhen und sie zu praktischem Handeln an ihren Schulen, aber auch im Alltag zu motivieren”, setzt Brkic fort. Es sei nachgewiesen, dass bis zu 10 Prozent der Energiekosten durch Verhaltensänderungen eingespart werden könnten, beziffert der Agenda-Geschäftsführer.

Auf Einladung der Lokalen Agenda 21 ist das Projekt “Klimamobil” vom 22. bis 25. März zu Gast an einigen Grundschulen in Stadt und Umgebung. In den jeweils 1,5-stündigen Workshops wird das Thema Klimawandel und Energie den Dritt- und Viertklässlern anschaulich näher gebracht. Die Workshops sind bereits ausgebucht, es besteht jedoch die Möglichkeit, an der Lehrerfortbildung, die am 23. März von 14.30 bis 17 Uhr in der Matthias-Grundschule stattfindet, teilzunehmen (Anmeldung unter Telefonnummer 0651-9917754, Mail: brkic@la21-trier.de).

von 16vor

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