Konzert spielt 40.000 Euro ein
TRIER. Das Benefizkonzert “Friends for Haiti” hat einen Reinerlös von 40.000 Euro erbracht. Das Geld kommt über die Organisation “Ärzte ohne Grenzen” den Opfern der Erdbeben zugute.
Erfreuliche Zusammenkunft im Rathaus: Oberbürgermeister Klaus Jensen empfing am Mittwoch die Initiatoren und den Veranstalter des großen Benefizkonzertes, das am 19. Februar in der Arena stattfand. Jensen hatte sich spontan bereit erklärt, die Schirmherrschaft für dieses Projekt zu übernehmen.
Aus Luxemburg war Tessy Fautsch angereist, die für “Ärzte ohne Grenzen” die Spende entgegennahm. Die Krankenschwester, die seit dreieinhalb Jahren in unterschiedlichsten Krisengebieten der Welt arbeitet, ist soeben von einem vierwöchigen Einsatz aus Haiti zurückgekehrt, wo sie in einem Notkrankenhaus im Slum-Viertel “Cité Soleil” in der Nähe von Port-au-Prince tätig war. “Ärzte ohne Grenzen” ist seit 2007 in Haiti aktiv und dort bei der Bevölkerung inzwischen bekannt, was das Vertrauen der Menschen für die Entgegennahme der Hilfe positiv beeinflusst hat.
“Mittlerweile ist die Phase der Akutversorgung der Erdbebenopfer abgeschlossen”, berichtet Tessy Fautsch, “wir hatten es aber in etwa 60 Prozent aller Operationen mit Amputationen zu tun. Dies bedarf einer längerfristigen Betreuung: wir gehen davon aus, dass wir verstärkt noch neun bis zwölf Monate vor Ort aktiv sind, denn diese Menschen müssen sich mit ihrer neuen Situation erst abfinden. Wir versuchen, dort wo möglich die Versorgung mit Prothesen zu ermöglichen und aufzuzeigen, wie sie unter Einsatz dieser Hilfsmittel ihre neue Lebenssituation bewältigen können.”
Das Konzert sei in vielfacher Hinsicht erfolgreich gewesen, lobte derweil der OB: “Die Veranstaltung war sehr schnell in aller Munde, es gab eine prima Zusammenarbeit der beteiligten Künstler mit der Trierer Nothilfe e.V., ich war begeistert von der Musik dieses tollen Konzerts und der Publikumsresonanz”. Viele Menschen hätten die Chance genutzt, durch den Besuch der Veranstaltung ihre Solidarität mit den Menschen in Haiti auszudrücken, so Jensen weiter: “Ich bin beeindruckt von der Arbeit von ‘Ärzte ohne Grenzen’, die mit Flexibilität und schneller Einsatzbereitschaft genauso wie mit kontinuierlicher Hilfe weltweit Not lindern”.
“Im Vorfeld haben alle Organisatoren toll kooperiert, wir hatten schnell viele Unterstützer”, betonte Manfred Schömer von der Band “All about Joel” und einer der Initiatoren. “Diese Initiative entspricht genau den Vereinszielen der Trierer Nothilfe e.V., deshalb haben wir ‘Friends for Haiti’ als Veranstalter unterstützt und den Erlösbetrag gerne zu einer vollen Summe aufgerundet”, erklärte Friedhelm Biesdorf vom Trierer Nothilfe e.V.
von 16vor




