V wie Vagina

Seit 2004 veranstaltet die Beratungsstelle Frauennotruf regelmäßig die “Vagina-Monologe”. Während in den ersten beiden Jahren Theatergruppen für die Aufführung gebucht wurden, wird das Stück von Eve Ensler, das auf Interviews mit Frauen über ihre Sexualität basiert, seit 2006 von Trierer Laienschauspielerinnen präsentiert. In diesem Jahr gibt es zahlreiche Änderungen. Verantwortlich dafür zeichnet die Sängerin Florence Absolu, die das Stück, das morgen und am Samstag um jeweils 20 Uhr in der Tufa gezeigt wird, inszenierte. Der Erlös kommt dem Frauennotruf zugute.

TRIER. Im vergangenen Jahr trug sie bei den “Vagina-Monologen” ein Gedicht vor, in diesem Jahr führt sie Regie. Florence Absolu hat sich Eve Enslers berühmten Theaterstückes angenommen und für einige Änderungen im Vergleich zu den Vorjahren gesorgt.

Gemeinsam mit dem Ensemblemitglied Dr. Marisol Cartagena hat sie im vergangenen Sommer als erstes die deutsche Übersetzung überarbeitet. Dann gab es ein Casting, bei dem es darum ging, herauszufinden, welcher Beitrag zu wem am besten passt.

Im November gingen schließlich die Proben los. Das aus über zwei Dutzend Frauen bestehende “Trierer Vagina-Monologe-Ensemble” musste erstmals seine Texte auswendig lernen. Ziel der Regisseurin ist es, mehr Professionalität in die Aufführung zu bringen.

“Es muss Wirkung haben, dafür mache ich auch zwei Proben mehr”, sagt die Chanson-Sängerin, die während ihres Studiums eine Cabaret-Studentengruppe gründete. Gerade weil es eine Benefizveranstaltung sei, müsse man professionell zu Werke gehen. Die Zuschauer sollen schließlich nicht nur etwas für eine gute Sache tun, sondern dafür auch etwas Gutes geboten bekommen. Die Einnahmen der Veranstaltung, die zum ersten Mal an zwei Abenden stattfindet, gehen an den Frauennotruf. Die Trierer Beratungsstelle hilft Mädchen und Frauen, die Gewalt erfahren haben.

Sexualisierte Gewalt ist auch ein Thema der Monologe, die die New Yorker Autorin aus rund 200 Interviews zusammengestellt hat. Die Beschreibungen reichen von einer Vergewaltigung in Bosnien über die ersten sexuellen Erfahrungen einer 13-jährigen bis hin zu Erzählungen einer über 70 Jahre alten Frau. “Es gibt Einiges zum Lachen und Einiges zum Weinen”, sagt Florence Absolu, die nicht nur die Reihenfolge der Texte leicht geändert, sondern auch zwei Rollen hinzugefügt hat. Die jüngste und älteste Darstellerin unterhalten sich zwischendurch über die Beiträge.

Während das Theaterstück vielerorts an oder kurz vor oder nach dem von Ensler gegründeten “V-Day” (“Victory over Violence-Day”, “Vagina-Day”), dem 14. Februar, aufgeführt wird, hat man sich in Trier für eine zeitliche Nähe zum Internationalen Frauentag (8. März) entschieden. Zu sehen ist die Trierer Inszenierung morgen und am Samstag um jeweils 20 Uhr in der Tufa.

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1 Leserbrief | RSS-Abo

  1. News-Junkie schreibt:

    Passend zum Thema Vagina-Monologe wurde vor kurzem auf News.de ein interessanter Artikel zu einer Ausstellung veröffentlicht.

    “Die Vagina : Aufschrei für ein intimes Körperteil”
    http://www.news.de/gesellschaft/855030104/aufschrei-fuer-ein-intimes-koerperteil/1/

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