Politische Themen und Portraits

TRIER. Aus Anlass des heutigen 85. Geburtstages des Malers Bernhard Heisig zeigt das Karl-Marx-Haus im Museumscafé über 50 Lithographien von 1974 bis 2000.

Als einer der Protagonisten der “Leipziger Schule” wandte sich der ehemalige Kriegsteilnehmer gegen Krieg und Nationalsozialismus. Als SED-Mitglied und Hochschulrektor brach er mit der Doktrin des “Bitterfelder Weges“.

Insbesondere durch seine Teilnahme an der “documenta 6″ in Kassel wirkte er ab den 70er Jahren auch auf die bundesdeutsche Kunst ein. Einer breiteren Öffentlichkeit wurde er durch zwei Bild-Themenkomplexe bekannt: Zum einen schuf er auf großformatigen Leinwänden bildgewaltige Kompositionen zu einer Vielzahl politischer Themen, in denen er auch seine eigenen Kriegserlebnisse thematisierte und therapierte. Zum zweiten machte er sich als Portrait-Maler einen Namen. So fertigte er Bilder unter anderem von Henri Nannen, Peter Ludwig, Kurt Masur und Helmut Schmidt an.

Beide Themenkomplexe sind in der Ausstellung vertreten – darüber hinaus findet der Besucher auch Buch-Illustrationen von Heisig. Gezeigt werden hier Zyklen zu großen Werken der deutschen Literatur: “Krieg” von Ludwig Renn, zu Goethes “Faust” und zu Brechts “Mutter Courage und ihre Kinder”. Ein Portrait von Karl Marx fehlt natürlich im Karl-Marx-Haus ebenso wenig wie das von Willy Brandt.

Die Ausstellung ist bis zum 25. April täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt zur Ausstellung ist frei.

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