Du bist Trier: Christian Z. Schmitz
Heute hatte Christian Z. Schmitz seinen großen Auftritt – auf der Mai-Kundgebung des Deutschen Gewerkschaftsbunds im Brunnenhof. Im Juli 2009 trat der 35-Jährige die Nachfolge von Karl-Heinz Päulgen an. Im Stadtteil Zewen geboren, in Trier zur Schule und an die Uni gegangen, ist Schmitz seiner Heimat treu geblieben – bis er vor kurzem “aufs Land” nach Waldrach zog. Manche sahen in dem früheren Juso-Bundesvize schon den kommenden Mann der Trierer SPD, doch dann machte ein anderer Genosse das Rennen. Seit zehn Monaten steht Schmitz, der momentan Elternzeit genommen hat, nun als “Regionsgeschäftsführer” an der Spitze des Trierer DGB.
1. Was gefällt Ihnen besonders an Trier?
Ganz klar: die Innenstadt. Ich habe wirklich viele Städte in Deutschland und Europa gesehen – Triers Innenstadt ist objektiv eine der schönsten.
2. Wo essen und trinken Sie auswärts am liebsten?
Überall, wo es gut ist; neben guter heimischer Küche mag ich Griechisch, Spanisch und Japanisch gern.
3. Wer ist für Sie der bedeutendste Trierer?
Neben wirklich vielen ist Karl Marx für die Stadt, aber auch für mich persönlich in meinem Werdegang und Denken der Wichtigste.
4. Wo ist Triers größter Schandfleck?
In der Talstadt: da fällt einem direkt der Bahnhofsplatz ein. Leider gibt es einige Ecken, Plätze und Gebäude, die nicht ins Bild passen. Der ehemalige “Polizeiwürfel” neben den Kaiserthermen ist so ein Gebäude; beim Pferdemarkt, “Sieh-um-Dich” und beim Viehmarkt sehe ich aus unterschiedlichen Gründen Handlungsbedarf.
5. Wer ist in Trier Ihr Lieblingssportler oder -verein und warum?
Als Sportler Paul Trappen und Eric Jelen. Vereine: HSC Igel und PST Trier, weil ich da selbst lange Zeit gearbeitet und Sport getrieben habe und noch immer treibe.
6. Ihr Lieblingswort auf Trierisch?
Gäggisch und dajee.
7. Was zeichnet den typischen Trierer aus?
Mundfaul, relaxt und zumeist nach kurzer Zeit herzlich.
8. Was würden Sie in Trier gerne ändern?
Die Finanzlage, denn ich hätte soviele Ideen… Ernsthaft: das Kirchturmdenken ist trotz aller Sonntagsreden noch erschreckend weit verbreitet. Wir bräuchten eine viel stärkere kommunale Zusammenarbeit in der Region Trier und darüber hinaus ein großregionales Parlament, um neben dem ganzen marktradikalen Gerede soziale Musterregion in Europa zu werden.
9. Wo ist für Sie Trier am schönsten?
Die Plätze der Innenstadt haben alle ihr besonderes Flair. Als meine Frau das erste Mal von München nach Trier kam, habe ich sie auf dem Brunnenhof ausgeführt. Dieser besondere Platz wird oft vergessen.
10. Welche Freizeiteinrichtung in Trier nutzen Sie am meisten?
Das Schwimmbad, Weißhaus und der Petrisberg.
11. Was ist für Sie das vollkommene Glück?
Zeit zu haben, für Dinge und Menschen, die einem wichtig sind und die innere Ruhe, wenn man sich die Zeit genommen hat.
12. Ihre Lieblingsbeschäftigung?
Familienausflüge, auch wenn unsere Tochter noch sehr klein ist, sonst s. oben Hobbys.
13. Ihr größter Fehler?
Ich bin Pedant und Perfektionist – und ich bin immer noch frustriert, wenn Leute es nicht sind.
14. Was verabscheuen Sie am meisten?
Unehrlichkeit und Menschen, die von sich sehr überzeugt sind, auch wenn sie objektiv nix drauf haben.
15. Wo würden Sie außer in Trier gerne leben?
In Deutschland: Region Bodensee/Konstanz/Breisgau. Welt: Athen oder sonstwo in Griechenland.
16. Ihr Motto?
Ich kenne und finde so viele gut und hab für mich deswegen gemerkt: Es gibt das eine “Motto” nicht. Einen Leitfaden habe ich aber doch, den ich bis zur letzten Tiefe und Konsequenz verfolge: “Die Würde des Menschen ist unantastbar.”
von 16vor




