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Henrik Rödl neuer Headcoach

TRIER. Neuer Headcoach: Henrik Rödl wird für die nächsten drei Jahre die sportliche Verantwortung beim Basketball-Bundesligisten TBB Trier übernehmen.

Henrik Rödl gewann 1986 mit der Chapel Hill High School in North Carolina die US-High-School-Meisterschaft und wurde zum MVP der Finalserie. Er war 1987 der erste Spieler, der direkt aus der Regionalliga den Sprung in die deutsche Nationalmannschaft schaffte. 1993 war er der erste deutsche Spieler, der die amerikanische College-Meisterschaft gewann – und im gleichen Jahr wurde er mit der Nationalmannschaft in München Europameister.

Mit ALBA Berlin gewann der zwei Meter große Small Forward insgesamt elf Titel, bevor er im Jahr 2005 auf die Trainerbank wechselte und 2006 als Headcoach Deutscher Pokalsieger wurde. Seit 2007 trainierte er die NBBL-Mannschaft von ALBA Berlin sowie ab 2008 die U20-Nationalmannschaft.

Ab dem 1. Juli wird Henrik Rödl nun die sportliche Verantwortung für die TBB in Trier übernehmen. Dabei liege seine Aufgabe sowohl in der Leitung des Beko-BBL-Teams “als auch in der konsequenten Umsetzung des neuen sportlichen Konzepts der TBB AG: Profisport, Nachwuchsarbeit, Breitensport”, heißt es in einer Mitteilung des Vereins. Für Dr. Ralph P. Moog, Aufsichtsratsvorsitzender der Treveri Basketball AG, ist Rödl der “zu unserem sportlichen Gesamtkonzept passende Mann”. Moog weiter: “Es ging uns nicht darum, nur einen Head-Coach für unsere Bundesliga-Mannschaft zu verpflichten, sondern jemanden, der von unserer Idee ebenso überzeugt ist wie wir, der sich selbst einen hohen Anspruch stellt und Begeisterung mitbringt”.

Henrik Rödl erklärte am Freitag: “Die Zukunftsvorstellungen der TBB AG decken sich zum sehr großen Teil mit meinem Profil: eine nachhaltige Spielerentwicklung über einen längeren Zeitraum, eine gründliche Aufbauphase, ein Nachwuchskonzept. Das hat mich natürlich gereizt, weil es eine tolle Möglichkeit ist, an einem der besten Basketball-Standorte Deutschlands zu arbeiten und hier meine Vorstellungen und Erfahrungen aus 17 Jahren ALBA Berlin einzubringen”. Der 41jährige weiter: “Es gibt gewisse Rahmenbedingungen, die man nicht von heute auf morgen ändern kann – dazu gehört das vergleichsweise übersichtliche Budget”. Der Standort Trier sei aber so interessant, dass er sich in eine sehr gute Richtung entwickeln könne – “sonst wäre ich ja nicht hier”.

Angesprochen auf seine sportliche Philosophie meinte der neue Coach: “Wer NBBL-Spiele von mir gesehen hat, weiß, dass meine Teams attraktiven Teambasketball mit extrem viel Einsatz spielen. Natürlich wird das im Detail davon abhängen, welche Spieler wir für unser Programm begeistern können – das muss man abwarten. Aber wir werden sicher defensiv orientiert spielen und den Teamgeist in den Vordergrund stellen.”

“Henrik war unser Favorit”, berichtet Wolfgang Esser vom Sportlichen Beirat der TBB AG. Die Verpflichtung zeige, “dass unser Modell mit seinen neu geschaffenen Strukturen funktioniert”.

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