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Die Trierer haben ihr Südbad wieder

Auch ein leidenschaftsloser Schwimmer wie der Verfasser dieses Beitrags ließ sich gestern von der freudigen Atmosphäre im Südbad anstecken. Über 1200 Besucher kamen bei strahlendem Sonnenschein und angenehmer Lufttemperatur zur Wiedereröffnung des Freibades, das in den vergangenen 14 Monaten generalsaniert wurde. Wo man hinsah, blickte man in zufriedene Gesichter. Bis zum Sprung ins Wasser…

TRIER-SÜD. “Das ist ein Ergebnis, das sich sehen lassen kann”, sagt Klaus Jensen bei der Eröffnung. Etwas euphorischer als der Oberbürgermeister drückt es Landesinnenminister Karl Peter Bruch aus: “Das ist ein Bad der Königsklasse”.

In der Tat ist die Neugestaltung der Becken und der Gebäude gut gelungen. Zwar musste die ursprünglich 3500 Quadratmeter große Wasserfläche um mehr als 1000 Quadratmeter reduziert werden, um die Betriebskosten zu senken, doch die Verkleinerung der Becken ist zumindest ästhetisch geraten. Die charakteristischen Formen der 50er Jahre, in denen das Freibad entstand, wurden bei der Sanierung bewusst berücksichtigt.

Insgesamt 9,36 Millionen Euro kostete der Umbau, der knapp anderthalb Jahre dauerte. Schon im Eingangsbereich hat sich einiges verändert. Die Umkleiden wurden eine Etage tiefer verlegt, um im Obergeschoss Platz für ein schickes Restaurant – das ganzjährig in Betrieb sein wird – zu schaffen.

Das Planschbecken befindet sich jetzt nicht mehr im hintersten Bereich der Anlage, sondern direkt vor der Terrasse, sodass ein schreiendes Kind auch mal schnell mit einem Eis beruhigt werden kann. Auch der Weg zur neuen Rutsche, die zwar nicht mehr ins Nichtschwimmerbecken mündet, sondern in einen kleinen Bassin, ist nun nicht mehr so weit vom Kleinkinderbereich entfernt. Zwischen den beiden großen Becken wurde ein im Grundriss tropfenförmiges Servicegebäude mit Imbiss und Toiletten errichtet. Der Sprungturm erhielt neue Plattformen, Geländer und Treppen.

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Nach einer guten Stunde, in der zu lange Reden über das Projektkonzept (öffentlich-private Partnerschaften) gehalten wurden, ein Blechbläserensemble der Städtischen Musikschule nicht allzu spritzige Interpretationen von Stücken wie “When the saints go marching in” und “Amazing Grace” darbot und Turmspringer Heiko Goerlich und weitere Mitglieder vom Schwimmsportverein Trier Kunstsprünge vollführten, wurde das Südbad von Bruch, Jensen, Sportdezernentin Angelika Birk und Karl Angerer von der Betreiberfirma Berndorf Bäderbau zum Schwimmen, Springen und Baden freigegeben.

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Die Wassertemperatur kommentierte einer der ersten Tester im Schwimmerbecken auf gut Trierisch mit den Worten: “Oa, Huar!”. Das Display im Foyer zeigte 16 Grad an.

Weiterer Artikel zum Thema: “Ins Wasser gemacht

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12 Leserbriefe | RSS-Abo

  1. Michael Dostert schreibt:

    Super, das die Trierer ihr Südbad wiederhaben. Schade eigentlich nur, daß in dem Zuge nicht auch wieder der Minigolf-Platz angebunden wurde. :-(

  2. Hanna B. schreibt:

    Wäre der nächste Ausflug von Hannover ins gute alte Trier nicht sowieso schon fest eingeplant, dieser Artikel hätte uns mit Sicherheit gelockt. Freue mich auf den Sommer und das neue Südbad!

  3. Stephan Jäger schreibt:

    ->||<- so kalt…

    …aber wirklich schön geworden!

  4. Marion schreibt:

    Fein, dass das Südbad wieder geöffnet hat.
    Als nicht eingeborene Trierbewohnerin finde ich den hype zwar etwas befremdlich, aber ich hoffe dass jetzt im Nordbad weniger Betrieb sein wird und man dort in Ruhe seine Bahnen ziehen und sich sonnen kann. Mögen alle sich auf´s Südbad stürzen.

  5. Michael Dostert schreibt:

    Wars mir heute (zumindest von außen) mal anschauen: ist echt sehr gut gelungen und der Besucherandrang spricht ja wohl für sich. Ne rundum gelungene Geschichte.

  6. kronprinzessin schreibt:

    gelungen ja, aber die reduzierte scxhwimmfläche ist schon heftig! jetzt bei dem kalten wasseer kann noch geschwommen werden, aber wenn es wärmer wird…
    leider ist es mehr ein spiel und spaßbad geworden als ein schwimmbad.

    das die kleinkinderfläche nun nah am eingang ist finde ich jedoch sehr gut!

  7. Sparen schreibt:

    Okay, gut. Aber braucht die Stadt eigentlich 2 Freibäder? Da könnte die Stadt doch mal gut sparen..

  8. Stephan Jäger schreibt:

    @Sparen

    Braucht die Stadt Straßen, Grünanlagen, Parkplätze, Kindergärten?

    Braucht die Welt solche Kommentare? Die könnten Sie sich doch mal gut sparen…

    6.500 Gäste an einem Wochenende sprechen doch eine deutliche Sprache, was das “Brauchen” angeht, oder?

  9. Marion schreibt:

    @Sparen:
    Vielleicht solltest du einfach mal die beiden Freibäder aufsuchen und dir dann eine Meinung bilden. Ich schwimme gern und bin froh im Nordbad ein – nennen wir es mal so – reines Schwimmbad mit 50m-Bahnen zu haben. Als beide Freibäder noch zu waren, war ich in Mertesdorf, auch dort war Betrieb. Soll Mertesdorf auch geschlossen werden ? Ich finde es gut, dass es anscheinend noch Kinder gibt, die a) schwimmen können und es b) noch gerne tun.
    Oder schlägst du jetzt die Mosel als Alternative vor ?
    Und denk mal an die Leute, die sich keinen grossen Urlaub leisten können, die sind froh wenn sie an warmen Tagen ein Freibad haben.

  10. Hyperboreas schreibt:

    @ Sparen:

    “Die Stadt” braucht keine zwei Schwimmbäder, die Bürgerinnen und Bürger aber schon. Und ehrlich gesagt finde ich, daß von all den Steruergeldern die ich zahle die Ausgaben für solche Sachen wie Schwimmbäder, Parks, Sportplätze, Büchereien usw. noch die sinnvollsten sind. Immerhin bekommt man hier ganz unmittelbar etwas, was man sich selbst nicht hätte leisten können und was die Lebensqualität vieler Menschen steigert. Überflüssige öffentliche Ausgaben gibt es genug, aber gerade das hier ist keine.

  11. Jan schreibt:

    Kann man die drei netten Damen auf dem ersten Bild des Berichts irgendwie kennenlernen? ;)

  12. Stephan Jäger schreibt:

    @Jan

    Eine vernünftige Arschbombe vom Zehner könnte der Beginn einer wunderbaren Freundschaft sein.

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