Kronholm verhindert Desaster

Nahezu sprachlos zeigte sich SVE-Trainer Roland Seitz nach der Partie zwischen dem FSV Mainz 05 II und Eintracht Trier, die die Gastgeber mit 2:0 gewannen. Es fiel dem 45-Jährigen “sehr, sehr schwer, die Worte zu finden” – zu enttäuscht war er über die desolate Leistung seines Teams. Positiv konnte Seitz nur seinen Schlussmann Kenneth Kronholm hervorheben. Ihm und der Abschluss-Schwäche der Mainzer Angreifer war es zu bedanken, dass das Ergebnis nicht noch viel höher ausfiel.

MAINZ. Während für Eintracht Trier der Abstieg in die Oberliga schon vor Spielbeginn feststand, benötigte die Reserve des Erstligisten zwei Spieltage vor Saisonende noch jeden Zähler, um sich den Klassenerhalt in der Regionalliga zu sichern. Die Mannschaft des neuen Mainzer Trainers Roland Vrabec gab alles dafür. Gegen einen stark ersatzgeschwächten Gegner (auf der Trierer Auswechselbank saßen nur drei Feldspieler und ein Torhüter) hatten es die Landeshauptstädter aber auch relativ leicht, sich die erhofften Punkte zu holen.

Entschieden war die Partie schon nach knapp einem Drittel der Spielzeit, in der Mainz beide Treffer erzielte. Beim ersten Tor wurde die Trierer Hintermannschaft mit einem klugen Kurzpass ausgehebelt, Preston Zimmerman konnte unbedrängt zum Flanken kommen. In der Mitte trat Ex-Eintrachtler Kevin Mertinitz ein Luftloch, doch der hinter ihm postierte Christian Grimm ließ sich die Gelegenheit aus sieben Metern nicht entgehen und verwandelte zur frühen Mainzer Führung (10.).

Diese gab den Gastgebern noch mehr Sicherheit, die gleichzeitig von einem kapitalen Schnitzer von Josef Cinar profitieren konnten. Zimmerman schnappt sich eine verunglückte Rückgabe des Trierer Kapitäns und ließ Kronholm mit einem Beinschuss keine Abwehrchance (24.). In der Folge erspielten sich die 05er zahlreiche weitere Gelegenheiten, die sie jedoch entweder vergaben oder von Triers Schlussmann entschärft wurden. Sein Gegenüber Christian Wetklo erlebte dagegen einen eher geruhsamen Samstagnachmittag vor gut 1000 Zuschauern im Bruchwegstadion, unter denen sich knapp 100 Trierer befanden.

Die zweite Hälfte begann so, wie die erste endete: Mainz erspielte sich Chancen im Minutentakt. Doch sowohl aus dem Spiel heraus als auch vom Elfmeterpunkt (Schiedsrichter Waschitzki sah in einem Zweikampf ein Foul von Cinar an Mertinitz) wollte kein weiterer Treffer mehr fallen. Kronholm konnte den schwach getretenen Schuss des Gefoulten über die Querlatte befördern (58.). Unmittelbar danach sah der erst kurz zuvor verwarnte Michael Dingels wegen wiederholten Foulspiels die gelb-rote Karte (60.). Doch auch die halbstündige Überzahl vermochten die Gastgeber nicht zu weiteren Toren zu nutzen. Somit blieb es bei dem aus Trierer Sicht schmeichelhaften 0:2.

Roland Seitz muss nun alles daran setzen, das Minimalziel dieser Saison, der Gewinn des Rheinlandlandpokals, zu erreichen. Zuvor tritt sein Team in der letzten Partie dieser Spielzeit am Samstag um 14 Uhr gegen den 1. FC Kaiserslautern II an.

1. FSV Mainz 05 II: Wetklo, Telch, Götze, Schneider, Kessel, Kröner, Gopko, Krause (Jeffrey, 71.), Mertinitz (Sliskovic, 61.), Grimm, Zimmermann (Grimaldi, 86.).

SV Eintracht Trier 05: Kronholm – Dingels, Cinar, Fuhs (Makiadi, 46.), Kempny – Bettmer, Bachl-Staudinger, Fernandes (Salem,46.), Wagner – Senesie (Risser, 85.), Eckstein.

Tore: 1:0 Grimm (10.), 2:0 Zimmermann (24.)

Gelb-Rote Karte: Dingels

Schiedsrichter: Sven Waschitzki (Essen-West)

Bes. Vorkommnisse: Mertinitz (Mainz) verschießt Foulelfmeter (58.)

Zuschauer: 1000

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