Alexander Bellostenniy ist tot
Eine prägende Figur des Trierer Basketballs ist tot: Alexander “Sascha” Bellostenniy erlag am frühen Dienstagmorgen einem Krebsleiden. Er wurde nur 51 Jahre alt. Der 2,14 Meter große Center spielte von 1991 bis 1994 für den TVG Trier und beendete danach seine Karriere. Der Moselstadt blieb der in Odessa geborene Ukrainer dennoch treu und betrieb weiterhin sein Restaurant “Ratskeller” am Hauptmarkt. “Für mich hatte es große Bedeutung, für Trier zu spielen”, erklärte Bellostenniy vor zwei Jahren. Vielen Fans wird er als Charakterkopf in Erinnerung bleiben.
TRIER. Mit Sascha Bellostenniy kam Anfang der 1990er-Jahre einer der höchstdekorierten Basketballer überhaupt an die Mosel: Mit der sowjetischen Nationalmannschaft wurde der Center insgesamt dreimal Europameister (1979, 1981, 1985), einmal Weltmeister (1982) und einmal Olympiasieger (1988). Dazu kamen unter anderem olympisches Bronze (1980) sowie der zweite Platz bei drei Weltmeisterschaften.
Mit dem TVG Trier spielte Sascha Bellostenniy unter den Trainern Wolfgang Esser und Juri Selikhov unter anderem auch international um den Korac Cup und war maßgeblich mitverantwortlich dafür, dass sich der TVG in der höchsten deutschen Spielklasse etablieren konnte. Zu seiner aktiven Zeit war er einer der dominantesten Center der Welt und folgerichtig wohl der beste “Fünfer” der Bundesliga.
Nach dem Ende seiner sportlichen Karriere blieb Sascha Bellostenniy als hauptberuflicher Gastronom in Trier, wo er das Restaurant “Ratskeller” in der Steipe am Hauptmarkt leitete und so auch weiterhin das Stadtbild prägte.
“Sascha Bellostenniy war eine wichtige Figur im Trierer Profibasketball, ein großartiger Mensch und außergewöhnlicher Spieler, der nicht nur durch seine Qualitäten auf dem Parkett in Erinnerung bleiben wird”, heißt es in einer Mitteilung der Trierer Basketballer. Die TBB-Familie verliere einen guten Freund und Weggefährten; einen bodenständigen Charakter, der sich, trotz seiner mehr als beeindruckenden Medaillensammlung nicht zu schade war, im “kleinen Trier” zu spielen.
Auf die Frage, was für ihn das vollkommene Glück sei, antwortete Bellostenniy im Mai 2008: “Wenn die Familie gesund ist. Und alles so läuft, wie du es dir vorgestellt hast”. In den frühen Morgenstunden erlag er seinem Krebsleiden.
von 16vor





26. Mai 2010 (12:58 Uhr)
R.I.P. “Sascha”!