Die gruseligsten Seiten von Trier

“Trier, wat bis dau so schien”, pflegt einer der beiden Redaktionsleiter stets mit Recht zu sagen, wenn er sich vom Medienfrondienst erholend auf dem Kornmarkt oder dem Domfreihof die Sonne auf den Bauch scheinen lässt. Doch wenn man ganz, ganz genau hinschaut und sehr lange, scharf überlegt, fallen einem auch ein paar hässliche Dinge in dieser Stadt ein.

Da wären zum Beispiel der Bahnhofsvorplatz, das Polizeipräsidium, das Alleencenter von innen, die Treviris-Passage, das Alleencenter von außen… Doch das ist nichts gegen das, was der Diplom-Designer Achim Schaffrinna jetzt veröffentlicht hat: Auf “designtagebuch.de ” zeigt er die gruseligsten Seiten von Trier.

Froh, verschont worden zu sein:

Die Web 1.0-Generation von 16 VOR.

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7 Leserbriefe | RSS-Abo

  1. Wortsalat schreibt:

    Stimmt schon: Auch, wenn visuell weder augenkrebserregend noch hammermäßig geil ;) ist die technische Umsetzung der offiziellen Trierer Internetpräsenz nicht ganz auf der Höhe der Zeit – aus Nutzersicht insbesondere ob des kritisierten Popup-Terrors.

    Dürfte allerdings auch eine Kostenfrage sein: In Zeiten knapper Kassen lässt sich eine komplett neue technische Basis von der Kostenseite her schlecht rechtfertigen – obwohl, ich mach da gerne ein günstiges Angebot *grinsel*

    Und die 16 VOR-Seite ist…äh…funktionell ;)

  2. Stefan Meter schreibt:

    Hallo, war mir noch gar nicht so aufgefallen. Habe mir die Seite deshalb gerade nochmal angesehen.

    Die von Spooky kritisierten Elemente Framesets, Trier-Shop, digitale Postkarten, Dropdown-Menü, überflüssige Popup-Fenster etc. befinden sich tatsächlich nur im Tourismus-Bereich.

    Bei der Haupt-Seite (also für Bürger und Wirtschaft) trifft keiner der Kritikpunkte zu.

    Mir scheint, als ob hier bei der Seitengestaltung verschiedene Köche am Werk waren.

    Schade, dass ausgerechnet der Tourismus-Bereich so schlecht ist.

  3. Rudy schreibt:

    Ist ihnen aufgefallen, daß im Impressum von den Toursimus-Seite die Stadt Trier gar nicht drin ist? Sie Seite macht ein Verein. Daher ist die Überschrift vom Artikel von spooky verwirrend?

  4. fraglich schreibt:

    Endlich: danke für die noch sehr sanft ausgefallene Kritik. Es ist tatsächlich eine der gruseligstenStädte-Webseiten im weltweiten Internet. Nicht nur gemessen an der Einwohnerzahl – nein, auch gemessen am Anspruch. So verstaubt und unzeitgemäß fragt man sich, welches Alter die Verantwortlichen, die Macher und die Gestalter wohl haben mögen. Man merkt, dass vor allem letztere eher aus dem Print-Bereich stammen und sich ein bissl was selbst beigebracht haben.

  5. Thorsten Kretzer schreibt:

    Wichtige Defizite des Webauftrittes der Stadt Trier sind hier zu recht angesprochen worden. Doch um ganz ehrlich zu sein, erwarte ich auch bei einer Internetpräzenz einer Kommune nicht unbedingt alle technischen Finessen, die das Web potentiell bietet.
    Eine städtische Website sollte vor allem einfach zu bedienen sein und möglichst schnell die Informationen bieten, die für Bürger, Touristen und Investoren relevant sind. Desweiteren sollte der Internetauftritt einer Stadt die Möglichkeit der Interaktion von Bürgern und Verwaltung bieten. Und zu guter letzt sollte natürlich auch für den “Flanierer” ein entsprechendes webspezifisches Angebot vorhanden sein.
    In allen Bereichen sind die Sites der Stadt Trier mit Sicherheit noch verbesserungsfähig. Hier würde sich eine Kooperation mit der Uni anbieten, denn dort wird intensiv im Bereich der Usabilitiy geforscht.

    Aber wie ‘Wortsalat’ schon schreibt, ist natürlich auch alles eine Frage des Geldes. Und dass die Verantwortlichen in der Verwaltung an diesen Dingen arbeiten zeigt zum einen die Plattform zum Bürgerhaushalt, die Einführung des Ratsinformationssystems Allris oder auch die schnelle Umsetzung des Antrages von Bündnis 90 / Die Grünen im Ortsbeirat Trier-Nord. [Auf den Seiten zu den Ortsbezirken standen, ein halbes Jahr nach der Kommunalwahl immer noch die Informationen zum Vorgängerbeirat. Und auch die Infos zu Vereinen und Institutionen im Stadtteil waren alles andere als aktuell. Aufgrund unseres Antrages (https://info.trier.de/bi/vo020.asp?VOLFDNR=5483&options=4) wurden die Infos (nicht nur für Trier-Nord) aktualisiert und der Intention des Antrages entsprechend, über seinen Wortlaut hinaus, ergänzt. Dafür ein Dank an die Mitarbeiter in der Verwaltung.

    Meine Wunschliste an die Web-Seiten der Stadt bleibt dennoch lang, z.B. hätte ich gerne ein e-paper der Rathauszeitung, oder zumindest alle RaZ-Artikel online und nicht nur ausgewählte Berichte. Ein Beschwerde-/Anregungsformular. Einen Live-Stream der öffentlichen Sitzungen von Rat und Ausschüssen. Eine Navigation, die nicht die Ämterstruktur, sondern die Bürgerinterssen widerspiegelt….

    @fraglich: form follows function. Lass uns erstmal die Benutzerfreundlichkeit hinbekommen, über das gruselige und verstaubte Design, können wir anschließend gerne sprechen.

  6. Ruth Holzemer schreibt:

    Die Spooky-Award-Jury hat natürlich recht, das Layout gehört inzwischen wohl eher ins Landesmuseum in Trier als ins Netz. Das aktuelle Layout samt Navigation und Stadtplan stammt noch aus den Anfängen des Internets. Wobei gerade der Stadtplanmit seiner Java-Technik damals etwas ganz innovativ neues war – lange vor Google Maps!

    Wir als Agentur betreuen aktuell die redaktionellen Inhalte des touristischen Bereichs und den Veranstaltungskalender, das momentan aktuelle Layout wurde nicht in unserem Haus entworfen.

    Zur Zeit entsteht in unserem Kreativ-Team eine völlig neue Trier-Website, natürlich auf dem neuesten Stand in Sachen Layout, Technik, social networks usw., die alten Framesets war uns und der Tourist-Information Trier schon lange ein Dorn im Auge.

    Schaut mal rein auf die neue Website, sobald diese online ist (noch in diesem Jahr)!

    Herzliche Grüße

    Ruth Holzemer
    click around GmbH
    - Webmasterin Tourist-Information Trier –

  7. Stefan Wolff schreibt:

    Na wenn das dasselbe “Kreativ-Team” ist, das auch das Layout der clickaround “Agenturseite” entworfen hat, geht der nächste Spooky-Award ja sicher an den Titelverteidiger. Aber egal. Da Trier ja zum Glück nicht vom Tourismus leben muss und nicht älteste Stadt Deutschlands oder sowas ist, wär’s ja auch doof ein paar Euro für ordentliche Domains und Webkompetenz zu verballern. Und zum Glück haben Chinesen ja eh so gut wie kein Internet. Passt schon…

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