Binz soll vor Gericht

Seit mehr als viereinhalb Jahren ermittelte die Staatsanwaltschaft Trier gegen Dr. Peter Binz, nun erhob die Behörde Anklage. Sie wirft dem Nervenarzt vor, in mehr als 2.800 Fällen medizinische Leistungen falsch abgerechnet zu haben. Der weist die Vorwürfe zurück und lehnte auch einen “Deal” ab: Die Staatsanwaltschaft hatte Binz angeboten, bei Zahlung eines Bußgelds das Verfahren einzustellen. Nun sollen die Richter entscheiden, doch ob es vor der Großen Strafkammer des Landgerichts tatsächlich zu einem vermutlich langwierigen Mammutprozess kommen wird, scheint noch ungewiss.

TRIER. Anklageschriften versprechen selten vergnügliche Lektüre, doch was die Staatsanwaltschaft Trier im “Strafverfahren gegen Dr. med. Binz, Peter wegen Betrug” zusammentrug, muss jeden überfordern, der nicht Experte auf dem Gebiet des vertragsärztlichen Abrechnungswesens ist. Von BMÄ (Bewertungsmaßstab – Ärzte) über EGO (Ersatzkassengebührenordnung) und EBM (Einheitlicher Bewertungsmaßstab) bis zu GOP (Gebührenordnungspunkte) reicht der Reigen an Kürzeln, die sich durch den Text ziehen. Eine Folge sind Formulierungen wie “in der Leistungsabrechnung des dritten Quartals 2001 machte der Angeschuldigte in 129 Behandlungsfällen die GOP 820, 822, 823 EBM mit einem Honorarwert in Höhe von 5.433,48 Euro (…) zu Unrecht geltend.”

Im Kern wirft die Staatsanwaltschaft dem Mediziner vor, Behandlungen falsch abgerechnet zu haben – und das zu seinen Gunsten; wäre es anders, die Kassenärztliche Vereinigung hätte ihn wohl nicht angezeigt. Binz habe Abrechnungsziffern angegeben, deren Leistungsinhalt er gar nicht erbracht habe. Auf insgesamt mehr als 2.800 Fälle summiert die Staatsanwaltschaft die Anzahl der Unregelmäßigkeiten, der Kassenärztlichen Vereinigung sei auf diese Weise ein Schaden von mehr als 100.000 Euro entstanden. Binz habe versucht, “sich einen rechtswidrigen Vermögensvorteil zu verschaffen”, und er habe das “Vermögen eines anderen dadurch beschädigt (…), dass er durch Unterdrückung wahrer Tatsachen einen Irrtum erregte”, heißt es in der Anklageschrift.

Binz sieht vor allem ein Vermögen beschädigt – sein eigenes. Verantwortlich macht er hierfür die KV Rheinland-Pfalz. Die beschloss am 20. Juli 2006, für den Abrechnungszeitraum 1. Quartal 2002 bis 1. Quartal 2005 einen Regress von knapp 184.000 Euro zu verlangen. Der Trierer Arzt erstattete den Betrag, allerdings “ohne Anerkennung einer Rechtspflicht”. Schließlich sah sich Binz schon seinerzeit zu Unrecht unter Betrugsverdacht, und daran hat sich bis heute nichts geändert. Die Vorwürfe von KV und Staatsanwaltschaft seien “voll und ganz unzutreffend”, wehrt sich der 69-Jährige. Die Leistungen, die abgerechnet wurden, seien sehr wohl erbracht worden, verteidigt er sich. Auch dass er umfassend und korrekt dokumentiere, betont Binz im Gespräch wiederholt.

Staatsanwaltschaft schlug Deal vor

Bei der Staatsanwaltschaft, die im Juni 2006 die Praxis und Wohnung des Angeklagten durchsuchen ließ und bei der Gelegenheit auch gleich sämtliche Patientenakten beschlagnahmte, ist man anderer Auffassung. Dennoch hätte es laut Dr. Jürgen Brauer nicht zu einer Anklage kommen müssen. Der Leitende Oberstaatsanwalt bestätigte gegenüber 16vor, dass seine Behörde Dr. Binz angeboten hat, gegen Zahlung einer Geldbuße das Verfahren einzustellen. Die Rede ist von 80.000 Euro, zumindest nennen Binz und seine Frau Waltraud diese Zahl. Brauer entgegnet, die Summe sei “geringer” gewesen – eine genaue Zahl nennt er nicht. Er selbst war bei dem Gespräch auch nicht zugegen, die Feder in des Strafverfahrens führt Brauers Kollege Manfred Stemper.

Unabhängig von der tatsächlichen Höhe der Summe: Binz lehnte das Angebot ab. “Das wäre wie ein Schuldeingeständnis”, begründete er am Dienstag seine Entscheidung. Von ihrer Unschuld sind er und seine Frau nach wie vor überzeugt, weshalb sie die Vorwürfe nun endlich aus der Welt geschafft sehen wollen; lässt sich dieses Ziel nur über Gericht erreichen, sind sie auch dazu bereit. Doch noch scheint fraglich, ob es tatsächlich zu einem Hauptverfahren vor der Großen Strafkammer des Landgerichts kommen wird. Binz-Anwalt Rainer Hülsmann will dies verhindern. Dass er das Landgericht schon durch einen Widerspruch gegen die Anklage von einer Eröffnung des Verfahrens abhalten kann, glaubt er indes nicht.

Gleichwohl hat Hülsmann die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass allen Beteiligten daran gelegen ist, es nicht so weit kommen zu lassen. Ansonsten drohe ein “Mammutprozess”, warnt er und verweist auf die allein in der Anklageschrift genannten rund 80 Zeugen, darunter Dutzende Patienten und mehrere Gutachter. “Und da sind die, die Herr Binz benennen würde, noch gar nicht dabei”, so Hülsmann, der es für einen “bemerkenswerten Vorgang” hält, dass die Staatsanwaltschaft im Zuge der Ermittlungen mehr als 500 Patienten vernommen hat. Von “sehr unterschiedlichen Rechtsauffassungen” spricht der Anwalt, und von der Gefahr, dass sich der Rechtsstreit am Ende durch alle Instanzen ziehen wird. Mit einem Prozessauftakt wäre dem Vernehmen nach nicht vor dem nächsten Jahr zu rechnen.

Zum selben Thema: “Die haben mein ganzes Vermögen vernichtet”

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29 Leserbriefe | RSS-Abo

  1. Energiefox schreibt:

    Die Anklageschriften versprechen eine vergnügliche Lektüre….

    wie bitte da von vergnüglich zu sprechen ..

    Wir im Kirchenchor singen auch..

    Von guten Mächten treu und still umgeben behütet und getröstet wunderbar, … Von Dietrich Bonhöfer..

    Ich denke Herr Dr. med Binz ist einer der viele getröstet und behütet hat.

    Was wohl in etlichen ähnlichen Fällen abläuft vor Gericht, besonders aber hier ist unmenschlich, besonders die lange Zeit des Gerichtsverfahrens. Ich hoffe das
    das Urteil wird gerecht ausfallen.

    Gruß Energiefox

  2. Rüdiger Rauls schreibt:

    Mein Eindruck ist, dass da jemand, der unbequem ist, mit den Mitteln des Rechtsstaates fertig und mundtot gemacht werden soll.

  3. Maria Herzger schreibt:

    Dass die Strafanzeige gegen Dr. Binz derart in die Länge gezogen wurde, ist sicher kein Zufall und hat eine eindeutige Aussagekraft. Und nun auch noch die Anklage durch die Staatsanwaltschaft.

    Dr. Binz, den ich nur als selbstlosen Mediziner kenne, der für seine Patienten voll und ganz einsteht und die wahren Ursachen ihrer Erkrankungen beim Namen nennt, versucht man bereits seit vielen Jahren zu zermürben. Dr. Binz ist für viele Interessengruppen mehr als nur ein Dorn im Auge. Wer den Film “Das Pharmakartell” kennt, weiß welcher Einfluss durch die Industrie auf das System ausgeübt wird.

    http://video.google.com/videoplay?docid=112778823151951450#

    Dem Chemiestandort Deutschland kommen Patienten, die an der organischen umweltbedingten Erkrankung MCS – Multipler Chemikalien Sensitivität erkrankt sind, die den Verursacher des Übels bereits in der Krankheitsbezeichnung benennt, mehr als ungelegen und Mediziner wie Dr. Binz, die sich für sie bedingungslos einsetzen und ihren Patienten auch tatsächlich helfen wollen, erst recht.

  4. driver87 schreibt:

    Also grundsätzlich macht die “Verschwörungstheorie” ja Sinn und jahrelange Ermittlungen sind auch sicher nicht zu verteidigen. Dennoch: Auch wenn Binz von seinen Gegner in diese Position gebracht wurde – wenn alle Abrechnungen sauber wären, würde die Staatsanwaltschaft keine Klage erheben. Vielleicht handelt es sich aber auch nur um kleine Unregelmäßigkeiten, die man überall finden würde. Vielleicht. Vielleicht wurde aber auch einfach besch****en.

    Ich halte es nicht für möglich, sich als Außenstehender eine Meinung darüber zu bilden. WIr kennen die Akten nicht und wissen damit nichts. Ob Binz nun nett und eifrig ist, spielt da keinerlei Rolle. Schon gar nicht für die Justiz.

  5. KlpB schreibt:

    Gemeinsam mit oder unabhängig von Dr. Binz kämpft mittlerweile eine ganze Reihe fachkundiger Personen gegen die Folgeerscheinungen, die Umweltgifte, Kosmetika, Medikamente und fehlgesteuerte Ernährung beim Menschen hinterlassen. So die Heilpraktikerin Sigrid Otto:

    http://sigridotto.npage.de/

    Es ist zu befürchten, daß die Leserbriefverfasser, die Machenschaften hinter dem Vorgehen gegen Dr. Binz vermuten, leider sehr recht haben.

    Klauspeter Bungert

  6. Peter Körfer schreibt:

    Was die Justiz in unserem Lande anbetrifft, anbei ein Beitrag des ehemaligen Richters Frank Fasel:

    Frank Fasel ehemaliger RICHTER am LG Stuttgart, Süddeutsche Zeitung, 9. April 2008:

    Ich war von 1973 bis 2004 Richter am Landgericht Stuttgart und habe in dieser Zeit ebenso unglaubliche wie unzählige, vom System organisierte Rechtsbrüche und Rechtsbeugungen erlebt, gegen die nicht anzukommen war/ist, weil sie systemkonform sind. Ich habe unzählige Richterinnen und Richter, Staatsanwältinnen und Staatsanwälte erleben müssen, die man schlicht “kriminell” nennen kann. Sie waren/sind aber sakrosankt, weil sie per Ordre de Mufti gehandelt haben oder vom System gedeckt wurden, um der Reputation willen. Natürlich gehen auch Richter in den Puff, ich kenne in Stuttgart diverse, ebenso Staatsanwälte. In der Justiz gegen solche Kollegen vorzugehen, ist nicht möglich, denn das System schützt sich vor einem Outing selbst – durch konsequente Manipulation. Wenn ich an meinen Beruf zurückdenke (ich bin im Ruhestand), dann überkommt mich ein tiefer Ekel vor “meinesgleichen”
    Prof. Dr. Ing. Hans-Joachim Selenz, früher einmal Vorstandsvorsitzender der Salzgitter AG:
    Frank Fahsel, früher Richter am Landgericht in Stuttgart, gibt tiefe Einblicke in das, was Tausende Bürger täglich vor deutschen Gerichten erleben.[…]
    Besser kann man den Zustand in Teilen der deutschen Justiz nicht auf den Punkt bringen, mit Hilfe derer Politik und Wirtschaft den Rechtsstaat missbrauchen.[…] Explizit kriminelles Justizhandeln gibt es zuhauf.[…] Der Sumpf schließt die höchsten deutschen Gerichte ein. Daher gibt es praktisch keine Verurteilung wegen Rechtsbeugung, Strafvereitelung im Amt und Begünstigung. Selbst schwerste Wirtschaftskriminalität wird gegen Zahlung geringer Beträge eingestellt. http://www.hans-joachim-selenz.de/kommentare/2008/justizsumpfdeutschland.html

  7. Kira schreibt:

    @driver87

    was du da schreibst ist “Bullshit”".

    Wir, die Dr. Binz seit Jahren kennen, wissen was hier gespielt wird!!!!!

    Du widersprichst dir ja selbst, wenn du schreibst wir kennen die Akte nicht und trotzdem unterschwellig DR. Binz verurteilst.

    Leider weiss man ja nie, wer sich hinter einem Namen wie driver87 versteckt, aber ich sage nur”man sollte sich davor hüten aus Meinungen Tatsachen zu machen”!

    Die Lesart deines Beitrages lässt zumindest vermuten, dass du auf der falschen Seite stehst

  8. Siegfried Fischer schreibt:

    In der Tat übersteigt derFall Dr. Binz die intellektuelle Kapazität fast aller Leser.
    Wer an den tatsächlichen Hintergründen der Verfolgung von Herrn Dr. Binz interessiert ist, der sollte zu allererst sich einmal Einblick in die Akten der
    noch lebenden und bereits verstorbenen Patienten dieses Arztes verschaffen.

    Die wesentlichsten Attribute von Herrn Dr. Binz bleiben für das menschliche Auge ohnehin unsichtbar. Wofür dieser Humanist steht, das kann man nicht addieren, subtrahieren oder multiplizieren.

    Da toxische Gehirnschäden in Düsseldorf beim Psychiatrischen Dienst des dortigen Gesundheitsamtes bei meiner Frau und mir festgeschrieben wurden,
    fanden sich aus Angst oder Unsichwerheit keine Ärzte in Düsseldorf, seit 1995,
    die eine toxische Gehirnschädigung behandelt hätte, weilsie bei Behandlung
    einer ihnen unbekannten Krankheit ihre ärztl. Zulassung hätte verlieren können (wie die meisten angesprochenen Ärzte konstatierten. So bliebebn wir seit 1995 ohne jeglichen Hausarzt in Düsseldorf.

    Die einzige Alternative bot Herr Dr. Binz, der in der Regel zum Hausbesuch
    von Trier nach Düsseldorf in all den Jahren kam, weil das Gesundheitsamt Düsseldof uns als Geisteskranke festgeschrieben hatte und entsorgt sehen
    wollte. Herr Dr. Binz kam entweder an einem Mittwoch, Samstag oder Sonntag,
    was für ihn stets Arbeitstage waren. Wir hatten Schwierigkeiten damit, daß er
    wenigstens die Reisekosten und Unkosten für den Hausbesuch entgegennahm.
    Diese jederzeit verifizierbare Tatsache paßt nicht zu dem angeblich geldgierigen Herrn Dr. Binz. Immerhin dauerte die Reise Trier- Düsseldorf-Trier ganze 8 Stunden. Untersuchungszeit war ca. eine Stunde.

    Die wahre und vollständig beschworene und schockierende Geschichte der letzten 17 Jahre können Sie gern von mir erhalten, so wie sie den Ermittlungs-behörden in den USA vorliegt. Meine Frau wurde in diesem Zsammenhang ,
    wie US- Anwälte mitteilten, durch Düsseldorfer Behördenkriminalität aus dem
    Leben gedrängt. Merkwürdigerweise fehlt seit ihrem dortigen Tode vom 27.01.2009 dem US Ankläger der Obduktionsbefund meiner Frau. Das soll alles Zufall sein ? Das glaubt kein Mensch, der selbstaändig denken kann.

    Es wird hochinteressant werden, auch für die restliche Welt, was der Mammut-
    prozeß gegen Herrn Dr. Binz alles zu Tage fördern wird, jedenfalls glaubt bei den tatsächlichen Fakten des Dr- Binz- Prozesses kein Mensch an den von der Staatsanwaltschft erklärten Hintergrund.

    Siegfried Fischer

  9. Peter Körfer schreibt:

    Bezüglich der Vorgehensweisen der Justiz in unserem Lande anbei ein Hinweis auf ein Interview mit Prof. Schöndorf, dem ehemaligen Staatsanwalt im Holzschutzmittelprozess

    http://www.schoendorf-erich.de/verteiler/raum_und_zeit_1/raum_und_zeit_1.html
    Titel:

    „Die Justiz ist nicht unschuldig“

    Die “großen” Verbrecher (gemeint sind hier Wirtschaftsverbrecher und “Umweltkriminelle”, Kriminelle, die Profite auf Kosten der Gesundheit der anderen machen ) lässt der Staat laufen.

    Auszug:

    raum und zeit:
    „Bei diesen “großen” Verbrechen bleibt die Justiz merkwürdig untätig, warum?
    Warum fasst die Justiz diese Täter mit Samthandschuhen an?“
    Welche Mittel wendet die Justiz an, um diese Kriminellen zu schonen?

    Prof. Schöndorf (Auszug):

    „Staatsanwälte werden beispielsweise angewiesen,
    - brisante Verfahren einzustellen,
    - Richter urteilen zu milde und
    - die Gutachten von Sachverständigen werden einfach ungeprüft übernommen.
    Der Staatsanwalt ist Teil eines hierarchischen Systems.

    Der kleine Staatsanwalt, der die Arbeit macht (nur die kleinen Staatsanwälte machen die Arbeit) ist weisungsgebunden – gegenüber seinem Abteilungsleiter,
    - gegenüber Behördenleiter,
    - gegenüber dem Generalstaatsanwalt und
    - gegenüber dem Justizminister.
    Er hat vier Leute, die ihm jeden Morgen sagen können, was er wie zu machen hat. So wird politischer Druck ausgeübt.

    Wenn Sie als Staatsanwalt einen Mordprozess führen, wird Sie kein Vorgesetzter in irgendeiner Weise beeinflussen. Das ist denen völlig egal.
    In dem Moment aber, wo auf der beschuldigten Seite ein großer Arbeitgeber steht, eine große Chemiefirma oder eine Pharmaziefirma haben Sie sofort die Vorgesetzten am Hals.
    Das heißt, Sie müssen berichten, Sie müssen Ihre Ermittlungen vorlegen und zur Diskussion stellen. Da gibt es viele subtile und auch ganz direkte Einflussnahmen bis hin zur Weisung. Bei der Weisung sagt Ihnen der Vorgesetzte:
    „Machen Sie die Akten zu.“
    Ich habe mich seinerzeit beim Holzschutzmittelprozess nicht daran gehalten.
    Das bezahlt man mit Beförderungsverlust und dann nimmt Ihnen womöglich der Generalstaatsanwalt das Verfahren noch weg.
    Mir hat man das Verfahren nur deswegen nicht weggenommen, weil man “Angst vor der Presse” hatte.

  10. Waltraud Binz schreibt:

    Ich schreibe diesen Leserbrief zur Rechtfertigung vor unseren Kindern, vor unseren Patienten und auch vor meinen ehemaligen Schülern, die vielleicht an mir zweifeln. Besonders unsere Patienten mussten schon viele Demütigungen ertragen. Mein Mann hat nicht betrogen!
    1. Warum ist die KV Trier gegen ihn?
    Hier Auszüge aus 3 Briefen eines umfangreichen Schriftverkehrs:

    “Es hat in diesen Tagen bei der Kassenärztlichen Vereinigung Trier ein Gespräch stattgefunden, an dem Vertreter der Berufsgenossenschaft der chemischen Industrie, der Textil- und Bekleidungs-Berufsgenossenschaft und der Holz-Berufsgenossenschaft teilnahmen. Der Krankenkassenverband für den Regierungsbezirk Trier war ebenfalls vertreten. Das Ergebnis der Besprechung kann so zusammengefasst werden, dass nach Auffassung aller Beteiligten es nicht Ihre Aufgabe ist, im Rahmen der ambulanten kassenärztlichen Versorgung bei bestimmten Verdachtsdiagnosen diese durch teilweise sehr teure diagnostische Maßnahmen beweismäßig abzusichern.”
    “Die Kassenärtztliche Vereinigung wie auch andere ärztliche Organisationen, vornehmlich die Bezirksärztekammer, führen mit Herrn Dr. Binz seit längerer Zeit eine sehr umfängliche Korrespondenz, die im wesentlichen ihre Ursache darin hat, dass Herr Dr. Binz sich im Rahömen seiner ärztlichen Tätigkeit dazu berufen fühlt, umfängliche Ursachenforschung für bestimmte Krankheitsbilder zu arbeitsmedizinischen Fragen, wobei in besonderer Weise bekannt geworden ist seine Untersuchungen hinsichtlich sogenannter Lösungsmittelschäden”.
    “Wir bedauern zutiefst, dasswir zur Kenntnis nehmen müssen, dass Sie selbst nicht erkennen können, dass Ihnen keinerlei Akzeptanz mehr entgegengebracht wird und Sie sich mit derartigen Gebaren selbst großen Schaden zufügen. Eigentlich müsste es doch ernüchternd für Sie sein, zur Kenntnis zu nehmen, dass Ihre Schreiben jegliche Wirkung verfehlen, vielmehr als ‘ideologisches Gequassel’ abgetan werden”.

    Mein Mann hat keinen Grund zu “ideologischem Gequassel” er hat im Gymnasium eine Klasse übersprungen und das “Medizinische Staatsexamen” sowie die Doktorarbeit mit “sehr gut” abgeschlossen. Hier müssen keine Wissenslücken mit Phantasie ausgefüllt werden.

    2. Staatsanwaltschaft
    Das Justizministerium verlangt von den Kirchen, jeden “Verdacht” auf Missbrauch der Staatsanwaltschaft zu melden. Seit 1998 hat mein Mann wie verlangt – (5 dicke Leizordner von Meldungen an die Staatsanwaltschaft) Arbeitsschäden und Todesfälle gemeldet, er bekam nicht einmal eine Empfangsbestätigung. Dabei ging es nicht darum die Industrie anzuzeigen sondern nur um die Verbesserung des Arbeitsschutzes. Wir brauchen eine erstklassige Industrie.

    3. Wo bleibt der Aufschrei?
    Patienten erleiden Demütigungen von vielen Organisationen.
    Die Krankheiten, Leidenswege, Demenzen und Todesfälle (wir haben einige Listen, Arbeiter haben eine viel kürzere Lebenserwartung) nehmen zu, chemische Vergiftungen sind nicht rückgängig zu machen und auch die nächste Generation wird durch Veränderung der Ei- und Samenzellen geschädigt. Prof. Haley untersuchte die Gehirne von Golfkrieg-Veteranen nach 20 Jahren: “and the soldiers haven’t gotten better with time”.
    Einige französische Zeitungen problematisierten dieses Wochenende den Einsatz von Chlor – nicht als Kampfmittel wie im 1. Weltkrieg – sondern im Schwimmbad und die Folgen bes. für die Kinder.

    4. Warum gibt mein Mann nicht auf?
    Wir beide haben eine sehr strenge Erziehung in katholischen Internaten erhalten. Bei uns gab es keine sexuellen Belästigungen aber das Leben war geprägt von Religiosität und Armut, aber vielleicht haben wir hier ein Gespür für Ethik und Moral mitbekommen?

    Waltraud Binz

  11. Siegfried Fischer schreibt:

    Nachsatz:

    Für äußerst bemerkenswert hielten nicht nur unsere Ärzte und Juristen in den USA und der BRD, daß meine Frau und ich, die seit 1994 durch Herrn Dr. Binz betreut und beraten wurden, von der Zeugenvernehmung ausgeschlossen wurden, obwohl oder weil die Staatsanwaltschaft Trier auch einen Teil meines geistigen Eigentums , das Fakten-Memorandum ” Chemical Scythe and the Untouchables” im Zuge der Razzia vom Juni 2006 bei Herrn Dr. Binz gleich mit beschlagnahmt hat. Ich habe mich gegen die Beschlagnahme meines geistigen Eigentums sofort bei der Staatsanwaltschaft Trier , der Generalstaatsanwaltschaft und dem Regierungspräsidenten Rheinland Pfalz und bei weiteren Behörden wegen Datenmißbrauch ohne jegliche Abhilfe beschwert. Weil wir zu den Rechtlosen der BRD gehören, wie wir bereits von dem damaligen Staatsanwalt Herrn Dr. Erich Schöndorf erfahren hatten, haben wir deshalb unsere weiteren Bemühungen aufgeben müssen, zumal wir gegen ein geschlossenes System offenbar nicht die geeigneten “Waffen” besaßen. Auch die Behörde für den Datenschutz reagierte bemerkenswerterweise nur mit vorgedruckten Antworten. Schließlich waren keinerlei staatsanwaltliche Ermittlungen gegen mich in irgeneiner Form in Gang gesetzt worden, so daß
    mein Eigentum hätte beschlagnahmt werden können. Auch das Amtsgericht
    Trier hat in diesem Falle seine Verantwortung auf die Staatsanwaltschaft Trier abgewälzt, so daß meine Beschwerde erwartungsgemäß im Nirwana endete .

    Siegfried Fischer

  12. Klartexter schreibt:

    Man muß gar nicht von Verschwörungstheorien sprechen – ein Wort, das driver87 in die Diskussion einbringt. Dass es in den tausenden Abrechnungsakten “Unregelmäßigkeiten” geben muss, scheint auf der Hand zu liegen, sonst hätte die Staatsanwaltschaft nicht Anklage erhoben. Das bestreitet eigentlich auch Herr. Dr. Binz gar nicht, wenn man seine Aussage gegenüber dem TV (16. Juni 2010) zu Grunde legt: “Die KV zwingt mich, Fantasiediagnosen zu stellen, nur damit ich ordentlich abrechnen kann”. Das ist einerseits Kritik am System der KV, andererseits aber doch ein Eingeständnis, dass mit den Akten doch nicht alles so sein kann, wie es aus Sicht der KV und wohl auch aus Sicht des Gesetzes sein soll.

    Das schmälert nicht meine Sympathie für Herrn Dr. Binz, der als Vorkämpfer im Bereich Gesundheits- und Arbeitsschutz gelten kann. Es ist ja auch objektiv feststellbar, daß Dr. Binz kein geldgieriger Arzt ist, der durch Betrug sein Bankkonto auffüllt, sondern daß “er bei den Arzneimittelkosten rund 28 Prozent unter den Richtgrößen lag. Viele seiner erbrachten Leistungen seien gar nicht im Abrechnungskatalog vorgesehen”. Seine Einkünfte lagen deutlich unter dem Durchschnitt. Ihm wird ja unter anderem vorgeworfen, daß die Behandlungszeiten einzelner Patienten von den halbstündigen im Abrechnungsmodus vorgesehenen Zeiten abweichen. Na und? Jeder normal denkende Mensch kann nachempfinden, daß nicht immer exakt jede einzelne Minute der Behandlungszeit korrekt dokumentiert werden kann. Dr. Binz ist beileibe nicht der einzige Arzt, der die rigiden bürokratischen Vorschriften hier und da mal nicht so korrekt anwendet, wie sich das die KV wünscht.

    Ich hoffe, daß der Prozeß für die KV mit einigen unangenehmen Fragen verbunden sein wird. Und die Gesellschaft muß sich die Frage stellen, ob dieses System der Gesundheit und Pflege, in welchem Ärzte und Pfleger, die eigentlich zum Heilen und Helfen da sind, einen Großteil ihrer Zeit mit unsinnigen bürokratischen Akten verschwenden müssen, angesichts der demographischen Entwicklung noch tragbar ist, oder ob nicht ein entschlacktes, nutzerfreundliches System besser wäre, in dem Ärzte nicht in ein enges Verwaltungskorsett gezwängt werden, sondern ihre Zeit nach ihrem Ermessen für die Patienten aufwenden können.

  13. Manfred Heinz schreibt:

    Im April 2000 suchte ich auf Empfehlung meines Hausarztes die Praxis Dr. Binz auf.
    Im Abschlussgespräch sagte Dr. Binz mir im Beisein meiner Ehefrau, wenn ich sterben wolle, soll ich weiterhin ins Schwimmbad arbeiten gehen.
    Von diesem Zeitpunkt an habe ich kein Hallenbad mehr betreten.
    Es folgte ein zermürbender Kampf gegen den Med. Dienst und der Berufsgenossenschaft.
    Meines Wissens hat bis dato noch kein Schwimmmeister eine Anerkennung als Berufskrankheit erhalten.
    Erstaunlicher Weise bekam ich rückwirkend zum Mai 2000 von der BfA die Berufsunfähigkeitsrente und ab 07/2003 die Rente wegen voller Erwerbsminderung.
    Dank Dr. Binz geht es mir wieder gut, ich kann wieder denken und am Leben teilnehmen.
    Hoffentlich kann Dr. Binz noch vielen helfen und findet einen würdigen Nachfolger.
    M. Heinz; Ehem. Schwimmmeister
    Steinackerrring 27; 54608 Bleialf

  14. Antje Bultmann schreibt:

    Ich kenne Dr. Binz seit über ca 15 Jahren. Er gehört zu den Ärzten, auf die man sich 100%ig verlassen kann. Er ist absolut integer und setzt sich für die Patienten ein, wo andere Ärzte längst aufgeben.
    Er interessiert sich auch für die Entstehungsgeschichten der Patienten, was sonst selten vorkommt. Das ein solch guter Arzt an einen Staatsanwalt gerät, von dem man den Eindruck bekommt, seine Karriere hänge davon ab, Dr. Binz zu verurteilen, ist tragisch. Der Belastungseifer, mit dem Binz verfolgt wird, ist ungeheuerlich.
    Die Anklage stützt sich nun auf eine unvollständige Dokumentation der Leistungen, die er als Arzt erbracht hat, wobei nicht berücksichtigt wurde, dass nirgends steht, wie die Dokumentation aussehen muss. Wo andere Ärzte lurze Notizen schreiben, hat er Aktenordner angelegt. Es wurde kein fingierter Patientenbesuch gefunden und die überwältigende Mehrheit der 600 Patienten, die befragt wurden, äußerten sich sehr positiv über Binz.
    Spielen vielleicht politisch-wirtschaftliche Gründe eine Rolle? Dr. Binz hat sich unbeliebt gemacht, weil er alle Todesfälle, die auf den Arbeitsplatz zurückzuführen sind, der Staatsanwaltschaft gemeldet hat und das waren nicht wenige. Darauf gab es nie eine Reaktion, noch nicht einmal einen Eingangsstempel…. und er ist nicht bereit irgendwelche Gefälligkeitsgutachten für die BG etc. zu schreiben.
    Antje

  15. Aida Infante schreibt:

    Liebes Ehepaar Binz & Familie,

    ich möchte Ihnen zunächst einmal höchste Anerkennung und ein Riesenlob aussprechen. Sie beiden sind unter Anderen der lebende Beweis dafür, dass noch nicht alle Menschen in diesem lobbykonformen System einzuschüchtern oder gar mundtot zu bekommen sind. Ich wünsche Ihnen ganz viel Kraft und Segen!!!

    Alle die, die mit solchen menschenverachtenden und charakterlosen Methoden, die Machenschaften der Verursacherseite unterstützen, sind leider geistig und menschlich noch nicht so weit, dass sie sich darüber bewusst ein könnten, dass all ihr handeln zehnfach auf sie zurückkommen wird.

    Auch ich bin Eine von Millionen von beruflich Vergifteten. Gifte an Bord von Flugzeugen zerstörten meinen Organismus und mein Leben.

    In diesen vielen Jahren auf dem Weg einer Gesundheitsverbesserung und auf der Suche nach juristischer und medizinischer Anerkennung meiner zigfach objektivierten Vergiftungserkrankung, begegneten mir so einige Kämpfer, die ähnlich wie Sie, lieber Dr. Binz, geartet sind.

    Jeder Arzt, der den Mut hat/te Vergiftungsdiagnosen zu stellen und zu behandeln, den Patienten zu helfen und die Lügen der Vergiftungsverursacher nicht mit zu decken, musste/muss ähnliche Einschüchterungsverfahren über sich ergehen lassen.

    Bedrohungen, Kündigungen (aus Unikliniken), Frühberentungen, Betrugsanzeigen, öffentliche Diffamierungen, Entmächtigungen, Rufmordaktionen und als letzte Versuchsmaßnahmen “Kauf- und Schweigegeldangebote” gehören in diesem System leider zum alltäglichen Krimi wenn es um die Thematik der schadstoffbedingten Erkrankten geht. Sie, Fam. Fisher, zu viele Vergiftete und ich wissen das leider ziemlich gut (aus eigener Erfahrung).

    Ohne couragierte, ehrliche, kompetente und menschliche Ärzte wie Sie, lieber Dr. Binz, wären all die Millionen Umwelterkrankten noch wesentlich ärmer dran, als sie es ohnehin sind.

    Wenn Sie etwas brauchen, was wir von der Geschädigtenseite für Sie tun können, geben Sie uns bitte ein Zeichen!!

    Alles Liebe und Durchhaltevermögen

    Ihre Aida Infante

  16. Peter Körfer schreibt:

    Dank an Frau Binz für Ihren “aufklärenden” Beitrag.

    Besonders das von ihr gewählte “Zitat” zeigt haargenau, wo der Hase begraben liegt, warum Herr Dr. Binz der Kassenärztlichen Vereinigung und anderen “ärztlichen Organisationen” ein Dorn im Auge ist.

    Im Chemiestandort Deutschland ist es wohl nicht genehm, dass ein Arzt bei Verdachtsmomenten auf eine Chemikalienbelastung (z.B. am Arbeitsplatz) genauere Untersuchungen zur Ursachenforschung anstellen lässt.

    Wie viele Erfahrungen von Chemikalienerkrankten zeigen, sollen/dürfen die Ursachen ja gar nicht gefunden werden.
    Der Trend geht wohl dahin, gänzlich in Abrede zu stellen, dass Chemikalien (z.B. Lösemittel) überhaupt krank machen können.

    Nachdenkenswerst ist in diesem Zusammenhang auch die im Zitat getätigte Wortwohl: “hinsichtlich “sogenannter” Lösemittelschäden”.

    Da Lösemittelschäden eine Berufskrankheit sind (s. BK 1317- neues Merkblatt), sollen wohl hier zu Gunsten der Berufsgenossenschaften keine Schäden festgestellt werden.

    Dazu scheinen die BGs ja auch ihre favorisierten Gutachter zu haben, die im Gegensatz zu Dr. Binz vergessen, dass sie einmal den Eid des Hippokrates abgelegt haben.

    Bei Verdachtsmomenten haben nämlich alle Ärzte aufgrund ihres geleisteten Eids die Pflicht, nach der Ursache der Erkrankung zu suchen, damit eine adäquate Therapie gefunden werden kann.

    Wenn z.B. ein Chemikalienerkrankter aufgrund mangelnder Ursachenforschung die falsche Diagnose erhält – in den meisten Fällen ist es eine psychiatrische Diagnose – und dann aufgrund dessen die falsche Therapie bekommt – in den meisten Fällen sind es Psychopharmaka – verschlimmert sich sein Gesundheitszustand zusehends.

    Favorisiert wird aber leider in unserem Lande in den meisten Fällen eine “psychiatrische” Diagnose, damit die Pharmaindustrie ihre Psychopharmaka an den Mann/die Frau bringen kann, die psychiatrischen Kliniken/Kurkliniken ihre Betten belegen können und Berufsgenossenschaften, Rentenversicherungen usw. nicht zahlungspflichtig werden müssen.

    ZITAT:

    “Die Kassenärtztliche Vereinigung wie auch andere ärztliche Organisationen, vornehmlich die Bezirksärztekammer, führen mit Herrn Dr. Binz seit längerer Zeit eine sehr umfängliche Korrespondenz, die im wesentlichen ihre Ursache darin hat, dass Herr Dr. Binz sich im Rahmen seiner ärztlichen Tätigkeit dazu berufen fühlt, umfängliche Ursachenforschung für bestimmte Krankheitsbilder zu arbeitsmedizinischen Fragen, wobei in besonderer Weise bekannt geworden ist seine Untersuchungen hinsichtlich sogenannter Lösungsmittelschäden”.
    “Wir bedauern zutiefst, dasswir zur Kenntnis nehmen müssen, dass Sie selbst nicht erkennen können, dass Ihnen keinerlei Akzeptanz mehr entgegengebracht wird und Sie sich mit derartigen Gebaren selbst großen Schaden zufügen. Eigentlich müsste es doch ernüchternd für Sie sein, zur Kenntnis zu nehmen, dass Ihre Schreiben jegliche Wirkung verfehlen, vielmehr als ‘ideologisches Gequassel’ abgetan werden

  17. Rüdiger Rauls schreibt:

    Wäre es nicht an der Zeit, dass diejenigen, denen von Dr Binz geholfen wurde, jetzt auch ihn unterstützen nicht nur durch Leserbriefe auf dieser Seite sondern auch durch praktische Hilfe z.B. in der Form eines Unterstützungskomitées, das versucht, mehr Öffentlichkeit herzustellen für die Hintergründe des Verfahrens gegen ihn.

  18. Siegfried Fischer schreibt:

    Ganz meiner Meinung, Herr Rauls!

    Dann fangen wir doch gleich damit an.

    Meine Anschrift ist:

    Siegfried Fischer,
    Im Premes 39
    97688 Bad Kissingen
    E-Mail: ersfischer@t-online.de

    Siegfried Fischer

  19. Georg Laaß schreibt:

    Die Anklage gegen Dr.Binz passt exakt ins Bild das ich von diesem unserem System habe. Die Bananenrepublik lässt grüssen . Hier in der Region und in allen betroffenen Organisationen herrscht klar ein Embargo gegen Dr. Binz und seine Patieneten . Ich war selbst im Rechtstsreit mit den Mächten welche nun diesem gerade und aufrecht denkenden Mediziner ans Zeug wollen . Meine Strafanzeige wegen versuchtem Prozessbetrug gegen die Berufsgenossenschaft wurde abgewürgt . Meine Zeugen wurden gar nicht gehört oder nur eine Auswahl getroffen . Diese Zeugen waren für die Gegenseite unmöglich zu verhindern da sie bei einem anderen Gericht schon ausgesagt hatten .Offizialdelikte – Klare verfälschungen der Tatsachen durch die BG blieben somit ungesühnt . Meine Meinung dazu : Mafia Ähnliche Methoden bei der BG . Ich mutmaße bei all diesen Vorkommnissen eine sehr hohe Stelle in der Politik die hier als graue Eminenz unerkannt die Fäden spinnt . Anders kann ich mir nicht erklären das bundesweit sich derartige BG- Verfahren in immer wiederkehrender Schablone ereignen . Da werden wissenschaftliche Erkenntnisse die weltweit anerkannt sind durch falsche Übersetzungen ins genaue Gegenteil übersetzt . Gutachter erbringen völlig falsche Gutachten . Ignorieren die Krankheiten einfach . Es darf nicht sein was Tatsache ist . Jeder weis es nur niemand reagiert . Die Erkrankten werden einfach sterben gelassen oder fallen in der Regel der Armut zu Opfer . Wer solche Prozesse führen muss als Patient ist später dadurch kranker als zuvor . Ich erfuhr erst nach 2001 durch eigene Erfahrung zu welchen dirty Tricks und Straftaten = Ärzte , Versicherungen und andere Stellen hierzulande in der Lage sind . Geholfen hatte mir nur das Arbeitsamt ( ja in der Tat, obwohl es gar nicht musste ) und Dr. Peter Binz .
    Wäre Dr. Peter Binz nicht gewesen wäre ich wohl wirtschaftlich wie Physisch am Ende gewesen . Er alleine stemmte sich gegen Organisationen die jedes Maß an menschlicher Verantwortung verloren haben . Er macht mir Mut und half in vielen . Ohne ihn wäre ich schutzlos ausgeliefert gewesen .
    Ich halte ihn für unschuldig .
    Wer in der Tat für Gerechtigkeit sorgen will sollte sich die Praxis der Berufsgenossenschaften vornehmen . Ich persönlich habe dort Dinge erlebt für die jeder andere Mensch lange ins Gefängnis gehen müsste . Nur auf diesem Auge ist man ja sehr blind in gewissen Stellen .

  20. Sigrid Otto schreibt:

    Es gibt tatsächlich nur eine Alternative: daß sich Menschen hier zusammenschließen und endlich ein wenig Revolte machen.

    Denn ein Dr. Binz ist dringend nötig, auch für die Zukunft. Wir brauchen unbedingt Mitstreiter und Nachfolger, besonders in der Ärzteschaft. Auch die Presse ist hier dringend gefragt. Doch scheint es, daß sich kaum einer traut, in einem Medium, wie es z.B. der Volksfreund darstellt, mal kritisch und nicht nur informationsgebend die Sachlage zu schildern. Die meisten sind feige und haben Angst vor Konsequenzen, man sieht ja, was man mit Dr. Binz gemacht hat. Das droht auch anderen und ist abschreckend.

    Was mich aber betrübt, ist auch “das Volk”, welches oft noch blind und gläubig den Erklärungsversuchen der Schulmedizin vertraut. Wenn jemand ernsthaft erkrankt, sagen wir mal eine Arzthelferin, die jahrelang mit Desinfektionsmitteln zu tun hatte, bekommt eine “unheilbare Krankheit”, so wird die Ursache für “genetisch” erklärt. Ich spreche hier von einem Fall, der durch Dr. Binz eindeutig als Vergiftungsfall bewiesen wurde.

    Desinfektionsmittel, obwohl es Alternativen gibt, sind natürlich nicht wegzudenken aus den Praxen. Genausowenig wie Schwimmbäder bereit sind, das hochgiftige Chlor wegzulassen (auch hier gibt es schon längst Alternativen). Das sind äußerst kostspielige Angelegenheiten. Und Geld geht vor Gesundheit. Ebenso betrifft es das Amalgam, vor welchem schon in alten Toxikologiebüchern (z.B. Prof. Lewin) wegen seiner Giftigkeit gewarnt wurde.

    Es wäre eine Revolution, wenn die Leute nicht mehr bereit wären, ins Schwimmbad zu gehen, oder wenn das Ärztepersonal fordern würde, auf alternative Desinfektionsmittel zu bestehen. Aber es wäre die einzige Möglichkeit, ein System langsam zu ändern, welches Menschen krank macht.

    Wenn ich über die Tragweite nachdenke und das Volk beobachte, das diese Dinge bereitwillig unterstützt, so macht das hilflos. Auch die Industrie ist einfach zu stark.

    So fange ich erst einmal bei mir selbst an. Schwimmbad gibts nicht und Desinfektionsmittel auch nicht. Amalgam ist draußen. Auch die Chemie im Haushalt und chemische Kosmetika. Alternativen habe ich genug.

    Aber andererseits: wie soll sich das Ärztepersonal schützen oder wie sollen sie aufmucken, ohne das wiederum Arbeitsplätze und Existenz gefährdet werden?

    Sigrid Otto

  21. Bernadette.S schreibt:

    Lieber Herr Dr. Binz, liebe Frau Binz,

    wir möchten sie moralisch auf diese Weise unterstützen! Sie haben unsere volle Solidarität! Dr. Binz ist ein mutiger und verantwortungsvoller Mediziner, der den vielen Opfern der Chemie ihre Würde zurückgegeben hat!
    Es ist schlimm, dass Vergiftungsopfer in diesem demokratrischen Land keinerlei Lobby haben. Wir werden von bestimmten Interessengruppen wie Pestkranke im Mittelalter behandelt, die man vor die Stadttore verbannte, um elendig zu verrecken.
    Dr. Binz hat den Mut, Ursachen beim Namen zu nennen, damit man für die Zukunft daraus lernen kann. Aber die Industrie will nicht dazulernen; sie ersetzt lieber die Ware Mensch gegen den nächsten, der unwissend in sein Unglück läuft. Wir, mein Mann und ich, wissen wovon wir sprechen und haben jede Menge an schlechter Erfahrung mit Ärzten, sogen. Toxikologen, die gekniffen haben, Amtsärztten/-innen, die Vergiftungsopfer demütigen und beleidigen, um ihre eigene Haut zu retten und selbst sogen. Studien zur “Erforschung” von körperlichen Schäden durch bestimmte Gifte, die als Farce und Verhöhnung endeten, gemacht. All dies hat Dr. Binz als aufrechter Mediziner nie getan, sondern einfach nur seine Arbeit getan. Und das will man ihm verbieten, sonst nichts. Es lebe unsere Demokratie!

  22. Kira schreibt:

    Der Deutsche Berufsverband der Umweltmediziner- dbu und Europäische Akademie für Umweltmedizin-EUROPAEM stehen zu ihrem Kollegen

    http://www.csn-deutschland.de/blog/2010/06/23/umweltmedizinische-fachverbande-erklaren-ihre-solidaritat-zu-dr-peter-binz/#comments

  23. Yolande Beckius schreibt:

    Die vielen Kommentare vor mir haben eigentlich alles gesagt, was zu sagen wäre. Ich kann dem nichts Wesentliches hinzufügen, ausser dass ich zurückkomme auf Kommentar 4. driver87.

    Jeder der die Sachlage kennt weiss, dass Recht haben und Recht bekommen zweierlei Mass sind.

    Dazu wäre noch zu bemerken dass Systeme die keine klare Linie haben immer ein Vakuum lassen, wo der ehrliche Mensch zum Kriminellen gestempelt werden kann.
    Z.B.: in meinem Ländchen gibt es kein Abrechnungssystem für Umweltärzte, dies obwohl die Krankheit anerkannt ist. Der Umweltarzt braucht aber enorm viel Zeit, es darf aber nicht nach Zeit verrechnet werden. Der Arzt muss aber abrechnen – wie das steht ihm frei – und somit bewegt er sich immer in einer Grauzone die ihn zum “Betrüger” stempeln kann, dann wenn es jemand einfällt das zu tun.

    Allgemein kann man feststellen, dass Umweltärzte oder Ärzte die an erster Stelle das Wohl des Patienten sehen – nicht sosehr das Wohl der (Chemie)wirtschaft – genau so schlecht bis miserabel behandelt werden, wie ihre Patienten.

    Es ist nun mal so, dass die Menschen, die durch die unersättliche Gier unserer Wirtschaftssysteme krank werden – nicht geschützt werden sondern eher so behandelt werden wie das schon früher im Pestzeitalter geschah…
    Das Wort PEST ist auch heute noch gültig, steht es doch als Anfang von…..izide.

    Dass es jedermann treffen kann zwischen die Mühlensteine eines der Systeme zu geraten, das ist Jedermann noch nicht bewusst, er verdrängt solch Unbehagen und möchte nicht den Spiegel des Zustandes unserer Welt in all seinen Dimensionen vor Augen haben, sonst müsste sich Jedermann – recht unbequeme Fragen stellen.

    Fragen über alle Systeme von denen jedermann abhängig ist. Fragen über die Integrität dieser System, Fragen über die Daseinsberechtigung dieser Systeme, Fragen die dann ggfs Handlungen auch des Einzelnen fodern würde – also auch von Jedermann – damit sich die Systeme wieder dahin bewegen, wo sie eigentlich stehen müssten – Für den Menschen und nicht Gegen ihn.

    Unsere Zeit braucht Menschen mit Mut sehr dringend – solche Menschen wie Dr. Binz – wenn ihm auch sehr übel mitgespielt wird/worden ist und er keinen Nutzen daraus zieht als den, dass ER ALS INTEGRER MENSCH VOR SICH SELBST BESTEHEN KANN – und vor einer ganzen Menge andrer Menschen!

    Und NUR das kann ihm niemand nehmen…

  24. Rüdiger Rauls schreibt:

    Ja, sie sind alle voll des Lobes für Herrn Binz, finden ganz toll, dass er sich aufopfert, bewundern seinen Mut, schimpfen auf die bösen anderen, die ihm Schwierigkeiten machen usw. Herr Fischer hat sich weiter oben als Kontaktadresse angeboten, für alle die, die Herrn Binz unterstützen wollen, nicht nur mit warmen Worten sondern auch praktisch. Nach meiner letzten Rücksprache mit Herrn Fischer hatte sich noch niemand von den begeisterten Schreibern bei Herrn Fischer gemeldet.

  25. Yolande Beckius schreibt:

    @ Rüdiger Rauls

    Worte sind nicht Taten, das sagte schon Chamberlain vor meiner Geburt und das sind immerhin schon 65 Jahre her. Aber es ist immer noch so, dass es einige Frontkämpfer gibt, die sich auch jede Menge Beulen holen und meist die ganze Arbeit selber tun. Wer als Frontkämpfer Glück hat zeiht einen Schweif anderer in seinem Windschatten mit, doch das gelingt heute immer weniger.

    Auch ich ärgere mich seit vielen Jahren darüber, dass jeder schreit was gebraucht wird, was man uns vorenhält – doch wenn ich (oder andere z.B. Dr. Merz) darum bete dass es nun an der Zeit sei mit anzupacken – dann bleibt es seltsam still…

    MCS als Krankheit macht da keine Ausnahme.

    Wer sich von Deinen/meinen Worten betroffen fühlt – ja der ist betroffen.

  26. Georg Laaß schreibt:

    Ich möchte auf den Beitrag von Siegfried Fischer vom 16. Juni 2010 (16:08 Uhr) reagieren und meine Erfahrung beschreiben . Siegfried Fischer erlebte exakt das gleiche wie ich . Auch mir wurde von einem Trierer Arzt bei dem ich einige Jahre in Behandlung gewesen war , die Weiterbehandlung als beendet erbeten . Als er schriftlich von meiner Krankenkasse aufgefordert wurde mir diese oder jene Krankheit nicht zu bescheinigen und das ich bei Dr.Binz, Patient sei . Mit den sinngem. Worten :…. ich habe sowas schon mal durchgemacht als ich zu meinen Patienten stand …..habe schlechte Erfahrung gemacht …mir soll es nicht so gehen wie Dr. Binz ….übergab er mir meine Patientenakte .
    Ähnliches erlebte ich auch in einem Trierer Krankenhaus . Dort wurde mir erklärt das ich gar nicht an Schmerzen leiden würde ( bevor ich untersucht war ) und ich solle mir jemand anderes suchen der mich behandeln würde . Merkwürdig war das ich niemals in diesem Krankenhaus über Schmerzen geklagt hatte ….man war also auch dort vorab informiert worden .
    Hier in Trier verstehen sich mutmaßlich: Krankenkassen , Justiz usw, Ärzte , MDK , Sozial-Gerichte usf . als die Lanzenspitze des Embargos gegen Dr. Peter Binz . Würde es ehrlich zugehen wären einige der Genannten Strafrechtlich zu behandeln . Sollte dabei möglicherweise wieder vorgeschobenes , öffentliches Interesse fehlen warum dies nicht geschieht ?
    Schande über jeden Mediziner der/die bei solchen üblen Dingen mitmachen . Der Teufel möge ihre Seelen fressen .

  27. Günter Bellen schreibt:

    Es ist eine große Schweinerei wie mit erlichen und anständigen Menschen umgegangen wird. Dr. Binz ist ein erlicher und anständiger Mensch. Das ist ein skanalöser kampf gegen ehrliche Ärzte und Gutachter durch die BG-èn.
    Mein Vorschlag “man sollte die Berufsbezeichnung Manager umändern in Âckermänner”

  28. PappaJo schreibt:

    Wenn man mich vor die Wahl stellen würde, ich dürfte nur für einen einzigen Menschen die Hand ins Feuer legen, ich würde mich NUR für den Ehrenwerten Menschen – Dr. Peter Binz – entscheiden!

    Wenn die Gesellschaft mehr Menschen von diesem Kaliber hätten, würde es uns allen in vielen Dingen und Bereichen besser gehen.

    Und es ist eine sehr große Schande für die Bundesrepublik Deutschland, das versucht wird, so einen großartiger Humanisten, auf so eine Niederträchtige Art und Weise aus dem Weg zu räumen.

  29. oerni schreibt:

    Wenn alle Mediziner und Gutachter wie Dr. Binz wären, hätte wir im Land nicht so viele Giftkranke die auf Kosten der Krankenkassen versorgt werden.
    Für betrieblich verursachte Krankheiten oder Unfälle sind die BG en zuständig, aber keinenfalls die Krankenkassen.

    Danke dem Arzt für seinen Mut sich gegen die mafiösen Gesellschaftformen in unserem Land zu wehren und sich nicht wie viele andere Ärzte und Gutachter den Vorgaben der Gesellschaft zu beugen.

    Den Mutigen gehört die Zukunft!

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