Wenn Politiker ins Netz gehen

Politiker und solche, die es einmal werden wollen, bedienen sich immer häufiger des Internets, twittern und bloggen mal mehr oder eher weniger geistreich oder leisten sich eine Homepage samt Leserforum. Auch auf kommunaler Ebene bietet das Web jede Menge Möglichkeiten zur Selbstdarstellung und Berichterstattung in eigener Sache, wie die Beispiele der Ratsmitglieder Thomas Albrecht und Sven Teuber zeigen, aber auch der Internetauftritt von Johannes Verbeek. Über die Hochschulpolitik auf dem Tarforster Campus berichtet Trunews. Herausgeber ist Tobias Schneider, Kreisvize der Liberalen und ambitionierter Nachwuchspolitiker. Dass “freie Nachrichtenportal der Universität” sei aber “kein Parteimedium”, versichert er. Tatsächlich nutzen mitunter auch politische Mitbewerber die Plattform.

TRIER. Auf Triers Uni-Campus oder zumindest unter jenen Studenten, die sich für hochschulinterne Politik interessieren, scheint die Welt für Freidemokraten noch in Ordnung: Mag die Mutterpartei auf Bundesebene in Umfragen auch gefährlich nahe an der 5-Prozent-Hürde dümpeln – die Liberalen an der Uni, die dort als ULI-LHG firmieren, dürfen bei der nächsten Wahl des Studierendenparlaments auf beachtliche 32 Prozent der Stimmen hoffen. Das ergab die “StuPa-Wahl-Umfrage” des Monats Juli von Trunews, dem laut Herausgeber “freien Nachrichtenportal der Universität Trier”.

Natürlich sind die Ergebnisse der Umfrage nicht repräsentativ, weshalb die Zahlen mehr über das Profil der Leserschaft von Trunews aussagen als über die tatsächliche Stimmung unter den wenigen hochschulpolitisch interessierten Studenten der Uni. Dass die Jusos in der Umfrage mit 36 Prozent besser abschneiden als die Liberalen, ist da fast schon eine kleine Überraschung. Denn Trunews ist das Werk von Freidemokraten, allen voran von Tobias Schneider. Der 25-Jährige studiert im zwölften Semester Politik und Geschichte, vor allem aber hat er einen für sein Alter beachtlichen Reigen an Parteiämtern vorzuweisen: der reicht vom Vorsitz des FDP-Ortsvereins Tarforst über die Bezirkspitze der Julis bis hin zum Vizechefposten des Kreisverbands.

Schneider gehört zu jenen Politikern, die sich nicht mehr nur auf die klassischen Medien und die Arbeit von ausgebildeten Journalisten verlassen wollen, sondern das nicht mehr ganz so neue Medium Internet zur Selbstdarstellung nutzen. Damit steht er nicht alleine: Als Vorreiter in Triers kommunalpolitischer Szene darf sich in dieser Hinsicht der Konservative Thomas Albrecht sehen. Der Unionsmann, der sich im Gespräch mit 16vor einmal einen “verhinderten Journalisten” nannte, startete vor Jahren eine eigene Website, auf der er regelmäßig über Kommunalpolitisches berichtete. In den letzten Monaten tat sich nichts mehr auf seiner Homepage, doch das soll sich nach der Sommerpause ändern, verspricht Albrecht, der längst auch twittert: “Andere sehen Fußball. Wir sitzen im Stadtrat”, beklagt er dann und berichtet fast im Zwei-Minuten-Takt aus dem Ratssaal; ein anderes Mal tauscht er sich mit Zeitgenossinnen wie “Wolkenfahnderin” über Gewitter und Spaghetti aus, am Montag offenbarte er: “traue mich nicht in die Stadt”. Weil Linken-Ratsmitglied Dr. Johannes Verbeek seinen Genossen nicht mehr über den Weg traut, hat auch er sich zwischenzeitlich einen eigenen Internetauftritt zugelegt: Auf seiner Homepage berichtet der Kürenzer über sein Engagement am Augustinerhof und wettert mit einiger Regelmäßigkeit gegen parteiinterne Widersacher, die weitaus zahlreicher sind als seine Anhänger.

Mitteilungsbedürfnis hat nachgelassen

Für Albrecht gilt, was auch auf Sven Teuber zutrifft: Seit der Kommunalwahl vor einem Jahr scheint das Mitteilungsbedürfnis der beiden Ratsmitglieder spürbar nachgelassen zu haben; es wird weniger gezwitschert und noch weniger gebloggt. Sozialdemokrat Teuber echauffiert sich über Twitter allenfalls noch über den Auftritt einer angeblichen “CDU-Connection (Wulff/Zwanziger)” auf der DFB-Pressekonferenz zum Abschluss der WM, erfreut sich über eine seiner Meinung nach gelungene Theaterpremiere, oder regt sich über die Berufung des ZDF-Nachrichtensprechers Steffen Seibert als Sprecher der Regierung Merkel auf. Gut, dass es zu Zeiten des Schröder-Sprechers Béla Anda, der zuvor lange Jahre Redakteur der BILD-Zeitung war, noch kein Twitter gab.

Auch Tobias Schneider twittert, doch vor einigen Monaten startete er gemeinsam mit Gleichgesinnten zusätzlich Trunews. Das klingt nach “true” und soll auch so klingen, berichtet der Tarforster Student und ergänzt sogleich, dass das Wortspiel aber dennoch “eher Zufall” gewesen sei. “TrU” steht für Trierer Universität, und Schneider versteht sein Projekt als “das freie Nachrichtenportal” der Hochschule. Der Schwerpunkt liegt auf hochschulpolitischen Themen, auch wenn der aktuelle Aufmacher vom WM-Public-Viewing im Studihaus berichtet, das am Samstag in überschaubarer Runde über die Bühne ging.

Nein, stellt Schneider klar, er habe kein Parteimedium schaffen wollen. Er selbst sei ja auch nur noch in einem StuPa-Ausschuss vertreten und ansonsten nicht mehr wirklich politisch aktiv an der Uni. Ihm sei es vor allem darum gegangen, zeitnah und umfassend über das Geschehen in StuPa und AStA zu berichten. “Ich versuche da, neutral zu bleiben”, sagt er. Wo er nicht mehr neutral bleiben könne, da schreibe er einen Meinungsbeitrag. Die Seite stehe im Übrigen auch Vertretern anderer hochschulpolitischen Gruppierungen offen, sagt Schneider, “außer für extremistische”.

Doch da können sich Schneider und auch sein liberaler Kollege Martin Heuskel, der lange Zeit der Jungen Union angehörte und vor der Kommunalwahl zur FDP wechselte, noch so sehr um eine neutrale Berichterstattung bemühen – als Parteimitglied über Vorgänge in anderen Parteien zu berichten, hat ein Geschmäckle und mit Journalismus nur noch wenig zu tun. Daran ändert auch nichts, dass es hierzulande möglich ist, dass mit Ulrich Wilhelm (CSU) ein gewählter Intendant des Bayerischen Rundfunks vorerst weiterhin für die Bundesregierung sprechen darf und der Sozialdemokrat Michael Naumann seine ZEIT-Herausgeberschaft nur mal eben für die Übernahme einer Spitzenkandidatur in Hamburg unterbrechen durfte, um nach seiner Niederlage wieder mit Verve das innenpolitische Geschehen der Republik zu kommentieren.

Offen für politische Mitbewerber

Obwohl hinter Trunews vor allem Schneider und andere Julis stehen, nutzen auch politische Mitbewerber das Angebot. So kritisierte Sozialdemokrat Simon Stratmann, einst Mitglied des Uni-Senats sowie für die Juso-HSG im AStA, auf Trunews die sozialdemokratische Landesregierung und deren Hochschulgesetz. Stratmann ist nicht der einzige Genosse, der schon Stellung bezog, und auch eine Vertreterin von CampusGrün/Die Orangen meldete sich bereits auf Trunews zu Wort. Dass Schneider mit seiner Plattform nur eine begrenzte Anzahl von Lesern erreichen wird – nämlich diejenigen, die sich für die Arbeit von AStA und StuPa interessieren – ist ihm bewusst. Bei den StuPa-Wahlen geben regelmäßig nur rund 10 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme ab, im vergangenen Dezember waren es immerhin mehr als 14 Prozent. Die schwache Beteiligung liege zum Teil wohl auch daran, dass die Studenten zu wenig über die Arbeit der hochschulpolitisch Aktiven erführen, mutmaßt Schneider. Mit Trunews wolle er mehr Informationen liefern und vor allem Transparenz schaffen. Im Moment, räumt er aber ein, erreiche seine Plattform indes nur diejenigen, die ohnehin schon aktiv sind.

Er zähle sich nicht zu den verhinderten Journalisten und wolle auch nicht die Seiten wechseln, betont Schneider. Auch nicht nach den vergangenen Wochen. Da hatte die Karriere des jungen Liberalen einen empfindlichen Dämpfer erhalten: Erst wurde er von den Trierer Freidemokraten nicht als Direktkandidat für die Landtagswahl aufgestellt, dann stach ihn auch noch eine Parteifreundin bei der Vergabe der Plätze auf der Bezirksliste aus. Die beiden Niederlagen hätten aber keine Auswirkungen auf seine politischen Ambitionen, erklärte Schneider.

Print Friendly

von

23 Leserbriefe | RSS-Abo

  1. Thomas Heinen schreibt:

    Hallo,

    noch kurz der Hinweis auf die Trierer Piraten, die natürlich ebenfalls im Netz vertreten sind:

    http://piraten-trier.de

    Und auf Twitter:

    http://twitter.com/PiratenTrier

    Beste Grüße,
    Thomas Heinen
    Vorsitzender Kreisverband Trier/Trier-Saarburg
    PIratenpartei Deutschland

  2. Metallkopf schreibt:

    Und an der Uni? Wo kreuzen sie denn? Das wäre doch mal eine tolle Idee, mit den Unipiraten mal die IT-Crowd für die Politik zu (re?-)aktivieren und das programmatische Profil der Partei um Bildungs- und Hochschulpolitik zu erweitern…

    Nach dem (etwas peinlichen) Parteitag in Bingen, der ungefähr so spannend war wie das Wettklöppeln der Steigerfrauen Wattenscheid, weil hauptsächlich Nabelschau und Selbstbefassung auf der Tagesordnung stand, bräuchte die Partei mal ein paar Gebiete, auf denen sie medial stattfinden kann.

  3. Andreas Christ schreibt:

    Nunja, ein Geschmäckle hat auch dieser Artikel Herr Stölb ;) So ehrlich müssen Sie dann doch sein.
    Von vielen Seiten in der hochschulpolitischen aktiven Riege der Studierenden hört man viel Lob über das Ansinnen – zu Recht! Denn gut 90% der Studierenden an der Uni glauben immernoch, dass sie mit den gut 200 € Semestergebühren lediglich das Semesterticket und ein paar Verwaltungsgebühren im Studiwerk begleichen. Dass das aber tatsächlich nicht stimmt, ist sehr schwer in die Köpfe der Studierenden zu bekommen.
    Dass die der Kritik ausgesetzten in AStA und StuPa davon nicht unbedingt begeistert sind, ist naturgegeben und keine Überraschung.
    Jegliche Projekte im Netz, hinter denen keinen liquider Geldgeber sondern eine Privatperson steckt, müssen sich ihre Leserschaft erst hart erkämpfen. Das müssten die Macher von 16vor.de doch auch wissen.
    Ob da nun ein Liberaler dahinter steht oder nicht: Es geht um die Idee, ein Portal für genau diese Inhalte zu schaffen und nach und nach Leserschaft dafür zu interessieren. Und wenn es in einem RSS-Reader landet und nur alle paar Wochen mal reingeschaut wird… Das ist weit, weit mehr, als in den vergangenen Jahren aus StuPa, AStA und den Hochschulgruppen für den Nicht-Aktiven zu hören war. Und da muss sich nun jede Hochschulgruppe selbst an die Nase fassen, ob sie sich an diesem Projekt beteiligen wollen. Das Motiv ist klar: Es darf nicht dauerhaft nur eine Wählerschaft von 10% geben, wenn Pflichtbeiträge abgeführt werden. Und ich glaube, dass das nicht nur ein liberales Ziel ist.

    Ich glaube eher, dass hier in diesem Artikel etwas gekränkter Stolz auf 16vor.de eine Rolle spielt. Jetzt kommt da so ein 25Jähriger Student, der obendrein auch noch in einer Partei ist und macht was ganz ähnliches auf – vielleicht andere Zielpublikum, vielleicht andere Inhalte, aber weist doch darauf hin, dass die Themenauswahl in anderen Medien für Studierende doch vielleicht etwas zu wünschen übrig lässt. Und so bedient er sich der ihm bekannten Kanäle, um dort ein Angebot zu machen. Wo bitte ist das verwerflich?
    Oder ist es doch eine persönliche Antipathie?

    Ich möchte Sie, Herr Stölb, auch noch darauf hinweisen, dass es in tradierten Medien, wie bspw. Lokalzeitungen, Gang und Gäbe ist, dass auch parteipolitisch anders orientierte Journalisten (oft freischaffend!) über Wahlen und Sitzungen von anderen Parteien berichten. Wollen Sie denen etwa auch absprechen, dass sie neutral berichten können?
    Ich finde es ja schon fast eine grobe Unverschämtheit, wenn man unterstellt, dass man mit Parteibuch per se nicht von der eigenen Meinung abstrahieren kann und prinzipiell politische Ziele verfolgt. Und das verkaufen Sie, Herr Stölb, in diesem Artikel in genau dieser Weise.

    Was sind eigentlich Ihre Ziele?

    Mit der Bitte um mehr Respekt vor Mitbewerbern um Leserschaft,
    Andreas Christ

    (Bevor Sie wieder eine süffisante Anmerkung machen müssen: Ja auch ein Liberaler, allerdings nicht mehr in die Hochschulpolitik aktiv und darüber hinaus aber auch des parteipolitisch unabhängigen Denkens mächtig)

  4. ddd schreibt:

    Also ich für meinen Teil habe Trunews als wertvolle Informationsquelle kennen und schätzen gelernt. Wenn man sich überlegt was Tobias Schneider und Martin Heuskel da an Zeit reininvestiert haben muss man eigentlich schon ein wenig den Hut ziehen. Den leicht kritischen Unterton der Berichterstattung hier auf 16vor kann ich schon deshalb kaum nachvollziehen, weil die allerwenigsten Journalisten 1. parteiunabhängig und 2. tatsächlich neutral sind. Das ist insoweit auch kein Problem. Der mündige Leser (oder Zuhörer, oder Zuschauer) weiss sehr wohl, dass die Medien auch und gerade meinungsbildend sind. Er ist aber auch in der Lage zu jedem Thema seine eigene Position zu wählen.

  5. RST schreibt:

    Wer den “leicht kritischen Unterton” des Artikels nicht nachvollziehen kann, dem ist auch der Unterschied zwischen kritischem – parteiungebundenen – Journalismus und einer Plattform, auf der ein umtriebiges Parteimitglied (egal welcher Zugehörigkeit) über andere Parteien schreibt, nicht erkennbar. Herrn Schneider vom Herzen viel Glück, dank seiner Medienkompetenz ein Paar Stufen in der FDP hochzufallen, aber ernsthaft diese Seite als “Mitbewerber” von 16vor darzustellen, da muss man wirklich des “parteipolitisch unabhängigen Denkens” im Quadrat fähig sein. Ganz ohne Süffisanz.

  6. kulturalistin schreibt:

    Man muss Herrn Schneider und seiner Aktion zu gute halten, dass er sich wirklich bemüht, politisch neutral zu berichten. Doch so wie jeder Journalist – auch die 16vor-Macher – so kann er sich natürlich nicht gänzlich frei machen von seinem Standpunkt. Man merkt bei Trunews allein durch die Themenverpackung schon die Tendenz, kleines Beispiel: “Das Chaos-StuPa” als Überschrift.

    Bei den meisten Journalisten kennt man eine gewisse politische Neigung – kommt auch bei 16vor durchaus vor, jedoch weiss man es natürlich nie 100prozentig. Problem bei Schneider, Heuskel und Co. ist natürlich, dass jeder 120prozentig weiss, wo man die Jungs hinstecken muss. So liest man natürlich auch die Berichte.

    Was ich allerdings in der Tat extrem schwierig finde: Zwar bekleiden Schneider und Heuskel kein Wahlamt mehr in der Studierendenschaft, doch mischen sie das StuPa gehörig auf. So generieren sie sich sehr gern als Spitze der Opposition und spielen ihre formalen und rhetorischen Kenntnisse gegenüber Unbedarften AStAriern aus. Nebenbei dann noch die Berichterstattung zu schreiben, ihre eigene Rolle in Gänze nicht zu berichten … ja auch das Nichtberichtete ist eine Form der Beeinflussung … macht die Sache nicht so einfach, wie es zunächst scheint.

  7. Constantinus schreibt:

    Ich freue mich jedenfalls, dass es wenigstens einige wenige Kommunalpolitiker gibt, die die neuen Medien nutzen. Dadurch wird das kommunalpolitische Geschehen erheblich bereichert, ebenso wie durch das online Magazin 16 vor.
    Also: Weiter so!

  8. Goleo2010 schreibt:

    Also an der Reaktion von Herrn Christ kann man ja bestens erkennen, wie man mit einem neutral gehaltenen Artikel jemanden auf die Palme bringen kann, der sich doch etwas zu sehr von seinen Parteiinteressen zu leiten lassen scheint. Ist ja auch irgenwie verständlich, wenn man immerhin stellvertretender Landesvorsitzender in dem betroffenen Laden ist. Zum einen berichtet Herr Stölb ausführlich auch über die medialen Projekte der politischen Konkurrenz von Herrn Schneider -durchaus nicht unkritisch wie ich meine- zum anderen weist er explizit darauf hin, dass auf trunews immerhin auch Vertreter anderer politischer Richtungen ab und zu mal einen Artikel einstellen. Das ist immerhin ein Alleinstellungsmerkmal von seinem Portal. Trotzdem ist es dadurch nicht neutral. Es mag ja sein, dass Herr Schneider viel Arbeit in sein Portal investiert. Auch Herr Kaster investiert viel Arbeit in seinen wöchentlichen Rückspiegel. Trotzdem kann man beides kaum als neutrales und schon gar nicht als überparteiliches Medium bezeichnen. 16vor hingegen schon. Auch die Pflege von 16vor erfordert mit Sicherheit sehr viel Arbeit. Und 16vor “erscheint” nicht nur vor irgendwelchen Wahlen, sondern auch nach den jeweiligen Wahlterminen. Bin mal gespannt, ob trunews nach den Hochschulwahlen genauso aufwändig gepflegt werden wird wie jetzt – oder ob dann wie bei Albrecht und Teuber plötzlich das große Schweigen im Walde herrschen wird.. ;-)

  9. ddd schreibt:

    @RST: Nun es geht dabei nicht um den Unterschied zwischen “kritischem” Journalismus und der journalistischen Tätiggkeit von Parteimitgliedern, sondern um die Fähigkeit ein solches Portal und seinen Wert auch richtig einzuschätzen.
    Wenn ich die TAZ lese (und das tue ich nach wie vor sehr gerne) dann weiss ich auch, dass sie nicht immer und unbedingt neutral auf allen Themenfeldern ist. Und das muss sie auch nicht sein, oder? Bitte trauen sie den LeserInnen von trunews doch ein bischen mehr Medienkompetenz zu….ich glaube man kann sich sehr wohl auf trunews informieren ohne deshalb gleich liberal oder bürgerlich sein zu müssen.

    @Goleo2010: Ja das mit der Berichterstattung zu den anderen Internetprojekten stimmt in der Tat, muss und darf man wirklich sagen. Ich hoffe außerdem ebenso darauf mich weiterhin (auch aus der Ferne) über die Unipolitik informieren zu können, obwohl die Hochschul-Wahlen schon im Dezember (?) stattfinden werden. Aber seien wir mal zuversichtlich.

  10. Pietro Aretino schreibt:

    Marcus Stölb merkt zu Recht an, dass die Internetseiten von Herrn Albrecht wie auch Herrn Schneider immer im Kontext deren Parteizugehörigkeit stehen- weshalb die Überparteilichkeit der Artikel immer kritisch betrachtet werden muss.

    Dennoch zäumt Herr Stölb das Pferd leider von hinten auf. Wenn Herr Albrecht kommunalpolitisches kommentiert, weiß der Leser, dass er die Meinung eines CDU-lers liest. Das sind offene Karten, mit denen so gesehen auch Herr Schneider und seine Kommentatoren spielen.

    Tendenziöse Berichterstattung ist wesentlich gefährlicher, wenn sie von vermeindlich politisch ungebundenen Profijournalisten stammt. Grade weil der Autor Neutralität vorgibt, während er sich das ein oder andere “Geschmäckle” erlaubt: dies ist eine sehr subltile Beeinflussung der Lesermeinung.

    Unausgesprochen schwingt so auch in der Trierer Presse leider oft eine subtile CDU- Lastigkeit mit. Hinzu kommt, dass auch einige Artikel bei 16 vor Bericht heißen, sich aber wegen ihrer subjektiven Färbung als Kommentare entpuppen.

    Dieser hier ist ein gutes Beispiel: anstatt zB. das problematische Verhältnis von oolitischem Engagement und journalistischer Tätigkeit zu erörtern, verpackte Markus Stölb eine bitter wertende Note in den Mantel der Objektivität.

  11. Simon Stratmann schreibt:

    Ich habe trunews genutzt, um inhaltliche Kritik an dem neuen Hochschulgesetz zu üben. Ich habe dies getan, weil ich es für die Pflicht eines politischen Menschen halte, Fehlentwicklungen zu benennen, die man als solche erkannt hat. Und ich möchte anmerken, dass ich trunews genutzt habe, um die Vorherrschaft liberaler Meinungen dort etwas entgegenzusetzen.

    Eine wichtige Anmerkung hat meiner Meinung nach kulturalistin gemacht: Die Rolle, die Schneider und Heuskel im StuPa spielen, die Art und Weise, wie sie neue Aktivisten in der Verfassten Studierendenschaft angehen und das Weglassen dieser Verhaltensweisen in der Berichterstattung über die Sitzungen machen trunews in der Tat lange nicht so glaubwürdig, wie von den beiden gewünscht. Ich finde es schade, denn eigentlich hätte man die Möglichkeit, ein hochschulpolitisches Forum und eine Diskussionsplattform zu schaffen. So aber bleibt eben das berühmte Geschmäckle. Also: Es geht noch besser und vor allem ehrlicher! Also traut euch!

  12. RO schreibt:

    TruNews ist in der Tat in einem gewissen Sinne ein Partei(en)organ. Zwar ist es in der Tat so, dass auch mal Jusos zu Wort kommen und sogar mal eine Repräsentantin der Grünen. Nichtstdestotrotz ist es deswegen schon nicht parteiunabhängig, weil es zB. sogenannte “Extremisten” ausschließt.

    Hier beweist Trunews, dass es v.a. die ideologisch geprägten Begrifflichkeiten der schwarz-gelben Regierung übernimmt. Der Extremismusbegriff dient nämlich in erster Linie der Diffamierung linker und kommunistischer Bewegungen und der Relativierung des Faschismus indem ganz einfach sogenannter “Linksextremismus” und “Rechtsextremismus” gleichgesetzt werden unter dem Oberbegriff “Extremismus” …

    Was das Ganze besonders peinlich macht, ist die Tatsache, dass Trunews sich ständig als betont “neutral” gibt, zugleich aber ständig von “Extremisten” faselt. Wenn sie schon den Jargon des Verfassungsschutzes übernehmen, dann sollten sie auch von der “Neutralität” lassen!

    Mal ganz davon abgesehen kommen die Ulis sehr viel öfter zu Wort als der Rest, nur mal so als Anmerkung.

    http://roteroktober.blogsport.de

  13. Tacheles schreibt:

    Ich hab mir die Twitter-Seiten mal angeguckt. Dieses Small-Talk-Niveau auf unterster Ebene dient mehr dem eigenen Personenkult und dem “volksnahen” Schön-Wetter-Machen als den eigentlichen Zielen einer politischen Meinungsbildung. Es ist mehr als peinlich, was da abgeht.

    Ich finde, der Stölb hat das im Grunde auch so gemeint. Die Motivation, die dahintersteht ist unterm Strich infantiles und dummes Werben für die eigene Person und Partei.

    Ich brauche nur ein paar Stufen “höher” gehn, zu den Parteimitgliedern in Berlin. Dort läuft genau dasselbe ab. Und nun haben Lauterbach & Co. noch einen großen Vogel abgeschossen:

    Sie wollen die Wahltarife ändern und die Homöopathie ausklammern. Ich frage mich hier, was das soll? Freie Arztwahl ja, aber meine Behandlung darf ich nicht frei wählen? Was sagen Teuber, Schneider & Co. konkret dazu?? Und was sagen sie dazu, daß seit Jahren die Naturheilkunde von den Parteien mehr und mehr beschnitten wird, obwohl eine Mehrheit der Bundesbürger diese Behandlungsmethoden definitiv will?

    Die Farce der Schweinegrippe hat Millionen Steuergelder gekostet. Das ist schon vergessen. Und daß Sozialpolitik nach aller Sau getrieben wird, ist wohl kein Thema für eine Twitter-Diskussion?

    Für mich sind SPD, CDU und FDP nicht mehr wählbar. In Deutschland sind die Nichtwähler die drittstärkste Partei. Und ich hoffe, es werden davon immer mehr.

    Ein Kommentar:
    Frage: Wie könnte man also das Wahlergebnis beeinflussen?

    “Gar nicht, warum auch? So lange eine Minderheit meint Diktatur zu spielen, kann man diese Minderheit (Parteien) nur ignorieren. Je mehr nicht wählen, um so eher wird sich dieser Parteienklüngel als das entlarven was er ist. Gesindel, dass diesem Staat schadet.”

    http://www.deutschland-debatte.de/2009/07/13/die-plattform-der-nichtwaehler/

  14. Ryan SMiTH schreibt:

    Nur mal so zur Info: Beim Volksfreund dürfen zumindest die freien Mitarbeiter keiner Partei angehören, wenn sie über lokale Politk schreiben wollen.

    Wie das bei den Redakteuren ist, weiss ich nicht.

  15. Rainer Landele schreibt:

    @Tacheles, zitat

    “Gar nicht, warum auch? So lange eine Minderheit meint Diktatur zu spielen, kann man diese Minderheit (Parteien) nur ignorieren. Je mehr nicht wählen, um so eher wird sich dieser Parteienklüngel als das entlarven was er ist. Gesindel, dass diesem Staat schadet.”

    ja genau, alles wird besser in der welt, wenn man nichts dafür tut, sondern nur abwartet *augenroll*.

    hmm, schon mal darüber nachgedacht, warum denn “das gesindel” (mit) herrscht? vielleicht weil sie nicht zig gründe vorschieben, die welt nicht nach ihren vorstellungen zu formen?

    ihr – angedeuteter weg – könnte ja vielleicht für zen-buddhisten sehr erfolgreich sein – aber in einer durchtechnisierten , von menschen beherrschten welt wird es selbst da schwierig, sich noch einen hohen rückzugsberg zu suchen, vom dem man meditierend, erhaben im positivsten sinne, auf die welt hinunter blicken kann. wenn sie das gar nicht wollen – na dann willkommen beim gesindel. ;-)

    grüße
    rl

  16. RO schreibt:

    @Rainer Landele:

    Alle paar Jahre ein Kreuzchen machen ist nicht die einzige Möglichkeit, etwas zu bewegen. Auch Nichtwähler können politisch aktiv sein, in Gewerkschaften, Bürgerinitiativen, autonomen politischen Gruppen, Vereinen, etc.
    Solches politisches Engagement wäre wesentlich dringender vonnöten als passives Kreuzchenmachen.

    http://roteroktober.blogsport.de

  17. Bürgerin schreibt:

    Was Tacheles schreibt, kann ich einerseits gut nachvollziehen. Auch ich gehörte viele Jahrzehnte zu den sog. Politikverdrossenen, die nicht mehr wissen, welches Übel sie wählen sollen. So habe ich mich enthalten, was als Bürger mein volles Recht ist, da keine Wahlpflicht besteht.

    “Abwarten” oder “Nichtstun” sind gern unterstellte Motive, die so nicht stimmen.

    Dann wollte ich das Wählen doch mal ausprobieren und schaute mir den Wahlkampf an und kam aus dem Kopfschütteln nicht mehr raus. Ich entschied mich für eine kleine Partei. Kleine Parteien haben den Vorteil, daß noch ein gewisser Idealismus oder Humanismus sie antreibt (siehe Piratenpartei oder die Violetten u.a.). Sie sind noch nicht so durchkorrumpiert wie die großen Parteien und noch nicht so zerstritten. Also das kleinere Übel….

    Meine Lieblingssendung ist übrigens “Neues aus der Anstalt”. Das nenne ich objektive Berichterstattung auf höchstem intellektuellem Niveau. Die Lächerlichkeit und Bigotterie der führenden Parteien mitsamt ihrer Protagonisten wird transparent und regt das kritische Denken an. Wenn ich mich mit Politik befasse, ob lokal oder übergeordnet, habe ich immer den Eindruck eines Schmierentheaters. Da kann ich nichts für, es drängt sich auf. Es gibt aber da auch Fakten über Fakten an bösen Dingen, die meine Haltung leider unterstützen.

    Liegt das nun an mir, bin ich nicht informiert oder gar blind genug? Oder fehlt mir vielleicht irgendein politisches Gen, das andere hier zu haben scheinen?

    Was ist eigentlich politische Meinungsbildung?

  18. Rainer Landele schreibt:

    @RO

    sorry, aber ich denke, sie meinten doch wohl Tacheles mit ihrem beitrag. denn offensichtlich teile ich seine meinung ja nicht. ;-)

    oder wollten sie mich nur werben, wie ihr link suggeriert? immer auf der suche, wie? ist wie zu besten 70er zeiten, aber: zu spät *ätsche bätch*

    grüße
    rl

  19. Rainer Landele schreibt:

    @Bürgerin, zitat

    “Kleine Parteien haben den Vorteil, daß noch ein gewisser Idealismus oder Humanismus sie antreibt (siehe Piratenpartei oder die Violetten u.a.)”

    das menschen meinen, in kleinen parteien (oder gruppen) herrsche mehr idealismus und humanismus, das kann ich ja verstehen. nur dumm, daß man ja eigentlich wünscht, diese würden mehr macht haben – und dann geht der humanismus & der idealismus flöhten? da beißt sich doch was, nicht wahr? ich kann das problem verstehen, sehr gut sogar, weil ich den weg von unbedeutender partei zu mitbestimmender kraft in deutschland mit erlebt habe…

    der widerspruch (nämlich: klein und ohnmächtig ist fein und sauber und groß und stark dreck – zugleich will man aber die welt verändern?) hat doch auch etwas mit den bürgerInnen persönlich zu tun, ja mit ihnen auch: man will unbedingt sein ding, seine wahrheit, seine ideale durchgesetzt haben – und verliert dabei die fähigkeit, das große ganze, das gemeinsame ziel im auge zu halten.

    okay, diese unfähigkeit, die liegt natürlich auch an der politischen kaste, wenn sie meint und lehrt, wer visionen habe, solle zum arzt gehen (helmut schmidt) und utopien seinen am ende (joschka fischer). beide sind nur beispiele. ich hätte auch sprechen von parteien, die von juristen & manager-typen beherrscht werden, welche meinen, mann müsse die welt nur ordentlich rational und straff durchorganisieren, dann liefe alles gut. am schlimmsten finde dann die, die (auch hier!) immer kommen und sagen, man solle da unideologisch rangehen. also ohne ideale, ohne lehre, ohne innere ziele? kein wunder, daß da politik hilflos, ziellos, uninteressant wird. im übrigen: wir haben gerade eine kanzlerin, die so agiert. schrecklich!

    natürlich braucht die gesellschaft eine wertedebatte, eine debatte um die ideale. sowas kann nicht durch eine fußball nationalmanschaft ersetzt werden ;-) aber die meisten parteien haben an solcher debatte keine interesse (wie gesagt: auch viele bürgerinnen nicht – sah man ja, als es um die beflaggung wegen CSD ging) – zum einen, weil die meisten profi-politiker es nicht können, zum andern, weil gerade dann ihre klientelpolitik in frage gestellt wird (fragen sie mal fdp-ler nach solcher wertedebatte, wenn es um arm vs. reich geht; oder bei der energiepolitik, wo es doch so sehr auch schlicht um wissenschaft & technologie geht, da funktioniert es ein wenig besser deswegen).

    da sie die kleinen partein so lobend erwähnten: welche ideale zum beispiel in der piratenpartei herrschen bzw. sich noch durchsetzen werden, ist interessant zu beobachten. da schält sich zwar manches heraus – aber es sorgt auch dafür, daß stagniert, da eben auch unter einem gemeinsamen dach nicht alles kompatibel ist.

    und ja, “neues aus der anstalt” ist super und schade das der georg schramm geht. aber auch ein kleines wunder, das sowas im zdf möglich ist. und: volker pispers scheint mir zuweilen noch schärfer, deutlicher, besser. ist ja auch schön zu sehen, daß es gegenöffentlichkeit gibt – selbst im öffentlich rechtlichen :-)

    so, jetzt war ich ein wenig OT, aber um es zurück zu bringen auf den artikel und tacheles:

    in dem artikel geht es um menschen, die sich politisch engangieren und dies auch im netz machen. da sind also welche, die tun was – und was muß man sich sofort wieder anhören: “buhuuu, alles schweine”. kann man sich nicht einfach mal freuen, das überhaupt welche sich egangieren und muß nicht gleich wieder dem rest der welt verkünden, daß man es nicht tue, weil es ja eh dreck sei? verstehen sie, was ich meine?

  20. RO schreibt:

    @Rainer Landele

    Ich wollte nur darauf hinweisen, dass nicht alle Nichtwähler automatisch politisch gesehen apathische oder desinteressierte Menschen sind. Kann auch nur eine Verdrossenheit bzgl. des parlamentarischen Politikbetriebs sein (ich nehme es mal vorweg: persönlich bin ich durchaus Wähler, wenn ich denn darf ;)).
    Ich weiß nicht, wie Herr/Frau “Tacheles” sonst drauf ist, aber Nichtwählen heißt nicht automatisch, dass man sich nicht interessiert, nicht etwas verändern will/kann.

    Den Link unten schreib’ ich übrigens einfach grundsätzlich hin, weil man hier sonst nirgends eine Webseite hinschreiben kann ;)

    http://roteroktober.blogsport.de

  21. Thomas Heinen schreibt:

    @Metallkopf: An der Uni hat sich am 2. Juni eine Hochschulgruppe PIRATEN gegründet. Diese entwickelt gerade ein Programm und stellt sich auf. Näheres gibt es auf deren Homepage http://hsg-piraten.de die allerdings wie die Gruppe selbst noch im Aufbau begriffen ist. Daher freut sich die Gruppe über aktive Mitarbeit.

    Zum Thema Bingen: Die Bundespräsidentenwahl hat wesentlich länger gedauert als die Wahl des 7-köpfigen Piraten-Bundesvorstandes. ;-) Aber im Ernst: echte demokratische Entscheidungen brauchen nun mal ihre Zeit. Bei den Piraten gibt es einfach keine 98,5% Ergebnisse wie z.B. bei Beck.

    Zum Thema programmatisches Profil der Partei: Darin ist schon lange auch Bildungs- und Hochschulpolitik vertreten.

    Wir haben außerdem auf dem hochproduktiven Landesparteitag in Pfaffen-Schwabenheim vor 3 Wochen neben der Aufstellung der Landesliste bereits ein Landtagswahlprogramm begonnen, in dem schon jetzt etliche konkrete Punkte zur Bildungspolitik vertreten sind. Das Programm wird noch bis zur Wahl komplettiert werden. Die aktuelle Version kann allerdings schon jetzt hier gelesen werden: http://pirat.lu/2l oder hier als PDF geladen werden: http://piraten-trier.de/dokumente/RLP_Wahlprogramm_prae1.pdf

    Beste Grüße,
    Thomas Heinen
    Vorsitzender Kreisverband Trier/Trier-Saarburg
    PIratenpartei Deutschland

  22. h.petersen schreibt:

    Einfach mal nicht wählen gehen ist auch bequemer… Dann ist man’s auch nicht schuld sondern die Anderen…

    Besser wäre es aber selber Politik zu gestalten, sei es mit einer neuen Partei, in einer alten oder in einer Bürgerinitiative. Politik(er)-Bashing allein ist jedenfalls kein Heilmittel.

  23. Thomas Heinen schreibt:

    Mehr über die Hochschulgruppe Piraten gibt es nun hier nachzulesen:

    http://www.trunews.de/2010/07/25/ahoi-die-piraten-sind-da/

    Beste Grüße,
    Thomas Heinen
    Vorsitzender Kreisverband Trier/Trier-Saarburg
    PIratenpartei Deutschland

Schreiben Sie einen Leserbrief

Angabe Ihres tatsächlichen Namens erforderlich, sonst wird der Beitrag nicht veröffentlicht!

Bitte beachten Sie unsere Kommentarrichtlinien!

Noch Zeichen.

Unterstützen

In Evernote merken