Du bist Trier: Josef Kling

“Mit gut gibt man sich nicht zufrieden”, sagt Josef Kling. Sein Vater neige zu einem gewissen Perfektionismus, berichtet Sohn Albert, der den traditionsreichen Familienbetrieb in die vierte Generation führen wird. Josef Kling ist Geigenbauer, der einzige der Stadt. Vor einem halben Jahrhundert kam er mit seinen Eltern nach Trier, Anfang der 1980er Jahre übernahm er das Atelier des Vaters in der Antoniusstraße. Fragt man den 54-Jährigen, was denn das Faszinierende an seinem Beruf sei, dann muss er nicht lange überlegen: die immerwährende “Suche nach einem Klangideal”, kein Instrument klinge wie das andere. Bis zu 400 Stunden dauert es, um aus einem Stück Holz eine formvollendete Geige zu schaffen.

1. Was gefällt Ihnen besonders an Trier?

Die Stadt ist überschaubar, es gibt keine Hektik hier. Außerdem hat Trier ein gewisses Flair.

2. Wo essen und trinken Sie auswärts am liebsten?

Im Cum Vino.

3. Wer ist für Sie der bedeutendste Trierer?

Karl Marx.

4. Wo ist Triers größter Schandfleck?

Was mich stört: Wenn Betrunkene einen Spielplatz in Beschlag nehmen.

5. Wer ist in Trier Ihr Lieblingssportler oder -verein und warum?

Ich interessiere mich nur oberflächlich für Sport, da kann ich nichts nennen.

6. Ihr Lieblingswort auf Trierisch?

Das wäre jetzt geschwindelt, wenn ich eines nennen würde.

7. Was zeichnet den typischen Trierer aus?

Wer nicht von hier kommt, der hat es schwer, in die Trierer Kreise zu kommen.

8. Was würden Sie in Trier gerne ändern?

Das kulturelle Angebot müsste größer sein; vor allem müssten junge musikalische Talente stärker gefördert werden.

9. Wo ist für Sie Trier am schönsten?

Im Zentrum, vor allem auf dem Hauptmarkt. Da fühlt man sich manchmal um Jahrhunderte zurück versetzt.

10. Welche Freizeiteinrichtung in Trier nutzen Sie am meisten?

Früher das Hallenbad, heute bin ich hin und wieder im Nells Park unterwegs.

11. Was ist für Sie das vollkommene Glück?

Wenn man heute Zufriedenheit hat, dann hat man schon vieles.

12. Ihre Lieblingsbeschäftigung?

Geigen bauen.

13. Ihr größter Fehler?

Ab und zu bin ich etwas zu perfektionistisch.

14. Was verabscheuen Sie am meisten?

Intoleranz und Gewalt.

15. Wo würden Sie außer in Trier gerne leben?

In Italien – da ist das Klima besser und auch das Essen.

16. Ihr Motto?

Ich will mir jeden Morgen noch in den Spiegel schauen können. Mir ist vor allem wichtig, dass ich jedem Menschen mit Respekt begegne.

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