“Noch keine Möglichkeit gehabt, etwas zu tun”
Ende Juni wurde ein neuer Vorstand des Trierer Tierschutzvereins gewählt. Mit deutlicher Mehrheit entschied Anne Wasiak die Wahl zur 1. Vorsitzenden für sich. Seitdem versucht ihr Vorgänger Dr. Leopold Kornberg, der nach zwölf Jahren in diesem Amt aus Altersgründen nicht mehr kandidierte, den Personalwechsel rückgängig zu machen. Zunächst focht er die Wahl wegen angeblicher Formfehler an, nun fordert er Mitglieder in einem fragwürdigen Schreiben auf, eine außerordentliche Mitgliederversammlung zu beantragen. Auch Andreas Lindig, der ehemalige 2. Vorsitzende und Leiter des Trierer Tierheims, dessen Träger der Tierschutzverein ist, hofft auf Neuwahlen. Dabei konnte der neue Vorstand noch gar nicht richtig seine Arbeit aufnehmen.
TRIER. In der ersten Ausgabe des “Trierer Tierboten” in diesem Jahr erinnerte der damalige Vorsitzende des Tierschutzvereins Dr. Leopold Kornberg die Mitglieder daran, dass diese bei der Wahl am 21. Juni mitentscheiden könnten, ob “das Tierheim nun erfolgreich weiter arbeiten kann oder zu einem Tierheim wird, wie es vor circa 30 Jahren schon einmal in Trier bestand”. Mit 100 Mitgliedern kamen auch überdurchschnittlich viele zu der Versammlung, doch die Mehrheit wählte nicht den vorgeschlagenen Kandidaten des ehemaligen Vorsitzenden, sondern Anne Wasiak, die seit 1985 ehrenamtlich im Tierheim tätig ist, von 1985 bis 2003 bereits aktiv im geschäftsführenden Vorstand des Trierer Tierschutzvereins mitgewirkt hat und ihre Kandidatur auch vorher angekündigt hatte.
Seitdem überschlagen sich die Ereignisse. Kornberg focht die Abstimmung wegen angeblicher Formfehler an. So habe nach der Wahl zur Vorsitzenden Frau Wasiak satzungswidrig die Wahlleitung übernommen. Sie beteuert jedoch, dass sie vom vorherigen Wahlleiter dazu aufgefordert worden sei. Zudem wird kritisiert, dass die Wahl der Pressesprecherin und der Schatzmeisterin, für die es jeweils nur eine Kandidatin gab, öffentlich stattfand. Schließlich wurde über diese beiden Posten noch einmal abgestimmt. Mit dem selben Ergebnis.
Im Anschluss entbrannte ein Streit um das Protokoll zwischen der neuen Vorsitzenden und der Sekretärin des Tierheims Petra Schmeling. Frau Wasiak weigerte sich, deren Version zu unterschreiben, weil “Einiges gefehlt” habe und falsch dargestellt worden sei, und Frau Schmeling versagte im Gegenzug die Unterschrift unter dem von der Vereinsvorsitzenden geänderten Papier. Die Bürokauffrau ist seitdem krankgeschrieben, weil sie mit dem neuen Vorstand nicht zusammenarbeiten will.
Weil die Wahl offiziell anerkannt wurde, versucht Kornberg nun mit anderen Mitteln den Vorstandswechsel rückgängig zu machen. Vergangene Woche wandte er sich in einem Schreiben an ausgewählte Mitglieder mit der “Bitte”, eine außerordentliche Mitgliederversammlung zu beantragen, um für das Ende dieser “schrecklichen Situation” zu sorgen. Damit meint der ehemalige Vorsitzende unter anderem die “massive Negativpresse” Wochen nach der Wahl. “Sollte es zu keiner außerordentlichen Mitgliederversammlung kommen, wird die Berichterstattung nicht enden und schlussendlich” – der folgende Satz ist fett abgesetzt – “die darunter leiden, deren Hilfe wir uns alle verpflichtet haben, den Tieren”. Dass Kornberg selbst für die “massive Negativpresse” gesorgt hat, bleibt in dem suggestiven Rundschreiben unerwähnt.
Gutes Händchen fürs Spenden akquirieren
Der 81-Jährige, der aus Altersgründen nicht mehr zur Wahl angetreten ist, glaubt, dass der neue Vorstand nicht die Mehrheit der Mitglieder hinter sich habe. Auch der Tierheimleiter Andreas Lindig sieht das so. Um die Wahl zu gewinnen, habe Frau Wasiak eine große Gruppe von “Spaziergängern” – Ehrenamtliche, die mit Tierheimhunden Gassi gehen – und über 20 Neumitglieder “aktiviert”. “Es ist doch normal, dass mehr Mitglieder kommen, wenn Neuwahlen sind”, sagt die pensionierte Lehrerin und ihre Vorstandskollegin Karin Dahlmann, die auch schon dem alten Vorstand angehörte, ergänzt: “Es sind einfach viele gekommen, die eine Veränderung haben wollen.”
Nach unter anderem dieser “manipulierten Mitgliederversammlung” sieht Lindig keine Grundlage mehr für eine Zusammenarbeit. Und für Veränderungen scheint er auch nicht viel übrig zu haben. “Wieso kann man es nicht so weiterlaufen lassen wie bisher”, sagt der gebürtige Dresdner, der seit 1994 das Trierer Tierheim leitet. “Da war nichts Falsches, nichts Schlechtes.” Tatsächlich hat sich die Einrichtung unter ihm und Kornberg äußerst positiv entwickelt. In den vergangenen zehn Jahren entstanden beispielsweise ein neues Verwaltungsgebäude und ein Tierpflegehaus. Zuletzt wurde ein Hundehaus zu einer Quarantänestation umgebaut. Dies war vor allem möglich, weil Lindig und Kornberg ein gutes Händchen dafür haben, Spenden und Zuschüsse zu akquirieren.
“Unter Frau Wasiak wird keiner spenden”, prophezeit ihr Vorgänger gegenüber 16vor. “Ein Großteil der laufenden Spenden hängt mit meinem Namen zusammen.” Auch die neue Vorsitzende fürchtet einen Einbruch, allerdings aus anderen Gründen. “Herr Kornberg macht uns die Spender madig.”
Der Streit zwischen dem neuem Vorstand auf der einen Seite und dem alten Vorsitzenden und der Tierheimbelegschaft auf der anderen basiert vor allem auf einem Kommunikations- und einem Kompetenzproblem. Die einen kritisieren, dass Lindig und Kornberg nicht offen für Verbesserungsvorschläge seien und oft eigenmächtig handelten, die anderen, dass man die Kompetenz des Personals immer wieder infrage stelle und alles besser wisse.
“Herr Kornberg ist ein Despot”, sagt Frau Wasiak. “Eigene Ideen sind bei ihm nicht erwünscht.” Wenn es nicht nach seinem Willen gegangen sei, habe man nichts zu vermelden gehabt. “Herr Kornberg hat das Amt des Vorsitzenden sehr patriarchalisch geführt”, ergänzt Ralf Borkam, der drei Jahre lang Schatzmeister im alten Vorstand war und nun Beisitzer ist. Auch er bemängelt, dass Vieles eigenmächtig und ohne den Vorstand entschieden worden sei. So fiel ihm auf, dass Familienangehörge des Tierheimpersonals Tiere auf Kosten der Einrichtung behandeln ließen. Als er das ansprach, wurde dieses jahrelang praktizierte Verfahren eingestellt und das Geld zurückgezahlt. “Das gab es nie”, sagt Lindig zu dem Vorwurf. Vielmehr habe der Vorstand beschlossen, dass Angestellte ihre Tiere auf Tierheimkosten behandeln lassen dürften. Aus steuerlichen Gründen sei diese Prozedur dann aber abgeschafft worden.
Laut einer Pressemitteilung nach der Wahl hat sich neue Vorstand zum Ziel gesetzt, “die über 1.000 Mitglieder in Entscheidungsprozesse stärker mit einzubeziehen, indem durch Öffentlichkeitsarbeit Transparenz hergestellt und Mitwirkung ermöglicht wird”. Dies ist des Pudels Kern. Der Vorstand möchte Ehrenamtliche mehr in die Tierheimarbeit einbinden. “Sie könnten Dinge übernehmen, die das Personal nicht leisten kann, wie zum Beispiel das regelmäßige Füttern von Katzenkindern”, schlägt Frau Wasiak vor. Sie selbst nimmt seit vielen Jahren “Problemhunde” bei sich zuhause auf und hilft bei deren Vermittlung. Zudem ist sie als vom Deutschen Tierschutzbund geprüfte Tierschutzberaterin und als Tierschutzbeauftragte im Auftrag des Tierheims für Vor- und Nachkontrollen bei Vermittlungen zuständig. “Das Personal kann sich nicht um jedes Tier gründlich kümmern.” So hält die Vorsitzende es für wichtig, wenn “Spaziergänger” Auffälligkeiten bei Hunden meldeten. Die Tierheimleitung habe aber dadurch das Gefühl, man würde sich einmischen.
“Das Problem ist, dass alle immer alles besser wissen wollen. Ständig wird die Kompetenz des Personals in Frage gestellt”, beklagt Lindig. “Das Personal wird dadurch nicht entlastet, wenn es sich immer rechtfertigen muss.” Borkam hingegen kritisiert die Reaktionen des Tierheims auf Hinweise. “Es wird als Kritik ausgelegt, wenn man mal sagt: ‘Ihr müsst danach gucken’.” Bei Anmerkungen zu Tieren bekomme man oft “patzige Antworten”. “Egal, was man sagt, es ist immer Kritik.”
Tierheimleiter Lindig droht mit Rückzug
Der Tierheimleiter betont, dass er sich “von keiner ehrenamtlichen Person etwas sagen lasse”. “Das sind liebe Menschen, die es gut meinen, aber keine Qualifikation haben.” Auch die neue Vorsitzende und die übrigen Vorstandsmitglieder hätten kaum Sachkenntnis von der Tierpflege. Die Basis für die Zusammenarbeit sei endgültig zerstört worden, als der Vorstand die Schlüssel für alle Bereiche im Tierheim verlangt hätte. “Das ist ein Vertrauensbruch”, so Lindig. Laut Frau Wasiak geht es dabei nur darum, erst mal den Ist-Zustand zu sehen und sich einen Eindruck zu verschaffen.
“Wenn sie bleibt, ziehe ich Konsequenzen”, kündigt der Chef des Tierheims an. Eine Mitarbeitern hat bereits angeblich wegen des neuen Vorstandes gekündigt, und Lindig mutmaßt, dass weitere folgen würden, falls es keine Neuwahlen gebe. “Auch ich werde dann nicht dabei bleiben.”
Anne Wasiak kann die Reaktionen nicht verstehen. “Es ist mir schleierhaft, wovor die so eine Angst haben. Wir hatten noch gar keine Möglichkeit etwas zu tun.” Auch Borkam findet es seltsam, dass “so geschossen” werde. “Mir fehlt jedes Verständnis dafür, von vornherein zu sagen, dass man mit diesem Vorstand nicht zusammenarbeiten will.” Anstatt den Vorstand arbeiten zu lassen, verteufele man ihn und gebe ihm keine Chance.
Die einen wollen Entscheidungsprozesse transparenter machen und Mitglieder mehr daran beteiligen, die anderen den bisherigen Weg, bei dem in der Tat, wie Kornberg es in seinem letzten Vorwort schreibt, “sehr viel für das Tierheim erreicht wurde”, fortsetzen. Hoffentlich geht die Auseinandersetzung nicht auf Kosten der Tiere. Denn wenn die Spenden nachlassen, trifft das nur sie.





5. August 2010 (08:09 Uhr)
Irgendwas ist doch hier “faul”. Warum tut der neue Vorstand sich das denn noch an? Und was sind die Beweggründe von Frau Wasiak unter diesen Wiederständen unbedingt auf ihren Vorsitzendenposten zu pochen? Wenn es Formfehler bei der Wahl gegeben hat ist die Wahl ungültig – wenn nicht, dann nicht. So einfach ist das. Und das lässt sich klären.
Ich denke, das Hauptprobem liegt hier vielleicht in der klaren Abgrenzung der Kompetenzen zwischen einer hauptamtlichen, professionellen Tierheimleitung und einer ehrenamtlichen, nebenberuflichen Vereinsführung. Das ist vielleicht in der Vergangenheit versäumt worden – war vielleicht auch nicht erforderlich. Hier liegt aber jetzt die Chance für beide Parteien endlich deutliche Abgrenzungen zu formulieren und durchzusetzen um professionelle Arbeit in beiden Bereichen zu gewährleisten.
Es wäre eine Schande wenn Eitelkeiten und Mimositäten auf dem Rücken der notleidenden Tiere ausgetragen würden. Also, bewegt euch mal!
5. August 2010 (15:41 Uhr)
Wir haben hier in Koblenz gerade ein ähnliches Theater mit den dazugehörigen Leserbriefschlachten in der Rheinzeitung. Nun gibt es in Vereinen öfter mal Knatsch, aber im Falle der Tierfreunde treibt das schon seltsame Blüten.
@Hanspitt Weiler
Die Konstellation ehrenamtlicher Vorstand und hauptamtliches Personal gibt es sehr häufig und meistens funktioniert das auch. Es funktioniert regelmäßig nicht, wenn die “professionellen” Hauptamtler den Ehrenamtlern die Kompetenz absprechen. Das scheint hier der Fall zu sein, folgt man den Äusserungen des Tierheimleiters.. Herr Kornberg wurde wohl akzeptiert, weil er (meines Wissens) Tierarzt war. Ehrenamtliche haben aber nun mal auch viele Kompetenzen, die sie einsetzen können. Das wird allgemein auch akzeptiert. Es wird ja auch keiner die freiwillige Feuerwehr wegschicken, weil angeblich nur eine Berufsfeuerwehr professionell löschen kann. Meistens geht es wohl doch nur um das eigene Selbstwertgefühl.
5. August 2010 (18:34 Uhr)
Schade, einfach nur schade!
Ich war nicht selbst auf der Versammlung und möchte mir deswegen kein Urteil darüber anmaßen, was da korrekt lief oder nicht. Man kann aber den Eindruck gewinnen, dass die Wahl insofern beeinflusst wurde, als Frau Wasiak hier anscheinend im Vorfeld Mitglieder, die ansonsten nie zu dieser Versammlung gekommen wären, angesprochen hat und um ihre Stimme gebeten hatte. Ich weiß aber auch nicht wirklich, warum dies schlimm oder falsch sein sollte. Jeder Politiker rührt die Wahlkampftrommel, sie wollte dieses Amt anscheinend unbedingt haben und hat vorher ordentlich Werbung gemacht. Ob man dies als “Manipulation” ansehen kann, bezweifle ich. Entsprechendes Engagement hätte “die andere Seite” ja auch zeigen können; denn Frau Wasiaks Kandidatur war ja offensichtlich kein Geheimnis…
Egal, wie diese Wahl abgelaufen ist- es scheint nach der Wahl große Kommunikationsprobleme zu geben. Wenn eine Tierpflegerin kündigt und die Sekretärin nicht mehr kommt, ist das keine Basis für das Tierheim. Mir scheint, dass alle (!!!) Beteiligten mittlerweile mehr um personelle, persönliche Kompetenzen & Eitelkeiten lamentieren als an das Wohl der Tiere zu denken. Wie soll das denn weitergehen?
Ich weiß nicht, ob Neuwahlen sinnvoll wären. Man kann ja davon ausgehen, dass “die andere Seite” nun ebenso “manipulieren” würde- auch dieses Ergebnis könnte man dann wieder anzweifeln.
Ich habe mit Frau Wasiaks Chakren und Komplementärzahlen, von denen man nun oft lesen durfte, auch nichts gemein, aber ich kann ihren Einwand absolut verstehen, dass man dem neuen Vorstand doch erst einmal eine Chance geben sollte?!?!
Was ich absolut nicht verstehen kann, ist, dass Frau Wasiak sich hier zu Aussagen hinreißen lässt wie “Herr Kornberg ist ein Despot”. Das ist in meinen Augen mehr als eine Beleidigung und ich kann es absolut nicht nachvollziehen, warum sie nun selbst Öl ins Feuer gießt. Dass ein Mann wie Kornberg, der derart viel für das Tierheim getan hat, öffentlich als Despot bezeichnet wird, ist unmöglich. Man darf gespannt sein, ob Herr Kornberg sich das bieten lässt. Ich könnte es gut verstehen, wenn er es nicht tun würde…
Schade, schade… man wird wohl in nächster Zeit mehr personelle Geschichten vom Trierer Tierheim hören als vom Wohl der Tiere… insgesamt einfach nur peinlich für alle Beteiligten.
9. August 2010 (16:13 Uhr)
Der alte Vorstand hat in den letzten Jahren vorbildliche Arbeit geleistet. Was berechtigt ein paaar ehrenamtliche Gassigänger dazu, sich darüber hinwegzusetzen in dem Glauben, es besser zu können als Fachpersonal?
Zudem – 1500 Mitglieder in Entscheidungsprozesse einbinden? Wo soll das hinführen? Ein Tierheim ist ein Unternehmen, das mit gerader und konsequenter Linie geführt werden muss. Es ist ja – wie man sieht – nicht immer einfach, dass ein Vorstand zu einem Konsens findet. Wie soll man hunderte von Mitgliedern in Entscheidungsprozesse einbinden. Transparenz ist in Ordnung. Aber soll bei jeder zu fällenden Entscheidung eine Umfrage gemacht werden? Dieses laienhafte Gehabe des neuen Vorstandes empfinde ich als anmaßend und wird der vorbildlichen und untadeligen Arbeit der Vorgänger in keinster Weise gerecht. Frau Wasiak sollte ihr Profilierungsgehabe zum Wohle des Heimes nun endlich einstellen, bevor noch mehr Schaden angerichtet wird.
9. August 2010 (22:14 Uhr)
Was ich persönlich ziemlich unverschämt finde, ist die Aussage “Unter Frau Wasiak wird keiner spenden!” Ich bin selber Mitglied im Tierschutzverein, bezahle jährlich meinen Beitrag und mir persönlich ist es vollkommen gleichgültig, wer nun Vorsitzende/r ist, hauptsache mein Geld kommt den Tieren zugute. Nur weil Frau Wasiak nun 1. Vorsitztende ist, werde ich bestimmt meine Spenden und Beiträge nicht einstellen, denn dass schadet letztendlich nur den Tieren!
Zum Thema “Ehrenamtliche bzw. Spaziergänger” kann ich nur eines sagen: Ohne die Hilfe und den Einsatz dieser Menschen wären viele Hunde und Katzen bis heute nicht vermittelt. Ich spreche da aus eigenen Erfahrungen. Wenn diese Damen nicht gewesen wären, würde mein Hund mit großer Wahrscheinlichkeit immernoch “hinter Gittern” sitzen. Denn insbesondere die Spaziergänger (in meinem Fall Frau U. Grabendörfer und Frau R. Hübl) arbeiten mit den Hunden und “gewöhnen” ihnen vielleicht auch schlechte Angewohnheiten ab. Auch als ich den Hund schon in meiner Obhut hatte, standen die Spaziergänger (besonderer Dank gilt Frau R. Hübl und Frau Ute G.) mir mit Rat und Tat zur Seite! Denn es ist nicht immer einfach, das Vertrauen von einem Hund der aus dem Tierheim kommt zu gewinnen und es ist auch nicht immer direkt von Anfang an Friede, Freude, Eierkuchen. Das war es in meinem Fall auch nicht und ich konnte stets mit Hilfe der “Ehrenamtlichen” rechnen.
Ich zweifele auf keinen Fall an den Kompetenzen oder Fähigkeiten der Angestellten des Tierheims, jedoch haben diese kaum die Zeit, sich mal einen Hund zu schnappen und mal einen großen Rundgang zu machen, wie er sich z. B. in der Natur anderen Hunden oder Menschen gegenüber verhält, was er für Eigenschaften mitbringt oder ob bzw. womit er gerne spielt! Die “Ehrenamtlichen” sind meiner Meinung nach “gute Seelen” des Tierheims, denn sie versuchen den Tieren das Leben im Heim so angenehm wie möglich zu machen!! Bei Wind und Wetter gehen sie mit den Hunden spazieren (oft auch mehrere Runden, da zu viele Hunde und zu wenig Spaziergänger vorhanden sind) wofür sie nicht bezahlt werden, denn den Spaziergängern geht es wohl kaum um Macht bzw. das eigene Ansehen!
Abschließend möchte ich doch noch anmerken, dass die Mitarbeit und Hilfe JEDER einzelnen Person (Leitung, Vorstand, Mitarbeiter, Pfleger sowie Spaziergänger) von großer Bedeutung und äußerster Wichtigkeit ist.
Ich würde mir für die Zukunft wünschen, dass im Sinne der Tiere gehandelt wird und nicht aus purem Egozentrismus!
15. August 2010 (16:05 Uhr)
Frau Anne Wasiak ist im Tierschutzbereich eine äusserst kompetente Kraft.
Sie hat jahrzehnte lange Erfahrung. Ihr Interesse gilt immer dem Tier.
Ich selbst kenne Frau wasiak seit über zehn Jahren. Sie hat für Tierprobleme und auch für menschliche Problem eimmer ein offenes Ohr. Und was noch wichtiger ist: sie handelt, schnell und problemlos und immer wieder im Sinne von Tier und Mensch.
Sie setzte sich mit äusserst grossem Engagement für schwierige Hunde ein. Versuchte den schwer vermittelbaren Tieren ein Zuhause zu finden. Meistens mit Erfolg.
Ein paar kleine Beispiele: Eine Bekannte von mir hatte 2 Chow Chows, 12 und 9 Jahre alt. Leider verstarb die Tierliebhaberin und liess diese beiden zurück.
Frau Wasiak hat den beiden ein neues und gutes Zuhause verschafft. Die beiden Chow Chows konnten zusammenbleiben, denn nur so hätte Frau Wasiak sie vermittelt.
Frau Wasiak rief mich anfang Januar an, bei ihr sei ein Mann, der seine 11 1/2 jahrige Dobermannhündin ins Heim geben wollte, weil er sie nicht mehr wollte.
Sie sprach mich an, weil wir Dobermänner haben und sie hoffte, dass das Tier bei uns liebevoll unterkam. Wir haben sie aufgenommen und ihr enoch ein paar schöne Monate bereitet. Frau Wasiak arbeitet selbstlos. Opfert sich auf für die Tiere. Sie ist die richtige Leitung für das Tierheim in Trier.
Wenn andere mit ihr nicht klar kommen wollen, dann sollten sie weichen. Denn
solche Störenfriede sind nichts für die Atmosphäre der eh schon benachteiligten
Tiere.
Wenn jemand das Tierheim in Trier geschickt und gut leiten kann, dann Frau Anne Wasiak!
Viel Erfolg weiterhin, Frau Anne Wasiak!
15. August 2010 (16:15 Uhr)
Die Aussagen von Frau Wasiak kann ich sehr gut nachvollziehen. Ich selbst stehe dem bisherigen Vorstand äusserst gespalten gegenüber.
Meine Mitgliedschaft wollte ich deswegen schon beenden.
Frau Wasiak hat sich mit der Äusserung “ein Despot” noch sehr zurückhaltend ausgedrückt.
Warum mäkelt man an dem Wahlergebnis so herum? Lasst es doch so bestehen und gebt Frau Wasiak die Möglichkeit, alle von ihrer Arbeit zu überzeugen.
Dient dem Erfolg des Heimes und den Tieren!