Glanz oder gar nicht

Knapp 7000 Zuschauer verzeichneten die Antikenfestspiele in diesem Jahr. Die Resonanz lag damit deutlich unter den Erwartungen, jeder zweite Platz blieb frei. Wie viele Festspielbesucher den vollen Eintrittspreis zahlten oder in den Genuss von Gratistickets oder Ermäßigungen kamen, will Kulturdezernent Thomas Egger Ende des Monats zunächst den Mitgliedern des Kulturausschusses mitteilen. War es das jetzt mit dem Versuch, das Festival dauerhaft zu etablieren? Oder sollte die Stadt auf der künstlerischen Qualität der diesjährigen Auflage aufbauen? Die Frage nach der Zukunft der Festspiele bewegt die Gemüter, auch die der 16vor-Redaktionsleiter Christian Jöricke und Marcus Stölb.

Jetzt keinen Schritt zurück

Mit ein paar Jahren Verspätung waren die Organisatoren der Antikenfestspiele im vergangenen Herbst endlich so weit: Sie präsentierten ein solides Konzept für die Zukunft des seit 1998 bestehenden Festivals. Um dort hinzukommen, musste die Veranstaltung einmal abgesagt werden. Für 2009 waren eine Wiederaufnahme der im Jahr zuvor gezeigten Allerweltsoper “Nabucco”, eine ukrainische Tanztheaterproduktion, ein Festspielkonzert und zwei Filmvorführungen von “Ben Hur” mit Orchester geplant – nicht gerade ein Programm, das einen Feuilleton-Redakteur der FAZ mit der Zunge schnalzen lässt.

Natürlich sollte der Spielplan nicht nur für regelmäßige “aspekte”-Zuschauer reizvoll sein. Aber ein zweites “Brot & Spiele” mit Livedarbietungen von Werken à la “Unsere schönsten Opernmelodien” braucht Trier nicht. Deshalb war es richtig, die Antikenfestspiele im vergangenen Jahr ausfallen zu lassen. So bestand ausreichend Zeit, sich Gedanken über einen Neuanfang zu machen. Während in den vergangenen Jahren immer mehr das Drumherum wie beispielsweise die Kulisse in den Vordergrund gerückt wurde, sollte sich ab 2010 die Veranstaltung insgesamt von anderen abheben.

Dies ist auch gelungen. Ein erfolgreiches theaterpädagogisches Projekt, eine szenische Lesung mit einer angesehenen Schauspielerin, eine Uraufführung beim Festspielkonzert, eine unbekannte, musikalisch überzeugende Oper und ein großartiges Gastspiel in Verbindung mit der besonderen Atmosphäre im Amphitheater haben die Antikenfestspiele in diesem Jahr zu etwas Besonderem gemacht.

Dass viele Sitze frei blieben, lag vor allem am angekratzten Image des Festivals, das sich erst mit diesem gelungenen Neustart wieder ändern wird. Deshalb darf es jetzt keinen Schritt zurück und kein erneutes Rumeiern geben. Auch wenn es selbst mit einer besseren Vermarktung noch zwei, drei Jahre dauern dürfte, bis sich die Veranstaltung etabliert hat und kein Minus mehr macht, wird sich die Fortführung dieses Konzeptes auszahlen. Nur auf diesem Niveau können die Festspiele zu einer Marke in der deutschen Kulturlandschaft werden.

Christian Jöricke

Jetzt einen Schlussstrich ziehen

Einst mit dem Anspruch gestartet, der Stadt zu neuer überregionaler Aufmerksamkeit zu verhelfen, fehlt den Festspielen bis heute ein unverwechselbares Profil – und Trier das seit 1997 versprochene, zusätzliche Alleinstellungsmerkmal samt touristischem Mehrwert. Nun darauf zu vertrauen, dass sich das neue künstlerische Konzept noch herumsprechen wird und 2011 oder 2012 die 2010 ausgebliebenen Heerscharen von Theaterfreunden im Amphitheater einfallen werden, wäre verantwortungslos. Und man kann jetzt auch nicht so tun, als hätte es die Jahre 1998 bis 2008 nicht gegeben und als sei die Absage der Antikenfestspiele im vergangenen der maßgebliche Grund für die desaströse Besucherresonanz in diesem Jahr gewesen.

Nein, Stadt und Theater haben sich schlichtweg übernommen und viel zu lange geglaubt, mit einem semiprofessionellen Management und einem völlig unzureichenden Marketing aus Trier ein Klein-Verona oder zweites Worms machen zu können. Anfängliche Erfolge trübten hierbei den Blick für die tatsächlichen Möglichkeiten, und als Stars wie Ustinov und Schygulla im Programm fehlten, blieb das auswärtige Publikum fern.

Das alles ließe sich noch verkraften, wären nicht in all den Jahren sechsstellige Summen aus Stadt und Land in das gut gemeinte Projekt geflossen. Kultur muss sich nicht rechnen, und bei Events wie den Antikenfestspielen wird am Ende wohl nie eine schwarze Null stehen. Wird aber, wie in diesem Sommer, jeder besetzte Platz mit rund 80 Euro Steuergeld subventioniert, dann muss es hierfür sehr überzeugende Gründe geben – zumal in Zeiten, in denen das abgedroschene Lied von den leeren Kassen lauter denn je ertönt.

“Ganz oder gar nicht”, lautete 2006 Klaus Jensens Devise. Vier Jahre und drei Festspielauflagen später ist es an der Zeit, der Parole endlich eine konsequente Entscheidung folgen zu lassen! Die Festspiele haben der Stadt weder einen Imagegewinn noch die erhoffte zusätzliche Beachtung beschert. Deshalb volle Konzentration auf die wirklich wichtigen Projekte, die garantiert mehr als nur einen Sommer überdauern und noch sehr viel Geld binden werden: Am Augustinerhof wartet die Sanierung des maroden Theaters.

Marcus Stölb

Print Friendly

von

16 Leserbriefe | RSS-Abo

  1. Ralf Kotschka schreibt:

    Erfolgsprojekt Konstantin-Ausstellung nicht fortgesetzt (zB mit DER Karl-Marx-Ausstellung), Antiken-Festspiele unterbrochen – was läuft da falsch ?

    Empfehle den detaillierten Abschlussbericht der Konstantin-Ausstellung, der belegt, dass sich Kultur durchaus “rentieren” kann: fiskalisch genauso wie imagemässig.

    Hier der Link:
    http://www.projekt2508.de/fileadmin/bilder/expo2508/konstantin_abschluss_2009_18.8.pdf

  2. Rainer Landele schreibt:

    ziat: “Stadt und Theater haben sich schlichtweg übernommen”

    ja, aber nicht weil sie es nicht grundsätzlich könn(t)en, sondern weil der versuch, jedes jahr tolle antikenfestspiele zu organisieren, einfach absurd ist. “nur” alle zwei jahre, dafür aber ordentlich organisiert würde bestimmt besser funktionieren.

    ziat: “Am Augustinerhof wartet die Sanierung des maroden Theaters.”

    neubau auf dem petrisberg käme billiger. und aus dem theater machen wir dann unsere neue eissporthalle. ;-)

    sieht ja sowieso von außen so aus…ne, im ernst jetzt: mit welchem geld soll diese sannierung eigentlich stattfinden? mit dem geld, welches man bei hartz iv’lern vorher gespart hat, oder wie? oder mit dem geld, welches die letzten jahrzehnte nicht in schule und ausbildung floss in trier? oder mit dem geld der nächsten eintrittspreiserhöhung für die schwimmbäder? ja, ich weiß, das ist polemik. aber wenn ich an die millionen € denke, dann wird mir echt schummrig: wie will man solch eine ausgabe begründen, von der nur eine schwindend geringe minderheit “profitiert”?

  3. S. Wiltschek schreibt:

    Sehr geehrter Herr Landele,

    ein wirklich sensationeller Leserbrief. Dem ist nichts hinzuzufügen.
    Mein Gleichgewichtsorgan ist bezüglich “Geldverblasen in Trier” schon lange ausgefallen.
    Dennoch werden immer wieder Prokjekte genannt, wie z.B. “Stadt am Fluss” ….

    Da fällt mir dann nicht nur das Gleichgewichtsorgan aus.

    Sie liegen da absolut richtig. Ein Neubau des Theaters auf dem Petrisberg käme billiger.

    ein Insider (techn. Angestellter d. Theaters) schlägt nur noch die Hände über den Kopf zusammen, ob der baulich-technischen und sicherheitstechnischen Mängel unseres Theaters.

    Eishalle…. war ein gelungener Witz Ihrerseits.

    Unsere neue Sportdezernentin hat da ja eindeutig und unmissverständlich Stellung bezogen. Egal ob es Initiativen gegeben hat, die es geschafft hätten, eine neue “Winterattraktion” zu realisieren.

    Sind wir doch mal ehrlich. Die Stadt Trier oder besser gesagt, die “Verwaltung”
    hat versucht mit den “Grossen” zu heulen. Trier ist aber leider nicht Köln, oder D’dorf oder Heidelberg.
    Es ist eine wunderschöne, 100.000 Einwohner Stadt mit speziellen Charme. Da sollte man drauf aufbauen. Nicht auf unbezahlbare “Prestigeprojekte”.

    Stadt am Fluss ….. da fehlt mit jedes Verständnis, wenn ich so etwas lese oder höre.

    noch eine angenehme Restwoche

  4. Werner H schreibt:

    Trier ist nicht Köln, das mag stimmen aber die FInanzsituation in Köln ist noch desolater als die in Trier.

    Was mich ärgert daß die Stadt alle möglichen Projekte anleiert die wohl eher darauf abziehen Touristen in die Stadt zu locken als daß mal was für die Einwohner getan wird.
    Innenstadt schön, Aussenbezirke mittlerweile eher pfui als hui besonders die Strassen und öffentlichen Anlagen

  5. Rainer Landele schreibt:

    @S. Wiltschek

    wieso “sensationsnell”?
    denn bei aller persönlichen involviertheit (hinsichtlich z.b. der eissporthalle) muß man doch gerade auch finanzielle fragen “rational”, ja geradezu eiskalt betrachten. wenn tatsächlich 30 bis 40 tausend menschen eine eissporthalle in trier besuchen und dies tatsächlich 300.000 euro zuschuß im jahr bedarf (was, wie so oft üblich, vermutlich dann doch nicht reicht, aber das ändert die grundsätzliche rechnung ja nicht), kann jeder mensch selber ausrechnen, wieviel zuschuß dies im jahr pro person sind. die gleiche rechnung mache ich dann gerne auf hinsichtlich des theaters bzw. deren “sonderveranstaltungen”.

    nicht, weil ich etwas gegen das theater hätte. aber ich habe etwas – um es mal drastisch zu formulieren – gegen die unterscheidung von forderungswürdiger hochkultur und nicht förderwürdigem proletenspaß.

    faktisch geht es dabei immer nur darum, wer die bessere lobby hat. der adac hat sie – leider. das südbad hatte sie (gott sei dank). die menschen in trier, denen die eisporthalle wichtig ist, die haben es (noch?) nicht geschafft eine solche lobby auf zubauen. wofür das (auch nicht vorhandene) geld ausgegeben wird, ist eben immer eine politische entscheidung. wie bei den vögelchen: wer seinen hals nicht aufreißt und nicht laut schreit, der bekommt eben auch kein futter. ;-) es erwischt immer die (vermeintlich) schwächsten.

    was daher die angeblich “eindeutige und unmißverständliche” stellungnahme der neuen sportdezernentin betrifft: gerade damit, daß die vielen “eisliebhaber” es nicht schaffen, eine lobby und damit druck aufzubauen, beweisen sie ihr “nischendasein” (zitat des wortes: birk).

    es ist doch sicher, es gibt im stadtrat in allen parteien leute, die würden solch eine eisporthalle wollen. aber diese personen haben sich weder durchgesetzt, noch hat es einer von ihnen bisher gewagt, dafür zu sprechen (weil er/sie dann ja auch als fananzpolitischer depp da steht). bei dem stadttheater ist und wird es genau anders herum sein: da wagt es niemand, dagegen zu sprechen, weil man sich dann nicht nur als kulturbanause outet, sondern es sich ja auch mit personen verscherzt, von denen man schon im vorfeld weiß, daß sie “macht” haben. und wenn es nur die kommentatoren der lokalen medien sind :-)) daher nun mein disclaimer: ich gab hier nur meine persönliche meinung wieder, die null repräsentativ ist für die partei meines vertrauen ;-))

    p.s.: @Wiltschek man, wo bleibt denn nun die BI pro eissporthalle? zehn personen harter kern, 20 unterstützer, drei jahre arbeit. und ihr hättet es geschafft. insofern trier dann nicht doch schon für bankrott erklärt wird. was das theater dann aber auch gleich mit erledigt…

  6. Frank Jöricke schreibt:

    Lieber Rainer Landele,

    ich oute mich hiermit als Kulturbanause:

    Es ist Irrsinn, dass sich eine 100.000-Einwohner-Stadt wie Trier ein Drei-Sparten-Theater leistet. Es kann nicht angehen, dass großzügig beim Tanztheater reingebuttert wird und in der Jugendarbeit das Geld fehlt.

    Und auch auf die Gefahr hin, es mir beim Bionade-Biedermeiertum zu verscherzen: Wer braucht die Tuchfabrik noch? Wer Pilates oder Bodystyling machen will, möge sich in einem Fitnessstudio anmelden. Auch für Klassisches Ballett und Tai Chi gibt es genug Anbieter. Es ist nicht einzusehen, dass solche Kurse vom Steuerzahler subventioniert werden. Und das Veranstaltungsprogramm? Aus meiner Zeit als AStA-Kulturreferent weiß ich, dass die Tufa bei Künstlern allseits beliebt war, weil sie höhere Gagen zahlte als marktüblich – aber es waren ja öffentliche Gelder, für die keiner privat haften musste. Im Sumpf blüht manch interessante Pflanze…

  7. S. Wiltschek schreibt:

    Herr Landele,

    Sensationell deswegen, weil Ihr Beitrag kurz und aussagefähig gehalten ist.
    Dennoch. Ich habe Ihnen doch zu 100 % zugestimmt, oder ?

    Bei einer Sache stimme ich Ihnen besonders zu.

    Lobbyismus in Trier existiert in verschiedensten Gesichtern.
    Wer am lautesten schreit, bekommt am meisten. auch wenn es manchmal nicht richtig ist oder war, so das “Maul” aufzureissen. Da stimme ich Ihnen ebenfalls vorbehaltlos zu.

    Warum noch keine BI PRO Eishalle existiert ?

    Irgendwie scheint es zu wenig Menschen zu geben, die sich dieser Sache annehmen möchten….

    Falls doch Interesse besteht, könnt Ihr Euch bei mir melden. Da gibts keine Geheimnisse. Gebt einfach S. Wiltschek bei Google ein. da stehen alle Kontaktmöglichkeiten. Leider …

    noch einen schönen Abend

  8. Hybris schreibt:

    @Jöricke
    Ich stimme ihnen größtenteils zu – und finde auch, dass man eigentlich eine Sparte schließen müsste. Grundsätzlich muss ja bei sowas auch immer das Ballett dran glauben – das Problem ist glaube ich nur, dass eben das in Trier ausnahmsweise GUT läuft. Ich habe in ZWEI ausverkauften Vorstellungen Piaf gesehen. Und auch die Oper zieht TEILWEISE Leute an – ausverkaufte Turandot, oder ausverkauftes Rössel.
    Aber eine Studentenstadt wie Trier kann sich leider auch nicht leisten, das SChauspiel dicht zu machen. Denn irgendwie ist doch das das existentiellste.
    Also was tun ist da die Frage, die schon seid langem quält?

  9. Jürgen schreibt:

    @ Frank Jöricke

    Bevor man auf die Tufa schimpft, sollte man sich erstmal die Zahlen anschauen

    http://www.buergerhaushalt-trier.de/broschuere/3270

    Also ich glaube kaum, dass das Einsparen diese 600.000 Euro irgendeinen größeren positiven Einfluss auf den städtischen Haushalt hätte.

  10. Frank Jöricke schreibt:

    @ Hybris

    Ich habe auch keine Antwort auf die Frage. Doch es wäre schon viel gewonnen, wenn das Thema “Worauf können wir am ehesten verzichten? Worauf wären wir bereit zu verzichten?” überhaupt mal ÖFFENTLICH diskutiert würde. Es ist höchste Zeit, dass sich endlich jemand an das Tabu “Sparen in der Kultur” herantraut.

    Und dieser jemand sollte der Kulturdezernent sein. Er müsste endlich das aussprechen (und damit das Tabu brechen), was sowieso jeder weiß: “Das bestehende kulturelle Angebot ist auf Dauer nicht zu finanzieren. ” Das wäre der Startschuss für eine Debatte, in der alle – Politiker, Kulturschaffende, Veranstalter und Zuschauer – sich die Köpfe heiß reden könnten.

    Das würde sicher lustig werden. Zum Beispiel müsste das personelle aufgeblähte “Kulturbüro” (meines Wissens nach 9 Mitarbeiter, die nach der Landesgartenschau irgendwo “untergebracht” werden mussten) sich erklären und begründen, welche Existenzberechtigung es eigentlich hat. Und auch die Tufa käme in Rechtfertigungszwang – warum konkurriert eine öffentlich subventionierte Einrichtung mit privaten Fitnessstudios und privaten Kinos?

    Und das sind nur zwei Beispiele. Wer genau hinschauen würde, fände sicher Dutzende von Fällen, in denen Steuergelder unter dem Deckmantel “Kultur” zweckentfremdet werden.

    In diesem Sinne: Thomas Egger, zeig, dass Du Mut hast!

  11. Peter Sardoc, Aachen schreibt:

    Seid mal froh, daß Ihr überhaupt so ein Theater mit drei Sparten habt! – Ihr Provinz-Meckerer und Besserwisser in der “Stadt am Fluß” – Was habt Ihr den sonst schon Vernünftiges anderswo gesehen ?
    Ich komme schon seit Jahren mehrmals etra nach Trier, um mir Oper, Tanztheater und Schauspiel anzusehen. Das kann sich nämlich sehenlassen, wenn man es mit anderen Bühnen des Rheinlandes vergleicht.

    Was mich nun aber doch auch an den besagten Antikenfestspielen stört, ist die Halbherzigkeit, mit der man an verantwortlichen Stellen an die Sache herangeht! Viel moselländisches Palaver in Viez-Dunst bringt wohl nie etwas!
    Die überregionale Werbung, ein vernünftiges Management, – fehlte auch dieses Jahr vollkommen.
    Die Plakate zum Beispiel, waren absolut total “Null” – und dafür wurde sicher noch ein Heidengeld ausgegeben!! Außerdem waren sie auch selbst in der Stadt – kaum wahrnehmbar; von anderorts ganz zu schweigen.
    Also nochmals zum Schluß: Macht auch mal ordentlich Dampf bei dem Kulturrezensenten Eurer Tageszeitung (Wie heißt der Schwergewichtige eigentlich?)- der hat doch viel Einfluß- und freuen wir uns gemeinsam auf die nächsten Antikenspiele 2011 – (“Aida”?!)

  12. Hybris schreibt:

    Was haben wir sonst vernünftiges anderswo gesehen?
    Fangen wir mal im Rheinland an: Wunderbar Edita Gruberova in Köln, ebenso einen fantastischen Ring dort, in Aachen Eugen Onegin, in Saarbrücken (nicht Rhein) eine tolle Salome und in Koblenz die dort festangestellte Estelle Kruger.

    Da gibts definitiv besseres als bellende Baritöne und Sopranistinnen, die singen wie Kreissägen und dann von der Lokalpresse als zweite CAllas gehandelt werden.

    WEnn das Geld nicht kommt, dann gehts nicht anders und man muss Konsequenzen ziehen.
    Das wär genauso, als würde man einem Hotel Geld geben, dessen Zimmer immer leer sind, davon hat auch keiner was.

    Aida kommt denke ich mal kaum, das neue Konzept soll ja UNBEKANTEN Stücken Raum geben. Also freu dich mal auf Orpheus von Telemann oder sowas in der Richtung ;)
    Die Antikenfestspiele sind ein anderes Thema – so gut sie dieses Jahr gewesen sind – wenn man nur Minus damit macht, sollte man es lassen.
    Und eine Aida kannst du auch in Köln oder Darmstadt oder sonstwo sehen, dafür muss ich nicht nach Trier fahren.

  13. Kartharsis schreibt:

    @Frank Jöricke : Respekt !
    Zu den Antikenfestspielen: Der gesamtwirtschaftliche Nutzen derselben wird ähnlich mächtig, wenn nicht noch mehr überschätzt, wie der von “Brot und Spiele”.
    Wobei gerade die Motivation für das Fortführen der Antikenfestspiele, mittlerweile eher aus der Profilneurose einer Mittelstadt entspringt, als die doch stärker populär-kulturellen Produktionen der Medienfabrik.
    Natürlich braucht Trier kein staatlich-städtisches kontinuierlich – betriebenes Dreispartenhaus, bei dem über 90 % des Budgets in Fixkosten fließt. Gleicht damit wohl eher ner Dauer ABM.
    Der Kulturetat gehört auf den Prüfstand.
    Die Strukturen der öffentlich finanzierten Kultur selbstverständlich auch.
    Es geht im ersten Schritt ENDLICH darum , im Rahmen eines runden Tisches eines Bestandsaufnahme der privatwirtschaftlichen, als aber auch öffentlichen Kulturanbieter durchzuführen.
    Zielvorstellung, Bestandsaufnahme, Aufgabendefinition, Kostenstrukturanalyse…und..und..und
    An diesen Tisch gehören auch Vertreter aus Lux und der andren Quattropolstädte.

    Theater Trier: Warum keinen Neubau ? Warum nicht mehr preisgünstigere Fremdproduktionen einkaufen ?
    Antike Stätten: Warum nicht komplette Festivalwochen der klassischen als auch zeitgenössischen Kultur anbieten – gemeinsam vermarkten…. ( dazu gehören alle Genres und Inhalte angefangen mit Antigone über BAP und Brecht und Göethe , Jazz und Kaffka , Open Air Kino , ( würde jetzt zu lang alles aufzuzählen ) – aber das in den Händen eines modernen Kulturbüros – verkleinert und effizient.
    Tufa: versucht derzeit neue Wege zu gehen – sollte sich nochmehr Kompetenz von außen dazunehmen und vorab mal die Hälfte ihrer Mitgliedsvereine rausschmeißen.
    Kulturbüro: Schlankheitskur auf allen Ebenen (aber neue Aufgaben , die wirklich direkt zur Kultur gehören… Zb keine Teilplanung des Altstdtfestes mehr!!!!) – PS: Was die Stadt an direkten und indirekten Geldern in das Altstadtfest schießt, zeigt sich zunehmend in Mindereinnahmen etlicher Standbetreiber!!!
    Prinzipiell den Kulturetat um 20 Prozent ( alle Instituionen betreffend -( auch Theater) Von den eingesparten 20% dann 10% zugunsten der Haushaltskonsolidierung nutzne und die verbleibenden 10% sinnvoll in freie bzw junge bzw neue Projekte stecken.
    Klar leichter gesagt, als getan …. , aber wie hieß es noch bei der Kommunalwahl: ” .. nur wer nix tut, macht auch keine Fehler” und auf der anderen Seite . “..da geht mehr..” …- ok alles frei zitiert – aber tut doch mal was ( anders machen), damit mehr geht…

  14. Rainer Landele schreibt:

    Orpheus ? Teleman?

    in welchem verein spielen die denn? und: welche sportart? ;-)))

    um zurück zu kommen zu den antikenfestspielen: so weiter wie bisher geht es sicher nicht. das projekt zu killen, dafür wird es aber auch keine mehrheit geben. zu recht m.e., denn natürlich bietet so etwas sehr gute chancen für trier. bessere, als die adac-ralley auf jeden fall.

    dann bleibt nur der weg der verbesserung, der professionalisierung, wie es immer so schön heißt. dann muß man aber auch geld in die hand nehmen, welches eigentlich nicht da ist. daher der vorschlag, bei in etwa gleichen kosten die sache nur alle zwei jahre stattfinden zu lassen. ein zweijähriger rhythmus betont auch nochmals den wert, die besonderheit der spiele. und läßt viel mehr zeit für planung und werbung.

    übrigens: vor paar tagen hörte ich eine weitere interessante idee: das stadttheater zieht mit neubau um nach trier-west.

  15. Kompetenz,los! schreibt:

    Wirklich wahr, was sich nicht rechnet muss weg.
    TUFA weg, Theater, Museum, Stadtbibliothek, Musikschule, weg,weg,weg,weg,weg, kost alles mehr, als es einbringt.
    Strassen? Auch weg; aber die Parkplätze, die rechnen sich – behalten wir also.

  16. Kartharsis schreibt:

    Thaeterneubau in TR -West :GUT !

Schreiben Sie einen Leserbrief

Angabe Ihres tatsächlichen Namens erforderlich, sonst wird der Beitrag nicht veröffentlicht!

Bitte beachten Sie unsere Kommentarrichtlinien!

Noch Zeichen.

Unterstützen

In Evernote merken