Die etwas andere Stadtrallye

Nach einem Jahr Pause treten ab heute bis Sonntag bei der ADAC-Rallye Deutschland die weltbesten Rallye-Piloten wieder in und um Trier gegeneinander an. 80 Teams aus 28 Nationen haben sich für die deutsche WM-Runde über die rund 1.195 Kilometer in den Mosel-Weinbergen, auf den Truppenübungsgelände Baumholder und im nördlichen Saarland angemeldet. Start (heute um 20 Uhr) und Ziel (Siegerehrung am Sonntag um 15.45 Uhr) ist an der Porta Nigra. Als letzte Wertungsprüfung wird am Sonntag um 13.03 Uhr der “Circus Maximus” ausgefahren, der durch die Trierer Innenstadt führt. Gerade um diesen Lauf rund um die Porta gibt es immer wieder Diskussionen. Andrea Weber vom Hotel “Deutscher Hof” und der stellvertretende Landesvorsitzende des Verkehrsclubs Deutschland e.V. Christian Weber beziehen für 16vor Stellung.

Alleinstellungsmerkmal für die Stadt

Für die Hoteliers in Trier und Umgebung ist die ADAC-Rallye so etwas wie Frankfurter Buchmesse und Münchner Oktoberfest in einem. Bis weit in die Region sind die Hotels ausgebucht. In einigen Betrieben bleiben die Gäste auch nicht nur von Donnerstag bis Sonntag, sondern bis zu über einer Woche. Wir haben sogar schon Buchungen für die Rallye 2011.

Hinzu kommt die Werbewirksamkeit der Veranstaltung, die gar nicht hoch genug zu bewerten ist. National und international steht Trier tagelang im Fokus der Medien. Den Effekt, den die Berichterstattung hat, könnte Trier mit seinem überschaubaren Werbebudget nie erzielen. Gerade für den “Circus Maximus” muss man eine Lanze brechen. Für die Zuschauer und die Medien ist es der Höhepunkt der Rallye, wenn die Boliden um die Porta düsen. Das ist ein Alleinstellungsmerkmal und an Attraktivität nicht zu toppen. Selbstverständlich ist es für die nicht so motorsportbegeisterten Anwohner eine große Belastung, aber der Stolz auf die eigene Stadt sollte hier überwiegen.

Trier bekommt durch die Rallye ganz andere Besucher. In diesen Tagen präsentiert sich die Stadt als jung, international und sportlich. Für einen touristischen Ort ist es das A und O, facettenreich zu sein, und mit dieser Veranstaltung bewegen wir uns abseits der sonstigen Kernkompetenz des Römischen Erbes. Der wirtschaftliche Effekt, der durch die Zuschüsse der Stadt entsteht, steht in keiner Relation zu anderen von ihr subventionierten kulturellen Großveranstaltungen. Das Geld, das Trier zur Ausrichtung der Rallye beiträgt, ist extrem gut angelegt.

Andrea Weber

Vollkommen unzeitgemäß

Als Umweltverband muss der Verkehrsclub Deutschland die Rallye und vor allem die Sonderprüfung “Circus Maximus” grundsätzlich ablehnen. Hier werden im engsten Innenstadtbereich Abgas- und Lärmemissionen freigesetzt, die sonst nie erreicht werden. Zwar müssen laut Reglement alle Fahrzeuge mit Abgasreinigung versehen sein, aber jeder weiß, dass bei Vollgas wesentlich mehr Abgase produziert werden; und die Rallye-Wagen fahren ja bekanntlich auch nicht mit 50 km/h im 4. Gang durch die Altstadt.

Dabei gibt es übrigens auch Tourenwagen, die mit Erdgas fahren und wesentlich weniger Abgase produzieren. Ebenfalls ist dem Reglement zu entnehmen, dass die Lärmemissionen der Fahrzeuge 120 dB(A) nicht überschreiten dürfen. 120 Dezibel werden auch “Schmerzgrenze” genannt, eine längere Beschallung mit diesem Lärmpegel führt bei Menschen zu Hörschäden. Motor-”Sport” (Sport bedeutet eigentlich “Körperbewegung”) ist zudem vollkommen unzeitgemäß. Ein immer knapper und teurer werdender Rohstoff wird hier im Geschwindigkeitsrausch zum Auspuff heraus geblasen, während der Klimawandel in vollem Gange ist.

Wollte der Veranstalter ein Zeichen setzen, würde die Rallye mit Elektroautos gefahren. Würde unsere Stadt ein Zeichen setzen und sich auf ihr Alleinstellungsmerkmal “Römer” besinnen, dann würde sie Fahrer mit richtigen Streitwagen durch den “Circus Maximus” rasen lassen. Das würde hier organisiert und von Hiesigen veranstaltet – und es würde wesentlich mehr Geld in die Kassen der Region bringen als die Durchreise eines Veranstalters von sonst woher. Karl-May-Festspiele oder Mülltonnen-Rennen zeigen, dass es in der Region genügend Initiative gibt, um auch größere Dinge auf die Beine zu stellen. Autorennen gibt es überall, aber unsere römische Tradition gibt es nur hier. Darauf sollten wir uns besinnen!

Christian Weber

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79 Leserbriefe | RSS-Abo

  1. Rainer Landele schreibt:

    zitat: “In diesen Tagen präsentiert sich die Stadt als jung, international und sportlich.”

    oh, weltoffen fehlt? stimmt ja auch: an diesen tagen gilt dann anscheinend das grundgesetz (“freizügigkeit”) in der trierer innenstadt nicht mehr. bzw.: durchgang nur mit passierschein? muß ich gleich morgen mal testen, wie der gang in die innenstadt mit meinem sohn verlaufen wird. wobei: dem würde/wird die ralley sicher gefallen…

    diese unart, für die gewerbeinteressen einiger weniger andere menschen in ihren rechten ein zu schränken, scheint sich auch in trier immer breiter zu machen. so ja auch beim altstadtfest, wo private sicherheitskräfte meinten (taschen & personen-) kontrollen durchführen zu können, zu denen sie schlicht nicht berechtigt sind.

    vielleicht sollte man mal beginnen, bürgerbefragungen in den betroffenen stadtteilen durch zu führen, um wirklich fest zu stellen, ob und wieviele diesen circus wollen?

  2. kai schreibt:

    An der Kritik zur Stadtrallye fehlt meiner Meinung nach ein ganz entscheidender Aspekt, nämlich der der Sicherheit.

    Es mag ja sein, dass die Stadt durch die Rallye das unterschiedlichste Pubikum anzieht und dass dieses gut für die Hoteliers ist, aber einige dieser Gäste verwechseln Trier mit einem El Dorado für Möchtegern-Rennfahrer. Als Anwohner ist meine Erfahrung, dass in Trier zur Zeiten der Rallye anscheinend keinerlei Verkehrsregeln zu gelten scheinen. Auf dem Alleenring kann man vor und nach der Rallye die wahnwitzigsten Überholmanöver beobachten und in den Nebenstraßen werden die Motoren auf Hochtouren gedreht, dass einem die Hörmuschel dröhnt. Für mich ist es vollkommen rätselhaft, dass hier noch nichts Schlimmeres passiert ist. Ich kenne einige Anwohner, die zu Zeiten der Rallye aus der Stadt flüchten, weil ihnen Schlaf und Sicherheit wichtig ist.

    Und zum Beitrag von Frau Weber:
    Die Rallye mit der Frankfurter Buchmesse und dem Oktoberfest zu vergleichen schießt doch wohl ein wenig über das Ziel hinaus. Es mag ja sein, dass diese Rallye wichtig für die Hotels ist, aber wenn sie jetzt erst ein paar Buchungen für das Jahr 2011 haben, dann kann die Rallye ja nicht SO attraktiv sein.

    “Selbstverständlich ist es für die nicht so motorsportbegeisterten Anwohner eine große Belastung, aber der Stolz auf die eigene Stadt sollte hier überwiegen.” Den Anwohnern, die berechtigterweise unter dieser Rallye leiden, zu unterstellen, dass sie nicht “stolz” genug auf ihre Heimatstadt wären und damit ihr berechtigtes Anliegen disqualifizieren zu wollen, ist meiner Meinung nach und bei allem Respekt eine Frechheit.

  3. Oliver schreibt:

    Werbewirksamkeit der Veranstaltung?

    Ja wo ist sie denn, die Rallye in der Presse? Man sucht sie in der nationalen sowie der internationalen Presse vergebens.
    Selbst eine Live-Übertragung ist dieses mal nicht drin.
    Und die, die sich für die Rallye interessieren ist’s egal wo die Rallye stattfindet. Mal abgesehen von den Fans aus dieser Region.

    Für 300.000 Euro kann man mehr verlangen. Und das ohne die Einschränkungen und Belästigungen die mit einer solchen ‘Groß’veranstaltung einhergehen.

    Gut, ich kann verstehen das einige Hoteliers sich über eine hohe Auslastung freuen, vorallem da sie nichts selbst dazu beitragen müssen. Andererseits gibts auch Hotelbetreiber die über Anfragen berichten, bei dennen die Gäste sicher gehen wollen das KEINE Rallye stattfindet.

    Jung, international und sportlich?

    Ob das wirlklich Attribute sind, die durch eine Rallye erreicht werden? Nun jemand der sich nicht für die Rallye interessiert wird die Stadt nicht so wahrnehmen. Und alle anderen werden die Stadt abseits der Rallye garnicht wahrnehmen.

  4. Exiltrierer schreibt:

    Ich bin wirklich gespannt, wo das Totschlagargument “gut für die heimische Wirtschaft” seine Grenzen findet. Wenn die Leute keinen Bock mehr haben, sich von wichtigtuerischen “Securetys” befingern zu lassen? Wenn eine ernsthafte Risikobewertung zu dem Ergebnis kommt, dass man eine solche veranstaltung in einer Innenstadt eigentlich nicht verantworten kann? Wenn man feststellt, das genausoviele wegbleiben wie kommen, weil ihnen ein solches Spektakel die Stadt verleidet? Ich wollte am Wochenende mal wieder nach Trier fahren, es hat sich aber gerade erledigt.

  5. thorsten schreibt:

    Zitat Frau Weber:

    “Gerade für den “Circus Maximus” muss man eine Lanze brechen. Für die Zuschauer und die Medien ist es der Höhepunkt der Rallye, wenn die Boliden um die Porta düsen. Das ist ein Alleinstellungsmerkmal und an Attraktivität nicht zu toppen.”

    Wenn das nicht zu toppen ist, wo bleibt dann das Interesse der Medien? Noch nicht einmal die Exklusivrechte für eine Live-Übertragung hat der Veranstalter an den Man gebracht.

  6. energiesparer schreibt:

    Frau Weber sieht doch in ihrer Argumentation nur den eigenen Geldbeutel. Persönlich betroffen ist sie von den Unbillen der Rallye natürlich nicht. Sonst wäre der Kommentar sicher ein anderer.

  7. Ralf Wigger schreibt:

    Kritisieren ist gut, noch besser sind neue Ideen! Und da finde ich die Gedanken von Christian Weber gar nicht schlecht. Streitwagen-Rennen, “Circus Maximus”…erinnert mich ein wenig an den “Palio di Siena”. Da “kämpfen” die verschiedenen Stadtviertel (jeweils mit Pferd und Reiter) gegeneinander.
    Hört sich vielleicht ein bisschen verrückt an, aber warum nicht…

  8. Aurum schreibt:

    Also gerade der Sicherheitsaspekt wär mal erwähnenswert.
    Gestern abend stand ich auf der Autobahnabfahrt A64 auf die B51 (Richtung Trier) im Stau, als links am Stau auf der einspurigen (!) Abfahrt ein ADAC-Ralley-Auto mit doch nicht ganz angepasster Geschwindigkeit am Stau vorbeifuhr. Ok, die Warnblinkanlage war eingeschaltet. Beim einbiegen in die B51 wurde dann direkt noch der Linksabbieger geschnitten und natürlich bergab die Busspur genutzt. Aber das ist natürlich garnix. Wäre mal interessant die gesammelten Verkehrsverstösse der Ralley zu sammeln. Ganz abgesehen von den ganzen Möchtegernralleyfahrern, die denken, sie müssten sich an solchen „Vorbildern“ ein Beispiel nehmen (-:

  9. augur schreibt:

    Gestern Abend gegenüber Praktiker auf öffentlicher Straße: Ein Fahrzeug der Rallye ohne Zulassungsschilder (!) nimmt am öffentlichen Straßenverkehr teil. Rallye- und ADAC Anarchie in Trier?

  10. Hyperboreas schreibt:

    “Für die Hoteliers in Trier und Umgebung ist die ADAC-Rallye so etwas wie Frankfurter Buchmesse und Münchner Oktoberfest in einem.”

    Geht das nur mir so oder scheint es anderen auch, daß Trier bei diesem Vergleich ziemlich armselig aussieht?

    “National und international steht Trier tagelang im Fokus der Medien.”

    Da muß man schon mal grinsen. Welche Medien mögen das sein, außer der Rathaus-Zeitung und dem TV? Und mit “Fokus” ist wohl gemeint, daß irgendwo eine Notiz von drei Zeilen über die Rallye steht. Meiner Erfahrung nach hat außerhalb von Trier niemand je von diesem Ereignis gehört.

    “Selbstverständlich ist es für die nicht so motorsportbegeisterten Anwohner eine große Belastung, aber der Stolz auf die eigene Stadt sollte hier überwiegen.”

    Stolz? Warum sollte man stolz auf seine Stadt sein, weil die sich für ein Wochenende an irgendwelche Motorsporttypen verramscht, so daß man am liebsten das Weite suchen möchte? Und andersrum: warum ist jemand, der dieses Treiben nicht gut findet, nicht stolz auf seine Stadt, die ja durchaus aus Dinge zu bieten hat, auf die man wirklich stolz sein kann?

    Aber in Trier (wie auch in vielen anderen kleinen Städten) scheint ja der Leitgedanke jeder Kommunalpolitik zu sein: wie hole ich Touristen in die Stadt? Manchmal könnte man denken, Trier existiere nur, damit Touristen herkommen und ihr Geld da lassen. Zur Abwechslung könnte man ja mal an die Bürger denken.

  11. su ass et schreibt:

    Wie wäre es denn mit einem hupenden Autokorso zu jeder vollen Stunde rund um ‘s Hotel “Deutscher Hof”. Die Gäste von Frau Weber werden das sicherlich mögen.

  12. Rallyefan schreibt:

    Ich habe meine Studienzeit in Trier verbracht und durfte die Trierer als nettes und weltoffenes Völkchen kennen lernen.

    Aus diesem Grund bin ich über das Ausmaß an Ignoranz und Spießbürgertum in den vorherigen Beiträgen einfach nur schockiert …

  13. Ernst schreibt:

    Mein Gott, die paar PS-Fans sind mir zwar lästig, ich habe mit Motor”sport” nix am Hut und meide den Cirkus. Aber so ein Bohei darum… Jedem Tierchen sein Pläsierchen, den Karnevlisten ihren Zuch, den Feierwütigen Altstadtfest, Zurlauben, Olewig, den Läufern ihren Stadtlauf, den Radfahrern ihr Happy Mosel, den Benzinfetischisten ihre Rallye halt. Was ich viel schlimmer finde: In Trier ist alle Tage Rallye. Bekäme die Stadt ein vernünftiges Verkehrskonzept hin und würde es schaffen, dass Kornmarkt und Domfreihof nicht die meistbefahrensten Fußgängerzonen Deustchlands sind, liebend gerne nähme ich so ein Spektakel in Kauf.

  14. Altgruftipunk schreibt:

    Eine ganz pragmatische Frage:

    Wie kommen Einheimische auf dem Weg zu ihrem Arbeitsplatz von der Paulinstraße in die Fußgängerzone und zurück? Uhrzeit Samstag gegen neun Uhr morgens, retour Samstag gegen 19 Uhr. Ist das ein Problem oder darf die Rennstrecke bis zu einer bestimmten Uhrzeit passiert werden? Weiß das hier jemand oder kann mir bitte jemand sagen, wo ich Informationen dazu finde?

  15. Mario schreibt:

    DAs mit der Werbewirksamkeit stimmt. Zwar hat die Rallye in Deutschland keinen hohen Stellenwert, aber in vielen anderen Ländern schon. Ich habe bei diversen Reisen schon mitbekommen, dass viele Trier auf Grund der Rallye kennen. Einige waren, auch auf Grund der Berichterstattung um das Event auch schon mal in der Stadt. Klar gibt es Argumente dagegen, wie Umweltschutz, Sicherheit usw. Aber wie Ernst schreibt: “jeden Tierchen sein Pläsierchen”, beim Rosenmontagszug mault auch keiner, weil die Stadt den halben Tag gesperrt ist.

  16. bambam schreibt:

    wenn ich sowas lese:
    “Karl-May-Festspiele oder Mülltonnen-Rennen zeigen, dass es in der Region genügend Initiative gibt, um auch größere Dinge auf die Beine zu stellen.”
    frage ich mich schon, wer von den beiden artikel-schreibern näher an der realität lebt.

    nicht das die zwei angeführten veranstaltungen nicht beachtenswert sind, aber der vergleich in der größe ist doch schon spaßig…

    außerdem schadet es trier gewiss nicht, nach den ganzen “römischen wochen” mal etwas aktion anderer art durch die stadt ziehen zu lassen!

    willkommen ADAC-Rallye!

  17. fraglich wofür schreibt:

    Spätestens jetzt weiss man ja, wer diese Veranstaltung lobbymässig hochfeiert und sie durchsetzt: das Hotelgewerbe. Da diese Lobby bekanntermassen in der FDP zuhause ist, wäre ich auf eine Stellungnahme des neuen Kultur- und Wirtschaftsdezernenten gespannt. Man vergisst schnell, dass die “nicht so Motorsportbegeisterten” die absolute Mehrheit der wählenden Bevölkerung darstellen. Darunter auch viele – oder alle – unmittelbaren Anwohner.

    “Selbstverständlich ist das eine Belastung” – aha, man scheint also schon zu wissen, was man der hiesigen Bevölkerung aufbürdet – für einige Tage ausgebuchte Betten. Wo bleibt denn dide neue Stellungnahme der neuen CDU? Die traut sich doch in Oppositionszeiten 180-Grad-Meinungsschwenks zu… Spiessiger als in bunten Autos um die Porta zu rasen gehts übrigens nimmer…

  18. thorsten schreibt:

    Kleinere Einschränkungen?

    Die Rallye hat Vorfahrt. In jeder Hinsicht. Nicht nur das Strassen abgesperrt, Ein-bzw. Anwohner wie in einer Sperrzone behandelt und Buslinien umgeleitet werden. Und das nicht nur am Sonntag. Was in wesentlich kleinerem Umfang bei anderen Veranstaltungen auch geschieht.
    Nein die Rennfahrer haben auch im regulären Strassenverkehr Vorfahrt. Siehe TV:

    “…Einige Fußgänger oder Radfahrer werden per Trillerpfeife regelrecht “zurückgepfiffen”, wenn sie Gefahr laufen, einem Rallye-Auto in die Quere zu kommen.”

    Sollten lieber mal froh sein das sich Radfahrer und Fussgänger an die StVO halten und die Rennfahrer zurückpfeiffen.

    Ach ja, zum Thema “Spießbürger”. Da hab ich ein ganz anderes Bild von. Nur weil man nichts für den Unfug übrig hat wird man nicht gleich zum Spießer.

  19. Klartexter schreibt:

    Ich persönlich bin ja kein großer Rallye-Fan, ich würde das Spektakel nicht vermissen, wenn es nicht stattfände.
    Aber jetzt muß ich doch mal ganz grundsätzlich feststellen:
    Wer in einer Innenstadt wohnt, der muß sich ganz einfach mit gewissen Gegebenheiten abfinden.
    Opa Jänschke von der HWK beklagt sich heute im TV darüber, daß man die Menschen vergißt, “die direkt unter Motorengedröhn oder wie im Fall des Altstadtfests unter Musik auf voller Lautstärke leiden müssen”. Mein Gott – dann soll er halt ins Altersheim auf der Härenwies umziehen, dort findet er Ruhe und Frieden! Wenn man aber mitten in der Stadt wohnt, dann hat man das ganze Jahr über immer wieder mit Lautstärke und Beeinträchtigungen zu kämpfen. Da gibt es den Rosenmontagszug, das Altstadtfest, die Rallye, den Stadtlauf, und viele weitere Veranstaltungen, die Krach machen und die Umleitungen und Sperrungen erfordern. Und das ist auch gut so, denn ich bin froh darüber, daß unsere Stadt noch nicht gestorben ist, so wie das in Hermeskeil der Fall ist.

    Ich habe Verständnis für die Umweltaspekte, aber liebe Innenstadtbewohner, bitte kommt mir nicht mit Beeinträchtigungen wegen irgendwelcher Absperrungen. Dann zieht halt nach Wintersdorf, oder nach Irsch, da habt ihr dann keine Verkehrsprobleme. Dort ist die Luft auch viel besser als im Talkessel, aber ich nehme das in Kauf und alle anderen Innenstadtproblemchen noch dazu, weil ich gerne mitten im Zentrum und damit am Puls der Stadt lebe.

  20. thorsten schreibt:

    Egal wie wichtig oder nichtig die Argumente gegen die Rallye sind.

    Es kann nicht angehen das diese Veranstaltung plötzlich über allem steht, inkl. StVO.
    Entweder abgesperrte Rennstrecke oder reguläre Strasse.

    Und ein Blockwart mit Trillerpfeiffe ist doch auch recht spießig.

  21. Altgruftipunk schreibt:

    Meine pragmatische Frage in Kommentar nr 14 wurde von volksfreund.de längst beantwortet. Leider gelang es mir eben nicht, den Beitrag hier zu verlinken für alle, die ihn ebenfalls verpennt haben. ;)

    Also zitiere ich aus dem eigenen Weblog:
    “Es gibt Überführungen. Außerdem ist der Rundkurs noch bis So, 22. August um 9.00 Uhr für Fußgänger frei, was ich im Sinne von “Passanten dürfen queren” deute.”

  22. Hyperboreas schreibt:

    @ Rallyefan:

    Wo sehen Sie Ignoranz und Spießbürgertum? Etwa allein in der Tatsache, daß Leute nicht das mögen, was Sie mögen?

    @ Ernst:

    Sehe ich im Prinzip genau so, und es wäre mir auch eigentlich egal, wenn nicht die Stadt etliche Zehntausend Euro zuschießen würde, die man anderswo brauchen könnte. Von mir aus kann jede Sparte ihre speziellen Events haben, aber dann nicht auf Kosten der Allgemeinheit.

  23. Mario schreibt:

    Liebe Weltverbesserer und Nörgler,

    es ist schön zu lesen wie tolerant und offen für neues Ihr seid.

    Es kann keinen günstigeren Marketingerfolg für unsere Stadt und angrenzendes Land geben als die Ausrichtung dieser Ralley. Dabei ist es egal, ob eine Fernseh-übertragung stattfindet oder nicht. Die tausenden von Fans werden ein postives BIld von Trier UND seinem Umland bekommen und eventuell wiederkehren als Stadttouristen.
    Wieviel Spießbürgertum muss einigen von euch immandent sein, die jetzt über zu Hohe CO2 und db Werte weinen und vor ein paar Wochen sich efreut haben über Autokorsi und Vuvuzela-Stimmung.
    Liebe notorische Nörgler: Leben und leben lassen. Man kann hier keine Grundsatzdiskussion über Sinn und Zweck von Motorsport,(Sport kommt im übrigen nicht von Bewegung, sondern von Teamplay und Wettkampf) in Zeiten wie diesen, lostreten. Dies ist ein grundsätzlicheres Thema, dass nicht die Stadt Trier lösen wird.
    Allein ein Blick in die Innenstadt wird heute Abend zeigen, welcher Publikumsmagnet die ADAC Ralley ist und alle sollten ein bisschen lockerer mit dem Thema umgehen!

  24. Hyperboreas schreibt:

    @ Mario:

    Was hat das mit Toleranz und Offenheit zu tun? Bin ich intolerant, weil ich mich von einer Rennstrecke vor meinem Fenster genervt fühle? Nicht jeder, der anderer Meinung ist als Sie ist damit automatisch intolerant.

    Und was den “günstigen Marketingerfolg” angeht, von dem Sie sprechen: mich würde mal interessieren, wie der in Euro umgerechnet aussieht. Wieviel *mehr* verdienen die Gewerbetreibenden in der Stadt in den paar Tagen Rallye, wieviel davon geht über Steuern an die Stadt zurück und was bleibt übrig, wenn man davon die städtischen Zuschüsse abzieht? Meine Vermutung lautet: weniger als 0 Euro. Von Marketingerfolg würde ich sprechen, wenn man durch die Rallye tatsächlich mehr einnimmt und zwar so viel mehr, daß man damit den ganzen Aufwand rechtfertigen könnte. Ein paar Seiten Berichterstattung in der ADAC-Motorwelt sind für sich nämlich noch kein Marketingerfolg.

  25. Mikka schreibt:

    Das ist doch wieder typisch – da findet 3 Tage etwas statt, was Geld, Leben und ein Stück internationaler Atmosphäre in die Stadt bringt – aber der Trierer will lieber seine Ruhe!
    Das wundert einen nicht, wenn man weiß, daß auch das Altstadtfest immer wieder Klagen von Anwohnern produziert. Was wollt Ihr denn? Wenn es Ruhe ist, zieht doch auf’s Land!
    Ich freue mich auf 3 Tage satten Motorsound, trinkfeste, supernette Skandinavier und – hoffentlich- ebenso nette Mitbürger, die alle Gäste in unserer schönen Stadt willkommen heißen!

    P.S. Das mit den Co2 – Werten hebt sich übrigens auf, da in diesem Zeitraum in dem Bereich keine sonstigen Fahrzeuge unterwegs sind…

  26. Thomas Meisezahn schreibt:

    @Mikka: Die CO2-Werte heben sich mitnichten auf, schließelich kommen tausende europäische Rallye-Fans ganz standesgemäß mit Auto. Und fahren zwischen den einzelnen Wertungsprüfungen ganz Rallye-gemäß hin und her.

  27. anwohnerin schreibt:

    >> Das ist doch wieder typisch – da findet 3 Tage etwas statt, was Geld, Leben und ein Stück internationaler Atmosphäre in die Stadt bringt – aber der Trierer will lieber seine Ruhe!

    Geld? Den Hoteliers vielleicht. Leben? Naja, das gibt’s sonst auch. Internationale Atmosphäre? Kleine bunte Autos aus aller Herren Länder?
    Und “der Trierer” generalisiert wieder ganz arg. Es geht hier um unterschiedliche Meinungen zu einem Thema, aber nicht um “den Trierer” an sich.

    >> Das wundert einen nicht, wenn man weiß, daß auch das Altstadtfest immer wieder Klagen von Anwohnern produziert.

    … die sicherlich anders gelagert sind. Wenn in der ganzen Stadt Glas zerworfen wird und besoffene Teenies durch die Straßen tanzen, dann nervt das manchmal auch.

    >>Was wollt Ihr denn? Wenn es Ruhe ist, zieht doch auf’s Land!

    Ist das jetzt Pflicht? Sicherlich hat sich jeder Stadtbewohner aus ganz bestimmten Gründen für ein Leben in derselben entschieden. Das Totschlagargument “dann zieh doch woanders hin” ist immer leicht aus dem Ärmel geleiert. Hauptsach, ich hab meinen Spaß. Ich. Ich. Ich. Andere interessieren ja nicht, oder sind alle doof, spießig und intolerant.

    >>Ich freue mich auf 3 Tage satten Motorsound,

    … ich nicht. Die fahren nämlich alle an meinem Haus vorbei.

    >>trinkfeste, supernette Skandinavier

    … die hoffentlich dann nicht mehr fahren….

    >> hoffentlich- ebenso nette Mitbürger, die alle Gäste in unserer schönen Stadt willkommen heißen!

    Das eine schließt das andere ja nicht aus. Nur geht es hier um die Frage, ob solch ein Event wohl mitten in der Innenstadt stattfinden muß. Aus Platzgründen ist das in Monte Carlo wohl nicht anders zu machen, aber das Rennen könnte durchaus komplett außerhalb stattfinden. Unterkünfte werden auch dann in Trier gebraucht.

    Just my 2.

  28. Stephan Jäger schreibt:

    @Ralf Wigger

    “Kritisieren ist gut, noch besser sind neue Ideen!”

    Gerne! Gut, nicht völlig neu, aber, wie wäre es, wenn Trier (im Herzen Europas) sich nach langer Zeit nocheinmal als Tour-Stadt bewerben würde? Vorzugsweise für den Eröffnungsprolog. DAS wäre doch mal ein “Circus Maximus”. Und DA gibt’s dann auch WIRKLICHE weltweite Medienaufmerksamkeit. Nach einem Jahr Heuchelei, sogar wieder deutsch-öffentlich-rechtlich live!

    @Andrea Weber

    “Für die Hoteliers in Trier und Umgebung ist die ADAC-Rallye so etwas wie Frankfurter Buchmesse und Münchner Oktoberfest in einem.”

    Insofern ist die Rallye WM sogar DAS “Groß”ereignis, das perfekt zu Trier passt: Pseudo-elitär, rückständig, dem Götzen Auto huldigend.

  29. C.Z.M. schreibt:

    Ich studiere jetzt seit vier Jahren in Trier und bin somit Wahltrierer. Als Innenstadt-Bürger nervt mich die Rallye extrem. Vor allem aber die Organisation von Seiten der Stadt. Ich kann hier auch die Argumente beim besten Willen nicht verstehen. Weil ich es nicht mag, dass ich ein komplettes Wochenende kaum zu meiner Haustür gelange, weil die Straßen dafür gesperrt sind, dass irgendwelche Autos mit überhöhter Geschwindigkeit um die Porta Nigra herumdüsen, bin ich also Spießer? Und weshalb sollte ich als Wahltrierer stolz auf die Stadt sein, dass sie ein Autorennen veranstaltet? Ich hab überhaupt keine Ahnung, ob ich diese Argumente überhaupt ernst nehmen soll. Was mich allerdings viel mehr stört ist, dass ich seit 1 1/2 Jahren in meiner Wohnung in der Stadt wohne. Wenn man also so zentral wohnt, musss man mit Lärm rechnen, das war bisher auch kein Problem und ich hab mich noch nie über irgendeine Veranstaltung an der Porta Nigra beschwert. Allerdings finde ich es zum Kotzen, welchen Wisch wir als Anwohner von der Stadt zugeschickt bekommen. Da heißt es, dass wir als Anwohner im besonderen Maße von dieser internationalen Großveranstaltung betroffen seien und man hoffe auf unser Verständnis. Im gleichen Atemzug liest man jedoch auch davon, dass auf ein Informationstreffen verzichtet wurde, da ja alle Bürger das Prozedere kennen würden. Auf die Idee, dass innerhalb der letzten zwei Jahre im Stadtkern einige Leute auch umgezogen sind, sind die Verfasser leider nicht gekommen. Für mich wäre ein Informationstreffen ziemlich wichtig geschrieben, denn ich bin gerade in dieser Woche mit meinem Examen beschäftigt. Umso mehr freute es mich, dass ich zwar erfahren durfte, dass ich im besonderen Maße in diesen Tagen betroffen sei, mir aber überhaupt keine detaillierten Informationen, in welchem Maße ich betroffen bin, zugekommen wurde. Immerhin haben die Verfasser Ihren Namen unter das Schmierstück gesetzt, jedoch keinerlei Kontaktmöglichkeit hinterlassen. Ein Versuch über Google Kontakt zu dem Verantwortlichen zu bekommen, scheiterte an der nicht mehr aktuellen E-Mail-Adresse. Nun freue ich mich, dass ich morgen früh meine nächste Klausur schreibe und sich heute Nacht vor meiner Haustür Rallye-Fans versammeln, um ein Show-Opening zu veranstalten. Wie lange das genau dauert, weiß ich ja natürlich, weil mir der Brief ja gesagt hat, dass ich das alles schon weiß.

    Da geschätzte 2/3 meiner Hausnachbarn auch innerhalb der letzten zwei Jahren zugezogen sind, konnte mir auch dort keiner wirklich weiterhelfen. Immerhin habe ich jetzt erfahren, dass vor meiner Haustür am WE eine große Tribüne mit Blick auf mein Schlafzimmer installiert wird und es sehr, sehr SEHR laut werden soll und dass ich besser mit dem Zug nach Hause fahren sollte und bei meinen Eltern die Zeit verbringen soll. Mein Bewegungsradius wäre ohnehin aufgrund der Veranstaltung stark eingeschränkt.

    Es ist schön, dass man jetzt so Leuten wie mir Spießertum vorwirft, mir vorwirft ich sei ein notorischer Nörgler und solle mal über den Dingen stehen. Mir scheint, das diejenigen selbst nicht unmittelbar betroffen sind und dann lässt sich eben leicht daher reden.

    Weiterhin frage ich mich auch, wo Trier national im Fokus steht. Ich frag mich ohnehin, wieviel Bürger in Deutschland diese Rallye überhaupt kennen, geschweigedenn einen einzigen Namen eines Fahrers. Man kann ja noch nicht mal behaupten, dass das eine große Attraktion für die Bürger selbst ist. Denn der Rallye-Sport in Deutschland ist doch schon eine extreme Randsportart. Und bei dem Gedanken daran, dass ich stolz zu sein habe, dass vor meinem Fenster Leute mit Vollspeed an der Porta Nigra vorbeirasen, da wird nicht nur mir etwas komisch. Da braucht man mit CO2 gar nicht anzufangen.

    Und deshalb ist auch dieser WM-Vergleich nicht tauglich: Denn das war von den Bürgern selbst organisierte Freude, die eben von weiten Teilen der Stadt getragen wurde. Was man davon halten will ist jedem selbst überlassen. Vom Einschnitt her dürfte sie für uns Stadtbewohner jedenfalls lange nicht hoch sein wie die Rallye. Hier scheint aber der überwiegende Teil der Bevölkerung gegen diese Ralley zu sein und der einzige Grund, weshalb sie stattfindet, ist wirtschaftlicher Natur. Naja…

    Mich hat es sehr traurig gemacht, dass man die Bürger, denen man sowas vor ihrer Haustür zumutet, so abserviert zugunsten von ein paar Besuchern und Euro mehr in der Stadtkasse. Für mich zumindest kein Grund meine jetzige Wahlheimat auch in Zukunft Heimat nennen zu wollen…

  30. Erik schreibt:

    Mit Genuss habe ich Artikel und auch die Leserbriefe gelesen und dennoch fällt mir nur ein: “Herr mach den Himmel auf und zieh mich hoch”…

    Bis auf wenige Ausnahmen nur Fundis unterwegs. Schrecklicher geht’s nimmer… Wenn man dann noch Vorwürfe lesen muss “nur ich ich ich”und das von jemanden, der einfach nur seine Ruhe in der Innenstadt haben möchte und dem die Wirtschaftsleistung der Stadt egal ist. Toleranz? Fehlanzeige.

    Ich habe gestern auch fast gebrüllt, als ich um 22 Uhr bei offenem Fenster schlafen wollte und aus der Stadt immernoch Motorenlärm hörte, ja. Das Ganze geht aber auch vorbei…. ganz sicher.

    Und: gut finde ich, dass heute in der Stadt wirklich bunt gemischt Menschen aus aller Herren Länder da sind. Klasse!

  31. HELMUT schreibt:

    …oh Mann oh Mann… un morgen Abend spielt noch de Eintracht … da kommen noch mehr Autos in die schön alt Stadt…. VERBIETEN SOFORT!!!!

  32. Carsten schreibt:

    Ob die Rallye-Fahrer auch den Passierschein A38 haben?

  33. anwohner schreibt:

    Ich komme gerade von der Fahrervorstellung auf dem HauptmarktEinfach toll der Sound eines hochgezüchteten Rallyautos, ich kann überhaupt nicht genug davon bekommen.In den Straßenschluchten der Innenstadt hört er sich noch besser an als auf der freien Wiese! Ich freue mich jetzt schon aufs nächste jahr!

  34. Hans Q. schreibt:

    Oh je. Leider wohne ich nicht mehr in Trier. Aber die letzten Jahre habe ich mich immer auf die Rallye gefreut. Ich habe mich gefreut über die vielen Menschen die sich abends am Viemarkt eingefunden haben. Ich habe mich gefreut wenn ich eines der teilnehmenden Fahrzeuge vor oder hinter mir auf der Straße ausmachen konnte. Ich habe mich gefreut das ich auf Eurosport bzw RTL berichte über die Rallye sehen konnte.

    Und ich freue mich dieses Jahr mir die Berichterstattung auf Sport1 anzusehen
    “Der TV-Sender Sport 1 berichtet dieses Jahr von der ADAC Rallye Deutschland (19. bis 22. August 2010).

    Die spannungsgeladene Action von 80 Teams aus 28
    Nationen rund um Trier werden am Freitag, 20. August von 22:00- 22:30 Uhr, Sonntag, 22. August von 8:30-9:00 Uhr und von 23:45-00:00 Uhr, sowie am Dienstag, 24. August in einer einstu?ndigen Zusammenfassung von 17:30-18:30 Uhr zu sehen sein.”

    Herrn Weber kann ich eigentlich nur vorschlagen nun die Initiative zu ergreifen und die Römischen Wagenrennen um die Porter herum zu organisieren.
    Ich finde die Idee interessant. Aber wenn es in eine Showveranstalltung mit gedrosseltem Tempo ausartet, muss ich Ihn leider entteuschen. Ich will dann auch Halbtote Rennfahrer am Boden liegen sehen wie bei BenHur. Fragt sich natürlich ob sich sowas auf Dauer vertreten lässt ;-)

    Aber um ehrlich zu sein. Ich freue mich über die Rallye weil sie absolut nichts mit Römern zu tun hat. Ich kann nämlich diesen ganzen semiproffesionellen Römerquatsch nicht mehr sehen.
    Wenn dann macht es richtig und macht eine wirkliche Großveranstalltung daraus bei der die ganze Stadt mit einbezogen ist. Aber das nur nebenbei.

    @C.Z.M.: Sie kommen mir ein wenig vor wie die Leute in Einflugschneisen. Hinziehen und sich dann beschweren das es zu laut ist. Aber ich muss Ihnen recht geben. Es ist kein professionelles Vorgehen von der Stadt den Anwohnen gegenüber.

    @die anderen “Gegner”: Ich hätte da einen Tipp. Die von Ihnen bewohnte Wohnfläche (mit Blick auf die Strecke) lässt sich sicherlich während der Veranstalltung für einen ordentlichen Obolus an Fans der Rallye untervermieten. In Monaco halten es die Anwohner genauso. Da werden ganze Dachterassen vermietet.

  35. fraglich wofür schreibt:

    War heute mit dem Auto in der Stadt unterwegs, nach aussserhalb und wieder zurück. Keine Ahnung, was an Rallye heute in der Innenstadt anstand – das Verkehrsaufkommen war gigantisch (später Nachmittag). Zwei Beinhahe-Unfälle an Römerbrückenauffahrt und Kreuzung dahinter überlebt: vollkommen ortsunkundige Schnellfahrer schnitten im Zentimeterabstand bei Fahrspurwechsel meinen Wagen. Bis dahin also dreimal schwerst geärgert. Momentan kotzen gerade sehr, wirklichSEHR laute Engländer vor meinem Fenster. Die anderen grölen nur. Die Raserfrequenz auf ‘meiner’ Strasse hat sich verdoppelt, der Lärm natürlich auch. Weltoffenheit? Nette Skandinavier? Volle Hotels? Voller Motorsound?….

    Suche dringend EIN Argument für die Durchführung dieser Veranstaltung in einer INNEBNSTADT – konnte noch kein einziges finden!

  36. Honore Tschoukuegno schreibt:

    Glückwunsch an alle Trierer Nörgeler!

    Da hat man einmal im Jahr die Welt zu Gast in der eigenen Stadt und schon werden die sportbegeisterten Freunde aus Frankreich, Belgien, Polen, Tschechien, Estland, Litauen. Lettland, Slowenien, Slowakei, Ungarn, etc. ats asoziale Rowdies beschimpft.

    Nun denn, Ihr deutschen Trierer – wer die letzten Male die wunderbare internationale Atmosphäre in der Stadt gesehen hat und daraus den Schluss zieht, Proleten gehörten nicht in diesen Siedlungsraum, der soll sich zukünftig bei Schnitzel, (Trierer) Löwenbräu, Flieten und Viez in seine Schmollecke zurückziehen und sein Deutschtum preisen.

    Ich gratuliere allen Trierern, die mit den ausländischen Gästen eine prima Party feiern werden und lasse mich von den Trierer Berufskritikern und den darunter befindlichen nationalen Bedenkenträgern gerne weiter als Rowdie beschimpfen, denn ich muss nicht tagein und tagaus mein Leben in diesem gottverdammten Provinznest verbringen.

    Habt Ihr denn nichts aus Eurer Geschichte gelernt, Ihr Deutschen? Ausländer sind Asoziale, weil sie Sportfans sind? Wahrscheinlich ist es besser, dass Ihr zukünftig tatsächlich unter Euch bleibt. Viel Spaß dabei aus Ostasien!

  37. Thomas schreibt:

    @Stephan Jäger
    schon mal gehörtwas ein Tourstart die Stadt kosten würde ?
    http://www.radsport-news.com/sport/sportnews_40435.htm

  38. Erik schreibt:

    Liebe Honore,
    Nun ja. Bucht alle Trierer sind so und schon 7x keine Rainer Landeles – zum Glück.
    Und deshalb fühle ich mich trotzdem wohl in diesem Provinznest :-)

    Um “mitreden zu können” habe ich mir SAS ganze gestern Abend mal angesehen. Echt schräge Typen unterwegs, aber sehr bunt gemischt. Ein Alleinstellungsmerkmal haben die Fans offensichtlich: den Bierbauch/das Doppelkinn… :-)
    Aber lasst se doch spillen – säht denn Triera.

    Extrem ärgerlich und das bringt die Akzeptanz des Projektes erheblich in Gefahr:
    - fliegende Reifen und Drifts von Rennboliden wie Opel-Corsa-schwachmaten im normalen Verkehr um 20 Uhr z.b. in der Kaiserstrasse… Hier rufe ich mal nach der Polizei!

    Was zahlt die Stadt eigentlich? Das! interessiert mich brennend….

    @Stephan Jaeger:
    Prolog 2012!!!! Das wärn Ding!

  39. Hyperboreas schreibt:

    @ Honore Tschoukuegno:

    Mit Ihrem Beitrag hat die Diskussion einen neuen Tiefpunkt erreicht. Rallye-Gegner=Nazis? Autsch!

    Mir und vermutlich auch allen anderen ist die Nationalität der Fans vollkommen egal. Mich stört nur der Krach. Und selbst mit dem könnte ich leben (bzw. mich einfach verdrücken), wenn ich nicht wüßte, daß die Stadt einen dicken Batzen Steuergelder für diese Lärmbelästigung ausgibt.

    @ Stefan Jäger:

    Tour de France in Trier? DAS ist endlich mal eine vernünftige Idee, da wäre ich sofort dabei. Und dann könnte man auch wirklich beahupten, daß Trier im Fokus der nationalen und internationalen Medien steht (und nicht Freitags von 22 bis 22.30 Uhr auf Sport 1 -ehemals DSF-, kurz bevor die Sexy Sportclips anfangen…)

  40. Oscar W. schreibt:

    Oh Man, da kommt man aus dem schmunzeln nicht mehr raus.

    Da regen sich soviele Leute auf. Und wofür? Ist es den wirklich der Rede wert?

    Wäre die Rennzirkus nicht direkt in der Stadt, niemand würde sich dafür interessieren. Ausser denn Rallye-Fans selbst natürlich.

    Von daher war es schon ein genialer Coup des ADAC.

    Also an dieser Stelle ein gr0ßes Dankeschön an alle Rallye-Gegner für die erstklassige Publisity. Schade nur das die Grünen dieses Jahr nichts mehr zur Rallye beitragen. Aber das Interesse am Motorsport lässt in Deutschland ja allgemein etwas nach;-)

    P.S.: Kopf hoch! Noch drei Tage, dann ist’s erstmal vorbei. Und bis 2011/2012 ist ja noch etwas hin, wer weiß was bisdahin alles passiert…

  41. Andreas schreibt:

    Tour de FRance in Trier wäre toll,wobei da aber die Argumente der Rallye-Gegner 1:1 übernommen werden können..da muss die Stadt auch ne Menge Geld an die ASO abdrücken,die Straßen müssen genauso gesperrt werden und pro Radfahrer gibts mind. ein CO2 verursachendes Fahrzeug dabei..

  42. Gerd schreibt:

    @Helmut
    Jawohl alle Fahrer, Zuschauer und die Ralleygegner sowieso heute Abend zur Eintracht. Das wäre dann der beste Aspekt der Veranstaltung…
    Um 19 Uhr gegen Wuppertal — macht das Moselstadion voll liebe Ralleyfreaks!

  43. Hyperboreas schreibt:

    @ Erik:

    Wieviel es diesmal ist, hab ich leider nicht mitbekommen. Vor zwei Jahren lag der Zuschuß bei so etwa 100.000 Euro…

  44. derWolf schreibt:

    Neben Guildo Horn hat Trier genau noch EINE Sache die es überregional bekannt machen. Wer sich in diesem Zusammenhang gegen drei Tage Lärm und Einschränkungen in der Bewegungsfreiheit beschwert, schwärzt am Wochenende auch Falschparker bei der Polizei an. Da kommt dann halt doch wieder das Kleinbürgertum der hiesigen Bevölkerung zum Vorschein.

    Im Übrigen ist der Beitrag von Herrn Weber schlichtweg naiv und weltfremd. Motorsport ist Unterhaltung … und Unterhaltung ist immer zeitgemäß.

  45. derWolf schreibt:

    …ach ja … ich wohne übrigens auch in der Innenstadt und darf dementsprechend auch meinen Senf beitragen :-)

  46. Stephan Jäger schreibt:

    @Andreas

    “Tour de FRance in Trier wäre toll,wobei da aber die Argumente der Rallye-Gegner 1:1 übernommen werden können…”

    Natürlich gibt es eine Reihe von (Gegen)Argumenten, die schlicht für JEDE Großveranstaltung, die in der Stadt über die Bühne geht, gelten. Schon klar, dass auch der Tour-Tross nicht mit Quellwasser betrieben wird und, dass es eine Menge “Radau” machendes Drumherum gibt.

    Entscheidend ist in meinen Augen, dass es eine Veranstaltung ist, die einfach besser in die Zeit passt.

    Ich bin sicher der Letzte, der sagen würde, dass Motorsport kein Sport ist. Aber spätestens am Ende des “Erdölzeitalters” (das wohl näher ist, als die Meisten wahrhaben wollen) wird sich Motorsport komplett erledigt haben. Erste Vorzeichen hierfür sind bereits heute erkennbar. Die schwindende Popularität des Rallye-Sports hat nicht ausschließlich etwas mit dem Fehlen von Identifikationsfiguren, wie Walter Röhrl (der übrigens auch auf dem Fahrrad ein extrem harter Knochen war) zu tun. Mehr und mehr namhafte Automobilhersteller weltweit schränken bereits heute ihr Engagement im Sportbereich stark ein.

    Demgegenüber steht eine Sportart, die TATSÄCHLICH jeder selbst ausüben-, in der er relativ gefahrlos seine Grenzen austesten kann (und nicht nur, unter Lebensgefahr für sich selbst und seine Mitmenschen, so tun, als ob). Ausgeübt mit einem Sportgerät, das für körperliche Ertüchtigung und moderne, vernünftige Fortbewegung im urbanen Raum, anstatt für Bewegungsarmut, verstopfte Innenstädte, Staus und verpestete Luft steht und, das sich jeder leisten kann.

    Direkte, positive Folge: Es wird ein anderes, eher Bewegungs- als Auto-affines, Publikum angezogen. Der “CO2-Ausstoß” der Veranstaltung selbst mag nahezu der Gleiche sein. Der des “Zuschauer-Drumherums” wird lediglich einen kleinen Bruchteil ausmachen. Ein ständiges motorisiertes Pendeln von Zehntausenden zu irgendwelchen Sonderprüfungs-Orten würde es nicht geben. Von den peinlich-gefährlichen Ausfällen einiger gar zu “Inspirierter”, die es im Umfeld eigentlich jeder Rallye zu beklagen gab, ganz zu schweigen.

    Weiter auf der “Haben”-Seite: die schon angesprochene Medien-Präsenz. Die Tour de France ist tasächlich ein Weltereignis und nennt sich nicht bloß so. Sie ist die bedeutendste jährlich ausgetragene Sportveranstaltung weltweit. Dementsprechend wird sie wahrgenommen.

    Was die Kosten angeht: Nun, was eine “Metropole” wie Esch/Alzette zustande bekommt, sollte doch auch für Trier nicht unmöglich sein, oder? Und die Rallye WM ist ja auch nicht eben umsonst.

    Wir leben hier – ABGESEHEN VON DER STADT SELBST! – in einem der schönsten und abwechslungsreichsten Radsport-Reviere der Republik. Warum dieser Tatsache also nicht auch einmal mit der Wahl einer Großveranstaltung Rechnung tragen? Dass so etwas, wenn es richtig gemacht wird und die Stadt dahintersteht, in Sachen Zuschauer-Resonanz und Begeisterung, selbst mit Randsportarten funktionieren kann, wurde ja schon bewiesen. Ich denke heute noch gerne an den “Hexenkessel Innenstadt” bei der Triathlon Europameisterschaft 1990 zurück.

  47. Stephan Jäger schreibt:

    @Erik

    “Was zahlt die Stadt eigentlich? Das! interessiert mich brennend….”

    “In der Vergangenheit flossen jeweils rund 90.000 Euro an den ADAC, von denen allerdings 47.600 Euro auf Mietzahlungen für den Messepark entfielen, an deren Gesellschaft die Stadt beteiligt ist.”

    nachzulesen hier:

    http://www.16vor.de/index.php/2009/09/11/kunftig-jedes-jahr-rallye-circus-in-trier/

    @Thomas

    “schon mal gehörtwas ein Tourstart die Stadt kosten würde ?”

    Nun, vielleicht muss es ja nicht gleich der Startprolog sein.

    Andere, (in Größe und “Finanzsituation”) Trier durchaus vergleichbare Städte jedenfalls scheinen mit der Tour SEHR positive Erfahrungen gemacht zu haben:

    http://www.muehlacker-news.de/nachrichten/pforzheim_artikel,-Tour-in-Pforzheim-Das-hat-uns-einmalig-gemacht-_arid,204978.html

    …und das zum “Schnäppchenpreis” von “unter dem Strich nur 50 000 Euro”. Selbst, wenn man davon ausgeht, dass die Sponsoren, wie die Erfahrung lehrt, in Trier “etwas zurückhaltender” sein würden (hier profitiert man halt lieber, OHNE etwas dafür zu tun), müsste dieses tatsächliche Stehen im internationalen Rampenlicht letztlich billiger zu haben sein, als das “Calibra-Schwachmaten-Spektakel”.

    Außerdem: Trier war doch schonmal Etappenstadt. Allerdings konnte mir hier auch Google nicht mit Details dienen. Vielleicht erinnert sich ja noch irgendwer.

  48. fraglich wofür schreibt:

    Innenstadt-Wolf: “Neben Guildo Horn hat Trier genau noch EINE Sache die es überregional bekannt machen.”

    Genau, und zwar Karl Marx. Oder die Römer? Aber die rannten mit ihren Rennwägelchen schliesslich auch nicht durch dicht bewohnte Gebiete, sondern verlagerten sie an die Stadtränder. Wenn die den Cardus Maximus kurzerhand gesperrt und zum “Circus maximus” erklärt hätten, wäre es den Machthbern genauso an den Kragen gegangen, und hätte es genauso massive Kritik gehagelt.

  49. Norbert Damm schreibt:

    Meine Fragen:
    Wieso ändert sich nichts mit OB Jensen und dieser Koalition?
    Wann endlich legen wir TriererInnen uns auf die Straßen im “Circus Maximus?

  50. jj schreibt:

    @ Hans Q.
    Ich kann Ihre Begeisterung für die Rallye durchaus nachvollziehen, ich finde sie ebenfalls eine gute Sache. Aber ich finde, dass Sie es sich etwas einfach machen, wenn Sie die Anwohner des Circus Maximus mit denen von Flugschneisen vergleichen und ihnen vorschlagen, Ihre Wohnungen zu vermieten. Und da ich als Anwohner auch davon betroffen bin, erkläre ich gerne mal, was alles nicht in Ordnung ist mit der Rallye für Anwohner.

    Ich glaube kaum, dass es jemanden gibt, der in die Innenstadt zieht und sich nicht bewusst ist, dass er dadurch bei Veranstaltungen einiges aushalten muss. So etwas weiß man vorher. Und die Anwohner sind einiges gewöhnt und beschweren sich nicht darüber, wenigstens nicht soweit ich es bei meinen Nachbarn mitbekommen. Nicht beim Altstadtfest, nicht beim Stadtlauf, nicht bei den anderen Sachen. Aber die Rallye ist etwas anderes, die Rallye ist so nicht in Ordnung.

    1. Ich weiß von Freunden, die in der Nähe der Weinberge wohnen, durch die die Wertungsläufe gehen, dass sie auf die Tribünen eingeladen werden. Quasi als Wiedergutmachung für die Lärmbelästigung. Nichts dergleichen gibt es in Trier, wenigstens nicht meines Wissens nach.

    2. Es ist vielmehr sogar noch schlimmer: Wer sein Haus verlassen oder dorthin zurückkehren möchte, braucht für den Sonntag einen Spezialausweis. Den muss er sich vorher besorgen gehen, anstatt dass man ihn in den Briefkasten wirft oder den Leuten vorbeibringt.

    3. So richtig schlimm wird es für diejenigen, die ein eigenes Auto besitzen. Die dürfen es mit einem weiteren Spezialausweis auf einen Parkplatz bei einer Schule stellen. Sonntag Abend müssen sie es jedoch wieder wegfahren, damit der Schulbetrieb normal weiterlaufen kann.

    Um es noch einmal ganz klar zu sagen: Ich freue mich, dass die Rallye in Trier ist, und ich freue mich über die Gäste in der Stadt. Aber es ist nicht in Ordnung, von den Anwohnern zu erwarten, dass sie ein ganzes Wochenende lang ihr Leben nach den von außen vorgegebenen Bedingungen richten. Es ist nicht okay, ihnen die Parkplätze zu nehmen, ohne ihnen Ausweichmöglichkeiten zu bieten, die sie bis zum nächsten Tag nutzen können. Es ist nicht in Ordnung, ihnen das Erreichen ihrer Häuser unmöglich zu machen, ohne ihnen wenigstens einen Tribünenplatz als Zeichen der Anerkennung zu bieten. Und es ist nicht okay, ihnen davon durch einen Wurfzettel zu erzählen, ohne Informationsveranstaltung und ohne Entgegenkommen von der Stadt oder den Organisatoren.

    Keine andere Großveranstaltung in der Trierer Innenstadt vereint so tiefe Eingriffe ins Leben der Anwohner mit so miserabler Informationspolitik. Und deswegen ist es nur richtig, dass bei keiner anderen Großveranstaltung so laut darüber diskutiert wird.

  51. Aurum schreibt:

    @Norbert Damm:
    Gute Idee…sollten wir, wenn dieser Zirkus nächstes Jahr wieder auf uns zukommen sollte, in Erwägung ziehen. Ziviler Wiederstand der sogenannten “Spiesbürger” (wie “wir” in diesem Forum gerne bezeichnet werden…also die, welche dann doch eher sinnvolle Grossveranstaltungen bevorzugen). Wer Ralleysport mag (so sinnlos ich persönlich es halte, aber jeder darf ja gott sei dank noch seine Meinung haben) soll diesen gerne beobachten…aber bitte doch nicht in einer Stadt (!!!). Ich glaube diese Diskussionen hier zeigen, das doch ein Diskussionsbedarf in der Trier Bevölkerung besteht. Sollten wir nicht nächstes Jahr einfach eine Bürgerabstimmung in Trier machen? …und wenn die Mehrheit der Bürger der Stadt für eine Ralley in der Sadt ist, dann soll es so sein…dann werden sich die sogenannten “Spiesbürger” auch die Ralleyfans gewähren lassen (versprochen (-: ).
    Ich glaube aber weder, das die Mehrheit dafür sein wird, noch das die Ralley einen Gewinn für die Stadt darstellt. Ich werde jetzt nicht alle Argumente, die schon in anderen Beiträgen aufgeführt worden nochmal anführen.
    Sollte es aber nächstes Jahr wieder so ablaufen wie dieses Jahr, wäre ich doch dafür vorher den Protest etwas gezielter und organisierter im Vorfeld und während der Veranstaltung zu gestalten. Jetzt sich im nachhinein auf dieser Bühne auszulassen bringt ja jetzt auch nix mehr ;-:

  52. Smilla schreibt:

    Interessant ist vor allem die Informationspolitik. Als ich heute nach Hause kam, sperrten Ordner gerade die halbe Straße, danach rasten die Autos direkt an meiner Tür vorbei. Eigentlich hätte ich erwartet, zumindest informiert zu werden, dass die Straße vor meiner Wohnung als Rennstrecke benutzt wird. Da es keinen Bürgersteig gibt, bin ich mittendrin statt nur dabei, sobald ich aus der Haustür trete…

  53. Thorsten Kretzer schreibt:

    Richtig schön zu sehen, wieviel’ Trierer” sich an der Diskussion hier beteiligen. So viele neue Aktive in diesem Forum, mal sehen ob die “Namen” auch noch bei weiteren Trierer Themen auftauchen, wenn der Renncircus mit seinen Lobbyisten schon weitergezogen ist…

    Alle hier getroffenen Aussagen zu kommentieren verbietet die Netiquette! Doch die ein oder andere Aussage kann ich einfach so nicht stehen lassen, weil sie “voll daneben” ist:
    Natürlich ist es das Recht der Trierer und der Anwohner und vernünftig denkenden Menschen gegen diese Rallye zu sein. Sie deshalb mit intoleranten Menschen in einen Topf zu werfen, wäre genauso gerechtfertigt, wie Menschen dafür als fremdenfeindlich zu bezeichnen, wenn sie sich gegen einen internationalen Kongress von Faschisten/Waffenhändlern oder Atomlobbyisten wehren. [Bezug auf Argument von #35 Honore Tschoukuegno]

    Ähnlich gelagert ist die Argumentation von Mario [#23], denn “weltoffen und tolerant für neues” würde eben nicht bedeuten, einer etwa hundert Jahre alten Technologie von Verbrennungsmotoren zu huldigen, sondern wirklich etwas Neues zu wagen (Elektrorallye z.B. andere Vorschläge wurden hier auch schon gemacht). Und weiter schreibt Mario: “Man kann hier keine Grundsatzdiskussion über Sinn und Zweck von Motorsport…in Zeiten wie diesen, lostreten. Dies ist ein grundsätzlicheres Thema, dass nicht die Stadt Trier lösen wird.” Doch! Gerade in Zeiten wie diesen, in denen klar wird, welche Folgen die unendliche Gier nach Öl hat (z.B. Golf von Mexiko) muss man solche Diskussionen lostreten und warum nicht in Trier. Sind wir Dir zu provinziell um wichtige Themen auf die Agenda zu setzen, oder was ist Dein Problem mit uns Trierern?

    Ein letztes Wort zu Toleranz: Einfach noch mal den Kommentar von Klartexter [#19] lesen: “Mein Gott – dann soll er halt ins Altersheim auf der Härenwies umziehen, dort findet er Ruhe und Frieden!”

  54. Wochenend-Trierer schreibt:

    Ich wohne in der Deutschherrenstraße. Da ich nur am WE in Trier bin, habe ich von der Rallye bislang nichts mitbekommen. Ich muss am Samstag und Sonntag mit dem Auto diverse Fahrten machen. Brauche ich nun auch den Passierschein A38 ????

  55. Stefan Wolff schreibt:

    Ups, da ist mir doch bei Leserbrief Nummer Trölfundsiebzig das Gesichts eingeschlafen. Bin dann schnell mit meinem Verbrennungsmotor-Zeitmaschinen-DeLorean über die Nordallee (da ist gerade irgendwie nix los) in die Vergangenheit geballert und siehe da: Jedes Jahr die gleichen Leserbriefe von den gleichen Nasen mit den gleichen Diskussionen. Neu war dieses Jahr die Tour de France – glaub’ ich. Find ich gut – das wär’ ja mal endlich ein toller, und rundum positiv konnotierter Sportevent. Gut für’s Image. Können wir ja dann an der Löwenapotheke starten lassen, Zischenstopp Apotheke am Kornmarkt und Ankunft in Wasserbillig (da is’ Epo billiger).
    Was ich will? Ein bisschen Entspanntheit auf allen Seiten. Die Rallye kommt eh wieder – egal wieviel Leserbriefe hir reingeklöppelt werden. Mein Vorschlag: In der Stadt bleiben und geniessen, dass sie ein WE lang sowas wie einen Puls hat, Internationalität atmet und ein bisschen vibriert. Oder ins Südbad flatschen, Stöpsel in die Ohren und Montach wieder auf der Zurmainer im Stau stehen. Viel Spaß!

  56. Stephan Jäger schreibt:

    “Neu war dieses Jahr die Tour de France – glaub’ ich. Find ich gut – das wär’ ja mal endlich ein toller, und rundum positiv konnotierter Sportevent. Gut für’s Image. Können wir ja dann an der Löwenapotheke starten lassen, Zischenstopp Apotheke am Kornmarkt und Ankunft in Wasserbillig (da is’ Epo billiger).”

    Oh ja, stimmt! Wie konnt’ ich sowas durch und durch Verderbtes nur vorschlagen? Gut, dass das ENDLICH jemandem auffällt! Wo doch jeder weiß, dass ausschließlich der Radsport völlig verseucht ist, während ALLE anderen Sportarten “sauber” sind.

    Ich erinnere mich noch, als wäre es gestern gewesen:
    Der erste Tag, an dem die ARD sich – mit frisch poliertem Heiligenschein – von der Tour -Übertragung zurückgezogen hatte und stattdessen ein Dressur(!)-Reitturnier irgendwo auf der grünen Wiese übertragen hat…

    …das dann leider prompt von einem umfangreichen Dopingskandal überschattet war. Die guten Pferdchen waren voll bis an die Halskrause mit allem, was gut für die Nerven ist.

  57. jacobus s schreibt:

    Ich finde diese Rally einfach nur klasse;weiter so ADAC u Stadt Trier! Ich freue mich riesig auf den Circus Maximus am Sonntag vor der Porta .An alle Radler: dadurch das sich alles vor der Porta konzentriert habt ihr den Rest der Fussgängerzone zum—– verbotswidrigen——— durchfahren allein für euch.ach ja das macht ihr ja ohnehin.

  58. Stefan Wolff schreibt:

    Herr Jäger – als hätte ich Ihnen ‘ne Acht ins Liegefahrrad getreten. Tut mir leid – mein frommer Wunsch nach Entspanntheit, war augenscheinlich zu fromm. Verbissenheit wo man hintippt.

    “…während ALLE anderen Sportarten “sauber” sind.” Quod erat demonstrandum.

    Zumal ich in meinem Text jetzt gar nicht lesen kann, alle anderen Sportarten seien sauber. Und warum? Weil’s nicht stimmt. Aber das stand dann wahrscheinlich irgendwo zwischen den Zeilen. Da hab ich jetzt nicht so genau hingeschaut. Mach ich dann, wenn ich 2023 den Artikel zum Springreit-Reitturnier auf dem neu begrünten Porta-Vorplatz kommentiere.

  59. Kartharsis schreibt:

    Bei der Diskussion für und wieder Rallye “WM” in Trier tauchen zunehmend ungeklärte Fragen auf.
    Vorab: Klar ist, daß Geld in die “Region Trier” fließt , aber wohin und wofür und wieviel?
    Da gibts eine Untersuchung der Uni KL , die besagt, daß 22 Milllionen Euros in die Region gespült werden durch die Rallye .. hm – aha. – Nun stellt sich die Frage : Warum gebst da keine der Uni Trier selbst ( Geographie der Freizeit und des Tourismus ) ?
    Die 22 000 000 stellen zum Beispiel nur die Hälfte der 40 000 000 dar, welche Anfang der 2000 er beim gleichen Event als Rallye – Geldsegen betrachtet wurden. Glaube seit nennt man Deflation ,-)).
    Beide Zahlen, ob 22 oder gar 40 millionen scheinen sehr überhöht…
    Als Vergleich : Im Endbericht zur Konstantinausstellung von Instituten der Trierer Uni ( auch ETI ) spricht man bei weit über 500 000 Besuchern von knapp 30 000 000 Euro an durch dieses Event generierten Geldfluß.
    Auch seiht man lediglich in 2007 einen eklatanten Anstieg der Übernachtungen ( IHK Statistik) .
    Davon ausgehend, daß ( wie die “Studie” der Uni KL aussagt ) , daß der überweigende Anteil der 22 000 000 in Übernachtungen fließt, vorsichtig gesagt mal 11 000 000 , würde dies bei 50 euro pro nase ca 220 000 übernachtungen bedeuten ..AHA , – utopisch !! – müssten also über 70 000 (!) drei Nächte in der Region mehr verbringen, als sonst an jenem WE im August.. – ohne Rallye – Quatsch!
    Eine andre Zahl: Die Stadt gebt ca 50 000 an den Messepark im Rahmen der Rallye , es stimmt die Stadt Trier ist Teilhaberin der MFG , aber der Betreiber ist Schneider Promotion und sitzt in der Eifel. Der Löwenanteil deiser 50 000 ist dementsprechend einfach weg !
    Alles alles so lustge Zahlenspiele a la Loveparade…
    Festzuhalten bleibt: Es gibt einen ökonomischen Effekt, aber die offiziellen Zahlen scheint ( wie üblich) WEIT übertrieben.
    Image:
    Tja , hier nur zwei Aspekte.
    1. Welche Besuchergruppen will und kann und muß Trier in Zukunft ansprechen ? Womit läßt sich die “Marke Trier” weltweit POSITIV verbinden ? Nachhaltig ? auch in 30 Jahren?
    Wohl kaum mit nem “Verbrennungsmotorenwettkampf” , die älteste Stadt Deutschlands und eine der schönsten Europas , vollgestopft mit dröhnenden , bunten Potenzverstärkern… und deren Bürger “hinter” Gittern… ,-)..
    Fazit:-
    Die sog Rallye WM bringt kurzfristig etwas Aufmerksamkeit , könnte langfristigsogar eher dem Image schaden…
    Der finanzielle “Ertrag” wird überschätzt…. oder auch bewußt übertrieben
    Appell: -
    Liebe Verantwortliche der Stadt Trier ( ich weiß es gibt sie..,-)) überlegt Euch bitte nachhaltige Maßnahmen hinsichtlich der “Marke Trier” .. bitte nur noch ganz wenige Jahre ADAC Rummel.. bitte.. ps Viel Erfolg dabei !

  60. Stephan Jäger schreibt:

    Tut mir leid, Herr Wolff. Das sollte nicht unentspannt rüberkommen. Aber den Spaß mit der Apotheke hat man als Radsportler irgendwann einfach oft genug gehört. Das ist in etwa so originell, wie “einszwo einszwo” zu rufen, wenn jemand an einem vorbeiläuft.

    Wobei die Tatsache, dass Sie jemandem, der offensichtlich Radsport im Allgemeinen und die Tour im Speziellen wertschätzt, ein LIEGErad unterstellen, natürlich – quasi entschuldigend – den Grad an Auseinandersetzung mit der Materie belegt, dessen es Bedarf, um sich mit der Pharma-Zote noch ulkig vorzukommen.

    Entspannt-sportliche Grüße!

  61. Kopfschüttler schreibt:

    Zitat von Aurum:

    …wie “wir” in diesem Forum gerne bezeichnet werden…also die, welche dann doch eher sinnvolle Grossveranstaltungen bevorzugen…

    Wer bitte schön legt denn fest, welche Großveranstaltungen sinnvoll sind, und welche nicht?!
    Rosenmontagszug, Tour de France, Altstadtfest, Zurlauben, DFB-Pokal oder eben Deutschlandrallye? Ist sicherlich für jeden was dabei, aber genau so sicher nicht alles was für mich. Alles ist für einzelne mit Einschränkung oder Belästigung oder eben auch mit Profit verbunden.

    “Leben und leben lassen” wäre doch mal eine Devise, die ein paar der Kommentatoren hier einmal verinnerlichen könnten, bevor sie hier für alle festlegen, was gut und was schlecht ist. Oder nennt es einfach nur Toleranz…

  62. Kristkindl schreibt:

    NERVIG ist das….ich glaub ich spinne…ab 6Uhr SONNTAGS früh…kann man nich mal ausschlafen?
    Sinnloses rumgegurke..stinkt und macht Lärm.
    Und das heutzutage wo die Menschen doch mal umdenken sollten…aber das juckt ja viele nicht.Geht ja nur um ihren Spass…Scheiss auf die Umwelt.
    SPORT heisst Bewegung und nicht dumm im Auto rumsitzen und die schöne Trierer Luft zupesten…!!

  63. autofahrer schreibt:

    Sonntag mittag, 14 Uhr: weshalb wurde ich als Anwohner nicht informiert, dass die Rallye an diesem Tag auch durch die Zuckerbergstrasse verläuft?? Dachte, es ginge heute ‘nur’ um die Porta?? Im Minutentakt heulen Motoren in Rennlautstärke vor unserem Haus auf, und bei Grünphase der 2 Ampeln in der Strasse erreichen diese Fahrzeuge an einem normalen Sonntag Mittag auf einer nichtgesperrten Innenstadtstarsse locker mal 100 kmh. Bei der Vorbeifahrt ist eine Verständigung bei Zimmerlautstärke nicht möglich. Würde mich interessieren, ob ich mit Freunden und 20 Wagen auch dort um diese Zeit so laut und so schnell fahren dürfte? Oder müssten wir erst usnere Autos bunt anmalen?

  64. Norbert Damm schreibt:

    OB Jensen flüchtet.Lokal. Aber er spricht sich nicht gegen diesen Auto- und Motorwahnsinn aus . O.k. Der Hauptentscheider zieht den Schwanz ein gegen die ADAC-Lobby. Aber auch alle ADAC-Mitglieder sollten sich fragen, wieso muss ein Automobilclub Rennen veranstalten? – Geld. Geld. Geld. – Ich wiederhole mich: TriererInnen legt euch beim nächsten Mal auf die Straßen des “Circus Maximus”. 2000 von 100 000. Das würde uns dann schützen gegen eine Polizeiübermacht. Gegen Hubschrauber und ADAC-Helfer. Gehn wirs an.

  65. Mike (Anwohner) schreibt:

    Auch als Nicht-Motorsport-Begeisterter genieße ich die Anwesenheit der vielen auswärtigen und meist ausländischen Gäste sehr, zumal die Stadt an den Rallye-Wochenenden auf mich einen sehr viel offeneren, jüngeren Eindruck macht als gewöhnlich. Auch mein zweijähriger Sohn ist begeistert, hat Sebastien Loeb quasi beim Brötchenkaufen (Café Mohr) getroffen und findet “Rennautos” und die vielen “Polizeimotorräder” klasse. Wir haben zwar vom Rallyesport keine Ahnung, freuen uns aber auf das (leider nicht ganz) alljährliche Volksfest und nehmen die Kehrseite gerne in Kauf. Welcome to Trier, racing drivers. Let’s make some noise.

  66. Det schreibt:

    zu Mike (Anwohner)

    Ihrer Argumentation ist nichts hinzuzufügen.

  67. autofahrer schreibt:

    Werter Mike, schieben Sie doch nicht Ihren Sohn vor. Es ist uns allen klar, was Sie sagen wollen. Frühkindliche Freude beim Anblick eines Exemplars mann, der schneller fahren darf – und kann – als Sie. Aber schön, dass wenigstens er im zarten Alter von 2 jahren einen Rennfahrer erkennt, obwohl er keine Ahnung davon hat. Und Sie auch nicht! Respekt – das nenne ich Erziehung! Führt Motor’sport’ zur Hirnerweichung? Und – welches Argument hat sich da jetzt in Ihrem höchstqualifizierten Text versteckt? Dass es im Cafe Mohr auch Brötchen gibt??

  68. Felix Brand schreibt:

    Die Rally ist vorbei.Es war wieder eine tolle Atmosphäre in meiner Heimatstadt.
    Eine gute weltweite Werbung für Trier.
    200.000 Rallytouristen fanden ihren weg nach nach Trier, berichtet heute die FAZ in einem großen Artikel.

    Es ist nicht nur mir aufgefallen, dass die Bürgermeitsterin und der Oberbürgermeister bei dieser für Trier so wichtigen Veranstaltung fehlten, aus Angst vor Wählern, für die Ideologie wichtiger ist als millionenschwere Wertschöpfung für die Region.

    Ich hoffe, dass sich der Veranwortliche Weltverband FIA im Oktober wieder für Trier als Austragungsort in den nächsten Jahren entscheidet.

    Felix Brand, Mitglied der FDP-Stadtratsfraktion

  69. Hyperboreas schreibt:

    Der von Herrn Brand erwähnte Artikel findet sich hier:

    http://www.faz.net/s/Rub8C6F3503328B4FC2843206F67CB1BB67/Doc~EF6AE27076D114A25B54B0B1515A23EA6~ATpl~Ecommon~Scontent.html

    In der Tat, der Name unserer Stadt wird mehrere Male erwähnt…

  70. Kommentar schreibt:

    Unabhängig von der Rally hat Frau Weber recht. “In diesen Tagen präsentiert sich die Stadt als jung, international und sportlich”. Ich habe genau denselben Eindruck – an allen anderen Tagen des Jahres präsentiert sich Trier nämlich altbacken, kommunalpolitisch denkend und unbeweglich…

  71. Netzersfriseur schreibt:

    @autofahrer

    unverschämter gehts ja schon gar nicht mehr… wenn ich mir hier die meisten Kommentare anschaue wird mir schlecht, soviel Öekofaschisten auf einem Haufen…

    bin mal gespannt ob beim nächsten Luxemburger Feiertag, wenn die Stadt mal wieder so richtig zugestaut und verpestet wird, es ähnliche Diskussionen geben wird….

  72. Stephan Jäger schreibt:

    @”Kommentar”

    “In diesen Tagen präsentiert sich die Stadt als jung, international und sportlich”

    In dem Zusammenhang verweise ich gerne auf den Kommentar Nummer 38 von Erik:

    “Ein Alleinstellungsmerkmal haben die Fans offensichtlich: den Bierbauch/das Doppelkinn…”

    Ja, SO kennt man das! In Trier findet “Sport” halt vorwiegend mit den Augen statt: De Eintracht kucken. De Rally Kucken. Unn dann hemm Fernsehen kucken.

    Wie lange man wohl in Trier wohnen muss, um sowas für “jung” und “sportlich” zu halten?

    @Hyperboreas

    Prima! Danke für den Link! Ja, genau so stelle ich mir Stehen im Fokus des Weltinteresses vor. Erfolgreiche Werbung für die Region, die sich in Sätzen, wie

    “Man könne es sich einfach nicht leisten, auf eine solche Veranstaltung zu verzichten, hieß es bei der Sitzung des Stadtrates. Nun werden die Trierer noch ein wenig warten müssen, bis sie wieder Gas geben können”.

    manifestiert.

    Die kleinen Dorfhonks, die so gerne weiter mit Autochen spielen würden. Man scheint uns mancherorten besser zu kennen, als wir uns selbst.

  73. Hyperboreas schreibt:

    Man beachte auch noch die weitere Berichterstattung in den nationalen und internationalen Medien:

    http://newsticker.sueddeutsche.de/list/id/1029887
    http://www.zeit.de/sport-newsticker/2010/8/22/255511xml

    oder

    http://derstandard.at/1282273341857/Mister-hundert-Prozent

    - da steht doch tatsächlich “im schönen Moselland”! Wenn das mal keine gute Werbung ist…

    weniger schön:
    http://www.fr-online.de/home/brandunfaelle-bei-rallye-deutschland/-/1472778/4578586/-/index.html

    bei der BILD findet man übrigens gar nichts…

  74. anwohnerin schreibt:

    “Jährlich rund 90.000 Euro würde Trier aus dem Stadtsäckel in die Rallye fließen lassen” lese ich da gerade in der FAZ.

    Da stellt sich mir dann die nächste Frage: warum bezahlt die Stadt aus dem Stadtsäckel dafür, daß hier andere eine Party veranstalten? Andersrum würde doch ein Schuh draus!

    Und mir wird immer erzählt, die Stadt hat kein Geld…

  75. Stephan Jäger schreibt:

    @Hyperboreas

    “bei der BILD findet man übrigens gar nichts…”

    Ooops! Dann hätte die Mehrheit der Trierer, die nicht gerade in Hörweite wohnen, ja nie davon erfahren.

  76. Exiltrierer schreibt:

    Es fällt mir schwer, meine Schilddrüsenschwellung im Rahmen zu halten, wenn ich so manche Kommentare lese. Ich bin weder ein “Ökofaschist” (das erfüllt schon den Straftatbestand der Beleidigung) wie Netzfriseur meint noch lehne ich diese Veranstaltung aus ideologischen Gründen ab, wie Herr Brand allen Kritikern pauschal unterstellt. Ich weiß auch nicht wie millionenschwer die angebliche Wertschöpfung ist, Zweifel sind erlaubt, wenn man die eine oder andere Gegenrechnung aufmacht. Seis drum: ich halte solche Events einfach für unvernünftig, sie beinhaltet ein Risikopotential, das meines Erachtens nicht mehr verantwortbar ist. Dem Argument “Die Region braucht diese Veranstaltung” wurde auch in Duisburg absolute Priorität eingeräumt, die Folgen sind bekannt.

    Auffallend ist, dass einige Befürworter hier mit einem Vokabular um sich werfen, das noch nicht einmal mehr die Bewertung “unterste Schublade” verdient. Ich würde das mal so interpretieren: wenn einem die Argumente ausgehen, wird die verbale Blutgrätsche einsetzt. Dazu zwei Zitate:

    “ich wollte mich eigentlich intellektuell mit Ihnen duellieren, aber ich sehe, Sie sind unbewaffnet” (Autor fällt mir gerade nicht ein)

    “Ich bin zwar nicht Ihrer Meinung, aber ich werde alles dafür tun, das Sie sie auch weiterhin äußern können” (Rosa Luxemburg)

    In diesem Sinne: redet weiter von Ökofaschiste, ideologisch Verblendeten, Spießern usw., wir werden es einzuordnen wissen.

  77. Rita Pavone schreibt:

    trier sollte sich um die ausrichtung der weltmeisterschaften im spazierengehen bewerben (disziplinen: solo, tandem, pulk, handinhand, freestyle, cross, freihändig, quaddro, kür), dann hat die liebe seele ruh’.

  78. Hautzenthiel schreibt:

    Dieses Leserbriefpamphlet hier verleitet mich leider zum zweiten Mal ( das erste Mal war nach der NPD Wahl in den Stadtrat) dazu, mich für meine geliebte Stadt zu schämen!

    Ich hoffe das alle Gäste die am Wochenende nach Trier kamen eine tolle Zeit hatten und gerne wieder kommen werden.

    Ich fande es großartig, euch feiernd ( auch gerne mit Bierbauch und Doppelkinn, Pickeln oder Glatze) in der Stadt zu sehen und eine schöne Zeit gehabt zu haben! Von meiner Seite seid ihr und euer Sport herzlich wieder willkommen! Und an Gleichgesinnte von mir ( Anwohner) – es ist beschämend! Wegen ein paar Stunden – ich wünsche Ihnen allen etwas mehr Freude am Leben, etwas mehr Entspannt- und Gelassenheit und sich nicht immer so wichtig zu nehmen!

  79. Kartharsis schreibt:

    Zahlen – Wahnsinn :
    Ratsmitglied Brand spricht von 200 000 Rallye Besuchern in Trier ..WOW … zum Vergleich bein Trierer Altstadtfest spricht man von bis zu 100 000 Besuchern…
    Jeder, der das ASF und die Rallye kennt, weiß : uups hier stimmt was nicht…
    Selbst der ADAC spricht von “kumulierten” Zahlen – ergo können die selben Besucher mehrmals “gezählt” werden, da diese sich ja durchaus auch zwischen verschiedenen Rallyearealen ( innerhalb der ganzen Region ) hin und her bewegen…
    Taj aber einer der gewählten Entscheider der Stadt Trier übernimmt da mal flugs ein Halbzitat aus der FAZ – ohne Reflektion , oder in blanker Blauäugigkeit.
    Nach Brandt also 200 000 Besucher in Trier …. Wenn alle Ratsmitglieder so “strukturiert” sind und dermaßen fundiert argumentieren – dann ist es klar, warum soviel warme Luft in Trier geblasen wird und sich nicht allzuviel in Richtung Zukunft bewegen kann…
    Die Rallye – an und für sich – ist mit Sicherheit ein wichtigerer “Wirschaftfaktor” als zb die Antikenfestspiele, ABER 1. zu welchem Preis??? und 2. Bitte mit halbwegs realistischen Zahlen arbeiten !!!
    Letztendlich kann man Exiltrierer nur Recht geben, vielle Argumente der Pro Rallye Debattanten erinnern frappierend an die Mentalität, die in Duisburg zur Katastrophe führte – BEDENKLICH

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