“Flucht nach vorn” gefährdet
TRIER. Die “Flucht nach vorn” wird Ende des Jahres in der Judengasse dicht machen. Ob sich die Pläne der Clubbetreiber für einen neuen Standort in Kürenz realisieren lassen, ist noch offen.
Wie unser Medienpartner hunderttausend.de berichtet, machen massive Anwohnerbeschwerden aufgrund der Lärmbelastung einen Weiterbetrieb des Clubs an seinem jetzigen Standort unmöglich.
Deshalb will man umziehen, am liebsten in ein leer stehendes Gebäude in der Schönbornstraße. Über einen entsprechenden Antrag auf Umnutzung der Räume in Kürenz wurde allerdings noch nicht entschieden. Es gebe noch keinen “Plan B” so Mitbetreiber Bernhard Robert gegenüber hunderttausend.de
Einen ausführlichen Bericht finden Sie hier: Ende in der Judengasse
von 16vor





31. August 2010 (13:00 Uhr)
Schön, dass sich Triers Großstadtbürger treu bleiben und sich nach der Idealbank oder dem Karussell dem nächsten Angriff auf den biederen Muff stellen.
31. August 2010 (15:27 Uhr)
Leider bleiben sich – trotz geänderter Mehrheiten – auch Rat und (in anmaßend einmischender Weise) Verwaltung treu, indem sie völlig hirnrissige Großprojekte, die kein Mensch braucht, wie dies
http://www.16vor.de/index.php/2010/07/29/die-verbreiterung-ist-sinnvoll/
und das
http://www.16vor.de/index.php/2010/07/27/tage-des-guterbahnhofs-sind-gezahlt/
im Eilverfahren abnicken (sofern die richtige Lobby dahinter steht), während sie bei “Kleinigkeiten”, die einer gewissen urbanen Lebensqualität, einer nicht ganz so mainstreamigen Kulturlandschaft dienen und praktisch KEINEN CENT kosten, wie z.B. diesem Umnutzungsantrag hier, ihre haupt- oder ehrenamtliche Bedenkenträgerschaft in vollen Zügen ausleben.
Was der Bauer nicht kennt, frisst er eben IMMERNOCH nicht!
31. August 2010 (15:33 Uhr)
Schade – der Laden war eine Bereicherung für die Nacht ( oder besser frühen Morgen).
Aber echt niedlich – die Leute ziehen mitten in die Innenstadt / Fußgängerzone / Kneipenstraße und ärgern sich über den Lärm… Müssen witzige Zeitgenossen sein!
31. August 2010 (16:05 Uhr)
@Hautzenthiel
Soweit mir bekannt geht es auch um das Hotel. Die haben auch ein Recht darauf ihr Geschäft zu betreiben. Zumal die als inhabergeführtes Haus ebenfalls faires Angebot und die Stadt bereicherndes Angebot abseits des Konzernmainstreams bieten. Ich sehe keinen Grund, warum das witzige Leute sein sollen. Gesellschaft funktioniert wenn ich auch die Freiheit des anderen respektiere und die Regeln sind ja für alle unabhängig festgelegt. Auf des Seite von Hunderttausend ist dem Artikel ja zu entnehmen, dass die Grenzwerte im Betrieb nicht einzuhalten sind. Dafür können die Anlieger doch nichts und bei einem Selbstständigen hängt genauso die Existenz daran.
Auf den Betrieb in der neuen Location freue ich mich und drücke kräftig die Daumen!!!
31. August 2010 (16:13 Uhr)
@Hatzenthiel
Wie in dem verlinkten hunderttausend-Artikel angedeutet wird, geht es nicht um die üblichen Querelen zwischen überempfindlichen Innenstadtbewohnern und Gästen auf dem Nachhauseweg oder solchen, die vor der Tür feiern.
Die Räumlichkeiten der Flucht sind über die unmöglichsten Verbindungen mit den umliegenden Gebäuden verbunden. Bekannte im vierten Stock mussten Ihr Schlafzimmerauf einen anderen Raum verlegen, anliegende Hotels haben massive Gästebeschwerden. Das ist bei einem Club, der im zweiten Kellergeschoss liegt, nicht unbedingt zu erwarten.
Wenn von Betreibern und Baufachleuten keine Lösung gefunden wird, sind offenbar die Räumlichkeiten nicht mit dem Nutzungskonzept vereinbar.
Das ist schade, denn die Flucht hat das Angebot in der Innenstadt bereichert!
31. August 2010 (16:57 Uhr)
Ja, echt schade!
Wieder einmal verliert unsere Stadt ein kulturelles Highlight. Nach Idealbank & Karussell wird wieder einmal ein kleiner, aber wichtiger Mitstreiter, aus dem ansonsten viel zu einfallslosen Trierer – Nachtleben gekickt.
Ich möchte da niemandem Kalkül unterstellen, aber es ist schon eigenartig das sich die Geschichte so oft wiederholt.
Im Gegensatz dazu scheinen die “Mainstream Etablissements” in dieser Stadt keine Probleme dieser Art zu kennen. Diese spriessen ja weiterhin ungestört an allen Ecken…
1. September 2010 (08:23 Uhr)
Mea culpa – hatte bis zum Verfassen lediglich diesen Bericht gelesen – dann erst 100.000! Bei dieser deutlichen, eindeutigen Überschreitung seh ich das natürlich auch ( irgendwo) ein.
Dann echauffiere ich mich mal ausdrücklich über die Bearbeitungsmethodik in der VErwaltung. Stephan Jäger bringt es da ziemlich auf den Punkt!
Lobbyarbeit und gute Kontakte sich doch immer noch und immer wieder deutlich mehr wert, als obketive Argumente und gute Konzepte! Schade dafür!
Wünsche den Betreibern viel Glück und das doch noch ein schneller, positiver Entscheid folgt und hoffe, bald das Flucht wieder von innen sehen und genießen zu können! Und wenn es am Bahnhof sein sollte – warum nicht!