“Keine architektonische Bereicherung”
“Das will niemand”, lautete vor einem Jahr der einhellige Tenor einer Mehrheit des Stadtrats, als dieser über den geplanten Bau eines Zustellstützpunkts für die Deutsche Post AG auf der Ostseite des Hauptbahnhofs beriet. Inzwischen wurde das Projekt genehmigt, ist der Abriss des alten Güterbahnhofs in vollem Gange. Bei den meisten Ratsfraktionen hält sich die Begeisterung für das Projekt in Grenzen: von “keine architektonische Bereicherung” über “städtebaulich nicht der große Wurf” bis “zu erwartende unsägliche Architekturqualität” reichen die Kommentare. Eine Mehrheit, das Vorhaben zu stoppen oder zumindest aufzuhalten, fand sich nicht.
TRIER. Hätte der zuständige Dezernatsausschuss eine Baugenehmigung verhindern oder zumindest hinauszögern können? Wurde über das Vorhaben überhaupt abgestimmt? “Das ‘Grüne Licht’ kommt nicht aus einer nichtöffentlichen Sitzung irgendeines Ausschusses, sondern aus der Bauverwaltung. Der Bauantrag wurde dort positiv bewertet, unter anderem aufgrund von Lärmschutzgutachten und einem städtebaulichen Vertrag zwischen der Stadt Trier und dem Investor”, behauptete CDU-Fraktionsvize Udo Köhler jetzt auf Nachfrage. Seine Fraktion habe “der Maßnahme zugestimmt”, berichtete hingegen SPD-Fraktionsvize Rainer Lehnart.
Fakt ist: Während das Vorhaben im Sommer letzten Jahres im Stadtrat Anlass für heftige Diskussionen bot und bei mehreren Ratsmitgliedern auch auf deutlichen verbalen Widerstand stieß, wurde zwischenzeitlich die Genehmigung für den Zustellstützpunkt erteilt – ohne dass die Verwaltung oder eine der Fraktionen es für nötig hielten, die Öffentlichkeit von sich aus über diese Entwicklung zu informieren. Bis dato wissen die Anwohner nicht, was sie anstelle des seit etlichen Jahren leer stehenden Güterbahnhofs, der schon bald verschwunden sein wird, erwartet.
Der Investor, die Triwo AG, schweigt sich über das Bauvolumen aus. Geschäftsführer Peter Adrian weiß es nach eigenem Bekunden nicht und verweist auf seinen Kollegen Winfried Biewer. Doch der weilt in Urlaub und war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. Auch zu den Folgen für die seit Jahren geforderte fußläufige Verbindung von Hauptbahnhof und Ostviertel war nichts Genaues in Erfahrung zu bringen. Adrian, der kürzlich gegenüber der Lokalzeitung erklärte, dass die Verbindung für ihn passé sei, wollte das so nun nicht mehr wiederholen. Angeblich weiß der Triwo-Chef nicht einmal, wo denn die bestehende Gleisunterführung enden würde, würde man sie einfach nach Osten verlängern.
Triwo-Chef rechnet nicht mehr mit Petrisberg-Aufstieg
Eines glaubt Adrian aber schon jetzt zu wissen: Der Petrisberg-Aufstieg wird nicht kommen, zumindest nicht in der Trassenvariante, die vom Rathaus bislang favorisiert wurde. Denn dafür müsste die Stadt wieder in den Besitz eines direkt an der Nordseite des Alleencenters entlang führenden Geländestreifens kommen. Für den besaß sie einst ein im Grundbuch verbrieftes Vorkaufsrecht, das zwischenzeitlich jedoch gelöscht wurde (16vor berichtete exklusiv). Für Adrian scheint klar, dass die Stadt nicht mehr in den Besitz dieser Flächen kommen wird: Das um die Jahrtausendwende von der Triwo errichtete und 2001 eröffnete Alleencenter wechselte bereits zweimal den Besitzer: 2006 erwarb LaSalle Investment den Shopping-Komplex, vor einem Jahr übernahm die Deka Immobilien GmbH das 23.000 Quadratmeter große Center.
Das hätte nach dem Willen der Triwo eigentlich noch deutlich größer ausfallen sollen – Adrian plante ursprünglich, das Alleencenter über die Gleise bis zur Güterstraße zu bauen, inklusive Parkflächen. Von der Idee ist der Unternehmer noch heute überzeugt, doch fand sich hierfür keine Mehrheit in Rat und Verwaltung. Nun also der Zustellstützpunkt für die Deutsche Post AG. Offenbar plant die Triwo – wie schon beim Alleencenter – auch hier architektonisch wenig viel versprechendes. Zumindest lassen darauf die meisten Statements der im Stadtrat vertretenen Fraktionen schließen.
“Die Bebauung ist bestimmt keine architektonische Bereicherung für Trier und ich hätte mir einen Zustellstützpunkt an anderer Stelle, in größerer Distanz zu Wohnbebauungen, besser vorstellen können”, räumt Unionsmann Köhler ein. “Die künftige Nutzung betrachten wir nicht als den städtebaulich großen Wurf für dieses Quartier”, meint auch Rainer Lehnart, der aber zugleich ergänzt: “Laut Verwaltung, Bahn und Triwo gestaltete sich die Entwicklung des Areals aufgrund des Grundstückszuschnitts und der direkten Lage an der Bahn mehr als schwierig”.
Dieses Argument will Dominik Heinrich nicht gelten lassen: “Dass entlang der Gleise gute Architektur und sogar hochpreisige Wohnbebauung entstehen können, beweist nicht nur der Blick in andere Städte, sondern derzeit sogar in die Trierer Schützen- und Egbertstraße, wo entsprechende Gebäude entstehen beziehungsweise in Planung sind”. Was die Triwo nun plane, sei “mit seiner Nutzung, dem Bauvolumen und seiner Architektursprache einer Aufwertung des östlichen Bahnhofsareals abträglich. Es gehört in ein Industrie- und Gewerbegebiet und nicht an das Herz der Stadt”, kritisiert der Architekt, der für Bündnis 90/Die Grünen dem Stadtrat angehört.
Nur FDP und FWG finden positive Worte für das Triwo-Projekt: “Der Umbau des verwahrlosten und jahrelang ungepflegten Gebäudes und der brachliegenden Fläche bedeutet eine städtebauliche Aufwertung des Areals”, meint FWG-Fraktionschefin Christiane Probst und argumentiert weiter: “Zum einen wird hier eine Großinvestition getätigt, die langfristig Arbeitsplätze im Stadtbereich sichert. Eine Verlagerung des Zustellstützpunktes der Deutschen Post AG ins Umland würde zudem negative Auswirkungen auf den Haushalt der Stadt Trier haben sowie Kaufkraftverlust bedeuten”.
Stadt verzichtet auf Veränderungssperre
“Was die Optik betrifft, ist die Situation an der angedachten Stelle derzeit äußerst unbefriedigend und eine Bebauung eher vorteilhaft”, sekundiert FDP-Ratsmitglied Silke Reinert. Ihre Fraktion hege zur “vorgestellten Planung und dem angedachten Betriebsablauf keine Bedenken, da Ent- und Umladung der Post innerhalb einer Halle vorgenommen werden und der Tagesverkehr lediglich noch aus Postfachkunden und Briefträgern bestehen” werde.
Zu den schärfsten Kritikern des Vorhabens zählte im vergangenen Jahr SPD-Mann Rainer Lehnart. Seine Kehrtwende begründet der Sozialdemokrat nun wie folgt: Nachdem das Lärmgutachten vorgelegen und die Triwo “Verbesserungen bei der architektonischen Gestaltung zugesagt” habe, sei seine Fraktion umgeschwenkt. Ausschlaggebend sei aber auch gewesen, dass das Bauvorhaben “keine negativen Auswirkungen auf die ÖPNV-Trasse Petrisberg hat”. Diesen Punkt greift auch Köhler auf: Der städtebauliche Vertrag zwischen der Triwo AG und der Stadt sehe ausdrücklich eine Querung von Trier-Ost zum Bahnhofsbereich vor.
Bleibt die Frage, ob die Kommunalpolitiker die Baugenehmigung hätten verhindern können. “Leider gibt es ohne Vorgaben wie zum Beispiel aus einem Bebauungsplan keine rechtlichen Möglichkeiten, ein solches Vorhaben abzulehnen”, meint Köhler. Doch erst kürzlich hat die Stadt gezeigt, dass sie auch anders kann: sie erließ für das Gelände des Eisenbahnausbesserungswerks in Trier-West eine Veränderungssperre, um zu verhindern, dass der aktuelle Grundstückseigentümer dort einen großflächigen Einzelhandel ansiedeln kann.
von Marcus Stölb





31. August 2010 (07:20 Uhr)
“Was stört mich mein Geschwätz von gestern”. Dieses Zitat fällt mir spontan ein, wenn ich mir die Rolle unserer Stadtväter und -mütter anschaue. Mit solch verschlungenen, undurchsichtigen Entscheidungen oder eben Nicht-Entscheidungen, von denen offenbar nicht einmal die Politiker selbst wissen, wie sie zustande gekommen sind, befördert man Politikverdrossenheit und Wahlmüdigkeit. Ich werde bei der nächsten Kommunalwahl sicher nicht mehr zur Urne schreiten, Babic hin oder her. Denn: Wer braucht einen Stadtrat, der zu keinen Entscheidungen fähig ist und der nicht für seine Bürger entscheidet, sondern zum Wohle der Triwo arbeitet? Oder auf gut deutsch gesagt: Ich fühle mich verarscht. Während Herr Albrecht in seinem Blog ein Tempolimit fordert und über Verkehrstote sinniert, beschert uns seine Fraktion jede Menge Verkehr. Noch im Sommer wurde Ecke Gartenfeld/Güterstraße auf dem Zebrastreifen jemand überfahren, weil schon ohne das Zentrum der Verkehr dort zuviel ist. Ein Briefverteilzentrum gehört in den Hafen. Auch dann blieben Arbeitsplätze und Steuern in der Stadt. Wir in Trier-Ost und vor allem in Kürenz haben die Folgen zu tragen. Von entgangenen städtebaulichen Chancen mal ganz abgesehen. Gibt es eigentlich einen Masterplan des Stadtrates, auch noch die letzten Trierer auf die autogerechten Höhenstadtteile zu vertreiben?
31. August 2010 (08:32 Uhr)
Zuerst der architektonisch wenig rührende “Klotz” des Alleencenters, nun das Zustellzentrum der Post, anschließend, vielleicht in 10-100 Jahren die Querung des Bahnhofes mittels Brücke.
Folgerung: Trier wird spätestens nach dem Bau der Brücke in einigen Lehrbüchern der Stadt- und Verkehrsplanung vertreten sein. Leider nicht als Best-Practice-Beispiel, sondern als Worst-Case…
Und bezüglich der Möglichkeiten die Herr Köhler anspricht: “Leider gibt es ohne Vorgaben wie zum Beispiel aus einem Bebauungsplan keine rechtlichen Möglichkeiten, ein solches Vorhaben abzulehnen”. Weit gefehlt! Aber das wäre nicht so schlimm, wenn die Verwaltung es nicht besser wüsste. Denn eigentlich sollte die fachkundige Verwaltung letztendlich über die Rechtmäßigkeit solcher Bauvorhaben entscheiden.
§34 BauGB scheint in den in Trier verwandten Baugesetzbüchern leider nicht zu existieren.
31. August 2010 (09:20 Uhr)
Unglaublich, wie das Bauamt derart an den Bedürfnissen der Bevölkerung vorbei bauen lässt. Es ist wohl doch egal, wen man wählt. Wie war das mit der versprochenen Bürgerbeteiligung? Der sogenanne Bürgerhaushalt, in dem es zahlreiche Vorschläge zur Über-bzw. Unterquerung Richtung Petrispberg gab, sind auf Sankt Nimmerleinstag verschoben oder gar nicht mehr praktisch umsetzbar. Bürgerhaushalt wohl reines Placebo für kritische Bürger!
31. August 2010 (10:33 Uhr)
Es ist nun wirklich unsäglich.
In Trier-West zeigt Kaes-Trochiani Krallen, wenn es um die uralt Geschichte Ausbesserungswerk geht. Dort droht man gar mit Enteignung!
Auf der anderen Seite (der Stadt) hätte man eine Chance gehabt und schon scheut sich Verwaltung, Stadtvorstand und auch Stadtrad vor der Triwo wie der Teufel vor dem Weihwasser. Entweder hat man seit der Niederlage in der Reichsbahndirektionssache Angst oder… Adrian und Biewer haben mal wieder “geschickt” “argumentiert”…
Nun gut. Die Messe ist gelesen.
Das Schlimme und leider auch Traurige dabei ist:
Ja. Ich hatte meine Bedenken nach der letzten OB-Wahl und ja, ich habe nicht alles schlecht gesehen, was vorher mit der Stadt passiert ist und bin auch heute noch bis auf die Triwo-Sünden ganz froh damit.
Dennoch erwartete ich gespannt auf die neue Politik und neue Ideen, die Jensen liefern wollte. Wenn es denn wenigstens ein Tigerchen gewesen wäre, der als Bettvorleger gelandet wäre…dann hätte wir wenigstens den Bettvorleger. Aber so?
31. August 2010 (10:47 Uhr)
Ist die Ampel schon kaputt? Warum haben SPD, Grüne und FDP das nicht gemeinsam gestoppt? Wss ist das für ein Bündnis wenn man bei so wichtigen Themen nicht an einem Strang zieht?Die SPD macht weiter wie gehabt. Schade für Trier.
31. August 2010 (11:14 Uhr)
“Nur FDP und FWG finden positive Worte für das Triwo-Projekt” – tja, und da FDP und FWG zusammen die Mehrheit im Rat stellen, müssen wir uns wohl mit der Genehmigung dieses Projektes abfinden. Das ist halt Demokratie, da muß man auch mal… Hey, moment mal!
Na super, der SPD reichen ein Lärmgutachten (“Ja Papa, wir feiern bestimmt keine Party, wenn wir übers Wochenende sturmfreie Bude haben, versprochen!”) und Verbesserungen in der “Gestaltung” (welche denn? Türmchen? Oder wird der Klotz rot angestrichen?). Gibt es denn auch ein Gutachten zum Verkehrsaufkommen? Und ich schätze mal, daß die Triwo nicht eingeschossig baut sondern der Güterstraße eine ordentliche Wand vor die Nase setzt, oder?
Aber Schluß mit der Meckerei. Schließlich geht es um Arbeitsplätze im Stadtbereich und den Haushalt! Nur ein bisschen mehr Abstand zur Wohnbebauung wäre nett gewesen? Hätte man den Zustellstützpunkt nicht einfach auf den Augustinerhof bauen können? Der ist auch super zentral, hat Abtand zur Wohnbebauung und wird nur als Parkplatz benutzt. Ich hätte dann auch gerne das Lärmgutachten erstellt und Vorschläge zur architektonischen Gestaltung gemacht.
31. August 2010 (15:13 Uhr)
Ist die Unter- bzw. Überführung der Bahntrasse jetzt futsch? Oder läßt sie sich ggf. noch in die Pläne integrieren? Die Baumaßnahmen sind jetzt die einmalige Chance, die Verkehrsanbindung der Fußgänger und Radfahrer deutlich zu verbessern. Herr Adrian, auch wenn Sie anscheinend nicht mal genau wissen, wo die bisherige Unterführung endet, könnten Sie jetzt einen großen Schritt zur Ehrenrettung Ihres Unternehmens tätigen, indem Sie die Bebauungspläne um eine Erweiterung der Unterführung ergänzen.
31. August 2010 (15:58 Uhr)
@ Kritischer Student u.a.:
Die Stadt Trier sollte eigentlich längst in ganz anderen Büchern vertreten sein…
Während Städte wie Dresden den UNESCO Welterbe-Statuts aberkannt bekommen haben, gibt es rund um die Kaiserthermen oder die Porta Nigra in Trier, als Teil des UNESCO-Welterbes Römische Baudenkmäler, mehrspurige Asphaltstraßen – die einen das römische Erbe eigentlich doch nur noch als Hindernis des täglichen Mobilitätswahnsinns wahrnehmen lassen.
Jene Hinterlassenschaften aus der Zeit in der gerade in Trier dem “Leitbild” der autogerechten Stadt” gefolgt wurde widmet die Verwaltung auch kein sichtbares Interesse. Dabei sind sie doch gerade jene wichtigen Punkte die die Stadt so unverwechselbar machen. Eigentlich unfassbar und dennoch juckt das in Trier niemanden. Fußgänger schickt man sogar zur “Überquerung” der Straßen unter jenen hindurch. Dort stinkt es meist nach Urin und grimmige Graffitis regen zum zügigen Durchmarsch an, wohl damit man die Engstellen nicht verstopft.
Wer noch glaubt in der Stadtverwaltung würde nicht nur verwaltet sondern auch nachhaltig und zukunftsträchtig geplant hat vergessen, dass die “Tradition” dort leider schon immer eine andere war – egal wer die Stadt regierte.
31. August 2010 (16:29 Uhr)
@Klartexter
“Die Baumaßnahmen sind jetzt die einmalige Chance, die Verkehrsanbindung der Fußgänger und Radfahrer deutlich zu verbessern.”
Ich fürchte, meine Mutmaßungen darüber, was die TRIWO wohl auf “die Verkehrsanbindung der Fußgänger und Radfahrer” tut, wären nicht mit den Kommentarrichtlinien vereinbar. Hierzu vielleicht nur ein Zitat aus dem Artikel:
“Eines glaubt Adrian aber schon jetzt zu wissen: Der Petrisberg-Aufstieg wird nicht kommen, zumindest nicht in der Trassenvariante, die vom Rathaus bislang favorisiert wurde.”
Ich nehme an, in Verbindung mit dem, was Herr Adrian “momentan nicht mehr wiederholen möchte” ist damit soweit alles über das “Stadt- und Verkehrsplanerische Gewissen” dieser Firma gesagt.
31. August 2010 (19:41 Uhr)
“Seit den 1960er Jahren werden die Betriebe des Güterumschlags bzw. der Güterverteilung verstärkt aus den Kernstädten abgezogen und im Umland der Verdichtungsräume angesiedelt.” (S. 210)
…
“Die suburbane Standortwahl folgt der Logik, die Distribution dort anzusiedeln, wo Flächen billig, die Verkehrsanbindung optimal und das Störpotenzial möglichst niedrig sind.” (S. 210)
…
“Das bedeutet, dass suburbane Standorte wie die Güterverkehrszentren erhebliche Leistungen für die Stadtregion erbringen, indem sie die Kernstadt von flächen- und verkehrsintensiven Aktivitäten und ihren Folgen entlasten.” (S. 212)
HESSE, M./ NUHN, H. (2006): Verkehrsgeographie. Paderborn.
Jetzt kenn ich ehrlich gestanden die Betriebsstrukturen und -abläufe solcher Zustellzentren bzw. der Briefzustellung als solcher nicht. Ergo lassen sich die angegebenen Stellen nicht unbedingt 1:1 übertragen.
Und kann aus der Hüfte heraus nicht sagen, wie die Standortprioritäten sind; wie wichtig die verkehrliche Anbindung versus der Nähe zum Endkunden, welche Alternativstandorte sich bieten und wie diese zu bewerten sind und bla.
Kann ich davon ausgehen, dass diejenigen, die darüber zu befinden haben, es besser wissen?
1. September 2010 (08:32 Uhr)
Liebe Ratsdamen und -herren, warum machen Sie sich eigentlich noch die Umstände der politischen Diskussion und Beschlussfassung. Auch die Verwaltung könnte sich doch viel Arbeit sparen. Es geht doch viel einfacher: Bevor ein Beschluss ansteht, fragen Sie doch einfach die Trierer Wirtschaftsverbände oder die wirtschaftlichen Interessengruppen der Stadt, die von den zu beschließenden Maßnahmen betroffen sein könnten. Und dann machen Sie es doch einfach so, wie die es gerne hätten. Uns Bürger können Sie dann auch in Ruhe lassen mit den Wahlen, es entscheiden ja doch andere als die von uns gewählten Vertreter. Das Argumentieren können Sie sich auch ersparen. Wir wissen ja längst, dass es immer nur um Arbeitsplätze geht und die Kassenlage der Stadt. Wir sinds ja alle zufrieden, denn schließlich hat uns die Arbeit der Volksvertreter immerwährenden Wohlstand durch allseits herrschende Vollbeschäftigung gebracht und der Stadt prall gefüllte Kassen, die es ihr ermöglichen, ihren Bürgern ein sorgenfreies Leben zu bescheren. Vielen Dank dafür und weiter so.