Doch keine Studibuden

KÜRENZ. In den bis kurzem von Angehörigen der französischen Streitkräfte bewohnten Häusern in der Burgunder Straße werden keine Studentenbuden eingerichtet.

Das Studierendenwerk (SWT) hat sich von entsprechenden Überlegungen wieder verabschiedet, der Sanierungsbedarf sei zu hoch, heißt es. Die Stadt hatte vorgeschlagen, einen Teil der leer stehenden Wohnungen für einen Übergangszeitraum von bis zu zwei Jahren in Wohnheimplätze für Studenten umzuwandeln.

Am Donnerstagabend befasste sich auch der Stadtrat mit der Zukunft des Konversionsprojekts. Die SPD hatte in einem Antrag die Einleitung eines Bebauungsplanverfahrens verlangt. Zudem verlangen die Genossen einen Workshop, der die städtischen Ziele für das Gebiet festlegen soll. Man wolle aus den “positiven und negativen Beispielen” der Stadtentwicklung Triers lernen, erklärte SPD-Ratsmitglied Rainer Lehnart. Die Umwandlung und Erneuerung der Siedlung bedürfe einer “geordneten städtebaulichen Entwicklung”, verlangte Lehnart.

In diesem Punkt stimmte ihm auch Udo Köhler zu, doch erklärte der Unionsmann den Antrag für überflüssig. “Wir würden etwas beschließen, was schon eingeleitet ist”, so Köhler, der auf die laufenden Arbeiten an einem Rahmenplan verwies. Dessen Fertigstellung, die in vier bis acht Wochen zu erwarten sei, will auch Simone Kaes-Torchiani abwarten. Die Baudezernentin erklärte, dass die Erstellung des Rahmenplans von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BIMA), in deren Eigentum sich die Liegenschaft noch befindet, bezahlt wird, die Planungshoheit aber weiterhin bei der Stadt liege. Bei der BIMA könne man sich auch darauf verlassen, dass gegen den Willen der Stadt keine Fakten geschaffen würden – “das ist ein seriöser Partner”.

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