Grenzgänger-Demo in Luxemburg

LUXEMBURG. Mehrere luxemburgische Gewerkschaften haben zu einer Demonstration aufgerufen. Sie wollen unter anderem gegen finanzielle Verschlechterungen für Grenzgänger protestieren.

Im Juli beschloss die Regierung des Großherzogtums ein Gesetz, das die staatlichen Finanzbeihilfen für Hochschulstudien abgeändert. Wegfallen soll die Familienzulagen und damit auch der “Kinderbonus” für Kinder über 18 Jahren.

Während für die in Luxemburg lebenden Familien dieser Verlust durch die Zahlung von Studienbeihilfen zum größten Teil wieder ausgeglichen werde, seien Grenzgängerfamilien von diesen Beihilfen ausgenommen, heißt es in einer Mitteilung der Gewerkschaften. “Das neue System begünstigt besser situierte Familien gegenüber finanziell weniger gut ausgestatteten Familien. Damit soll ein sozial ungerechtes System eingeführt werden, das Grenzgängerfamilien ausschließt und somit diskriminiert und einkommensschwächere einheimische Familien benachteiligt”, beklagen die Kritiker.  OGBL, LCGB, ALEBA, FNCTTFEL und SYPROLUX fordern eine “grundlegende Revision” des Gesetzes. Das Prinzip “gleiche Beiträge, gleiche Leistungen” müsse in Luxemburg gewährleistet bleiben, es dürfe nicht sei, “dass auf Kosten der Einkommensschwächeren und der Grenzgänger gespart wird”.

Um ihrem Protest Ausdruck zu verleihen rufen die Gewerkschaften dazu auf, am 16. September um 17 Uhr auf dem Clairefontaine-Platz in Luxemburg-Stadt zu demonstrieren.

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