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Vom Ende einer “Sommer-Affäre”

Sie hätten sich selbst keinen symbolischeren Termin wünschen können. Am Sonntag (17 Uhr) starten die Trierer Basketballer in der Arena gegen die BG Göttingen in die neue Bundesliga-Saison – am Tag der Einheit. Nach Finanzproblemen und Unterschriften-Affäre sollen nun wieder sportliche Schlagzeilen die Gegenwart der TBB dominieren. Head-Coach Henrik Rödl spricht von einer Entwicklung, die er in Trier einleiten möchte. Dr. Ralph P. Moog, der Aufsichtsratsvorsitzende der neuen Treveri Basketball AG, von einer Mannschaft mit Charakter, die sich in Trier zusammengefunden habe. Und Lothar Hermeling, der geschasste Vorstand, bezichtigt sich selbst im Gespräch mit 16vor “überaus großer Naivität”.

TRIER. Henrik Rödl (41) ist die Ruhe selbst – zumindest äußerlich. Der gebürtige Offenbacher füllt das kleine Büro in der Geschäftsstelle der TBB fast in Gänze aus. Als er sich setzt, ist der Platz unter dem Schreibtisch zu klein, um die Beine dort in voller Länge unterzubringen. Also schlägt er sie übereinander, lässig und mit dem Selbstbewusstsein eines Mannes, der im deutschen Basketball alles erreicht hat. Siebenmal in Folge Meister mit Berlin, WM-Dritter und natürlich der Titel bei der Europameisterschaft 1993. Im Mai heuerte Rödl in der Basketball-Provinz Trier an. Damals ahnte der 41-Jährige noch nicht, was fernab sportlicher Fragen auf ihn zukommen sollte. Vier Monate später ist Rödl schlauer und nimmt die Nachbeben im Umfeld der TBB mit stoischer Gelassenheit.

“Wo hat das gestanden”, fragt Rödl denn auch, “in der Süddeutschen? Nein, habe ich nicht gelesen, tut mir leid.” Am vergangenen Donnerstag hatte sich die Münchener Zeitung in ihrer Druckausgabe der sportlichen Provinz-Posse an der Mosel angenommen. “Triers Basketballer in Not” titelte die SZ im Sportteil und stellte ferner fest: “Unterschrift gefälscht.” Von “finanziellen Schwierigkeiten” der Trierer Basketballer ist da die Rede – garniert mit einem kräftigen Seitenhieb auf den Geschäftsführer der Basketball-Bundesliga (BBL) Jan Pommer. Der nämlich machte auch gegenüber der Süddeutschen kein Geheimnis daraus, dass in Trier niemand Sanktionen der Liga wegen möglicher Lizenzverstöße befürchten müsse. Der Autor des Zweispalters ist ein ehemaliger Mitarbeiter vom Trierischen Volksfreund. Von dort aus war die Affäre um die gefälschte Unterschrift des ehemaligen Aufbauspielers Brian Brown Ende Juli ins Rollen gebracht worden – mit Hilfe von Unterlagen eines Trierer Journalisten, der lange Jahre selbst als Pressesprecher der TBB fungierte.

Ex-Vorstand Lothar Hermeling (46) hatte die Unterschrift Browns eigenhändig auf das Schriftstück gesetzt, mit dem der Amerikaner sein Einverständnis zum Gehaltsverzicht (“paycut”) erklären sollte. Diesen Sachverhalt hat der ehemalige Vorstand der AG inzwischen in einem schriftlichen Geständnis bei der Staatsanwaltschaft Trier, die Ermittlungen wegen Urkundenfälschung aufnahm, eingeräumt. Der paycut war notwendig geworden, weil sich die TBB GmbH Ende 2009 tatsächlich in einem finanziellen Engpass befand. Es drohte die Verweigerung der Lizenz für die neue Spielzeit durch die BBL. Hermeling wurde beurlaubt, dann doch wieder rehabilitiert und schließlich entlassen, nachdem sich die Widersprüche in seinen Aussagen hinsichtlich möglicher Zeugen massiv verdichtet hatten.

Strafe für Hermeling, Imageschaden für die TBB

Heute spricht der 46-Jährige gegenüber 16vor von einem “dummen Fehler”, den er begangen habe. “Ich war einfach zu naiv, stand unter einem enormen Zeitdruck wegen der Frist, die uns von der BBL wegen der Lizenzunterlagen gesetzt worden war.” Dass er die Fälschung über Wochen hinweg abgestritten hatte, will Hermeling nicht kommentieren. “Für mich war klar, dass Brian Brown sein Einverständnis zu diesem paycut gegeben hatte. Von daher habe ich sicher falsch gehandelt, aber ebenso sicher nicht zu meinem eigenen Vorteil, sondern nur im Interesse der TBB.” Über die Folgen ist er sich durchaus bewusst. Persönlich hat er mit einer Strafe der Staatsanwaltschaft zu rechnen, die Trierer Basketballer hingegen müssen mit dem Imageschaden leben.

Ebenso wie Head-Coach Rödl spricht auch Dr. Ralph P. Moog von Vertrauen, das abhanden gekommen sei. Der AG-Vorsitzende will den Begriff “Unterschriften-Affäre” allerdings nicht verwenden. Er spricht lieber von der “Sommer-Affäre”, die den Trierer Basketball seit Ende Juli in Atem gehalten habe. “Natürlich ist es nicht schön, wenn die Schlagzeilen über Wochen hinweg nur von einem Thema beherrscht werden, das nichts mit der sportlichen Entwicklung im Verein zu tun hat”, sagt der Unternehmensberater. Defizite in der Aufarbeitung der Affäre sieht er jedoch keine. “Nein, wir haben alles getan, um die Sache lückenlos aufzuklären. Dass wir zunächst einmal den Aussagen unseres Vorstandes geglaubt haben, ist doch verständlich. Schließlich hat Lothar Hermeling in den vergangenen Jahren sehr viel für den Trierer Basketball geleistet.” Eine Rückkehr Hermelings zur TBB, wenn sich die Wogen endgültig geglättet haben sollten, hält Moog zum jetzigen Zeitpunkt für ausgeschlossen. Auch Hermeling verschwendet daran keinen Gedanken: “Die TBB war über Jahre hinweg mein Leben – ehrenamtlich wie später hauptamtlich. Jetzt beginnt ein neues Leben für mich, sobald die Angelegenheit auch juristisch abgeschlossen ist.” Das ändere nichts daran, dass der Trierer Basketball stets ein Teil von ihm bleibe. “Ich wünsche dem Verein alles Gute für die Zukunft.”

In eben diese Zukunft will Moog die neue AG zusammen mit Rödl führen. Der Name des Europameisters war von James Marsh, dem ehemaligen Spieler und Marketing- und PR-Leiter der TBB, ins Spiel gebracht worden. Überrascht worden sei er vom Angebot aus Trier, sagt Rödl. “Dann haben wir mehrere Gespräche geführt, und letztlich hat mich das Konzept überzeugt, das hier in den nächsten Jahren greifen soll.” Wichtig für den Vater von zwei Kindern war aber auch, dass er seinen familiären Lebensmittelpunkt nach Trier verlegen konnte. “Ohne diese Möglichkeit wäre es nicht gegangen – das war von Anfang an klar.” Mittlerweile ist der Hesse mit der gesamten Familie von Berlin an die Mosel umgezogen. Bereut hat er den Schritt bisher nicht. “Nein, wir fühlen uns alle sehr wohl hier.”

Die Etatkürzung von rund zwei Millionen auf gut 1,7 Millionen Euro sieht Rödl auch als Signal für eine neue Vereinspolitik. “Wir wollen ja bewusst einen anderen Weg gehen als die meisten Vereine in der Liga.” Soll heißen: keine teuren Amerikaner, die wie die fleißigen Bienen mal hier, mal dort die Blüten anfliegen, damit möglichst viel vom monetären Staub an ihnen kleben bleibt. “Natürlich dürfen wir auch unseren professionellen Anspruch nicht aus den Augen verlieren.” Er jedoch stehe für eine nachhaltige Entwicklung, die Spieler aus der Region, die einen deutschen Pass besitzen, langfristig so fördern soll, dass sie in Zukunft das Gerüst des Trierer Basketballs bilden können. Auch deshalb hat Rödl gleich für drei Jahre an der Mosel unterschrieben. “Um meine Vorstellungen umsetzen zu können, brauche ich Zeit.”

Zuarbeiten soll ihm dabei auch Adam Radomirovic. Der neue hauptamtliche Jugendkoordinator kam auf Empfehlung von Bundestrainer Dirk Bauermann nach Trier. Auch Moog sieht darin einen wichtigen Eckpfeiler für das langfristige Konzept im Trierer Basketball. “Adam steht für Kontinuität im Nachwuchsbereich. Darauf legen wir nach der Umstrukturierung den größten Wert”, sagt der Vorsitzende des Aufsichtsrates. Kein Widerspruch von Rödl – im Gegenteil. “Die neuen Strukturen sind meiner Meinung nach sehr sympathisch und stehen dem Verein auch gut zu Gesicht.” In erster Linie ist Rödl von den erst jüngst installierten Beiräten angetan. “Hier können sich Fachleute mit ihrem Wissen einbringen. Davon können wir alle nur profitieren.” Voraussetzung für die Entwicklung und letztlich natürlich auch für den sportlichen Erfolg sei jedoch eine solide finanzielle Basis. “Wir sind stabil, davon habe ich mich überzeugt. Sonst wäre ich nicht nach Trier gekommen.”

Personell sieht der 41-Jährige seine Mannschaft für die kommende Saison gerüstet. Im Umfeld jedoch existiere nach dem Abschied von Hermeling nach wie vor Handlungsbedarf. “Hier brauchen wir ganz schnell eine Lösung, da die Arbeit ja nicht weniger wird.” Moog verspricht Abhilfe. “Natürlich sind wir auf der Suche nach einem Nachfolger für Lothar Hermeling. Wir führen zurzeit Gespräche, wollen in dieser Frage aber auch nichts übers Knie brechen. Die Vakanzen im administrativen Bereich sollen allerdings so schnell wie möglich geschlossen werden.” Darauf hofft Rödl, der sich jetzt voll und ganz auf die sportlichen Aufgaben konzentrieren will. “Wir haben versucht, die Auswirkungen dieser Affäre so gut es ging von der Mannschaft fernzuhalten. Letztlich kann ich wohl sagen, dass unsere Vorbereitung durch die Turbulenzen kaum gestört worden ist.”

“Die junge Mannschaft muss auch Fehler machen dürfen”

Schon gegen Göttingen soll sich das veränderte Gesicht der TBB zeigen – mit Unterstützung der Fans. “Natürlich gehen wir in dieses Spiel, um zu gewinnen”, sagt der Head-Coach, “aber diese junge Mannschaft muss auch Fehler machen dürfen. Das ist auch ein wichtiger Teil der Entwicklung.” Den Schwung aus der Vorbereitung will Rödl mit in die Saison nehmen. “Ich möchte nicht von einem Saisonziel sprechen, weil man nie weiß, wie die anderen Vereine in der Liga aufgestellt sind. Aber ich kann versprechen, dass wir in jedem Spiel von der ersten bis zur letzten Sekunde alles geben werden. Das ist mein Anspruch.”

Moog gebe sich mit einer sorgenfreien Saison zufrieden – sportlich wie finanziell. “Mein Wunsch ist es, dass wir möglichst schnell nichts mit dem Abstieg zu tun haben, damit auch der Trainer in aller Ruhe an seinem Konzept arbeiten kann. Wir wollen in der Liga ankommen – das ist unser primäres Ziel.” Dass wegen der von Moog so apostrophierten “Sommer-Affäre” ein Sponsor seine Unterstützung aufkündigte, sieht der Aufsichtsratsvorsitzende gelassen. “Er hat schon signalisiert, dass er wieder zu uns stößt, sobald sich die Wogen geglättet haben.” Vielleicht schon am kommenden Sonntag, wenn die Trierer Basketballer in die Zukunft starten wollen – passend zum Tag der Einheit.

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15 Leserbriefe | RSS-Abo

  1. MGH schreibt:

    Nach wie vor bleibt ein großes Geschmäkel an der Kampagne des TV gegen Lothar Hermeling. Das wird auch durch diesen Beitrag nochmal klar. Hermeling hat bestimmt einen Fehler gemacht, aber ohne Eigeninteresse oder persönlichen Nutzen. Man nimmt ihm ab, dass er zu naiv war. Er hätte damit rechnen müssen, dass einige ihm nicht unbedingt wohlgesonnen sind. Dann kann auch die kleinste Mulde zur Fallgrube werden.

  2. TBB-Freundin schreibt:

    Lothar Hermeling ist wahrscheinlich das Bauernopfer, das gebracht werden musste damit bestimmte Kreise in Trier ruhig gestellt sind. Er war einfach der schwächste Punkt. Danke aber für den Artikel: Wohltuend objektiv nach den Schlammwürfen anderer Organe.

  3. ein treuer Zuschauer schreibt:

    Objektiv?
    Die sogenannte „Schmutzkampagne“ bestand aus unbequemen Wahrheiten.
    Der ganze Dreck, den man immer nur unter den Teppich kehrt und nicht nach draußen bringt, verwandelt sich eben doch irgendwann in eine Stolperfalle.

    Dass der Ex-Volksfreund-Redakteur Eric Thielen hier aber eine „Verschwörung“ seiner ehemaligen Kollegen konstruiert, zeugt von Futterneid und von sonst nichts. 16vor übt sich leider mal wieder nur im Querschießen gegen den Konkurrenten. DAS hat Geschmäckle!
    Diese “kleinste Mulde” war eine ausgewachsene Straftat und “ohne Eigeninteresse und persönlichen Nutzen”? Also bitte, der Mann hat nicht zuletzt versucht, seinen eigenen Job zu retten!
    Außerdem hat er die Chance, seinen naiven Fehler zuzugeben, monatelang nicht nur verstreichen lassen, sondern stattdessen gegen die bösen Medien gewettert. Chuzpe hat der Mann, das muss man ihm lassen. Dummheit und Chuzpe schützen aber vor Strafe nicht.
    Hermeling ist trotzdem ganz bestimmt das Bauernopfer. Nämlich für die, die das ramponierte Image des Trierer Basketballs am liebsten auch noch in der alten GmbH versenkt sehen würden. Wie die knapp 2 Mio Euro Schulden, die man offenbar so schön losgeworden ist. Diese Schulden hat jetzt übrigens der Geschäftsführer der GmbH (Hermeling) am Bein. Das Unschuldslamm, das hinwegnimmt alle Sünden der TBB.
    Alles eitel Sonnenschein und aufgeklärt? Die Zuschauer werden über dieses Schmierentheater mit den Füßen abstimmen. Zum ersten Mal am Sonntag. Lasset die Spiele beginnen!

  4. JIU schreibt:

    … und wer war der Trierer Journalist, der die Unterlagen weitergegeben hat?

    Warum wird der nicht beim Namen genannt? Würde es gerne wissen!

    Aber: Sehr guter Artikel!

  5. Juppi schreibt:

    Herr Hermeling hat nun mal etwas gemacht, was man nicht machen darf oder zumindest nicht machen sollte. Für mich persönlich ist das eine Mücke aus der ein Elefant gemacht wurde. Wenn man überall solche Masstäbe anlegen würde, dann würden die meisten unserer Politiker schon seit Jahren lebenslang hinter Gittern sitzen.
    L.H. hat sich sicher Feinde gemacht, die nur darauf gewartet haben ihn abzuschießen. Schlecht beraten war er außerdem. Er hätte den Fehler von Anfang an eingestehen sollen und hätte so der ganzen Sache den Wind aus den Segeln genommen.
    Als Fan der Eintracht wünsche ich der TBB alles Gute. Sportliche Erfolge sind immer gut für Trier, egal in welcher Sportart. Und die TBB war in all den Jahren ein Aushängeschild für Trier, das muss auch so bleiben. Wir Fans von Eintracht Trier haben ja auch unsere Erfahrung mit einer bestimmten Zeitung gemacht, ebenfalls keine gute….

  6. Noch treuerer Zuschauer schreibt:

    @treuer Zuschauer
    Ich kann hier nichts von einer “Verschwörungstheorie” entdecken, nur von Fakten, die ja auch hierhin gehören. Der TV hat diese Angelegenheit nunmal publik gemacht, dann gehören die Fakten auch in so einen Bericht.
    Verschwörungstheorie ist da wohl eher, dass der Ex TV-Redakteur Thielen so was aus Futterneid tue und 16vor querschieße (neidisch?). Wenn ich das hier so lese muss Thielen auf den TV bestimmt nicht neidisch sein. Mit so einem Beitrag könnte sich der TV “von Volksfreund” schreiben. Und die offene Zukunft der alten GmbH ist ja wohl auch kein Thema für eine Saisonvorschau.

  7. TBB-Fan schreibt:

    Hermeling hat eine Straftat begangen. Hätte er die gefälschte Unterschrift von Anfang an zugegeben, so würde dies nichts an der Strafbarkeit seines Verhaltens ändern. Dass er einen mehr als guten Grund gegeben hat, abgeschossen zu werden, hat er sich ganz alleine zuzuschreiben.
    Das so was durch die PResse öffentlich gemacht wird, ist deren Aufgabe. Das sieht der Verfasser dieses Artikels doch auch so, siehe http://www.swfv.de/wDeutsch/SWFV-Info/AmtlicheBekannmachung/2008/amtl0408.pdf

  8. Werner schreibt:

    Vielen Dank an ´ein treuer Zuschauer´, ich durfte ein für mich neues Wort dazulernen.

  9. Blaeser schreibt:

    Oha oha Messerwetzer. Ich glaube, dass der Ex-TV-Redakteur (ein treuer Zuschauer) Eric Thielen noch viel mehr zur Politik des TV sagen und schreiben könnte als die paar faktischen Zeilen zur TBB. Ich erinnere mich aus meiner aktiven Zeit an einen Herrn Doerfert, der beim TV zuerst der Sonnenkönig und später der Buh-Mann war. War da nicht etwas mit dem Neubau eines Kinos in der Innenstadt……????
    Der TV sollte froh sein, dass 16vor das nicht thematisiert. Immerhin gibt es hier die Rubrik Kultur UND Medien.

    Der TBB übrigens viel Glück und Erfolg für die neue Saison!!!

  10. pater mogly schreibt:

    heute gutieren wir urkundenfälschung morgen betrug und übermorgen körperverletzungen ,oh ihr basketballfans was tut ihr mir so leid .ich hoffe nur ihr seid nie davon betroffen und müßt nicht irgendwann nach hilfe eines objektiven mediums wie dem tv schreien!na ja die einen verstehns die andern eben nicht, das eine gesellschaft nur funktionieren kann, wenn moral, sitte und anstand eine große rolle spielen. armes trier!

  11. Hape schreibt:

    Eigentlich dachte ich, das Thema wäre endgültig abgehandelt und man könne sich endlich aufs Sportliche konzentrieren. Von wegen. Das Sportliche kommt in diesem Artikel doch reichlich kurz.

    Eric Thielen erweckt hier lieber massiv den Eindruck, als sei diese “Sommer-Affäre” eine Kampagne des TV gegen den Naivling Hermeling.

    Als habe der TV eine Mücke zum Elefanten gemacht und der arme Hermeling habe sich zwar einer Straftat schuldig gemacht, aber doch nur zum Wohle des Vereins gehandelt.

    Im Gegenteil, Hermeling wollte zuallererst seinen eigenen Allerwertesten retten. Sonst hätte er nicht nach Bekanntwerden der Vorwürfe monatelang weitergelogen.

    Das Nachtreten gegen Ex-Kollegen:

    “… Der Autor des Zweispalters ist ein ehemaliger Mitarbeiter vom Trierischen Volksfreund. …” = Johannes Aumüller

    und

    “… eines Trierer Journalisten, der lange Jahre selbst als Pressesprecher der TBB fungierte …” = Willi Rausch

    hat in einer Saisonvorschau allerdings nichts verloren.

    Das ist meiner Meinung nach schlechter Stil und wenn man Kollegen schon in die Pfanne hauen will, dann sollte man wennigstens soviel Rückgrat haben, die Namen zu nennen und sich nicht hinter nebulösen Formulierungen verstecken.

  12. MGH schreibt:

    Manche lesen aus einem Artikel halt heraus, was garnicht da steht. Henrik Rödl, Ralf Moog und Lothar Hermeling werden zitiert. Dazu wird die Chronologie beleuchtet. Von einer Meinung des Autors kann ich nirgendwo etwas entdecken. Alles Fakten, wie ein ‘noch treuerer Zuschauer’ schon sagt.

    Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass der Autor etwas gegen die Veröffentlichung von Tatsachen hat. Unstrittig ist aber doch, dass der Journalist des TV -aus welchen Gründen auch immer- nicht gut auf bestimmte Leute bei der TBB zu sprechen ist (war). Das ist doch ein offenes Geheimnis in Trier. Wenn man dann zusätzlich bedenkt, wieviele Geschichten über Geschäftsleute oder die sogenannten ‘Honoratioren’ unter den Teppich gekehrt werden, bekommt die Geschichte eben ein Geschmäkel, weil sie aus einer bestimmten Ecke kommt.

    An diesem Artikel hier ist nichts zu kritisieren: rein Fakten ohne Tendenz und Meinung. Die kann sich dann ja jeder selbst bilden.

  13. Claus schreibt:

    Ich finde es im Gegenteil guten Stil und absolut kollegial, dass Herr Thielen die Namen der Kollegen nicht genannt hat, was er auch machen könnte. Verstehen kann ich nicht was sich einige hier so echauffieren. Hätte es im Wochenspiegel gestanden wäre halt der genannt worden, oder RPR oder die Rathauszeitung. Nur weil der Autor mal Redakteur beim TV war daraus zu konstruieren, dass er hier Meinung macht (was er definitiv nicht tut) ist doch absurd. Andere bei 16vor waren auch mal dort und gehen mit den Ex-Kollegen auch nicht zimperlich um wenn’s notwendig ist.

  14. Claus schreibt:

    Ergänzung: Fakt ist doch, dass Hermeling vielen ein Dorn im Auge war. Oder will das jemand bestreiten? Und im TV wird dann von einem anderen Schreiber, der mit Basketball soviel zu tun hat wie der Papst mit Beate Uhse, noch der Rücktritt von Moog gefordert, der nun wirklich nichts für den Mist bei der GmbH kann. Das ist tendenziös und im Stil einer Kampagne!

  15. Paul schreibt:

    Ausgezeichnete Saisonvorschau. Wer hier von interlokalmedialen Kampagnen oder Verschwörungen fabuliert, leidet wahrscheinlich unter leichten bis mittelschweren Psychosen. Die lassen sich mit ein paar Therapiesitzungen beheben.

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