Trier ist ein Stück provinzieller geworden
Nach einem politischen Jahresrückblick und einer Rückschau auf die bemerkenswertesten Ereignisse im Trierer Sportgeschehen folgt hier zum Abschluss eine Betrachtung der – aus Sicht des Autors – bedeutendsten kulturellen Begebenheiten der vergangenen Monate in der Stadt. Man konnte herausragende Antikenfestspiele erleben – und deren Absetzung, das Varieté Chat Noir musste schließen – hat aber neue Betreiber gefunden, und die Tuchfabrik feierte 25. Jubiläum.
TRIER. Im vergangenen Jahr fielen die Antikenfestspiele aus. Die Zeit nutzten die Organisatoren, um ein neues Konzept für das Festival zu entwickeln, das es einmalig machen sollte. Dies gelang. Aus künstlerischer Sicht stand einem Neuanfang nichts mehr im Wege: Mit “Ödipus/Antigone” wurde ein erfolgreiches Gastspiel aufgeführt, mit “Nerone” bot man ein seltene Oper, die Schauspielerin Corinna Harfouch sollte mit ihrer szenischen Lesung ein breiteres Publikum anlocken und beim Festspielkonzert wurde eine Uraufführung präsentiert. Für jeden etwas dabei – sollte man meinen.
Am Ende wurden nur 6800 Besucher gezählt. Anstatt der erhofften 450.000 Euro hat man nur knapp die Hälfte durch Eintrittsgelder eingenommen. Über die Ursachen für die geringe Zuschauerzahl lässt sich nur spekulieren: Waren Kulturinteressierte durch das schlechte Image der vorherigen Jahre abgeschreckt? Wurde zu wenig Werbung gemacht? Herrschte Verwirrung ob des Doppel-Tragödientitels und hätte man die kaum bekannte Oper besser vermarkten müssen?
Die Gelegenheit, dies herauszufinden und daran zu arbeiten, bekommt Festspielleiter Gerhard Weber nicht mehr. Obwohl das Festival mit diesem Konzept das Potenzial hatte, sich langfristig deutschlandweit einen Namen zu machen, gibt die Stadt der Veranstaltung angesichts eines Defizits von über 220.000 Euro keine Chance mehr. Kulturell ist Trier damit ein bisschen provinzieller geworden.
Dass diese Entwicklung weiter zunimmt, haben Ingo Popp und Simon Haag erst einmal verhindert. Der Konzertveranstalter und der Hotelier sind die neuen Betreiber des ehemaligen Varietés Chat Noir. Ihr Vorgänger Volker Justinger ging nach knapp drei Jahren am Kornmarkt pleite und musste die schönste Kleinkunstbühne Triers im September schließen.
Schon während des Sommers wurde das Progamm stark zurückgefahren. Nachdem sich Justinger vor einem Jahr von seinen beiden Mitgesellschaftern unschön getrennt hatte, schlug er künstlerisch einen neuen Weg ein. Anstatt erlesenem Kabarett und guten Indie-Musikern setzte er auf kostspielige, aber wenig profitable Varieté-Shows und verscherzte es sich zudem mit externen Veranstaltern, die dort mit Partys für eine voll Hütte sorgten.
Ein besseres Händchen in kaufmännischen Angelegenheiten und Veranstaltungsdingen dürften seine Nachfolger Ingo Popp und Simon Haag haben. Haag betreibt erfolgreich ein Hotel in Euren und Popp veranstaltet seit den 80ern Konzerte in Trier und Umgebung – beide bringen also genug Erfahrung für diese Aufgabe mit. In wenigen Wochen wird das neue “Casino am Kornmarkt” wieder mit Leben erfüllt sein.
Eine Generation älter als der Veranstaltungssaal im ehemaligen französischen Militärkasino ist die Tuchfabrik. In diesem Jahr feierte das Kulturzentrum 25. Jubiläum. Dazu wurde unter anderem das Gebäude verhüllt, Mitgliedsvereine stellten an ungewöhnlichen Orten in der Stadt ihre Arbeit vor, und es gibt seit November eine Mail-Art-Ausstellung, die bis zum 23. Januar verlängert wurde. Trotz des Jubiläumsmottos “Die Tufa geht raus – Neue Konzepte, frisch ausgepackt” haben die Organisatoren mit diesem Programm das Rad zwar nicht neu erfunden, aber wohin Experimente führen können, sieht man ja bei den Antikenfestspielen.
Dies bedeutet jedoch nicht, dass in der Tufa Stillstand oder gar Rückwärtsgewandtheit herrscht. Immer wieder kommen neue Vereine (z.B. Selbstredend e.V.) hinzu, die das kulturelle Spektrum erweitern. Die gerade im Rahmen des Geburtstages zum Beispiel in Leserbriefen auf dieser Seite geäußerte Kritik, dass die Einrichtung keine jungen Menschen mehr anziehe, zeugt von Unkenntnis. Bei Comedy-Veranstaltungen, bestimmten Lesungen oder Auftritten des Max-Tuch-Theaters oder der English Drama Group sitzen oft mehr Studenten als in einer Einführungsvorlesung an der Uni. Auf der anderen Seite könnten die Tufa und auch viele andere Kulturhäuser dicht machen, wenn sie nur auf diese Zielgruppe setzten.
Das Angebot der Tuchfabrik war 2010 im Bereich Bildende Kunst und Veranstaltungen so vielfältig wie schon seit Jahren nicht mehr. Dass das Haus und die Mitgliedsvereine auch auf Bewährtes zurückgreifen, ist nicht verwerflich, da es nichts über die Qualität des Dargebotenen aussagt: Eine Lesung von Max Goldt, der im Durchschnitt dort alle zwei Jahre ein neues Buch vorstellt, ist erbaulicher und gehaltvoller als der Auftritt eines jungen Comedian-Imitators, der mal fünf Minuten auf Pro7 zu sehen war und bald wieder in der Versenkung verschwunden sein wird. Die Tufa, ganz besonders in Person der Geschäftsführerin Teneka Beckers, und die Vereine mögen also bitte so weitermachen wie bisher. Wem das nicht gefällt, den wird man nicht daran hindern, dort seinen eigenen Beitrag zu leisten. Das ist ja das Schöne an der Einrichtung.




31. Dezember 2010 (12:45 Uhr)
… nicht zu vergessen, dass das überaus innovative Projekt “Karussell am Zuckerberg” zum 1. Januar 2010 ausgelaufen ist. Da hatten wir mal ein bisschen Hauptstadt in Trier, aber leider dann doch nicht die passenden Nachbarn dazu. Schade!
31. Dezember 2010 (12:49 Uhr)
… okay, meine Liebste sagt gerade, dass Programm sei gar nicht “überaus innovativ” gewesen, sondern “für Trier innovativ”. Wo sie recht hat, hat sie recht.
31. Dezember 2010 (15:47 Uhr)
Als selbsternannter Adenauer des Kulturjournalismus (“Keine Experimente”) betrachtet Herr Jöricke genau 3 etablierte Institutionen, von denen genau 2 komplett den Bach runtergegangen sind. Die wichtigen, schönen, bunten, kleinen Sachen wie die Iphigenie-Aufführung im Trierer Hafen oder das “Karussell” – erfolgreich t r o t z Privatinitiative- finden nicht einmal eine Erwähnung. Bitte nichts mehr über “Kultur” schreiben, danke.
Tufaisten besorgen sich bitte unten angeführte repräs. Studie, und stellen fest, dass im Ranking der studentisch meistbesuchten 10 Institutionen/Freizeitorte etc mit Kulturanspruch die sog. “Tufa” nicht (sic!)vertreten ist.
Zugegeben ist die Studie einige Jahre alt – aber derart viel hat sich bis heute da nicht geändert. Die Tuchfabrik ist altersmässig mit ihren Machern mitgewachsen; die abrupte Umstellung auf Kinderprogramme senkt zwar den Altersdurchschnitt, erhöht aber keineswegs die Bekanntheit und/oder die Akzeptanz bei jüngeren Kulturinteressierten.
Die Tuchfabrik könnte ein kultureller Leuchtturm sein, ist sich aber letztlich in ihrer Saturiertheit selbst genug, und zeigt sich nicht in der Lage, ihr Publikum da abzuholen, wo es sich befindet: im 3.Jahrtausend.
Uni Trier:Abteilung für Angewandte und Fremdenverkehrs-Geographie.Endbericht zum Forschungspraktikum zur angewandten Geographie, Fremdenverkehrsgeographie: Freizeitverhalten der Trierer Studierenden. – Uni Trier, Angewandte Geographie, Fremdenverkehrsgeographie. Leitung: Frank Schaal
31. Dezember 2010 (18:32 Uhr)
Wenn das Karusell am 1.1.2010 ausgelaufen ist, warum sollte es dann in einem Rückblick 2010 vorkommen?
31. Dezember 2010 (19:03 Uhr)
@Jens
“Da hatten wir mal ein bisschen Hauptstadt in Trier, aber leider dann doch nicht die passenden Nachbarn dazu. Schade!”
Tja, wie sagt man so schön: Es kann der frömmste nicht in Frieden leben, wenn das dem provinziellen Nachbarn nicht gefällt!
Ebenfalls an den Nachbarn gescheitert (auch, wenn es nicht “Kultur” im engeren Sinne war:
- die fast schon wieder vergessene Ideal-Bank (wahrscheinlich das “Großstädtischste”, was ich in Trier je erlebt habe)
- die “Flucht nach vorn”
- die Bit-Sun Beach (unter anderem, wobei ich mich heute noch frage, wer da “anwohnt”)
- die Öffnungszeiten der potentiell schönsten Club-Location Triers, Café Lübke
Man kommt nicht umhin zu vermerken: leben weitgehend unerwünscht! Aber vielleicht kommt die Stadt ja im zweiten Jahrzehnt desselben etwas mehr im 21. Jahrhundert an.
In diesem Sinne: ein gutes Neues
31. Dezember 2010 (19:12 Uhr)
!. Die Tufa ist absolut auf dem richtigen Weg unter Leitung von Teneka Beckers!
2.Die Neu-Konstruktion des Variete Chat Noir kann nur Bestand haben, durch eine angenommene sehr hochpreisige Gastromie – man wird sehen. – Das Projekt Chat Noir war schon zu Petrisberg Zeiten zum Scheitern verurteilt – ohne wie auch immer geartete Zuschüsse.
3. Die wenigsten Studis in Trier ( und wohl auch anderswo ) sind kulturaffin. Eine absolute Minderheit besucht regelmäßig innovative( ;-)) oder etablierte Kulturveranstaltungen. Ohne Szenebildung wird sich auf Dauer da nicht viel ändern. Aber eine Szene kann sich auf Dauer nur bilden, wenn auch die kleinsten Teilchen dreselben in dieser Stadt eine Lebensgrundlage haben und das haben se im größten Dorf der Eifel (noch) kaum. Die Förderung der Kreativwirtschaft durch OB Jensen und Dezernent Egger sind hierzu ein wichtiger Schritt.
4. Trier hat nach wie vor subkulturell stark engagierte Gruppen und Vereine , wie Karussell e.V. , Kultur Raum Trier e.V. , selbstredend e.V. , 40Ufer Filme , etliche Theatergruppen etc die engagiert unterwegs sind und sich auf Locations wie Mergener Hof, Café Lübke , Exhaus aber auch eben Tufa und andere verteilen. – Von daher betrachtet ist Trier nicht Provinz – sondern eben – wie gesagt etwas schwierig… – noch ;-)
5. Der Wegfall der übersubventionierten Antikenfestspiele ist viel mehr der Weg aus der sich dort “selbstbeweihräuchernden” Kulturprovinz .
1. Januar 2011 (23:01 Uhr)
Falls es jemanden beruhigt: man findet auch ein bisschen Trier in Berlin.
2. Januar 2011 (18:42 Uhr)
@RST
… weil für 2010 ursprünglich eine neue Location gefunden werden sollte und dies offenbar nicht geklappt hat.
(http://www.16vor.de/index.php/2009/12/18/karussell-am-zuckerberg-schliest/)
3. Januar 2011 (16:07 Uhr)
Die Trierer “szene” ist leider so klein, dass wenn auch nur eine konkurenz veranstaltung stattfindet, beide Veranstalter den kürzeren ziehen. Ich merke selbst,dass auf den meisten “alternativen Festen” stets die gleichen “Interessenten” zu treffen sind, die meines erachtens weniger werden….
leider sind die meisten einwohner/anwohner/zugezogenen scheinbar nicht wirklich kulturinteressiert, was sich auch daran bemerkbar macht, dass altbewährtes, massentaugliches nach wie vor funktioniert, neuerungen jedoch wegen zu kleiner szene nicht bestehen bleiben…
Beachtlich finde ich das programm, dass unsere kulturschaffenden auf die beine stellen, genauso beachtlich ist leider auch dass der bauer nicht isst was er nicht kennt…
so gibt es witerhin gerangel um die besten gäste, die über bestehen oder niedergang der institutionen entscheiden.
hoffentlich wagen mehr menschen den blick übern tellerrand, auf ein kulturelles angebot, auf das sie eigentlich stolz sein könnten
leider merkt man nicht was draussen passiert, wenn man am liebsten zu hause hockt…aber großen unterhaltungselektronik konzernen und billigmöbel anbietern kommt das eher zu gute.
schade wenn es so ist, aber so ist das nun mal: das volk entscheidet.
4. Januar 2011 (02:00 Uhr)
Trier ist nicht wirklich provinzieller geworden. Die oben im Artikel genannten Institutionen, seinen sie jetzt noch am Platz oder nicht, haben mit dieser Aussage nicht wirklich was zu tun.
Die provinziellen Ausuferungen machen sich vielmehr durch alle möglichen Aussagen breit, in dem der eine nicht mit dem anderen kann und wenn jemand Erfolg hat wird es einem woanders in Trier nicht gegönnt. Hier kommt Neid auf, der meistens doch immer etwas mit Geldern zu tun hat. Kultur kostet Geld, egal ob das von der Stadt oder privater Hand stammt.
Zum anderen können und wollen Studierende durch den heutigen Bologna-Prozess sich nicht mehr selbst in kulturellen Kreisen aktiv beteiligen, leider.
Wer in dieser Stadt Kultur wirklich machen will, macht es auch und da schaue ich jetzt nochmal kurz zum Karussel und dem kurzweiligen und nachfolgenden Projekt Butterkeks. Es finden sich nämlich doch immer wieder Leute, die etwas machen und bewegen wollen.
Für mich liegt aber leider das Problem der Förderung von Kultur in Trier an einer ganz anderen Stelle und in dem Fall muss ich jetzt doch auf der Stadt rumhacken. Trier, bezeichnet sich glücklicherweise als Großstadt (zahlenmässig ja, kulturell nein) sieht die einzige Kultur aber doch wirklich nur in der Vermarktung ihrer antiken Schätze, also ein Marketing welches nur nach aussen und Tourismusorientiert ist. Die Trierer Mitbürger haben hier von aber reichlich wenig, ausser knipsende Touristenmassen und bunte Regenschirme an jeder Ecke.
4. Januar 2011 (02:07 Uhr)
… weiter im Text.
Ich selber wohne seit 7 Jahren in der Stadt und mag sie aber vermisse ein Touch von Großstadtflair und damit muss ich jetzt nicht nach Berlin schauen. Es reicht auch die Ecke um Mainz oder so. Mainz ist zwar sicherlich auch größer und Landeshauptstadt aber es findet hier ein weitaus größerer und besserer Austausch zwischen Interessierten aus. Auch das Arbeiten miteinander funktioniert dort besser, weil die beteiligten Parteien wissen dass man miteinander mehr erreicht als gegeneinander. Das Problem wollte ich oben ansprechen. Es gibt in dieser Stadt einfach viel zu viele Neider, verfahrene Strukturen und der eine kann nicht mit dem anderen, weil es ihm vor Jahren mal an der Theke im Tönnchen vor dem Mund gefahren hat.
Weltoffenheit passiert am besten erst immer bei jedem selber und nicht in dem man rumschreit, was alles besser laufen kann.
Wer Kultur will, bekommt sie. Wer nur meckert und zu Hause sitz, bekommt keine. Der soll sich auch ruhig weiter „Wer wird Millionär“ anschauen. Trotzdem muss man sagen, dass die Stellen für kulturelle Förderung nach aussen sehr eingefahren und antik aussehen. Hier kann man sicherlich noch so einiges optimieren.
4. Januar 2011 (09:36 Uhr)
es erwärmt das herz, wenn der trierer an sich noch immer die erinnerung an die weltmetropolenzeiten in den tagen des römischen reichs in sich trägt und vergleiche zieht.
im vergleich zu anderen städten gleicher größenordnung ist in trier eigentlich verdammt viel los. statt daran anzuknüpfen verweist der trierer an sich immer und wieder darauf, dass alles viel zu provinziell sei. was aber ist provinziell? (außer einer mentalen einstellung.)
4. Januar 2011 (18:23 Uhr)
@Sascha, och stimme Dir in weiten Teilen zu, aber Du solltest nicht vergessen, dass Mainz 1. ein erheblich größerer Hochschulstandort ist und 2. stellt unsere Landeshauptstadt auch das “Tor zur Rhein-Main-Metropole” dar. Hinsichtlich des Alleinstellungsmerkmals der antiken kulturhistorisch wertvollen Stätten dieser Stadt, stellt sich vielmehr die Frage, wie mensch damit umgeht….
Das Phänomen des Neides und des sich Abgrenzens ist kein trierspezifisches, findest Du auch in Ko und SB. Selbst junge zugezogene “Trierer Kulturmacher”, schauen mitunter verdrossen über ihre teils hermetisch abgedeckte Suppenschlüssel -ä neidvoll auf den Inhalt anderer Kulturteller – ist wohl menschlich ;-) … – was fehlt ist endlich mal ein runder Tisch in den Abendstunden (Ehrenamtlichkeit bei vielen) für alle Kulturschaffenden Triers – wär ein Schrittlein ;-)
6. Januar 2011 (11:59 Uhr)
Sehr geehrte Frau Pavone, ich habe lange Jahre in Hamburg und Berlin gewohnt und muss Ihnen zustimmen, dass in Trier für seine Verhältnisse viel und etwas für jeden Geschmack angeboten wird. Auch in den kulturellen “Hochburgen” hat man nicht immer die Zeit, alles, was Kultur sein soll, sich anzusehen, zumal wenn man arbeiten geht und morgens in aller Frühe aufstehen muss.
“Der Trierer an sich”, wie sie es ausdrücken, ist auch nach meiner Ansicht mit dem Kulturangebot zufrieden. Mir reicht es allemal aus und das meiste, was ich von den selbsternannten und selbstgefälligen Kulturpäpsten, -kritikern und -narzisten hier als ein unbedingtes Kultur-Muss angeboten bekam, fand ich langweilig oder einfach nur schlecht. Wie es so schön ein anderer Schreiber auf dieser Seite einmal ausgedrückt hatte: “Ich fand es langweilig, muss wohl Kultur gewesen sein”.
Wer Trier provinziell findet, dem sei gesagt, dass keiner gezwungen wird hier zu leben und es wird auch niemand daran gehindert, mehr zu machen aus dieser Provinz. Gr0ße Ansprüche aufstellen, die andere bezahlen sollen, das kann jeder. Das sei jenen gesagt, die immer auf das niedrige kulturelle Niveau anderer Bürger hinabschauen, von denen sie aber erwarten, dass sie über die Kulturförderung der Stadt diese kulturellen Ansprüche mitfinanzieren.
Nach 16 Jahren Großstadtleben weiß ich die Provinzialität meiner Heimatstadt sehr zu schätzen.
10. Januar 2011 (18:02 Uhr)
Wir sollten eine Trierer Variante von WWM aufmachen. “Wemm ginn die Milliuunen?”