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Kompaniechefs berichten vom Krieg

TRIER. Zwei Majore der Hamburger Führungsakademie der Bundeswehr werden am kommenden Mittwoch an der Universität über ihre Erfahrungen aus den Kampfeinsätzen der deutschen Truppen in Afghanistan berichten.

Die beiden sprechen im Rahmen einer Veranstaltungsreihe der Juniorprofessur Politikwissenschaft/Internationale Beziehungen, die Dr. Martin Wagener inne hat. Der Vortrag beginnt um 18 Uhr im Hörsaal 9 (E-Gebäude). Mitorganisatoren sind das Clausewitz Netzwerk für Strategische Studien und der Reservistenverband der Bundeswehr/Landesgruppe Rheinland-Pfalz.

“Major Schröder und Major Krüger waren von 2009 bis 2011 als Kompaniechefs im Gefechtsraum Kunduz im Einsatz. Sie waren dabei mehrfach an direkten Kampfhandlungen mit Kräften der Taliban beteiligt”, heißt es in einer Mitteilung der Juniorprofessur. Die Referenten sollen in ihrem Vortrag über “persönliche Erfahrungen im Kontext der Aufstandsbekämpfung berichten und dabei Stärken und Schwächen des Kampfeinsatzes der Bundeswehr am Hindukusch bewerten”. Vorgesehen sei auch eine Auswertung von Filmmaterial, das während des Einsatzes erstellt worden ist.

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2 Leserbriefe | RSS-Abo

  1. Tim Osterkamp schreibt:

    “Sie waren dabei mehrfach an direkten Kampfhandlungen mit Kräften der Taliban beteiligt”

    Endlich wieder ein Vortrag über aufgeschlitzte Oberschenkel. Obendrauf gibts diesmal noch Baller-Filmchen. So macht Politikwissenschaft Spass.

    Schade, hab ich leider keine Zeit. Dabei wäre die notwendige Dikussion über den Sinn einer “eingebetteten Wissenschaft” sicher interessant.

    Zum Vergleich: Die Uni-Köln hat sich 2011 Noam Chomsky als Gastdozent eingeladen. Wir kriegen hier Van Creveld und Anekdoten aus dem Schützengraben.

  2. Sieglinde Andersen schreibt:

    Was und wem nutzen solche Veranstaltungen? Denen, die uns an den Krieg

    gewöhnen wollen oder denen, die daran verdienen?

    Die Kosten von Kriegen werden wegen aushaltsrechtlichen Gründen benannt -

    die Empfänger des Geldes sehr sehr selten. Noch viel weniger hören wir von den

    menschlichen Opfern, die diese Kriege kosten.

    Krieg als Mittel der Politik muss ausgeschlossen sein bzw. werden.

    Veranstaltungen dieser Art sind mehr als nur entbehrlich

    Eine werteorientierte christliche europäische Politik sieht völlig anders aus

    Linde Andersen

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