Beiträge von » Annika Hand

Auch Kant war nur ein Mensch

Kant gehört nicht eben zu den eleganten Stilisten in der Philosophie. In studentischen Kreisen, die seiner Denkart nicht nahe stehen, gilt er gemeinhin als hervorragende Bettlektüre – zwei verschachtelte Sätze, die sich über eine Seite hinziehen, genügen, um in Tiefschlaf zu fallen. Der Trierer Philipp Thull hat sich in seinem Erstlingswerk der Aufgabe gewidmet, den Grandseigneur der Aufklärung und des Idealismus für ein breiteres Publikum zu entschlüsseln.
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Zu den Wurzeln des Hardrocks

Roger Glover hatte in einem Interview gegenüber 16vor behauptet, Deep Purple hätten keine Groupies mehr. Die Stimmung und spürbare Begeisterung der 5.500 Zuschauer in der Trierer Arena am Samstagabend mag ihm diese Annahme widerlegt haben. Den Schöpfern des Hardrock, Stilikonen der Musikgeschichte darf größte Verehrung entgegengebracht werden.
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Da weiß man, was man hat

Erwarten konnten 2.200 Zuschauer am Samstagabend in der Arena ein lang ersehntes und gewohnt wuchtiges Konzert von Blind Guardian, die zuletzt vor vier Jahren in Trier gastiert hatten. Geboten wurde ihnen in vier Stunden ein wahres Metal-Festival, das nicht allein vom Hauptakt, sondern zudem von zwei überzeugenden Vorbands bestritten wurde.
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“Gegen die Armut der Phantasie”

Ein in jeder Hinsicht atmosphärisch dichter Auftritt gelang Corvus Corax am Donnerstagabend mit der Inszenierung von “Cantus Buranus” in den Kaiserthermen. 350 Gäste wurden in den Bann einer opulenten Vertonung der mittelalterlichen Liedersammlung “Codex Burana” gezogen, die schon Carl Orff als Grundlage seiner “Carmina Burana” diente. Der unverwechselbare Stil der Mittelalterband setzt jedoch deutlich andere und sehr überzeugende Akzente.
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Wein, Wissen, Wandel

Mit rund 130 Hektar Anbaufläche zählen die Bischöflichen Weingüter Trier zu den größten Winzerbetrieben der Republik. Nachdem das Gut nach dem für Außenstehende einigermaßen überraschenden Abgang von Helmut Plunien im Dezember vergangenen Jahres kommissarisch geführt wurde, rückte mit Dr. Karsten Weyand nun quasi ein Altbekannter an die Spitze des kircheneigenen Unternehmens. 16vor-Mitarbeiterin Annika Hand traf den 38-Jährigen und sprach mit ihm über Selbstverständnis und Perspektiven von Gut und Person.
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Transsibirische Monotonie

Peking, Wladiwostok, Ulaan Baatar, Nowosibirsk, Jekatarinburg, Moskau – von China durch die Weite der Mongolei entlang des Baikalsees durch den Ural nach Europa. Mit dem legendären, zaristischen Prunkzug, der Transsibirischen Eisenbahn. Eine Traumreise. Jedenfalls für mich. Die an der Universität Trier studierte Literaturwissenschaftlerin Susanne Jaspers versprach mit ihrem Reisebericht “Der Duschenkrieg. Eine transsibirische Reise” einen humorvollen Einblick in eine Gruppenreise der besonderen Art.
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Eltern werden ist nicht schwer…

Seit 2002 greift in der Bundesrepublik eine Idee um sich, die mit der Initiatorin Rose Volz-Schmidt eine starke, unermüdliche Antriebskraft besitzt: “wellcome. Praktische Hilfe für Familien nach der Geburt” ist eine Art organisierte Nachbarschaftshilfe für frisch gebackene Eltern. Die gestrige Eröffnung der wellcome-Standorte in Trier und Thalfang machte deutlich, dass Eltern mit ihren anfänglichen Nöten zu oft auf sich alleine gestellt bleiben und eine tatkräftige Unterstützung eine große Entlastung für die junge Familie ist.
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Ein schmaler Grat und keine klare Linie

Mit der Oper “Joseph Süß” von Detlev Glanert, die 1999 am Bremer Theater uraufgeführt wurde, kommt am Theater Trier das letzte Musiktheaterstück in der Spielzeit 2009/10 zur Aufführung. Ein Balanceakt für alle Beteiligten. Die Zuhörer sind von den Klängen moderner Oper herausgefordert und werden mit einem inspirierten Bühnenbild und teils intensiver Darstellung belohnt. Sänger und Orchester suchen ihre Entfaltungsmöglichkeiten im engen Korsett der Inszenierung.
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Frisch aus der Folkküche

Es gibt Bücher, bei denen man mit dem ersten Satz mitten im Geschehen, mitten in der Geschichte ist. Man taucht unvermittelt ein, es besteht eine eigentümliche Vertrautheit. Nicht anders geht es dem Hörer mit “Air”, der ersten CD des Trierer Folkduos “You can say you to me“, das vor wenigen Tagen sein Debütalbum einem begeisterten Publikum im “Chrome” vorstellte.
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Turmhohe Akrobatik aus Ostasien

Mit seiner aktuellen Tour “TAO – Chinas Meister der Weisheit und Wunder” komplettiert der Chinesische Nationalcircus die Trilogie der drei zentralen Strömungen Chinas, von denen er zwei bereits in vorangehenden Programmen dargestellt hatte: Nach Konfuzius und Buddha verkörperten die Akrobaten am Freitagabend in der Arena Trier für 1.000 Besucher das Prinzip des Tao in Kraft, Geschmeidigkeit und beeindruckender Artistik.
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Im zweiten Durchgang mehr Zeit für Bürgerhaushälter

Die Stadt hat eine Bilanz des ersten Bürgerhaushalts gezogen. Die Verantwortlichen blickten hierbei größtenteils positiv auf den bisherigen Verlauf zurück. Das Resümee lässt jedoch auch Raum für Verbesserungen, beispielsweise was die Beteiligung von Bürgern ohne Internetzugang anbelangt. Der zweite Bürgerhaushalt soll nun deutlich früher starten, auch damit die Verwaltung mehr Zeit hat, fundierte Stellungnahmen zu den einzelnen Vorschlägen abzugeben. Unter den Ideen des ersten Durchgangs fand sich unter anderem eine Erhöhung des Grundsteuerhebesatzes – eine Anregung, die man im Rathaus gerne aufgriff.
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Grundbedürfnisse kommen vor Gleichberechtigung

Armut ist nicht nur in unsrer Stadt kein im Sinne des Wortes offensichtliches Problem. Vielmehr ein verstecktes – und damit ein bestürzendes Phänomen, das ein Beispiel für eine sanktionierende und schönfärbende Haltung unserer Gesellschaft abgibt. Anlässlich des Weltfrauentages informierte im Rahmen einer Diskussionsrunde der Trierer Jusos und des Sozialdienstes Katholischer Frauen die Leitung des “Haltepunkts” für wohnungslose und benachteiligte Frauen über das Ansteigen der Armut insbesondere von Frauen und Kindern und stellte die Arbeit ihrer Institution in Trier vor.
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Jazz-Klassiker reduziert auf das Wesentliche

Guter Jazz lebt von dem Wechselspiel der Musiker innerhalb einer Combo. Von ihrem Gespür, sich in eine gemeinsame Atmosphäre einzufinden, den Stil des vorangehenden Soloparts aufzugreifen und um den eigenen zu erweitern. Das bestätigte der Jazzgitarrist Dany Schwickerath auch im Gespräch mit 16vor. Und beschrieb die Chancen und Risiken eines Projekts, das den Jazz auf Gitarre und Gesang reduziert. So zu hören auf der CD “Hidden Waltz”, die er gemeinsam mit der niederländischen Sängerin Edith van den Heuvel aufnahm.
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“Wir steigen immer weiter auf!”

Gewaltige Texte wollen gewaltig vorgetragen werden. Foto: Christian JörickeGemeinsam mit ihrem Publikum vertrieben Subway to Sally am Samstagabend in der Europahalle die bissige Winterkälte, die den 1.200 Fans und den Bandmitgliedern bei -14 Grad Celsius Außentemperatur in Mark und Bein steckte, mit einem Freudenfeuer gelebter Mittelalter-Metal-Begeisterung. Eine Aufwärmphase benötigten die Zuschauer nicht.
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“Wir waren ein bisschen tapfer”

Bauer, Rudolf. Waren damals alle Feiglinge? 1933 bis 1945 zwischen Trier und Koblenz. Kliomedia: Trier. 2009Rudolf Bauer hat es sich in seinem Buch “Waren damals alle Feiglinge? 1933 bis 1945 zwischen Trier und Koblenz” zur Aufgabe gemacht, den leisen Protest der Bevölkerung zwischen Trier und Koblenz zur Zeit des Nationalsozialismus auf der Grundlage von Tagebuchaufzeichnungen, Archivmaterial, eigenen Erinnerungen und mündlichen Berichten damaliger Zeitgenossen zu beleuchten. Nicht ohne die wiederholte Betonung, dass dieser gedämpfte Widerstand viel zu gering gewesen ist. Aber dennoch erwähnenswert.
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In Dziuks Küche fehlen die Gewürze

Eine kleine Schar von 25 Zuhörern fand sich am Freitagabend in der Tufa ein, um den Auftritt von “Dziuks Küche” zu erleben. Dem mehrfach ausgezeichneten Danny Dziuk sagt man nach, er schreibe Texte in der Art Bob Dylans und singe wie Tom Waits. Zweieinhalb Stunden boten reichlich Gelegenheit, sich über diese Vergleiche eine Meinung zu bilden.
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Die klassische Diva

Zu ihrem Geburtstag am Samstagabend lud Patricia Kaas ins “Kabaret”, ein Bühnenprogramm, das die Hommage an die 30er Jahre gekonnt mit den 19 großen Erfolgen der Französin zu verbinden weiß. 1.500 Zuschauer feierten Mademoiselle in der Arena Trier.
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Körperliche Unterschiede werden aufgelöst

Ellen Afriyie Anim, Eric Lartey, Mark Nii Lomo Lomotey, Alfred Quarshie und Frank Sam bringen mit aller Leidenschaft gemeinsam zum Ausdruck, was sie im Innersten miteinander verbindet: Die Tradition, die Geschichten ihres Landes, der Lebensrhythmus Ghanas. Archiv-Foto: James MweuKalt ist es am Sonntagabend. Um kurz vor acht warten rund 70, von einem Fuß auf den andren tänzelnde Menschen darauf, dass sich die Tür der Tufa für sie öffnet. Dass sie noch nicht eingelassen werden, hat seinen Grund: Die Tänzer der Gruppe “Patterns beyond traces” brauchen den Raum, um das Publikum in einer gestalteten Szenerie empfangen zu können. Das aus drei behinderten und zwei nichtbehinderten Künstlern bestehende Ensemble aus Ghana unter der Leitung von Choreografin Gerda König verspricht eine Reise in die Seele seiner Heimat und Afrikas hitzigem Rhythmus, was die frostigen Temperaturen erwartungsvoll vergessen lässt.
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Der fliegende Holländer

Multitalent Herman van Veen und die Gitarristin Edith Leerkes. Foto: Christian JörickeHerman van Veen betritt die Bühne und wird von einem Beifall empfangen, als hätte er bereits alles gegeben. Von dem gediegenen Erscheinungsbild des niederländischen Künstlers in weißem Hemd und schwarzer Anzughose darf man sich nicht täuschen lassen. Keineswegs erstaunt über diesen Auftakt nimmt er den Jubel kokettierend entgegen. Zwischen Publikum und van Veen besteht am Freitagabend in der Europahalle von Beginn an eine große Nähe, mit welcher der Liedermacher spielerisch umzugehen weiß.
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Ohne Umwege von der Steinzeit zum Barock

Bronzezeitlicher Hortfund mit Beilen, Schwert und Schmuck (um 1600 v. Chr.). Foto: LandesmuseumDas Rheinische Landesmuseum Trier wird ab Dienstag seinen Besuchern die Pforten zu einem vollkommen neuen Ausstellungskonzept öffnen. Auf 2.000 Quadratmetern werden in elf Räumen 3.000 regionale Museumsstücke aus Epochen von der Steinzeit bis ins 18. Jahrhundert präsentiert. Mit 1,9 Millionen Euro unterstützte das Land die Neugestaltung. Der seit der Konstantin-Ausstellung bestehende, insgesamt 4.000 Quadratmeter umfassende Rundgang durch das Museum ermöglicht nunmehr einen chronologischen Aufbau der neuen Dauerausstellung. Mit dieser kontextuellen Sicht ergeben sich völlig neue Einblicke in die Zeit- und Kulturgeschichte Triers und seiner Umgebung.
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Märchenstunde mit Martini, Marsh und Co.

Ex-Basketballer James Marsh und die Miezen Anna Monz und Nadja Nadgornaja erzählen vom "Wassermann im Herkulesbrunnen". Foto: audiobitsDie “Trierer Märchenstunde”, ein Hörbuch mit Legenden, Sagen und Geschichten aus unserer Stadt, wurde am vergangenen Donnerstag von den Initiatoren vorgestellt. Trierer Persönlichkeiten aus allen gesellschaftlichen Bereichen haben sich an diesem Benefizprojekt, einer Kooperation von “audiobits-digitale Klangwelten” und dem Kinderschutzbund Trier, beteiligt. Der Erlös der verkauften CDs geht an die Initiative “Meine Burg” des KIBUs.
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Zwischen Schwellenangst und Dekor

Dank eines neuen Regalsystems können die Bilder der Artothek nun gefälliger präsentiert werden. Foto: Marcus StölbNach abgeschlossener Umbauphase in der Sommerpause hat die Artothek der Tufa am Freitag im Rahmen des Sommerfestes des Hauses ihre Neueröffnung gefeiert. Nachdem im Hof des Gebäudes die “Rhythm and Swing Bigband” gastiert hatte, wurde im ersten Obergeschoss die Ausstellung “Fading Icons of the Swinging Sixties“, ein Projekt des Kultursommers Rheinland-Pfalz, des Trierer Künstlers Patrick Josef Rödig eröffnet. Im Mittelpunkt stand jedoch die Enthüllung des neuen Regalsystems der Artothek, das die bislang eher provisorische Unterbringung und Präsentation der ausleihbaren Bilder ablöst und nun eine funktionale wie moderne Lagerung ermöglicht. Insgesamt befinden sich 140 neue Werke von rund 70 Künstlerinnen und Künstlern im Verleih.
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“Bin ich nicht ein wundervoller Mann?”

Götz Alsmann verzückt seit Jahren regelmäßig über 1000 Besucher im Innenhof des Kurfürstlichen Palais. Foto: Christian Jöricke1.100 Besucher jeglichen Alters durften am Samstagabend im Kurfürstlichen Palais bei schönstem Sommerwetter der Klärung der Frage beiwohnen, ob Götz Alsmann und seine Band Ähnlichkeiten mit den Protagonisten ihres aktuellen Programms “Engel oder Teufel” aufweisen. Die Wahrheit liegt wohl irgendwo dazwischen: himmlische Musik aufgrund höllisch guter Musiker.
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Es geht rund am Zuckerberg

So sah es vergangene Woche noch im Café im "Karussell am Zuckerberg" aus. Foto: Kathrin SchugAb 1. September dreht sich im “Karussell am Zuckerberg” alles um freies Theater, Ausstellungen, Workshops und Diskussionen. Ein kreatives, dynamisches Team aus Studenten und Studentinnen möchte mit dieser Einrichtung neue Akzente in der kulturellen Landschaft Triers setzen. Ein Design-Shop und ein Café sollen zudem zum Verweilen einladen.
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Die Ähnlichkeit zwischen BAP und Bob

"Wir müssen um elf Uhr aufhören. Deshalb rede ich weniger und wir rocken mehr", kündigte Wolfgang Niedecken zu Beginn an und setzte das dann auch drei Stunden lang um. Foto: Christian JörickeBei der Sommernachtstraum-Tour 2009 gastierten am vergangenen Samstag die Kölschrocker BAP im Amphitheater. Dem Motto entsprechend sorgte das Wetter für eine laue Nacht, in der 2.600 Zuschauer drei Stunden lang 33 Jahre Kölner Musikgeschichte zelebrierten.
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Mittelalterliche Klänge in römischen Gemäuern

Das letzte Einhorn (Michael Rhein) sorgte auch ohne Pyrotechnik dafür, dass dem Publikum warm wurde. Foto: Christian JörickeWer es an diesem Wochenende nicht bis nach Wacken geschafft hat, wurde am vergangenen Freitag reichlich dafür entschädigt. “In Extremo” boten im Amphitheater fulminanten Mittelalter-Rock. Mehr als 3.000 Zuschauer lockten die sieben Spielleut’ mit sattem Rock, martialischen Sackpfeifen-Klängen, zartem Harfenspiel und einer beeindruckenden pyrotechnischen Bühnenshow in das alte Gemäuer.
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“Die Zielschnur ist noch nicht in Sicht”

"Natürlich habe ich einen Haufen Erfahrungen mehr gemacht, natürlich bin ich gelassener geworden. Aber gefühlsmäßig bin ich immer noch unterwegs", sagt Wolfgang Niedecken, der mit BAP am 1. August wieder nach Trier kommt. Foto: Promo3500 Zuschauer sahen ihren Auftritt im Amphitheater vor drei Jahren. Am 1. August gastiert BAP wieder dort. Sänger Wolfgang Niedecken nahm sich während der “Sommernachtstour” die Zeit und sprach mit 16vor über seine Musik und seine Malerei, über Kontinuität und Charakterstärke und über Kreativität und Zivilcourage.
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Die Grenzen des Gewohnten werden aufgelöst

Stimmlich beeindruckend facettenreich: Angelika Schmid und Alexander Trauth in der Kurzoper "Ledermann". Foto: Theater Trier“Keine Angst vor neuen Tönen!” Mit diesem Aufruf richtete sich Dr. Klaus Reeh, Vorsitzender der Gesellschaft für aktuelle Klangkunst Trier, bei der Eröffnung des Festivals für neue Musik an die kleine, aber sehr interessierte Besucherschar, die sich vor dem Trierer Theater am Donnerstagabend zusammengefunden hatte. Unter dem Motto “Mensch am Limit – Neue Musik ganz nah” erwartet auch die weiteren neugierigen Besucher im Theater, im Forum und in der St. Antoniuskirche bis einschließlich heute ein vielseitiges Arrangement aus Klängen – Klänge, die passiv aufgenommen werden können, aber auch mit den Klanginstallationen und in diversen Workshops aktiv erzeugt sein wollen. In jedem Fall lösen sie die Grenzen des Gewohnten auf und machen damit hellhörig für Musik jenseits der Harmonie und die harmonische Geräuschkulisse mitten im Alltag.
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Vierhundertdreißig Stimmen für ein Halleluja

Ein großes "Halleluja": 430 Sänger aus aller Welt gaben in der Basilika den "Messias" zum Besten. Foto: Christian JörickeAls man kurz vor dem Konzert die mehreren Hundert Sänger und Sängerinnen hinter der Basilika auf ihren Auftritt warten sah, konnte man Zweifel bekommen, ob alle in die Kirche hineinpassten, ohne dass es auf Kosten der Zuschauerplätze ginge. Es passten alle hinein. Dank einer hohen Tribünenkonstruktion über dem Altar konnten am vergangenen Samstag bei “Hallelujah, Mr. Händel” 430 Sänger aus aller Welt den “Messias” intonieren. Während die Logistik stimmte, ließ die Akustik zu wünschen übrig.
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He still got the blues

Laut war's: Gary Moore gibt auch mit 57 noch alles auf der Bühne. Foto: Christian JörickeJoe Satriani, Steve Morse, John Petrucci, Steve Lukather, Eric Clapton – in diese klangvolle Reihe von Namen der weltbesten Gitarristen reiht sich Gary Moore ohne weiteres ein. Sein Stil deckt eine große Bandbreite ab. Es waren vor allem Thin Lizzy und ihr Sänger Phil Lynott, mit denen Moore eine jahrzehntelange kreative Freundschaft vor allem als Hard-Rock-Musiker verband. Doch auch seine irischen Wurzeln fanden Eingang in sein Schaffen, wie etwa “Blood of Emeralds” eindrucksvoll belegt. Jenseits des harten Rocks ist er zur Blues-Legende geworden mit Titeln wie “Parisienne Walkways” und “Still Got the Blues”.
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