Beiträge von » Christian Baron

“Für mich gibt es keine Utopien”

Einem breiten Publikum ist der Hamburger Schauspieler und Synchronsprecher Rolf Becker neben zahlreichen Spielfilmen auch aus TV-Serien wie “Sachsenklinik” oder “In aller Freundschaft” bekannt. Am morgigen Freitag (19 Uhr) wird der Vater von Ben und Meret Becker in literarischer Mission im Karl-Marx-Haus gastieren und aus dem “Manifest der Kommunistischen Partei” von Karl Marx und Friedrich Engels lesen. 16vor sprach mit dem 76-Jährigen vorab über das Werk, den Kommunismus und sein eigenes politisches Engagement.
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Wahnsinn als Methode

Krimis sind das wohl beliebteste Genre der Literatur. Ein wahrer Meister dieser Disziplin war Friedrich Dürrenmatt, der vor allem mit seinem abgründigen Roman “Das Versprechen” diese Form von Unterhaltungsdichtung durch neue, bis dahin unübliche Perspektiven ergänzte. So stellt die verstörende Geschichte als Bühnen-Adaption eine besonders große Herausforderung dar. Dem Kollektiv des freien Theaters “Kulturlabor e. V.” jedenfalls ist es am Samstagabend im Großen Saal der Tufa gelungen, in einer zwar manche Schwächen aufweisenden, insgesamt aber soliden Inszenierung eine vom Publikum umjubelte Premiere zu feiern.
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“Wir erleben einen echten Boom”

Viele Tierfreunde wissen um die Existenz von Hundesalons, haben aber noch nie einen Coiffeur für ihren Vierbeiner aufgesucht. Guido Klaus betreibt sein Pflegestudio für den angeblich besten Freund des Menschen bereits seit mehreren Jahren – seit er vom Zahntechniker zum “Groomer” umschulte. 16vor interviewte den Heimtierpfleger in seinem Laden “GK-Hundefellness” in der Herzogenbuscher Straße und sprach mit ihm über frisierunwillige Tiere, die Akzeptanzprobleme seines Berufs und die häufigsten Fehler der Hundehalter. Ein Gespräch auch über die Ängste von Frauchen und Herrchen und eine Branche, die seit einigen Jahren boomt.
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“Schreiben ist Küssen mit dem Kopf”

Am Donnerstagabend feierte “Gut gegen Nordwind”, das auf Daniel Glattauers gleichnamigem Bestsellerroman beruht, im Studio des Theaters Trier eine erfolgreiche Premiere. Dem Team um Regisseur Werner Tritzschler ist es gelungen, die seichte E-Mail-Liebesgeschichte um Emmi Rothner (Vanessa Daun) und Leo Leike (Jan Brunhoeber) kurzweilig und stellenweise sogar innovativ für die Bühne zu adaptieren.


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Neue Gesichter für die neue Spielzeit

Der Tenor Peter Koppelmann und die Schauspieler Helge Gutbrod und Antje Härle haben nach der vergangenen Spielzeit das Theater Trier verlassen. Für Ersatz wurde umgehend gesorgt: Luis Lay, Daniel Kröhnert und Alina Wolff sollen in der neuen Saison diese Lücken füllen. Lay war bereits in der Rolle des Bernardos in der “West Side Story” zu sehen, das Debüt seiner beiden Kollegen steht noch bevor. 16vor traf sich mit den drei Neuzugängen.
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Ein reines Liebesdrama

Mit der Industriehalle Bobinet in Trier-West fand die Premiere des Musical-Klassikers “West Side Story” am vergangenen Samstag einen ungewöhnlichen Spielort, der als Ausweichquartier für die Stammstätte am Augustinerhof herhalten muss, die derzeit saniert wird. Die pompöse Inszenierung des Trierer Tanztheater-Direktors Sven Grützmacher mit über 100 Mitwirkenden auf der Bühne geriet zwar von der inhaltlichen Aufmachung her wenig innovativ, dafür aber formal und choreographisch akkurat. Das Publikum applaudierte nach der Aufführung begeistert im Stehen.
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“Ido macht die Welt ein Stück weit gerechter”

Die Deutsche Ido-Gesellschaft e. V. tagt morgen um 14 Uhr im Restaurant “Zum Domstein”. Ido ist eine Plansprache, deren Vertreter in ihrer Durchsetzung die Chance sehen, den globalen Austausch zu vereinfachen. Doch sind die Idisten tatsächlich ein weltoffener Verband mit realistischen Zielen oder eher eine linguistische Sekte mit utopischem Anspruch? 16vor versuchte dies im Gespräch mit deren Vizepräsidenten Dr. Thomas Schmidt herauszufinden und sprach mit dem Münchener dabei auch über die Gründe für die geringe Akzeptanz des Ido und ihre Vorteile gegenüber der inoffiziellen Weltsprache Englisch.
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“Die kleinen Fortschritte machen am glücklichsten”

In der Saison 2010/11 landeten die Fußballer der TSG Trier-Biewer II mit 27:103 Toren und neun Punkten abgeschlagen auf dem letzten Tabellenplatz in der Kreisliga D – der untersten Spielklasse des Fußballverbandes Rheinland. Ein herbes Schicksal, denn im Sport gebührt Anerkennung meist nur dem Sieger. Doch woher schöpft ein immer wieder geschlagenes Kollektiv stetig neue Kraft? 16vor traf den Biewerer Trainer Sascha Carl auf dem Sportplatz seines Vereins und sprach mit ihm darüber, wo das Durchhaltevermögen seiner Mannschaft herkommt, wieviel Wahrheit in dem Klischee vom bierseligen Amateurfußball steckt und was seinen Sport trotz aller Niederlagen weiterhin so faszinierend macht.
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Alter schützt vor Kühnheit nicht

Tabuthemen gibt es heutzutage kaum mehr. Der Umgang mit Tod und Sterben ist noch ein solches, dem sich die aus 13 Senioren bestehende Laiengruppe “Bühne 60+” unter der Regie von Sylvia Martin couragiert angenommen hat. Am vergangenen Wochenende brachten sie im ausverkauften Studio des Trierer Theaters mit “Witwendramen” von Fitzgerald Kusz die Premiere ihrer zweiten Produktion überzeugend, weil äußerst beherzt aufs Parkett.
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“Solche Schmähungen dürfen sich nicht wiederholen”

Mit einer unrühmlichen Aktion vor wenigen Wochen haben Fans von Eintracht Trier für Empörung gesorgt. Beim Auswärtsspiel in Homburg am 30. April entrollten Anhänger des SVE ein schwulenfeindliches Plakat mit dem Ziel, den Gegner zu beleidigen. In Statements distanzieren sich beide Vereine von dem Vorfall. Das Trierer “Aktionsbündnis gegen Homophobie” möchte nun mit der Eintracht eine Aufklärungskampagne gegen solcherlei Diskriminierung initiieren.
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Antikapitalismus zum Wohlfühlen

Kapitalismus ist scheiße, die Natur des Menschen aber auch. So oder so ähnlich könnte man den Inhalt von Philipp Löhles “Genannt Gospodin” zusammenfassen. Dass diese Komödie in die sehr diffuse Systemkritik passt, die sich derzeit gesamtgesellschaftlich Bahn bricht, hat auch die Laientheater-Gruppe “bühne 1″ bemerkt. So wählte die Truppe um Projektleiter Michael Gubenko das Bühnenwerk für ihre insgesamt dritte Produktion aus, die am Donnerstagabend im Studio des Theaters Trier ihre gelungene Premiere erlebte.
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“Warum sollte man vor uns die Türen verschließen?”

Zum 1. Juli wird die allgemeine Wehrpflicht in Deutschland ausgesetzt. Eine lange vorbereitete politische Entscheidung, deren Auswirkungen für Bundeswehr und Zivilgesellschaft dennoch längst nicht klar sind. 16vor sprach inmitten der offenen “Reformbaustelle Militär” mit Offiziellen der Streitkräfte und einem Friedensaktivisten. Dass die Meinungen beider Seiten dabei stark differieren, ist wenig verwunderlich. Ein genauer Blick jedoch offenbart auch unerwartete Ansichten und Gemeinsamkeiten im Hinblick auf die Folgen der Aussetzung der Wehrpflicht für die Region Trier und darüber hinaus.
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Ansichten eines Prolls

Die Frage, was Kunst ist, was sie bewirken kann und warum man sie überhaupt braucht, wurde bereits zigfach literarisch verarbeitet. Mit seiner Erzählung “Nipple Jesus” gelang dem britischen Autor Nick Hornby jedoch vor zehn Jahren eine besonders originelle Behandlung des Themas. Grund genug für das Theater Trier, den Monolog eines Museumswärters für die Bühne zu adaptieren. Seine Premiere erlebte das inszenatorisch zwar ansprechende, schauspielerisch jedoch arg durchwachsene Solostück mit Tim Olrik Stöneberg unter der Regie von Britta Benedetti am vergangenen Freitagabend in der Europäischen Kunstakademie.
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Armut aus verschiedenen Perspektiven

Armut entwickelt sich in Deutschland seit Jahren wieder zum Massenphänomen. Auch die Kunst hat das Problem neu für sich entdeckt, auch wenn es hier meist als abstrakte Kapitalismuskritik abgehandelt wird. Dass es auch konkreter geht, will nun das “Tufa-Tafeltheater” zeigen. Mit dem selbst erarbeiteten Stück “Darf’s noch ein bisschen mehr sein?” tritt das Laienensemble aus Studenten, Tafelmitarbeitern und Tafelkunden an, um in der Bevölkerung das Bewusstsein für Armut am Beispiel der Lebensmitteltafeln zu schärfen. Am Donnerstag um 20 Uhr feiert das Stück unter Regie von Roman Schmitz im Großen Saal der Tufa Premiere. 16vor hat die Gruppe bereits bei einer Probe besucht.
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Szenen auf Zuruf

Fünf Damen der Impro-Theater-Gruppe “sponTat” wagten am vergangenen Samstagabend im Kleinen Saal der Tufa das Experiment, ein improvisiertes Kriminalstück auf die Bühne zu bringen. Wer den Auftritt verpasst hat, kann die Laien-Truppe am kommenden Freitag und Samstag (jeweils 20 Uhr im Kleinen Saal) im Zusammenspiel mit der Rock-Band “Klimaschock” erleben.
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“Es ist Krieg in der Kulturwelt”

Mit seinem neuen Roman “Jacob beschließt zu lieben” hat der 43-jährige Catalin Dorian Florescu in diesem Frühjahr ein wahres Epos der Gefühle jenseits von allem Kitsch vorgelegt. Am Montag um 19.30 Uhr wird er der Universitäts-Buchhandlung “Stephanus” in Tarforst einen Besuch abstatten und aus dem Werk lesen. 16vor-Mitarbeiter Christian Baron sprach mit dem rumänisch-schweizerischen Literaten bereits vorab über sein neues Buch, die Liebe und den Kommunismus.
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“Laientheater in professionellem Ambiente”

Die Klage ob des angeblich kargen Kulturangebots in Trier ist in der Römerstadt weit verbreitet. Dass sie jedoch nichts als ein populärer Mythos ist, beweist das studentische Ensemble von “Bühne 1″ jedes Jahr aufs Neue. Am Donnerstag, 19. Mai, wird die Laiengruppe mit Philipp Löhles “Genannt Gospodin” ihre dritte Produktion auf die Bühne des Theater-Studios bringen. 16vor besuchte die Truppe vorab bei einer Probe und sprach mit den Verantwortlichen über Geschichte, Gegenwart und Zukunft des ambitionierten Projekts.
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“Sonst lesen irgendwann alle nur noch dasselbe”

Ihren Durchbruch fand die breite Beschäftigung mit Literatur hierzulande im 18. Jahrhundert in Literaturzeitschriften. Koryphäen wie Lessing, Schiller oder Hölderlin beteiligten sich damals rege an Projekten, die jungen Autoren ein Forum zur Vorstellung ihres künstlerischen Schaffens boten. Zwar ist ihr Einfluss mittlerweile stark gesunken, doch gibt es sie auch heute noch, die kleinen, aber feinen Journale. Ein solches bildet auch die Zeitschrift “Zeichen & Wunder”, deren Mitherausgeber seit kurzem der aus Trier stammende Sebastian Marx ist und die dank der Buchhandlung “ÃŽle de Ré” auch in dessen Geburtsstadt vertrieben wird.
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“Der Krieg ist nix als die Geschäfte”

Bertolt Brecht hätte sicher seine Freude gehabt an der erfrischenden Inszenierung seines Stückes “Mutter Courage und ihre Kinder”, das am Samstagabend im Großen Haus des Theaters Trier eine glänzende Premiere feierte. Regisseurin Judith Kriebel ist es gelungen, den zeitlosen Charakter des antikapitalistischen Werkes in der dreistündigen, nahezu ideal besetzten Aufführung ohne irgendwelchen Schickschnack überzeugend in Szene zu setzen.
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Eine Muckibude voller Wutbürger

Dieses Stück ist durchaus ein Wagnis. Christian Lollikes “Die Geschichte der Zukunft”, das am Freitagabend im Theater-Studio Premiere feierte und als Kooperationsprojekt mit dem “Théâtre National Luxemburg” und als Rahmenveranstaltung zur Sonderausstellung “Armut – Perspektiven in Kunst und Gesellschaft” firmiert, ist eine wilde Collage aus allem, was auf der Welt derzeit so alles schlecht ist. Doch das Experiment ist weitgehend geglückt. Die Inszenierung von Anne Simon lässt das Werk als stimmiges Ganzes erscheinen, dessen klare Prämisse deutlich hervorsticht: In Zeiten wie diesen muss man radikal sein, um irgendwie klar zu kommen.
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Welches Schweinderl hätten S’ denn gern?

Das Kleinkunstformat “Kunst gegen Bares” feierte am Freitagabend im “Broadway” Premiere. Sieben Akteure präsentierten sich den Zuschauern mit ebenso abwechslungsreichen wie unterhaltsamen Formen der Darbietung. Für jeden der Künstler stand ein Sparschwein bereit, in welches das Publikum jeweils so viel Geld einwerfen konnte, wie ihm der jeweilige Auftritt wert war. Als Sieger und “Kapitalistenschwein des Abends” gingen zwei Musiker der Trierer Band “Chopsticks” hervor.
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“Religionen richten noch immer großen Schaden an”

Michael Schmidt-Salomon ist neben Karlheinz Deschner der derzeit bekannteste Religionskritiker Deutschlands. Der Trierer ist Mitgründer der “Giordano-Bruno-Stiftung”, die sich seit 2004 für die Interessen der Konfessionslosen einsetzt. Zuletzt sorgte er für Aufsehen mit seinem 2009 publizierten Werk “Jenseits von Gut und Böse – Warum wir ohne Moral die besseren Menschen sind”. 16vor sprach mit dem 43-Jährigen über Religion, sein am Donnerstag erscheinendes Buch “Leibniz war kein Butterkeks” und seine Zeit an der Universität Trier.
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“Die Idee sitzt noch in den Köpfen”

Am Mittwochabend debattierten der Autor Klauspeter Bungert, der Künstler Helmut Schwickerath und der Theater-Regisseur Florian Burg auf Einladung der Partei Die Linke im Warsberger Hof zum Thema “Antike Spiele – neu geplant: Kritisches zur Trierer Kulturpolitik.” In einem mit Polemik gewürzten Vortrag offerierte Bungert hier ein alternatives Konzept zu einer Neuauflage der Antikenfestspiele, während die beiden Mitdiskutanten sich ob des Vorschlags eher skeptisch zeigten.
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Brotlose Kunst trostlos verhunzt

Mit einer Bühnenversion von Franz Kafkas Erzählung “Ein Hungerkünstler” hat das “TheaterUmriss” am Freitagabend in der “Grünen Rakete” am Domfreihof ein ambitioniertes Projekt zur Premiere gebracht. Die ästhetisch eigenwillige “Inszenierung in Bildern”, die ohne Worte auskommen muss, erzeugt zwar dank passendem Aufführungsort sowie gelungenen Kostümen und Musik eine angemessen düster-groteske Stimmung, vermittelt am Ende aber doch inhaltlich den Eindruck, dass sich das studentische Kollektiv um die Regisseure Sebastian Bolitz und Immanuel Bartz mit dem Stoff gewaltig verhoben hat.


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“Irgendwo gibt es immer eine Tüte Mehl”

Mit dem Thema “Tod” werden landläufig Begriffe verbunden wie Angst, Leid und Verlust. Dass es auch eine ebenso humorvolle wie gelassene Herangehensweise an das Unvermeidliche gibt, ist trotz der lange zurückliegenden Pionierarbeit von Monty Python nicht allzu weit verbreitet. Der französische Autor Eric Emmanuel Schmitt versuchte 2002 in seiner Erzählung “Oskar und die Dame in Rosa”, diese widersprüchlichen Elemente kreativ zu verbinden. Am Donnerstag um 20 Uhr feiert die Theater-Adaption des Bestsellers in der Tufa Premiere. Gespielt wird das Einpersonenstück von Elke Becker, Regie führt Florian Burg. 16vor-Mitarbeiter Christian Baron hat die beiden bei einer Probe besucht.
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“Ich möchte geliebt werden”

Wenn Jess Jochimsen seine Texte auf der Bühne vorträgt, wirkt der vielschichtige Kabarettist wie eine wohltuende Mischung aus Thomas Bernhard und Ekel-Alfred. Vor eineinhalb Jahren durften die Trierer sein Können bereits im Duett mit Sascha Bendiks bewundern. Am Freitag, 28. Januar, tritt der 40-Jährige mit seinem aktuellen Solo-Programm “Durst ist schlimmer als Heimweh” in der Tufa auf. 16vor sprach mit dem gebürtigen Münchener über den tragischen Kern der Komik, die deutsche Verbotsmanie und die Hoffnung auf eine neue Protestkultur.
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“‘Freck langsam’ hat uns den Arsch gerettet”

Seit Jahren vermitteln Feuilletonisten den Eindruck, dass die deutschen Kinos aus dem letzten Loch pfeifen. In “Broadway” und “CinemaxX” ist die Apokalypse zwar noch ausgeblieben, doch verzeichneten die beiden Trierer Lichtspielhäuser 2010 drastische Besucherrückgänge.  “Broadway”-Betreiber Dirk Ziesenhenne hofft nun auf die fortschreitende Digitalisierung im Filmgeschäft und auf eine bessere Kommunikation zwischen Triers Kulturtreibenden. Dass sein Haus 2010 nicht völlig unterging, sei dem Mundart-Streifen “Freck langsam” zu verdanken. Beim “CinemaxX” plant man unterdessen weitere Investitionen und setzt auf Angebote für Menschen, die zum Teil seit Jahren nicht mehr im Kino waren. Doch auch in der Moselstraße wurden deutlich weniger Besucher gezählt. 
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“Der Kapitalismus zerstört sich selbst”

Mit Robert Kurz lud das “Theologische Quartett Trier e. V.” am Sonntagmorgen einen der gegenwärtig (auch unter Sozialisten) umstrittensten Kapitalismuskritiker ins Palais Walderdorff ein. Der 66-jährige Publizist referierte zum Thema “Der moderne Kapitalismus als säkulare Heilslehre”. Seine Kernthese: Der Kapitalismus besitzt mittlerweile eine religiöse Struktur, in der die allumfassende Vorherrschaft des Marktes als zentrales Dogma damit einhergeht, dass die Marktwirtschaft zur alternativlosen, weil objektiv vorgegebenen Form des gesellschaftlichen Lebens erhoben wird und einzig im rationalen Kalkül des “Homo Oeconomicus” sowie dem vermeintlich endlosen technischen Fortschritt Erlösung verspricht.
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Wissenschaft als Bühnenshow

Forschung ist nicht nur kompliziert, sondern meist auch staubtrocken, so die gängige Meinung. Dass es auch anders geht, zeigten vier junge Wissenschaftler beim ersten Trierer “Science Slam” am Donnerstagabend im Untergeschoss der Uni-Mensa Tarforst. Vor gut 200 Zuschauern präsentierten die Gelehrten binnen zehn Minuten ihre Forschungsvorhaben im Stile des Lesebühnen-Pop. Als klarer und verdienter Sieger ging der Trierer Sozialwissenschaftler Kai Kühne hervor, der sein Promotionsthema zur “Politischen Arbeitsrechtsprechung” vorstellte.
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Theater im Modehaus

Auch in der aktuellen Spielzeit mit dem ehrgeizigen Titel “Welt.Eroberung” verlässt die Theater-Truppe vom Augustinerhof bisweilen ihre Räumlichkeiten und erprobt nonkonforme Spielstätten. Am Mittwochabend ist es wieder soweit: Diesmal wird das Modehaus Marx zur Bühne umfunktioniert, um Peter Turrinis Zweipersonenstück “Josef und Maria” (mit Hans-Peter Leu und Angelika Schmid) zur Aufführung zu bringen. 16vor-Mitarbeiter Christian Baron besuchte das Team um Regisseur Florian Burg bei einer Probe.
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