Beiträge von » Kathrin Schug

Lehrstück mit Blendwirkung

Als Mitglied des Klimabündnisses hat sich die Stadt Trier das Ziel gesetzt, ihre Kohlendioxid-Emissionen langfristig und dauerhaft zu senken. Einen Beitrag dazu könnte eine großflächige Photovoltaik-Anlage auf dem Petrisberg leisten. Während die Stadtverwaltung das Projekt längst in trockenen Tüchern sieht und sich im Stadtrat eine deutliche Mehrheit für das Vorhaben fand, fordert eine Bürgerinitiative den Stopp des “Prestigeprojekts”: Das Verfahren sei intransparent, der Standort ungeeignet. Auf Einladung des Bernhard-Vogel-Kreises diskutierten jetzt Befürworter und Gegner des Projekts. Die Podiumsdiskussion geriet auch zu einem Lehrstück über das Verhältnis von Bürgern und Politikern.
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“Wir schmeißen den Leuten die Kunst vor die Füße”

Wer Kunst sehen will, muss entweder ins Museum oder in die Galerie – könnte man meinen. Seit einigen Jahren jedoch können arglose Großstadt-Passanten am hellichten Tage mit zusammengerollten Kunstwerken beworfen werden. Die Idee zu dieser Form der Kunstvermittlung wurde vor mittlerweile sechs Jahren in Berlin geboren, mit dem 33-jährigen Mario Schmidt hat das Street-Art-Konzept “Papergirl” nun auch Trier erreicht. Die Annahmephase hat am 1. Februar begonnen, jetzt hofft der Organisator auf rege Beteiligung und darauf, dass das Konzept auch in einer der kleinsten Großstädte Deutschlands aufgeht – auch wenn das ein oder andere Kunstwerk letzten Endes vielleicht im Mülleimer landen könnte.
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Ganz neue Töne in Triers Westen

Viel zu oft ist Musikunterricht ein Privileg für Kinder und Jugendliche aus Besserverdiener-Haushalten. Dass es auch anders sein kann, zeigt jetzt die Grundschule Pallien im Westen der Stadt. Benachteiligte Jungen und Mädchen haben hier die Möglichkeit, ein Instrument zu erlernen – und machen rege davon Gebrauch. Langfristig soll eine musikalische Infrastruktur etabliert werden, die vom Kindergarten bis zur weiterführenden Schule reicht und den Kindern des Stadtteils so kulturelle Teilhabe ermöglicht. Die Resonanz ist enorm und überraschte auch die Initiatoren des Projekts, die sich allerdings keine Illusionen über den wahrscheinlichen Langzeiteffekt des Angebots machen. Doch wenn nur einige wenige Schüler auch nach ihrem Abgang von der Schule noch Musik machen, wäre dies schon ein großer Erfolg.
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Die Erinnerung bewahren

“Ihr Leben wurde ihnen genommen. Was wir ihnen heute geben können, ist einzig unsere Erinnerung.” Mit diesen Worten eröffnete Klaus Jensen die Ausstellung “Erinnerung bewahren – Sklaven- und Zwangsarbeiter des Dritten Reichs aus Polen 1939 – 1945″. Die deutsch-polnische Kooperation wird in Trier aus Anlass des Gedenktages für die Opfer des Nationalsozialismus gezeigt. Zu sehen ist die Ausstellung noch bis zum  4. Februar in der Volkshochschule am Domfreihof. Anschließend werden die Tafeln vom 6. bis 11. Februar im A/B-Gebäude der Universität Trier gezeigt.
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Über Gebühr verunsichert

Mehr als 1000 Gebührenbescheide über 650 Euro hat die Universität Trier in der vergangenen Woche an Studierende verschickt, die in bislang gebührenfreien Zusatzzertifikaten wie “Deutsch als Fremdsprache” eingeschrieben sind. Ein Sachzwang, der sich aus der Novellierung des Hochschulgesetzes ergibt, behauptet die Universitätsleitung. Eine Behauptung, die nicht stimmt, kontert das Bildungsministerium. Die Trierer Hochschule habe in den letzten Jahren irrtümlich keine Gebühren erhoben – und müsse das unter Umständen auch jetzt nicht, heißt es aus Mainz. Die Lage ist verworren, die betroffenen Hochschüler sind verunsichert; manche rechnen bereits mit Massenexmatrikulationen, sollte die Gebühr tatsächlich erhoben werden.


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Kindergarten im Stadttheater

Film und Theater – zwei, deren Beziehung kompliziert sein kann. Ihr jüngstes Aufeinandertreffen ist im Trierer Theater zu sehen, dort feierte am vergangenen Samstag Til Schweigers Kinohit “Keinohrhasen” in einer Regiefassung von Michael Ophelders Premiere. Ein ausverkauftes Haus und langer Applaus für eine Inszenierung, in der man das Theater nur noch erahnen konnte.
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“Die Zeiten sind heute anders”

Mitten in der Innenstadt, wo die Fußgängerzone gesichtslos ist und dem Auge nichts bietet als Beton, immergleiche Schaufenster und grelle Sonder-Rabatte, stemmt sich eine kleine Auslage gegen den Trend zur Austauschbarkeit. Stephan Blumann hat auf gerade mal 16 Quadratmetern Auslage eine Insel der Nostalgie eingerichtet: Retro-Kult und regionale Lebensmittel, eingebettet in ein liebevoll eingerichtetes Tante-Emma-Ambiente. Ein Konzept, mit dem der 48-jährigen Betreiber gerne expandieren würde.
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Zusammen arbeitet man weniger allein

In den vergangenen Jahren schossen in ganz Deutschland Coworking Spaces wie Pilze aus dem Boden. Ab dem kommenden Montag kann nun auch in Trier der flexible Arbeitsplatz auf Zeit gemietet werden. Für die Betreiber von “Coworking Trier bei hongandfriends”, Kay Spiegel und Johannes Truong nicht nur ein angemessener Arbeitsplatz für Wissens- und Kreativarbeiter, sondern auch ein Marktplatz für Kontakte und Netzwerke. Ob das Konzept auch in der Moselstadt angenommen wird, muss sich zeigen. Spiegel und Truong sind optimistisch, und die ersten Coworker haben sich bereits angesagt.
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“Die Einflussnahme ist gigantisch”

Anlässlich des 11. Regionalen Klimagipfels hatte der Verein Lokale Agenda 21 Trier den Atomexperten und Träger des Alternativen Friedensnobelpreises Mycle Schneider eingeladen. Im Vorfeld seines Vortrags über zukunftsfähige Energiekonzepte sprach der gebürtige Kölner, der heute in Frankreich lebt, mit 16vor-Mitarbeiterin Kathrin Schug über seinen fehlenden Doktortitel und wie man sich bei Wissenschaftlern dennoch Respekt verschafft, die Auswüchse des Lobbyismus in Brüssel und die Zukunft der Energiedistribution.
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Sparen durch die Hintertür

“Bildung und Wissenschaft stehen auch bei dieser Landesregierung an erster Stelle”, versprach die rot-grüne Landesregierung Ende Oktober, als sie ihren Entwurf für den Doppelhaushalt 2012/2013 vorstellte. Einmal mehr betonte man in Mainz die herausragende Stellung der Bildung. Unter der Oberfläche verstecken sich jedoch massive Sparvorhaben, die Hochschulen, Gewerkschaften und Studierende alarmieren. Am Freitag treffen die studentischen Vertreter der rheinland-Pfälzischen Hochschulen bei einer Landes-ASten-Konferenz zusammen, debattiert wird dann auch über den Umgang mit den drohenden Einsparungen.
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Die Inszenierung der Harmonie

Experten unter sich: Dieter Lintz, Thomas Egger, Dr. Martin Dehli, Rolf Bolwin, Gerhard Weber und Kajo Pieper. Foto: Hiltrud Zock/ Gesellschaft der Freunde des Trierer TheatersUnter dem Titel “Spar-Opfer Kultur? – Wie geht es weiter mit dem Theater Trier?” debattierten am Montagabend auf Einladung des Vereins “Gesellschaft der Freunde des Trierer Theaters” sowie des Trierischen Volksfreunds Experten über die Zukunft der Spielstätte am Augustinerhof. Manchen der rund 400 Zuhörer ging es zu harmonisch zu, vor allem von Intendant Gerhard Weber hatten sie sich deutlichere Worte erhofft. Andere gefielen sich derweil in der Rolle der Kassandra und warnten davor, dass in einigen Jahren schon eine Schließung des Theaters zur Debatte stehen könnte.
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Protestzug durch die Innenstadt

TRIER. Rund 150 Schüler und Studierende haben am Donnerstagnachmittag in der Trierer Innenstadt demonstriert. Ihr Protest richtete sich gegen die finanzielle Unterversorgung von Hochschulen und Schulen, zudem kritisierten sie den Mangel an bezahlbarem Wohnraum.
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Protest mit Postkarten

Mit einer Postkartenaktion will der Fachschaftsrat Pädagogik öffentlichkeitswirksam gegen die Studienbedingungen im eigenen Fach protestieren. Die Studierenden kritisieren überfüllte Seminare, schlechte Betreuungsquoten und die Arbeitsbedingungen für die Angestellten des Fachs. Ihre Forderung: Mehr Personal. Universitätspräsident Jäckel erteilt solchen Wünschen eine Absage und plädiert für eine generelle Umstrukturierung des Faches: “Wir müssen überlegen, ob wir bestimmte Inhalte nicht auch in Vorlesungen vermitteln können.” Zusätzliches Personal, geschweige denn Professoren, seien “nicht finanzierbar”.
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“Wenn ich ‘Menschen’ sage, meine ich Männer”

“Männer, Frauen, Kriegsspiele und Kultur” – vielleicht war das Thema zu weit gefasst, vielleicht hat die Koryphäe der Kriegshistorie sich auf undankbares Forschungsterrain begeben, vielleicht strebt Martin van Creveld aber auch eine Zweitkarriere als Komiker an. Am Montagabend entpuppte sich der Auftaktvortrag seines Visiting Fellowships des Historisch-Kulturwissenschaftlichen Forschungszentrums (HKFZ) als wissenschaftlich unterirdische Versammlung weitgehend zusammenhangloser Thesen, bei dem die Zuhörer – hin- und hergerissen zwischen Amüsement und Abscheu – miterlebten, wie längst vergessen geglaubte Geschlechterrollen wieder auferstanden.
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Erfolgreiche Kunstauktion für Kinderschutzbund

Fast fünf Jahre lang sammelte der Kinderschutzbund Trier unermüdlich Spendengelder für das Projekt “Meine Burg“. Nachdem die Einrichtung bereits am 1. Oktober eingeweiht wurde, mobilisierte am Sonntag eine monumentale Kunstauktion noch einmal die Spenderherzen von Kunstliebhabern. In einer vierstündigen Versteigerung von 101 Kunstwerken konnten 18.000 Euro erzielt werden. Trotz des Erfolgs wird die gelungene Premiere wohl keine Fortsetzung finden: “Hätte ich vorher gewusst, wie viel Aufwand sich dahinter verbirgt, hätte ich es gleich gelassen”, winkt Organisatorin Elke Boné ab.
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Für angehende Berufsmusiker ein Glücksfall

Die Jazzband am Friedrich-Wilhelm-Gymnasium ist ein Traditionsbetrieb: Seit 27 Jahren ist die Gruppe ein Sammelbecken für spielfreudige Jungmusiker. Vor wenigen Monaten hat sie ihre zweite CD “Second Half” veröffentlicht. Der Musiklehrer Bernhard Nink leitet die Formation seit über zwanzig Jahren nach einem einfachen Prinzip: Die Kleinen lernen von den Großen. Bedroht sieht der Lehrer Projekte wie die Jazzband nicht durch eine desinteressierte Jugend, sondern durch bildungspolitische Entscheidungen: “Unter G8-Bedingungen wäre unsere Arbeit nicht möglich”.
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“Treiben lassen und die Eindrücke genießen”

In einem bis dato beispiellosen Gemeinschaftsprojekt haben über 1000 Menschen aus der Region in den vergangenen Monaten geplant, gebastelt und gekleistert. Entstanden sind über 600 Lampions, die der britische Künstler Bryan Tweddle am Samstag, 17. September, als weitläufiges Gesamtkunstwerk auf dem Petrisberg arrangieren wird. Ab Einbruch der Dämmerung sollen die Lichtkunstwerke erstrahlen.
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“Viele Eltern überfordern ihr Kind”

Allenthalben ist in diesen Zeiten von Stresstests die Rede. Mit Beginn des neuen Schuljahres dürften sich in den meisten Familien mit schulpflichtigen Kindern die stressigen Situationen wieder häufen. Juliane Hellhammer hat reichlich Erfahrung mit dem Phänomen – als vierfache Mutter und als Leiterin des privatwirtschaftlichen Stress-Forschungszentrums daacro auf dem Petrisberg. Im Auftrag von Unternehmen erforscht sie die Auswirkungen von Stress auf die Gesundheit. Im gleichen Gebäude eröffnet in zwei Monaten das Stresszentrum Trier, das sich auch dem Stress im Kindesalter widmen wird. Im Gespräch mit 16vor erläutert Juliane Hellhammer, wie Eltern ihre Kinder stressen, woran man erkennen kann, ob ein Schüler unter Stress leidet, und weshalb die Einführung von Bachelor- und Masterstudiengängen bei Studierenden nachweislich zu einer höheren Stressbelastung geführt hat.
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Für eine Handvoll Flaschen

In Wohnungen, Büros und Studenten-WGs häuft es sich an, derweil andere ihre Tage und auch Nächte damit verbringen, die Straßen und Abfalleimer der Stadt danach abzusuchen: Leergut hat sich für manche Menschen inzwischen zu einer wichtigen Einnahmequelle entwickelt. Aber das Pfandsammeln ist für viele nicht nur demütigend, sondern kann mitunter auch gefährlich werden. Eine Initiative von Berliner Studenten hat jetzt eine Online-Plattform entwickelt, die das Sammeln einfacher machen soll – ein System, das schon einige Studenten-WGs von ihrem Berg aus Flaschen und Dosen befreit haben soll. Derweil wird der Kampf der Sammler auf der Straße härter.
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Ephorus soll Trierer Plagiatoren aufspüren

Erst Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU), dann Silvana Koch-Mehrin (FDP) und jetzt auch der niedersächsische Kultusminister Bernd Althusmann (CDU) – sie alle sind ins Zwielicht wissenschaftlicher Praxis geraten. An der Universität Trier berät man vor dem Hintergrund der jüngsten Fälle und der anhaltenden Diskussionen über eine Software, die studentische Seminar- und Abschlussarbeiten auf Plagiate überprüfen soll. Auf dem Tarforster Campus favorisiert man ein Programm namens Ephorus, das nach Ansicht der Berliner Hochschule für Technik und Wirtschaft aber einige Probleme in sich birgt. Uni-Präsident Professor Peter Schwenkmezger zeigt sich im Gespräch mit 16vor derweil gelassen und verteidigt, was andernorts zu verschwinden droht: sein grundsätzliches Vertrauen in Studierende und Doktoranden.
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“Anonym legen viele noch eine Schippe drauf”

Beschimpfungen, Beleidigungen, Drohungen – was sich in Chatrooms, auf Hass-Seiten und in sozialen Netzwerken wie Facebook mitunter abspielt, treibt immer mehr junge Menschen in die Verzweiflung. Seit Jahren weisen Experten auf die wachsende Gefahr des Internet-Mobbing hin, doch wirklich gegensteuern können sie kaum. Die Opfer reagieren oft mit Rückzug, viele leiden noch Jahre später unter den diffamierenden Attacken, denen sie im Netz weitgehend schutzlos und für viele sichtbar ausgesetzt waren. Die 15 Jahre alte Melina* aus Trier-West ist nur ein Fall von vielen. Die Schülerin hat erfahren, was es heißt, via Facebook fertig gemacht zu werden.
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Nicht nur Insider gefragt

Wie tritt man Diskriminierung und Fremdenfeindlichkeit wirksam entgegen? Der erste Bürgerkongress für ein weltoffenes und tolerantes Trier bildete am gestrigen Samstag den Startschuss zur gleichnamigen Kampagne. Neben Vorträgen, Workshops und Diskussionen präsentierten Vertreter von insgesamt 27 Initiativen ihre Arbeit – und blieben dabei weitgehend unter sich.
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Keine Hoffnung auf Haushaltskosmetik

Das Trierer Theater muss dringend saniert werden, aber der Stadt fehlt das Geld dafür. Eine Option ist eine Public Private Partnership (PPP), wie sie bereits beim Umbau des Südbads praktiziert wurde. Um die Chancen und Risiken einer solchen öffentlich-privaten Partnerschaft auszuloten, veranstaltete die SPD-Ratsfraktion am Mittwochabend eine Podiumsdiskussion unter dem Titel “PPP im Theater Trier – Fluch oder Segen?”
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Hohe Jazz-Auszeichnung für Oliver Strauch

Zum zweiten Mal hat der Jazz-Club “EuroCore” den mit 5000 Euro dotierten “JTI Jazz Award” verliehen. Nach der dänischen Perkussionistin Marilyn Mazur im vergangenen Jahr wurde 2011 ein für die Großregion Saar-Lor-Lux-Trier bedeutender Musiker ausgezeichnet. Diesjähriger Preisträger ist der Saarbrücker Schlagzeuger und Komponist Oliver Strauch. Die Preisvergabe findet im Dezember statt.
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Aus der Tonne auf den Teller

Sie leben von dem, was andere nicht mehr haben wollen: Zwischen den Abfällen der Lebensmittelmärkte finden Mülltaucher ihr Essen. Manche sind existenziell darauf angewiesen, weil das Geld hinten und vorne nicht reicht, andere verstehen das Containern auch als politische Botschaft wider den Konsumzwang. Gemeinsam ist ihnen das Entsetzen über eine Gesellschaft, für die Nahrungsmittel keinen Wert mehr zu haben scheinen. 16vor-Mitarbeiterin Kathrin Schug traf zwei Trierer, die sich regelmäßig im Abfall örtlicher Discounter bedienen und immer wieder auf Überraschungen stoßen.
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“Irgendwann schlägt das Opfer zurück”

Was lässt Kinder und Jugendliche zu Schlägern werden? Dr. Alexander Marcus, Chefarzt der Kinder- und Jugendpsychiatrie des Klinikums Mutterhaus der Borromäerinnen, beschäftigt sich seit vielen Jahren mit Jugendgewalt und Verhaltensauffälligkeiten bei Kindern und Jugendlichen. Zu seinen Patienten gehören Mobbingopfer ebenso wie Schüler, die mit einem Amoklauf gedroht haben. Seine Diagnose geht über reine Biochemie hinaus: “Kinder nach einer Therapie in eine kaputte Gesellschaft zurückschicken zu müssen, ist frustrierend.” Oft seien die Täter selbst Opfer, erläutert der Mediziner.
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Marokkanisch für Anfänger

Seit drei Jahren lebt der Marokkaner Ayoub Alouane in Trier. An der Universität studiert er Geographie mit Schwerpunkt Freizeit und Tourismus, nebenbei hat er es sich zur Mission gemacht, seinen Kommilitonen die marokkanische Kultur näher zu bringen. So organisierte er gemeinsam mit dem Studierendenwerk eine Themenwoche und fand sogar Gefallen an Aspekten wie Kontrollvorschriften, Qualitätssicherung und Handschuhpflicht. Nach einem erneuten Kocheinsatz Anfang des Jahres hat Alouane einen beruflichen Zukunftsplan gefasst: Der Student plant ein deutsch-marokkanisches Tourismus-Konzept.
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Starthilfe für junge Mütter

Misshandlung verhindern – das ist das erklärte Ziel der Initiative “Guter Start ins Kinderleben”, ein Angebot, das seit mittlerweile fünf Jahren überforderten Müttern Hilfestellungen bietet. Zwischenzeitlich wurde ein dichtes Netz aus Angeboten gesponnen, das Klinikum und freie Träger miteinander vernetzt. Die Verantwortlichen setzen auf Freiwilligkeit, niemandem werde Unterstützung aufgedrängt. Das Angebot wird angenommen, doch ist man sich auch bewusst, dass manche Mütter auf diesem Weg nicht erreicht werden. Am kommenden Sonntag wird die Arbeit der Initiative im Rahmen der 1. Trierer Baby- und Familienmesse in der Europahalle vorgestellt.
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Kaum Bezug zur Gegenwart

Am 8. März 1911 wurde der erste internationale Weltfrauentag begangen. Um dieses Jubiläum zu feiern, luden die Gleichstellungsbeauftragte des Kreises in Kooperation mit zahlreichen Organisationen und Verbänden am Freitag zu einem “Zeitreisen-Café” in die Handwerkskammer ein, in dem zehn bemerkenswerte Frauengestalten der letzten 100 Jahre in fiktiven Gesprächen aufeinandertrafen. Die Chance, auch eine inhaltliche Bilanz zur Entwicklung der Frauenrechte zu ziehen, verstrich ungenutzt.
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Es ist alles Gold, was glänzt

Erstmals seit 40 Jahren zeigt das Rheinische Landesmuseum wieder eine vollständige Dauerausstellung. Mit Fördermitteln des Landes Rheinland-Pfalz konnte die Fertigstellung des zweiten Bauabschnitts realisiert werden. Auf insgesamt 3500 Quadratmetern können die Besucher sich auf eine umfassende Reise in die Vergangenheit ihrer Region begeben.
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