16vorurteil

Politkrimi mit Klasse

Die Krimiliteratur ist mit “Gier – Die fünfte Macht” um einen interessanten, gut geschriebenen Roman reicher. Der in Trier lebende Emile Claassen alias Karl-Georg Schroll hat ihn verfasst und im Südwestbuch-Verlag Stuttgart veröffentlicht. Vor wenigen Tagen ist das über 300 Seiten starke Taschenbuch erschienen. Darin gerät der Journalist Johann Wahlberg eher unwillig in eine Story zwischen Korruption und Gier, die sich zwischen der Provinzhauptstadt Mainz und der Bundeshauptstadt Berlin entfaltet.
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Feen und Glitzer für Mädchen

“Catharina und der Ruf des Waldes” heißt das erste Buch von Jennifer Heil, die in Trier geboren und aufgewachsen ist und inzwischen an der Mittelmosel lebt. Das Märchen erzählt die Geschichte der Jahreszeiten und eines nicht enden wollenden Winters und ist für Kinder bis 12 Jahre geschrieben. Trotz Happy End bleibt zumindest für ältere Leser nach der Lektüre eine gewisse Leere.
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Heute ist Grace Stella

Mit dem Band “Mein Name ist Stella” hat die Triererin Andrea Palm-Hensel bereits das zweite Buch herausgebracht (nach “Stella – Unser Stern aus Indien”, Verlag Kleine Schritte), in dem sie über die Adoption ihrer Tochter Stella berichtet. Die Neunjährige steht als Co-Autorin mit auf dem Titel, denn ohne die Erinnerungen ihres Kindes hätte dieses Buch nicht entstehen können.
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So kocht man an der Mosel

Kochen wie die Großmutter aus Cochem oder wie Alexander Oos im “Wein- & Tafelhaus” in Trittenheim. Hobbyköche und Profis von Perl bis Koblenz stellen im gerade erschienenen ”Die Moselküche” 85 traditionelle und moderne Gerichte von der Mosel vor. Von Vorspeisen über Suppen und Fischgerichte bis zu Desserts und Kuchen finden sich darin überwiegend einfach und günstig zuzubereitende Mahlzeiten. Gerne würde man aber auch noch etwas über die Eigenarten und Hintergründe der regionalen Küche lesen.
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Bommeleër und Hëmmelsdéierchen

Wer sich in früheren Jahren über das Geschehen im Großherzogtum informieren wollte, schaltete die RTL-Sendung “Hei Elei, Kuck Elei” ein. Das Format, das für viele Luxemburger quasi Pflichtprogramm war, wurde vor zwei Jahrzehnten eingestellt. “Wissenswertes für Anfänger und Fortgeschrittene” verspricht nun Sabine Schwadorf mit ihrem Buch “Luxemburger Allerlei”, das im Verlag Michael Weyand erschienen ist. Neben rund 2.300 Stichworten finden sich kurze Exkurse und Porträts, und der Leser weiß am Ende nicht nur über die Ursprünge von Dr. Mabuse Bescheid, sondern bringt auch “Doc Martens” und “Chicken McNuggets” mit Luxemburg in Verbindung. 16vor verlost heute drei Exemplare des Titels.
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Nach 84 Jahren wieder ein Trierer Wörterbuch

Ob der Erfolg von Filmen, in denen Trierer Dialekt gesprochen wird, oder von Produkten, die mit hiesigem Vokabular beschriftet sind, ein Indiz für eine Renaissance der Mundart ist, darf bezweifelt werden. Gerade im ersten Fall dient der Dialekt ausschließlich der Belustigung und verstärkt zudem das Klischee, dass er nur von Minderbemittelten und Gaunern verwendet wird. Dem wirken Josef Marx und Horst Schmitt mit dem “Trierer Wörterbuch” nun entgegen. Ihr gerade erschienenes, aufwändiges Nachschlagewerk ist die erste wissenschaftliche Dokumentation der Trierer Mundart seit 1927.
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Mehr als eine Vereinschronik

Christoph Riemenschneider spielt Flöte im Philharmonischen Orchester der Stadt Trier. Tilman Grünewald spielt Oboe im Musikverein “Harmonie” Mühlweiler. Grünewald ist die Hauptfigur in Riemenschneiders ersten Roman “Vereinschronik”. Mit seinem Debütwerk setzt er einen Kontrapunkt zu Heinz Strunks Erstling “Fleisch ist mein Gemüse” (2004). Denn im Gegensatz dazu ist “Vereinschronik” eine Liebeserklärung an die Musik, an den Musikverein und an die Provinz. Riemenschneider liest heute um 16.30 Uhr in der Mayerschen Interbook.
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Auch Kant war nur ein Mensch

Kant gehört nicht eben zu den eleganten Stilisten in der Philosophie. In studentischen Kreisen, die seiner Denkart nicht nahe stehen, gilt er gemeinhin als hervorragende Bettlektüre – zwei verschachtelte Sätze, die sich über eine Seite hinziehen, genügen, um in Tiefschlaf zu fallen. Der Trierer Philipp Thull hat sich in seinem Erstlingswerk der Aufgabe gewidmet, den Grandseigneur der Aufklärung und des Idealismus für ein breiteres Publikum zu entschlüsseln.
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Nach Rufmord Mord

Vor wenigen Wochen erschien der elfte Band von Mischa Martinis Moselkrimis. Das vertraute Ermittler-Trio Waldemar “Walde” Bock, Gabi und Grabbe muss in “Exit Mosel” den Mord an einem Mann aufklären, der in seinem Auto verbrannt und in der Mosel versenkt wurde. Für den Leser bleibt am Ende dieses vielschichtigen Werkes nur eine Frage offen: Wann wird es verfilmt? “Exit Mosel” ist – wie auch die Vorgänger – wie geschaffen fürs Fernsehen.
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Luxemburgerli und Rotlichtviertel

Dieser Tage meinte ein Mitglied des französischen Senats, das Existenzrecht Luxemburgs infrage stellen zu müssen. Bei all jenen, die das größte weil weltweit einzige Großherzogtum und dessen Bewohner mögen, dürfte das allenfalls für Kopfschütteln gesorgt haben. Luxemburg ist nicht nur ein ansprechendes Fleckchen Erde, sondern macht auch jenseits der eigenen Landesgrenzen von sich Reden. Luc Marteling und Steve Müller sind auf Spurensuche gegangen – im Mittleren Westen und in Zürich, in der Toskana und in Trier sowie an vielen weiteren Orten. Sie testeten Luxemburgerli und speisten im “Alt-Luxemburg” – auf Tellern des Dekors “Vieux Luxembourg”. “Luxemburg in der Welt” heißt ihr ebenso unterhaltsames wie informatives Buch, das jetzt bei der editition guy binsfeld erschienen ist und von dem wir drei Exemplare verlosen.
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Zwischen Wirklichkeit und Traum(ata)

In Hattingen, im Süden des Ruhrgebietes, hat der gebürtige Kölner Ulrich Land einen “Eifel/Island-Krimi mit Rezepten” geschrieben. Der Protagonist Tom Dollinger ist Hauptkommissar bei der Mordkommission Trier. Obwohl Land den Kripobeamten durch vertraute Straßen und Gegenden fahren und regionale Gerichte verspeisen lässt, ist “Einstürzende Gedankengänge” kein typischer Trier- oder Eifel-Krimi. Zwar spielt das Setting auch eine wichtige Rolle, doch entscheidend ist, was in Dollingers Kopf geschieht. Er leidet an einer multiplen Persönlichkeit und wird zum Hauptverdächtigen in einem Mordfall. Durch eine ungewöhnliche Erzählform macht der Autor seinen zweiten Roman in der Reihe “Mord und Nachschlag” (Oktober Verlag) psychologisch und stilistisch besonders reizvoll.
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Neues aus der Trierer Literatenszene

Zum 37. Mal brachte die Literarisch-Musische Gesellschaft Trier ihre bisher halbjährlich, künftig einmal im Jahr erscheinende Anthologie “Literamus” heraus. Perlen darin sind die Prosabeiträge von Josef Peil, Michael Bräutigam und Hans Greis, die Einblicke in saarländischen Lebensalltag, in die hoffnungslosen Maßnahmen der Arbeitsvermittlungsanstalten, Langzeitarbeitslose bei Laune zu halten, und in eine Geschichte aus dem Dreißigjährigen Krieg um den Trierer Till Kappes geben.
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Transsibirische Monotonie

Peking, Wladiwostok, Ulaan Baatar, Nowosibirsk, Jekatarinburg, Moskau – von China durch die Weite der Mongolei entlang des Baikalsees durch den Ural nach Europa. Mit dem legendären, zaristischen Prunkzug, der Transsibirischen Eisenbahn. Eine Traumreise. Jedenfalls für mich. Die an der Universität Trier studierte Literaturwissenschaftlerin Susanne Jaspers versprach mit ihrem Reisebericht “Der Duschenkrieg. Eine transsibirische Reise” einen humorvollen Einblick in eine Gruppenreise der besonderen Art.
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Marxens Schulweg und andere Spaziergänge

Bei schönem Wetter sind Sonn- und Feiertage geeignet, per pedes die Umgebung zu erkunden. Anleitung dazu bietet “Trier zu Fuß”. Die beiden Journalisten und Autoren Verona Kerl und Roland Morgen laden gleichermaßen Touristen und Trierer zu 14 Spaziergängen ein, die sie in dem handlichen Bändchen veröffentlicht haben. Der Stadtführer bietet viel Bekanntes und einiges Neues zum Entdecken.
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Frisch aus der Folkküche

Es gibt Bücher, bei denen man mit dem ersten Satz mitten im Geschehen, mitten in der Geschichte ist. Man taucht unvermittelt ein, es besteht eine eigentümliche Vertrautheit. Nicht anders geht es dem Hörer mit “Air”, der ersten CD des Trierer Folkduos “You can say you to me“, das vor wenigen Tagen sein Debütalbum einem begeisterten Publikum im “Chrome” vorstellte.
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Verstellen überflüssig

Trier gilt als Großstadt, jedoch nicht unbedingt als ein vielversprechendes Karrieresprungbrett für Musiker: Der in Deutschland bekannteste Musikschaffende aus der Moselmetropole dürfte noch immer Guildo Horn sein – und dessen große Auftritte liegen auch schon über zehn Jahre zurück. Kein Grund, die lokale Musikszene zu missachten, im Gegenteil: “The Bandgeek Mafia” gehören zu den Bands, die sich im Bereich der harten Gitarrenmusik längst auch international einen Namen gemacht haben. Mit “No disguise” haben die Trierer nun ihr zweites Album veröffentlicht. Der Albumtitel trifft: Verkleiden oder verstellen muss sich das Quartett mit diesem starken Werk sicher nicht.
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Zu den Wurzeln elektronischer Musik

Uwe Reinhard singt und spielt “flockigen Poprock” (Intro) als Jimi Berlin, trommelt in der Ramones-Coverband “Moranes” und ist Sänger und Bassist beim Electro-Trio “KomputerKomputer”. Zudem zeichnet er regelmäßig Cartoons für 16vor und schreibt eine Kolumne bei hunderttausend.de, deren Beiträge er auch schon gemeinsam mit dem Autor dieses Textes unter dem Namen “Monsters of Vorlesen” deklamierte. Um den nun nicht mehr zu vermeidenden Eindruck der Parteilichkeit möglichst gering zu halten, gilt es, das gerade erschiene, namenlose Debütalbum von “KomputerKomputer” – so wie ein Trainer den Sohn in der eigenen Mannschaft oder ein Lehrer die Tochter in der eigenen Klasse – noch strenger zu bewerten.
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Jazz-Klassiker reduziert auf das Wesentliche

Guter Jazz lebt von dem Wechselspiel der Musiker innerhalb einer Combo. Von ihrem Gespür, sich in eine gemeinsame Atmosphäre einzufinden, den Stil des vorangehenden Soloparts aufzugreifen und um den eigenen zu erweitern. Das bestätigte der Jazzgitarrist Dany Schwickerath auch im Gespräch mit 16vor. Und beschrieb die Chancen und Risiken eines Projekts, das den Jazz auf Gitarre und Gesang reduziert. So zu hören auf der CD “Hidden Waltz”, die er gemeinsam mit der niederländischen Sängerin Edith van den Heuvel aufnahm.
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Stadtluft macht frei

Im Mittelalter war der Ausspruch “Stadtluft macht frei” ein Rechtsgrundsatz, der die in Städten Lebenden als freie Bürger bezeichnete – im Gegensatz zu den Leibeigenen oder Frondienst Verrichtenden auf dem Land. Die nun vorgelegte Edition des “Trierer Neubürger-Buchs (1570-1617 / 1639)” gibt Einblicke in die Stadtgeschichte abseits von Kaisern, Kurfürsten und Bischöfen, die sonst fast ausschließlich Protagonisten der historischen Quellen sind.
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Schueberfouer und Tanktourismus

Europa, Kultur, Architektur: auf dem Luxemburger Kirchberg wird der starke Wandel des Landes besonders sichtbar. Archiv-Foto: Marcus StölbTausende Trierer pendeln täglich ins Großherzogtum, gehen dort ihrer Arbeit nach oder decken sich mit Waren ein, die sie im hiesigen Einzelhandel nicht finden. Auch das Kulturangebot Luxemburgs wird von immer mehr Moselstädtern nachgefragt. Doch Nähe und Verbundenheit zum Trotz – die Ahnungslosigkeit der meisten Menschen diesseits der Sauer über die Besonderheiten des einzigen Großherzogtums weltweit ist enorm. Diesem Wissensdefizit könnte nun ein Nachschlagewerk abhelfen: “Der Luxemburg-Atlas” oder “Atlas du Luxembourg”, wie das zweisprachige Werk heißt, beschreibt eine Vielzahl von Facetten des Landes: von der Braukultur bis zur Nationalsprache, von der zeitgenössischen Architektur bis zur “Schueberfouer”. Doch der im Kölner Verlag emons erschienene Atlas hat auch Schwächen.
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“Wir waren ein bisschen tapfer”

Bauer, Rudolf. Waren damals alle Feiglinge? 1933 bis 1945 zwischen Trier und Koblenz. Kliomedia: Trier. 2009Rudolf Bauer hat es sich in seinem Buch “Waren damals alle Feiglinge? 1933 bis 1945 zwischen Trier und Koblenz” zur Aufgabe gemacht, den leisen Protest der Bevölkerung zwischen Trier und Koblenz zur Zeit des Nationalsozialismus auf der Grundlage von Tagebuchaufzeichnungen, Archivmaterial, eigenen Erinnerungen und mündlichen Berichten damaliger Zeitgenossen zu beleuchten. Nicht ohne die wiederholte Betonung, dass dieser gedämpfte Widerstand viel zu gering gewesen ist. Aber dennoch erwähnenswert.
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Der liebestolle Vetter kriegt was auf die Ohren

Ingo Naujoks liest "Mein liebestoller Onkel, mein kleinkrimineller Vetter und der Rest der Bagage".Vor zwei Jahren legte der dampfplaudernde Trierer Werbetexter und leidenschaftliche 16vor-Leserbriefschreiber Frank Jöricke sein Romandebüt “Mein liebestoller Onkel, mein kleinkrimineller Vetter und der Rest der Bagage” im Solibro Verlag vor. Die skurillen Geschichten aus Eifel und Hunsrück, die Zeitgeschichte im Schnelldurchlauf präsentierten, wurden zu einem kleinen verlegerischen Überraschungserfolg, dem nun – rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft – eine von Ingo Naujoks professionell eingelesene Hörbuchfassung folgt. 16vor hat schon mal reingehört.
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Beliebte Lokale und was daraus wurde

Der Verleger Michael Weyand, der Denkmalpfleger Peter Ahlhelm, der Stadtarchivar Bernhard Simon, der Lokalredakteur Roland Morgen und der Fotograf Josef Tietzen vor einem Hotel und Lokal, das sich in den vergangenen 110 Jahren gut entwickelt hat. Foto: Christian JörickeMan nehme einen Lokaljournalisten, der sich gut mit Trierer Gastronomiebetrieben der vergangenen 30 Jahre auskennt, einen Stadtarchivar, der herausfinden kann, welche Kneipen, Restaurants und Hotels es vor diesem Zeitraum in Trier gab, und einen Denkmalpfleger, der weiß, was an den Gebäuden baulich bemerkenswert ist. Das ist die personelle Grundlage für den Bildband “Trierer Lokale – gestern und heute”, der jetzt im Verlag Weyand erschienen ist.
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Denkmäler außerhalb des Alleenrings

Trier wächst seit der Industrialisierung stetig, so dass bei der Stadterweiterung über die mittelalterlichen Grenzen hinaus nicht nur Wohnbauten, sondern auch Schulen errichtet werden. Zweimal musste die einstige Lehranstalt in der Friedrich-Wilhelm-Straße vergrößert werden. Foto: Bettina LeuchtenbergMit dem 423 Seiten starken Werk über die Denkmäler der Stadterweiterung und der Stadtteile Triers ist jetzt der zweite der beiden Trier-Bände der Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland veröffentlicht worden. Das Geschenk an Trier machte die Direktion Landesdenkmalpflege in der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz.
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Gestochen scharf, zeitlos schön

St. Gangolf. Kirche und Markt nach Südwesten, 1908. Quelle: Brandenburgisches Landesamt für Denkmalpflege und Archäologisches Landesmuseum.Die Auswahl hochwertiger und noch nicht vergriffener oder auf den Ramschtischen der örtlichen Buchhandlungen gelandeter Bildbände mit Stadtansichten Triers, hält sich bislang in Grenzen. Doch nicht nur deshalb sticht ein jetzt im Porta Alba Verlag erschienenes Werk aus dem bestehenden Sortiment hervor: “Trier – Das Bild der Stadt in historischen Photographien” präsentiert Aufnahmen aus den Beständen der einstigen Königlich Preußischen Messbildanstalt und späteren Staatlichen Bildstelle Berlin. Die insgesamt 112 Fotografien, gestochen scharf und von außergewöhnlicher Präzision, vermitteln einen Eindruck der Moselstadt zwischen dem ausgehenden 19. und dem Beginn des 20. Jahrhunderts bis in die 1920er Jahre hinein.
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Im Amphitheater ertrunken

"Finale Mosel" ist ab dem 14. Oktober erhältlich.Für seinen Jubiläumskrimi hat sich Mischa Martini mehr Zeit gelassen als sonst. Während die Fans von Hauptkommissar Waldemar “Walde” Bock sich bisher jeden Herbst auf einen neuen Fall freuen konnten, mussten sie sich nach “Tango Mosel” (2007) ein Jahr länger gedulden. Aber das Warten hat sich gelohnt. In “Finale Mosel” geht es fast so zu wie in der Oper “Elektra”, die darin aufgeführt wird. Doch neben einem Mord, einem vermeintlichen Toten und einigen Intrigen bietet der zehnte Band auch reichlich komische Momente, viele detailreiche Bezüge zur Stadt und amüsante Anspielungen auf aktuelle Ereignisse und den hiesigen Medien- und Kulturbetrieb.
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Fundstücke in neuem Licht

Das Buch "Fundstücke", das 100 prächtige Fotos von Objekten der Dauerausstellung zeigt, ist ab sofort im Landesmuseum und im Buchhandel erhältlich. Foto: Rheinisches Landesmuseum TrierUnter dem Titel “Fundstücke” hat das Rheinische Landesmuseum Trier einen opulenten Bildband mit 100 ausgewählten Sammlungsstücken von der Urgeschichte bis zur Neuzeit herausgegeben. Auf 228 Seiten findet man auf ästhetische Art altbekannte Stücke wieder und folgt auf den ganzseitigen Farbfotografien neuen Perspektiven des Museumsfotografen Thomas Zühmer.
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Heike und der Ziegentöter

Jaspers, Susanne. Trio mit Ziege. éditions saint-paul, Luxemburg. 2009Die gebürtige Aachenerin Susanne Jaspers studierte an der Trierer Universität Literaturwissenschaften und arbeitet heute in Luxemburg bei einem Verlag. Und weil ihr das anscheinend immer noch nicht ausreichend Beschäftigung mit Literatur ist, schrieb die 38-Jährige einen Roman. “Trio mit Ziege” heißt das gelungene Krimi-Debüt, das vor wenigen Wochen bei Éditions Saint-Paul erschienen ist.
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Wuher kimmt eijentlich “Peifjen”?

Die Herausgeberin Ruth Rosenberger, die Professorin Claudine Moulin und die Mitarbeiterin des Kompetenzzentrums Theresia Biehl verlosten gestern bei der Präsentation des Buches vor der Mensa auch zehn Exemplare davon. Foto: Christian JörickeHaben Sie mal darüber nachgedacht, woher Redewendungen kommen? Warum es “blau machen”, “sich nicht ins Bockshorn jagen lassen” und “den Löffel abgeben” heißt? Die meisten Menschen machen sich wahrscheinlich wenig oder keine Gedanken über die Herkunft von so genannten Phraseologismen. Im Gegensatz zu der Nachwuchsforschergruppe “Historische Formelhafte Sprache und Traditionen des Formulierens” (HiFoS) der Universität Trier. Die stellt jetzt zusammen mit zwei anderen Trierer Forschungseinrichtungen Beispiele ihrer Aktivitäten in dem Buch “geistesblitze – Deutsche Sprache” vor.
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Brennpunkte der Kirchengeschichte

2012 werden wieder Hunderttausende Heilig-Rock-Wallfahrer erwartet. Quelle: Verlag Michael WeyandEin großes Ereignis wirft seine Schatten voraus – in Form eines kleinen Buchs. In drei Jahren wird im Trierer Dom ein weiteres Mal der Heilige Rock, die angebliche Tunika Christi, gezeigt. Wer sich schon jetzt für den gepflegten und sachkundigen Smalltalk im Pilgerzelt wappnen möchte, sollte sich die neueste Lektüre aus dem Verlag Michael Weyand zulegen: “Der HL. Rock im Dom zu Trier und auf dem Weg zu Jakobus und Matthias” lautet der sprachlich etwas ungelenke Titel des zwar kurz gefassten, aber sehr lesenswerten Werks, das einstimmt auf den 500. Jahrestag der ersten Wallfahrt zum Heiligen Rock.
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