Du bist Trier

Du bist Trier: Geza Loso

Seit mehr als 30 Jahren wird an jedem 13. August der “Internationale Linkshändertag” begangen. Menschen wie Geza Loso sind dann wieder besonders gefragt. Der gebürtige Ungar, der Mitte der 1970er Jahre nach Deutschland kam, ist Triers wohl berühmtester Linkshänder-Lobbyist. Am Béla-Bartók-Konversatorium ließ er sich zum Konzertpianisten und Klavierlehrer ausbilden, seit 1980 unterrichtet er an der Kreismusikschule Trier-Saarburg. Doch seit vielen Jahren treibt Loso vor allem das linkshändige Klavierspiel um. Hierfür ließ er sich den weltweit ersten Konzertflügel für Linkshänder bauen, inzwischen kamen Klaviere hinzu. Und einen eigenen Verlag für Linkshändernotation führt Loso auch. Sein Lebensthema spiegeln auch die Antworten auf unsere Fragen wider.
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Du bist Trier: Josef Kling

“Mit gut gibt man sich nicht zufrieden”, sagt Josef Kling. Sein Vater neige zu einem gewissen Perfektionismus, berichtet Sohn Albert, der den traditionsreichen Familienbetrieb in die vierte Generation führen wird. Josef Kling ist Geigenbauer, der einzige der Stadt. Vor einem halben Jahrhundert kam er mit seinen Eltern nach Trier, Anfang der 1980er Jahre übernahm er das Atelier des Vaters in der Antoniusstraße. Fragt man den 54-Jährigen, was denn das Faszinierende an seinem Beruf sei, dann muss er nicht lange überlegen: die immerwährende “Suche nach einem Klangideal”, kein Instrument klinge wie das andere. Bis zu 400 Stunden dauert es, um aus einem Stück Holz eine formvollendete Geige zu schaffen.
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Du bist Trier: Michael Grasmück

Es gibt nur wenige Menschen, die man häufiger bei den Spielen der Eintracht sieht, als Michael Grasmück. Das liegt allerdings nur zu einem kleinen Teil daran, dass sein IT-Unternehmen “polybytes” sich um den Internet-Auftritt des Vereins kümmert. Seine Liebe zum regionalen Fußball geht so weit, dass er vor wenigen Monaten ein Portal dazu erschaffen hat (moselkicker.de). Grasmück stammt zwar aus Taben-Rodt (bei Saarburg), hat aber, seitdem er 1996 nach Trier gezogen ist, ein inniges Verhältnis zu der Stadt entwickelt, wie man an seinen Antworten erkennen kann.
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Du bist Trier: Günter Schlesier

“Ich habe meinen Beruf nie als Arbeit empfunden, das war mein Hobby”, sagt Günter Schlesier. Fest steht: Um seinen Job haben den heute 69-Jährigen viele beneidet. Von 1959 bis 2001 war er Bademeister, zunächst im Nordbad, ab 1963 dann im Südbad – fast ein Vierteljahrhundert davon als Chef. Legendär seine Lautsprecheransage: “Es können sich jetzt die Papiersammler melden”*. Die Sanierung von Triers größter Freizeitanlage hat er aufmerksam verfolgt und regelmäßig Fotos von den Veränderungen gemacht. Schlesiers Fazit: “Datt ist wirklich schön geworden. Wer etwas anderes behauptet, der hat keine Ahnung”. Im Südbad, das am Freitag wiedereröffnet, darf man weiter mit ihm rechnen – bis zu seinem 100. Geburtstag genießt er freien Eintritt. Mindestens.
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Du bist Trier: Markus Groß-Morgen

Seit wenigen Wochen ist Markus Groß-Morgen Leiter des Bischöflichen Dom- und Diözesanmuseums. Der Nachfolger von Professor Winfried Weber, der das Museum 25 Jahre lang leitete und jetzt in den Ruhestand getreten ist, stammt zwar aus dem Saarland (Hüttigweiler) – wie man bei manchen Antworten zwischen den Zeilen herauslesen kann –, lebt aber seit 1978 in Trier. Groß-Morgen studierte katholische Theologie und Kunstgeschichte in Trier und München. Im Dommuseum kennt er sich bestens aus, da er dort schon seit 1987 als Kunsthistoriker und Museumspädagoge beschäftigt ist. Am morgigen Sonntag, am Internationalen Museumstag, kann man ihm bei Arbeit zuschauen. So präsentiert er um 12.30 Uhr und um 15.30 Uhr unter dem Titel “Sammeln – Wie ein Museum wächst” Neuerwerbungen der letzten Jahre und führt um 14 Uhr und um 17 Uhr durch die Ausstellung “arte Bolivia – Kunst aus Bolivien”.
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Du bist Trier: Christian Z. Schmitz

Heute hatte Christian Z. Schmitz seinen großen Auftritt – auf der Mai-Kundgebung des Deutschen Gewerkschaftsbunds im Brunnenhof. Im Juli 2009 trat der 35-Jährige die Nachfolge von Karl-Heinz Päulgen an. Im Stadtteil Zewen geboren, in Trier zur Schule und an die Uni gegangen, ist Schmitz seiner Heimat treu geblieben – bis er vor kurzem “aufs Land” nach Waldrach zog. Manche sahen in dem früheren Juso-Bundesvize schon den kommenden Mann der Trierer SPD, doch dann machte ein anderer Genosse das Rennen. Seit zehn Monaten steht Schmitz, der momentan Elternzeit genommen hat, nun als “Regionsgeschäftsführer” an der Spitze des Trierer DGB.
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Du bist Trier: Frank Hoffmann

Eintracht-Fans kennen ihn aus dem Moselstadion, wo er von 2005 bis 2007 Stadionsprecher war. Noch bekannter dürfte er bei den Besuchern des Kleinen Volkstheaters sein, wo er als “Dialektgenie” gilt. Vor 14 Jahren gab Frank “Hoffi” Hoffmann in der Löwenbrauerei sein Debüt in “Zum Rostijen Haoken”. Aktuell steht der 43-Jährige in ”Stress off dao Mess” auf der Bühne in der Halle am Römersprudel. Wer derzeit dafür keine Karten mehr bekommt, hat vielleicht mehr Glück bei den Open-Air-Aufführungen am 27. und 28. August im Lotto-Forum auf dem Petrisberg oder in der dritten Spielperiode von Oktober bis Dezember.
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Du bist Trier: Abt Ignatius Maaß

Am 2. Mai wird die Benediktinerabtei St. Matthias einen Blick hinter ihre Mauern gewähren. Ab 14 Uhr werden Kapitelsaal, Dormitorium, Klosterpark und denkmalgeschützter Kreuzgang Interessierten offen stehen. Wie es sich heute als Mönch lebt? Abt Ignatius Maaß muss es wissen, und so wird der 1957 im Saarland geborene Ordensmann Gästen Rede und Antwort stehen. Wer ihn kennt, weiß, dass sich die Besucher des Tags der offenen Tür derAbtei dabei auch auf einige Späße gefasst machen dürfen. Denn Humor hat Maaß, der in Trier und München Theologie studierte und nach drei Jahren als Pfarrer der Pfarrei St. Matthias im August 2005 zum Abt gewählt wurde.
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Du bist Trier: Dirk Passiwan

Dirk Passiwan von den Trier Dolphins gehört zu den besten Spielern in der Rollstuhlbasketball-Bundesliga. Seit Januar muss die Mannschaft jedoch ohne ihren Rekordwerfer auskommen, da der an Morbus Crohn leidende 33-Jährige operiert werden musste. Zur letzten Partie der Saison heute um 14 Uhr in der Wolfsberghalle (freier Eintritt) versucht der Nationalspieler, als Zuschauer dabei zu sein. “Ich will unsere tollen Fans nochmal sehen und die Mannschaft moralisch unterstützen”.
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Du bist Trier: Charlotte Kleinwächter

Geboren in Hannover, kam Charlotte Kleinwächter vor 21 Jahren nach Trier. Ihr Geographie-Studium lockte sie von der Leine an die Mosel. Im Februar 2000 übernahm die heute 44-Jährige die Geschäftsführung des Vereins Lokale Agenda 21 Trier e.V., in den vergangenen zehn Jahren brachte sie Projekte wie das Zukunfts-Diplom für Kinder oder “Trier: Aktiv im Team” (TAT) mit auf den Weg und hatte so maßgeblichen Anteil daran, dass das Thema Nachhaltigkeit auch vor Ort auf der Agenda steht. Und sie versucht, ihre Ideale auch zu leben: So legt Charlotte Kleinwächter ihren Arbeitsweg vom Petrisberg in die Geschäftsstelle des Vereins in der Palaststraße bei Wind und Wetter mit dem Fahrrad zurück.
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Du bist Trier: Helmut Haag

Zu seinen Lieblingsbeschäftigungen zählt Helmut Haag “Dinge organisieren, sich einbringen”. In diesen Tagen bereitet er gemeinsam mit Freunden das Benefiz-Konzert “Friends for Haiti” vor, das am kommenden Freitagabend in der Arena Trier stattfindet und dessen Erlös den Opfern der verheerenden Erdbeben in dem Inselstaat zugute kommen wird. Haags große Leidenschaft gilt dem Trierer Original Fischers Maathes. Die letzten acht seiner insgesamt 25 Jahre bei der KG Heuschreck schlüpfte er als Büttenredner in die Rolle des beliebten Volkshumoristen, heute mimt er den Schalk eher in kleinerer Runde, etwa bei Mundartabenden. Im vergangenen Jahr initiierte Haag zu Ehren des Schalks eine Gedenkplakette, die seither an Fischers Geburtshaus in der Brotstraße prangt.
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Du bist Trier: Berthold Mertes

Berthold Mertes (rechts) im Gespräch mit dem Treppen- und Rückwärtsläufer Thomas Dold beim Silvesterlauf 2008. Foto: privatAufgrund seiner attraktiven Strecke, der tollen Atmosphäre und des hochkarätigen Teilnehmerfeldes gehört der Trierer Silvesterlauf zu den bedeutendsten der Welt. In diesem Jahr könnte er sogar das Spektakel in Sao Paulo toppen. Denn mit Haile Gebrselassie nimmt morgen eine lebende Legende an dem Rennen durch die Innenstadt teil. Entscheidenden Anteil am Erfolg und am Renommee der Veranstaltung hat Berthold Mertes. Der 46-Jährige wohnt zwar seit 1996 nicht mehr in Trier, ist aber seit der Vereinsgründung 2002 (gemeinsam mit Christoph Güntzer) Vorsitzender des Silvesterlauf Trier e.V. Von 1988 bis 1996 war Mertes Sportredakteur beim Trierischen Volksfreund, im Januar 1997 wechselte er zur Nachrichtenagentur Sport-Informations-Dienst (SID), wo er seit 2006 als Redaktionsdirektor und Prokurist tätig ist.
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Du bist Trier: Nadine Thome

Ob sie nach den vier Wochen Weihnachtsmarkt Glühwein immer noch genießen kann? Nadine Thome ist Deutschlands erste Glühweinkönigin. Foto: Christian JörickeAnfang dieser Woche hat sie mit Oberbürgermeister Klaus Jensen den Trierer Weihnachtsmarkt eröffnet, seitdem macht sie viel Werbung für ein beliebtes, alkoholhaltiges Heißgetränk. Denn Nadine Thome ist die 1. Deutsche Glühweinkönigin. Die 24-Jährige wurde im vergangenen Jahr gewählt und hat nun ihr Amt angetreten. Wenn einem die Trierer Studentin also in den nächsten Wochen auf dem Hauptmarkt oder dem Domfreihof begegnet heißt es: Hoch die Stiefeltassen!
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Du bist Trier: Reinhold Spitzley

In Trier hängen geblieben - auch der Liebe wegen: Reinhold Spitzley, Geschäftsführer des Palais e.V. Foto: PrivatAls Reinhold Spitzley 1988 beim Jugendtreff Palais Walderdorff anheuerte, lag der Verein personell, finanziell und konzeptionell gerade am Boden. Gemeinsam mit ehemaligen “Tönnchen”-Aktivisten und engagierten Vereinsmitgliedern startete der Diplom-Pädagoge eine umfassende Umstrukturierung. Daraus erwuchs der heutige Palais e.V., dessen derzeit mehr als 150 Mitarbeiter vor allem in der Kinder-, Jugend- und Familienhilfe zum Einsatz kommen. 1955 in Mayen in der Eifel geboren, kam Spitzley 1977 zum Studieren nach Trier. Hier blieb er – “auch der Liebe wegen”, berichtet der Vater zweier erwachsener Söhne. Für besondere soziale Verdienste wurde Spitzley jetzt ausgezeichnet – mit der Staatsmedaille des Landes Rheinland-Pfalz.
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Du bist Trier: Gustav Schulz

Nach zwei Jahren in Köln kehrte der gebürtige Trierer Gustav Schulz zur letzten Saison wieder an die Mosel zurück. Foto: Christian PalmGustav Schulz ist vielseitig. Er kann nicht nur auf dem Platz fast jede Position spielen, sondern ist auch ein begabter Musiker. Bei der Hausmusik im Familienkreis bevorzugt er Gitarre und Akkordeon, auf dem Rasen die linke Angriffsseite. Mit einem geschätzten Marktwert von 200.000 Euro ist Schulz einer der teuersten Spieler bei Eintracht Trier (nach Sahr Senesie und Neuzugang Christopher Reinhard). Unschätzbar hingegen ist sein Wert als Identifikationsfigur. “Gus” oder “Jodl”, wie er bei seinen Teamkameraden gerufen wird, ist einer der letzten echten Trierer in der Mannschaft. Dabei zog es den Trier-Wester schon früh von hier weg: Der 24-Jährige kickte bereits für den FSV Salmrohr und die zweiten Mannschaften des VfB Stuttgart und 1. FC Köln, bevor er an die Mosel zurückkehrte. Geografisch hat er damit seine alte und neue Heimat gefunden, sportlich soll es hingegen weiter nach oben gehen.
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Du bist Trier: Carsten Müller-Meine

Hier ist Carsten Müller-Meine in seinem Element: Der Geschäftsführer der Trierer Ehrenamtsagentur vergangene Woche auf dem "Markt der Möglichkeiten". Foto: Marcus StölbVor mittlerweile 13 Jahren kam der gebürtige Pfälzer Carsten Müller-Meine zur “Selbsthilfe Kontakt und Informationsstelle Trier e.V.”, kurz SEKIS. Der Sozialpädagoge hatte maßgeblichen Anteil daran, in der SEKIS hauptamtliche Strukturen zu etablieren. Gemeinsam mit Frank Baschab entwickelte der Vater zweier Töchter dann das Konzept für die Trierer Ehrenamtsagentur, deren Geschäftsführer er heute ist. Wann immer es in Trier um Selbsthilfe oder ehrenamtliches Engagement geht, kann der gelernte Bankkaufmann nicht weit sein.
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Du bist Trier: Franz Schönberger

Der Künstler in seinem Atelier: Franz Schönberger. Foto: Marcus StölbWer in Trier auf eine Gedenktafel stößt, steht häufig einem Werk Frank Schönbergers gegenüber. Ob Willy Brandt oder Hans Eiden, Fischers Maathes oder Jenny von Westphalen – sie alle hat der Künstler schon in Bronze verewigt. 1946 in Bonn geboren, kam Schönberger mit drei Jahren an die Mosel. In Trier, Köln und Wuppertal studierte er Bildhauerei. In einem Nebenbau des alten Olewiger Klosters findet sich sein Atelier, und dort entsteht derzeit eine 18 Plastiken umfassende Edition zum Thema “Kunst der Fuge”. Wie bei Bachs Fugen, von denen jede eine “in sich vollendete, für sich allein existenzfähige Aussage über die Kunst der Fuge” darstelle, so könne bei seinen Plastiken “jede für sich bestehen, in sich das Ganze beinhaltend, ohne an Wert und Schönheit einzubüßen”, meint Schönberger.
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Du bist Trier: Peter Fath

Von der Theke vors Mikro: Wenn Peter Fath früh morgens seine Kneipe schließt, geht es oft direkt weiter ins Rundfunkstudio. Foto: Christian JörickePeter Fath hat in Trier mit Versorgungstechnik, Grafik und Architektur “so ziemlich alles studiert, was man braucht, um eine Kneipe zu eröffnen”. Schon während des Studiums jobbte er im “Hotel Rizz”, im “Wellblech” und im “Untreu” – Lokale und Bars, die kein heutiger Hochschüler mehr kennt. Ab Mitte der 80er arbeitete der gebürtige Saarländer in Discos, Kneipen und Restaurants in Luxemburg. Zehn Jahre später kehrte er nach Trier zurück und absolvierte unter anderem eine Ausbildung als “Qualifizierte Fachkraft im Rechnungswesen mit EDV”. Anfang 1998 eröffnete Fath in der Karl-Marx-Straße das “Piranha“, das damit wirbt, die “schönste Garage der Stadt” zu sein. Das ist wohl nicht ganz richtig, denn das “Piranha” ist so klein, dass wahrscheinlich gar kein Auto hineinpassen würde. Platz ist dennoch für eine Leinwand, auf die entweder alte Filme (ohne Ton) oder Länderspiele (mit Ton) projiziert werden. Und weil der 48-Jährige gerne zweigleisig fährt, arbeitet er seit der Schließung seines Einrichtungsgeschäftes vor gut zwei Jahren gelegentlich auch noch für einen Radiosender in Luxemburg.
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Du bist Trier: Michael Brettner

Michael Brettner bei seiner Lieblingsbeschäftigung. Foto: privatWer sich mit Rockmusik in der Region auch nur halbwegs beschäftigt, kennt den Mann mit dem Kopftuch. Inzwischen ist Michael Brettner deutschlandweit mit den Bands “ÜEBERMUTTER” (Neue Deutsche Härte), “StreetLive Family” (Funk-Soul-Rock), “Klimaschock” (NDW), “Bonanza” (Cunt-Tree Music), “ROKKEN” (Live-Rock-Karaoke) oder mit Projekten wie “Swing & Rock” und den “Gentlemen of Sound” unterwegs. Außerdem unterrichtet der Gitarrist noch an Michael Kernbachs “Popfarm” in Bonn und der “Jazz & Rock School” in Trier und musiziert seit elf Jahren mit den Mitarbeitern der Lebenshilfe-Werke. Obwohl es ihn inzwischen an den Rhein verschlagen hat, bleibt der 33-Jährige durch seine Arbeit und seine Liebe zu der Stadt auch weiterhin mit Trier verbunden. In den nächsten Wochen gibt es gleich mehrere Heimatbesuche.
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Du bist Trier: Dr. Peter Binz

Wurde für den taz-Panter-Preis 2009 nominiert: der Trierer Mediziner Dr. Peter Binz. Foto: Marcus StölbStreitbar und umstritten: Seit drei Jahrzehnten widmet sich Dr. Peter Binz vornehmlich der Diagnose von Hirnschäden, die durch Gifte oder Kopfverletzungen verursacht wurden. Immer wieder setzte sich der Umweltmediziner für von Chemikalien geschädigte Patienten ein. 1941 in Trier geboren, machte Binz vor einem halben Jahrhundert am Friedrich-Wilhelm-Gymnasium sein Abitur. Nach dem Studium der Medizin in Freiburg, Friburg (Schweiz), Basel und Mainz ließ er sich in Aachen und Saarbrücken zum Nervenarzt ausbilden. Seit 1980 praktiziert Binz in seiner Geburtsstadt und sorgt immer mal wieder für Schlagzeilen. So auch heute in der Berliner tageszeitung: diese nominierte den Trierer für den taz-Panter-Preis 2009.
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Du bist Trier: Sandra Bartmann

Die erste Frau an der Spitze des Caritasverbands Trier: Sandra Bartmann. Foto: privatSie ist die erste Frau an der Spitze des Caritasverbands Trier, doch das ist nicht der einzige Grund, weshalb Sandra Bartmanns Berufung für Aufsehen sorgte: Denn in ihrer Wahlheimatstadt war sie bislang vor allem als Kommunalpolitikerin in Erscheinung getreten, von 1999 bis 2004 saß sie für Bündnis 90/Die Grünen im Stadtrat. Aufgewachsen ist die 39-Jährige im Bergischen Land, 1992 kam sie nach Trier und studierte hier Psychologie. Auf das Studium folgte ein Grenzgängerinnendasein – während der vergangenen zehn Jahre arbeitete Sandra Bartmann als Personalleiterin für verschiedene internationale Unternehmen in Luxemburg. Sie sei sehr stolz, “nun am caritativen Auftrag der Kirche mitzuarbeiten und den Menschen am Rande der Gesellschaft mein Gesicht zu geben”, erklärt Bartmann, die im Juni die Nachfolge des langjährigen Trierer Caritas-Direktors Dr. Bernd Kettern antrat.
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Du bist Trier: Patricia Meier

Die Begeisterung für modernen Tanz ist Patricia Meier anzusehen. Foto: privatKlassisches Ballett empfand Patricia Meier schnell als zu begrenzt. Deshalb lernte sie Jazzdance und besuchte zudem Workshops auf fast der ganzen Welt in Modern Dance, Afro, Musical, Video-Clipdance und Hip Hop. So entwickelte sich ihr eigener Stil zu tanzen und zu unterrichten. Vor zehn Jahren eröffnete die staatlich geprüfte Gymnastiklehrerin und Tanzpädagogin ihr eigenes Studio in Trier und wenig später auch in Wittlich. Zu diesem Jubiläum findet am Sonntag um 17 Uhr eine große Tanzaufführung in der Europahalle statt.
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Du bist Trier: Manfred May

Für seinen Einsatz im Trierer Kulturleben bekommt Manfred May am Sonntag den "Hermann-Münzel-Preis" verliehen. Foto: privatObwohl er auch ein guter Mittelstürmer war, wie man u.a. in den 60er Jahren beim SV Olewig sehen konnte, ist Manfred May vor allem für seine musikalische Arbeit bekannt. Nach dem Staatsexamen in Musik, Sport, Philosophie und Pädagogik absolvierte er ein Kapellmeisterstudium und gründete vor 45 Jahren am MPG den Trierer Konzert- und Kammerchor. Seit 1992 engagiert er sich in der regionalen Kulturpolitik und tritt dabei besonders für kulturelle Veranstaltungen in den historischen Baudenkmälern ein. Zudem führt er seit Jahren Werke der Trierer Klassik auf, d.h. der Musik der Kurfürstenzeit und Uraufführungen zeitgenössischer Komponisten des Trierer Landes. Dieter Lintz nannte ihn in einem Artikel anlässlich dessen 70. Geburtstages im Dezember 2007 “einen der wichtigsten Motoren des Trierer Musiklebens”. Nicht nur der TV-Redakteur sieht das so. May wurde 1991 mit dem Bundesverdienstkreuz und 1994 mit dem Ehrenbrief der Stadt Trier ausgezeichnet. Am Sonntag erhält er für sein kulturelles Engagement den Hermann-Münzel-Preis, den der Verein Trier-Forum alle zwei Jahre vergibt.
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Du bist Trier: Karl Heinz Päulgen

Zwei Jahrzehnte lang das Gesicht des Trierer DGB: Karl Heinz Päulgen. Foto: Marcus StölbWann immer der Deutsche Gewerkschaftsbund in der Region Trier in den vergangenen Jahrzehnten in Erscheinung trat – Karl Heinz Päulgen konnte nicht weit sein. Schließlich ist der 58-Jährige so etwas wie das Gesicht des regionalen DGB-Bezirks. 1950 in Rothenbach geboren, absolvierte Päulgen zunächst eine Ausbildung zum Technischen Zeichner. In diesem Beruf gearbeitet hat er seit 1972 nicht mehr, denn seinerzeit wurde er erstmals freigestelltes Betriebsratsmitglied in einem Unternehmen in Höhr-Grenzhausen. Im Oktober 1976 kam er zum Trierer DGB, wurde zunächst Gewerkschaftssekretär und 1989 dann Vorsitzender. Nun verlässt Päulgen die Kommandobrücke und frönte dem Ruhestand. An der Mosel wird man dem streitbaren Arbeitnehmervertreter nicht mehr so oft über den Weg laufen, denn Päulgen und seine Frau werden künftig acht Monate des Jahres in ihrem Mobihome in der Provence verbringen.
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Du bist Trier: Elke Boné-Leis

Wenn Elke Boné-Leis ein Ziel hat, hält sie nichts und niemand auf. Foto: Marcus StölbEs gibt Menschen, die haben ein bewegtes Leben. Und es gibt Menschen, die bewegen einiges. Für Elke Boné-Leis gilt beides. In Biewer aufgewachsen, lebte sie viele Jahre in den USA. Dort studierte sie Bibliothekswissenschaften und brachte zwei ihrer drei Kinder zur Welt. Anfang der 1970er drohte der Deutschen, die damals dem Marxismus-Leninismus anhing und gegen den Vietnamkrieg zu Felde zog, die Ausweisung, doch der kamen sie und ihr Mann, ein Franko-Kanadier, zuvor. Zurückgekehrt nach Trier, engagierte sich Elke Boné-Leis fortan für karitative Zwecke. Seit mehr als zwei Jahrzehnten ist sie für den Kinderschutzbund aktiv, maßgeblichen Anteil hatte sie an der Etablierung von Lichtblick, einer Fachstelle für Kinder und Jugendliche aus suchtkranken Familien. Das nächste Ziel der 64-Jährigen: Im Herbst soll der Spatenstich für “Meine Burg” erfolgen, ein neues Domizil, in dem sämtliche Angebote des Kinderschutzbundes untergebracht werden.
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