Kennen Sie Trier?

Kennen Sie… die alte Post?

Die alte Post am Kornmarkt war zu ihrer Erbauungszeit die neue Post und ersetzte den vorherigen Standort in der Neustraße nicht nur räumlich. Mit dem monumentalen “Post- und Telegraphengebäude” der Kaiserlichen Oberpostdirektion manifestierte die Regierung in dem schlossartigen Gebäude ihre Wichtigkeit mitten in der Stadt. Immerhin war Trier einer der 26 Regierungsbezirke Preußens und somit auch Ort für eine zentrale Stelle der Post. Doch auch in der neuen Post steckt altes Gemäuer.
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Kennen Sie… die Regierungsburg?

Die preußische Verwaltung hat den Ruf einer schnörkellosen, farblosen und langweiligen Bürokratie, die in kasernenartigen Bauten Briefe schreibt, Gesetze anordnet und Dokumente archiviert. Das Ganze geschieht – so das Klischee – von einer Schar Beamter in grauen Anzügen mit Ärmelschonern und Aktentasche bei absoluter Pünktlichkeit. Einen überraschenden Kontrast dazu bildet das Gebäude, welches die Regierung Trier 1905 an der Ecke Deworastraße/Sichelstraße eröffnet und heute noch das Vermessungs- und Katasteramt Trier beherbergt.
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Kennen Sie… den gläsernen Pavillon?

Die gläserne Etage inmitten steinerner Fassaden aus der Gründerzeit fällt sofort ins Auge, wenn man sich vom Bahnhof in Richtung Innenstadt bewegt. Was einst als Schandfleck angesehen wurde, steht heute unter Denkmalschutz und bietet aktuell noch einem Café spacigen Raum. Es ist eines der wenigen stadtbildprägenden Bauten Triers aus den fünfziger Jahren – zumindest der obere gläserne Teil.
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Kennen Sie… die Pyramidenkirche?

Aus Ägypten sind sie am bekanntesten und auch die Maya haben in Südamerika Stufenpyramiden errichtet. Die Architekturform, die im dritten Jahrtausend vor Christus begann und im noch unentdeckten Amerika eine weitere Blütezeit erlebte, hat in den folgenden Architekturepochen kaum noch Planer angesprochen. Die glattwandigen Pyramiden jedoch erleben vor allem im 20. Jahrhundert mit dem Werkstoff Glas eine kleine Renaissance. Mit der Kirche St. Michael im Stadtteil Mariahof besitzt Trier ein Bauwerk, welches als einmalig zu bezeichnen ist und Architekturstudierende aus der ganzen Republik anzieht.
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Kennen Sie… die Ordenskommende?

Wie ein kleines Schloss steht es mitten in der Stadt. Ein Weg führt unter Bäumen und an Wiesen vorbei auf ein prachtvolles Portal zu. Mit seinem umgebenden Mauern und Zäunen wirkt es im Areal der Trierer Berufsbildenden Schulen wie ein vergessenes Kleinod. Ursprünglich als Sitz des Deutschen Ordens errichtet, beherbergen das Haus und seine beiden Nebengebäude aus dem 18. Jahrhundert heute verschiedene Institutionen aus Bildung und Kultur.
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Kennen Sie… den Zewener Turm?

Das mittelalterliche Turmhaus in Zewen steht seit hunderten von Jahren zwischen Trier und Luxemburg. Als Burg gebaut, diente es als Wachturm, Zollstation, Bauernhof und Wirtshaus. Der ursprüngliche Eingang im ersten Stock und die wenigen Wandöffnungen wurden im 19. Jahrhundert durch Türen im Erdgeschoss und großflächige Fensteröffnungen in der ersten Etage ergänzt. Das unter Denkmalschutz stehende Haus ist heute in Privatbesitz.
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Kennen Sie… das andere Eisenhaus?

Auch wenn immer wieder der Name Gustave Eiffel die Runde macht, wenn von den beiden Trierer Fassaden mit Eisendekor die Rede ist, hat dieser weder in Trier noch in ganz Deutschland ein Werk hinterlassen. Die Eisenfassade in der Neustraße 56 stammt von dem Trierer Architekten Carl Dalmar. Er errichtete das Geschäfts- und Wohnhaus im Jahre 1904 für den Eisenwarenhändler Peter Heil. Der Baustoff, mit dem der Unternehmer handelte, wird auf den ersten Blick dekorativ sichtbar.
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Kennen Sie… das Sonnenblumenhaus?

Seit einigen Wochen bleiben in der Nagelstraße immer wieder Menschen stehen und beugen sich nach hinten, um das Haus mit dem hohen Giebel gut und vor allem ganz in den Blick zu bekommen. Das schmale Jugendstilhaus mit dem frischen farbenfrohen Anstrich und der riesigen Sonnenblume ist mitten im Winter neu erblüht. Wo einst das “Unausprechliche” feilgeboten wurde, soll in wenigen Monaten die Genussgesellschaft einziehen.
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Kennen Sie…das preußische Schloss?

Grau, schlicht, sachlich, zig Fenster und fast ein eigenes Karree auf dem Weg vom Hauptbahnhof in Richtung Innenstadt: Das imposante Verwaltungsgebäude der ehemaligen Trierer Reichsbahndirektion verbirgt hinter seiner monumentalen Fassade unerwartete Details. Mit mehr als 300 Räumen zählt das Anwesen zu den größten Immobilien der Stadt. Im Keller des vor 85 Jahren errichteten Gebäudes wütete einst die Gestapo und folterte Gegner des NS-Regimes. Heute residiert hier das Mehrgenerationenhaus, in dem gleich mehrere Verbände und Einrichtungen ihren Sitz haben.
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Kennen Sie die “Porta Nigra” in Trier-Süd?

Mit der rasanten Vergrößerung der Stadt Trier verloren die mittelalterlichen Stadtmauern im Laufe des 19. Jahrhunderts so sehr an Bedeutung, dass sie bis zur Jahrhundertwende abgerissen wurden. An dem auf deren Fundamenten angelegten Alleenring steht nicht nur das einzig übrig gebliebene römische Stadttor, sondern im Süden auch eine ganz ähnliche Architektur, die heute 110 Jahre alt und in ihrer Art in Trier einmalig ist.
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Kennen Sie… die Stadtbibliothek?

Die in der Weberbach gelegene Stadtbibliothek ist zwar vielen Trierern bekannt, einen genaueren Blick auf das Gebäude dürften die meisten jedoch allenfalls nachts darauf werfen, wenn das markante blaue Licht unter dem Dach angeschaltet ist. Im zweiten Teil der Reihe “Kennen Sie Trier?” beleuchtet der Kunsthistoriker Daniel Thull die Entstehungsgeschichte des Bauwerks, das als Zeugnis für eine Architektur steht, die Funktion, Gestaltung und Repräsentation gekonnt in sich vereint.
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Kennen Sie… das eiserne Haus?

Heute startet eine neue Serie auf 16vor. Einmal im Monat werden wir markante, interessante oder geschichtsträchtige Trierer Bauwerke vorstellen. Bauwerke, die man zwar vom Sehen kennt, aber von deren einstiger oder heutiger Bedeutung man kaum etwas weiß. Und obwohl die meisten Trierer noch nicht auf der Porta gewesen dürften und viele nicht die ursprüngliche Funktion der Basilika kennen werden, bleiben die Welterbestätten außen vor. Darüber kann man schließlich in jedem Stadtführer lesen. Im ersten Teil unserer Serie stellt die Kunsthistorikerin Bettina Leuchtenberg das “eiserne Haus” vor. Als eines der wenigen Wohn- und Geschäftsbauten des frühen 20. Jahrhunderts ist das Haus mit der grünen Stahlfassade in der Karl-Marx-Straße ein besonderes Beispiel damals moderner Architektur. Erbaut wurde es nach den Plänen eines Schlossermeisters, der so sein Arbeitsmaterial werbewirksam an unüblicher Stelle darstellen konnte.
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