Laas’ Letters from London

Laas’ Letters from London… #7

5:05 p.m. Die Menschenmassen strömen aus dem Eurostar und ich werde samt Gepäck einfach mitgerissen und in der Empfangshalle wieder ausgespült. Dort geht es aber gleich weiter und der nächste Strom an Menschen schiebt mich zur Tube, die komplett voll ist. Es ist Freitag, Nachmittag, Rush Hour in London und jeder, wirklich jeder, möchte einfach nur nach Hause! Willkommen zurück… Hallo Kulturschock. Endlich zuhause angekommen falle ich in einen tiefen Schlaf, als hätte ich drei Wochen lang in Trier nicht geschlafen. Aber es hat sich gelohnt. Es hat Spaß gemacht und ich habe viel erlebt. Langweilig war mir jedenfalls nicht und die nächste Fahrt ist bereits gebucht!
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Laas’ Letters from London… #6

Der Tunnel ist geschafft und der Eurostar hält gerade in Calais. “Der Weg ist das Ziel” ist ja normalerweise mein Lebensmotto, aber heute möchte ich einfach nur ankommen – in Trier. Seit Oktober 2011 wohne ich bereits in London und freue mich nun auf meine erste Heimreise, auf meine Freunde, auf alles, was mir lieb geworden ist, in dieser wunderschönen Moselstadt.
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Laas’ Letters from London… #5

2012. Zweitausendundzwölf wird sicherlich ein spannendes und ereignisreiches Jahr werden. In Trier eröffnet am Freitag, den 13. April, eine Wallfahrt zum Heiligen Rock. Im Juli geht es weiter und London veranstaltet eine Wallfahrt zu den Olympischen Spielen. Und ganz zum Schluss haben wir dann noch eine Wallfahrt der ganz besonderen Art, wenn nach esoterischen “Kenntnissen” im Dezember die Welt untergehen wird. Nachdem nun das Motto für 2012 feststeht und ich tatsächlich vor lauter Vorfreude kaum schlafen kann, habe ich mir zur Überbrückung der Zeit eine Pilgertour durch die Londoner Galerieszene vorgenommen und nehme Euch heute mit!
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Laas’ Letters from London… #4

Im 19. Jahrhundert dauerte eine Reise um die ganze Welt noch 80 Tage und das war damals schon ein Rekord. In unserer heutigen, schnellen und globalisierten Welt, wie zum Beispiel hier in London, benötigt man dafür nur 80 Minuten. Und selbst diese Zeit kann stark unterboten werden. Was ich damit meine, ist die Vielfalt an Sprachen, Kulturen, Verhaltensweisen und optischen Eindrücken in dieser Metropole, die einen blitzartig um den Globus fliegen lassen und sicherlich bereichern.
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Laas’ Letters from London… #3

Was gibt es Schöneres als die herzerquickende Weihnachtszeit? Sie beginnt Mitte Oktober, wenn die ersten Kekse in Engelsform die Supermarktregale erreichen und endet erst, wenn auch wirklich alle ungeschickt ausgewählten Geschenke umgetauscht sind, also Mitte/Ende Februar. Nach den Keksen kommen die Schokoweihnachtsmänner, dann die fröhlichen Sponge-Bob-Adventskalender und endlich, endlich, im dunklen November werden die Lichter angeschaltet.
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Laas’ Letters from London… #2

Was für ein Traum. Ich liege im Bett und neben mir sitzt Karl Marx im Schneidersitz und liest mir aus “Das Kapital” vor. Nur unwirklich kann ich verstehen, was er liest. Seine Stimme ist leise und obwohl er so dicht bei mir ist, dass sein Bart an meiner Stirn kitzelt, fällt es mir schwer, ihm zu folgen. Ich wache leicht benommen auf und schaue in die Augen meiner Katze. Mir wird klar, dass ich nur geträumt habe und weiß nun auch, was mich da gekitzelt hat. Guten Morgen Nada (meine Katze heißt so und nein, das ist nicht spanisch, sondern kroatisch und bedeutet Hoffnung) und guten Morgen London. Aufstehen und frühstücken ist angesagt, denn mein Traum kam nicht von ungefähr. Heute werde ich das berühmteste Stadtkind von Trier besuchen: unseren Karl Marx.
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Laas’ Letters from London… # 1

Es ist Herbst 2011. Die Sonne scheint und meint es gut mit uns in London. Ein perfekter Tag, um eine neue Kolumne zu schreiben. Worüber? Über mich, einem Berliner Konzeptkünstler in Trier, der nun für drei Jahre in der englischen Hauptstadt leben wird. Ich möchte euch mitnehmen auf meine Reise und darüber berichten, wie es sich hier lebt in der großen Provinz von London. Was ist hier anders und was ähnlich im Vergleich mit der weltberühmten Moselstadt? Gibt es hier Trierer und wenn ja, warum? Wissen Londoner eigentlich wo Trier liegt? Wie fühlen sich Neo-Nazis im Linksverkehr? Gibt es hier auch Tankstellen, die ganz lange auf haben? Bekommt man den 5 O’Clock Tea auch, wenn man zu spät kommt und wenn ja, wie heißt er dann? Fragen über Fragen denen ich nachgehen werde und über die ich berichten möchte. Alle 14 Tage gibt es Neuigkeiten aus London, über London für euch! Willkommen bei meiner Kolumne!
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