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	<title>16 vor &#187; Sport &amp; Spiel</title>
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	<description>Nachrichten aus Trier</description>
	<lastBuildDate>Sat, 11 Feb 2012 02:47:11 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Starke Trierer verlieren in Berlin</title>
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		<pubDate>Sun, 05 Feb 2012 19:19:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>16vor</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sport & Spiel]]></category>

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		<description><![CDATA[Mit zwölf Punkten Differenz (61:73) verliert die TBB Trier bei ALBA Berlin und rutscht damit auf einen Abstiegsrang. Jedoch spielten die Schützlinge von Henrik Rödl am Sonntag nicht wie potenzielle Absteiger. Im Gegenteil: Über weite Strecken des Spiels diktierten sie sogar das Tempo gegen die hoch favorisierten Albatrosse und waren bis in die Schlussminuten ein ebenbürtiger Gegner. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mit zwölf Punkten Differenz (61:73) verliert die TBB Trier bei ALBA Berlin und rutscht damit auf einen Abstiegsrang. Jedoch spielten die Schützlinge von Henrik Rödl am Sonntag nicht wie potenzielle Absteiger. Im Gegenteil: Über weite Strecken des Spiels diktierten sie sogar das Tempo gegen die hoch favorisierten Albatrosse und waren bis in die Schlussminuten ein ebenbürtiger Gegner. Insgesamt 15 Mal wechselte die Führung im Spiel, welches erst knapp zwei Minuten vor Ende entschieden war.<span id="more-47738"></span><br />
<strong></strong></p>
<p><strong>BERLIN.</strong> Die Atmosphäre vor dem Gastspiel in der Berliner &#8220;o2 World&#8221; war entspannt. Zahlreiche Nettigkeiten wurden zwischen den Akteuren der TBB Trier und ALBA Berlin ausgetauscht. Schultze begrüßte Fassler und strich ihm liebevoll über seine modische Fönfrisur. Saibou winkte Youngster Ney zu, der mit ihm in der ALBA-Jugend gemeinsam auf Korbjagd ging. Zwiener schäkerte mit dem früheren ALBA-Assistenztrainer Lwowsky. Ein Berliner Fan im goldenen Dojcin-Trikot scherzte mit Dragan, dem ehemaligen Berliner &#8220;Dreiergott&#8221;, der an der Mosel längst ein Publikumsliebling ist. Neben Bällen wurden auch einige Fotos geschossen.</p>
<p>In keiner fremden Halle werden die Akteure der TBB Trier so freundlich empfangen wie in Berlin. Schließlich wimmelt es im Trierer Kader geradezu von früheren ALBA-Spielern. Zwiener, Dojcin, Fassler, Seiferth und Saibou gehören ebenso dazu wie Assistenztrainer Päch. Doch für keinen Ex-Albatros ist das Wiedersehen mit seinen ehemaligen Weggefährten von größeren Emotionen geprägt, wie für Henrik Rödl, der seine komplette Karriere als Basketballprofi bei ALBA Berlin verbrachte und in dieser Zeit sieben Mal Deutscher Meister wurde sowie den Korac Cup holte. Rödl ist in Berlin eine Legende. Sein Trikot mit der Nummer vier prangt in Übergröße unter der Hallendecke der o2 World. &#8220;Es ist immer etwas ganz Besonderes für mich, hier zu sein&#8221;, sagte der TBB-Coach, der für ALBA 512 Spiele bestritt, nach dem Spiel. &#8220;Berlin ist nach wie vor Teil meiner Heimat. Ich kenne hier sehr viele Leute. Vor dem Spiel musste ich schon viele bekannte Gesichter auf später vertrösten, weil ich mich auf das Spiel konzentrieren wollte.&#8221;</p>
<p>Das Spiel wurde durch vier Zähler eines starken Philip Zwiener (insgesamt 19 Punkte) eröffnet, der seine fünf Jahre bei ALBA die meiste Zeit auf der Ersatzbank verbrachte und es den Berlinern so richtig zeigen wollte. Nachdem Maik Zirbes vier weitere Punkte nachlegte und Nate Linhart (insgesamt 17 Punkte) mit einem freien Korbleger die Trierer Führung zum 12:7 ausbaute, hatte ALBA-Coach Gordon Herbert nach sechs Minuten genug gesehen und nahm seine erste Auszeit. Doch Zwiener war auch danach nicht zu stoppen. Neun Punkte konnte der Ex-Albatros bereits nach dem ersten Spielviertel verbuchen. Triers US-Import Linhart startete mit sechs Punkten und sechs Rebounds im ersten Viertel ebenfalls stark und sicherte durch seinen erfolgreichen Wurf mit der Schlusssirene die 19:16-Führung.</p>
<p>Linhart machte im zweiten Viertel da weiter, wo er im ersten aufgehört hatte, und baute die kleine Führung weiter aus. Jedoch hielten ALBAs Nationalspieler Sven Schultze und Lucca Staiger mit erfolgreichen Würfen dagegen, sodass das Spiel ausgeglichen blieb. In der 18. Minute ließ Zirbes mit drei spektakulären Aktionen in Folge sein großes Talent aufblitzen. Nach einem Block von Derrick Allens Wurf, angelte sich der 2,07-Meter-Mann den Offensivrebound am anderen Ende des Feldes und konnte anschließend nur von Kyle Weaver an seinem Dunking-Versuch mit Foul gestoppt werden. Die Führung wechselte in dieser Spielphase im Sekundentakt. Mit einem Punkt Rückstand (32:33) beendete die TBB die erste Halbzeit.</p>
<p>Das dritte Viertel gestaltete sich ähnlich ausgeglichen wie der vorherige Spielverlauf. Zwiener drehte mit sechs Punkten erneut auf. Jedoch war es Linhart, der für die spektakulärste Szene des gesamten Spiels sorgte: Dem Amerikaner gelang ein geblockter Dreierversuch von Landsmann Weaver. Im Gegenzug hämmerte der Trierer Flügelspieler den Ball dermaßen durch die Korbanlage, dass anschließend ein Raunen durch die Zuschauerränge ging. Für einen weiteren Aufsehen erregenden Moment sorgte Triers Routinier John Bynum, der mit der Schlusssirene von der Mittellinie in den Korb zum 48:48-Ausgleich traf.</p>
<p>Bis zur 35. Spielminute stand das Spiel auf Messers Schneide. Kein Team konnte sich bis zu diesem Zeitpunkt absetzen. Erst als ALBA-Guard Bryce Taylor mit Foul traf und den anschließenden Bonusfreiwurf versenkte, kippte das Spiel zu Ungunsten der Moselstädter. Schaffartzik und Wood erhöhten die Führung (56:62/37. Minute) und Taylor sorgte knapp zwei Minuten vor Ende des Spiels mit einem erfolgreichen Dreipunktewurf für die Vorentscheidung. Mit neun Punkten (58:67) lag die TBB mit einem Mal zurück. Der höchste Rückstand des Spiels kam aus Trierer Sicht zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt, hielten die Moselstädter doch bravourös dagegen. ALBA spielte anschließend clever die Uhr herunter, sodass die Rödl-Truppe foulen musste, um die Uhr anzuhalten und den Gegner an die Freiwurflinie zu schicken. Doch Wood und Taylor zeigten an der Linie keine Nerven und verwandelten sicher.</p>
<p>Der 61:73-Endstand fiel wesentlich deutlicher aus als der eigentliche Spielverlauf widerspiegelte. &#8220;Wir haben hier heute sehr lange mitgehalten, aber am Ende hat ALBA doch verdient gewonnen&#8221;, äußert sich Henrik Rödl nach der Begegnung. &#8220;35 Minuten lang ist es uns gelungen, das, was wir uns vorgenommen hatten, gut durchzusetzen. In den letzten fünf Minuten haben wir uns aber von einigen Fehlern zu sehr frustrieren lassen, und man muss die Qualität der Berliner anerkennen, die das konsequent ausgenutzt haben. Sie haben dann die Big Points gemacht.&#8221;</p>
<p><em>Die besten Akteure auf Trierer Seite waren Philip Zwiener mit 19 Punkten und fünf Rebounds sowie Nate Linhart (17 Punkte/12 Rebounds). Hauptverantwortlich für den Erfolg ALBA Berlins waren Kapitän DaShaun Wood (19 Punkte/5 Rebounds/4 Assists), Bryce Taylor (18 Punkte/6 Rebounds) sowie Heiko Schaffartzik (14 Punkte).</em></p>
<p><strong>Sebastian Finis</strong></p>
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		<title>Maik Zirbes, wer sonst?</title>
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		<pubDate>Sun, 29 Jan 2012 23:06:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Eric Thielen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sport & Spiel]]></category>

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		<description><![CDATA[Wieder ein Krimi, wieder ein Herzschlagfinale, wieder knisternde Spannung und große Gefühle: Wie schon gegen Bonn, siegte die TBB Trier am späten Sonntagabend mit einem Punkt Vorsprung. Diesmal mit 75:74 (39:44) über EnBW Ludwigsburg. 3026 Zuschauer in der Arena sahen einen überragenden Maik Zirbes. 22 Jahre jung wurde Triers Nationalspieler am Sonntag. Gespielt hatte er [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a title="Geburtstagskind und wieder Mann der Spiels: Maik Zirbes, hier gegen Kurt Lobby, war auch gegen Ludwigsburg der überragende Akteur auf dem Feld. Foto: Thewalt" href="http://www.16vor.de/wp-content/uploads/2012/01/tbb12.jpg" rel="lightbox"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-47530" src="http://www.16vor.de/wp-content/uploads/2012/01/tbb12-100x150.jpg" alt="" width="100" height="150" /></a>Wieder ein Krimi, wieder ein Herzschlagfinale, wieder knisternde Spannung und große Gefühle: Wie schon gegen Bonn, siegte die TBB Trier am späten Sonntagabend mit einem Punkt Vorsprung. Diesmal mit 75:74 (39:44) über EnBW Ludwigsburg. 3026 Zuschauer in der Arena sahen einen überragenden Maik Zirbes. 22 Jahre jung wurde Triers Nationalspieler am Sonntag. Gespielt hatte er wie ein ganz alter, erfahrener, mit allen Wassern gewaschener Hase. Auch Spielmacher Dru Joyce feierte Geburtstag &#8211; seinen 27. Für Zirbes gab es zur großen Sahnetorte das Lob des Trainers als Zugabe. &#8220;Es gibt Spieler&#8221;, sagte Henrik Rödl mit Hochachtung, &#8220;die nehmen ihre Chance an, nutzen sie und entwickeln sich auch noch weiter. Maik ist ein solcher Spieler.&#8221; Ludwigsburgs Trainer Steven Key konnte sich dem Kompliment nur anschließen: &#8220;Zirbes war heute für uns einfach nicht zu kontrollieren. Das war der Knackpunkt.&#8221; Die TBB verlässt die Abstiegsplätze, dort ist jetzt Ludwigsburg angekommen.<span id="more-47528"></span></p>
<p><strong>TRIER.</strong> Als das Geburtstags-Ständchen der TBB-Familie erklang und die große, rechteckige Sahnetorte aufs Feld getragen wurde, stand er da. Etwas verlegen, wie der nette Junge von nebenan, der kein Wässerchen trüben kann. Maik Zirbes schaute zu Dru Joyce. Der Amerikaner lachte in seiner bekannt spaßigen Art. Also lachte Zirbes auch. &#8220;Alles Gute, lieber Maik und Dru&#8221;, stand in grünen Buchstaben auf der Kalorienbombe. Ein großes Stück wird er sich später genehmigt haben. Vielleicht auch zwei &#8211; im stillen Kämmerlein. Verdient hatte er es sich allemal, nicht nur wegen seines Ehrentages.</p>
<p>Denn zwei Stunden lang war Zirbes alles andere als der nette Junge aus der Nachbarschaft, lieb und brav. Er war es, der den Schwaben aus der Barockstadt das Leben auf dem Parkett so unglaublich schwer machte. Er war es, der Anthony Fischer in der letzten Sekunde so blockte, dass der US-Amerikaner den Ball nicht mehr im Korb unterbringen konnte. Die Zirbes-Festspiele am Geburtstag in Zahlen: Neun Rebounds, davon sieben unter dem fremden Korb. 22 Punkte insgesamt. Fünf von sechs Würfen aus dem Feld heraus getroffen, zwölf von zwölf Freiwürfen verwandelt. Er war der überragende Spieler an diesem Abend.</p>
<p>Selbstlob aber ist seine Sache nicht. &#8220;Ich bin sehr froh, dass wir das Spiel gewinnen konnten&#8221;, sagte er. &#8220;Und ja, doch, ich glaube, das war heute ganz gut von mir.&#8221; Seine Nervenstärke an der Freiwurflinie hat auch etwas mit einem kleinen Geheimnis zu tun. &#8220;Das habe ich mir bei unserem Kapitän Dragan Dojcin abgeschaut. Er sagt immer etwas zu sich selbst, bevor er wirft. Das mache ich jetzt auch.&#8221; Dojcin ging diesmal leer aus, fand aber in Zirbes zumindest an diesem Tag einen würdigen Nachfolger. Die Arena ist sein Wohnzimmer, hier regiert er, hier lehrt er seinen Gegnern das Fürchten.</p>
<p>Rödl wird die neuerliche Leistungsexplosion seines Schützlings mit einem lachenden und einem weinenden Auge beobachten. Mit einem Zirbes in dieser Form ist der Klassenerhalt greifbar. Macht der 22-Jährige allerdings noch mehr solche Spiele wie in den letzten Wochen und vor allem heuer gegen Ludwigsburg, ist er wahrscheinlich schon am Ende der Saison nicht mehr zu halten. Die Möglichkeit aber beschäftigt Triers Trainer derzeit nicht. Er freut sich uneingeschränkt mit und für Zirbes. &#8220;Maik arbeitet sehr hart, auch in Sonderschichten in der Halle. Im Ergebnis steht die rasante Entwicklung, die er genommen hat.&#8221;</p>
<p>Als der Hesse seine Männer auf das wichtige Abstiegsduell vorbereitete, tobte draußen an diesem fast unwirklichen frühen Sonntagabend der Schneesturm. Bibbergrade, Halsschmerzwetter, Schnupfengefahr. Drinnen sollte es heiß werden. Vier-Punkte-Spiel, Abstiegsangst, Gedankenkrebs. Wer zieht – zumindest kurzzeitig – den Kopf aus der (Abstiegs-)Schlinge? Wen beißen die Hunde? Auch die beiden Geburtstagskinder Zirbes und Joyce wollten dafür sorgen, dass nicht die TBB nach diesem Spiel Letzter des Feldes vor den bereits abgeschlagenen Göttingern sein würde. &#8220;Wir waren nervös&#8221;, gestand Zirbes ein. &#8220;Aber der Trainer hat uns immer wieder stark geredet. Wir wollten diesen Sieg.&#8221;</p>
<p><strong>Schlagabtausch mit offenem Visier</strong></p>
<p>Dagegen hatte der Klub aus der Barockstadt naturgemäß einiges einzuwenden. Personell wurde vor dem Spiel gegen Trier noch einmal nachgebessert. Anthony Fisher soll den Schwaben die nötige Kraft im Abstiegskampf liefern. Der US-Amerikaner war in seinem ersten Spiel für Ludwigsburg gleich die bestimmende Größe auf dem Parkett. Zehn Punkte im ersten Viertel waren eine Hausnummer für Fisher. Zudem hatte Trainer Steven Key auch noch Rückkehrer Ermin Jazvin als Pfund in der Hinterhand. Die TBB konterte mit ihren Schwergewichten wie Philip Zwiener, Zirbes, Joyce, Nate Linhart und Kapitän Dragan Dojcin.</p>
<p>Doch schon die ersten Minuten machten deutlich: Das hier würde trotz der guten Leistungen in den letzten Wochen beileibe kein Selbstläufer für die Hausherren. Die Schwaben waren hellwach – vor allem an der Distanzlinie. Dort bekam Trier den Gegner nicht unter Kontrolle. Viermal nahm Ludwigsburg Maß, dreimal sauste der Ball durch den Ring. Darauf gründete sich vornehmlich die 24:20-Führung der Schwaben nach zehn Minuten. Wo Zirbes mit sechs Rebounds unter dem Korb gegen Jazvin herrschte, brillierten Fisher und Kollegen aus der Entfernung. Dagegen konnte Trier bei vier Versuchen nicht einen Dreier platzieren.</p>
<p>Das Bild änderte sich auch im zweiten Abschnitt kaum. Triers Verteidigung funktionierte nicht wie gewohnt. Ludwigsburg kam zu vielen einfachen Punkten. &#8220;Wir haben ihnen zu viele Chancen gegeben&#8221;, sagte Rödl. Schnell waren sie, die Schwaben, aufgeweckt und konzentriert. Triers zweite Lebensversicherung neben Zirbes saß paradoxerweise auf der gegnerischen Bank. Key gönnte seinem neuen Mann schon früh Atempausen. Fisher saß, während seine Kollegen die Führung verteidigten. So blieb der Amerikaner bei zehn Punkten hängen. Dafür legten Zirbes (zwölf Punkte) und Zwiener (acht) auf der Gegenseite zu. Fünf Punkte Rückstand (39:44) zur Pause hielten der TBB alle Optionen offen.</p>
<p>Jetzt galt es, den Schwaben jene Stiche zu versetzen, die deren Moral zwar nicht brechen, aber doch zumindest ankratzen konnten. Rödl hatte seinen Männern die Marschroute schon in der Kabine vorgegeben. Doch das reichte dem Hessen noch nicht. Knapp zwei Minuten nach Wiederbeginn unterbrach er das Spiel mit seiner Auszeit. Noch einmal redete er eindringlich auf seine Spieler ein. Mit dem Klemmbrett in der Hand machte Rödl die taktischen Vorgaben: So, so und so muss es gehen. &#8220;Das war eine emotionale Auszeit&#8221;, sagte er später. &#8220;Ich wollte alle noch einmal wachrütteln und auch den Lauf des Gegners brechen.&#8221;</p>
<p><a title="Der zweite Jubilar: Auch Dru Joyce, hier verfolgt von Mark Dorris, machte an seinem 27. Geburtstag ein starkes Spiel für die TBB. Foto: Thewalt" href="http://www.16vor.de/wp-content/uploads/2012/01/tbb21.jpg" rel="lightbox"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-47533" src="http://www.16vor.de/wp-content/uploads/2012/01/tbb21-100x150.jpg" alt="" width="100" height="150" /></a>Und so ging es dann auch: Linhart schickte das Spielgerät aus der Distanz durch den Ring, Joyce legte nach. Die TBB war dran. Jetzt war es ein Schlagabtausch auf Augenhöhe mit nahezu offenem Visier. Trier führte, Ludwigsburg konterte. Ludwigsburg führte, Trier konterte. Bis zum 61:61 am Ende des dritten Viertels konnte sich keine der beiden Mannschaften einen Vorteil verschaffen. &#8220;Jeder wollte gewinnen, das hat man gesehen&#8221;, sagte Key. War es bis zur Pause ein Offensivspektakel, so dominierten nach dem Seitenwechsel die Abwehrqualitäten – hüben wie drüben. &#8220;In der zweiten Halbzeit hat unsere Verteidigung endlich so gestanden, wie ich mir das vorstelle&#8221;, so Rödl.</p>
<p>Wie schon gegen Bonn, sollte sich auch heuer alles auf den letzten Abschnitt fokussieren. Hopp oder top, neuer Atem oder Abstiegsplatz. Oskar Faßlers Dreier eröffnete das Finale, Ludwigsburg schlug zurück. Zirbes und John Bynum hielten dagegen: 72:67. Die Schwaben konterten: 72:74. Linhart setzte seinen nächsten Dreier durch den Ring: 75:74. Und dann krönte Zirbes seine Leistung an diesem Tag: Fisher war auf dem Weg zum Korb, das Geburtstagskind machte sich ganz breit &#8211; mit der geballten Energie von 115 Kilogramm auf 2,07-Metern Körperlänge. Fisher sah die menschliche Wand vor sich und den Boden auf sich zukommen. Der Ball aber war bei Zirbes &#8211; und das Spiel aus.</p>
<p><em>TBB Trier: Linhart (9), Joyce (12), Saibou, Zwiener (10), Dojcin, Faßler (3), Seiferth (4), Washington (6), Picard, Zirbes (22), Bynum (9), Dietz.</em></p>
<p><em>EnBW Ludwigsburg: Green (11), McCray, Koch (11), Hadzovic, Lischka (7), Zavackas (4), Looby (6), Fisher (14), Greer (9), Dorris (6), Jazvin (6).</em></p>
<p><em>Viertelstände: 20:24; 39:44; 61:61; 75:74</em></p>
<p><em>Zuschauer: 3026</em></p>
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		<title>Ein rabenschwarzer Tag</title>
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		<pubDate>Sat, 28 Jan 2012 17:17:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Eric Thielen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sport & Spiel]]></category>

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		<description><![CDATA[Nein, so spielt kein Titelkandidat. Am Tag nach der Vertragsverlängerung mit Trainer Roland Seitz, womit der Vorstand auch ein Zeichen für die Mannschaft setzen wollte, unterlag Eintracht Trier dem SC Idar-Oberstein vor 2076 Zuschauern im Moselstadion mit 0:1 (0:1) Toren. Und das völlig verdient, weil der Aufsteiger von der Nahe sein Potenzial ausschöpfte, derweil der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a title="So war das nicht geplant: Idar-Oberstein feiert im Moselstadion. während die Spieler der Eintracht mit hängenden Köpfen vom Platz schlichen. Foto: Eric Thielen" href="http://www.16vor.de/wp-content/uploads/2012/01/sve.jpg" rel="lightbox"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-47495" src="http://www.16vor.de/wp-content/uploads/2012/01/sve-150x98.jpg" alt="" width="150" height="98" /></a>Nein, so spielt kein Titelkandidat. Am Tag nach der Vertragsverlängerung mit Trainer Roland Seitz, womit der Vorstand auch ein Zeichen für die Mannschaft setzen wollte, unterlag Eintracht Trier dem SC Idar-Oberstein vor 2076 Zuschauern im Moselstadion mit 0:1 (0:1) Toren. Und das völlig verdient, weil der Aufsteiger von der Nahe sein Potenzial ausschöpfte, derweil der SVE über die gesamte Spielzeit alles schuldig blieb. Seitz machte es kurz und bündig. &#8220;Da ist jedes Wort zu viel&#8221;, sagte er mit versteinerter Miene. Wortlos schritt er nach der kurzen Erklärung an den Journalisten vorbei. Die Leistung seiner Mannschaft hatte ihm gehörig die Stimmung verhagelt. Durch die Niederlage rutscht die Eintracht auf den dritten Tabellenplatz ab &#8211; jetzt fünf Punkte hinter Lotte und einen Zähler hinter Mönchengladbach, die beide noch ein Spiel in der Hinterhand haben.<span id="more-47494"></span></p>
<p><strong>TRIER.</strong> Nach gut 70 Minuten reichte es ihm. Bernhard Trares packte Stift und Block zusammen &#8211; er hatte genug gesehen. &#8220;Den Rest vom Spiel lese ich mir im Internet durch.&#8221; Viel hat der Trainer von Schalke II da nicht zu lesen. Der ehemalige Profi von Werder Bremen war vom Auftritt der Eintracht ebenso entsetzt wie die meisten der über 2000 Zuschauer. Auch als Trares gegangen war, tat sich kaum noch etwas. Der eingewechselte Wojciech Pollok hätte in der 82. Minute nach scharfer Hereingabe von Thomas Drescher zumindest noch einen Punkt für die Eintracht retten können. Doch auch das sollte nicht sein, weil Pollok den berühmten Schritt zu spät kam.</p>
<p>Der Kapitän musste die Blamage an seinem 30. Geburtstag über 90 Minuten hinweg auf der Bank ertragen. Torge Hollmann kam nicht zum Einsatz. Verschärfte Gedanken zur Niederlage machte er sich dennoch. &#8220;Heute haben wir als Mannschaft einfach nicht gut gespielt, so kann man gegen einen solch kompakten Gegner nicht gewinnen.&#8221; Für Idar-Obersteins Trainer Sascha Hildmann war das der Schlüssel zum Erfolg. &#8220;Wir hatten uns ja einiges vorgenommen, und genau das haben wir auch umgesetzt&#8221;, sagte er. &#8220;Ein großes Lob an meine Mannschaft.&#8221; Kollege Seitz konnte nur nicken: &#8220;Ich bin sehr enttäuscht. Wir haben es einfach nicht geschafft, den gegnerischen Riegel zu knacken.&#8221;</p>
<p>Natürlich wird auch der Druck auf Trier immer höher. Doch das gehört zum Geschäft. Unabhängig vom Tabellenführer aus Lotte: Die Eintracht muss ihre Hausaufgaben erledigen. Die Pflichtaufgaben zudem möglichst souverän. Das sind die Signale, die man im Tecklenburger Land nicht gerne hört. Der Verfolger von der Mosel lässt nicht locker. Lotte kann gewinnen, wie am Freitagabend gegen Schalke, der Konkurrent legt nach. Keine Atempause, es geht voran. Geschichte soll dann im Mai geschrieben werden – mit dem Aufstieg.</p>
<p>Kontraproduktiv ist da, wenn der Anspruch, das Spiel vor und in des Gegners Strafraum festzuzurren, eklatante Nachlässigkeiten in der eigenen Abwehrarbeit bewirkt. Selbst gegen die vermeintlich Kleinen der Klasse muss auch ein Titelaspirant auf der Hut sein. Seitz hatte sich bewusst auch gegen den Aufsteiger für ein verstärktes Mittelfeld mit vier Mann entschieden. Stets hatte Triers Trainer Schwächen bei seiner Mannschaft in der zentralen Rückwärtsbewegung ausgemacht. Die sollten durch kompakte Arbeit in der Platzmitte ausgeglichen werden.</p>
<p>Die sechste Minute bestätigte Seitz in seiner Kritik erneut. Neuzugang Daniel Bauer, der den gesperrten Jeremy Karikari vertrat, hätte die Mitte zumachen müssen. Doch auch sonst fühlte sich niemand für Eric Wischang zuständig. Also nahm Obersteins Mittelfeldspieler einfach mal aus 20 Metern Maß. Wer so frei ist, muss die Gunst der Sekunde auch nutzen. Ein Schuss, ein Strich, ein Tor. Mit dem linken Fuß hatte Wischang das Spielgerät unter die Latte gewuchtet. André Poggenborg konnte sich noch so strecken: Triers Torwart war machtlos. &#8220;Da haben wir als Mannschaft auch taktisch schlecht ausgesehen&#8221;, beschrieb Bauer die Situation im Rückblick.</p>
<p><strong>Karikari fehlt an allen Ecken und Enden</strong></p>
<p>Statt Lockerheit, Spielwitz und Ideen zu versprühen, schlich sich jetzt der Krampf ins Spiel des Titelaspiranten. Karikari fehlte an allen Ecken und Enden. Er eröffnet normalerweise die Angriffe der Eintracht, er ist es, der die Bälle verteilt, Übersicht ausstrahlt, beruhigt oder beschleunigt. Ersatzmann Bauer mühte sich. Aber offenkundig war, dass der ehemalige Magdeburger noch nicht im System des SVE angekommen ist. Von ihm kamen keine Impulse. &#8220;Klar war das nicht einfach für mich&#8221;, sagte Bauer. &#8220;Aber das war im ersten Spiel auch zu erwarten.&#8221; Enttäuscht sei er, dass er ausgerechnet das vor eigenem Publikum verloren habe. &#8220;Idar-Oberstein hat das aber auch gut gemacht, und uns ist kaum etwas eingefallen.&#8221;</p>
<p>Die Nahestädter brauchten keine Impulse. Für sie war es nach der Führung ihr Spiel. Stehen, schauen, ab und an mal in der dichten Staffelung vor dem eigenen Strafraum verschieben. Elf Mann sichern ab, und vorne hilft der Zufall oder höchstens noch der liebe Gott. Das reichte, um den hohen Favoriten zurechtzustutzen. Als Ahmet Kulabas in der 26. Minute aus 18 Metern vergab, war dies das erste offensive Lebenszeichen des Titelaspiranten. Kulabas war es auch, der Sekunden vor dem Pausenpfiff von Schiedsrichter Dominik Bartsch erneut nicht konsequent genug abschloss. Da scheiterte Triers Stürmer aus sechs Metern. Mehr kam nicht von der Eintracht. Idar-Oberstein arbeitete den knappen Vorsprung über die Zeit. Beim Seitenwechsel war die Führung des Aufsteigers trotz spielerisch beschränkter Mittel nicht einmal unverdient.</p>
<p>Seitz hatte genug vom lethargischen Alibifußball seiner Mannschaft. Für den bei weitem nicht frischen Chhunly Pagenburg kam Fabian Zittlau, für Thomas Kraus Wojciech Pollok. Zwei Stürmer sollten es jetzt richten. Zittlau bearbeitete fortan die linke Außenbahn, Fahrudin Kuduzovic wechselte auf die rechte Seite. Am schwachen Bild, das die Eintracht bis dahin abgeliefert hatte, änderte sich auch durch die Umstellungen nichts. Nach wie vor prägte Ideenlosigkeit die Aktionen der Gastgeber. Der Tabellenzweite kam erst überhaupt nicht in die gefährlichen Zonen, von Tormöglichkeiten ganz zu schweigen.</p>
<p>Der Ball lief zwar, aber mehr quer oder zurück als vertikal nach vorne. Sinnvolles Kombinationsspiel war nicht vorhanden. Dabei ist ein solch statisches Abwehrbollwerk, wie Idar-Oberstein das in Trier aufzog, nur durch Schnelligkeit zu knacken. In den Rücken der Abwehr muss man kommen, möglichst über die Flügel, um so zu verhindern, dass der Gegner ausnahmslos nach vorne verteidigen kann. &#8220;Aber auch das haben wir nicht geschafft&#8221;, sagte Bauer.</p>
<p>Mit der Einwechslung von Tolgay Asma (69.) spielte Seitz seinen letzten Trumpf aus. Der gebürtige Berliner kam für Kuduzovic. Asma sollte für jene Kreativität sorgen, die im Spiel der Eintracht so schmerzlich vermisst wurde. Er kann das, aber nicht an diesem Tag, der wahrlich nicht jener des Titelfavoriten von der Mosel war. Polloks vergebene Großchance war bezeichnend. Ein paar Zentimeter fehlten zum Ausgleich. Nichts passte, nichts gelang.</p>
<p>Trares aber konnte sich ohne große Sorgen entspannt auf den Heimweg machen. &#8220;Aber ich denke, dass sie sich nächste Woche gegen uns anders präsentieren werden&#8221;, sagte er noch. &#8220;So einen rabenschwarzen Tag erwischt man ja nicht immer.&#8221; Dann ist die Eintracht in der Mondpalast-Arena von Herne gegen Schalke gefordert. Der Druck allerdings ist nicht geringer geworden &#8211; im Gegenteil.</p>
<p><em>Eintracht Trier: Poggenborg – Cozza, Stang, Herzig, Drescher – Bauer – Kraus (ab 46. Pollok), Abelski, Kuduzovic (ab 69. Asma), Pagenburg (ab 46. Zittlau) – Kulabas.</em></p>
<p><em>SC Idar-Oberstein: Kornetzky – Garlinski, Schunck, Lehmann, Wischang (ab 90. Galle) – Schmell, Maurer, Vetter, Schwartz (ab 87. Cordier), Mertinitz – Stumpf (ab 68. Gündüz).</em></p>
<p><em>Tore: 0:1 Wischang (6.)</em></p>
<p><em>Schiedsrichter: Dominik Bartsch (Wertheim/Main)</em></p>
<p><em>Zuschauer: 2076</em></p>
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		<title>&#8220;Können keinen mit Geld totschmeißen&#8221;</title>
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		<pubDate>Fri, 27 Jan 2012 23:01:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Eric Thielen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sport & Spiel]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;Wir gehören zum Prekariat der Liga.&#8221; Eine Formulierung mit Sprengkraft. &#8220;Vielleicht vergessen Sie den Satz wieder&#8221;, sagte Dr. Ralph P. Moog bei der Bilanz-Pressekonferenz der Treveri Basketball AG. Zu spät. Was der scheidende Aufsichtsratsvorsitzende mit seinem Wort von der &#8220;Unterschicht&#8221; der Liga wirklich meinte, wurde schnell deutlich: Triers Basketballer kämpfen in der Klasse gegen den [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a title="Sie haben nach wie vor viel Gesprächsstoff: TBB-Vorstand Sascha Beitzel (links) und der scheidende Aufsichtsratsvorsitzende Dr. Ralph P. Moog. Foto: Eric Thielen" href="http://www.16vor.de/wp-content/uploads/2012/01/tbb.jpg" rel="lightbox"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-47465" src="http://www.16vor.de/wp-content/uploads/2012/01/tbb-150x103.jpg" alt="" width="150" height="103" /></a>&#8220;Wir gehören zum Prekariat der Liga.&#8221; Eine Formulierung mit Sprengkraft. &#8220;Vielleicht vergessen Sie den Satz wieder&#8221;, sagte Dr. Ralph P. Moog bei der Bilanz-Pressekonferenz der Treveri Basketball AG. Zu spät. Was der scheidende Aufsichtsratsvorsitzende mit seinem Wort von der &#8220;Unterschicht&#8221; der Liga wirklich meinte, wurde schnell deutlich: Triers Basketballer kämpfen in der Klasse gegen den Abstieg. Auf wirtschaftlicher Ebene ist es ein fast täglicher Kampf um jeden Euro. Heute tagen die Aktionäre; gestern musste Moog den Jahresfehlbetrag von knapp 100.000 Euro begründen. Ursprünglich sollte das Geschäftsjahr 2010/2011 mit einem Überschuss von 25.000 Euro abgeschlossen werden. Jetzt soll eine neue Sport-Marketing-Agentur die Sponsorensuche professionalisieren. Den Abstieg aus der BBL schloss Moog nicht mehr aus. Auch nicht den Verlust wichtiger Spieler nach der Saison: Philip Zwiener, Maik Zirbes, Oskar Faßler und Dru Joyce könnten den Verein im Sommer verlassen.<span id="more-47464"></span></p>
<p><strong>TRIER.</strong> Dru Joyce ist nicht nur ein außergewöhnlicher Spieler. Er ist auch ein Spaßvogel. Jederzeit zu einem Scherz bereit. Als die Trikotsätze des neuen Ausstatters vor der laufenden Saison bei der TBB eintrafen, erschien Joyce in der Geschäftsstelle. Einen Ball hatte er mitgebracht. Den wollte er sich selbst zwischen den Beinen hindurchdribbeln. Unmöglich. Joyces Hosen waren viel zu lang. Dafür hatten die des Kollegen John Bynum fast die Kürze einer knackigen Badehose. Nichts passte. Nichts stimmte. Moog sprach am Freitag von Fehlern, die gemacht worden seien. Damit meinte er aber beileibe nicht nur die kleinen Details, wie etwa jene Mängel an der Ausstattung. Er hatte das Ganze im Blick.</p>
<p>Nicht nur Moogs Kritiker wundern sich allerdings spätestens seit seiner Ankündigung, den Vorsitz des Aufsichtsrates abzugeben, über den gewählten Zeitpunkt. Auch jene, die in ihm wenn auch nicht den Retter, so doch zumindest den Mann sehen, der mit harter Hand den Bundesliga-Basketball für Trier erhalten habe, hegen Zweifel. &#8220;Ich hätte ja verstanden, wenn er am Ende der Saison gegangen wäre&#8221;, sagt ein Kenner der hiesigen Szene. Aber jetzt sei der Zeitpunkt doch sehr ungünstig. &#8220;Falsch&#8221;, kontert Moog die Kritik an seiner Person. &#8220;Innerhalb von neun Monaten nach Ende des Geschäftsjahres müssen wir unsere Aktionäre informieren, und ich sehe keinen Grund, mich weiter einzumischen.&#8221;</p>
<p>Graham Wilson wird Moog als Vorsitzender des Aufsichtsrates wohl nachfolgen. Der Jurist aus Luxemburg sitzt zusammen mit Moog und Ingo Burggraf im Gremium. Wilson war seinerzeit auch schon der starke Mann bei der alten TBB GmbH, der Vorgängerin der neuen Aktiengesellschaft. Achim Schmitz soll auf Wunsch des Vorstandes als Nachfolger Moogs in den Aufsichtsrat gewählt werden. Kandidieren will nach Informationen von <em>16vor</em> aber auch Alexander Schmoll, der Vorsitzende des Fanclubs &#8220;Fastbreak&#8221;. Weitere Vorschläge sind zu erwarten. &#8220;Die Aktionäre sind in ihrer Entscheidung natürlich frei&#8221;, betonte Moog.</p>
<p>Er selbst hat nach eigener Einschätzung das Feld für seinen Nachfolger bereitet. Abgesehen vom sportlichen Druck, &#8220;den wir immer haben&#8221;, sei die Entwicklung seit seinem Amtsantritt &#8220;erfreulich positiv&#8221; verlaufen. Sich selbst misst er dabei eine nicht unerhebliche Rolle zu: &#8220;Meinen Kritikern kann ich nur sagen: Ohne den Moog gäbe es keinen Bundesliga-Basketball in Trier mehr&#8221;, betonte er am Freitagnachmittag gegenüber <em>16vor</em>. &#8220;Wer hier kritisiert, ich hätte meine Ziele nicht erreicht, soll mir das ins Gesicht sagen.&#8221;</p>
<p><strong>Kleine Sponsoren üben Kritik</strong></p>
<p>Seine positive Bilanz belegt er mit Zahlen: Die alte GmbH sei mit rund zwei Millionen Euro Schulden nicht mehr handlungsfähig gewesen. &#8220;Da hätten wir sicher keine Spiellizenz mehr bekommen.&#8221; Die neue AG hingegen könne inzwischen auf ein Eigenkapital von 171.000 Euro zurückgreifen. &#8220;Damit können wir notfalls auch Löcher stopfen.&#8221; Das von den Aktionären gezeichnete Kapital betrage über 300.000 Euro. &#8220;Eine stolze Summe, wie ich finde.&#8221; Und letztlich sei der Verlust von rund 100.000 Euro im letzten Geschäftsjahr hauptsächlich auf steuerliche Gründe wie Abschreibungsvorgaben zurückzuführen. &#8220;Operativ liegen wir bei einem Fehlbetrag von knapp 20.000 Euro.&#8221; Das laufende Geschäftsjahr werde sich ausgeglichen gestalten. &#8220;Die Absicherung der Planung ist durch die Garantieleistungen mehrerer Aktionäre gewährleistet.&#8221; Der Zuschauerschnitt sei mit 3817 Besuchern pro Heimspiel gestiegen, ebenso der Absatz von Jahreskarten. &#8220;Aber wir sind natürlich immer noch nicht da, wo wir hinwollten.&#8221;</p>
<p>Was Moog nicht sagt: Vor allem kleinere Sponsoren fühlen sich gerade in jüngster Vergangenheit nicht mehr ausreichend betreut. Zwischen 4000 und 5000 Euro kostet Firmen der Eintritt in die Sponsorenwelt der TBB. Auch die Suche nach einem Namenssponsor verlief in der Ära Moog erfolglos. Entsprechende Verhandlungen mit dem Milchproduzenten &#8220;Hochwald&#8221; scheiterten nach Informationen dieses Portals zum einen daran, dass dem regionalen Unternehmen der Werbeeffekt nicht genügte. Zum anderen aber auch an den finanziellen Vorstellungen der TBB. Zwischen 250.000 und 300.000 Euro sollte das Sponsorenlogo im Vereinsnamen kosten. Der mediale Gegenwert allerdings ist bescheiden. Schließlich wurde in der aktuellen Saison noch kein Spiel der Trierer im Fernsehen übertragen.</p>
<p>Die Lizenz für die aktuelle Saison erhielt der Verein zwar ohne Auflagen. Doch das alleine genügt nicht, um auf Dauer in der Bundesliga bestehen zu können. Da gibt sich Moog durchaus selbstkritisch. &#8220;Wir müssen eine viel schnellere Entwicklung als zunächst geplant einschlagen&#8221;, heißt es auch im Strategiepapier. Laut Moog zählt die TBB inzwischen 98 Aktionäre, das Sponsorenvolumen werde im Geschäftsjahr 2011/2012 um rund fünf Prozent im Vergleich zum Vorjahr auf knapp 1,3 Millionen Euro steigen. Der Etat aber liegt unverändert bei circa zwei Millionen Euro – zu wenig, um in den nächsten Jahren konkurrenzfähig zu bleiben.</p>
<p>Grundlage aller wirtschaftlichen Überlegungen ist der sportliche Erfolg des Vereins. Hier aber droht der TBB schon in der kommenden Spielzeit neues Ungemach. Von da an müssen bei einem Zwölfer-Kader mindestens sechs Spieler mit deutschem Pass auf dem Spielbogen stehen. Das lässt die Marktwerte von Spielern wie Maik Zirbes, Philip Zwiener oder auch Oskar Faßler nach oben schnellen. Liegen die Gehälter pro Spieler und Trainer heuer bereits zwischen 40.000 und 60.000 Euro netto in der Saison (Prämien nicht eingeschlossen), müsste finanziell noch einmal kräftig nachgebessert werden, um eben jene Spieler überhaupt halten zu können.</p>
<p><strong>Neue Agentur übernimmt Vermarktung</strong></p>
<p>Am Beispiel Maik Zirbes wird deutlich, mit welchen Problemen die TBB zu kämpfen hat. Der wohl beste deutsche Center der Liga hat zwar noch einen Vertrag bis 2013, besitzt aber nach Informationen von <em>16vor</em> eine so genannte &#8220;Buy Out-Klausel&#8221; in seinem Arbeitspapier. Für eine entsprechende Ablösesumme könnte Zirbes schon im nächsten Sommer zu einem Verein wechseln, der auf internationalem Parkett spielt. Bayern München mit Trainer Dirk Bauermann soll bereits sein Interesse an Zirbes bekundet haben. Schließlich spielt Geld an der Isar keine Rolle. Nationalspieler Philip Zwiener, dessen Vertrag ausläuft, wird ohnehin nicht zu halten sein. Gleiches gilt für Oskar Faßler. Dru Joyce wird voraussichtlich seine letzte Saison in Trier spielen.</p>
<p>&#8220;Daran können wir nichts ändern&#8221;, betonte Moog. &#8220;Wir können keinen mit Geld totschmeißen.&#8221; Der Verein könne lediglich dafür sorgen, &#8220;dass die Spieler sich hier wohlfühlen&#8221;. Letztlich sei das auch eine Frage der Reputation. &#8220;Und die haben wir uns in den letzten zwei Jahren erarbeitet. Das beweisen die positiven Rückmeldungen aus der Szene.&#8221; Nicht von ungefähr werde auch anderswo inzwischen vom &#8220;Trierer Weg&#8221; gesprochen. &#8220;Und vom dem werden wir nicht abweichen.&#8221; Sollte am Ende der laufenden Spielzeit der Abstieg in die ProA stehen, wäre das für Moog keine Schande. Der Verein müsse dann neu analysieren und sich gegebenenfalls um eine Wild Card bemühen. Kostenpunkt: 150.000 Euro. Aber auch ein Jahr in der zweiten Liga sei durchaus zu verkraften. &#8220;Mehr aber sicher nicht.&#8221;</p>
<p>Angesichts der finanziellen Schwierigkeiten ist der Rückzug eines jeden Sponsors für die Bemühungen um Konkurrenzfähigkeit für die TBB kontraproduktiv. Springt dann auch noch ein großer Geldgeber wie &#8220;Lotto Rheinland-Pfalz&#8221; wegen eigener Probleme ab, ist die Lücke kaum zu schließen. Mehr als 40.000 Euro ließ sich Lotto die Unterstützung des Trierer Basketballs pro Jahr kosten. &#8220;Dass uns Lotto komplett weggebrochen ist, war natürlich ein schwerer Schlag für uns&#8221;, so Moog. Dann ist die TBB auf die zusätzliche Hilfe anderer Unterstützer angewiesen. Vorstand Sascha Beitzel gehört dazu. Der Unternehmer (IT-Haus) lässt auch eigenes Geld in den Verein fließen.</p>
<p>Zumindest auf wirtschaftlichem Sektor treten Moog und Beitzel jetzt die Flucht nach vorne an. Eine neue Sport-Marketing-Agentur für die hiesige Großregion, die ihren Sitz in Luxemburg haben wird, soll den Trierer Basketball in Zukunft vermarkten. Die TBB wird ihre Vertriebsorganisation in die neue Agentur auslagern <a href="http://www.16vor.de/index.php/2011/12/26/moog-tritt-bei-tbb-trier-ab/" target="_blank">(wir berichteten bereits)</a>. Noch hat das Unternehmen allerdings keinen Namen. Die Idee aber ist längst geboren. &#8220;Es wird sicher noch ein paar Wochen dauern, bis wir mit der Arbeit anfangen können&#8221;, so Moog. Beitzel soll im Verwaltungsrat darauf achten, dass die Interessen der TBB gewahrt bleiben; Moog hingegen wird auch im neuen Unternehmen federführend sein. &#8220;Ich schiebe das an, ja.&#8221; Die Agentur soll profitorientiert arbeiten – auf Provisionsbasis.</p>
<p>Mit mehreren Vereinen der Region sei bereits gesprochen oder Kontakt aufgenommen worden, so Moog. Unter anderem auch mit Fußball-Regionalligist Eintracht Trier. Aber auch die Trierer Miezen sind im Blickfeld. Zudem Klubs aus dem Saarland und Luxemburg. &#8220;Wir sind für alle und alles offen&#8221;, betonte Moog, &#8220;weil der Sport in der Großregion professionelle Strukturen braucht, um auf Dauer mithalten zu können – nicht nur bei der TBB.&#8221;</p>
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		<title>&#8220;Verzicht auf Verkauf wäre nicht verantwortbar&#8221;</title>
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		<pubDate>Thu, 26 Jan 2012 11:10:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marcus Stölb</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Sport & Spiel]]></category>

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		<description><![CDATA[Binnen weniger Wochen hat sich die Zukunft der Skatehalle in Trier-West zum kommunalpolitischen Top-Thema entwickelt. Neben FWG fordern auch Grüne und Linke, dass der einst als Provisorium gedachte Standort des &#8220;Projekt X&#8221; dauerhaft gesichert wird. CDU und FDP halten dagegen und verweisen auf die ursprüngliche Abmachung. Auf die baut auch Baudezernentin Simone Kaes-Torchiani: Im Gespräch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a title="Wie geht es weiter mit dem Bebauungsplan BW 74? Bislang scheint es im Rat eine Mehrheit für den Bebauungsplan zu geben, doch was mit dem Edeka-Gelände geschieht, scheint zumindest offen. Foto: Marcus Stölb" href="http://www.16vor.de/wp-content/uploads/2012/01/BW74.jpg" rel="lightbox"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-47373" title="Wie geht es weiter mit dem Bebauungsplan BW 74? Bislang scheint es im Rat eine Mehrheit für den Bebauungsplan zu geben, doch was mit dem Edeka-Gelände geschieht, scheint zumindest offen. Foto: Marcus Stölb" src="http://www.16vor.de/wp-content/uploads/2012/01/BW74-150x100.jpg" alt="" width="150" height="100" /></a>Binnen weniger Wochen hat sich die Zukunft der Skatehalle in Trier-West zum kommunalpolitischen Top-Thema entwickelt. Neben FWG fordern auch Grüne und Linke, dass der einst als Provisorium gedachte Standort des &#8220;Projekt X&#8221; dauerhaft gesichert wird. CDU und FDP halten dagegen und verweisen auf die ursprüngliche Abmachung. Auf die baut auch Baudezernentin Simone Kaes-Torchiani: Im Gespräch mit <em>16vor</em> verteidigt sie das Vorhaben, für die mehr rund 5.600 Quadratmeter große Fläche einen Investor zu finden. Bis Ende des Jahres könnten die Skater die Halle aber auf jeden Fall nutzen, versichert die Dezernentin. Unterdessen warnt die SPD vor &#8220;kurzfristigen populistischen Schnellschüssen&#8221;. Bei der SPD will man nichts überstürzen, hält sich aber auch die Option offen, am Ende für einen Erhalt des jetzigen Standorts einzutreten.<span id="more-47337"></span></p>
<p><strong>TRIER-WEST/PALLIEN.</strong> Plötzlich sollte alles ganz schnell gehen. Kaum hatten die Freien Wähler am Dienstag publik gemacht, dass sie in der Februarsitzung des Stadtrats über die Zukunft der Skatehalle abstimmen lassen wollen (<a href="http://www.16vor.de/index.php/2012/01/24/projekt-x-fwg-fur-erhalt/" target="_blank">wir berichteten</a>), da konterten die Grünen nur wenige Stunden später mit einem &#8220;Dringlichkeitsantrag&#8221; für die Sitzung des Jugendhilfeausschusses, die noch am selben Abend stattfand. Zwar wurde der Antrag erst gar nicht behandelt, da eine Mehrheit im Ausschuss keine Dringlichkeit gegeben sah, doch in seltener Einigkeit fordern FWG und Grüne und auch die Linke nun, dass die seit Herbst 2010 eingestellte Suche nach einem Ersatzstandort endgültig aufgegeben wird.</p>
<p>&#8220;Der Jugendhilfeausschuss der Stadt Trier spricht sich für den Erhalt der Skaterhalle in Trier-West an ihrem jetzigen Standort aus&#8221;, hieß es im unbehandelten Dringlichkeitsantrag der Grünen. Man wolle die Dezernentin für Jugend und Soziales auffordern, &#8220;federführend mit den entsprechenden Ämtern im Bau- und Wirtschaftsbereich und im Einvernehmen mit der Skater-Szene ein tragfähiges Konzept für die Nutzung der Skaterhalle, der weiteren Räumlichkeiten und des Geländes zu erarbeiten&#8221;. Die Grünen schlagen vor, auf dem ehemaligen Edeka-Gelände ein &#8220;Kreativzentrum mit Proberäumen für Bands und Flächen für weitere Träger der Jugend- und Stadtteilarbeit&#8221; einzurichten<em></em>. In ihrer Antwort auf eine Anfrage von <em>16vor</em> hält sich die drittstärkste Kraft im Rat indes noch ein Hintertürchen offen: Auf die Frage, ob die Grünen den Bebauungsplan ablehnen werden, heißt es: &#8220;Sofern nicht gewährleistet ist, dass für das Skateprojekt eine vernünftige Alternative gefunden wurde und der Betrieb der Skaterhalle nahtlos fortgeführt werden kann, werden wir den Bebauungsplan ablehnen&#8221;.</p>
<p>Eine klare Position klingt anders, denn im Klartext bedeutet das: Findet sich doch noch ein für alle Beteiligten akzeptabler Alternativstandort für das &#8220;Projekt X&#8221;, kann Baudezernentin Simone Kaes-Torchiani (CDU) auch auf die Unterstützung der Grünen zählen und die städtischen Pläne für eine Bebauung des Geländes unvermindert fortsetzen. Was wiederum die Frage aufwirft, weshalb es des Dringlichkeitsantrages überhaupt bedurfte? Schließlich hatte die grüne Bürgermeisterin noch in der vergangenen Woche erklärt, was ihre Kollegin Kaes-Torchiani jetzt im Gespräch mit <em>16vor</em> wiederholte: Bis in der Aachener Straße die Bagger rollen, wird noch viel Wasser die Mosel hinabfließen. Die Baudezernentin versicherte, dass bis voraussichtlich Ende des Jahres die Skatehalle weiterhin genutzt werden könne.</p>
<p><strong>FWG, Grüne und Linke für jetzigen Standort</strong></p>
<p>Bei der FWG hat man sich schon mal unmissverständlich festgelegt und &#8220;ein einstimmiges Bekenntnis für den Erhalt der Skaterhalle am jetzigen Standort&#8221; gegeben. Und auch die Linke bezieht klar Stellung: &#8220;Die Skatehalle muss erhalten bleiben. Sie ist eine zentrale Anlaufstelle in Trier-West für Jugendliche&#8221;. Deshalb müsse der neue Bebauungsplan BW 74 so geändert werden, dass die Skatehalle &#8220;als wichtiges Strukturelement in der Freizeitinfrastruktur Trier-Wests erhalten bleibt&#8221;. Eine Position, für die Kaes-Torchiani keinerlei Verständnis hat. Sie verteidigt die Pläne der Stadt, auf der rund 5.600 Quadratmeter großen Fläche Wohnbebauung zu ermöglichen. Energisch tritt sie Darstellungen entgegen, ihr sei an der Suche nach einem Ersatzstandort nicht mindestens so sehr gelegen, wie dem Rest des Stadtvorstands. Vielmehr hätten Mitarbeiter des Baudezernats bereits mehrere Objekte geprüft. Doch Kaes-Torchiani sagt auch: Die Sportdezernentin ist am Zug. Angelika Birk (B90/Die Grünen) hatte vergangene Woche eingeräumt, dass seit dem Herbst 2010 keinerlei Anstrengungen für die Suche nach einer alternativen Halle unternommen wurden.</p>
<p>Rückendeckung für ihre Position erhält Kaes-Torchiani vonseiten der Christdemokraten: Man unterstütze das &#8220;Projekt X&#8221;, das &#8220;mit einem geringen Budget eine hervorragende Jugendarbeit betreibt&#8221;, erklärte CDU-Fraktionschef Ulrich Dempfle auf Anfrage, um dann zu ergänzen: &#8220;Allerdings ist die Sachlage eindeutig: Schon seit Jahren wissen die Verantwortlichen von &#8216;Projekt X&#8217;, dass die Nutzung der Halle nur so lange erfolgen kann, bis ein Investor mit der Umgestaltung des Geländes beginnt, was frühestens 2013 der Fall sein wird&#8221;. Auf Grundlage dieser Vereinbarung habe die Verwaltung den derzeit öffentlich ausgelegten Bebauungsplan BW 74 erstellt. &#8220;Das Hallengelände ist zentraler Bestandteil der Planungen, weshalb ein Weiterbestand des &#8216;Projekt X&#8217; an dieser Stelle nicht möglich ist&#8221;, so Dempfle weiter. Seine Fraktion werde deshalb dem vorliegenden Bebauungsplan mit dem Ziel einer Wohnbebauung in der Aachener Straße zustimmen. &#8220;Angesichts der Rekordverschuldung der Stadt Trier ist ein Verzicht auf den Verkauf dieses Geländes, so sehr es auch wünschenswert wäre, nicht verantwortbar&#8221;, macht der Unionsmann eine klare Ansage.</p>
<p><strong>Wahrscheinlich hohe sechsstellige Summe</strong></p>
<p>Tatsächlich geht es bei der Entscheidung auch um viel Geld: Zum Stichtag 1. Januar 2010 lag der Bodenrichtwert für das Gelände bei 190 Euro pro Quadratmeter. &#8220;Bei der noch durchzuführenden Ermittlung des Kaufpreises sind jedoch noch wertmindernde Faktoren, wie zum Beispiel Abbbruchkosten und Überschwemmungsgebiet zu berücksichtigen&#8221;, gibt man im Rathaus zu bedenken. Dennoch dürfte es sich am Ende um einen hohen sechsstelligen Betrag handeln. Wobei Kaes-Torchiani auch betont, dass für sie ein möglichst hoher Verkaufserlös nicht im Vordergrund ihrer Überlegungen stehe: &#8220;Wir verschenken nichts&#8221;, erklärt sie mit Blick auf den bekanntermaßen chronisch klammen Haushalt der Stadt, &#8220;aber mir ist vor allem sehr daran gelegen, dass wir dort eine städtebaulich qualitätsvolle Bebauung hinbekommen&#8221;.</p>
<p>Ähnlich wie Dempfle argumentiert derweil der FDP-Kreischef: &#8220;Dass die Einrichtung der Skatehalle nur ein Provisorium darstellt, war allen Beteiligten von Anfang an bewusst. Einen dauerhaften Erhalt der Anlage am jetzigen Standort können wir uns momentan daher eher nicht vorstellen&#8221;, erklärte Tobias Schneider gegenüber <em>16vor</em>. Es müsse nun endlich verstärkte Bemühungen darum geben, eine Alternative zu finden, verlangt der Freidemokrat. Grundsätzlich denkbar sei für ihn aber ein &#8220;zeitlicher Aufschub für die Umsetzung des Bebauungsplans an dieser Stelle&#8221;. Schneider übt scharfe Kritik am Stadtvorstand: &#8220;Es ist für uns unverständlich, warum Bürgermeisterin Birk und Dezernentin Kaes-Torchiani dieses Thema solange nur halbherzig behandelt haben und somit den absehbaren Konflikt in Kauf nahmen&#8221;.</p>
<p>Endgültig festlegen wollen sich die Freidemokraten noch nicht. Auf die Frage, ob seine Fraktion dem Bebauungsplan auch zustimmen werde, wenn dies das sichere Aus für die Skaterhalle bedeuten würde, antwortet Schneider: Hierzu werde man sich &#8220;erst nach Ende der Auslegung und nach sorgfältiger Abwägung der Sachlage positionieren&#8221;. Auch bei den Sozialdemokraten besteht noch Beratungsbedarf: Hatte die SPD-Fraktion zunächst ein Moratorium für den gesamten Bebauungsplan in Betracht gezogen, so hat man sich nach Darstellung Sven Teubers inzwischen davon überzeugen lassen, dass ein solches Vorgehen die Gesamtentwicklung von Trier-West stark beeinträchtigen könnte. Dem Bebauungsplan werde man deshalb wohl zustimmen, doch was die Ausschreibung für den Verkauf des ehemaligen Edeka-Geländes anbelangt, die voraussichtlich im Spätherbst auf der Tagesordnung stehen wird, halten sich die Sozialdemokraten mehrere Optionen offen. Für den Fall, dass bis zu diesem Zeitpunkt kein Ersatzstandort gefunden wurde, sei zu überlegen, ob man die Ausschreibung verschiebe, so SPD-Fraktionschef Teuber.</p>
<p><em><strong>Zum selben Thema:</strong> <a href="http://www.16vor.de/index.php/2012/01/20/noch-kein-plan-b-fur-projekt-x/" target="_blank">Noch kein Plan B für Projekt X</a></em></p>
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		<item>
		<title>Noch kein Plan B für Projekt X</title>
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		<pubDate>Fri, 20 Jan 2012 00:55:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marcus Stölb</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sport & Spiel]]></category>
		<category><![CDATA[Stadt & Menschen]]></category>

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		<description><![CDATA[Müssen Triers Skater ihre Halle in der Aachener Straße bald räumen? Momentan läuft die öffentliche Auslegung des geplanten Bebauungsplans BW 74. Der umfasst auch das Gelände des früheren Edeka-Markts in Trier-West, auf dem die regionale Skaterszene mit dem &#8220;Projekt X&#8221; eine Erfolgsgeschichte schreibt. Die Stadt hatte den Skatern die Halle jedoch nur unter der Prämisse überlassen, dass es [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a title="Kämpfen für ihr &quot;Projekt X&quot;: Skater am gestrigen Abend im Ratssaal. Foto: Marcus Stölb" href="http://www.16vor.de/wp-content/uploads/2012/01/Skater2n.jpg" rel="lightbox"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-47173" title="Kämpfen für ihr &quot;Projekt X&quot;: Skater am gestrigen Abend im Ratssaal. Foto: Marcus Stölb" src="http://www.16vor.de/wp-content/uploads/2012/01/Skater2n-150x100.jpg" alt="" width="150" height="100" /></a>Müssen Triers Skater ihre Halle in der Aachener Straße bald räumen? Momentan läuft die öffentliche Auslegung des geplanten <a href="http://www.trier.de/bauleitplanung/" target="_blank">Bebauungsplans BW 74</a>. Der umfasst auch das Gelände des früheren Edeka-Markts in Trier-West, auf dem die regionale Skaterszene mit dem <a href="http://projekt-x-trier.blogspot.com/" target="_blank">&#8220;Projekt X&#8221; </a>eine Erfolgsgeschichte schreibt. Die Stadt hatte den Skatern die Halle jedoch nur unter der Prämisse überlassen, dass es sich um ein Provisorium handelt, das absehbar einer Wohnbebauung weichen soll. Allerdings sagte die Verwaltung auch zu, nach einem Ersatzstandort zu suchen. Der wurde bislang nicht gefunden, und so gibt es für das &#8220;Projekt X&#8221; noch keinen Plan B. Am Donnerstagabend demonstrierten rund 100 Skater im Rathaus. &#8220;In Jugend investieren statt gentrifizieren&#8221;, fordern sie, ohne echte Alternative dürfe die Halle nicht abgerissen werden.<span id="more-47171"></span></p>
<p><strong>TRIER-WEST/PALLIEN.</strong> Rainer Jüngling kennt sich aus. Der Skater hat fast jede Anlage zwischen New York und Miami getestet, und auch in Deutschland ist der 26-Jährige schon viel rumgekommen. Die Trierer Skatehalle sei bundesweit eine der Besten, sagt er im Gespräch mit<em> 16vor</em>, die Anlage bewege sich in punkto Attraktivität wohl unter den TOP 5. Tatsächlich lockt das &#8220;Projekt X&#8221; Jugendliche und junge Erwachsene aus allen Teilen der Großregion nach Trier. </p>
<p>Manche kommen auch von weiter her, etwa aus Heidelberg. Auch aus Luxemburg und Frankreich reisen Skater an. Am bisherigen Spitzentag habe man in der Aachener Straße etwa 200 Besucher gezählt, berichtet Jüngling. In der Regel kämen mehrere Dutzend Jugendliche, die oft den ganzen Nachmittag in Trier-West verbrächten, ergänzt er. Wer sich einen Eindruck davon machen möchte, welche Möglichkeiten die Halle der Szene bietet, braucht nur eines der <a href="http://www.youtube.com/watch?v=_-IQLu50GjI" target="_blank">zahlreichen Videos auf Youtube </a>anzuschauen.</p>
<p>Dass sich die Einrichtung zu einem Erfolgsprojekt gemausert hat, bezweifelte am Donnerstagabend auch keines der Mitglieder des Dezernatsausschusses II, im Gegenteil: Eine &#8220;klasse Arbeit&#8221; werde in Trier-West gemacht, &#8220;vorbildlich&#8221; sei das, was in den letzten Jahren dort aufgebaut wurde, hieß es von Vertretern fast aller Fraktionen. Und auch Bürgermeisterin Angelika Birk (B90/Die Grünen) war voll des Lobes. Was dann folgte, war indes eine Gratwanderung zwischen Hoffnungen wecken und Illusionen vermeiden. Birk musste eine längere Anfrage der SPD beantworten, die Sozialdemokraten hatten das Thema auf die Tagesordnung gesetzt und von ihr und Stadtvorstandskollegin Simone Kaes-Torchiani (CDU) erfahren wollen, wie weit die Bemühungen um einen Ersatzstandort gediehen sind.</p>
<p><strong>Seit Herbst 2010 nicht mehr aktiv gesucht</strong></p>
<p>Dass man noch keine Alternative gefunden hat, wusste gleichwohl jeder im Saal, doch hatten die SPD auch ernsthafte Zweifel, dass sich die Verwaltung bei der Standortsuche ausreichend engagiert hat. Birk versuchte dem etwas entgegen zu setzen. So zählte sie eine ganze Reihe städtischer Ämter auf, die sich bei der Suche beteiligt haben. Auch nannte die Bürgermeisterin gleich mehrere Standorte, die geprüft und dann aus unterschiedlichen Gründen als Option verworfen wurden. In der Riverisstraße wurde ein Objekt angeboten, doch weil hier faktisch keine verkehrliche Anbindung existiert, stand die Halle schnell nicht mehr zur Debatte; eine nicht mehr genutzte Turnhalle in der Luxemburger Straße ist langfristig vermietet, auf einem Firmengelände hätte man zu viel Geld investieren müssen, so Birk. Auch die Jägerkaserne wurde ins Auge gefasst, doch dort sieht die städtebauliche Planung auf mittlere Sicht eine Wohnbebauung vor.</p>
<p>Das gilt auch für das Areal in der Aachener Straße. Die Stadt will das ehemalige Edeka-Gelände an einen Investor veräußern, eine Neubebauung soll zu einer städtebaulichen Aufwertung des Stadtteils beitragen und auch einen Akzent in Sachen &#8220;Stadt am Fluss&#8221; setzen. &#8220;Gentrifizierung&#8221; wittert da die Sozialistische Deutsche Arbeiterjugend (SDAJ), die den Protest der Skater gestern unterstützte. Die &#8220;sogenannte &#8216;Aufwertung&#8217; geht zu Lasten derer, die sich das Leben in den so aufgehübschten Vierteln nicht mehr leisten können&#8221;, heißt es auf einem Flyer der SDAJ.</p>
<p>Birk machte am Donnerstag deutlich, dass die Stadt die Initiatoren der Skatehalle nie über ihre Pläne im Unklaren gelassen habe – dass der Abriss der Halle nur eine Frage der Zeit sei. Wenn ein Investor das Grundstück erworben habe, habe die Stadt keine Handhabe mehr. Die Bürgermeisterin erklärte jedoch auch, dass sie und OB Klaus Jensen (SPD) davon ausgingen, dass noch einige Monate ins Land gehen werden, bis die Bagger kommen. Diese Zeit wolle man nutzen, um die Suche nach einer Alternative zu intensivieren, versprach sie. Zugleich erklärte Birk, dass der Stadtvorstand zwar rechtlich nicht dazu verpflichtet sei, sich politisch aber in der Verantwortung sehe, alternative Standorte zu suchen.</p>
<p><a title="Vor dem Rathaus formierte sich der Protest der Skater, die das Aus für ihre Halle in der Aachener Straße befürchten. Foto: Marcus Stölb" href="http://www.16vor.de/wp-content/uploads/2012/01/Skater1n.jpg" rel="lightbox"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-47174" title="Vor dem Rathaus formierte sich der Protest der Skater, die das Aus für ihre Halle in der Aachener Straße befürchten. Foto: Marcus Stölb" src="http://www.16vor.de/wp-content/uploads/2012/01/Skater1n-150x67.jpg" alt="" width="150" height="67" /></a>Ob das für den gesamten Stadtvorstand gilt? Markus Nöhl äußerte da Zweifel und wollte wissen, ob die Haltung Birks und Jensens denn auch von Baudezernentin Kaes-Torchiani geteilt werde. Zudem beklagte der Sozialdemokrat, dass die Suche nach einem Ersatzstandort seit dem Herbst 2010 faktisch eingestellt war. Woher denn die Skater nun den Glauben nehmen sollten, dass sich die Verwaltung fortan mehr engagiere, wollte er von der Bürgermeisterin wissen. Die hatte in der Tat eingeräumt, dass sich die bisherigen Anstrengungen fast ausschließlich auf das Jahr 2010 bezogen hätten. Der OB habe das Thema aber ständig auf dem Schirm gehabt und werfe es in Gesprächen mit Unternehmern immer wieder auf. Und was ist nun mit der Baudezernentin: Hier wich Birk aus und vermied es, die Frage zu beantworten.</p>
<p>Norbert Freischmidt (CDU) wollte derweil wissen, ob Nöhl die Verantwortung ins Baudezernat abschieben wolle, und wie die SPD denn zu dem geplanten Bebauungsplan stünde? Ob Nöhls Genossen diesen etwa ablehnen wollten, wo doch die Skater dies forderten. Die SPD betreibe ein &#8220;zweischneidiges Spiel&#8221;, warf Freischmidt den Sozialdemokraten vor. Woraufhin Hans-Willi Triesch (SPD) forderte: &#8220;Wir sollten doch alle an einem Strick ziehen&#8221;, vorrangiges Ziel müsse es sein, einen Ersatz für die Halle zu finden. &#8220;Wir sind alle der Meinung, dass die Skater einen Ort brauchen&#8221;, erklärte auch Corinna Rüffer, &#8220;es geht hier nicht nur um einen Sport, sondern um soziales Miteinander&#8221;. Ähnlich äußerte sich Hans-Alwin Schmitz (FWG), dessen Sohn Mitglied der Szene ist: &#8220;Ich bin auf eurer Seite&#8221;, rief er in den Saal. Dirk Louy (CDU) rief die Skater dazu auf, sich weiter für ihr Anliegen einzusetzen: &#8220;Einen gewissen Druck braucht die Politik manchmal&#8221;.</p>
<p>Daran dürfte es nicht fehlen in den kommenden Wochen, auch wenn Alexander Kreber die Sitzung ernüchtert verließ: &#8220;Viel heiße Luft&#8221;, kommentierte der Skater das Ergebnis der Beratungen. Kreber weiß: Den Bebauungsplan werden er und seine Mitstreiter nach Lage der Dinge nicht mehr verhindern können, auch wenn die jetzige Halle optimale Bedingungen biete und er es am liebsten sähe, wenn das &#8220;Projekt X&#8221; am selben Ort fortgeführt werden könnte.  Aber ein Ersatz müsse auf jeden Fall her, sonst falle für etliche Trierer Jugendliche ein unverzichtbares Angebot weg.</p>
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		<title>&#8220;Nicht den Kopf in den Sand stecken&#8221;</title>
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		<pubDate>Sat, 14 Jan 2012 22:29:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Eric Thielen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sport & Spiel]]></category>

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		<description><![CDATA[Ohne Punkte im Gepäck hat die TBB Trier die lange Heimreise von Braunschweig an die Mosel angetreten. Am Samstagabend musste sich die Mannschaft von Henrik Rödl bei den New Yorker Phantoms Braunschweig mit 72:78 (29:36) geschlagen geben. Trier hatte sich nach einer schwachen ersten Halbzeit ins Spiel zurückgekämpft, sah gut zwei Minuten vor Ende der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a title="Enttäuscht und niedergeschlagen: Die Trierer John Bynum (links) und James Washington. Foto: Heiko Schmitz" href="http://www.16vor.de/wp-content/uploads/2012/01/tbb11.jpg" rel="lightbox"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-47008" src="http://www.16vor.de/wp-content/uploads/2012/01/tbb11-150x99.jpg" alt="" width="150" height="99" /></a>Ohne Punkte im Gepäck hat die TBB Trier die lange Heimreise von Braunschweig an die Mosel angetreten. Am Samstagabend musste sich die Mannschaft von Henrik Rödl bei den New Yorker Phantoms Braunschweig mit 72:78 (29:36) geschlagen geben. Trier hatte sich nach einer schwachen ersten Halbzeit ins Spiel zurückgekämpft, sah gut zwei Minuten vor Ende der Begegnung (68:63) fast schon wie der Sieger aus. Doch dann versagten vor allem Spielmacher Dru Joyce an der Freiwurflinie die Nerven. Auf der Gegenseite bewies der bis dahin schwache LaMarr Greer hingegen Nervenstärke. Philipp Zwiener, mit 26 Punkten bester Trierer Schütze, nahm den Kollegen in Schutz. &#8220;Dru spielt eine starke Saison, und Fehler passieren eben&#8221;, sagte der Nationalspieler. &#8220;Wir gewinnen zusammen, und wir verlieren zusammen. Auch mir ist in der entscheidenden Phase ein Fehler unterlaufen, der eigentlich nicht passieren darf. Aber wir sind eben alle nur Menschen.&#8221;<span id="more-47007"></span><strong></strong></p>
<p><strong>BRAUNSCHWEIG/TRIER.</strong> Es hätte sein Spiel werden können. Am Ende hätte Philip Zwiener aber sicher gerne auf die Hälfte seiner insgesamt 26 Punkte verzichtet, wäre dafür ein Sieg herausgesprungen. Triers Nationalspieler brachte die TBB zunächst ganz alleine auf Kurs gegen den Tabellenfünften aus Niedersachsen, steigerte sich kontinuierlich und machte an diesem Abend wohl sein bestes Spiel für Trier seit seiner schweren Sprunggelenksverletzung &#8211; ohne den erhofften Erfolg. Im Interview mit Chris Schmidt vom <em>Live-Stream</em> der TBB äußerte er sich entsprechend enttäuscht. &#8220;Wir haben auch die Schnauze voll vom Verlieren&#8221;, sagte Zwiener. &#8220;Aber wir trainieren gut, wir spielen gut, und gehören nicht da hin, wo wir im Moment stehen.&#8221;</p>
<p>Dass die TBB in Braunschweig auf ihren Kapitän Dragan Dojcin verzichten musste, bedauerte Rödl zwar. Ausschlaggebend für die Niederlage sei das aber nicht gewesen. &#8220;Natürlich hätte ich mir gewünscht, Dragan in den entscheidenden Phasen auf dem Feld zu haben&#8221;, sagte Triers Trainer. &#8220;Aber Philip und auch Nate Linhart haben beide auf der Position ein großes Spiel gemacht &#8211; sie waren unsere Besten.&#8221; Seinen Spielmacher nahm der Offenbacher ausdrücklich in Schutz. &#8220;Dru ist am meisten enttäuscht darüber, dass er kurz vor Schluss nicht getroffen hat&#8221;, so Rödl. Trotzdem habe Joyce eine starke Leistung abgeliefert. &#8220;Er hat das Spiel sehr gut geleitet, und am Ende, wenn es knapp ist, muss ein Point Guard eben den Ball haben. Leider hat er die wichtigen Freiwürfe nicht verwandelt.&#8221;</p>
<p>73:71 stand es zu diesem Zeitpunkt für Braunschweig. Joyce hätte 30 Sekunden vor der Schlusssirene den Ausgleich herstellen können. Doch der US-Amerikaner vergab beide Versuche von der Freiwurflinie. Die Niedersachsen zogen durch den bis dahin schwachen LaMarr Greer auf 75:71 davon &#8211; die Vorentscheidung zugunsten des Tabellenfünften. Von den nächsten beiden Freiwürfen vergab Joyce wiederum einen, und auch sein letzter Versuch aus der Distanz wurde nicht mit drei Punkten gekrönt. Kurz zuvor hatte Michael Umeh den Sack mit zwei Punkten bereits zugemacht. &#8220;Gegen Bonn haben wir das knappe Spiel gewonnen, jetzt haben wir eben verloren&#8221;, analysierte Rödl. &#8220;Aber das ist der knallharte Kampf in dieser starken Liga, wo man immer in der Endphase bestehen muss &#8211; oder eben verliert.&#8221;</p>
<p><strong>Rödl fordert mehr Aggressivität</strong></p>
<p>Rödls Forderung, das Spiel gegen die abwehrstarken Braunschweiger schnell zu machen, konnten seine Spieler vor allem in der ersten Halbzeit nur bedingt umsetzen. Die Niedersachsen kontrollierten über ihre sichere Verteidigung das Geschehen auf dem Feld. Zwiener und Linhart hielten Trier im ersten Viertel in der Partie. Schon in der kurzen Pause nach dem ersten Abschnitt mahnte Rödl eine deutliche höhere Aggressivität bei seiner Mannschaft an. Triers Trainer war unzufrieden. Braunschweig bekam zu viele einfache Würfe, während die TBB sich jeden Punkt hart erarbeiten musste. Das änderte sich auch im zweiten Viertel nur unwesentlich. Zu viel Verantwortung lastete auf den Schultern von Zwiener und Linhart. Der angeschlagene Maik Zirbes hingegen fand kaum ins Spiel, Andreas Seiferth konnte ihn nicht adäquat ersetzen. Und Joyce hatte hauptsächlich in der Wurfverwertung seine Probleme</p>
<p>Bei Braunschweig aber lief der Ball, und Trier drohte unmittelbar nach dem Seitenwechsel sogar ein neuerliches Debakel &#8211; <a href="http://www.16vor.de/index.php/2012/01/09/tbb-bei-oldenburger-offensivspektakel-chancenlos/" target="_blank">wie zuletzt in Oldenburg</a>. Punkt um Punkt sammelte die Mannschaft von Sebastian Machowski. Als Umeh auch noch aus der Distanz zum 41:29 traf, hatte Rödl genug gesehen. Auszeit TBB, und Triers Trainer redete seinen Spielern eindringlich ins Gewissen. So würde hier nichts zu holen sein. Das half. Die Niedersachsen verloren den Faden, während Trier jetzt zu seinem Spiel fand. Zwiener traf, Linhart traf, Joyce machte die Freiwürfe. Nach 30 Minuten hatten sich Rödls Männer zum 50:50-Gleichstand herangekämpft.</p>
<p>Der psychologische Vorteil lag nun bei Trier, weil Braunschweig schon wie der sichere Sieger ausgesehen hatte, dann aber nach einer fulminanten Aufholjagd der TBB den Ausgleich hatte hinnehmen müssen. Angeführt von Zwiener und Linhart nutzten sie die Gunst der Minuten. Bis auf sechs Zähler Vorsprung schraubten sie die Führung. Umeh und Branko Jurovic holten die Niedersachsen zurück ins Spiel. Beim 71:71 in der letzten Spielminute stand die Partie auf des Messers Schneide. Dann unterlief ausgerechnet Zwiener der vielleicht spielentscheidende Ballverlust. Braunschweig holte sich über Immanuel McElroy die Führung zurück, und Joyce vergab die so wichtigen Freiwürfe.</p>
<p>&#8220;Wir dürfen jetzt den Kopf nicht in den Sand stecken&#8221;, forderte Zwiener unmittelbar nach der Schlusssirene. &#8220;Das bringt uns keinen Schritt weiter.&#8221; Er selbst habe für das Spiel gegen Ludwigsburg ein gutes Gefühl. &#8220;Mit unserem Publikum im Rücken werden wir die Partie gewinnen &#8211; da bin ich ganz sicher.&#8221; Davon geht auch Rödl aus, der gegen den direkten Konkurrenten im Abstiegskampf die Köpfe frei haben will. &#8220;Der Allstar Day verschafft uns eine kleine Pause, die wichtig ist&#8221;, betonte Triers Trainer. Von einem Vier-Punkte-Spiel gegen die Schwaben aus der Barockstadt will der Offenbacher allerdings nichts wissen. &#8220;Für uns ist immer das nächste Spiel das schwerste, und auf das werden wir uns jetzt intensiv vorbereiten.&#8221;</p>
<p><em>New Yorker Phantoms Braunschweig: Umeh (12), Kulawick (9), Mittmann (9), Visser (10), Jorovic (9), Schneiders, Greer (11), Dennis (2), Sant-Roos, Gertz, Theis (2), McElroy (14).</em></p>
<p><em>TBB Trier: Linhart (16), Joyce (13), Saibou, Zwiener (26), Faßler (2), Seiferth (2), Washington (6), Picard, Zirbes (4), Bynum (3).</em></p>
<p><em>Viertelstände: 17:16; 36:29; 50:50; 78:72</em></p>
<p><em>Zuschauer: 3300</em></p>
<p><strong>Washington bleibt in Trier</strong></p>
<p>Die TBB Trier hat sich mit Aufbauspieler James Washington auf eine Vertragsverlängerung geeinigt. Der 24-Jährige war als College-Rookie zur TBB gestoßen und wurde zunächst mit einem vierwöchigen Tryout-Vertrag ausgestattet. Jetzt wurde Washington bis zum Ende der laufenden Saison verpflichtet, außerdem enthält der neue Kontrakt die Option der Verlängerung um ein weiteres Jahr. Das gab der Verein am Samstag in einer Pressemitteilung bekannt.</p>
<p>&#8220;Wir sind froh, ihn in unserem Team zu haben&#8221;, sagte Henrik Rödl zur Personalentscheidung. &#8220;James ist ein junger Spieler mit viel Potenzial, der sehr professionell arbeitet und in den vergangenen Wochen gezeigt hat, dass er uns weiterhilft.&#8221; In seinen bisherigen sechs Einsätzen stand der Absolvent der Middle Tennessee State University rund 20 Minuten pro Partie auf dem Feld und kam auf Werte von 6,2 Punkte und 2,5 Rebounds im Schnitt.</p>
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		<title>TBB bei Oldenburger Offensivspektakel chancenlos</title>
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		<pubDate>Sun, 08 Jan 2012 23:41:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tilo Saurin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sport & Spiel]]></category>

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		<description><![CDATA[Zum Ende der Hinrunde haben die Trierer Bundesligabasketballer eine deutliche Niederlage kassiert. Beim Deutschen Meister von 2009, EWE Baskets Oldenburg, hatte die TBB gestern Abend mit 72:105 (34:49) das Nachsehen. Die Nordwestdeutschen erwischten in der Offensive einen Sahnetag, trafen fast 62 Prozent ihrer Würfe und schenkten der TBB 14 Distanzwürfe ein. OLDENBURG. Selten war eine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zum Ende der Hinrunde haben die Trierer Bundesligabasketballer eine deutliche Niederlage kassiert. Beim Deutschen Meister von 2009, EWE Baskets Oldenburg, hatte die TBB gestern Abend mit 72:105 (34:49) das Nachsehen. Die Nordwestdeutschen erwischten in der Offensive einen Sahnetag, trafen fast 62 Prozent ihrer Würfe und schenkten der TBB 14 Distanzwürfe ein.<span id="more-46872"></span></p>
<p><strong>OLDENBURG</strong>. Selten war eine Pressekonferenz in der Basketball-Bundesliga so schnell beendet wie die beim Spiel der TBB Trier bei den EWE Baskets Oldenburg. Kurze, knappe Sätze der beiden Trainer und keine Nachfragen der Journalisten – zu deutlich waren die Verhältnisse an diesem Tag, um darüber ausführlich zu sprechen. Triers Cheftrainer Henrik Rödl gratulierte den Hausherren: &#8220;Das war ein klar verdienter Sieg.&#8221; Dabei waren die Trierer an der Hunte gar nicht mal so schlecht gestartet.</p>
<p>Rödl hatte Dru Joyce, Philip Zwiener, Nate Linhart, Maik Zirbes und überraschend auch Joshiko Saibou von Beginn an aufs Feld geschickt. Oldenburg war in der Anfangsphase das präsentere Team und erspielte sich schnell einen 21:13-Vorsprung. Doch die TBB kämpfte sich zum Ende des ersten Viertels wieder ran (22:26, 10. Min.).</p>
<p>Als Mitte des zweiten Viertels Philip Zwiener seine Mannschaft erstmals in Führung bringt (31:30), springt die komplette Trierer Bank auf. Die Oldenburger Fans halten inne, für einen Moment ist es in der ausverkauften EWE Arena mucksmäuschenstill. Doch das sollte sich schnell wieder ändern. Nach einer Auszeit zünden die Hausherren den Turbo, spielen Trier an die Wand. Zur Pause haben sich die Niedersachsen ein 15-Punkte-Polster herausgespielt (49:34).</p>
<p>Im zweiten Durchgang das gleiche Bild: Oldenburg trifft nach Belieben, die stark ersatzgeschwächte TBB ist gegen die hochwertig besetzten EWE Baskets chancenlos. Die Oldenburger spielen sich in einen Rausch. Halbzeitübergreifend schaffen sie einen 20:0-Run und bauen ihre Führung weiter aus. Am Ende steht eine deutliche 72:105-Klatsche für die TBB. Besonders die Oldenburger Starting Five ist an diesem Tag eine Nummer zu groß für das Trierer Team.</p>
<p>&#8220;Ich bin kein Freund von Entschuldigungen&#8221;, so Henrik Rödl nach der Partie. &#8220;Aber heute kam Einiges zusammen. Oldenburg trifft hochprozentig und wir hatten mit einigen Verletzungssorgen zu kämpfen. Das konnten wir nicht kompensieren.&#8221; Kapitän Dojcin wurde in der Verteidigung schmerzlich vermisst. Der 35-Jährige leidet an Knieproblemen und schaute in Oldenburg nur zu. Auch die beiden Center Zirbes und Seiferth waren angeschlagen ins Spiel gegangen. Während sich Zirbes die Woche mit einem Magen-Darm-Infekt rumplagte, hatte sich Seiferth erkältet. Kein Wunder, dass beide nicht an die starken Leistungen der Vorwochen anknüpfen konnten und die TBB bei den Rebounds mit 20:39 klar das Nachsehen hatte. Bester Werfer des Spiels war Oldenburgs Adam Chubb, der auf 18 Punkte kam. Bei der TBB zeigte sich Nate Linhart mit 17 Punkten am treffsichersten.</p>
<p>Auch zum Auftakt der Rückrunde bekommt es die TBB mit einem Team aus Niedersachsen zu tun. Am kommenden Samstag um 19:30 Uhr treten die Trierer bei den New Yorker Phantoms Braunschweig an. Am Rande des Spiels hat James Washington gegenüber &#8220;basketball stream&#8221; angekündigt, dass er bei seiner Rückkehr nach Trier einen Vertrag bis zum Saisonende unterzeichnen wird.</p>
<p><em>EWE Baskets Oldenburg: Brown (17), Paulding (14), Burrell (17), Hasbrouck (14), Chubb (18), Freese (3), Smeulders (6), Bahiense de Mello (5), Sehovic (7), Razis (3), Smit (1).</em></p>
<p><em> TBB Trier: Linhart (17), Joyce (6), Saibou (0), Zwiener (7), Dojcin (), Faßler (8), Seiferth (2), Washington (5), Picard (5), Zirbes (7), Bynum (15).</em></p>
<p><em>Viertelstände: 26:22 ; 49:34; 78:59 ; 105:72</em></p>
<p><em>Zuschauer: 3148</em></p>
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		<title>Maik Zirbes, Mann ohne Nerven</title>
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		<pubDate>Mon, 02 Jan 2012 23:18:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Eric Thielen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sport & Spiel]]></category>

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		<description><![CDATA[Knisternde Spannung, wogende Emotionen, ein Mann ohne Nerven und zwei Menschen im Glück &#8211; all das durften die 4162 Zuschauer am Montagabend in der Arena erleben. Am Ende reichte der TBB ein Punkt für den 71:70-Erfolg über die Telekom Baskets Bonn. Es war der erste Sieg für Trier nach fünf Niederlagen in Folge. Damit hat [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a title="Der Mann ohne Nerven: Maik Zirbes, hier gegen seinen Bewacher Chris Ensminger, entschied das Spiel mit einem Dunking. Foto: Thewalt" href="http://www.16vor.de/wp-content/uploads/2012/01/tbb2.jpg" rel="lightbox"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-46717" src="http://www.16vor.de/wp-content/uploads/2012/01/tbb2-150x100.jpg" alt="" width="150" height="100" /></a>Knisternde Spannung, wogende Emotionen, ein Mann ohne Nerven und zwei Menschen im Glück &#8211; all das durften die 4162 Zuschauer am Montagabend in der Arena erleben. Am Ende reichte der TBB ein Punkt für den 71:70-Erfolg über die Telekom Baskets Bonn. Es war der erste Sieg für Trier nach fünf Niederlagen in Folge. Damit hat die Mannschaft von Henrik Rödl den Anschluss an die Nichtabstiegsplätze gefunden. Triers Trainer scherzte im Überschwang der eigenen Gefühle: &#8220;Im Jahr 2012 steht es eins zu null für uns, wir sind also bei 100 Prozent.&#8221; So verarbeitete der Hesse die Anspannung der letzten Wochen, in denen er gebetsmühlenartig den Glauben an seine Spieler proklamieren musste. &#8220;Nein, Spaß beiseite&#8221;, schob er dann noch nach. &#8220;Ich bin einfach nur glücklich, der heutige Sieg bedeutet auch für mich persönlich eine große Erleichterung.&#8221;<span id="more-46715"></span></p>
<p><strong>TRIER.</strong> Knapp 17 Sekunden sind in der Arena noch zu spielen. Ballbesitz für Bonn: Benas Veikalas steigt hoch, zielt, trifft. Drei Punkte für die Baskets: 69:70. Die Uhr bleibt bei acht Sekunden stehen. Ballbesitz Trier: Dru Joyce schnappt sich die Kugel, schaut, schaut wieder, der Arm zuckt aus. Zu schnell für Bonn saust das Spielgerät zu Maik Zirbes. Der spürt den Atem seines Gegners. Chris Ensminger hält die Hände nach vorne. Zirbes wuchtet den verlängerten Rücken heraus, dreht sich, hebt ab &#8211; und jagt den Ball mit einem Dunking durch den Ring. Ein Mann ohne Nerven.</p>
<p>Über die Ränge fliegt ein lang gezogenes &#8220;Jaaaaaaa!&#8221; Keinen der über 4000 Zuschauer hält es mehr auf den Sitzen. Bonn bleiben knapp zwei Sekunden. Jared Jordan mit dem Mut der Verzweiflung. Zehn Meter Distanz bis zum Korb, der US-Amerikaner legt alle Hoffnung in seinen letzten Versuch. Der Ball küsst den Ring, mehr nicht. Aus. Vorbei. Grenzenloser Jubel hier, tiefe Niedergeschlagenheit dort. Trier feiert, Bonn trauert. Der lange Zirbes herzt den kurzen Joyce. Groß waren sie beide an diesem Tag. Triers Masseur und Maskottchen Axel &#8220;Aggy&#8221; Mock gibt den Takt vor. Im &#8220;Humba Humba Täterä&#8221;, das die Spieler jetzt vor der Fankurve zelebrieren, liegen zugleich Anerkennung wie Genugtuung. &#8220;Gegen Trier kann man mal verlier&#8217;n&#8221;, schallt es zum Bonner Block hinüber. Dort herrscht Ruhe. Die Stille der Enttäuschung.</p>
<p><a title="Von ihm kam das Zuspiel für den entscheidenden Korb: Dru Joyce setzte Zirbes in Szene und bereitete so die Entscheidung vor. Foto: Thewalt" href="http://www.16vor.de/wp-content/uploads/2012/01/tbb3.jpg" rel="lightbox"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-46718" src="http://www.16vor.de/wp-content/uploads/2012/01/tbb3-100x150.jpg" alt="" width="100" height="150" /></a>Als seine Spieler feiern, sitzt Rödl auf seinem alten Stuhl nahe der eigenen Bank. Die Hände seiner Tochter liegen auf den Schultern des Vaters. Geteilte Freude ist doppelte Freude. Der Offenbacher schaut nicht hoch zu seinen Spielern. Er hat den Kopf gesenkt, die Mundwinkel hängen leicht, die Augen sind geschlossen. Es ist der Moment, in dem die ungeheure Anspannung der letzten Wochen vom Trierer Trainer abfällt. Während unweit davon die Worte aus Zirbes nur so heraussprudeln, sieht Rödl still in sich hinein. &#8220;Es war nicht mein Korb&#8221;, sagt Zirbes bescheiden, &#8220;es war der Korb von Dru.&#8221; Er habe nur getan, was getan werden musste. &#8220;Ich wusste nicht, wohin mit dem Ball, also hab&#8217; ich ihn einfach versenkt.&#8221; So einfach ist das, wenn es sein muss.</p>
<p>&#8220;Dass wir das Spiel so gewonnen haben, mit einem Dunking von Maik, ist natürlich sehr nett&#8221;, sagte Rödl später, als er wieder der nüchterne Pragmatiker ist. &#8220;Die Mannschaft ist stabil, wir sind wieder zurückgekommen, und diesmal haben wir das Spiel sogar gedreht.&#8221; Er habe trotz der Misserfolge der letzten Wochen nie den Glauben an seine Spieler verloren. &#8220;Heute haben sie sich selbst belohnt, und dieser Sieg ist sehr wichtig für uns, für unser Selbstvertrauen, für die Mannschaft, für den ganzen Verein&#8221;, betonte Triers Trainer. Kollege Michael Koch konnte nur gratulieren: &#8220;Wir haben das Spiel am Ende ganz alleine verloren, aber Glückwunsch an Trier, das nie aufgesteckt hat&#8221;, sagte der Bonner Trainer.</p>
<p>Natürlich war Trier hochgradig vorgewarnt, weil Bonn am letzten Spieltag Alba Berlin in dessen eigener Halle die erste Heimniederlage der Saison beigebracht hatte. Die Rheinländer, die fulminant in die neue Saison gestartet waren und zwischenzeitlich sogar die Tabellenspitze erobern konnten, haben ihre jüngste Schwächephase spätestens mit dem Sieg in der Hauptstadt beendet. Allerdings mussten sie in Trier auf einen ihrer wichtigsten Spieler verzichten. Der Serbe Zvonko Buljan hatte sich in der Partie gegen Alba zu einer Tätlichkeit gegen Sven Schultze hinreißen lassen. Zwei Spiele Sperre muss Buljan dafür absitzen.</p>
<p>Doch auch ohne den Serben zeigte Bonn, warum es so lange in der vorderen Tabellenregion mitgemischt hatte. Ähnlich wie Rödl lässt auch Koch ein aggressives Basketball spielen – die konsequente Verteidigung als Grundlage für Erfolge. Unter dem eigenen Korb wird mit Haken und Ösen weggeräumt, was sich bewegt. Keinen Zentimeter Luft gönnen die Bonner ihren Gegenspieler. Da fällt es schwer, überhaupt in die gefährliche Zone zu kommen. Der knappe Unterschied von einem Punkt nach dem ersten Viertel (14:15) aber manifestierte sich ohnehin nicht am Brett, sondern an der Distanzlinie. Wo Bonn dreimal traf, ging Trier bei drei Versuchen leer aus.</p>
<p>Was dort fehlte, glich die TBB mit Einsatz und Leidenschaft aus. Kein Ball wurde verloren gegeben, in jeder Situation wurde hartnäckig gerungen. Selbst die inzwischen fünf Niederlagen in Folge mit dem Sturz auf einen Abstiegsplatz rissen nicht am Trierer Nervenkostüm. Rödl hat seinen Männern das Gen des dauerhaften Glaubens eingeimpft: Komme es, wie es wolle, Trier glaubt an sich und seine Chancen. &#8220;Und sie spielen eine erstklassige Verteidigung&#8221;, lobte Koch die Arbeit seines alten Weggefährten Rödl. &#8220;Die gehört zu den besten der gesamten Liga.&#8221;</p>
<p>So bearbeiteten sie Bonn, so holten sie im zweiten Viertel Punkt um Punkt. Die Rheinländer zeigten die strukturvollere Spielanlage, ohne dass in ihrem System viel zusammenlief. Trier aber fuhr dazwischen, wo sich die Gelegenheit bot. Das machte sich vor allem in der Rebound-Quote bemerkbar. Trotz der Defizite in der Verwertung bekam die TBB immer wieder ihre zweite, wenn nicht sogar dritte Möglichkeit auf den nächsten Ball. Das brachte die 34:30-Führung zur Pause. Acht Offensiv-Rebounds gegenüber vier bei Bonn machten den Unterschied.</p>
<p>Hinzu kam, dass Spielmacher Joyce heuer ungleich größere Freiheiten genoss, als zuletzt in Tübingen. Dort hatten ständig zwei Gegner wie die Kletten an ihm geklebt. Gegen Bonn konnte der US-Amerikaner seine Stärken wieder ausspielen, seine Mitspieler in Szene setzen und auch selbst auf Korbjagd gehen. Acht Punkte bis zum Seitenwechsel waren eine Hausnummer für Joyce. Das allein zeigte, wie wichtig er für die TBB ist. &#8220;Dru hat heute phantastisch gespielt&#8221;, sagte auch Zirbes. &#8220;Und wie wir heute gespielt und gewonnen haben, gibt uns sehr viel Motivation für die nächsten Wochen.&#8221;</p>
<p><a title="Als er mit seinem fünften Foul gehen musste, begann das große Zittern: Nate Linhart machte auch gegen Bonn ein großes Spiel. Foto: Thewalt" href="http://www.16vor.de/wp-content/uploads/2012/01/tbb1.jpg" rel="lightbox"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-46719" src="http://www.16vor.de/wp-content/uploads/2012/01/tbb1-100x150.jpg" alt="" width="100" height="150" /></a>Noch aber blieben die Baskets im Spiel, weil sie ihre wenigen Möglichkeiten konsequent nutzen. Trier schaffte es nicht, den Vorsprung auszubauen. Bonn aber blieb konstant bei vier bis sechs Punkten Rückstand. Selbst das technische Foul gegen Simonas Serapinas brachte der TBB nicht den erhofften Befreiungsschlag. Im Gegenteil: Der ehemalige Meister war jetzt gereizt. Veikalas knallte zwei Bälle aus der Distanz durch den Ring. So schnell kann es gehen. Aus der Sechs-Punkte-Führung der TBB wurde ein Drei-Zähler-Rückstand am Ende des dritten Viertels. Bonn hatte die Stärken des Gegners im Stil einer echten Spitzenmannschaft gekontert. Koch zürnte später mit dem Schlendrian seiner Spieler: &#8220;Wir hatten das Spiel im Griff und hätten es nur clever über die Zeit bringen müssen.&#8221;</p>
<p>Zur Hypothek für Trier wurde auch, dass Rödl einen seiner Besten nur noch sporadisch einsetzen konnte. Nate Linhart war schon früh mit vier Fouls belastet, sein Fehlen aber machte sich eklatant bemerkbar, weil Trier schlicht die Tiefe auf der Bank fehlt. Wie wichtig der US-Amerikaner inzwischen für das Spiel der TBB ist, wurde Mitte des Schlussabschnitts deutlich. Linhart holte seine Mannschaft bei sechs Punkten Rückstand (56:62) mit einem Dreier zurück ins Spiel.</p>
<p>Rödl ging jetzt volles Risiko. Er ließ Linhart auf dem Feld. Der Mut des Offenbachers wurde belohnt. Mit dem Amerikaner eroberte Trier sich die Führung zurück &#8211; zum 68:67. James Washington holte einen weiteren Punkt. Das große Zittern auf den Rängen begann, als Linhart eine Minute vor Schluss mit seinem fünften Foul gehen musste.</p>
<p>Bis Joyce und Zirbes im Duett kamen. Der Lange mit dem Kleinen &#8211; und beide ganz groß an diesem Tag…</p>
<p><em>TBB Trier: Linhart (5), Joyce (16), Saibou, Zwiener (8), Dojcin (9), Faßler, Seiferth (2), Washington (9), Picard, Zirbes (16), Bynum (6).</em></p>
<p><em>BBO Telekom Baskets Bonn: Serapinas (10), Ensminger (12), Veikalas (18), Mangold (3), Thülig, Jordan (9), Hain, Gaffney (4), Battle (14), Wohlfarth-Bottermann.</em></p>
<p><em>Viertelstände: 14:15; 34:30; 47:50; 71:70<br />
</em></p>
<p><em>Zuschauer: 4162</em></p>
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		<title>Zu viele Chancen vergeben</title>
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		<pubDate>Sat, 31 Dec 2011 07:48:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>16vor</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sport & Spiel]]></category>

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		<description><![CDATA[Fünfte Niederlage in Serie für die TBB in Tübingen: Damit bleibt Trier auf dem vorletzten Tabellenplatz. Während die Tübinger Spieler nach dem 85:65 (41:31) gestern Abend mit ihren Fans feierten, verschwanden die Gäste rasch in der Kabine. Trainer Henrik Rödl stand mit hängendem Kopf sinnierend in den Katakomben. &#8220;Wir haben heute sehr, sehr viele leichte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a title="John Bynum erzielte in Tübingen neun Punkte für die TBB. Foto: Heiko Schmitz" href="http://www.16vor.de/wp-content/uploads/2011/12/TubingenTBB67.jpg" rel="lightbox"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-46668" title="John Bynum erzielte in Tübingen neun Punkte für die TBB. Foto: Heiko Schmitz" src="http://www.16vor.de/wp-content/uploads/2011/12/TubingenTBB67-99x150.jpg" alt="" width="99" height="150" /></a>Fünfte Niederlage in Serie für die TBB in Tübingen: Damit bleibt Trier auf dem vorletzten Tabellenplatz. Während die Tübinger Spieler nach dem 85:65 (41:31) gestern Abend mit ihren Fans feierten, verschwanden die Gäste rasch in der Kabine. Trainer Henrik Rödl stand mit hängendem Kopf sinnierend in den Katakomben. &#8220;Wir haben heute sehr, sehr viele leichte Chancen unter dem Korb ausgelassen&#8221;, sagte der Offenbacher wenig später.<span id="more-46667"></span></p>
<p><strong>TÜBINGEN</strong>. Dem Unverständnis folgt erst die Wut, dann die Auswechslung. Maik Zirbes hat gegen Ende des zweiten Viertels Tübingens Pavelas Cukinas unter dem gegnerischen Korb weggeschoben. So sahen es zumindest die Schiedsrichter. Das passte dem Trierer Center gar nicht – und das brachte er auch laut zum Ausdruck. Zu laut für das Schiedsrichtergespann, das ihm dafür zusätzlich ein Technisches Foul aufbrummt. Es ist Zirbes viertes Foul, Trainer Rödl wechselt ihn aus. &#8220;Das darf nicht passieren&#8221;, sagte Rödl dann nach der Niederlage. Es war eine Szene die exemplarisch war für die Trierer Vorstellung in Tübingen.</p>
<p>Trier begann konfus. Zirbes entschied den Sprungball zwar für sich, doch dann dominierte erstmal Tübingen. Vier Ballverluste unterliefen der TBB in den ersten drei Minuten. Dann lief auch noch die 24-Sekunden-Uhr ab, ohne dass der Ball den Ring berührte. Tübingen nutzte die Trierer Unzulänglichkeiten zu einer 6:0-Führung. Erst nach knapp dreieinhalb Minuten machte Philip Zwiener den ersten Korb für den TBB. Dann lief’s auf einmal: Erneut Zwiener und Nate Linhart glichen zum 6:6 aus.</p>
<p>Nach knapp sechs Minuten brachte Dru Joyce Trier erstmals in Führung (10:8). Tübingens Trainer Igor Perovic war das zu viel. Er nahm eine Auszeit. Doch das half wenig: Reggie Redding foulte John Bynum im Angriff. Kurz darauf vergab erneut Redding die Möglichkeit auf ein Drei-Punkt-Spiel. Zirbes traf zum 12:10, Redding glich postwendend aber aus. Nach einem Dreier von Josh Young und zwei Punkten von Vaughn Duggins führte Tübingen 17:14. Adnan Hodzic sorgte mit seinen Freiwürfen für den 19:14-Zwischenstand zur Viertelpause.</p>
<p>Im zweiten Durchgang fand Trier zunächst wieder keine Mittel gegen die aggressive Tübinger Verteidigung. Ruben Spoden baute die Führung der Schwaben auf 24:14 aus. Triers Auszeit zeigte keine Wirkung. Zirbes stand länger als drei Sekunden in der Zone. Vaughn Duggins punktete dreifach zum 27:14. Nach dreieinhalb Minuten im zweiten Durchgang traf Zirbes dann per Freiwurf wieder mal für Trier. James Washingtons Korbleger im zweiten Versuch zum 17:28 hielt den Abstand für Trier in Grenzen. Zirbes&#8217; brachialer Dunk zum 23:30 nach einem Fehlpass von Tübingens Vaughn Duggins schürte neue Hoffnung bei den 150 mitgereisten TBB-Fans. Joyce brachte Trier auf 26:31 heran. Doch zweimal Nash baute die Tübinger Führung wieder aus (35:26).</p>
<p>Dann folgte die Szene mit dem Technischen Foul gegen Zirbes. Im Gegenzug foulte aber auch Tübingens Josh Young nach einem Ballverlust, die Heimmannschaft hätte sich über ein Unsportliches Foul nicht beschweren dürfen. Mit 41:31 ging es in die Pause.</p>
<p><a href="http://www.unikoerper.de/" target="_blank"><img class="alignnone size-full wp-image-44779" title="Werbung" src="http://www.16vor.de/wp-content/uploads/2011/11/Unikoerper_cover_web.jpg" alt="" width="150" height="188" /></a>Dabei hatte Trier noch Glück gehabt: Tübingen präsentierte sich in der ersten Hälfte an der Freiwurf-Linie in miserabler Form: Nur zwölf von 21 Versuchen landeten im Korb. Die TBB enttäuschte dagegen mit einer schwachen Wurf-Quote aus dem Feld: Nur 42 Prozent der Versuche waren erfolgreich. Aus der Distanz war es noch schlimmer: Alle drei Dreier-Versuche verfehlten den Korb.</p>
<p>In die zweiten 20 Minuten startete Trier zunächst besser: Andreas Seiferth, der nun für Zirbes startete, gelang der erste Korb. Doch Campbell antwortete rasch mit einem Dreier aus gut neun Metern zum 44:35. Seiferth baute sein Punktekonto in den ersten fünfeinhalb Minuten aber auf sieben Zähler aus – und verkürzte so den Abstand auf nur noch sechs Punkte (48:42). Duggins und Nicolai Simon trafen jedoch anschließend per Dreier für Tübingen, Ruben Spoden legte nach zum 58:44 – die Partie schien entschieden.</p>
<p>Rödl versuchte mit einer Auszeit, das Tempo aus dem Tübinger Spiel zu nehmen. Doch das Gegenteil passierte: Joyce verlor den Ball an Tübingens Young und beging dann ein Unsportliches Foul. Young traf beide Freiwürfe zum 60:44. Erneut Young traf mit der Sirene am Ende des dritten Durchgangs zum 64:51.</p>
<p>Im letzten Abschnitt brachte John Bynum mit einem Drei-Punkte-Spiel Trier wieder auf zehn Zähler heran. Zirbes kam zurück aufs Parkett, hatte bei seinen Korblegern allerdings wenig Glück. Redding blockte ihn gar. Auch die Trierer Press-Verteidigung half wenig.</p>
<p>Das Spiel wurde nun hektischer, doch Tübingens Young behielt die Ruhe und traf aus der Distanz zum 71:57. Linhart gelang fünf Minuten vor Ende der erste Dreier für Trier (60:71). Und dann flutschte es plötzlich: Oskar Faßler tat es ihm gleich und verkürzte zum 63:71. Tübingens Trainer Perovic nahm nun eine Auszeit. Doch Trier drehte auf. Plötzlich waren es nur noch sechs Punkte, als Zirbes seine Freiwürfe zum 65:71 verwandelte. Doch Zwieners Wurf kurz darauf sprang wieder aus dem Korb heraus – und Hodzics Drei-Punkte-Spiel zum 74:65 erstickte die Trierer Hoffnungen. Am Ende siegte Tübingen mit 85:65.</p>
<p>Auch für Dru Joyce war es diesmal nichts in Tübingen: Zum vierten Mal dribbelte der Spielmacher in der Tübinger Arena. Zum ersten Mal verlor er. In Tübingen war er sowohl zweimal mit Ulm als auch vergangene Saison mit Trier Topscorer. Diesmal reichte es nicht: Mehr als vier Punkte waren nicht drin für den 26-Jährigen. Immerhin kam er auf sieben Vorlagen. Trainer Rödl war nicht zufrieden mit seiner Leistung: &#8220;Insgesamt kann man von ihm mehr erwarten.&#8221;</p>
<p>Entsprechend verdient war der Tübinger Sieg in Rödls Augen – wenn letztlich auch zu hoch: &#8220;Am Ende 20 Punkte Unterschied – das ist für uns sehr enttäuschend.&#8221; Das sah auch sein Tübinger Kollege Igor Perovic so: &#8220;20 Punkte sind zu viel.&#8221; Perovic lobte Triers Defensive: &#8220;Da sind sie für mich vielleicht die beste Mannschaft der Liga.&#8221;</p>
<p><strong>Vincent Meissner<br />
</strong><br />
<em>Walter Tigers Tübingen: Josh Young (16), Vaughn Duggins (14), Tyrone Nash (11), Adnan Hodzic (9), Reggie Redding (8), Pavelas Cukinas (8), Louis Campbell (7), Ruben Spoden (6), Nicolai Simon (4), Julian Albus (2).</em></p>
<p><em>TBB Trier: Nate Linhart (13), Philip Zwiener (11), Andreas Seiferth (9), John Bynum (9), Maik Zirbes (9 Punkte), James Washington (7), Dru Joyce (4), Oskar Faßler (3), Dragan Dojcin (ohne Punkte).</em></p>
<p><em>Viertelstände: 19: 14; 41:31; 64:51; 85:65.</em></p>
<p><em>Zuschauer: 3132 (ausverkauft)</em></p>
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		<title>&#8220;Für einen Totgesagten war das gut&#8221;</title>
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		<pubDate>Fri, 30 Dec 2011 22:37:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Eric Thielen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sport & Spiel]]></category>

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		<description><![CDATA[Mit einer wahren Energieleistung hat die DJK/MJC Trier am Freitagabend das erste von voraussichtlich zwei Abstiegsduellen gewonnen. Die Miezen siegten letztlich hochverdient und souverän gegen den SVG Celle mit 28:24 (16:14) Toren. Damit verlässt die DJK den Abstiegsplatz in der Handball-Bundesliga der Frauen. Alleiniges Schlusslicht ist jetzt Celle. Die Trierer Fans unter den 1800 Zuschauern [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a title="Glück! Dago Leukefeld genießt die Sekunde des Triumphes, während seine Spielerinnen ausgelassen jubeln. Foto: Daniel Prediger" href="http://www.16vor.de/wp-content/uploads/2011/12/20111230MJC-Celle13.jpg" rel="lightbox"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-46658" src="http://www.16vor.de/wp-content/uploads/2011/12/20111230MJC-Celle13-150x100.jpg" alt="" width="150" height="100" /></a>Mit einer wahren Energieleistung hat die DJK/MJC Trier am Freitagabend das erste von voraussichtlich zwei Abstiegsduellen gewonnen. Die Miezen siegten letztlich hochverdient und souverän gegen den SVG Celle mit 28:24 (16:14) Toren. Damit verlässt die DJK den Abstiegsplatz in der Handball-Bundesliga der Frauen. Alleiniges Schlusslicht ist jetzt Celle. Die Trierer Fans unter den 1800 Zuschauern in der Arena waren vom Auftritt ihrer Mannschaft restlos begeistert. Trainerwechsel, Finanzkrise und Negativschlagzeilen &#8211; nichts war davon auf dem Parkett zu bemerken. &#8220;Wir wollten die Probleme in den 60 Minuten einfach ausblenden&#8221;, sagte eine sichtlich erleichterte Silvia Solic, &#8220;das ist uns gelungen.&#8221; Von der ersten Minute an habe die Mannschaft gezeigt, dass sie das Spiel gewinnen wolle. &#8220;Und dieser Sieg tut so etwas von verdammt gut, das kann sich kaum jemand vorstellen&#8221;, frohlockte die Trierer Kapitänin.<span id="more-46656"></span></p>
<p><strong>TRIER.</strong> &#8220;Na also, geht doch!&#8221;, murmelt Heinz Rühmann in seiner Paraderolle als legendärer Hauptmann von Köpenick. &#8220;Na also, geht doch&#8221;, wird sich am Freitagabend auch Interimstrainer Dago Leukefeld gedacht haben. Im Gegensatz zum Schuster Wilhelm Voigt brauchte der Thüringer allerdings keinen Säbel, keinen Offiziersrock und keine schimmernden Epauletten, um seinen Frauen Beine zu machen. Die liefen nämlich an diesem für die Miezen so erfolgreichen Abend ganz von selbst. Folglich konnte auch Leukefeld frohlocken: &#8220;Ich bin einfach nur froh, dass wir dieses Spiel gewonnen haben.&#8221; Seine verbale Verbeugung galt nicht nur seinen Spielerinnen, sondern auch den Rängen: &#8220;Ich kann mich bei diesem phantastischen Publikum nur für die Unterstützung bedanken.&#8221;</p>
<p>Während Leukefeld auf seinem kleinen Hocker mitten auf dem Feld der weiten Arena seine Analyse abgab, genoss ein anderer den Triumph mit stiller Genugtuung. Immer wieder schaute Jürgen Brech zu den Plätzen hinauf, die Stimme heiser, das Hemd durchschwitzt, die Haare vom vielen Raufen während der Anspannung von knapp zwei Stunden wirr und wild. &#8220;Ich muss jetzt erstmal &#8216;runterkommen&#8221;, krächzte der Miezen-Vorstand mit Entzückung. &#8220;Der Frauenhandball in Trier ist nicht tot, wie das in der Zeitung in dieser Woche geschrieben wurde&#8221;, sagte er gegenüber <em>16vor</em>. &#8220;Für einen Totgesagten war das heute nämlich gut &#8211; mit fast 2000 Zuschauern und dem Sieg unter diesen Voraussetzungen.&#8221; Brechs Blick ging in die nahe Zukunft. &#8220;Ich hoffe jetzt einfach, dass die Sponsoren und Geldgeber sehen, welche Arbeit wir hier leisten, und dass die vom Publikum auch honoriert wird.&#8221;</p>
<p><a title="Einschlag! Jasmin Kukic-Radojicic erzielt einen ihrer insgesamt neun Treffer. Foto: Daniel Prediger" href="http://www.16vor.de/wp-content/uploads/2011/12/20111230MJC-Celle3.jpg" rel="lightbox"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-46659" src="http://www.16vor.de/wp-content/uploads/2011/12/20111230MJC-Celle3-150x100.jpg" alt="" width="150" height="100" /></a>Wo Fußballer und andere Profisportler angesichts ausgebliebener Gehälter längst kapituliert hätten, spielten die Miezen heuer so, als wäre für den Sieg über Celle sogar eine Sonderprämie zu erwarten. Deutlich sichtbar war allerdings die Nervosität auf beiden Seiten. Celle kam anfangs damit besser zurecht. Trier hingegen hatte vor allem gegen den Rückraum der Norddeutschen seine Probleme. Renee Verschuren und Natasja Antonewitch kamen zunächst gegen die flatterhafte Deckung der Miezen zu leicht zum Wurf. Die Abstimmung in der Trierer Verteidigung stimmte nicht. &#8220;Natürlich waren wir nervös&#8221;, räumte Leukefeld ein. &#8220;Aber das war ja bei der Konstellation auch verständlich. Schließlich ging es hier für beide Mannschaften um sehr, sehr viel.&#8221;</p>
<p>Als die überragende Jasmin Kukic-Radojicic nach zwölf Minuten Trier mit 9:8 in Führung warf, war der Bann gebrochen. Zuvor war es ein Hin und Her gewesen, jetzt aber hatten sich die Miezen den Gegner endgültig passend zurecht gelegt. Celle wirkte fahrig, während bei Trier die Schnelligkeit zunahm. Es war beileibe kein gutes Spiel, aber das war im Kampf der beiden noch sieglosen Mannschaften auch kaum zu erwarten gewesen. &#8220;Wir konnten dieses Spiel nur über unseren Kampfgeist gewinnen, nicht mit Schönspielen&#8221;, sagte Silvia Solic. Die Trierer Kapitänin ging mit leuchtendem Beispiel voran. Trotz Verletzung ließ sie sich immer wieder einwechseln, motivierte, monierte und führte. Auf der Bank sprach Leukefeld geradezu beschwörend auf seine Spielerinnen ein. Mit erhobenem Zeigefinger, Gesicht an Gesicht, gab der Thüringer seine taktischen Anweisungen.</p>
<p>Sie hörten zu, sie folgten, und das zahlte sich aus. Trier spielte, Trier kämpfte, während Celle sukzessive abbaute. Beim 16:14 zur Pause war die Begegnung zwar noch keineswegs entschieden. Doch die Tendenz war klar, weil die Miezen auch körperlich mehr zuzusetzen hatten. Obendrein kamen die schwachen Leistungen der Celler Torfrauen den Triererinnen zupass. Viele leichte Würfe der Miezen fanden ihr Ziel. Auf der Gegenseite aber parierte Sladjana Dieric auch in schwierigen Situationen. Folgerichtig baute Trier nach dem Wechsel seinen Vorsprung aus. Als Celle sieben Minuten vor Schluss den 26. Gegentreffer kassierte und zudem Desiree Comans mit Zwei-Minuten-Strafe verlor, war das Spiel entschieden.</p>
<p>&#8220;Natürlich muss man im Handball immer mit allem rechnen&#8221;, sagte Solic. &#8220;Aber zu diesem Zeitpunkt war ich mir sicher, dass wir das Spiel gewinnen.&#8221; Ihr selbst blieb es vorbehalten, die beiden letzten Trierer Tore zu erzielen. Eifrig schrieb auch die Spielführerin nach dem verdienten 28:24-Erfolg Autogramme für die kleinen Fans. &#8220;Was jetzt noch kommt, werden wir sehen, jetzt bin ich einfach nur froh, dass wir die beiden wichtigen Punkte geholt haben.&#8221;</p>
<p><a title="Freude! Ausgelassen feierten die Miezen ihren Sieg über Celle nach der Schlusssirene. Foto: Daniel Prediger" href="http://www.16vor.de/wp-content/uploads/2011/12/20111230MJC-Celle15.jpg" rel="lightbox"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-46660" src="http://www.16vor.de/wp-content/uploads/2011/12/20111230MJC-Celle15-150x100.jpg" alt="" width="150" height="100" /></a>Damit lag Solic auf einer Ebene mit Brech: &#8220;Ich habe es ja schon einmal gesagt: Wir müssen jetzt den Weg der kleinen Schritte gehen &#8211; in der Trainerfrage wie bei den Finanzen.&#8221; Planen muss der Vorstand der Miezen aber definitiv ohne Leukefeld. Denn für den Interimstrainer war das Spiel gegen Celle eine einmalige Aktion auf der Trierer Bank. &#8220;Ich habe anderweitige Verträge, die ich erfüllen muss&#8221;, betonte der Thüringer. Vieles deutet &#8211; <a href="http://www.16vor.de/index.php/2011/12/28/happe-geht-leukefeld-soll-kommen/" target="_blank">wie von <em>16vor</em> bereits berichtet</a> &#8211; auf Elena Vereschako hin, die frühere Trainerin der zweiten Mannschaft.</p>
<p>&#8220;Darüber werden wir uns in den nächsten Tagen Gedanken machen&#8221;, erklärte Brech. Das gilt dann auch für die Finanzsituation des Vereins. Denn nach Informationen von <em>16vor</em> sind die von Manager Martin Rommel für den letzten Mittwoch avisierten 100.000 Euro, mit denen ein Teil der offenen Forderungen beglichen werden sollten, bisher noch nicht eingegangen. &#8220;Aber ich hoffe eben, dass die Sponsoren uns nach dem heutigen Sieg unterstützen, weil der Frauenhandball in Trier eben nicht tot ist, wie bereits prognostiziert wurde&#8221;, betonte Brech.</p>
<p><em>DJK/MJC Trier: Monz, Kockler, Dieric &#8211; Wilamowska (5), Vojcic (5/1), Zelmel (1), Premm (1), Vallet (2), Arnosova, Derbach (5), Kukic-Radojicic (9/3), Lennartz, Rost (2), Solic (2).</em></p>
<p><em>SVG Celle: Tanaka, Grimm &#8211; Comans (5), Geier, Lehnhoff, Verschuren (5), Antonewitch (6), Schulz E., Arens, Vasilescu (3), Meomartino (2), Loest, Schulz K. (2), Büttner (1).</em></p>
<p><em>Schiedsrichter: Immel/Klein</em></p>
<p><em>Zuschauer: 1800</em></p>
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		<title>Leukefeld Trainer für ein Spiel</title>
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		<pubDate>Wed, 28 Dec 2011 17:56:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Eric Thielen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sport & Spiel]]></category>

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		<description><![CDATA[Wie von 16vor vorab berichtet, springt Dago Leukefeld nach dem Rücktritt des bisherigen Trainers Thomas Happe als Interimscoach bei den Trierer Miezen ein. Allerdings wird der 48-jährige Thüringer den Verein nur für ein Spiel betreuen &#8211; am Freitagabend beim Abstiegsgipfel gegen Celle in der Arena (19.30 Uhr). &#8220;Es ist ganz klar abgemacht, dass ich nur [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a title="Zurück an alter Wirkungsstätte: Dago Leukefeld am Mittwochabend vor seinem ersten Training mit den Miezen in der Wolfsberghalle. Foto: Eric Thielen" href="http://www.16vor.de/wp-content/uploads/2011/12/miezen.jpg" rel="lightbox"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-46576" src="http://www.16vor.de/wp-content/uploads/2011/12/miezen-150x103.jpg" alt="" width="150" height="103" /></a>Wie von <em>16vor</em> <a href="http://www.16vor.de/index.php/2011/12/28/happe-geht-leukefeld-soll-kommen/" target="_blank">vorab berichtet</a>, springt Dago Leukefeld nach dem Rücktritt des bisherigen Trainers Thomas Happe als Interimscoach bei den Trierer Miezen ein. Allerdings wird der 48-jährige Thüringer den Verein nur für ein Spiel betreuen &#8211; am Freitagabend beim Abstiegsgipfel gegen Celle in der Arena (19.30 Uhr). &#8220;Es ist ganz klar abgemacht, dass ich nur für dieses eine Spiel aushelfe&#8221;, sagte Leukefeld am Mittwochabend gegenüber <em>16vor</em>. Danach werde er dem Verein beratend bei der Suche nach einem neuen Trainer zur Seite stehen. Am frühen Abend leitete Leukefeld bereits das Training der Miezen in der Wolfsberghalle.<span id="more-46575"></span></p>
<p><strong>TRIER.</strong> &#8220;Es ist selbstverständlich, dass ich dem Verein in dieser schwierigen Situation helfe&#8221;, betonte der Meistertrainer der Miezen von 2003. Beide Seiten hätten sich gegenseitig viel zu verdanken. &#8220;Die Miezen haben von Leukefeld profitiert, Leukefeld aber auch von seiner Zeit in Trier&#8221;, so der Thüringer. Der Kontakt an die Mosel sei nie abgerissen. &#8220;Ich bin vielen Menschen hier immer noch sehr verbunden.&#8221;</p>
<p>Zum umstrittenen Miezen-Manager Martin Rommel und seinem Abschied 2004 aus Trier sagte Leukefeld: &#8220;Es ist richtig, dass ich mit Martin Rommel nicht in allen Dingen gut auseinander gegangen bin, aber ich habe auch nicht im Bösen Abschied genommen.&#8221; Ohne Rommel seien die Erfolge der Vergangenheit, wie etwa der Meistertitel von 2003, nicht möglich gewesen. Die anschließende Entwicklung des Vereins habe Rommel dann allerdings nicht mehr im Griff gehabt. &#8220;Aber er hat auch viel richtig gemacht&#8221;, betonte der Thüringer.</p>
<p>Jetzt gehe es primär darum, die Miezen in der Bundesliga zu halten. &#8220;Wenn Trier mit seinem Leistungszentrum auch noch ein weißer Fleck auf der Landkarte des deutschen Frauenhandballs wird, na dann gute Nacht&#8221;, so Leukefeld. &#8220;Ich werde alles dafür tun, damit wir das Spiel am Freitagabend gewinnen.&#8221; Die Chancen für einen Trierer Sieg bezifferte der 48-Jährige mit &#8220;50 zu 50&#8243;.</p>
<p>Miezen-Vorstand Jürgen Brech erhofft sich von der kurzfristigen Verpflichtung Leukefelds auch einen Schub für die Mannschaft. &#8220;Das Spiel gegen Celle ist sicher wegweisend, aber noch nicht entscheidend&#8221;, so Brech gegenüber<em> 16vor</em>. Nach dem Rücktritt von Thomas Happe sei es zunächst einmal um Soforthilfe gegangen. &#8220;Ich mache Thomas keine Vorwürfe, dass er angesichts der finanziellen Situation so gehandelt hat&#8221;, sagte Brech. &#8220;Schließlich muss er von seinem Trainerjob leben.&#8221; Über den Freitagabend hinaus will Brech nicht denken. &#8220;Wir müssen jetzt erst einmal den Weg der kleinen Schritte gehen. Nach dem Spiel gegen Celle sehen wir weiter.&#8221; Bei den kommenden Entscheidungen werde man auf die Hilfe Leukefelds bauen. &#8220;Er wird uns mit seiner Erfahrung und seinen Kontakten unterstützen&#8221;, so Brech.</p>
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		<title>Happe geht, Leukefeld soll kommen</title>
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		<pubDate>Wed, 28 Dec 2011 14:14:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Eric Thielen</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Rücktritt des Trainers, angekündigter Rückzug des Vorstandes und ausstehende Gehälter: Zwei Tage nach Weihnachten und kurz vor dem wichtigen Ligaspiel gegen Celle am Freitagabend brennt bei den Trierer Miezen der Baum. Seit September warten Thomas Happe und die Spielerinnen auf ihre Gehälter. Am Dienstagabend zog Happe die Konsequenz und trat als Trainer zurück. &#8220;Es geht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a title="Thomas Happe (links neben Co-Trainer Stefan Premm) hat die Reißleine gezogen. Der ehemalige MJC-Trainer klagte bereits einmal auf ausstehende Gehälter. Foto: DJK/MJC Trier" href="http://www.16vor.de/wp-content/uploads/2011/02/trainer.jpg" rel="lightbox"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-36197" title="Thomas Happe (links neben Co-Trainer Stefan Premm) hat die Reißleine gezogen. Der ehemalige MJC-Trainer klagte bereits einmal auf ausstehende Gehälter. Foto: DJK/MJC Trier" src="http://www.16vor.de/wp-content/uploads/2011/02/trainer-150x100.jpg" alt="" width="150" height="100" /></a>Rücktritt des Trainers, angekündigter Rückzug des Vorstandes und ausstehende Gehälter: Zwei Tage nach Weihnachten und kurz vor dem wichtigen Ligaspiel gegen Celle am Freitagabend brennt bei den Trierer Miezen der Baum. Seit September warten Thomas Happe und die Spielerinnen auf ihre Gehälter. Am Dienstagabend zog Happe die Konsequenz und trat als Trainer zurück. &#8220;Es geht einfach nicht mehr&#8221;, sagte der gebürtige Dortmunder gegenüber <em>16vor</em>. Zudem hat Vorstand Martin Rommel laut seinem Vorstandskollegen Jürgen Brech in der letzten Mitgliederversammlung seinen Rückzug zum Saisonende angekündigt. Während Happe auf dem Weg zum Anwalt ist, steht Brech in Verhandlungen mit einem neuen Trainer. Nach unseren Informationen soll der Meistermacher der Miezen, Dago Leukefeld, nach Trier zurückkehren.<span id="more-46554"></span></p>
<p><strong>TRIER.</strong> Vieles, wenn nicht gar alles fokussiert sich dieser Tage auf die Person von Martin Rommel. Zwischen dem langjährigen Vorstand des Vereins und Trainer Thomas Happe ist das Tischtuch längst zerschnitten. Von Sponsoren soll der Rücktritt Rommels gefordert worden sein, die offiziellen Verlautbarungen sprechen von &#8220;strukturellen Veränderungen&#8221;. Jahrelang konnte der mächtige Mann bei den Trierer Miezen nach Belieben schalten und walten – oft mit Rückendeckung lokaler Medien. Als <em>16vor</em> im <a href="http://www.16vor.de/index.php/2011/02/07/miezen-warten-nicht-nur-auf-den-erfolg/" target="_blank">Februar 2001 über ausstehende Gehälter bei den Miezen berichtete</a>, bekam die nach außen heile Welt des Vereins erstmals Risse. Ende Februar 2011 <a href="http://www.16vor.de/index.php/2011/02/24/nur-die-spitze-des-eisberges/" target="_blank">berichtete <em>16vor</em> weiter</a> über versäumte Mitgliederversammlungen und über die Klage Happes vor dem Trierer Arbeitsgericht.</p>
<p>Scheibchenweise kommen jetzt neue Fakten ans Licht. Seit September wurden keine Gehälter mehr bezahlt, rund 150.000 Euro fehlen in der laufenden Saison zur Etatdeckung. Immer wieder wurden Spielerinnen und Trainer von Rommel beschwichtigt. Happe findet dazu klare Worte. &#8220;Wir sind ständig belogen worden!&#8221; Der ehemalige Nationalspieler hat für sich jetzt die Konsequenzen gezogen und ist zurückgetreten. &#8220;Unter diesen Voraussetzungen ist eine leistungsorientierte Arbeit nicht mehr möglich&#8221;, erklärte Happe gegenüber<em> 16vor</em>.</p>
<p>Um zu retten, was noch zu retten ist, erläuterte Rommels Vorstandskollege Jürgen Brech die prekäre Situation der Miezen Anfang Dezember bei einem Gespräch in Koblenz bei der Lotto-Stiftung. Unmissverständlich wurde Brech in der Runde – an der auch Triers Oberbürgermeister Klaus Jensen, der Vizepräsident des Handballverbandes Rheinland, Herbert Schuhmacher, sowie ein Vertreter des Innenministeriums teilnahmen –, klar gemacht, dass man die Hilfe für die Miezen von Veränderungen in der Vereinsstruktur abhängig mache. Das bestätigte Jensen gegenüber <em>16vor</em>. &#8220;Ja, es wurden strukturelle Veränderungen angemahnt&#8221;, sagte der OB. &#8220;Das betrifft in erster Linie die Satzung des Vereins.&#8221; Über weitere Hilfe für die Miezen, auch von städtischer Seite, sei noch nicht entschieden, so Jensen.</p>
<p>Im Klartext heißt das: Es geht nur noch ohne Rommel. &#8220;Martin Rommel hat bei der letzten Mitgliederversammlung angekündigt, am Ende der Saison sein Amt zur Verfügung zu stellen&#8221;, sagte Brech am Mittwoch gegenüber <em>16vor</em>. Die angemahnten &#8220;strukturellen Veränderungen&#8221; wurden von der Mitgliederversammlung in Form gegossen: Die Satzung des Vereins wurde laut Brech dahingehend geändert, dass der Vorstand von zwei auf fünf Mitglieder erweitert und ein Aufsichtsrat installiert wird, der den Vorstand kontrollieren soll. Das jedoch noch ohne personellen Inhalt. &#8220;Noch sind Martin Rommel und ich alleine&#8221;, räumte Brech ein. &#8220;In dieser Situation ist es eben schwierig, neue Leute zu finden, die bereit sind, mitzuarbeiten.&#8221;</p>
<p>Brech sitzt derzeit zwischen allen Stühlen. Zumal Rommel in den vergangenen Wochen wiederholt angekündigt hatte, rund 100.000 Euro zu beschaffen, um so die aktuellen Verpflichtungen bedienen zu können. &#8220;Ich kann dazu nicht mehr sagen, weil das die Sache von Martin Rommel ist&#8221;, so Brech. &#8220;Er hat mir nur versprochen, dass das Geld am heutigen Mittwoch eingeht.&#8221; Happe glaubt nicht &#8220;an die Märchen des Herrn Rommel&#8221;. Die Situation habe sich im letzten Jahr in keiner Weise gebessert. &#8220;Ich bin ja als Trainer nur geblieben, weil mir der Rücktritt von Rommel angekündigt worden ist und weil mir eine klare Besserung der wirtschaftlichen Situation versprochen wurde&#8221;, so Happe. &#8220;Aber irgendwann ist einfach Schluss.&#8221;</p>
<p>Martin Rommel, der sich seit über 15 Jahren als Manager auch finanziell bei den Miezen engagiert, sei &#8220;für viele eine Reizfigur&#8221;, sagte Brech. Zwei Tage vor dem wichtigen Spiel im Abstiegskampf gegen Celle sei das aber nicht sein vorrangiges Problem. &#8220;Ich muss jetzt schauen, das wir nach dem Rücktritt von Thomas Happe eine kurzfristige Lösung finden.&#8221; Schließlich sei er vom Rücktritt Happes &#8220;doch sehr überrascht&#8221; worden. Nach Informationen unserer Redaktion ist eine neuerliche Zusammenarbeit mit Dago Leukefeld möglich, dem Meistertrainer der Miezen von 2003. Als weitere Option soll Elena Vereschako gelten, die im vergangenen Jahr noch die zweite Mannschaft trainierte. Brech wollte das nicht bestätigen, dementierte aber auch nicht. &#8220;Ich bitte um Verständnis dafür, dass ich mich in der aktuellen Situation nicht weiter dazu äußere.&#8221;</p>
<p>Leukefeld hatte sich 2004, ähnlich wie Happe jetzt, ebenfalls mit Rommel überworfen. Unterschiedliche Vorstellungen über die Zukunft des Vereins und finanzielle Gründe waren dafür ausschlaggebend. &#8220;Aber ich bin davon überzeugt, dass wir eine Lösung finden werden&#8221;, betonte Brech. &#8220;Schließlich geht es hier um die Zukunft des Frauenhandballs in Trier und nicht um irgendwelche Personen.&#8221;</p>
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		<title>&#8220;Und ewig grüßt das Murmeltier&#8221;</title>
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		<pubDate>Tue, 27 Dec 2011 23:26:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Eric Thielen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sport & Spiel]]></category>

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		<description><![CDATA[Es soll einfach nicht sein: Wie schon gegen Berlin, wie schon in München, lieferte die TBB Trier auch am Dienstagabend gegen den Deutschen Meister Brose Baskets Bamberg einen großen Kampf ab &#8211; und stand am Ende des dramatischen Spiels nach Verlängerung doch ohne Punkte da. Die Oberfranken setzten sich mit 75:70 (31:32; 63:63) letztlich glücklich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a title="Philip Zwiener setzt sich gleich gegen drei Bamberger durch. &quot;Wir dürfen jetzt nicht panisch werden&quot;, sagt der Nationalspieler. Foto: Thewalt" href="http://www.16vor.de/wp-content/uploads/2011/12/tbb11.jpg" rel="lightbox"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-46548" src="http://www.16vor.de/wp-content/uploads/2011/12/tbb11-150x126.jpg" alt="" width="150" height="126" /></a>Es soll einfach nicht sein: Wie schon gegen Berlin, wie schon in München, lieferte die TBB Trier auch am Dienstagabend gegen den Deutschen Meister Brose Baskets Bamberg einen großen Kampf ab &#8211; und stand am Ende des dramatischen Spiels nach Verlängerung doch ohne Punkte da. Die Oberfranken setzten sich mit 75:70 (31:32; 63:63) letztlich glücklich durch. 5446 Zuschauer in der Arena waren restlos begeistert, was Henrik Rödl zumindest den Ansatz eines Lächelns ins Gesicht zauberte. &#8220;Es war wieder ein Riesenevent mit dieser phantastischen Kulisse&#8221;, sagte Triers Trainer. An seiner Enttäuschung über die Niederlage aber änderte das nichts. &#8220;Aber ich bin davon überzeugt, dass der Knoten platzen wird&#8221;, betonte der Offenbacher. &#8220;Ich bin aber auch gespannt, wann das sein wird.&#8221;<span id="more-46546"></span></p>
<p><strong>TRIER.</strong> Was sollte er auch sagen? Dass er stolz auf diese Mannschaft ist. Ja. Dass er seinen Männern ein großes Lob zollt. Auch das. Der Kämpfer Rödl aber war schon wenige Minuten nach der Schlusssirene einen ganzen Schritt weiter. &#8220;Wir müssen positiv in die weiteren Wochen gehen&#8221;, sagte er, das Kompliment des Kollegen Chris Fleming noch im Ohr. &#8220;Ich kann Trier nur loben.&#8221; Bambergs Trainer sprach aus, was wohl alle dachten. &#8220;Ich habe Respekt vor der Leistung dieser Trierer Mannschaft, Respekt für die Arbeit von Henrik&#8221;, so der US-Amerikaner. Rödl schaute, nickte und verarbeitete die Niederlage auf seine Weise. &#8220;Und ewig grüßt das Murmeltier, ja, wie in diesem Film fühle ich mich im Moment.&#8221; Eine Prise Galgenhumor gewürzt mit einer Spur Sarkasmus &#8211; Triers Trainer untermalte seinen Satz mit einem Augenzwinkern. Er ist davon überzeugt, dass die Erfolge kommen.</p>
<p>Aktuell aber lügt die Tabelle nicht. Trier liegt auf einem Abstiegsplatz: Alles, was jetzt noch zählt, sind Punkte. Sonst nichts. Nach den jüngsten Siegen von Frankfurt und Ludwigsburg ist die TBB dort angekommen, wo man nie sein wollte – zumindest aber am Ende der Saison nicht sein will. Als Vorletzter ist die Luft extrem dünn, die Abstiegsangst verursacht Gedankenkrebs. Nur Siege helfen da als Medizin, und warum nicht gleich gegen den Meister? Das wäre ein Ausrufezeichen, wie man es sich fetter nicht wünschen könnte. Schließlich ist Bamberg heuer beileibe nicht die Übermannschaft des letzten Jahres. Die Oberfranken haben ihre Probleme gegen körperlich robuste, aggressive Mannschaften. Wie zuletzt im Europapokal, als der Meister in der Gruppenphase ausschied.</p>
<p>Sicher, Trier würde an seine physischen und psychischen Grenzen gehen müssen, um überhaupt den Hauch einer Siegchance zu haben. Aber vor dieser Kulisse, vor diesem Publikum, das wie ein Mann geschlossen hinter seiner Mannschaft stand, könnte die Sensation möglich sein. Alles musste passen und Bamberg das Spiel schon vor dem ersten Wurf im Geiste abgehakt haben, dann wäre der hohe Favorit zu stürzen. Fleming staunte nicht schlecht, als Trier nach kurzem Bamberger Strohfeuer alle Hemmungen und jeden Respekt vor dem Titelverteidiger ablegte. &#8220;Wir sind eben noch keine Mannschaft&#8221;, ging Fleming denn auch hart mit seinen Spielern ins Gericht. &#8220;Und wir haben eben keine Angst gehabt&#8221;, sagte Triers Nationalspieler Philip Zwiener. &#8220;Das hat uns so stark gemacht.&#8221;</p>
<p>Dru Joyce wirbelte, Maik Zirbes zeigte dem Kollegen Tibor Pleiß, wie man sich unter dem Korb Platz verschafft, und Fleming wurde an der Seitenlinie immer hektischer. So hatte der US-Amerikaner sich das nicht vorgestellt. Die Roten aus Oberfranken verursachten ihrem Trainer starke Kopfschmerzen. Immer wieder fasste sich Fleming an die Stirn, gestikulierte, beschwor, fluchte still vor sich. Es half nicht. Trier bestimmte den Rhythmus des Spiels, der Meister aber hechelte hinterher. Mit der 19:17-Führung nach zehn Minuten setzte die TBB eine deutliche Duftmarke. Nicht Bamberg zauberte hier, weil Trier das nicht zuließ. Und hätte die Freiwurfquote nicht bei unterirdischen 43 Prozent (3/7) gelegen, der Meister wäre im ersten Viertel regelrecht überfahren worden.</p>
<p><a title="Nate Linhart (rechts) kommt immer besser in Form. Aber auch seine insgesamt 16 Punkte reichten letztlich nicht zum Sieg für die TBB. Foto: Thewalt" href="http://www.16vor.de/wp-content/uploads/2011/12/tbb21.jpg" rel="lightbox"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-46549" src="http://www.16vor.de/wp-content/uploads/2011/12/tbb21-150x96.jpg" alt="" width="150" height="96" /></a>Fleming nutzte die kurze Pause, um seiner Mannschaft unmissverständlich klar zu machen, dass hier mit angezogener Handbremse noch nicht einmal ein Blumentopf zu gewinnen sein würde, geschweige denn das Spiel. Von jetzt auf gleich aber lässt sich der Schalter nicht umlegen, lassen sich die vielen leichten Fehler, die sich Bamberg leistete, nicht abstellen. Marc Slaughter und auch Nationalmannschaftscenter Pleiß waren nur Schatten ihrer selbst. Null Punkte bis zur Pause für beide machten deutlich: Bamberg war auch nach 20 Minuten noch nicht richtig im Spiel angekommen.</p>
<p>Dafür spielte Trier bis zum Seitenwechsel seine wohl beste Halbzeit der Saison. Als Nate Linhart den Ball kurz vor der Sirene unter dem frenetischen Jubel der restlos begeisterten Fans durch den Ring setzte, war klar: Bamberg würde mit einem Rückstand in die Kabine gehen. Dass der mit einem einzigen Punkt (31:32) denkbar knapp ausfiel, lag auch an den Unparteiischen. Wiederholt zeigte sich das Trio auf dem Bamberger Auge extrem kurzsichtig. So kassierte Rödl ein technisches Foul wegen Reklamierens. Dabei hatte Triers Trainer zuvor nur zwei klare Fouls an seinen Spielern angemahnt, die von den Schiedsrichtern nicht geahndet worden waren. Die Konzessionsentscheidung war ein zweites technisches Foul – diesmal gegen den Bamberger Anthony Tucker.</p>
<p>Der Meister hatte sich im Spiel gehalten einzig über seine individuelle Klasse, die sich auch von der Ersatzbank aus bemerkbar machte. Rödl aber musste seinen Stammkräften nach dem Wechsel Ruhepausen einräumen, um im letzten Spielabschnitt alles auf Sieg setzen zu können. Der Offenbacher kalkulierte die zwischenzeitliche Schwächephase bewusst ein: Joyce und Zirbes bekamen ihre Auszeiten, Zwiener durfte zum Durchatmen auf die Bank, Linhart ebenso. Bamberg nutzte das aus. Die Oberfranken übernahmen das Kommando, schraubten ihren Vorsprung sukzessive in die Höhe &#8211; bis zum 55:46 nach dem dritten Viertel.</p>
<p>Doch die TBB kam zurück. Mit aller Kraft, mit dem letzten Willen. Oskar Faßler machte den Dreier, Linhart traf, Dragan Dojcin traf, und Zwiener erzwang mit zwei weiteren Punkten den Ausgleich zum 63:63. Bamberg wankte, Bamberg strauchelte. Rödl nahm seine letzte Auszeit. Noch einmal beschwor er seine Männer, noch einmal hauchte er ihnen den Glauben an die eigene Stärke ein. Joyce hätte den Favoriten endgültig stürzen können: Der Ball verweilte kurz auf dem Ring, fiel aber nicht &#8211; Verlängerung.</p>
<p>Zwei Dreier des Bamberger Anton Gavel und ein weiterer umstrittener Pfiff der Schiedsrichter entschieden die Partie in der Extrazeit. Gavels Klasse war der eine Faktor, das nicht gegebene Foul am Trierer James Washington der andere. Beim 69:72 rammte Slaughter Washington den Ellenbogen in die Seite. Der Trierer fiel, der Bamberger stolperte über ihn. Statt Foul gegen den Meister und Freiwürfe für Trier gaben die Unparteiischen Ballbesitz für die Oberfranken. Gavel setzte den Schlusspunkt, und Zwiener konnte nur noch appellieren. &#8220;Wir dürfen jetzt auf keinen Fall panisch werden&#8221;, forderte der Nationalspieler. &#8220;Natürlich ist das ärgerlich, dass wir gut spielen und trotzdem nicht gewinnen, aber das wird sich ändern.&#8221;</p>
<p>Davon ist auch sein Trainer felsenfest überzeugt. Mit einem Sieg will Rödl am Freitag aus Tübingen nach Trier zurückkehren. &#8220;Das wird sicher nicht leicht, aber wir fahren dahin, um zu gewinnen.&#8221; Er hofft auf den Knoten. &#8220;Schließlich muss der ja irgendwann platzen.&#8221;</p>
<p><em>TBB Trier: Linhart (16), Joyce (15), Saibou, Zwiener (12), Dojcin (2), Faßler (2), Seiferth (4), Washington (1), Picard, Zirbes (15), Bynum (3).</em></p>
<p><em>Brose Baskets Bamberg: Suput (5), Tadda (3), Jenkins (9), Schmidt, Neumann (2), Pleiß, Roberts (16), Jacobsen (7), Tucker (7), Gavel (20), Monse, Slaughter (6).</em></p>
<p><em>Viertelstände: 19:17; 32:31; 46:55; 63:63; 70:75 (OT)</em></p>
<p><em>Zuschauer: 5446</em></p>
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		<title>Quo vadis, Trierer Spitzensport?</title>
		<link>http://www.16vor.de/index.php/2011/12/27/quo-vadis-trierer-spitzensport/</link>
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		<pubDate>Mon, 26 Dec 2011 23:59:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Eric Thielen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sport & Spiel]]></category>

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		<description><![CDATA[Es knirscht und knackt im finanziellen Gebälk des Trierer Spitzensports. Rote Zahlen bei der TBB, rote Zahlen bei der Eintracht, tiefrote Zahlen bei den Miezen &#8211; alle strecken sich nach der immer kürzer werdenden Decke. Noch hält das längst fragile System, weil Trainer, Spieler und Spielerinnen Woche für Woche Höchstleistungen abrufen. Die organisatorischen und strukturellen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a title="Nach dem Rückzug von Ralph P. Moog wird die Arbeit für ihn kaum einfacher: Henrik Rödl hat ein schwieriges zweites Jahr in Trier. Foto: Peter Fath/www.concertgalleries.de" href="http://www.16vor.de/wp-content/uploads/2010/10/r%C3%B6dl-g%C3%B6ttingen.jpg" rel="lightbox"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-30722" src="http://www.16vor.de/wp-content/uploads/2010/10/r%C3%B6dl-g%C3%B6ttingen-150x106.jpg" alt="" width="150" height="106" /></a>Es knirscht und knackt im finanziellen Gebälk des Trierer Spitzensports. Rote Zahlen bei der TBB, rote Zahlen bei der Eintracht, tiefrote Zahlen bei den Miezen &#8211; alle strecken sich nach der immer kürzer werdenden Decke. Noch hält das längst fragile System, weil Trainer, Spieler und Spielerinnen Woche für Woche Höchstleistungen abrufen. Die organisatorischen und strukturellen Bedingungen der drei professionellen Klubs aber hinken dem eigenen Anspruch deutlich hinterher. Der Aufsichtsratschef der TBB, Dr. Ralph P. Moog, hat an Weihnachten die <a href="http://www.16vor.de/index.php/2011/12/26/moog-tritt-bei-tbb-trier-ab/" target="_blank">Konsequenz gezogen und tritt ab</a>. Er dürfte nicht alleine bleiben. Martin Rommel, Geschäftsführer der Miezen, steht wegen der großen finanziellen Probleme des Vereins massiv in der Kritik, und sollte die Eintracht den angepeilten Aufstieg verpassen, könnten auch die Tage des dortigen Vorstandes gezählt sein. Eine sportliche Analyse von <em>Eric Thielen</em> zum Jahresende.<span id="more-46509"></span></p>
<p><strong>TRIER.</strong> Dies vorweg: Trier ist eine große Sportstadt. Das mag angesichts des üppigen kulturellen Erbes leicht in Vergessenheit geraten, ist aber unbestreitbar. Bundesliga-Basketball bei den Männern, Bundesliga-Handball bei den Frauen, Regionalliga-Fußball im Moselstadion sowie Rollstuhl-Basketball von europäischer Klasse zeichnen Trier aus. Hinzu kommen unzählige Vereine, welche Jahr für Jahr ihren Beitrag im Breitensport und bei der Betreuung von Kindern und Jugendlichen leisten. Auch der Sport ist ein kulturelles Erbe dieser Stadt. Ob sich Trier aber den professionellen Sport auch in Zukunft leisten kann, ist angesichts der wirtschaftlichen Realität fraglich. Die Fakten des nun ablaufenden Jahres geben wenig Grund zur Hoffnung.</p>
<p>Es ist ein fast täglicher Kampf um Kleinigkeiten. Roland Seitz hat sich längst daran gewöhnt. Der Trainer von Eintracht Trier muss um jeden Cent feilschen, wenn es darum geht, professionelle Bedingungen für sich und seine Spieler bekommen. Da geschieht es dann auch mal, dass die Mannschaft mit einem alten Stadtbus zu einem Auswärtsspiel fährt. Hotelübernachtungen werden von der Vereinsspitze nur genehmigt, wenn es überhaupt nicht anders geht, weil Seitz mit seinen Spielern sonst sogar zu spät zum Anstoß käme.</p>
<p><a title="Bei aller Freude über die gute sportliche Ausgangssituation: Auch Roland Seitz hat mit den finanziellen Problemen seines Vereins zu kämpfen. Foto: Daniel Prediger" href="http://www.16vor.de/wp-content/uploads/2010/11/20101106_SVE-FCH_DP_026.jpg" rel="lightbox"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-31989" src="http://www.16vor.de/wp-content/uploads/2010/11/20101106_SVE-FCH_DP_026-150x100.jpg" alt="" width="150" height="100" /></a>Manchmal platzt ihm der Kragen. Dann haut er auch mal in der Öffentlichkeit einen Satz &#8216;raus, der es in sich hat. &#8220;Irgendwann muss man sich schon überlegen, was man will&#8221;, sagte Seitz vor einigen Monaten. Das ging an die Adresse des Vorstandes der Eintracht. Es ist aber kaum mehr als eine Momentaufnahme, weil auch Seitz weiß, dass in der Geschäftsstelle des Klubs eben kein Goldesel mit entsprechender Ausscheidung an Edelmetall steht. Dann rudert der Trainer zurück und gibt sich bescheiden: &#8220;Wir leisten mit unseren Möglichkeiten sehr viel.&#8221; Ob es für den großen Wurf reicht, wird er spätestens am 19. Mai 2012 wissen, wenn die Saison zu Ende ist.</p>
<p>So oder so wird er sich selbst kaum etwas vorwerfen können. Aus dem sportlichen Absteiger machte Seitz einen Titelaspiranten. Letztlich hatte Preußen Münster in der vergangenen Spielzeit die Nase vorne, und die Eintracht musste sich mit Platz zwei begnügen. Dafür holte der Trainer mit seiner Mannschaft gegen die favorisierte TuS Koblenz den Rheinlandpokal, warf in der ersten Hauptrunde des DFB-Pokals St. Pauli aus dem Wettbewerb, ehe der Hamburger SV den Traum vom ganz großen Geld in der Verlängerung zerstörte.</p>
<p>In der Liga liegt die Eintracht nach der Vorrunde über dem Soll. Seitz ist es wie schon im Vorjahr gelungen, selbst mit reduziertem Etat eine konkurrenzfähige Mannschaft zu formen. Trotz der Rückschläge mit den Heimniederlagen gegen Schalke, Mainz und Düsseldorf ist der SVE dem Tabellenführer aus Lotte auf den Fersen. Während Lotte allerdings in der Winterpause weitere Spieler verpflichten wird, muss Seitz darum kämpfen, zumindest einen Ersatz für den suspendierten Martin Hauswald zu bekommen. Neuverpflichtungen müssen schließlich nicht nur von der Vereinsspitze, sondern auch vom DFB genehmigt werden. Der Verband hatte für die Eintracht klare Transferauflagen erlassen.</p>
<p><a title="Er hat die größten Probleme: Thomas Happe (links) wartet wie seine Spielerinnen oft monatelang auf sein Gehalt. Foto: DJK/MJC Trier" href="http://www.16vor.de/wp-content/uploads/2011/02/trainer.jpg" rel="lightbox"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-36197" src="http://www.16vor.de/wp-content/uploads/2011/02/trainer-150x100.jpg" alt="" width="150" height="100" /></a>Von solchen Problemen kann Thomas Happe nur träumen. Der Trainer der Miezen kämpft nicht um die Tabellenspitze, sondern um das sportliche Überleben. Erst am letzten Spieltag der alten Saison gelang der Klassenerhalt in der Bundesliga. Aktuell sind die Trierer Handballerinnen wieder Schlusslicht in der Liga. Hinzu kommen die massiven finanziellen Schwierigkeiten des Vereins. Immer wieder warten Spielerinnen und Trainer auf ihre Gehälter. Happe reichte sogar Klage beim Arbeitsgericht ein. Dennoch blieb der Silbermedaillengewinner der Olympischen Spiele von Los Angeles als Trainer in Trier – weil ihm strukturelle Veränderungen im Verein versprochen worden waren. Getan hat sich diesbezüglich bisher allerdings nichts.</p>
<p>Wo Happe längst ernüchtert ist, hofft Henrik Rödl noch. Dem Europameister von 1993 gelang, was Experten für unmöglich gehalten hatten. Er machte aus dem Abstiegskandidaten TBB Trier einen Aspiranten für die Meisterrunde. Nur knapp verpasste der Hesse mit seiner jungen Mannschaft im Frühling den Sprung unter die besten acht Teams. Die TBB wurde &#8220;Mannschaft des Jahres&#8221; in der Region, Rödl &#8220;Trainer des Jahres&#8221;. Doch das ist Schnee von gestern. Heuer kämpft auch Rödl, weil seine Mannschaft von der Konkurrenz inzwischen sehr ernst genommen wird. Trier schwimmt im Abstiegsstrudel, der Sog in Richtung zweite Liga wird stärker. Der jetzt verkündete Rückzug von Aufsichtsratschef Ralph P. Moog macht in dieser Situation die Arbeit für Rödl nicht gerade einfacher.</p>
<p>Gemeinsam ist allen drei Trainern der tägliche Kampf gegen Windmühlen. Hier wie dort können Außendarstellung und Vermarktung der sportlichen Erfolge nicht mit dem eigenen professionellen Anspruch mithalten. Die Schere zwischen Wunsch und Wirklichkeit klafft weiter auseinander. Der Trierer Spitzensport krankt an strukturellen Problemen; Synergieeffekte werden nicht genutzt, Nachhaltigkeit ist kaum zu erkennen. Bei der TBB ist das Problem zumindest erkannt worden. Ob das Wissen darüber allerdings zu Veränderungen führt, ist eine andere Frage. Zu lange und zu oft durften und konnten Funktionäre fernab der Öffentlichkeit schalten und walten, wie sie wollten. Leidtragende sind die Sportlerinnen, Sportler und Trainer, weil auch die Glaubwürdigkeit der Vereinsspitzen erschüttert ist.</p>
<p>Bei den Trierer Dolphins wurde in der Kooperation mit dem kanadischen Verband übrigens ein Modell gefunden, mit dem der hiesige Rollstuhlbasketball konkurrenzfähig bleibt. Im Ergebnis steht eine solide Vereinspolitik, die trotz schmalen Budgets mit sportlichen Erfolgen glänzen kann. Jahr für Jahr werden die Play Offs angepeilt, und im kommenden Jahr dürfen sich die Dolphins im Europapokal mit den besten Mannschaften des Kontinents messen. Ein gutes Beispiel, wie es auch geht.</p>
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