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Stadt & Menschen

“Es hat sich Einiges im Denken verändert”

Am 11. März 2011 sorgte ein schweres Erdbeben vor der japanischen Ostküste für einen Tsunami, der eine Fläche von mehreren Hundert Quadratkilometern überflutete und tausende Menschen in den Tod riss. Die Welle zerstörte in Fukushima ein Kernkraftwerk, wodurch die Gegend um die Reaktoren kilometerweit verstrahlt wurde. Zum Gedenken an das Unglück bietet das Theater in Kooperation mit 16vor heute Abend eine Sonderveranstaltung an. Wissenschaftsexperte Professor Klaus Fischer (Universität Trier, Fachbereich Philosophie) wird um 19 Uhr im Foyer einen Vortrag zur Verantwortung der Wissenschaft halten. Anlässlich des bevorstehenden Jahrestages sprach 16vor mit seiner Kollegin Hilaria Gössmann, die in Tokyo geboren wurde, Mitglied im Gesamtvorstand der Deutsch-Japanischen Gesellschaft Trier ist und seit 1995 als Professorin in der Japanologie der Trierer Universität arbeitet, über die Ereignisse der vergangenen 12 Monate.
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Theater auf Samtpfoten oder Katzenquälerei?

Wer seine Kindheit in Russland verbracht hat – und das werden nicht viele unserer Leser sein – der wird sich noch lebhaft an die Eskapaden des Clowns Yuri Kuklachev erinnern. Er selbst spielt bei seinen Auftritten jedoch nur eine Nebenrolle, denn auf der Bühne dreht sich alles um die Kunststücke seiner zahlreichen Katzen. Seit den siebziger Jahren tourt er rund um den Globus, das Moskauer Katzentheater hat es mittlerweile zu Weltruhm gebracht. Am 13. März gastiert er mitsamt seinem vierbeinigen Hofstaat in der Europahalle Trier. Doch nicht überall wird die Show gerne gesehen. Tierschützer auf der ganzen Welt sind empört und wittern Tierquälerei.
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Besseres Fernverkehrsangebot für Trier

Vor einigen Jahren gab es mal einen durchgehenden Intercity nach Frankfurt. Seit vergangenem Dezember besteht kaum noch eine Fernverkehrsverbindung über Trier. Ab dem Frühjahr ist immerhin Frankfurt wieder mit öffentlichem Personenverkehr ohne Umsteigen zu erreichen. Allerdings nicht mit dem Zug. Das luxemburgische Busunternehmen Voyages Emile Weber und die Stadtwerke Trier lassen ab 20. März bis zu acht Mal täglich komfortable Fernbusse zwischen dem Luxemburger und dem Frankfurter Hauptbahnhof rollen.
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“Man sieht die Mädchen nicht mehr”

Über Jahrzehnte war das Geschäft mit der Sexualität das Alleinstellungsmerkmal der Karl-Marx-Straße. Während zwischen den Sexshops, Pornokinos und Bordellen immer stärker auch junge Kulturschaffende das Viertel für sich entdecken, fühlen sich manche der Alteingesessenen in ihrer Existenzgrundlage zunehmend bedroht: Das Internet hat dem Erotikgewerbe einen empfindlichen Schlag versetzt, mit On-Demand-Pornographie und Versandhandel können die meisten Händler nicht mithalten. 16vor-Mitarbeiterin Kathrin Schug und der Fotograf Calin Kruse trafen Menschen, die vondem Geschäft mit der Lust leben. Ein Stimmungsbild aus dem Rotlichtmilieu.
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Brauchen Triers Senioren einen Beirat?

Geht es nach den Sozialdemokraten, dann soll Triers umfassende Gremienlandschaft bis August diesen Jahres um einen weiteren Beirat bereichert werden – um einen für Senioren. Ein entsprechender Antrag traf in der letzten Sitzung des Stadtrat zwar auf prinzipielle Zustimmung, doch wurde das Vorhaben erst einmal in den zuständigen Ausschuss verwiesen. Zu viele Fragen seien noch zu klären, waren sich die anderen Fraktionen einig. Denkwürdig ist die Position der Grünen-Fraktion, die die Entscheidung am Ende zwar mittrug, aber eine durchaus berechtigte Frage aufwarf: Braucht Trier überhaupt einen Seniorenbeirat? Darüber gehen die Meinungen auseinander.
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“Rechtlich unerquickliche Situation”

Ende letzten Jahres sorgte ein Urteil für Aufsehen: Bielefelder Feuerwehrleute hatten auf einen Ausgleich für zu viel geleistete Überstunden geklagt und vom Bundesverwaltungsgericht Recht bekommen. Ermutigt von der Entscheidung der Richter klagte auch ein Trierer Oberbrandmeister. Unterstützt wird er hierbei von der Deutschen Feuerwehr-Gewerkschaft, deren Vize-Chef er ist. Am 28. Februar wird die Klage vor dem Verwaltungsgericht verhandelt, doch die Erfolgsaussichten des Klägers haben sich spürbar verschlechtert. Denn laut der inzwischen vorliegenden Urteilsbegründung hätte der Beamte seine Ansprüche früher geltend machen müssen. Die Gewerkschaft sieht dennoch weiterhin die Stadt in der Pflicht und kündigt eine Protestaktion an. Dass die Feuerwehrbeamten ihre Ansprüche zu spät geltend gemacht haben, ändere nichts daran, dass die Ansprüche berechtigt seien, argumentiert die DFeuG.
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Unschlagbar günstig unterwegs

Die mehr als 19.000 Studierenden der beiden Trierer Hochschulen wissen es zu schätzen, und nur einige wenige von ihnen würden es am liebsten wieder abschaffen – das Semesterticket. Vor 20 Jahren beschloss der Stadtrat, das Angebot einzuführen. Damit war der Weg frei für das Solidarprinzip im Nahverkehr. Stadtwerke und Studierendenwerk zeigen sich zufrieden mit der Resonanz auf das Ticket, dessen Reichweite nach Meinung mancher Nutzer aber noch ausgeweitet werden sollte. Bei den Stadtwerken schließt man eine Erhöhung der Kapazitäten nicht aus. Schon heute verkehren an Vorlesungstagen 600 Busse zwischen Tarforster Höhe und Talstadt.
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Triers Energiegenossen planen für die Wende

Als vor knapp elf Monaten im japanischen Fukushima der Gau eintrat und die Bundesregierung binnen weniger Wochen einen atompolitischen Kurswechsel vollzog, hatte das Wort “Energiewende” Hochkonjunktur. Inzwischen dominieren andere Themen die Berliner Agenda, doch in vielen Kommunen formieren sich Bürger, um die Entwicklung hin zu regenerativen Energien zu forcieren. So auch in Trier, wo sich im vergangenen Herbst eine Energiegenossenschaft gründete. Am Donnerstagabend informierte die TRENEG über ihre Pläne, laut Vorstand Zeljko Brkic gibt es bereits Zusagen über mehrere Hunderttausend Euro. Wer indes vor allem nach einer Rendite strebt, taugt nicht als Genosse. Burghard Flieger von der Genossenschaft Energie in Bürgerhand eG. machte deutlich, wie stark das bürgerschaftliche Engagement in Sachen Energieerzeugung inzwischen ist.
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Bomben-Experten setzen auf Zeitzeugen

Es läge nahe, ein Wortspiel zu bemühen und von einem “Bomben-Jahr” zu berichten. Tatsächlich verzeichnete der Kampfmittelräumdienst Rheinland-Pfalz 2011 einen Rekord: Landesweit wurden mehr als 42 Tonnen Munition geborgen, allein fast 80 Blindgänger mussten entschärft werden. Das mache deutlich, wie wichtig die Arbeit des KMRD auch 67 Jahre nach Ende des Kriegs sei, erklärte ADD-Präsidentin Dagmar Barzen am Mittwoch bei der Präsentation der Zahlen. Im Rampenlicht stand indes ein Mann, der die Ruhe in Person scheint: Horst Lenz, Leiter des 14-köpfigen Dienstes. Lenz hat schon Hunderte Bomben entschärft, ihn bringt so schnell nichts aus der Ruhe. Doch dann erzählt er von einem spektakulären Einsatz Anfang der 90er Jahre, als amerikanische Streubomben in eine Trierer Schrottpresse geraten waren.
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Trier braucht viel Kohle für neue Grillplätze

Im Dezember beschloss der Stadtrat eine neue Grünanlagen- und Spielplatzsatzung. Was Ordnungsamt und Polizei bessere Möglichkeiten bieten sollte, gegen Saufgelage in Parks und Verschmutzungen von Grünflächen vorzugehen, wurde über Monate vor allem unter dem Stichwort “Grillverbot” diskutiert. Tatsächlich ist das Grillen nur noch an speziell ausgewiesenen Stellen erlaubt, doch diese müssen erst noch geschaffen werden. Während die Baudezernentin kürzlich im Stadtrat viele Fragen offen ließ, dürften die nun vorliegenden Antworten die Debatte über das Thema erneut anheizen. Nach Informationen von 16vor wird allein die Reinigung der vorgesehenen 16 Grillplätze mit fast 70.000 Euro jährlich zu Buche schlagen, und auch das Einrichten der Stellen wird nicht gerade billig. Unterm Strich könnte das Grillverbot die Stadt in einem ersten Schritt nahezu 100.000 Euro kosten.
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Verkehr ohne Ende auf Triers Talstraßen

Die Debatte über einen geplanten Frischemarkt sowie ein neues Studentenwohnheim im Osten des Petrisbergs haben die Auseinandersetzung über die verkehrliche Erschließung der Höhenstadtteile neu entfacht. Tatsächlich ist die Verkehrsbelastung auf den beiden Trassen, welche die Talstadt mit Neu-Kürenz, Tarforst und weiteren Vierteln verbinden, in den vergangenen Jahren weiter gestiegen. So wird die Olewiger Straße von mehr Fahrzeugen frequentiert als die stark befahrene “Bitburger”, und im Avelertal wurde 2011 ein durchschnittlicher täglicher Verkehr von rund 21.000 Autos gemessen. Während weitere Baugebiete ausgewiesen werden, scheint eine nennenswerte Entlastung nicht in Sicht. Immerhin soll im ersten Halbjahr das Thema Petrisberg-Aufstieg wieder auf die kommunalpolitische Tagesordnung zurückkehren, und im Rahmen des städtischen Mobilitätskonzepts 2025 wird ein Bündel von Einzelmaßnahmen diskutiert.
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Lehrstück mit Blendwirkung

Als Mitglied des Klimabündnisses hat sich die Stadt Trier das Ziel gesetzt, ihre Kohlendioxid-Emissionen langfristig und dauerhaft zu senken. Einen Beitrag dazu könnte eine großflächige Photovoltaik-Anlage auf dem Petrisberg leisten. Während die Stadtverwaltung das Projekt längst in trockenen Tüchern sieht und sich im Stadtrat eine deutliche Mehrheit für das Vorhaben fand, fordert eine Bürgerinitiative den Stopp des “Prestigeprojekts”: Das Verfahren sei intransparent, der Standort ungeeignet. Auf Einladung des Bernhard-Vogel-Kreises diskutierten jetzt Befürworter und Gegner des Projekts. Die Podiumsdiskussion geriet auch zu einem Lehrstück über das Verhältnis von Bürgern und Politikern.
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“Da darf nichts passieren”

Rund eineinhalb Stunden informierten Vertreter von Stadt und Stadtwerken am Freitag in einer Pressekonferenz über den Stand der Planungen in Sachen Ausbau der “Bitburger”. Insgesamt zehn Wochen wird eine der wichtigsten Einfallstraßen Triers im Sommer voll gesperrt sein. Der Verkehr soll dann weiträumig über die Autobahnen A 64 und A 602 umgeleitet werden. Betroffen sind rund 24.000 Fahrzeuge täglich. Die Vollsperrung des Nadelöhrs wird Anwohner, Pendler und Fachhochschüler auf eine harte Geduldsprobe stellen. Der Fahrplan sei knapp bemessen, einen zeitlichen Puffer habe man nicht eingeplant, erklärte Baudezernentin Simone Kaes-Torchiani (CDU) und ergänzte: “Da darf nichts passieren”. Wie groß der Termindruck ist, zeigt die Tatsache, dass die Arbeiten an sechs Tagen der Woche rund um die Uhr laufen sollen.
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Stadtrat stellt Weichen für Petrisberg-Ost

Im Osten des Petrisbergs sollen in den kommenden beiden Jahren bis zu 200 neue Studentenwohnungen entstehen. Außerdem gibt es Pläne für einen Frischemarkt, der die vorhandene Nahversorgung des noch jungen Quartiers komplettieren soll. Während EGP-Chef Jan H. Eitel und eine Mehrheit des Stadtrats von großen Chancen für die weitere Entwicklung des Viertels sprechen, warnen Grüne und FWG vor möglichen Auswirkungen der geplanten Baumaßnahmen auf die Verkehrsbelastung, die vor allem den Menschen im Avelertal weiter zusetzen könnte. Zudem gefährde die Nahversorgung das bestehende Angebot, etwa im Einkaufszentrum “Im Treff”. Kritik gibt es auch am architektonischen Entwurf für das geplante Studentenwohnheim. Baudezernentin Kaes-Torchiani verteidigt das Vorhaben, das einen städtebaulichen Akzent im Entree-Bereich des Petrisbergs setzen soll.
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Die Erinnerung bewahren

“Ihr Leben wurde ihnen genommen. Was wir ihnen heute geben können, ist einzig unsere Erinnerung.” Mit diesen Worten eröffnete Klaus Jensen die Ausstellung “Erinnerung bewahren – Sklaven- und Zwangsarbeiter des Dritten Reichs aus Polen 1939 – 1945″. Die deutsch-polnische Kooperation wird in Trier aus Anlass des Gedenktages für die Opfer des Nationalsozialismus gezeigt. Zu sehen ist die Ausstellung noch bis zum  4. Februar in der Volkshochschule am Domfreihof. Anschließend werden die Tafeln vom 6. bis 11. Februar im A/B-Gebäude der Universität Trier gezeigt.
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Noch kein Plan B für Projekt X

Müssen Triers Skater ihre Halle in der Aachener Straße bald räumen? Momentan läuft die öffentliche Auslegung des geplanten Bebauungsplans BW 74. Der umfasst auch das Gelände des früheren Edeka-Markts in Trier-West, auf dem die regionale Skaterszene mit dem “Projekt X” eine Erfolgsgeschichte schreibt. Die Stadt hatte den Skatern die Halle jedoch nur unter der Prämisse überlassen, dass es sich um ein Provisorium handelt, das absehbar einer Wohnbebauung weichen soll. Allerdings sagte die Verwaltung auch zu, nach einem Ersatzstandort zu suchen. Der wurde bislang nicht gefunden, und so gibt es für das “Projekt X” noch keinen Plan B. Am Donnerstagabend demonstrierten rund 100 Skater im Rathaus. “In Jugend investieren statt gentrifizieren”, fordern sie, ohne echte Alternative dürfe die Halle nicht abgerissen werden.
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Fernverkehr: Bund sieht Luxemburg am Zug

“Völlig aberwitzig” sei das Verhalten der Deutschen Bahn AG, er habe vollstes Verständnis dafür, dass man sich in Luxemburg “inzwischen verschaukelt” vorkommen müsse, wetterte Bernhard Kaster (CDU) im vergangenen Herbst. Der Bundestagsabgeordnete setzt sich seit Jahren für eine bessere Schienenanbindung der Region ein. Im September waren Pläne bekannt geworden, den Fernverkehr ins Großherzogtum und nach Trier auszudünnen. Aus dem Vorhaben wurden Fakten, die meisten IC-Verbindungen sind eingestellt. Nun traf im Trierer Rathaus ein Schreiben ein, nach dessen Lektüre man gut verstünde, wenn die Luxemburger sich ein weiteres Mal verschaukelt vorkämen: Das Bundesverkehrsministerium schlägt vor, dass die Staatsbahn CFL nun auch im Fernverkehr für die DB AG einspringt.
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Bergstation von der Bildfläche verschwunden

Da fehlt doch was, werden sich viele Passanten gedacht haben, als sie dieser Tage am Zurlaubener Ufer entlang spazierten. In der Tat: Mehr als vier Jahrzehnte nach ihrem Bau ist die Bergstation der alten Kabinenseilbahn vom Erdboben verschwunden. Im vergangenen November waren die Trageseile über die Mosel gekappt und an Land gezogen worden, nun ist auch der Abriss der Talstation in vollem Gange. Aller Nostalgie zum Trotz – für die Umgebung des Weisshauses auf dem Palliener Felsplateau ist der Abriss der Station ein Gewinn und eröffnet neue Möglichkeiten für einen der schönsten Aussichtspunkte der Stadt.
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“Da muss rigoroser durchgegriffen werden”

Keine Vorgaben für die anstehenden Verhandlungen der Stadt mit der Deutschen BP über einen neuen Pachtvertrag für die Tankstelle in der Ostallee, und auch keine Vorentscheidung in Sachen stärkere Verkehrsberuhigung in der Neustraße – das ist die Bilanz der gestrigen Beratungen im Bauausschuss. Obwohl Baudezernentin Kaes-Torchiani (CDU) mit Hinweis auf die Gemeindeordnung eine Diskussion über die Inhalte des neuen Pachtvertrags rasch beenden wollte, entspann sich eine heftige und phasenweise unschöne Debatte. In Sachen Neustraße soll die Verwaltung ein umfassendes Konzept ausarbeiten. Nach Darstellung der Stadt könnten die im mittleren Teil der Straße vorhandenen Stellplätze kurzfristig aufgegeben werden. Enttäuscht von der Sitzung zeigte sich die Sprecherin der IG Neustraße: “Das wird wieder auf die lange Bank geschoben”.
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“Das hätte gelangt, keine Frage”

Der Bischof hatte zum offenen Gespräch eingeladen; offen und teilweise harsch fielen dann die meisten der Wortmeldungen aus, die sich Stephan Ackermann am Mittwochabend anhören musste. Im Zusammenhang mit einem erst vor wenigen Wochen publik gemachten Missbrauchsfall in Saarbrücken räumte der 48-Jährige erneut Fehler ein und übte auch Selbstkritik. Personelle Konsequenzen soll es aber vorerst nicht geben. Ackermann war erkennbar darum bemüht, sich gegen aus seiner Sicht unverhältnismäßig scharfe und pauschalisierende Vorwürfe zur Wehr zu setzen. So versuchte der Bischof vor mehr als 200 Mitarbeitern und Interessierten eine Gratwanderung, die auch deutlich machte: Auf wesentliche Fragen hat man im Bistum noch keine Antworten.
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“Die Zeiten sind heute anders”

Mitten in der Innenstadt, wo die Fußgängerzone gesichtslos ist und dem Auge nichts bietet als Beton, immergleiche Schaufenster und grelle Sonder-Rabatte, stemmt sich eine kleine Auslage gegen den Trend zur Austauschbarkeit. Stephan Blumann hat auf gerade mal 16 Quadratmetern Auslage eine Insel der Nostalgie eingerichtet: Retro-Kult und regionale Lebensmittel, eingebettet in ein liebevoll eingerichtetes Tante-Emma-Ambiente. Ein Konzept, mit dem der 48-jährigen Betreiber gerne expandieren würde.
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Zusammen arbeitet man weniger allein

In den vergangenen Jahren schossen in ganz Deutschland Coworking Spaces wie Pilze aus dem Boden. Ab dem kommenden Montag kann nun auch in Trier der flexible Arbeitsplatz auf Zeit gemietet werden. Für die Betreiber von “Coworking Trier bei hongandfriends”, Kay Spiegel und Johannes Truong nicht nur ein angemessener Arbeitsplatz für Wissens- und Kreativarbeiter, sondern auch ein Marktplatz für Kontakte und Netzwerke. Ob das Konzept auch in der Moselstadt angenommen wird, muss sich zeigen. Spiegel und Truong sind optimistisch, und die ersten Coworker haben sich bereits angesagt.
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“Im Letzten wissen wir es nicht”

Morgen in 100 Tagen beginnt die erste Heilig-Rock-Wallfahrt in diesem Jahrtausend. Dann dürfte Trier für vier Wochen wieder Kopf stehen. Denn auch wenn aller Voraussicht nach weniger Pilger als zu den vorangegangenen Wallfahrten anreisen werden, wird das kirchliche Großereignis Hunderttausende in die Moselstadt locken. Eine Messlatte möchte Monsignore Dr. Georg Bätzing nicht nennen. Wer kommt, sei willkommen – ob als gläubiger Christ oder interessierter Tourist. Schon Ende des Monats wird es im Robert-Schuman-Haus ein hochkarätig besetztes Ökumenisches Forum geben, der EKD-Ratsvorsitzende Nikolaus Schneider und Kurienkardinal Kurt Koch haben ihr Kommen zugesagt. Derweil lässt die eigentlich von allen erwartete Absage des Papstes auf eine Einladung von Bischof Stephan Ackermann noch immer auf sich warten.
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Vollverglast zum Kornmarkt

Die Planungen für die künftige Nutzung der alten Hauptpost nehmen Konturen an. Am Freitag teilte die Trierer Unternehmensgruppe Gilbers & Baasch mit, dass man sich in Verhandlungen mit dem städtischen Denkmalpflegeamt auf umfassende Veränderungen an der Fassade des 1882 fertiggestellten Gebäudes geeinigt habe. Der Kompromiss könnte noch für einige Diskussionen sorgen, sieht er doch einen Ersatz der Sprossenfenster durch vollverglaste Schaufenster vor. Die bestehenden Fenster sollen zudem um einen halben Meter runtergebrochen werden. Noch vor Weihnachten 2012 könnte in das Gebäude Einzelhandel einziehen.
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“Das wirkt geschäftsschädigend”

Sie gilt als eine der schönsten Einkaufsmeilen der Stadt – die Neustraße. Während sich in anderen Straßenzügen meist die Ableger bundesweit operierender Filialisten ballen, trifft man hier vor allem auf inhabergeführte Geschäfte. Getrübt wird der Charme der Gegend indes von ruhendem und fließendem Verkehr, der auch vor dem mittleren Abschnitt der Straße nicht Halt macht. Seit Jahren gibt es deshalb Forderungen, die Neustraße zumindest bis in Höhe der Viehmarktstraße als Fußgängerzone auszuweisen. Nun hat der Verein Interessengemeinschaft Neustraße einen neuerlichen Vorstoß gestartet und alle Fraktionen sowie die Stadt angeschrieben. “Diese Situation wirkt sich geschäftsschädigend auf die gesamte Neustraße aus”, heißt es in dem Schreiben, es müsse nun “unverzüglich” gehandelt werden, machen mehr als zwei Dutzend Unternehmer Druck. Auf Antrag der SPD kommt das Thema wieder auf die kommunalpolitische Agenda.
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Geschenktipps von 16 VOR

Rückenkratzer aus Elfenbein, kaiserliche Fabergé-Eier und Eigentumswohnungen am Central Park hat doch heute schon jeder. Darum geben Mitglieder der 16vor-Redaktion wie bereits in den beiden vergangenen Jahren am 21. Dezember wertvolle Geschenktipps zu Weihnachten. Damit es am Gabentisch nicht ein weiteres Mal heißt: “Oh Mann, schon wieder einen Airbus A380!” Wir beginnen mit der Vorstellung von Büchern – ein Bereich, wo man sehr, sehr viel falsch machen kann (z.B. “Vorerst gescheitert – Karl-Theodor zu Guttenberg im Gespräch mit Giovanni di Lorenzo”).


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Ambitioniertes Konzept für Großprojekt am Moselufer

Perspektiven für das östliche Moselufer: Die Mainzer Immobiliengesellschaft Rheinland-Pfalz (IRP) plant auf dem Gelände der früheren Kaserne “Castel Feuvrier” unweit der Talstation der alten Kabinenbahn eine Wohnanlage mit neun Häusern und einem sechsgeschossigen Hotel. Ein neuer Moselsteg, ein Restaurant sowie drei Gebäude für Praxen und Büros sind ebenfalls vorgesehen. Das städtebauliche Konzept des Trierer Architekten Manfred Müller, mit dem sich auch der Architektur- und Städtebaubeirat befasste, wurde nun präsentiert. Baudezernentin Simone Kaes-Torchiani (CDU) spricht von einem Schlüsselprojekt für das Konzept “Stadt am Fluss”. Tatsächlich dürfte das mehr als drei Hektar große Areal zwischen Zurmaienerstraße und Moselufer eine deutliche städtebauliche Aufwertung erfahren.
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Dann hätte die Stadt Trier ein Problem

Die zum Januar eingeführte Kultur- und Tourismusförderabgabe spült mehr Geld in die Stadtkasse als zunächst geplant. Im Rathaus geht man davon aus, dass der “Kultur-Euro” allein in diesem Jahr rund 700.000 Euro einbringen wird. Angesichts der Heilig-Rock-Wallfahrt dürfte das Aufkommen 2012 noch steigen. Doch dass mit den Einnahmen Triers  Marketingaktivitäten nennenswert verstärkt würden, lässt sich nicht sagen. Vielmehr fließt das Geld in Zuschüsse, die ohne die Einführung der Abgabe wohl gekürzt worden wären, heißt es aus der Verwaltung. Das könnte Wasser auf die Mühlen der Kritiker lenken, die hoffnungsvoll nach Leipzig blicken: Dort wird das Bundesverwaltungsgericht über eine Revision gegen eine Entscheidung des Koblenzer OVG entscheiden müssen. Nicht ausgeschlossen, dass am Ende auch Karlsruhe angerufen wird.
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Die “richtige” Romika

Am 29. Dezember 1921 gründeten der jüdische Industrielle Hans Rollmann zusammen mit seinem nichtjüdischen Partner Carl Michael und seinem jüdischen Partner Karl Kaufmann die Schuhfabrik Romika. In den 30ern drängten die Nationalsozialisten die Firmengründer systematisch aus dem Unternehmen. Im zweiten Teil seines Gastbeitrags schildert Heinz Ganz, wie die Nationalsozialisten um Gauleiter Gustav Simon der Firma zu einem neuen Aufschwung verhalfen. Während des Krieges galt die Fabrik als kriegswichtige Produktionsstätte, in der auch Zwangsarbeiter eingesetzt wurden. Dennoch sollte es Jahrzehnte dauern, bis dieser Aspekt der Firmengeschichte aufgearbeitet wurde. 
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Nur Trier ist noch schlechter zu erreichen

Dass Trier in mancherlei Hinsicht “unerreichbar” ist, mag noch angehen. Dass eine Studie der Technischen Universität Dresden aber nun zu dem Ergebnis kam, dass die Moselstadt in punkto Erreichbarkeit mit der Eisenbahn auf dem letzten Platz rangiert, müsste im Rathaus und anderswo zu denken geben. Die Untersuchung kommt zu dem vernichtenden Fazit, dass von den 80 größten Städten der Republik keine zweite schlechter an die Bahn angeschlossen ist als Trier. Die mutmaßlich älteste Stadt sieht also richtig alt aus, weshalb der Bundestagsabgeordnete Bernhard Kaster jetzt tobt: “Bei der Bahn hat Trier die rote Laterne”. Dabei wurden in der Studie die gravierenden Streichungen im Fernverkehr, die am 11. Dezember inkraft treten werden, noch gar nicht berücksichtigt.
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