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	<title>16 vor</title>
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	<description>Nachrichten aus Trier</description>
	<lastBuildDate>Wed, 16 May 2012 22:09:03 +0000</lastBuildDate>
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		<title>&#8220;Hendrix steigt stetig bei mir im Kurs&#8221;</title>
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		<pubDate>Wed, 16 May 2012 22:09:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian Jöricke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kultur & Medien]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Zeitung Die Welt bezeichnete den Gitarristen Thomas Blug 2004 nach seinem Sieg als &#8220;European Strat Player of the Year&#8221;, wo er im Londoner Wembley Stadion unter anderem mit Jeff Beck und Brian May auftrat, als den wohl unbekanntesten Superstar Deutschlands. Mit den Rainbirds, Purple Schulz und Tic Tac Toe ging er auf Tournee und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a title="Thomas Blug präsentiert am Samstag in der Tufa sein Projekt &quot;Blug plays Hendrix&quot;. Foto: privat" href="http://www.16vor.de/wp-content/uploads/2012/05/IMGP6846.jpg" rel="lightbox[51144]"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-51148" title="Thomas Blug präsentiert am Samstag in der Tufa sein Projekt &quot;Blug plays Hendrix&quot;. Foto: privat" src="http://www.16vor.de/wp-content/uploads/2012/05/IMGP6846-100x150.jpg" alt="" width="100" height="150" /></a>Die Zeitung <em>Die Welt</em> bezeichnete den Gitarristen <a href="http://www.thomasblug.de/" target="_blank">Thomas Blug</a> 2004 nach seinem Sieg als &#8220;European Strat Player of the Year&#8221;, wo er im Londoner Wembley Stadion unter anderem mit Jeff Beck und Brian May auftrat, als den wohl unbekanntesten Superstar Deutschlands. Mit den Rainbirds, Purple Schulz und Tic Tac Toe ging er auf Tournee und mit ebenso unterschiedlichen Bands wie den No Angels, Blackeyed Blonde und Culture Beat ins Studio. Anlässlich des 40. Todestages von Jimi Hendrix präsentierte er 2010 das Projekt &#8220;Blug plays Hendrix&#8221;, das er am Samstag um 20 Uhr in der Tufa vorstellt. <em>16vor</em> sprach mit dem Saarbrücker über seine Beziehung zu Hendrix und zu seiner 61er Stratocaster.<span id="more-51144"></span></p>
<p><em>16vor: Es ist jetzt zehn Uhr morgens. Wann nehmen Sie zum ersten Mal am Tag die Gitarre in die Hand?</em></p>
<p><strong>Thomas Blug</strong>: Leider habe ich nicht so viel Zeit, dass ich jeden Tag gleich als erstes die Gitarre in die Hand nehmen kann. Ich versuche es jedenfalls noch vor dem Mittagessen, um einen Kontakt zum Instrument aufzunehmen. Manchmal klappt es direkt nach dem Aufstehen. Die Morgenstund&#8217; hat eine besondere Qualität. Man ist noch sehr frei im Kopf. Meistens entwickele ich dabei Ideen.</p>
<p><em>16vor: Ihr Hauptarbeitsgerät ist eine Fender Stratocaster aus dem Jahr 1961, die damit fünf Jahre älter ist als Sie. Wer ist in einem besseren Zustand?</em></p>
<p><strong>Blug</strong>: (lacht) Wir sind uns ebenbürtig. Wir haben beide ein paar Macken, aber über die Jahre auch eine gute Substanz entwickelt.</p>
<p><em>16vor: Haben Sie mal versucht, an eine Gitarre von Jimi Hendrix heranzukommen?</em></p>
<p><strong>Blug</strong>: Nee, das ist alles viel zu teuer. Für mich geht es bei Gitarren um den Klang. Ein Instrument hat einen Charakter. Die alten Instrumente sind unterschiedlich. Es gibt einen Haufen alter Gitarren, die gar nicht so toll sind. Das wird auch ein bisschen überschätzt. Wenn mehrere Faktoren zusammenkommen, entsteht ein besonderer Charakter. Und wenn der einem persönlich liegt, macht das Instrument Sinn für einen, dann ist da Musik für mich drin.</p>
<p>Wenn ich eine Gitarre von Hendrix haben wollte, müsste ich erstmal einen Haufen Geld hinlegen. Und dann ist die Frage, ob der Charakter mir liegt. Ich vermute, die Wahrscheinlichkeit ist sehr gering. Außerdem reift man mit dem Instrument. Ich spiele die 61er Strat auch schon über 20 Jahre. Das schafft eine Verbindung, die sich ständig weiterentwickelt. Ich entdecke mehr am Instrument und das Instrument nimmt mehr von mir an.</p>
<p><em>16vor: Was verbindet Sie mit Jimi Hendrix?</em></p>
<p><strong>Blug</strong>: Hendrix ist für mich schon lange ein Thema. In meinen Anfangszeiten dachte ich zuerst, Hendrix ist dieser Schwarze mit der verstimmten Gitarre, der Drogen nimmt und seine Instrumente verbrennt. Man hat ihn zwar als Gitarren-Ikone wahrgenommen, aber musikalisch war das noch nicht so mein Ding. Dann habe ich irgendwann einmal die &#8220;Axis: Bold as Love&#8221; gehört und gemerkt: Wow, das ist ja ein Konzeptalbum, und es hat &#8220;klick&#8221; gemacht.   Mir ist klar geworden: Der Mann hat nicht nur damals den Gitarrensound revolutioniert, er hatte auch Konzepte, Songs und Texte. Daraufhin habe ich Hendrix gesamtmusikalisch in eine andere Schublade gesteckt. Je länger ich Gitarre spiele, umso mehr merke ich, was so revolutionär an Hendrix war. Wenn man mal ins Detail schaut &#8211; Hendrix war ein hervorragender Rhythmusgitarrist. Normalerweise denkt man an seine Solos, weil die mehr Aufsehen erregen. Seine Rhythmusarbeit ist superfiligran, sehr ausgefeilt, einzigartig. Man entdeckt immer mehr Details, die faszinierend sind. Hendrix steigt stetig bei mir im Kurs.</p>
<p><em>16vor: So dürfte es auch vielen Fans gehen. Hendrix gilt für viele als größter Gitarrist. Gucken die Zuschauer Ihnen bei Konzerten besonders genau auf die Finger?</em></p>
<p><strong>Blug</strong>: Klar. Zum einen bin es gewohnt, dass mir die Leute auf die Finger gucken. Aber bei dem Hendrix-Projekt sind die Leute sehr, sehr kritisch. Auf der ersten Tour im vergangenen Jahr haben es mir Leute ein bisschen krummgenommen, dass ich Hendrix nicht eins zu eins gespielt habe. Das ist aber nicht mein Konzept. Von vornherein habe ich gesagt: &#8220;Ich will Hendrix so spielen, wie ich es für richtig halte oder meine Band es für richtig hält.&#8221; Ich  glaube, das ist der eigentliche Geist von Hendrix. Wenn Hendrix &#8220;Sgt. Pepper&#8221; gespielt hat, hat er auch nicht versucht, so zu singen und so zu spielen wie die Beatles, sondern er hat es auf seine Art gemacht. Ich bin aber näher an Hendrix dran, als es Hendrix an den Beatles war.</p>
<p>Ich möchte authentisch sein. Mittlerweile haben die Leute das erkannt. Nach dem Konzert in Karlsruhe vor wenigen Tagen habe ich eine super Kritik bekommen. Darin wurde gefragt: &#8220;Kann man &#8216;All Along The Watchtower&#8217; mit einem Sound-Brett beginnen, das fast klingt wie selig Nirvana? Kann man &#8216;Hey Joe&#8217; ganz langsam zu Stevie Wonders &#8216;Superstition&#8217; hindrehen und wieder zurück? Kann man in &#8216;Foxy Lady&#8217; einen klassisch anmutenden Part einbauen, bei dem Bass und Gitarre auf denkbar höchster spieltechnischer Ebene zu einem gezielt angesteuerten Orgasmus verabreden?&#8221; Und die Antwort lautete: &#8220;Ja, man kann und darf das alles. Wenn man Thomas Blug heißt und ein ganz entspanntes Verhältnis zu Jimi Hendrix hat.&#8221;</p>
<p>Ich habe zwei Sänger in der Band. Reggie Worthy hat eine rauhere Soul-Stimme und David Readman eine Rockstimme. Was hat eine weiße Rockstimme mit Hendrix zu tun? Sehr wenig! Aber das war für mich ganz wichtig. Sonst ist man gleich in dieser Kerbe, wo man versucht, es so zu machen wie Hendrix.</p>
<p><em>16vor: Der Authentizität wegen werden Sie am Samstag also auch nicht linkshändig spielen und im Anschluss Ihre Gitarre anzünden?</em></p>
<p><strong>Blug</strong>: Wir machen auch Show, aber nicht genau die Nummern, die Hendrix gemacht hat. Wir mögen die Musik. Und die spielen wir mal näher am Original und mal in einer eigenen Version. Einige Stücke haben wir auch doppelt im Programm, zum Beispiel &#8220;Purple Haze&#8221;. Davon habe ich eine eigene Version gemacht. Als Zugabe bringen wir die Originalversion.</p>
<p><em>16vor: Mit &#8220;Blug plays Hendrix&#8221; sind Sie jetzt fast zwei Jahre unterwegs. Ist schon ein neues Projekt geplant?</em></p>
<p><strong>Blug</strong>: Ich hätte noch mehr Ideen für Hendrix-Songs. Wir haben in diesem Jahr auch ein paar neue Titel im Programm. Ich habe gemerkt, dass auch die Band das Material frisch hält, weil wir auch weiterwachsen.</p>
<p>Es gibt andere Themen, die ich interessant finde, aber ich habe ja auch mein eigenes Ding. Es gibt eine Thomas-Blug-Band, ich komponiere eigene Songs und habe auch schon vier Alben gemacht. Da würde ich gerne im nächsten Jahr wieder ein bisschen mehr Energie reinstecken.</p>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=HEpR0onf2Ho">http://www.youtube.com/watch?v=HEpR0onf2Ho</a></p>
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		<title>Radfahrer verletzt Fußgängerin</title>
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		<pubDate>Wed, 16 May 2012 10:04:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>16vor</dc:creator>
				<category><![CDATA[Meldungen]]></category>

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		<description><![CDATA[TRIER-NORD. Am Dienstagnachmittag ereignete sich in der Franz-Georg-Straße gegenüber einer Bäckerei ein Verkehrsunfall zwischen einem Radfahrer und einer an der Bushaltestelle wartenden 17-jährigen Jugendlichen. Diese wurde gegen 14.30 Uhr auf dem Gehweg von dem Radfahrer angefahren, welcher anschließend in Richtung Verteilerkreis flüchtete. Durch den Zusammenstoß wurde die Jugendliche verletzt. Zeugen, welche Hinweise zu dem flüchtigen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>TRIER-NORD.</strong> Am Dienstagnachmittag ereignete sich in der Franz-Georg-Straße gegenüber einer Bäckerei ein Verkehrsunfall zwischen einem Radfahrer und einer an der Bushaltestelle wartenden 17-jährigen Jugendlichen. <span id="more-51142"></span></p>
<p>Diese wurde gegen 14.30 Uhr auf dem Gehweg von dem Radfahrer angefahren, welcher anschließend in Richtung Verteilerkreis flüchtete. Durch den Zusammenstoß wurde die Jugendliche verletzt.</p>
<p><em>Zeugen, welche Hinweise zu dem flüchtigen Radfahrer geben können, werden gebeten sich unter der Tel.-Nr. 0651/9779-3200 mit der Polizeiinspektion Trier in Verbindung zu setzen.</em></p>
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		<title>Millionen für neue Solarkraftwerke</title>
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		<pubDate>Wed, 16 May 2012 10:00:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>16vor</dc:creator>
				<category><![CDATA[Meldungen]]></category>

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		<description><![CDATA[WELSCHBILLIG/MEHRING. Die Stadtwerke Trier planen zwei neue Solarprojekte in Mehring und Welschbillig. Bis 2025 will der Energieversorger mehr als die Hälfte des Verbrauchs der Stadt Trier über Erneuerbare Energien abdecken. Die Ausschreibungen für die beiden neuen Projekte mit insgesamt rund 2,2 Megawatt Leistung hat der Systemanbieter für Solaranlagen und -dienstleistungen Conergy gewonnen, teilten die Stadtwerke [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>WELSCHBILLIG/MEHRING.</strong> Die Stadtwerke Trier planen zwei neue Solarprojekte in Mehring und Welschbillig. Bis 2025 will der Energieversorger mehr als die Hälfte des Verbrauchs der Stadt Trier über Erneuerbare Energien abdecken.<span id="more-51139"></span></p>
<p>Die Ausschreibungen für die beiden neuen Projekte mit insgesamt rund 2,2 Megawatt Leistung hat der Systemanbieter für Solaranlagen und -dienstleistungen Conergy gewonnen, teilten die Stadtwerke am Donnerstag mit. Zur Umsetzung der Projekte kommen laut SWT vorwiegend regionale Unternehmen zum Einsatz. Der rund 1,2 MW starke Solarpark &#8220;Mehring IV&#8221; entsteht auf einer Freifläche entlang der Bundesautobahn A1, das knapp 1 MW starke Sonnenkraftwerk in Welschbillig auf einem ehemaligen Militärgelände zwischen Trier und Bitburg. Beide Parks gehen Ende Juni 2012 ans Netz. Die insgesamt rund 9.500 Photovoltaikmodule produzieren künftig mehr als 2.200 Megawattstunden saubere Energie aus der Sonne. Das reiche aus, um rechnerisch rund 630 Musterhaushaushalte mit einem Verbrauch von 3.500 Kilowattstunden mit emissionsfreier Energie zu versorgen, beziffern die Stadtwerke.</p>
<p>Das neue Solarkraftwerk &#8220;Mehring IV&#8221; wird in der bestehenden SWT Solarkraftwerk Mehring GmbH realisiert. Hier sind die Gemeinde Mehring und die SWT Stadtwerke Trier Versorgungs-GmbH zu jeweils 50 Prozent beteiligt. Die Anlage kostet rund 2,2 Millionen Euro. Auch in Welschbillig plant SWT eine Gesellschaft mit der Ortsgemeinde Welschbillig. Hier soll es eine Mehrheitsbeteiligung der Ortsgemeinde geben. Die genauen Gesellschaftsanteile würden innerhalb der nächsten Wochen abgestimmt, heißt es. Invest in Welschbillig: Rund 1,7 Millionen Euro.</p>
<p>Insgesamt betreiben die Stadtwerke Trier bereits heute Solarparks mit einer Gesamtkapazität von über 30 Megawatt &#8211; Tendenz steigend. &#8220;Das Potenzial an geeigneten Freiland- bzw. Dachflächen in der Region ist groß. Dieses Potenzial möchten wir nutzen und den Ausbau der dezentralen Energieerzeugung in der Region unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten vorantreiben&#8221;, so Heiko Bollig, Abteilungsleiter Erneuerbare Energien bei SWT. &#8220;Ich freue mich besonders, dass beide Anlagen in Gesellschaften gemeinsam mit Ortsgemeinden errichtet werden. Denn nur durch eine partnerschaftliche Zusammenarbeit aller Akteure können wir die regionale Energiewende Schritt für Schritt vorantreiben&#8221;, so Bollig weiter.</p>
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		<title>&#8220;Die Hemmschwelle ist rapide gesunken&#8221;</title>
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		<pubDate>Tue, 15 May 2012 22:00:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jannis Puhlmann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Stadt & Menschen]]></category>

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		<description><![CDATA[Es sollte auch eine Antwort auf die Alkoholexzesse von Weiberdonnerstag in der Trierer Innenstadt sein &#8211; die gut besuchte Podiumsdiskussion &#8220;Kein Volksfest ohne Vollrausch? Welche Strategien wirken gegen den Alkoholmissbrauch Jugendlicher?&#8221; Auf Einladung der CDU-Stadtratsfraktion diskutierten Experten und Vertreter von Jugendeinrichtungen über Ursachen und Konsequenzen des Alkoholmissbrauchs bei Jugendlichen. Streitpotential und konkrete, auf die Stadt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a title="„Das Klagen über die Jugend ist so alt wie die Menschheit selbst“, gab Reinhold Spitzley vom Palais e.V. zu bedenken. Marc Powierski von der Polizei Trier berichtete derweil von einer gestiegenen Gewaltbereitschaft unter Jugendlichen. Foto: Jannis Puhlmann" href="http://www.16vor.de/wp-content/uploads/2012/05/Vollrausch1.jpg" rel="lightbox[51130]"><img class="alignleft  wp-image-51131" title="„Das Klagen über die Jugend ist so alt wie die Menschheit selbst“, gab Reinhold Spitzley vom Palais e.V. zu bedenken. Marc Powierski von der Polizei Trier berichtete derweil von einer gestiegenen Gewaltbereitschaft unter Jugendlichen. Foto: Jannis Puhlmann" src="http://www.16vor.de/wp-content/uploads/2012/05/Vollrausch1-150x95.jpg" alt="" width="150" height="95" /></a>Es sollte auch eine Antwort auf die Alkoholexzesse von Weiberdonnerstag in der Trierer Innenstadt sein &#8211; die gut besuchte Podiumsdiskussion &#8220;Kein Volksfest ohne Vollrausch? Welche Strategien wirken gegen den Alkoholmissbrauch Jugendlicher?&#8221; Auf Einladung der CDU-Stadtratsfraktion diskutierten Experten und Vertreter von Jugendeinrichtungen über Ursachen und Konsequenzen des Alkoholmissbrauchs bei Jugendlichen. Streitpotential und konkrete, auf die Stadt bezogene Lösungsansätze waren indes rar. Stattdessen wurde ein Katalog bekannter Forderungen geboten: mehr Präventionsarbeit an Schulen, verschärfte Kontrollen und ein jugendgerechtes Unterhaltungsprogramm. Eine Teilnehmerin appellierte auch an die Erwachsenen: &#8220;Wir sollten uns öfter mal an die eigene Nase fassen&#8221;. <span id="more-51130"></span></p>
<p><strong>TRIER.</strong> Mehr als 60 Jugendliche, die wegen übermäßigem Alkoholkonsum ambulant oder stationär behandelt werden mussten, rund 100 Polizisten im Einsatz, 17 Gewahrsamnahmen, 150 Platzverweise und zahlreiche Fälle von Beleidigungen der Beamten &#8211; die Erinnerungen an die düstere Bilanz eines eskalierten Weiberdonnerstages waren noch präsent, als im Rokokosaal des Kurfürstlichen Palais über die Begleiterscheinungen von Volksfesten diskutiert wurde. Ob beim Altstadtfest, im Palastgarten oder eben jüngst an Karneval – Alkoholexzesse stehen bei fast jedem deutschen Brauchtum auf der Tagesordnung. Betroffen sind oft schon Jugendliche, deren feuchtfröhliches Feiern mitunter auf der Notaufnahme eines Krankenhauses endet.</p>
<p>Die Veranstaltung sei nicht nur eine Reaktion auf den Weiberdonnerstag, erklärte Dr. Ulrich Dempfle, Fraktionsvorsitzender der CDU, sondern auch auf die Entscheidung des Stadtrats, den Pachtvertrag mit der &#8220;blauen Lagune&#8221; in der Ostallee zu verlängern. &#8220;Viele Anwohner haben uns den Vorwurf gemacht, den Jugendlichen zu ermöglichen, sich die ganze Nacht durch mit Alkohol zu versorgen&#8221;, berichtete Dempfle, der die Podiumsdiskussion moderierte.</p>
<p>Mit Zahlen und Fakten näherte sich Dr. Harald Michels, Leiter des Gesundheitsamts Trier, der Problematik zunächst noch behutsam. Tatsächlich geben die Statistiken der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärungen erst einmal Anlass für Optimismus. So ist der Anteil junger Erwachsener, die regelmäßig Alkohol trinken, seit den 1970er-Jahren insgesamt rückläufig. Auch das Alter, in dem die Jugendlichen ihren ersten Vollrausch erleben, hat sich laut Bundeszentrale seit 2004 deutlich nach hinten verschoben. Wirklich beruhigen konnten die nüchternen Zahlen die Diskutanten nicht. &#8220;Mag sein, dass sie weniger trinken&#8221;, wendete Marc Powierski von der Polizei Trier ein, &#8220;aber sie trinken vor allem anders. Das komatöse Saufen hat deutlich zugenommen.&#8221; Powierski war an Weiberfastnacht selbst im Einsatz und berichtete von der zunehmenden Gewaltbereitschaft der betrunkenen Jugendlichen. Ein zentrales Problem sieht er in der mangelnden Aufklärung der Heranwachsenden über die Wirkungen von Alkohol. &#8220;Die können oft gar nicht abschätzen, was mit ihnen passiert, wenn sie eine halbe Flasche Wodka trinken.&#8221; Als Beauftragter für Jugendsachen der Polizeidirektion Trier setzt Marc Powierski auf &#8220;ursachenorientierte Aufklärung&#8221; und eine Kooperation von Polizei und Schulen, um solche Unsicherheiten auszuräumen. &#8220;Die Angebote für Drogenprävention an Schulen sind da. Es mangelt jedoch an Vernetzung und guter Präsentation der Präventionsarbeit.&#8221;</p>
<p>Harald Michels vom Gesundheitsamt schien sich gar nach Zeiten zurückzusehnen, in denen die Ausgangssperre noch die Trunkenbolde von den Straßen fernhielt. &#8220;Die Hemmschwelle im öffentlichen Raum zu trinken ist rapide gesunken. Da kommt man einfach billiger an den Alkohol ran&#8221;, erklärte er. &#8220;Das Ordnungsamt ist zu unterbesetzt, um damit fertig zu werden.&#8221; Äußerst brisant war Michels Bericht über Fälle, bei denen sich junge Erwachsene den Alkohol auf eine sehr unkonventionelle Art zuführten: Ein mit Hochprozentigem getränkter Tampon werde anal eingeführt, sodass der Alkohol über die Schleimhäute direkt ins Blut gelangt. Auch an Karneval in Trier hätten Narren diese Methode gewählt. Unter den geladenen Diskutanten war auch Louis-Philipp Lang, Vorsitzender des Trierer Jugendparlamentes. In der vergangenen Sitzung hatte sich das Jugendparlament intensiv mit den Alkoholexzessen an Fastnacht beschäftigt. Der 17-Jährige kennt den Gruppenzwang unter Jugendlichen gut. &#8220;Wenn man nicht auf den Gelagern am Hauptmarkt dabei war und auf den Facebook-Fotos nicht mit drauf ist, kann man sich ganz leicht ins Abseits manövrieren&#8221;, berichtete er. Lang sieht insbesondere die Schulen in der Verantwortung, an Tagen wie Weiberdonnerstag kein Schulfrei zu geben.</p>
<p>Bettina Bulitta-Steimer und Reinhold Spitzley konnten vor allem den Erfahrungsschatz und Pragmatismus aus ihrer Arbeit mit Kindern und Jugendlichen in die Diskussion einbringen. &#8220;Das Klagen über die Jugend ist so alt wie die Menschheit selbst&#8221;, beschwichtigte Spitzley, Geschäftsführer des Palais e.V., die Runde. Man müsse darüber nachdenken, wie man attraktive Alternativveranstaltungen von und für Jugendliche schaffe. Dort müsse auch ein Anreiz gesetzt werden, auf alkoholische Getränke zu verzichten. &#8220;Es ist nicht in Ordnung, dass nicht-alkoholische Getränke auf vielen Getränkekarten teurer sind als als die alkoholischen&#8221;, klagte er. Neben klaren und transparenten Regeln möchte die Hausleiterin des Mergener Hofs, Bulitta-Steimer, den Jugendlichen auch einen genussvolles und zivilisiertes Trinken vermitteln. Karneval sei schließlich auch ein Kulturgut. Man müsse nur früh lernen, gut und verantwortungsbewusst zu feiern. &#8220;Wir sollten uns öfter mal an die eigene Nase fassen&#8221;, empfahl Bulitta-Steimer, &#8220;und sollten unsere Vorbildfunktion nicht unterschätzen.&#8221;</p>
<p>Dass trotz des guten Wetters so viele Menschen zur Diskussion in das Kurfürstliche Palais gekommen waren, zeigt, wie betroffen man auch abseits der Politik von dem Thema ist. Unter den zahlreichen, oft emotionalen Wortmeldungen war ein Schulleiter, ein Mitarbeiter des Weinfestes und ein ehemaliger Alkoholiker. Anwohner beschwerten sich über Saufgelage an Berufsschulen oder am Bahnhof, schnapsverteilende Junggesellen-Abschiede und randalierende Halbstarke an der Jugendherberge. Zum Teil warf man der Polizei vor, an diesen Orten zu wenig Präsenz zu zeigen. Eine Mitarbeiterin in der Kinderstation eines Trier Krankenhauses berichtete von einer klaren Zunahme von Alkoholvergiftungen. &#8220;An Tagen, an denen an Trierer Schulen die Zeugnisse ausgestellt werden, müssen wir jedes Mal unser Personal aufstocken. Das ist einfach nur traurig&#8221;, erzählt sie.</p>
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		<title>Richtig günstig Bus fahren</title>
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		<pubDate>Tue, 15 May 2012 13:52:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marcus Stölb</dc:creator>
				<category><![CDATA[Meldungen]]></category>

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		<description><![CDATA[TRIER. Der Nahverkehr in der Region Trier wird deutlich günstiger &#8211; wenn auch nur für einen Monat und auch lediglich für diejenigen, die sich ein Juni-Test-Ticket des VRT zulegen. Das ist allerdings richtig günstig. Einen Monat alle Busse und Bahnen im gesamten VRT-Gebiet nutzen und dabei keine Rücksichten mehr auf Tarifzonen und Ticketpreise nehmen &#8211; [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>TRIER.</strong> Der Nahverkehr in der Region Trier wird deutlich günstiger &#8211; wenn auch nur für einen Monat und auch lediglich für diejenigen, die sich ein Juni-Test-Ticket des VRT zulegen. Das ist allerdings richtig günstig. <span id="more-51134"></span></p>
<p>Einen Monat alle Busse und Bahnen im gesamten VRT-Gebiet nutzen und dabei keine Rücksichten mehr auf Tarifzonen und Ticketpreise nehmen &#8211; dieses Angebot soll Menschen locken, den Nahverkehr zu testen. Das Ticket kostet 50 Euro und ist damit 78 Prozent günstiger als ein gleichwertiges Mobilticket, beziffert der VRT. Das Ticket gelte für alle Busse sowie Nahverkehrszüge (Regionalbahnen und Regionalexpresszüge in der zweiten Klasse). Auch Anrufsammeltaxen können genutzt werden. Das Nutzung ist auch an keine Tageszeiten gebunden.</p>
<p><em>Weitere Informationen finden Sie auf der <a href="http://www.vrt-info.de/index.php" target="_blank">Homepage des VRT</a>.</em></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Ibsen und Naturalismus</title>
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		<pubDate>Tue, 15 May 2012 09:44:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>16vor</dc:creator>
				<category><![CDATA[Meldungen]]></category>

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		<description><![CDATA[TRIER. Anlässlich der Inszenierung &#8220;Hedda Gabler&#8221; von Henrik Ibsen führt das Theater seine Reihe &#8220;Theater als moralische Anstalt&#8221; am Samstag um 18.30 Uhr im Theaterfoyer fort. Andrea Geier, Professorin für Gender-Forschung im Fachbereich Neuere Deutsche Literaturwissenschaft an der Universität Trier, setzt sich in Ihrem Vortrag mit Ibsen und dem Naturalismus auseinander und beleuchtet die Rolle [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>TRIER</strong>. Anlässlich der Inszenierung &#8220;Hedda Gabler&#8221; von Henrik Ibsen führt das Theater seine Reihe &#8220;Theater als moralische Anstalt&#8221; am Samstag um 18.30 Uhr im Theaterfoyer fort.<span id="more-51127"></span></p>
<p>Andrea Geier, Professorin für Gender-Forschung im Fachbereich Neuere Deutsche Literaturwissenschaft an der Universität Trier, setzt sich in Ihrem Vortrag mit Ibsen und dem Naturalismus auseinander und beleuchtet die Rolle der Frau in dieser Zeit.</p>
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		<title>&#8220;Entwertung der Arbeit&#8221;</title>
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		<pubDate>Tue, 15 May 2012 09:35:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>16vor</dc:creator>
				<category><![CDATA[Meldungen]]></category>

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		<description><![CDATA[TRIER. Die Zahl der Leiharbeitsverhältnisse in der Region Trier hat sich laut Deutschem Gewerkschaftsbund in den letzten Jahren, seit dem Höhepunkt der Wirtschaftskrise im März 2009, um rund 84 Prozent erhöht. Im Vergleichszeitraum Juni 2009 auf Juni 2011 seien es immer noch 62,5 Prozent Zuwachs gewesen, so der DGB in einer Mitteilung. Absolut habe sich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>TRIER.</strong> Die Zahl der Leiharbeitsverhältnisse in der Region Trier hat sich laut Deutschem Gewerkschaftsbund in den letzten Jahren, seit dem Höhepunkt der Wirtschaftskrise im März 2009, um rund 84 Prozent erhöht. <span id="more-51124"></span></p>
<p>Im Vergleichszeitraum Juni 2009 auf Juni 2011 seien es immer noch 62,5 Prozent Zuwachs gewesen, so der DGB in einer Mitteilung. Absolut habe sich die Zahl der Leiharbeitskräfte in der Region um 1000 erhöht, der Beschäftigungsanstieg sei damit etwa doppelt so stark wie im gesamten verarbeitenden Gewerbe, obwohl im produzierenden Gewerbe fünfzehnmal mehr Beschäftigte tätig seien.</p>
<p>In der Wirtschaft insgesamt hat sich die Zahl der sozial versicherten Jobs in den letzten zwei Jahren um rund 6000 auf gut 153.677 erhöht. 18 Prozent dieser neu geschaffenen Arbeitsplätze entfielen allein auf das Verleihgewerbe, beklagt der Gewerkschaftsbund. In keiner anderen Branche sei die Beschäftigung auch nur annähernd so stark angestiegen.</p>
<p>Mit dem Boom der Leiharbeit &#8220;frisst sich schlecht bezahlte und instabile Beschäftigung in den Arbeitsmarkt&#8221;, warnt der DGB. Etwa die Hälfte der Leiharbeitsverhältnisse werde nach weniger als drei Monaten wieder beendet, was zu einem sehr hohen Risiko der Arbeitslosigkeit im Verleihgewerbe führe. &#8220;Längst dient Leiharbeit nicht mehr nur dazu, personelle Engpässe zu überwinden. Mehr und mehr wird sie von einigen Betrieben systematisch eingesetzt, um mit den schlechten Leiharbeitslöhnen Geschäfte zu machen und die Stammbelegschaften in den Einsatzbetrieben unter Druck zu setzen&#8221;, so der DGB-Regionsgeschäftsführer Christian Schmitz.</p>
<p>Im Schnitt verdienten Leiharbeitskräfte nur gut halb so viel wie Beschäftigte insgesamt. Berücksichtige man das unterschiedliche Qualifikationsniveau, so verdienten Leiharbeitskräfte, ob sie eine abgeschlossene Berufsausbildung haben oder nicht, im Schnitt über 1.000 Euro weniger im Monat als in anderen Branchen. Mit der Ausweitung der Leiharbeit breitet sich so der Niedriglohnsektor aus, denn bundesweit arbeiten immerhin drei Viertel der Leiharbeitskräfte unter der Niedriglohnschwelle in den anderen Branchen sind es im Schnitt nur ein knappes Viertel der Beschäftigten. Diese oftmals schlechte Bezahlung im Verleihgewerbe geht mit einem sehr hohen Verarmungsrisiko von Leiharbeitskräften einher.</p>
<p>&#8220;Leiharbeit und prekäre Beschäftigungsverhältnisse führen zu einer Entwertung der Arbeit und zu strukturellen wirtschaftlichen Problemen bei den Sozialkassen, dem Konsum, der Altersarmut und der Produktivität. Aber auch die Integrationsleistung der Gesellschaft von jungen Menschen, von Alleinerziehenden und von MigrantInnen wird erschwert, obwohl wir sie zunehmend brauchen. Wir müssen alle zusammen diese Abwärtsspirale stoppen&#8221;, fordert Schmitz.</p>
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		<title>Uni-Senat beschließt Moratorium</title>
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		<pubDate>Tue, 15 May 2012 09:22:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>16vor</dc:creator>
				<category><![CDATA[Meldungen]]></category>

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		<description><![CDATA[TRIER. Angesichts der mittelfristigen Haushaltsentwicklung hat der Senat der Universität Trier in seiner jüngsten Sitzung ein Moratorium für die unbefristete Besetzung von Stellen in allen Bereichen der Universität Trier beschlossen. Diese Grundsatzentscheidung habe vorläufigen Charakter und gelte zunächst bis zur nächsten Senatssitzung am 14. Juni, teilte Universitätspräsident Professor Michael Jäckel mit. Die Entscheidung solle verhindern, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>TRIER.</strong> Angesichts der mittelfristigen Haushaltsentwicklung hat der Senat der Universität Trier in seiner jüngsten Sitzung ein Moratorium für die unbefristete Besetzung von Stellen in allen Bereichen der Universität Trier beschlossen. <span id="more-51120"></span></p>
<p>Diese Grundsatzentscheidung habe vorläufigen Charakter und gelte zunächst bis zur nächsten Senatssitzung am 14. Juni, teilte Universitätspräsident Professor Michael Jäckel mit. Die Entscheidung solle verhindern, dass ohne eine vorherige Strukturdebatte in Bezug auf die Stellenausstattung der Universität Trier als Ganzes bereits jetzt dauerhafte Entscheidungen im Rahmen von Wiederbesetzungsverfahren getroffen werden.</p>
<p>Die Diskussion über die Kernzahlen der Haushaltsentwicklung habe deutlich gemacht, &#8220;dass die Instrumentarien, die bislang für Konsolidierungszwecke an der Universität Trier eingesetzt wurden, bei weitem nicht ausreichen, um die mittelfristig, spätestens ab 2014 anstehenden Einsparverpflichtungen, die seitens der Politik eingefordert werden, realisieren zu können&#8221;. Jäckel weiter: Das Zusammenwirken der Faktoren &#8220;Tariferhöhungen&#8221;, &#8220;Globale Minderausgaben/Schuldenbremse&#8221;, &#8220;Lehrdeputaterhöhung&#8221;, &#8220;Wegfall Studienkontenmodell&#8221; und &#8220;Entlastungsmöglichkeiten aus Hochschulpaktmitteln&#8221; führten im Ergebnis &#8220;eindeutig und unmissverständlich dazu, dass in wenigen Jahren Fachbereiche und zentrale Einrichtungen der Universität Trier in ihrer Handlungsfähigkeit massiv beeinträchtigt werden. Gegensteuern braucht nach aller Erfahrung eine längere Vorlaufzeit&#8221;.</p>
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		<title>Die Polen und der Pilgerbuchklau</title>
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		<pubDate>Mon, 14 May 2012 22:24:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Frank Meyer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kultur & Medien]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn man sich vor einem Gottesdienst ein Gesangbuch aus dem Regal nimmt, stellt man es anschließend wieder zurück. Bei den Pilgerbüchern funktionierte dies offenbar nicht. Auf Anfrage von 16vor räumte die Pressesprecherin der Heilig-Rock-Wallfahrt &#8220;einen gewissen Schwund&#8221; ein. Allerdings ist sie sich sicher, dass oft &#8220;gar kein böser Wille&#8221; dahintersteckt. Das behauptet in seiner letzten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a title="Diese &quot;Leihgabe&quot; wurde später durch ein ordentlich erworbenes Exemplar ersetzt. Foto: Piotr Wozniczka" href="http://www.16vor.de/wp-content/uploads/2012/05/pilgerbuch.jpg" rel="lightbox[51109]"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-51110" title="Diese &quot;Leihgabe&quot; wurde später durch ein ordentlich erworbenes Exemplar ersetzt. Foto: Piotr Wozniczka" src="http://www.16vor.de/wp-content/uploads/2012/05/pilgerbuch-112x150.jpg" alt="" width="112" height="150" /></a>Wenn man sich vor einem Gottesdienst ein Gesangbuch aus dem Regal nimmt, stellt man es anschließend wieder zurück. Bei den Pilgerbüchern funktionierte dies offenbar nicht. Auf Anfrage von <em>16vor</em> räumte die Pressesprecherin der Heilig-Rock-Wallfahrt &#8220;einen gewissen Schwund&#8221; ein. Allerdings ist sie sich sicher, dass oft &#8220;gar kein böser Wille&#8221; dahintersteckt. Das behauptet in seiner letzten &#8220;Zweifler trifft Pilger&#8221;-Kolumne auch unser Stadtschreiber, der &#8220;aus Versehen&#8221; ein solches Büchlein mitnahm. Ab nächster Woche wird es bei Frank Meyer über profanere Dinge als die Wallfahrt gehen.<span id="more-51109"></span></p>
<p><strong>TRIER</strong>. Obwohl ja seit einigen Jahren nicht mehr die Polen Papst sind sondern wir, haben sie mich vor schwerer Sünde bewahrt. Ich habe nämlich ein Pilgerbuch gestohlen. Aus Versehen, natürlich! Das schwöre ich bei allen Walkie-Talkie-Heiligen! Letzte Woche haben mich nämlich ein paar Wander-Pilgerinnen aus meinem Heimatdorf besucht (zwei davon sind mit dem Meier Kurt verschwägert). Sie bestanden darauf, dass ich sie zum „Kiedel“ begleite. Da ich Eindruck schinden wollte, machte ich bei der Gelegenheit auf Heilig-Rock-Experte. Nur so kann ich es mir erklären, dass ich mir vorne im Eingangsbereich des Doms ein Pilgerbuch schnappte – das hatte ich die zehn Mal, die ich vorher schon beim &#8220;Heiligen Rock&#8221; war, noch nie getan – und mit erhobenem Zeigefinger darauf hinwies, die Bücher seien ausschließlich zum Mitsingen gedacht, solange man in der Warteschlange steht. Die Bücher müssten dann hinten am Ausgang wieder abgegeben werden. Nachdem ich mehr schlecht als recht „Ein Haus voll Glorie schauet“ (Pilgerbuch-Lied Nr. 129) mitgebrummt hatte, war das Thema Pilgerbuch für mich erledigt…</p>
<p>… bis ich draußen vorm Wallfahrtsladen merkte, dass ich das Ding immer noch in der Hand hielt. Ungläubig starrte ich auf den Aufkleber: „Eigentum des Bistums“. Die Pilgerfrauen verabschiedeten sich… und ich wollte schnurstracks in den Dom zurück, um meine Schandtat rückgängig zu machen. Aber aus dem Ausgang quollen Pilgermassen. Da wieder reindrängeln ging also nicht.</p>
<p>Ich hatte schon gehört, dass etliche Wallfahrer das Pilgerbuch, nun ja, als Souvenir behielten – obwohl man es auch für 4,95 Euro im Pilgerladen kaufen konnte. Vielleicht kennen Sie das: Auf kostenlose Souvenirs ist man irgendwie besonders stolz. Nein? Sie kennen das nicht? Glückwunsch: Sie gehören zu den wenigen Aufrechten! Jedenfalls war mir jetzt klar, auf welche Weise es &#8220;zu einem gewissen Schwund bei den Pilgerbüchern&#8221; kam: aus purer Schusseligkeit. Aber war ich jetzt dennoch ein Dieb, ein schäbiger Pilgerbuchentwender? Das wollte ich mir nicht nachsagen lassen! Nachsagen lassen? Von wem eigentlich? Außer mir hatte doch keiner mitbekommen, dass ich „Eigentum des Bistums“ bei mir hatte. Okay, Gott hatte es natürlich mitbekommen. Der schon. Vielleicht war der gerade im Begriff, mich mit auf die lange Liste zu setzen, auf der stand: &#8220;Zehn Jahre Fegefeuer extra wegen Pilgerbuchdiebstahls&#8221; (und konnte man die Extrafegefeuerjahre irgendwie mit den zwölf Mal, die ich beim &#8220;Heiligen Rock&#8221; war, verrechnen?). Ich also schnell durch die Windstraße und wieder vor den Dom, und: Eine enorme Warteschlange! Gleichzeitig zog schon wieder ein Gewitter auf. Es grollte und zuckte am Himmel und ich hatte den Eindruck, dass die Blitze verdächtig genau in meine Richtung zielten. Na, der da oben wird doch nicht…? Doch nicht wegen eines Taschenbuchs für 4,95 Euro? Und nicht hier direkt vorm Dom, wo ein strafender Blitz, der auf mich Elenden herniederfuhr, auch unschuldige Pilger in Mitleidenschaft ziehen konnte? Obwohl: Was weiß ich schon über die Treffsicherheit Gottes? Und außerdem musste Gott doch mitbekommen haben, dass ich nicht vorsätzlich gehandelt habe.</p>
<p>Ich floh mitsamt dem unabsichtlichen Diebesgut vorm Gewitter in meine Wohnung. Und dort würde das Pilgerbuch heute noch liegen, wenn ich nicht noch diesen letzten offiziellen Termin gehabt hätte. Und hier kommen die Polen ins Spiel. Diese sehr nette Gruppe kam aus Hel und Puck (bei Danzig), den Partnerstädten von Hermeskeil und Konz, und war für eine ganze Woche auf Besuch. Da es nicht so einfach ist, in Hermeskeil ein lückenloses Wochenprogramm auf die Beine zu stellen, wurde ein Ausflug nach Trier und zum &#8220;Heiligen Rock&#8221; anberaumt.</p>
<p>Ich hatte mich mit den Partnerpolen eigentlich nur zum Pilgertellertesten verabredet. Aber bevor ich losging, fiel mein Blick auf das Bistumseigentum in Buchform, das immer noch bei mir auf dem Küchentisch lag. Darin gelesen oder nochmal daraus gesungen hatte ich nicht. Das Exemplar war also praktisch noch neuwertig. Ich versteckte es in der Jackentasche und beschloss, das Diebesgut seinem rechtmäßigen Besitzer zurückzubringen.</p>
<p>Über das Pilgertelleressen gibt’s nichts zu berichten, außer dass die Preise sündhaft überteuert waren. Aber ich dachte schon beim Essen sowieso nur an mein eigentliches Ziel: Noch einmal zum &#8220;Heiligen Rock&#8221; gehen, um sich von diesem mit reiner Weste und Seele zu verabschieden.</p>
<p>Es ist schon sonderbar: Als ich das Pilgerbuch unwissentlich klaute, war ich völlig unbeschwert – aber jetzt, wo ich meinen Fehler wieder gutmachen wollte, war ich nervöser als vor einer Matheprüfung.</p>
<p>Auf dem Weg zum Schrein trug ich ein polnisches Fähnchen in der einen Hand, mit der anderen fühlte ich alle drei Sekunden nach dem Buch in Jackentasche. Als wir endlich beim Ausgang ankamen, zog ich mein Diebesgut heimlich raus und legte es mit zitternder Hand in den dafür vorgesehenen Kasten zurück.</p>
<p>„Was machst du denn da“, fragte mich der polnische Übersetzer, „schmuggelst du Bücher in den Dom?“ Das bekam natürlich auch der Helfer mit, der dort stand. Er betrachtete mich mit einem geduldigen aber nicht vorwurfsfreien „Ich helfe“-Blick. Gut, Gott hatte sich also gegen den Blitz entschieden, um diese Angelegenheit hier, im Dom, in Form einer Rundumläuterung zu regeln! Da der mitfühlende Blick des Helfers und der fragende des Übersetzers anhielten, brach es aus mir heraus und ich beichtete ihnen die ganze Geschichte.</p>
<p><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-44932" title="Frank Meyer. Foto: Elke Janssen" src="http://www.16vor.de/wp-content/uploads/2011/11/FrankSchwarz-Weiss-cop-ElkeJanssen-112x150.jpg" alt="" width="112" height="150" />„Um Gottes Willen“, erteilte mir der Helfer die Absolution, „die Mühe hättest du dir sparen können. Der Bischof hat die Parole ausgegeben: ‚Geben ist seliger als nehmen.‘ Wenn also ein paar Pilgerbücher als Erinnerungsstücke bei den Pilgern bleiben, ist dieser Schwund nicht beklagenswert.“ Und der polnische Übersetzer, der rasch einige seiner Landsleute hinzugerufen hatte, um ihnen zu erklären, was ich angestellt hatte, übersetzte mir folgende Rückmeldung aus der Gruppe: „Nicht mal ein Büchlein für 4,95 Euro könnt ihr Deutsche ordentlich klauen. Hoffentlich stellt ihr euch genauso stümperhaft bei der Fußballeuropameisterschaft an.“<br />
Dann schleppten die Polen mich in den Wallfahrtsladen und kauften mir ein Pilgerbüchlein. Jetzt hab ich also doch ein schönes Heilig-Rock-Souvenir. Und es hat mich nicht mal was gekostet.</p>
<p>Sorry: sehr langer Text! Hier das Wichtigste in Kurzform: Irreführende Überschrift – ungeplanter Diebstahl – Kolumnist befürchtet, vom Blitz getroffen zu werden – Rundumläuterung – doch noch kostenloses Erinnerungsstück zur Heilig-Rock-Wallfahrt gekriegt.</p>
<p><em>Kolumne vom 08.05.2012: &#8220;<a href="http://www.16vor.de/index.php/2012/05/08/moses-ruft-luther-moses-ruft-luther/" target="_blank">Moses ruft Luther, Moses ruft Luther!</a>&#8220;.<br />
Kolumne vom 01.05.2012: “<a href="http://www.16vor.de/index.php/2012/05/01/spontanheilung-durch-speed-pilgern/" target="_blank">Spontanheilung durch Speed-Pilgern?</a>”<br />
Kolumne vom 24.04.2012: “<a href="http://www.16vor.de/index.php/2012/04/24/nix-los-beim-heiligen-rock/" target="_blank">Nix los beim ‘Heiligen Rock’?</a>”<br />
Kolumne vom 17.04.2012: “<a href="http://www.16vor.de/index.php/2012/05/08/index.php/2012/04/17/eine-nummer-zu-gros/" target="_blank">Eine Nummer zu groß?</a>“.</em><br />
<em>Kolumne vom 10.04.2012: “<a href="http://www.16vor.de/index.php/2012/05/08/index.php/2012/04/10/wallfahrst-du-noch-oder-pilgerst-du-schon/" target="_blank">Wallfahrst du noch oder pilgerst du schon?</a>“.</em></p>
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		<title>Trierer Schüler ausgezeichnet</title>
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		<pubDate>Mon, 14 May 2012 18:09:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>16vor</dc:creator>
				<category><![CDATA[Meldungen]]></category>

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		<description><![CDATA[MAINZ/TRIER. Kultusministerin Doris Ahnen hat im Landesmuseum Mainz elf künstlerisch begabte Schülerinnen und Schüler mit dem Alexandra-Lang-Jugendkunstpreis ausgezeichnet. Ein Trierer war auch dabei. „Von Pablo Picasso ist ein schönes Sprichwort überliefert: ,Als Kind ist jeder ein Künstler, die Schwierigkeit liegt darin, als Erwachsener einer zu bleiben.‘ Auch der Alexandra-Lang-Jugendkunstpreis zeigt immer wieder auf eindrucksvolle Weise, wie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>MAINZ/TRIER</strong>. Kultusministerin Doris Ahnen hat im Landesmuseum Mainz elf künstlerisch begabte Schülerinnen und Schüler mit dem Alexandra-Lang-Jugendkunstpreis ausgezeichnet. Ein Trierer war auch dabei.<span id="more-51115"></span></p>
<p>„Von Pablo Picasso ist ein schönes Sprichwort überliefert: ,Als Kind ist jeder ein Künstler, die Schwierigkeit liegt darin, als Erwachsener einer zu bleiben.‘ Auch der Alexandra-Lang-Jugendkunstpreis zeigt immer wieder auf eindrucksvolle Weise, wie kreativ und künstlerisch feinsinnig Kinder und Jugendliche sein können und wie schön es wäre, wenn sie an ihrer Begeisterung für die Kunst festhalten würden“, so Doris Ahnen. „Die Auszeichnung soll sie in dem Wissen um ihr Talent bestärken und zum Weitermachen motivieren. Davon haben auch wir Erwachsenen etwas, weil wir durch die Kunst viel von dem erfahren, was die Jüngsten beschäftigt.“</p>
<p>Eine Auszeichnung erhielt auch ein Schüler aus Trier. In der Altersgruppe 8. bis 9. Klasse wurde Jonas Hammen vom Auguste-Viktoria-Gymnasium geehrt.</p>
<p>Die Preisträgerinnen und Preisträger hatten im Vorfeld der Verleihung die Möglichkeit, an einem mehrtägigen Kunstseminar unter Anleitung von Künstlerinnen und Künstlern, Designerinnen und Designern sowie Kunsterzieherinnen und Kunsterziehern teilzunehmen. Sie bekamen so einen Einblick in künstlerische Arbeitsprozesse, erhielten Tipps für eigene Arbeiten sowie Informationen zu Ausbildungsmöglichkeiten und Tätigkeitsfeldern im künstlerischen Bereich. Die beim Kunstseminar unter dem Motto „Konstrukt – Erlebnis – Raum“ im Hunsrücker „Landhaus Hennweiler“ entstandenen Arbeiten der Kinder und Jugendlichen wurden im Rahmen der Feier ausgestellt. Hinter dem Jugendkunstpreis steht die Idee eines Förderwettbewerbs, an dem Schülerinnen und Schüler aller Schulformen der achten bis zwölften Klasse teilnehmen können. Er will ausdrücklich kein Massenwettbewerb sein; deshalb tragen Kunstlehrerinnen und Kunstlehrer die Empfehlung zur Teilnahme nur an talentierte Jugendliche heran, die sich dann mit einer Mappe bewerben und das Thema für ihre Zeichnungen und Bildkunst völlig frei wählen können. Über die Auswahl entscheidet eine fachkundige Jury. Die Schirmherrschaft hat Doris Ahnen übernommen.</p>
<p>Gestiftet wird der Preis in Erinnerung an die früh verstorbene Künstlerin Alexandra Lang (1970 – 2000). Gefördert wird er von ALISA (der Alexandra-Lang-Initiative Schüler und Arbeitswelt), dem BDK Fachverband für Kunstpädagogik und der Lotto Stiftung Rheinland-Pfalz. Weitere Informationen finden Sie unter <a href="http://www.jugendkunstpreis-rlp.de" target="_blank">www.jugendkunstpreis-rlp.de</a>.</p>
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		<title>&#8220;Wir wollen sie auch&#8221;</title>
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		<pubDate>Mon, 14 May 2012 10:16:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marcus Stölb</dc:creator>
				<category><![CDATA[Meldungen]]></category>

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		<description><![CDATA[TRIER. Der Trierer Verfassungsrechtler Gerhard Robbers hat sich für eine Ausweitung des Wahlrechts ausgesprochen. Ausländer müssten auch mitbestimmen dürfen, forderte der Rechtswissenschaftler auf einer Konferenz des Beirats für Migration und Integration. Zugleich kritisierte Robbers die Rechtssprechung des Bundesverfassungsgerichts und den Volksbegriff des Grundgesetzes. Die Veranstaltung stand unter dem Motto &#8220;Migration und Nachhaltigkeit&#8221;. Die Beiratsvorsitzende Maria [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>TRIER.</strong> Der Trierer Verfassungsrechtler Gerhard Robbers hat sich für eine Ausweitung des Wahlrechts ausgesprochen. Ausländer müssten auch mitbestimmen dürfen, forderte der Rechtswissenschaftler auf einer Konferenz des Beirats für Migration und Integration. <span id="more-51098"></span></p>
<p>Zugleich kritisierte Robbers die Rechtssprechung des Bundesverfassungsgerichts und den Volksbegriff des Grundgesetzes.</p>
<p>Die Veranstaltung stand unter dem Motto &#8220;Migration und Nachhaltigkeit&#8221;. Die Beiratsvorsitzende Maria Duran Kremer erinnerte zu Beginn der Veranstaltung daran, dass Menschen nur dann für sich und andere Verantwortung übernähmen, wenn sie sich entfalten könnten. &#8220;Jeder Mensch hat Potenziale, die nur darauf warten, entdeckt und gefördert zu werden&#8221;, so Duran Kremer. Alle Gesetze und Strukturen könnten den Integrationsprozess allerdings nur fördern, wenn der Mensch im Mittelpunkt stehe, gab sie zu bedenken.</p>
<p>Robbers rückte in seinem Referat die Gesetzgebung sowie die Rechtssprechung des Bundesverfassungsgerichts in den Fokus. &#8220;Demokratie hat eigentlich schon immer aus sich heraus nach Gleichheit gerufen&#8221;, erklärte der Hochschullehrer. So sei die Entwicklung des Wahlrechts geprägt von ständigen Ausweitungen. Dass im Grundgesetz im ersten wie auch im letzten Artikel vom &#8220;deutschen Volk&#8221; die Rede ist, sei &#8220;ausgrenzend und statisch&#8221;. Hieraus ergäben sich Fragen wie &#8220;Wer ist Deutscher?&#8221; und &#8220;Was verlangt man hierzulande von Menschen, die hierher kommen?&#8221; Robbers weiter: &#8220;Wenn man sagt, das Volk soll herrschen, dann kommt die Frage auf, wer ist eigentlich das Volk?&#8221; Es sei deshalb an der Zeit, das Staatsangehörigkeitsrecht viel weiter zu öffnen und auch Ausländern das Wahlrecht einzuräumen. Die Rechtssprechung des Bundesverfassungsgerichts in der Frage des Ausländerwahlrechts bezeichnete Robbers als &#8220;falsch&#8221;.</p>
<p>Die Mainzer Sozialministerin Malu Dreyer verwies in ihrer Rede auf die Bedeutung von Migration in Zeiten des demografischen Wandels. Bis 2050 werde die Bevölkerung des Landes Rheinland-Pfalz auf unter 3,5 Millionen Menschen sinken, der Anteil der Bewohner, die 65 Jahre und älter sind, werde im Gegenzug auf fast 33 Prozent steigen, berichtete Dreyer von aktuellen Prognosen. Der Altersdurchschnitt sei bei Migranten deutlich geringer als beim deutschen Teil der Bevölkerung. Zugleich hätten Migranten häufig schlechtere Schulabschlüsse und seien deshalb auch stärker in der Gruppe der Arbeitslosen vertreten. Hier müsse angesetzt werden, um durch Qualifikation Menschen mit Migrationshintergrund zu unterstützen. Dreyer verlangte eine &#8220;Wertschätzung in der Unterschiedlichkeit&#8221;. Die Botschaft müsse lauten: &#8220;Wir brauchen Sie nicht nur, wir wollen Sie auch&#8221;. Die Herausforderung müsse &#8220;positiv gestaltet&#8221; werden, Hart ging die Sozialdemokratin Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich an: &#8220;Wenn man den Teufel an die Wand malt, wie es Friedrich jeden Tag macht, dann werden wir keine Willkommenskultur bekommen&#8221;. Dass in Rheinland-Pfalz inzwischen mehr als 90 Prozent aller Migrantenkinder eine Kita besuchten, sei eine wichtige Entwicklung in die richtige Richtung, so Dreyer.</p>
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		<item>
		<title>&#8220;Es nützt nichts, nur das Kind zu behandeln&#8221;</title>
		<link>http://www.16vor.de/index.php/2012/05/14/es-nutzt-nichts-nur-das-kind-zu-behandeln/</link>
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		<pubDate>Mon, 14 May 2012 04:52:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kathrin Schug</dc:creator>
				<category><![CDATA[Schule & Campus]]></category>

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		<description><![CDATA[Keine Diagnose in der Kinder- und Jugendpsychiatrie wird so kontrovers diskutiert wie das Aufmerksamkeitsdefizit- und Hyperaktivitätssyndrom (ADHS). Vor allem an der Therapie mit dem Psychopharmakum Methylphenidat scheiden sich die Geister: Für manche der Ärzte und betroffenen Eltern ein wirksames Medikament, für Kritiker der Toröffner zur Ruhigstellung lebhafter Kinder. Die Pädagogik an der Universität Trier veranstaltete [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a title="Medikamente als letzter Ausweg? An dieser Frage scheiden sich die Geister. Foto: Kathrin Schug" href="http://www.16vor.de/wp-content/uploads/2012/05/ADHS1.jpg" rel="lightbox[51089]"><img class="alignleft  wp-image-51092" title="Medikamente als letzter Ausweg? An dieser Frage scheiden sich die Geister. Foto: Kathrin Schug" src="http://www.16vor.de/wp-content/uploads/2012/05/ADHS1-99x150.jpg" alt="" width="99" height="150" /></a>Keine Diagnose in der Kinder- und Jugendpsychiatrie wird so kontrovers diskutiert wie das Aufmerksamkeitsdefizit- und Hyperaktivitätssyndrom (ADHS). Vor allem an der Therapie mit dem Psychopharmakum Methylphenidat scheiden sich die Geister: Für manche der Ärzte und betroffenen Eltern ein wirksames Medikament, für Kritiker der Toröffner zur Ruhigstellung lebhafter Kinder. Die Pädagogik an der Universität Trier veranstaltete unter dem Titel &#8220;ADHS – Fakt oder Fiktion&#8221; eine Podiumsdiskussion, in der Vertreter beider Positionen zu Wort kamen. Nicht nur der rege Zustrom interessierter Zuhörer zeigte, wie groß der Gesprächsbedarf bei diesem Thema ist.<span id="more-51089"></span></p>
<p><strong>TRIER.</strong> Philipp war schon immer ein unruhiges Kind, ein Wildfang, &#8220;ein richtiger Rabauke&#8221;, sagt seine Mutter Irene. Sie spricht mit einem Lächeln und traurigen Augen über ihren Sohn. Aus einer Schublade nimmt sie die Briefe, die im Wochentakt von den Lehrern kamen. Ein ganzer Stapel bilanziert, was die Mutter längst geahnt hatte &#8211; mit Philipp in der Klasse sei kein Unterricht mehr möglich. Irene hat noch zwei weitere Söhne, sie weiß, dass Kinder lebhaft sind und toben. Philipp sei jedoch schon immer anders gewesen als seine Brüder: &#8220;Impulsiv, unaufmerksam, mitunter sogar aggressiv gegenüber anderen Kindern&#8221;, beschreibt ihn seine Mutter. Mit der Einschulung habe sich die Situation dann &#8220;ins Unerträgliche&#8221; verschärft. Er konnte nicht still sitzen, dem Unterricht nicht folgen, geriet mit den Lehrern aneinander, störte seine Mitschüler. Zuhause ging das Drama weiter: Die Hausaufgaben und gemeinsamen Mahlzeiten endeten mit Wutausbrüchen und Tränen – bei Philipp ebenso wie bei seiner Mutter, die sich irgendwann nicht mehr zu helfen wusste. &#8220;Nicht nur wir als Eltern litten unter der Situation, sondern auch er selbst: Die anderen Kinder wollten nicht mit ihm befreundet sein, in der Schule versagte er auf der ganzen Linie&#8221;, erzählt Irene. Als sie schließlich mit ihm im Wartezimmer eines Kinderpsychiaters saß, hatte die Familie schon einen langen Leidensweg hinter sich.</p>
<p>Keine andere kinder- und jugendpsychiatrische Erkrankung wird so intensiv, kontrovers und medienwirksam diskutiert wie das Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätssyndrom (ADHS). Je nach Studie sind es 1 bis 15 Prozent, die unter der Störung leiden. Eine eindeutige Diagnostik, ADHS zweifelsfrei festzustellen, gibt es jedoch nicht. Dass ADHS längst eine soziale Tatsache ist, darüber herrschte Einigkeit zwischen den Beteiligten, die von der Trierer Pädagogik zum Podiumsgespräch &#8220;ADHS – Fakt oder Fiktion&#8221; eingeladen wurden. Geht es um die Behandlung der betroffenen Kinder und Jugendlichen, scheiden sich indes die Wege. Während für Gerd Lehmkuhl, Leiter der Kinder- und Jugendpsychiatrie an der Kölner Uniklinik, die medikamentöse Behandlung ein legitimes Mittel – wenn auch Ultima Ratio – darstellt, ist Methylphenidat für Kritiker ein rotes Tuch.</p>
<p>Für Dorothée Thaler, leitende Kinderärztin am sozialpädiatrischen Zentrum Trier, birgt eine vorschnelle Diagnose schwere Risiken: Von Sinnesstörungen über Unterforderung bis hin zu pränataler Schädigung durch Alkoholkonsum der Mutter gäbe es viele Differentialdiagnosen, die ähnliche Symptome hervorriefen wie ADHS. &#8220;Das ist keine Diagnose, die man per Bluttest stellen kann, sondern eine aufwändige und komplexe Untersuchung&#8221;, erklärt sie. Dass die Untersuchung mitunter nicht mit der nötigen Sorgfalt vorgenommen werde, schildert ihre luxemburgische Kollegin Maja Hehlen. Die Psychologin und Heilpädagogin arbeitet als Erziehungsberaterin und ist schockiert über die Leichtfertigkeit, mit der ein Methylphenidat-Rezept mitunter ausgestellt werde: &#8220;Manche Familien gehen nach einem 15-minütigen Erstgespräch bei einem Neurologen mit einem Rezept nach Hause&#8221;, so Hehlen. Statt betroffene Kinder medikamentös zu behandeln, plädiert sie für eine ganzheitliche Betrachtung des Lebensumfeldes und kommt dabei dem Wunsch der meisten Eltern entgegen: &#8220;Ein Großteil wünscht sich eine anderen Behandlung als die Gabe von Ritalin für ihr Kind&#8221;, sagt sie.</p>
<p>Auch Philipps Mutter Irene stellte sich anfangs strikt gegen eine Methyplhenidat-Therapie. &#8220;Ich sträubte mich bei dem Gedanken, meinem Kind Psychopharmaka zu geben&#8221;, erinnert sie sich. Das Medikament, über das sie schon so viel gelesen hatte, trug auch für sie den Beigeschmack, ein unbequemes Kind ruhig zu stellen wollen. Erst als andere Wege keinen Erfolg zeigten und der Leidensdruck ihres Sohnes immer größer wurde, ließ sie sich gemeinsam mit ihm aufklären. &#8220;Ich erinnere mich, wie wir im Sprechzimmer des Arztes saßen und er uns erklärte, was Methylphenidat sei und wie es wirke&#8221;, sagt sie. Es sei ihr Sohn gewesen, der schließlich gesagt habe: &#8220;Wenn es ein Medikament gibt, das mich macht wie die anderen Kinder, dann will ich es nehmen&#8221;. Die Mutter sagt: &#8220;Es hat mir das Herz zugeschnürt, ihn das sagen zu hören&#8221;. Seitdem Philipp Methylphenidat nimmt, hat der Rabauke sich zum Musterschüler entwickelt. &#8220;Zum ersten Mal kann er seine Interessen und Talente wirklich einbringen, das ist toll für ihn&#8221;, erzählt Irene. Die Lehrer seien begeistert über den Wandel, die anderen Kinder schlössen Philipp nicht mehr aus, seitdem er den Unterricht nicht mehr störe. &#8220;Es geht ihm wirklich besser. Aber wenn ich ihn mir so anschaue&#8221;, sagt Irene, &#8220;dann habe ich ein ganz ungutes Gefühl&#8221;.</p>
<p>Für Gerd Lehmkuhl wäre Philipp wohl einer der Fälle, bei denen es richtig war, schlussendlich auch die medikamentöse Therapie zu beschreiten. &#8220;Es ist immer eine Abwägung innerhalb eines Ermessenspielraumes&#8221;, erklärt er. &#8220;Entscheidend ist allein der Leidensdruck des Patienten. Wenn jemand nicht darunter leidet, muss man ADHS nicht behandeln&#8221;. Auch die Psychologin Kerstin Sperber, die als schulpsychologische Beraterin arbeitet, hat in ihrem Beruf täglich mit ADHS-diagnostizierten Kinder zu tun. &#8220;Es nützt nichts, nur das Kind zu behandeln&#8221;, sagt sie, und plädiert für einen systemischen Ansatz, der das Umfeld des Kindes miteinbezieht: &#8220;Unser Ziel ist nicht Problemfreiheit, sondern ein konstruktiver Umgang mit der Situation.&#8221;</p>
<p>Die Frage nach Fakt oder Fiktion ADHS, sie lässt sich erwartbar nicht an einem Abend klären. Doch die Diskussion verdeutlicht, wie sehr Individuum und Gesellschaft sich in diesem Feld überlagern. Der &#8220;langfristige institutionelle Gesprächsrahmen&#8221;, den der Pädagoge Sebastian Manhart sich abschließend wünscht, er könnte neben der Pädagogik und der Medizin wohl auch noch viele andere Disziplinen gewinnbringend fassen. &#8220;Wird hier nicht versucht&#8221;, fragt er, &#8220;ein gesellschaftliches Problem mit Hilfe eines Medikaments zu lösen?&#8221;</p>
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		<title>Verhüllung im Trierer Dom</title>
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		<pubDate>Sun, 13 May 2012 19:30:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marcus Stölb</dc:creator>
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		<description><![CDATA[TRIER. Nach 31 Tagen ist am Sonntagabend die erste Heilig-Rock-Wallfahrt in diesem Jahrtausend zu Ende gegangen. Um 20.20 Uhr verhüllten Dompropst Werner Rössel und Wallfahrtsleiter Georg Bätzing den Schrein, in dem die Reliquie ausgestellt war. Laut Bistum kamen in den vergangenen vier Wochen insgesamt rund 550.000 Menschen in den Dom, um einen Blick auf das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>TRIER.</strong> Nach 31 Tagen ist am Sonntagabend die erste Heilig-Rock-Wallfahrt in diesem Jahrtausend zu Ende gegangen. Um 20.20 Uhr verhüllten Dompropst Werner Rössel und Wallfahrtsleiter Georg Bätzing den Schrein, in dem die Reliquie ausgestellt war. <span id="more-51085"></span></p>
<p>Laut Bistum kamen in den vergangenen vier Wochen insgesamt rund 550.000 Menschen in den Dom, um einen Blick auf das Gewand zu werfen. Wann die nächste Wallfahrt stattfinden wird, steht noch nicht fest. Allgemein wird damit gerechnet, dass die Reliquie in den nächsten beiden Jahrzehnten nicht zu sehen ist.</p>
<p>Vor der Verhüllung hatte Bischof Stephan Ackermann mit Tausenden Gläubigen die Abschlussvesper der Wallfahrt gefeiert. In seiner Predigt sagte der Bischof, dass nun eine vierwöchige Festzeit zu Ende gehe. Er dankte den vielen Tausenden, die an der Gestaltung des Festes mitgewirkt hätten. Die Tunika Christi habe die Pilgerinnen und Pilger &#8220;an den Anfang unseres Glaubens zurückgeführt, an den Ursprung, den wir nie hinter uns lassen, der nie bloß Geschichte wird: Jesus Christus. Aus diesem Ursprung leben wir, aus ihm entspringt immer wieder neu die Kirche.&#8221; Ackermann weiter: &#8220;Die Botschaft Jesu ist keine weltfremde Lehre, sondern Wort, das in mein Leben trifft und das neue Lebenshorizonte auftut.&#8221; Zugleich hätten die Pilger erfahren, dass sie mit ihrem Glauben nicht alleine stünden, sondern sich in großer Gemeinschaft befänden.</p>
<p>Ackermann appellierte an die Gläubigen, nicht am nächsten Tag einfach zur Tagesordnung zurückzukehren: &#8220;Dafür war die Zeit der Wallfahrt zu kostbar. Wenn wir die Erfahrung der Wallfahrt über ihr Ende hinaus teilen, dann wird die Freude, die wir erleben durften, nicht verblassen, sondern weiterwirken und -wachsen.&#8221;</p>
<p>Am Montagabend findet das große Fest für die mehr als 2.300 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer statt, die während der Heilig-Rock-Wallfahrt im Einsatz waren. Ebenfalls morgen beginnen auch die Abbau-Arbeiten im und um den Dom sowie in der Stadt Trier. Der Dom ist an diesem Tag geschlossen. Ab dem 15. Mai sind der Dom und der Kreuzgang dann wieder täglich von 6.30 bis 18 Uhr geöffnet. Auch die Domschatzkammer kann wieder besucht werden. Die täglichen Domführungen um 14 Uhr beginnen wieder am Donnerstag, 17. Mai. Am Freitag wird der &#8220;Schaff-Rock&#8221;, der während der Wallfahrt vor der Konstantin-Basilika gestanden und auf die Probleme von Langzeitarbeitslosen aufmerksam gemacht hat, zum Robert-Schuman-Haus gebracht werden, wo er dauerhaft aufgestellt wird.</p>
<p><em>Weitere Informationen zur Wallfahrt: <a href="http://www.16vor.de/index.php/2012/04/13/enthullung-im-trierer-dom/" target="_blank">Enthüllung im Trierer Dom</a>,  <a href="http://www.16vor.de/index.php/2012/04/19/ubers-wasser-gepilgert/" target="_blank">Mit dem stählernen Rock übers Wasser gepilgert</a>, <a href="http://www.16vor.de/index.php/2012/05/11/wallfahrt-auf-der-zielgeraden/" target="_blank">Wallfahrt auf der Zielgeraden</a> sowie die <a href="http://www.16vor.de/index.php/2012/05/08/moses-ruft-luther-moses-ruft-luther/" target="_blank">Beiträge des Trierer Stadtschreibers</a> und 16vor-Kolumnisten Frank Meyer.</em></p>
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		<title>&#8220;Gänzlich unsozial und unfair&#8221;</title>
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		<pubDate>Sun, 13 May 2012 18:58:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marcus Stölb</dc:creator>
				<category><![CDATA[Meldungen]]></category>

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		<description><![CDATA[TRIER. Nach der Entscheidung des Stadtrats für eine neue Tarifstruktur bei den Eintrittspreisen des Theaters, übt die Grüne Jugend Trier-Saarburg nun deutliche Kritik an dem Konzept und auch am Abstimmungsverhalten der Ratsmitglieder der eigenen Mutterpartei. &#8220;Als Mindestpreis pro Eintrittskarte  8,50 Euro festzulegen und einen Preisnachlass nicht mehr an sozialen Status, sondern an das Alter zu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>TRIER.</strong> Nach der Entscheidung des Stadtrats für eine neue Tarifstruktur bei den Eintrittspreisen des Theaters, übt die Grüne Jugend Trier-Saarburg nun deutliche Kritik an dem Konzept und auch am Abstimmungsverhalten der Ratsmitglieder der eigenen Mutterpartei.<span id="more-51079"></span></p>
<p>&#8220;Als Mindestpreis pro Eintrittskarte  8,50 Euro festzulegen und einen Preisnachlass nicht mehr an sozialen Status, sondern an das Alter zu koppeln, ist nicht nur &#8216;starker Tobak&#8217; oder ein &#8216;bildungs- und sozialpolitischer Verlust&#8217;, wie es Gerd Dahm von der Grünen-Fraktion sanft ausdrückte. Es ist eine Entscheidung, die gänzlich als unsozial und unfair bezeichnet werden kann&#8221;, so Sarah Jakobs, Sprecherin der Grünen Jugend.</p>
<p>Es sei &#8220;peinlich, dass nur zwei Mitglieder der Grünen-Fraktion wach genug gewesen zu sein scheinen, gegen diesen absurden Vorschlag zu votieren&#8221;. Das Ziel, auch Menschen mit geringem Einkommen einen Theaterbesuch zu ermöglichen, sei &#8220;meilenweit verfehlt&#8221; worden, meint Jakobs, die dem Argument der dringend notwendigen Haushaltskonsolidierung wenig abgewinnen kann. &#8220;Wieso nicht mehr von denen nehmen, die auch mehr haben?&#8221;, fragt sie.</p>
<p><em><strong>Weitere Informationen zum Thema finden Sie hier:</strong> <a href="http://www.16vor.de/index.php/2012/05/04/starke-solidarische-masnahme/" target="_blank">&#8220;Starke solidarische Maßnahme&#8221;</a> und <a href="http://www.16vor.de/index.php/2012/04/30/theatertickets-sollen-um-25-prozent-teurer-werden/" target="_blank">Theatertickets sollen um 25 Prozent teurer werden</a></em></p>
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		<title>&#8220;Jesus braucht keine Verehrer, sondern Nachfolger&#8221;</title>
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		<pubDate>Sun, 13 May 2012 06:17:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>16vor</dc:creator>
				<category><![CDATA[Stadt & Menschen]]></category>

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		<description><![CDATA[Viel Anteilnahme und auch Tränen: Mitglieder der Katholischen Studierenden Jugend (KSJ) haben im Rahmen der heute endenden Heilig-Rock-Wallfahrt das Häftlingsgewand einer Überlebenden des KZ Ravensbrück ausgestellt. Eingerahmt von einer ergreifenden Ausstellung mit Tagebuchausschnitten anderer KZ-Gefangener, Informationen zur Geschichte des Kleides und künstlerischen Beiträgen stellte das historische Kleidungsstück eine gelungene Ergänzung zur Präsentation des Tunika Christi dar. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft  wp-image-51073" title="Noch bis einschließlich Montag läuft die Aktion der KSJ. Foto: privat" src="http://www.16vor.de/wp-content/uploads/2012/05/KSJ1-150x93.jpg" alt="" width="150" height="93" />Viel Anteilnahme und auch Tränen: Mitglieder der Katholischen Studierenden Jugend (KSJ) haben im Rahmen der heute endenden Heilig-Rock-Wallfahrt das Häftlingsgewand einer Überlebenden des KZ Ravensbrück ausgestellt. Eingerahmt von einer ergreifenden Ausstellung mit Tagebuchausschnitten anderer KZ-Gefangener, Informationen zur Geschichte des Kleides und künstlerischen Beiträgen stellte das historische Kleidungsstück eine gelungene Ergänzung zur Präsentation des Tunika Christi dar. &#8220;Wir hatten KZ-Überlebende und Angehörige von KZ-Opfern hier, die am Kleid getrauert haben&#8221;, erzählt Pastoralreferentin Jutta Lehnert. Rund 4.000 Besucher, darunter Pilger, Schulklassen und viele Zeitzeugen kamen, um das Relikt der nationalsozialistischen Schreckensherrschaft zu sehen.<span id="more-51072"></span></p>
<p><strong>TRIER.</strong> Im Dachgeschoss des KSJ Diözesanbüros in der Weberbach betreten die Besucher zunächst einen Raum mit Stellwänden, die über die Hintergründe des Kleidungsstückes aufklären. Die harten Fakten und Informationen werden ergänzt durch künstlerische Beiträge der 17-jährigen Alwine Baresch, die das Thema auf eindrucksvolle Art und Weise interpretiert. Das eigentliche Kleid der ehemaligen politischen Gefangenen Zofia Klinke befindet sich in einem &#8220;Raum der Stille&#8221;. Es liegt umgeben von einem Kreis aus Stühlen, Hockern und Sitzkissen auf grauem Kies ausgebreitet auf dem Boden. Der rauhe, schwarz-grau gestreifte Stoff ist an beiden Armen löchrig. Unter einem roten Aufnäher mit dem Buchstaben &#8220;P&#8221; auf Höhe des linken Oberarmes erkennt man die Häftlingsnummer 25948. Ziffern, die der Gefangenen jegliche Identität raubten und ihrer Individualität jede Bedeutung nahmen. Man erkenne es sofort am Gesichtsausdruck eines Besuchers, wenn er aus dem Raum herauskommt, so Jutta Lehnert.</p>
<p>Die Geschichte des Kleides ist ebenso erschütternd wie beeindruckend. Die Polin Zofia Klinke wurde im Alter von 25 Jahren von den Nationalsozialisten in das Konzentrationslager Ravensbrück deportiert. In unterirdischen Fabrikationshallen musste sie als Zwangsarbeiterin Steuerungs- und Zündteile für Flugbomben anfertigen. Bomben, die auch dazu bestimmt waren, ihr Land zu zerstören. Die Schmerzen und Qualen, die sie erleiden musste, haben auf dem gestreiften Kleid ihre Spuren hinterlassen. Während der gesamten Gefangenschaft trug sie das kratzende Gewand und kehrte darin nach Kriegsende in ihr Heimatland zurück. 2002, fast 60 Jahre später, übergab sie das Kleid im Rahmen von Versöhnungsgesprächen an das Maximilian-Kolbe-Werk. Fünf Jahre später starb Klinke, hinterließ mit ihrem Kleid aber einen stillen Zeugen, der, stellvertretend für Millionen geächteter, verfolgter und ermordeter Menschen, an das Schicksal der Opfer des Dritten Reichs erinnert.</p>
<p><strong>&#8220;Wörter wie Demütigung, Erniedrigung und Angst fallen immer&#8221;</strong></p>
<p><a title="Mehr als 4000 Menschen haben sich bereits in der begleitenden Ausstellung informiert. Foto: Simon Neumann" href="http://www.16vor.de/wp-content/uploads/2012/05/KSJ2.jpg" rel="lightbox[51072]"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-51074" title="Mehr als 4000 Menschen haben sich bereits in der begleitenden Ausstellung informiert. Foto: Simon Neumann" src="http://www.16vor.de/wp-content/uploads/2012/05/KSJ2-150x99.jpg" alt="" width="150" height="99" /></a>Doch &#8220;das Kleid erzählt zwei Geschichten&#8221;, erklärt die Mitwirkende Sandra Fait: &#8220;einmal die der Versklavung und Folter, aber auch die der Versöhnung und Verarbeitung&#8221;. Besonders viele ältere Menschen seien nach der Ausstellung sehr bedrückt gewesen, hat die 25-jährige Studentin beobachtet. &#8220;Es ist nochmal eine Vertiefung der Eindrücke, die mich mein Leben lang begleitet haben&#8221;, meint eine ältere Dame, deren Kindheit durch den Zweiten Weltkrieg geprägt war, sichtlich ergriffen. Auf der Feedback-Pinnwand finden sich nur Worte wie &#8220;berührend&#8221;, &#8220;überwältigend&#8221; oder &#8220;beeindruckend&#8221;.</p>
<p>Besonders die Reaktion von Kindern sei sehr erstaunlich, so Fait. &#8220;Sie stellen viele Fragen und man merkt, wie sehr sie das beschäftigt&#8221;. Wenn Schulklassen in die Ausstellung kommen, setzen sich die Betreuer mit den Schülern zusammen und sprechen über die Gefühlsregungen, die das Gewand bei ihnen auslöst. &#8220;Wörter wie Demütigung, Erniedrigung und Angst fallen immer&#8221;, erzählt Jutta Lehnert.</p>
<p>Viele Pilger hätten die Ausstellung als eine Vorbereitung und Vertiefung zum Heiligen Rock gesehen. Tatsächlich sind Parallelen bereits auf den ersten Blick erkennbar. Beide Gewänder erzählen von Leid und Unrecht, senden aber auch jeweils eine positive Botschaft an die Welt. Im Gegensatz zum Leibrock Christi wird das Häftlingskleid von Zofia Klinke zwar nicht verehrt. Dennoch erreicht es die Menschen und wirkt mahnend auf seine Besucher. Eine Wirkung, die sich vermutlich nachhaltiger im Gedächtnis des Besuchers niederschlägt als die Betrachtung einer Reliquie, deren Bedeutung berechtigterweise historisch angezweifelt wird. Eine Wirkung, die so manchen Pilger hat sagen lassen: &#8220;Das ist der eigentliche heilige Rock&#8221;. Dennoch stellt Jutta Lehnert klar: &#8220;Wir sind keine Kritik am Heiligen Rock, aber wir sagen: Jesus braucht keine Verehrer, sondern Nachfolger&#8221;.</p>
<p><strong>Simon Neumann</strong></p>
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