Käufer für Volksfreund-Mutter

DÜSSELDORF/SAARBRÜCKEN. Die Übernahme des Saarbrücker Zeitungsverlags, der auch den Trierischen Volksfreund herausgibt, durch die Rheinische Post, ist offenbar beschlossene Sache.

Das meldet das Branchenmagazin Journalist in seiner aktuellen Ausgabe. Demnach könnte die Übernahme am 11. September im Rahmen einer Betriebsversammlung bei der Saarbrücker Zeitung offiziell bekanntgegeben werden. Laut bislang unbestätigten Informationen wollen die Düsseldorfer die Mehrheit an dem saarländischen Unternehmen übernehmen. Ende Mai war bekanntgeworden, dass sich die Stuttgarter Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck von ihrer Mehrheitsbeteiligung trennen wird (wir berichteten)

Wie der Journalist weiter berichtet, soll die Saarbrücker Zeitung “weiter von der Saar aus regiert” werden. Schon im Vorvertrag seien die saarländische Landeshauptstadt als Konzernsitz und die Vollredaktion für die Saarbrücker Zeitung garantiert. Zudem soll die “Gesellschaft für staatsbürgerliche Bildung Saar” (GSB), die neben Rheinischer Post und einer Mitarbeiter-Beteiligungsgesellschaft als dritte Gesellschafter im Boot sitzt, ein faktisches Vetorecht bei wichtigen Entscheidungen behalten.

Unklar ist noch, was die neuerlichen Entwicklungen für die Trierer Tochter der Saarbrücker bedeuten wird. Nach dem Weggang von Geschäftsführerin von Inga Scholz zur Essener WAZ-Gruppe ist beim TV die Position des Geschäftsführers vakant (wir berichteten). Ob es auch Veränderungen in der Redaktion in Trier geben wird, ist ungewiss. Allerdings könnte das Blatt künftig von der Zuarbeit des mit einigen kompetenten Kräften besetzten Berliner Büros der Rheinischen Post profitieren.

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1 Leserbrief | RSS-Abo

  1. Maik Schuster schreibt:

    Wird der TV jetzt besser?

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