“Ich bin ein Macher, der den Dialog sucht!”

Triers Oberbürgermeister Klaus Jensen lässt noch offen, ob er wieder antritt. Foto: Marcus StölbMit dem Ende der Sommerferien startet die Trierer Kommunalpolitik in das letzte Jahr der laufenden Wahlperiode. 2014 steht zudem die nächste OB-Wahl an. Im Gespräch mit 16vor-Redaktionsleiter Marcus Stölb äußert sich Amtsinhaber Klaus Jensen (SPD) zur ECE-Debatte und wehrt sich gegen Vorwürfe aus den Reihen der Grünen, er betreibe Politik “in bester Schröer-Manier”. Jensen verteidigt seine bisherige Bilanz, übt scharfe Kritik an Bundesverkehrsminister Ramsauer und der Deutschen Bahn und kündigt an, sich in den kommenden Monaten vor allem um die Wohnungspolitik kümmern zu wollen. 2014 werde mit dem Ausbau der Loebstraße begonnen, auch sei man weiterhin entschlossen, das Projekt Fahrradstation umzusetzen. Er wisse, dass man ihm das Image des Moderators anhängen wolle, so Jensen, doch sehe er sich als Macher, der vor seinen Entscheidungen einen intensiven Dialog führe.

16vor: Herr Oberbürgermeister, vor der Sommerpause tobte eine Diskussion über die Absicht von ECE, in Trier zu investieren. Anfangs wollten Sie die Entwicklungsvereinbarung ohne Beteiligung des Rats unterzeichnen, dann sollte der Steuerungsausschuss sein OK geben, schließlich haben Sie die ganze Sache vertagt. Haben Sie die politische Brisanz von ECE unterschätzt?

Klaus Jensen: Ein Teil Ihrer Behauptung ist schlicht falsch: Für mich war von Anfang an klar, dass es eine Unterzeichnung nur mit Zustimmung der Fraktionen gibt. Dass ECE-Projekte häufig umstritten sind, wusste ich von Kollegen aus anderen Städten. Insofern habe ich die Brisanz nicht unterschätzt. Was ich aber unterschätzt habe, war die Diskussion in Medien, Verbänden und bei Einzelpersonen, die jegliche Differenzierung unmöglich machte; da gab es vonseiten der Kritiker nie die Absicht, eine ergebnisoffene Debatte zu führen.

16vor: Weil es von Beginn an Zweifel gab, dass der Prozess wirklich ergebnisoffen ist.

Jensen: Ich habe immer gesagt, dass für mich völlig offen ist, ob wir zusätzliche Einzelhandelsflächen brauchen. Wenn sich herausstellen sollte, das weitere Flächen kontraproduktiv wären, würde ich das ablehnen. Aber diese Frage muss man doch prüfen. Vor allem aber habe ich gleich deutlich gemacht, dass es für mich immer um das Thema Innenstadtentwicklung als Ganzes ging, also auch um Wohnen und Kultur. So etwas wie die “Rhein-Galerie” in Ludwigshafen stand für Trier nie zur Debatte!

16vor: Gerade bei den Grünen haben Sie mit dem ECE-Thema viele gegen sich aufgebracht. Sie betrieben Politik “in bester Schröer-Manier”, wurde Ihnen vorgeworfen. Trifft Sie der Vorwurf der Partei, die Sie 2006 bei der OB-Wahl unterstützt hat?

Jensen: Ich weiß nicht, was die mit “Schröer-Manier” meinen. Ich habe frühestmöglich Öffentlichkeit und Transparenz hergestellt. Es ist völlig legitim zu sagen, wir wollen kein ECE in Trier. Aber was die Grünen machen, ist keine redliche Auseinandersetzung: mir zu unterstellen, ich wollte so etwas wie in Ludwigshafen. Außerdem ist die Position der Grünen in sich widersprüchlich. In anderen Städten haben sie ECE-Projekte maßgeblich vorangebracht oder mitgetragen, beispielsweise in Aachen oder jetzt in Goslar. Im Übrigen: Der Vorwurf, ich würde mauscheln, ist absoluter Quatsch. Sonst hätte ich die Vereinbarung doch unterschrieben.

16vor: Es hat den Anschein, als säßen Sie zwischen allen Stühlen und könnten allenfalls noch auf die Unterstützung Ihrer Partei zählen…

Jensen: Was ECE anbelangt: Als ich die Fraktionen informierte, signalisierten alle grundsätzliche Zustimmung, außer den Grünen; und die FDP war nicht anwesend. Ich hoffe jetzt, dass die Diskussion in ruhigeres Fahrwasser kommt, nachdem sich alle mit dem von mir vorgeschlagenen Verfahren einverstanden erklärten.

16vor: Anfang des Jahres wurde das Mobilitätskonzept beschlossen, das Verbesserungen für den Umweltverbund vorsieht. Papier ist geduldig, wann kommen konkrete Verbesserungen?

Jensen: Sie tun so, als hätten wir erst das “Moko” abwarten müssen, bevor wir handeln. Das ist falsch! Richtig ist, dass wir aufgrund der Finanznot der Stadt nicht in dem Tempo vorankamen, wie ich mir das wünsche. Ich könnte Ihnen jetzt eine ganze Liste an realisierten Projekten nennen, die dem Radverkehr zugute kommen: Spitzmühle, Herzogenbuscher Straße, längere Öffnungszeiten der Fußgängerzone, Weberbach, Fahrradstreifen, aktuell Richtung Mariahof. Die Loebstraße wäre schon fertig, wenn die Baudezernentin und ich nicht so hartnäckig auf einem Fahrradweg bestanden hätten. Was den Busverkehr anbelangt: Da habe ich erreicht, dass das Angebot wieder aufgestockt wurde, nachdem es zuvor immer wieder ausgedünnt worden war. Zudem gibt es eine Reihe zusätzlicher Busspuren.

16vor: Und trotzdem hat man nicht das Gefühl, dass Trier fahrradfreundlicher geworden ist.

Jensen: Wir sind eine Stadt mit 928 Straßen und wenig Geld. Über Jahrzehnte ist das Thema als Appendix gelaufen. Es gab keinen politischen Willen, dem Radverkehr einen höheren Stellenwert einzuräumen. Den gibt es heute bei fast allen Fraktionen. Ich würde gerne noch ein paar Verkehrsplaner einstellen die dafür sorgen, dass es schneller geht, aber dafür fehlt das Geld. Es wird wahrscheinlich zehn Jahre dauern, bis der Nachholbedarf abgearbeitet ist.

16vor: Sie sprachen die Loebstraße an, die sich zu einer Never-Ending-Story entwickelt hat. Wann ist Baubeginn?

Jensen: Wir haben vier Jahre verloren, weil der Widerstand von zwei Anliegern so heftig war. Dabei ging es denen darum, den Radweg zu verhindern und ein paar Parkplätze zu erhalten. Nun haben wir Baurecht und warten auf die Förderzusage aus Mainz. Die hatten wir schon, aber weil sich der Baubeginn aufgrund der Einsprüche der Anlieger immer wieder verzögerte, konnten die Mittel nicht abgerufen werden und verfielen. Ich rechne fest damit, dass es 2014 losgeht.

16vor: 2008 sagte der damalige Verkehrsminister Hering zu, dass das Land den Bau einer Fahrradstation am Hauptbahnhof mit 85 Prozent unterstützen werde. 2011 sollte die Anlage stehen, 2013 ist von ihr nicht im Ansatz etwas zu sehen.

Jensen: Das liegt nicht an uns, dass wir da noch nicht weiter sind. Aber wir sind mit Hochdruck an dem Projekt dran und verhandeln mit den Stadtwerken und der Bahn. Wir wollen die Fahrradstation, und ich bin auch sehr optimistisch, dass sie kommen wird.

16vor: Kürzlich kündigten Sie und Infrastrukturminister Lewentz an, bis Dezember 2017 entlang der Westtrasse fünf neue Haltepunkte bauen zu wollen. Fürchten Sie nicht, dass Sie mit solchen Versprechungen Frust provozieren, weil kaum vorstellbar ist, dass sich das in diesem Zeitraum bewerkstelligen lässt? Die Zweigleisigkeit nach Igel ist bis heute nicht in Sicht, und die sollte bis 2012 realisiert sein.

Jensen: Was die Zweigleisigkeit anbelangt: Das hat schon eine gewisse Dreistigkeit, dass die Rücknahme der Rücknahme noch als Fortschritt dargestellt wird. Der Zeitplan wäre einzuhalten gewesen, hätten sich 2009 in Berlin nicht die Mehrheiten verändert und der Bundesverkehrsminister das Projekt nicht wieder infrage gestellt. Gemeinsam mit Bund und Land hatte ich die Zweigleisigkeit 2007 auf dem von mir initiierten Verkehrsgipfel eingetütet-

Was die Westtrasse angeht: Entscheidend ist, dass dieses Projekt nun richtig angegangen wird und ich durchgesetzt habe, dass das Land die Finanzierung der Haltepunkte bis auf einen geringen Eigenanteil übernimmt. Ich habe immer gesagt, dass wir das als Stadt nie leisten könnten. Insofern habe ich mich mit meiner Forderung durchgesetzt; und wenn die Stationen 2017 noch nicht stehen, sondern 2018 – dann ist es auch gut. Aber es geht voran.

16vor: Die Bahn hat kürzlich bestätigt, den Fernverkehr nach Trier einstellen zu wollen. Woran liegt es, dass die Bahn die Proteste aus Trier so konsequent ignoriert?

Jensen: An der grundlegend verfehlten Politik der Bahn, nur nach Rendite-Gesichtspunkten zu investieren. Man sieht hier nicht genügend Rendite. Ich glaube aber nicht, dass diese Rechnung aufgehen wird: das Angebot ausdünnen, weil nicht genügend Nachfrage da ist – das führt in eine Abwärtsspirale. Es ist ein fortwährendes Ärgernis, wie die Bahn Trier abkoppelt. Aber wir werden uns weiter dagegen wehren.

16vor: Ein Problem, das vielen Trierern zu schaffen macht: es fehlt an bezahlbarem Wohnraum. Auf dem privaten Markt wird fast nur hochpreisiges Angebot geschaffen. Wann wird die Stadt aktiv, eventuell auch als Bauherr oder über die GBT, an der sie ja maßgeblich beteiligt ist?

KlausJensen21082013HochKleinJensen: Die Stadt wird auf keinen Fall eigene Wohnungen bauen. Wir arbeiten vielmehr auf zwei Ebenen: Das Konzept für die Sanierung der 700 städtischen Wohnungen wird bald vorliegen, dann werden wir mit Hilfe des Landes diese Wohnungen sanieren. Hier ist über Jahrzehnte nichts gelaufen. Was den sozialen Wohnungsbau anbelangt: der hat im ganzen Land seit Jahren kaum noch stattgefunden. Es hat sich schlicht nicht rentiert. Das Land ist dabei, die Förderinstrumente zu modifizieren, und ich will noch in diesem Jahr ein Konzept vorlegen, wie es in Trier in den nächsten Jahren wieder sozialen Wohnungsbau geben kann. So will ich eine Quotierung für private Investoren, die auf städtischem Grund bauen. Am 6. September wird es zudem eine Konferenz mit allen Akteuren im Wohnungsbau geben.

16vor: Im Frühjahr wurde das Schulentwicklungskonzept beschlossen, kurze Zeit später wollte SPD-Fraktionschef Sven Teuber nicht mehr ausschließen, dass Teile hiervon nach der Kommunalwahl auf den Prüfstand kommen. Wie verbindlich ist das Konzept und wie zufrieden sind Sie mit dem jetzigen Umsetzungsgrad?

Jensen: Wir sind alle überrascht von den schnellen Veränderungen beim Anmeldeverhalten. Mit dem Schulentwicklungskonzept bin ich insoweit zufrieden, dass wir erste Maßnahmen schon umgesetzt haben. Seit Schulbeginn werden die Kürenzer Kinder in der komplett sanierten Ambrosiusschule unterrichtet. Natürlich ist das Konzept verbindlich, aber manche Entscheidungen, gerade bei den Realschulen plus, haben wir nicht in der Hand. Hier muss man die weitere Entwicklung der Anmeldezahlen beobachten und dann sehen, ob das Land bereit ist in eine Schule zu investieren, wenn anderswo noch Kapazitäten frei sind. Und ansonsten gelten die Stadtratsbeschlüsse.

16vor: Kürzlich gingen Sie mit einer eigenen Webseite online. Ist die Homepage so etwas wie die Vorbereitung einer erneuten Kandidatur für das Amt des OB?

Jensen (lacht): Nein, die Webseite hat mit der Frage, wie ich mich im Herbst entscheiden werde, nichts zu tun. Es geht mir darum, Interessierten einen Einblick in meine Arbeit zu geben, und es ist auch ein Stück Rechenschaft, die ich ablegen will.

16vor: Wenn Sie nicht antreten sollten, hätten ihre Partei und Ihre Frau doch ein Problem.

Jensen: Wieso? Es gibt viele qualifizierte Menschen, man ist nie unersetzbar!

16vor: Ihr Vorgänger hatte das Image eines Machers, der auch gegen Widerstände Projekte wie die Umgestaltung des Domfreihofs oder die Sanierung des Palais Walderdorffs durchsetzte. Wie sehen Sie sich?

Jensen: An der sehr langen Bilanz umgesetzter Projekte ist erkennbar, dass ich auch ein Macher bin. Dabei ist es mir wichtig, vor den Entscheidungen einen intensiven Dialog zu führen.

16vor: Als Macher werden Sie von vielen nicht wahrgenommen.

Jensen: Ich weiß, dass mir einige das Image anhängen wollen, ich würde nur moderieren. Hier werden jeden Tag Entscheidungen getroffen, und das unter schwierigsten Rahmenbedingungen. Die Stadt steht finanziell enorm unter Druck, wir haben sechs Fraktionen, wir hatten das Problem Babic. Und dennoch wurde unter meiner Führung vieles umgesetzt: Das völlig marode Gebäude J am Paulusplatz ist rundum saniert, Ehrang hat eine Mensa und Turnhalle, ins AVG investieren wir Millionen. Dann die Baugebiete BU 13 und 14, Castelnau, Bobinet, das neue Jobcenter in Trier-West. Außerdem ist es mir gelungen, dass Trier jedes Jahr 9 Millionen Euro aus dem Kommunalen Entschuldungsfonds bekommt und ab nächstem Jahr 14 Millionen mehr aus dem Kommunalen Finanzausgleich. Wenn ich kein Macher wäre, wäre vieles von dem nie angepackt worden.

16vor: Für den Fall, dass Sie nicht mehr antreten werden: Was wollen Sie bis zum Ablauf ihrer ersten Amtszeit im März 2015 noch anpacken?

Jensen: Mir geht es jetzt vor allem um die Weichenstellungen für das Theater, das der Kollege Egger und ich in seiner jetzigen Struktur erhalten wollen. Auch das Projekt neue Hauptwache für die Berufsfeuerwehr soll noch 2014 auf den Weg gebracht werden. Vor allem aber wird das Thema Schaffung von bezahlbarem Wohnraum große Bedeutung haben, mindestens so sehr wie die Schulen.

16vor: Genug Stoff also für eine weitere Amtszeit!

Jensen (lacht): Da spräche in der Tat einiges für.

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23 Leserbriefe | RSS-Abo

  1. Christoph Steil schreibt:

    So weichen Fremdbild und Eigenbild von einander ab. Macher ? Mitglied des Ensembels einer weltberühmten Puppenbühne !
    Und an allem sind immer und ewig andere Schuld. So sind sie wohl aber alle, die Politiker.
    Am Besten ist aber: “….haben alle Fraktionen Zustimmung signalisiert, ausser den Grünen und der FDP, die waren nicht da….!”
    Isch lach misch schlapp!
    Der ist kein Moderator, der ersetzt jeden Komiker.

  2. Anja Reinermann-Matatko schreibt:

    Aachen ist nicht Trier, Goslar ist nicht Trier. Warum also eine “widersprüchliche Position”? Wir Trierer Grüne haben uns klar gegen ein ECE in Trier positioniert und unser Position mit zig Argumenten belegt.

    Und warum ist die Entwicklungsvereinbarung mit ECE noch nicht unterschrieben? Weil wir Grüne dafür gesorgt haben, dass der Rat mit einbezogen wird und weil wir belegen konnten, dass in anderen Städten die Entwicklungsvereinbarungen in öffentlichen Ratssitzungen beschlossen wurden! Als heraus kam, dass eine solche Vereinbarung in Bearbeitung ist, versuchte man uns ja zuerst Mal weis zu machen, das sei alles höchste Geheimhaltungsstufe und auf keinen Fall öffentlich diskutierbar. Transparenz sieht anders aus.

  3. W. Berg schreibt:

    “An der sehr langen Bilanz umgesetzter Projekte ist erkennbar, dass ich auch ein Macher bin.”

    Das erschreckende an dieser Selbsteinschätzung ist, dass Jensen das auch noch tatsächlich zu glauben scheint. Dass er dann zu seiner persönlichen “Erfolgsbilanz” (Baugebiete BU 13 und 14, Castelnau, Bobinet, das neue Jobcenter in Trier-West usw.) auch noch Projekte anführt, wofür ausschließlich seine StadtvorstandskollegInnen verantworlich zeichnen, ist ja der Gipfel der Realitätsverweigerung.
    Richtig ist, dass es bislang sechs verlorene Jahre für Trier waren, wozu ich – das muss ich selbstkritisch eingestehen – mit meiner Stimme damals leider beigetragen habe. Ich bin enttäuscht.

  4. V.Clemens schreibt:

    @W.Berg: Da geht es mir wie Ihnen.
    Nur weil etwas gemacht ist, muss da noch lange nicht gut sein. Gut wäre es, wenn der OB z.B. gesagt hätte, in Castelnau und Bobinet kommen nur bezahlbare Mietwohnungen
    für Familien hin( und keine schicken Lofts für die oberen 2000).
    Man mag von Schröer gehalten haben was man mag, aber ich hatte immer den Eindruck, es werden Entscheidungen getroffen UND umgesetzt. Ob die jetzt immer allen gefallen haben sei dahin gestellt.
    Jetzt habe ich nur noch den Eindruck von totalem Stillstand.

  5. U. Klein schreibt:

    Lange nicht mehr so gelacht! Aber eigentlich ist ein solch krasser Realitätsverlust eher zum Heulen.
    @W. Berg: Ihre Wahl war schlimm genug, aber jetzt wissen Sie´s ja besser (oder würden Sie gar einen “grünen” Kandidaten wählen?!).
    Von Herrn Schröer war ich gewiss nicht begeistert, aber im Nachhinein sieht man doch, welche Welten zwischen ihm und seinem “unabhängigen” Nachfolger liegen.
    Ein Bekannter meinte damals kurz nach der Wahl: “Wenn du den an der Porta dreimal um die eigene Achse drehst, findet der nicht mehr alleine heim ins Schammatdorf!” Sowas würde ich aber nie sagen:)

  6. Norbert Damm schreibt:

    Jensen: Ich weiß nicht, was die mit “Schröer-Manier” meinen
    Heute greisen Hubschrauber über Trier -Süd wie im Katastrophenfall. ADAC-Rallye 2013. Super sagen Schröer und Jensen. Boliden rasen am Moselufer in die Südallee zum Viehmarktplatz. Super, was der ADAC da macht.
    Schröer-Jensen Manier.
    Als wir mit Herrmann Münzel um den Erhalt des Palais Walderdorff für die Stadt gekämpft haben, da waren Sie nie dabei, Herr Jensen. Heute zahlt die Stadt wieviel Miete an die Koch-Stiftung???
    Schröer-Manier.- Ist doch nicht so schwer zu begreifen.Motor auf, volle Bulle das Moselufer runter. Selbst ein Polizeikommissar , Marijan Griebel, 23 Jahre alt, dem Polizeipräsidium Trier unterstellt, fährt mit. – Wieder kommt ein Hubschrauber, wahrscheinlich voll mit Pressefotografen. Landung in den Moselauen. OB Klaus Jensen wehrt sich nicht. Aber wir.
    Ja dann.

  7. Karl Meyer schreibt:

    Wie schön, dass Peter Gabriel bereits alles zu solchen “Machern” gesagt hat…

    http://www.youtube.com/watch?v=BpJbebfLmJ0

  8. Sven Dahmen schreibt:

    “Ich bin ein Mach….” – – – ### – – so, erst mal die Schnappatmung ‘wegmoderiert’ und den Kaffee vom Monitor gewischt…und weitergelesen…der meint das ernst…so richtig ohne 1.4. oder ‘Bütt’ und “Tä-Tää” am Ende…auch kein Rathauskabarett wurde gegründet…der meint das wirklich ernst…

    Oder ist das doch eher eine ganz alte Nummer aus der Mottenkiste der Schmalspur-Rhetorik(er): “Nimm Deinen schwächsten Punkt und stelle ihn als Stärke dar… Aufmerksamkeit ist Dir gewiss, weiteres Reframing folgt…”

    Auch wenn es hier naturgemäß schwerfällt, “den einen” schwächsten Punkt zu identifizieren, ist die Auswahl schon recht treffend gelungen. Respekt!

  9. Norbert Damm schreibt:

    Herr Dahmen, hilft “Reframing” auch bei der ADAC-Rallye? Meinen Sie und OB Jensen das ernst , uns BürgerInnen das an zu tun und das wäre normal? Vielleicht sollten Sie im Stadtvorstand ein Reframing- Seminar machen. Ich weiß zwar immer noch nicht, was das ist, aber Hauptsache, ich muß nicht wegen der laufenden Hubschrauberlandungen über Trier-Süd seit 3 Tagen denken, Cattenom wäre geplatzt. Hilft da Reframing?

  10. Markus Nöhl schreibt:

    @V. Clemens

    Nun, ich hab schon gewisses Verständnis, dass der Eindruck von Stillstand aufkommen kann. Immerhin ist die Stadt Trier über die Maßen verschuldet und die Konsolidierung führt zu deutlichen und spürbaren Einbußen – ob beim Personal, bei Standardaufgaben oder Projekten der Stadt.

    Doch wenn man aufmerksam hinschaut, dann sieht man, dass sich einiges in den letzten Jahren getan hat: Die Konversionsprojekte (Castelnau, Bobinet, Gneisenau) sind genannt worden, mit Hilfe des Konjunkturprogramms sind etliche Schule saniert worden, das Südbad in Stand gesetzt, die Kita-Landschaft enorm ausgeweitet…

    Stillstand sieht doch vollkommen anders aus und dies trotz Entschuldungspakt und Haushaltskonsolidierung.

    @W. Berg

    Und zur Kritik, dass das ja alles Projekte aus der Verantwortlichkeit der Beigeordneten sind: Nun Schröer hat sich auch mit dem Petrisberg gebrüstet und war hat es gemacht: Dietze! Der OB hat eben nur begrenzt eigene Amtsbereiche, vor allem repräsentiert er die Stadt sowie das gesamte Handeln der Stadtverwaltung und ist nicht nur Prügelknabe für die Bereiche, die nicht gut laufen.

  11. V.Clemens schreibt:

    @M. Nöhl: Dann erklären Sie mir mal bitte, wie eine Familie (Vater + Mutter + 2 kleine Kinder mit 2500Eur.Netto) sich in Bobinet /Castelnau) einmieten sollen?
    Gneisenau ist ja mehr Landes/-Bundessache.
    Und Petrisberg ist ja auch sehr viel auf den Lügen von Dietze ( die Umfahrung Kürenz ist bis spätestens Herbst 2004 fertig…. )aufgebaut. Mann hat viele Arbeitsplätze und Wohnraum dahin verlagert, ohne eine einzige Leistungsfähige Zuwegung zu bauen.

  12. Herbert Müller schreibt:

    Wie können denn Selbstwahrnehmung und Realität so weit auseinander liegen? Jensen ist für mich als Hoffnungsträger gekommen und hat sich zum GAU für Trier entwickelt. Wenn er so weiter macht, dann ist Stillstand nich das beste was man über Jensens Tun sagen kann. Und selbst das wäre noch euphemistisch formuliert.

    Sicherlich ist die finanzielle Lage in Trier angespannt, aber das ist sie doch wohl bei fast allen Kommunen. Was hier abläuft ist eine Schande und ein Schlag ins Gesicht der Bürgerinnen und Bürger in Trier. Hoffentlich findet sich bald ein Bürgermeister, der unsere Stadt wieder nach vorne bringt.

  13. Stephan Jäger schreibt:

    „…Fahrradstreifen, aktuell Richtung Mariahof.“

    Genau dieser Fahrradstreifen ist ein Musterbeispiel dafür, dass in Trier – wenn man als benutzbare Lösungen für Radfahrer als Zielsetzung definiert – eben immernoch nichts geschieht!

    Radstreifen auf der Fahrbahn ist ja ansich prima. Aber, wenn man auf diesem Speziellen einfach so lang fährt, frei nach dem Motto „die Leute, die das da hingemalt haben, werden sich schon was dabei gedacht haben“, kommt man lebend nicht einmal bis zur Richterakademie. Die üblichen Enden irgendwo im Nirgendwo, wo es am wenigsten passt und man am wenigsten damit rechnet. „Können ja selbst aufpassen und zur Not absteigen“…alle drei Meter.

    Es wird eben in Trier immernoch kein Radverkehr geplant sondern bestenfalls „Entlastung“ des Autoverkehrs vom Radverkehr.

  14. Stephan Jäger schreibt:

    @Herbert Müller

    „Hoffentlich findet sich bald ein Bürgermeister, der unsere Stadt wieder nach vorne bringt.“

    Wieder ?

    Wo war Trier denn seit dem Krieg schon mal „vorne“…

    …außer beim Kinder Totfahren…

    http://www.16vor.de/schlechte-noten-fur-trier/

    …und Polizisten Verkloppen?

    http://www.16vor.de/gewalt-gegen-trierer-polizisten-13-08-201/

  15. Manfred Fusenig schreibt:

    Ich bleibe bei meiner schon oft geäußerten Meinung über diesen OB: Schlafmütze und Fehlbesetzung auf diesem Posten. Ich habe den Eindruck, dass er zusammen mit seiner Frau, den wohl bezahlten, aber nicht verdienten Ruhestand kaum erwarten kann, ohne irgend etwas hinterlassen zu haben, was für die Stadt Trier von Bedeutung gewesen wäre oder ist. Von einem “Macher” ist er meilenweit entfernt, sonst gäbe es nicht so viele Schandflecken, Missstände in dieser Stadt, die auch ohne großen finanziellen Aufwand zu beseitigen wären.

  16. Rainer Landele schreibt:

    @Markus Nöhl

    welche konsolidierung denn?

  17. Peter Moog schreibt:

    Leute, der Mann ist ein echter Macher, er hat alle 39 Projekte, die viel Geld gekostet haben und nie durchgezogen wurden, im geheimen Kämmerlein weiterge”macht” und ihr werdet staunen – in 2014 werden alle Projekte auf einmal durchgezogen…

  18. W. Berg schreibt:

    @ Markus Nöhl

    Sie wiederholen lediglich das, was Herr Jensen uns bereits als sein persönlicher Erfolg verkaufen möchte, obwohl die Arbeit von anderen erledigt wurde. Wenn Sie es nun also schon als Erfolg werten möchten, dass Herr Jensen die Projekte, die ohne sein eigenes Zutun hauptsächlich von der Bauverwaltung umgesetzt wurden, nicht blockiert hat, dann Gute Nacht Trier!

    Klaus Jensen hat im Wahlkampf große Erwartungen in seine Person gesteckt und frischen Wind versprochen. Dieser frische Wind ist jedoch nichts weiter als heiße Luft. Man hangelt sich von einem runden Tisch zum nächsten, führt nette Gespräche, setzt hier und da ein Symbölchen, liefert sympathische Fotos – aber was bleibt am Ende für die Stadt? Höflich ausgedrückt: Nicht viel! Die Stadt Trier ist der große Verlierer der Amtszeit Jensen!

  19. Olli Petersen schreibt:

    Herr Jäger,

    Sie langweilen mit ihrem ständigen Genörgel. Ich habe bei der Stadtverwaltung angerufen und nachgefragt: Der Radangebotsstreifen oder wie man den auch immer nennen soll, den Sie nun wieder so heftig kritisieren, soll noch bis ganz nach Mariahof vollendet werden.
    Ich habe bisher nichts an Radwegen vermisst, weil ich auch so ganz gut da hin komme, wo ich hin möchte. Sehr, sehr oft mit dem Rad, nie mit dem Bus, weil zu teuer!
    Sie Herr Jäger, sie brauchen doch selber auch keine Radwege, weil sehr sportlicher Radfahrer mit gutem Gerät. Also lassen sie doch einfach die Leute demnächst von den Kaiserthermen bis Mariahof mit dem Rad auf diesem Streifen fahren und stellen nicht jede Erneuerung gleich negativ in Frage.
    Aufgefallen ist es sowieso schon, dass sich über dieses Thema mit Ihnen hier niemand mehr anlegt, weil sie es einfach langweilig und Gebetsmühlenartig hier betreiben, meistens ohne konstruktive Kritik, Hauptsache gegen irgend jemand soll es gehen, sei es Stadt, und wenn es doch das Land ist es doch besser die Stadt als Sündenbock hin zu stellen, unterscheidet ja sowieso niemand. Was hätte mit der überbreiten Trasse Richtung Mariahof denn Ihrerseits passieren sollen? Und noch besser: was hätte das gekostet?

  20. Horst kirchartz schreibt:

    Der jetzt neu angelegte Radweg zwischen Herrenbrünnchen und der Straße Am Wolsberg ist bergaufwärts wie bergabwärts ein Torso. Ich jedenfalls werde den Abschnitt nicht auf der Straße zurücklegen wollen, weil viel zu gefährlich. Gut das die alten Radwege noch befahrbar bleiben. jedenfalls hat man. die Schildererst letzte Woche erneuert

  21. Stephan Jäger schreibt:

    @Horst kirchartz

    „Der jetzt neu angelegte Radweg zwischen Herrenbrünnchen und der Straße Am Wolsberg ist bergaufwärts wie bergabwärts ein Torso.“

    Genau so ist es.! Herr Petersen schein hier irgendwelche anderen Gegebenheiten vorzufinden als normale Sterbliche. Das ist mir in der Vergangenheit schon einmal aufgefallen, als er weder an der Wegeführung im Alleenring noch an dieser dauerzugeparkten Zumutung in der Karl-Marx-Straße etwas auszusetzen hatte. Ich rede übrigens nicht über Radsport, sondern über Radverkehr. Das sind zwei völlig verschiedene Paare Schuhe. Und auf meinen alltäglichen Wegen bewege auch ich mich auf einem eher unspektakulären „Gerät“. Alles Andere wird einem ja früher oder später geklaut.

    Was das „gebetsmühlenartige“ angeht: Herr Petersen kann sich garnicht vorstellen, wie gerne ich damit aufhören würde, diese immer gleiche Platte aufzulegen. Aber Missstände muss man halt so lange bemängeln, wie sie fortbestehen, oder, schlimmer noch, immer neu geschaffen werden, wenn man will, dass sich daran irgendwann einmal etwas ändert. Erst recht anscheinend in Trier, wo die schon sprichwörtliche moselländische Starrköpfigkeit anscheinend jeden Fortschritt verhindert.

    So ist jedenfalls die neue „Radverkehrslösung“ Richtung Mariahof nichts weiter, als der traurige Beweis dafür, dass man in Trier nichts aus diesen wirren Pinseleien aus den 80ern auf den Alleenkreuzungen gelernt hat, die sich heute nicht einmal mehr Radwege nennen dürfen.

  22. Olli Petersen schreibt:

    Ich vermisse immer noch Vorschläge und Zahlen. Bin heute da mal selber entlang gefahren und kann die Phantasiegefahren nicht nachvollziehen. Vielleicht, weil ich auch selber Verantwortung übernehme und mich außerhalb eines wohlbehüteten Sandkastens befinde. Jedenfalls scheine ich auch ohne diese hier immer wieder gebetsmühlenartig geforderten Wege bis ins Pensionsalter gekommen zu sein. Besonders nun im Alter in so einer kleinen, netten Stadt wie Trier eine ist.

  23. Helga Eiden-Reich schreibt:

    Jensen ein Macher? Muhaha. Dann ist mein Goldfisch ein Schwätzer!
    Hoffentlich tritt er zur nächsten OB-Wahl noch einmal an, damit ich ihn nichtwählen kann.

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