Leser dürfen wieder Wunschführung wählen

Das Stadtmuseum Simeonstift hat sich auf die Fahnen geschrieben, Zeugnisse der vergangenen Jahrhunderte mit einem Bezug zur Stadt zu bewahren und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Weil der Name 16vor nicht zufällig auch der Geschichte Triers Rechnung trägt, möchten wir dies unterstützen. Darum veranstalten wir gemeinsam mit dem Stadtmuseum die Reihe “16vor-Führung”. Rund 14 Tage vor diesen Wunschführungen können Interessierte auf unserer Seite eine Woche lang über drei Themen abstimmen. Das mit den meisten Stimmen wird dann angeboten. Die zweite 16vor-Führung findet am Dienstag, 20. März, um 20 Uhr statt. Abgestimmt werden kann ab sofort.

Folgende Themen stehen zur Auswahl:

Seit Jahrhunderten chic: Mode aus Trier

Vom eleganten, dreiteiligen Galaanzug bis zum perlenbesetzten Charlestonkleid – regionale Mode aus drei Jahrhunderten ist in der ständigen Sammlung im Textilkabinett des Stadtmuseums Simeonstift ausgestellt. In aufwändig ausgeleuchteten Vitrinen sind hier handbestickte Westen, geschnürte Kinderkleider oder stilvoll geraffte Damenkostüme zu sehen.

Das Thema “Mode” ist eng verknüpft mit der Stadt Trier, deren Fachhochschule über die älteste noch existierende Modefachklasse Deutschlands verfügt. Um den Bestand kontinuierlich und sinnvoll zu ergänzen, besucht das Stadtmuseum regelmäßig die FH-Modenschauen und kauft Kleider der hiesigen Absolventen. Anlässlich der Führung würden vier extravagante Kleiderkreationen aus den letzten Jahren eigens aus dem Depot geholt werden, um auch die außergewöhnliche Kreativität der aktuellen Modeschaffenden vor Ort vorzustellen.

Zumindest künstlerisch wertvoll: Trierer Notgeld

Inflation, Arbeitslosigkeit und die Weltwirtschaftskrise machten in den 1920er Jahren auch vor Trier nicht halt. Im Jahr 1918 wurden hier erste Notgeldmünzen herausgegeben, die bald von Kleingeldscheinen abgelöst wurden. Mit einem gewissen Stolz auf ihr römisches Erbe wählte die Stadt mitunter bedeutende Baudenkmäler als Motiv, um diese Geldscheine ansprechend zu gestalten. Künstler wurden gebeten, eigene Entwürfe einzureichen, daneben griff man auch auf bereits vorhandene Gemälde oder Grafiken als Vorlage zurück. Das schnell an Wert verlierende Notgeld sollte zumindest optisch attraktiv bleiben!

Oft lagern solche Scheine ein wenig unbeachtet in Museumsvitrinen. Zu unrecht! Anlässlich der 16vor-Führung würde ein Vortrag sie ins wohlverdiente Licht rücken. Zudem werden Scheine im Original mitgebracht.

Wie eine Ausstellung entsteht: Ein Blick hinter die Kulissen

Wie entsteht eigentlich eine Ausstellung? Nach welchen Kriterien werden Objekte ausgewählt, welche Vorlaufzeit ist dafür notwendig und wie gelangen wertvolle Kunstschätze dann eigentlich von Museum zu Museum? Am Sonntag, 25. März, eröffnet das Stadtmuseum Simeonstift seine neue Sonderausstellung “Zierrat / Sierrad” mit Tee- und Kaffeeservicen sowie eigenwilligen Schmuckstücken von Künstlern des 20. und 21. Jahrhunderts.

16vor würde bereits fünf Tage vor der Eröffnung einen exklusiven Blick hinter die Kulissen ermöglichen. In der dann größtenteils fertig eingerichteten Ausstellung soll anschaulich erläutert werden, wie die Exponate transportiert und aufgebaut wurden, wie für ihre Sicherheit gesorgt wird und welche Überlegungen in die aufwändige Gestaltung der Ausstellungsarchitektur einflossen. ´

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